Ein KGB-Novellist: Gerald Fleming

Zusammengestellt von Dr. Fredrick Toben

Ein Experte fordert uns heraus

Der in Mannheim aufgewachsene Jude Gerhard Flehinger zog es während der Zeit des Dritten Reiches vor, sein für ihn ungastlich gewordenes Heimatland zu verlassen und nach Großbritannien auszuwandern. Dort nahm er den Namen Gerald Fleming an und widmete sich nach dem Krieg u.a. der Zeitgeschichte, insbesondere dem "Holocaust" an den Juden Europas unter der NS-Herrschaft. Er brachte es in England zu hohem Ansehen und gilt heute als einer der bekannten Holocaust-Schriftsteller der Welt. Anfang der 90er Jahre erhielt Fleming Zugang zu dem bisher unter Verschluß gehaltenen Staatsarchiv in Moskau, in dem große Aktenbestände der Bauleitung der Waffen-SS und Polizei Auschwitz lagern. In einem Zeitungsartikel in der New York Times vom 18.7.1993 (S. E19) führt er unter dem Titel »Engineers of Death« (Ingenieure des Todes) aus, daß er den gesamten Aktenbestand des Archives gesichtet habe. Anschließend beschreibt er die seiner Meinung nach wichtigsten Funde, die seine These von der Vernichtung der Juden stützten. Als die Geschichtsforscher Jürgen Graf (Schweiz) und Carlo Mattogno (Italien) 1995 ebenfalls die Akten des Moskauer Staatsarchiv einsehen, entdecken sie in den Quittungsbüchern der Leihstelle des Museums, daß Gerald Fleming nur den Erhalt eines Teils der Akten der Bauleitung des Waffen-SS quittiert hat. Außerdem finden beide Forscher in diesen Archiven Dokumente, die der These von der Vernichtung der Juden klar entgegenstehen, die aber Gerald Fleming nie erwähnt hat (VffG wird darüber noch detailliert berichten). Sie äußern daher den Verdacht, daß Gerald Fleming nicht, wie behauptet, die ganzen Akten gesichtet hat, sondern daß er nur jene Akten auslieh, von denen er annahm, daß sie etwas beinhalten, was seine vorgefertigte Meinung stützen könnte. Dieser Sachverhalt wurde von dem australischen revisionistischen Adelaide Institute im Sommer 1996 in einem Beitrag im Internet dargelegt. (http://www.adelaideinstitute.org/adins.html) Die darin enthaltenen Vorwürfe gegen Herrn Fleming haben diesem offenbar nicht gefallen. In einem Schreiben vom 20. August 1996 hat Gerald Fleming daher ein Hühnchen mit uns zu rupfen:

»Verehrter Dr. Toben

Meine Aufmerksamkeit wurde durch Kollegen auf Informationen gelenkt, die mit der Datumsangabe 15.7.1996, 17:30:00 vom Adelaide Institute stammen. Ich zitiere aus dem fraglichen Dokument:

Der schweizer Historiker Jürgen Graf und der italienische Experte Carlo Mattogno besuchten die einstmals geheimen Moskauer Archive. Ihre Funde beschämen die Arbeit des britischen Professors Gerald Fleming [und des französischen Apothekers Jean Claude Pressac].

Da der fragliche Kommentar nicht nur absurd und skurril ist, sondern vielmehr hart an der Grenze zur Beleidigung, gebe ich Ihnen einige Informationen bezüglich meiner Archivstudien im Moskauer Staatsarchiv (und in anderen Archiven):

  1. Ich habe sieben Jahre lang in russischen Staatsarchiven gearbeitet, jeweils mehrere Wochen pro Aufenthalt.
  2. Ich habe alle relevanten Auschwitz-Dokumente gesehen und untersucht und eine große Anzahl davon kopiert.
  3. Meine Berichte und Veröffentlichungen bezüglich meiner Archivstudien in russischen Archiven sind wohlbekannt.
  4. Der Ausdruck "beschämend" im Zusammenhang mit meiner Arbeit und im Vergleich zum kürzlichen Besuch zweier benannter westlicher revisionistischer Schreiber ist unangebracht falsch und unakzeptierbar polemisch.
  5. Sollte ein ähnlicher Kommentar erneut im Internet unter der Verantwortung des Adelaide Institutes erscheinen, werde ich Schritte unternehmen, um meine akademischen Interessen und meine tatsächliche geschichtliche Stellung zu verteidigen. Die von Ihnen genannten westlichen revisionistischen Schreiber werden über diese "Internet"-Kommentare wie hier dargestellt informiert.

Schließlich sei zu Ihrer Information angeführt, daß ich der erste westliche akademische Historiker und Forscher war, der Zutritt zu dieser wichtigen Sammlung deutscher Akten des Zweiten Weltkrieges bekam wie auch zu anderem wichtigen, zuvor gesperrten Material in russischen Staatsarchiven mit Bezug zu diesen Akten.

Schließlich habe ich bemerkt, daß Sie für Ihr Adelaide Institute, dem letzten intellektuellen Abenteuer des 20. Jahrhunderts eine Verwahrung ausgesprochen haben, indem Sie ausführen: "… falls ich jemanden kränke, weil ich politisch unkorrekt bin …dann beanspruche ich für mich das Recht, in Ausübung der Meinungsfreiheit dieses sagen zu dürfen." – Die Worte "beschämen die Arbeit von…" sind aber nicht politisch unkorrekt, sie sind absolut böswillig und eines seriösen Gelehrten unwürdig. Lassen Sie mich hinzufügen, daß ich während meiner 37-jährigen Universitätsarbeit niemals solch einem Unsinn begegnet bin und daß ich es nicht ein zweites Mal durchgehen lassen werde.

Bezüglich Ihres Kommentars zur Meinungsfreiheit geht mir der Hohn des Dr. Goebbels nicht aus dem Kopf:

"Es wird immer der beste Witz des demokratischen Systems bleiben, daß es seinen tödlichen Feinden erst die Mittel liefert, mit denen diese es dann zerstören." Genau so!

Mit freundlichen Grüßen

Gerald Fleming«


Die Antwort des Adelaide Institute, 30.8.1996

Verehrter Dr. Fleming

Der Ton Ihres Schreibens vom 20. August legt nahe, daß Sie eine recht lange Zeit mit Wutschnauben und Bluffen davon gekommen sind.

Ich beziehe mich insbesondere auf den Unsinn, den Sie in Blueprints of Genocides (Blaupausen des Völkermords, vgl. Adelaide Institute Newsletter No. 27) von sich gaben. Ich meine, daß Ihre Zeit als glaubwürdiger Historiker aus einem einfachen Grunde vorbei ist: Während der vergangenen 37 Jahre haben Sie versucht nachzuweisen, daß im KL Auschwitz Menschenvergasungen stattfanden. Nach Karl Popper kann ein gescheiter Mensch alles beweisen. Die wissenschaftliche Methode allerdings fordert die Falsifizierung von Hypothesen.

Wir wissen natürlich, daß jeder, der versucht, sich auf diese Weise der Hypothese von den Menschenvergasungen zu nähern, von Ihnen und Ihresgleichen sofort als Holocaustleugner oder im schlimmsten Fall gar als Haß schürender Antisemit gebrandmarkt wird.

Was Sie mit Ihrer Forschung getan haben, ist der Versuch, die Ideologie-Religion vom Holocaust aufrecht zu erhalten. Der Schmerz, den Sie gerechterweise bei der Lektüre unserer Website empfinden, mag größtenteils auf das zurückzuführen sein, was Charles Morgan wie folgt ausdrückte:

»Die Folge der oberflächlichen Bildung der westlichen Völker war, daß sie einfältig wurden, hervorgerufen durch das Entsetzen des übertölpelt Werdens.«

Der Tatsache bewußt, daß es in unseren westlichen Demokratien (mit Ausnahme von Frankreich, Deutschland u.a.) kein Verbrechen ist, die Falschheit von Prämissen zu veranschaulichen, lassen Sie mich mit einem Zitat von Professor Robert Faurisson schließen:

»Es wird behauptet, die Nazi-Gaskammern hätten physikalisch existiert; dennoch kann uns niemand eine Darstellung derselben liefern. Diese Gaskammer ist immateriell und magisch… man kann die behaupteten Menschengaskammern von Auschwitz genauso wenig beschreiben oder zeichnen, wie man einen quadratischen Kreis oder ein kreisförmiges Quadrat beschreiben oder zeichnen kann.«

Hochachtungsvoll

Fredrick Toben

P.S.: Diese Korrespondenz wird auf unserer Website plaziert.

Kurt Prüfer 193x

Kurt Prüfer 1946


Eine Erwiderung von Prof. R. Faurisson, 30.9.1996

Gerald Fleming, emeritierter Professor für Deutsch an der Universität Surrey (GB), ist, wenn ich dies so sagen darf, ein KGB-Novellist. Er ist eher ein Novellist als ein Historiker. Er war bei den sowjetischen Behörden und Presseorganen gern gesehen. Selbst als die Sowjetunion schon verschwunden war, zollte er den hervorstechenden Fähigkeiten der Roten Armee immer noch Tribut. Diese Fähigkeiten bestehen darin, bei der Befragung deutscher Gefangener die erwünschten Geständnisse selbst dann zu erhalten, wenn die US-Armee dazu nicht in der Lage war. In einer 1984 publizierten Rezension von G. Flemings Buch Hitler and the Final Solution mußte sogar ein unterwürfiger Journalist eingestehen:

»Sein manchmal pompöser Schreibstil sowie die Struktur des Buches als eine Art Thriller werden so manchen Historiker ärgern.« (»His sometimes flamboyant writing and the structure of his book as a kind of thriller will annoy some historians«, The New York Times, 28.12.1984, S. C23)

Ein jüdischer Mitstreiter G. Flemings führte aus:

»Sein Buch wurde in Rigaer und Moskauer Publikationen wohlwollend rezensiert, und er glaubte, daß ihm die sowjetischen Behörden eine Besuchserlaubnis für die Archive der Roten Armee gewähren werden.« (»"His book has been favourably reviewed in Riga and Moskow publications, and he believed that Soviet authorities would grant him permisson for a visit to the Red Army archives", he said.«, The Jewish Chronicle, 12.10.1984, S. 4)

Hitler and the Final Solution (University of California, Berkley 1984) ist eine Übersetzung des deutschen, im Limes Verlag in München 1982 erschienenen Buches Hitler und die Endlösung. Dieses Buch soll angeblich die Herausforderung von David Irving aufgegriffen haben, der nach einem einzigen Dokument gefragt hatte, das beweise, daß Hitler vor Ende des Jahres 1943 wußte, daß eine Vernichtung der Juden im Gange war. Natürlich war G. Fleming nicht in der Lage, ein solches Dokument vorzulegen. Er hätte also davon Abstand nehmen sollen, sein Buch als Antwort auf solch eine Frage zu präsentieren, und er hätte es vermeiden sollen, David Irvings These, daß es keinen Hitler-Befehl zur Liquidierung der europäischen Juden gebe, als »eine Fiktion« zu bezeichnen (S. 37, Fußnote 56).

Es ist Unsinn, ein Buch über die Existenz eines Dokumentes zu schreiben, das weder gefunden noch gezeigt werden kann. Aber G. Fleming dachte, er könne uns ein anderes Dokument bringen, möglicherweise ähnlich sensationell, das beweist, daß es ein Vernichtungsprogramm der Nazis gegen die Juden gab. Dies ist der Grund, warum er es wagte, den Resettlement Action Report zu publizieren, ein heutzutage fast vergessenes Dokument, das damals (1982) aber als eine außerordentliche Entdeckung gepriesen wurde. Es war eine Fälschung. Selbst ein Laie, der nicht von der "Holocaust"-Propaganda infiziert ist, kann auf den ersten Blick erkennen, daß dieser Bericht ohne Datum und ohne Unterschrift voll von widersinnigen Details über Auschwitz ist.

Der interessierte Leser sei auf die hervorragende Analyse des jungen kanadischen Revisionisten Brian A. Renk verwiesen (»The Franke-Gricksch Report. A Resettlement Action Report: Anatomy of a Fabrication«, The Journal of Historical Review, Fall 1991, S. 261-279).

Leser, die so schnell wie möglich einen Eindruck von G. Fleming als Historiker gewinnen wollen, können sich die Fotos in seinem Buch ansehen. Auf ein und der selben Seite erscheinen zwei Fotos aus dem Archiv des [kommunistischen] polnischen Justizministeriums. Eines zeigt angeblich einen Gaswagen zur Erstickung von Menschen und das andere zwei deutsche Gefangene, die Zyklon B-Dosen halten, wie sie es angeblich taten, als sie Insassen des KZ Majdanek töteten. Tatsächlich handelt es sich bei dem Gaswagen um einen gewöhnlichen Lastwagen der Firma Magirus mit nichts Verdächtigem daran, und die (offenbar verängstigten) Gefangenen halten Zyklon B-Dosen, wie sie zur Läusetötung verwendet wurden.

1993 trompeteten die Medien weltweit heraus, daß G. Fleming in den sowjetischen Akten Beweise für die Errichtung und den Betrieb von Hinrichtungsgaskammern in Auschwitz gefunden habe. Er schrieb einen langen Artikel darüber unter dem Titel »Engineers of Death« (Ingenieure des Todes, The New York Times, 18.7.1993, S. E19).

Tatsächlich aber hatte G. Fleming kein solches Dokument gefunden, sondern lediglich die Protokolle der Verhöre von vier Deutschen durch die sowjetische Militärpolizei. Bei den Verhörten handelte es sich um Ingenieure, die als Angestellte der Firma Topf & Söhne (Erfurt) während des Krieges bei der Errichtung der Krematorien von Auschwitz-Birkenau mitgewirkt hatten und die auch nach dem Kriege noch bei dieser Firma arbeiteten.

Die US-Armee hatte diese Ingenieure bereits verhört und später entlassen. Als die Amerikaner Erfurt der Roten Armee übergaben, verhafteten die Sowjets die Ingenieure, verhörten sie… und erhielten die erwünschten Geständnisse.

Die wichtigsten dieser Ingenieure waren Fritz Sander und Kurt Prüfer. Der erste starb an einem Herzinfarkt gleich zu Beginn des Verhörs. Der zweite starb 1952 an einer Gehirnblutung. Wir besitzen Fotos von Prüfer als freier Mann und eines in sowjetischer Gefangenschaft. Der Unterschied spricht Bände, und ich würde sagen, daß man auf dem sowjetischen Foto Prüfers Entsetzen erkennt. (Vgl. »Protokolle des Todes«, Der Spiegel, 40/1993, S. 151-162, hier S. 160. Der Spiegel hat übrigens die Chuzpe zu behaupten, es sei unwahrscheinlich, daß die vier Ingenieure in den Händen des KGB gefoltert worden seien. Warum bloß dieses Dementi?)

Die Geständnisse der Ingenieure waren äußerst vage und im Stil von ich hörte… mir wurde gesagt… ich sah von außen (»Ja, ich sah die Gaskammer – von außen«, Der Spiegel, S. 160). Und zufällig stimmen jene wenigen präzisen Antworten weder mit den Details der Geschichte überein, wie man sie uns heute erzählt, noch mit den tatsächlichen Gegebenheiten, wie man sie heute noch in Auschwitz sehen kann. Zum Beispiel sagt einer der Geständigen: »In der Decke [der Gaskammer] waren quadratische Öffnungen (25 mal 25 Zentimeter)« (Der Spiegel, S. 162). Das Problem ist nur, daß man noch heute erkennen kann, daß es in der Decke keine quadratischen öffnungen gibt.

1994 machte G. Fleming zusammen mit dem Architekten Jan van Pelt den Film Blueprints of Genocide (Blaupausen des Völkermords, BBC, 9.5.1994). Der Höhepunkt des Films war der Augenblick, als ein Dokument mit folgendem Kommentar gezeigt wurde:

»Es sagt sehr deutlich, "Sie werden in diesem Gebäude [Krematorium II] in der Lage sein zu töten und sie werden gleichzeitig in der Lage sein zu verbrennen."« (»It says very clearly, "You will be able to kill and you will be able to burn simultanously in this building"«)

Aber erstens wird das Dokument in dem Film derart verstohlen gezeigt, das niemand den deutschen Originaltext lesen kann. Zweitens sagt dieses Dokument tatsächlich nichts dergleichen aus. Es handelt sich dabei um einen einfachen Aktenvermerk vom 29.1.1943 über… die Stromversorgung. Es trägt noch nicht einmal den allgemein üblichen "Geheim"-Stempel. In Wirklichkeit erwähnt es eine »Verbrennung mit gleichzeitiger Sonderbehandlung«. Man bemerke, daß die Schwindler das Wort »Sonderbehandlung« in »Töten« umwandelten und daß sie dann die Reihenfolge der Worte umdrehten, indem sie zuerst »töten« und dann »verbrennen« sagten. Der Originaltext könnte niemals eine kriminelle Bedeutung haben, etwa im Sinne von "erst Menschenvergasung, dann Verbrennung der Leichen". Das Wort »Sonderbehandlung« kann bei dieser Satzkonstruktion alles mögliche bedeuten mit Ausnahme von »töten«, da die »Sonderbehandlung« zeitgleich mit der »Verbrennung« stattfand.

Es ist offensichtlich, daß G. Fleming und van Pelt im Falle der Entdeckung eines Dokumentes, das sehr deutlich aussagt, was die "Holocaust"-Historiker seit langem zu finden versuchen, dieses in jeder Zeitung, jedem Film, Buch und "Holocaust"-Museum veröffentlicht, herumgezeigt und kommentiert hätten. R. Hilberg, E. Wiesel, S. Wiesenthal, S. Klarsfeld und all die anderen hätten diese Jahrhundertentdeckung gefeiert. Aber statt dessen sagten sie kein Wort. Am Ende des Films zitierte G. Fleming völlig entstellt, was die deutschen Ingenieure den Sowjets gestanden hatten. Dieser Film enthält nichts über die Technik und Arbeitsweise der Nazi-Gaskammern, und zudem gibt es nichts dergleichen wie quadratische öffnungen in der Decke der angeblichen Gaskammer des Krematoriums II in Auschwitz-Birkenau.

Am 28.1.1995 verkündete Jan Taylor im The Sydney Morning, daß van Pelt dabei sei, ein Computer-Model des Lagers Auschwitz zu entwerfen. Wir warten immer noch auf das Ergebnis. Ich wäre sehr daran interessiert zu erfahren, ob er es wagt, jene vier besonderen Öffnungen in der Decke der "Gaskammer" zu zeigen, durch die, wie man uns erzählt, die Zyklon B-Klumpen geworfen worden sein sollen.

Aus diesem Grunde ist G. Fleming nicht nur ein KGB-Novellist, sondern zudem ein Betrüger.

Jeder, der am Transkript der Sendung Blueprints of Genocide interessiert ist, hat die Wahl zwischen der britischen und der amerikanischen Fassung. Die britische Fassung wurde gegenüber dem von BBC am 9.5.1994 tatsächlich ausgestrahlten Text überarbeitet. Das erwähnte deutsche Dokument erscheint auf Seite 20 mit einem betrügerischen englischen Kommentar (Horizon, Blueprints of Genocide, Text adapted from the programme transmitted 9 May 1994, 26 + 6 S. Mariette Jackson, Acting Publishing Manager, Broadcasting Support Service, 252 Western Avenue, London W3 6XJ, UK). Das amerikanische Manuskript ist ehrlicher, auch wenn man uns sagt, daß diese Abschrift nicht mit dem Videoband abgeglichen wurde. (Nova Show #2204. Air Date: 7.2.1995, 8 S. (zweispaltig). WGBH Educational Foundation. Journal Graphics, Box 2222, South Easton, MA 02375, USA).«


Die Antwort von Jürgen Graf, 11.11.1996

Ich korrespondierte im August 1996 mit Professor Fleming, und trotz der Tatsache, daß er keine einzige der von mir gestellten Fragen beantwortete, war ich vom zivilen Ton seines Antwortschreibens überrascht. Die zwei der wichtigsten Fragen, die ich ihm stellte, lauteten wie folgt:

1. Fand er während seiner Archivarbeiten in Moskauer Archiven irgendwelche dokumentarische Beweise für Menschenvergasungen? Ich warte immer noch auf eine Antwort. Sein Schweigen verleitet mich zu der Schlußfolgerung, daß er keinen solchen dokumentarischen Beweis fand, da kein solcher Beweis existiert.

Im Januar 1945 fielen der sowjetischen Befreiungsarmee in Auschwitz über 90.000 Aktenseiten in die Hände. Es scheint, als hätten die sich zurückziehenden Nazis diese Dokumente achtlos hinter sich gelassen, die sie doch vor der Evakuierung des Lagers einfach hätten zerstören können. Die Deutschen dachten nicht, daß diese Dokumente sie später einmal belasten könnten!

Wenn jemand die so sehr gesuchten dokumentarischen Beweisstücke für Menschenvergasungen gefunden hätte, dann wären diese weltweit triumphierend präsentiert worden. Aber nein – seit über vier Jahrzehnten verbargen die Sowjets diese Papierberge in ihren Archiven. Warum?

Anstatt uns einen dokumentarischen Beweis für den Gaskammer-Holocaust vorzulegen, bietet uns Fleming die Geständnisse aus den Kerkern der Sowjets, abgelegt von Kurt Prüfer und anderen Ingenieuren der Bauleitung.

Wenn diese Geständnisse akzeptable Beweismittel sein sollen, dann werden nun wohl auch jene Geständnisse zuverlässige historische Quellen, die 1937 für die Moskauer Schauprozesse durch die alten Bolschewiken "herausgekitzelt" wurden, in denen die Angeklagten gestanden, Faschisten und imperialistische Agenten zu sein.

2. Aus irgendwelchen unerklärlichen Gründen zitiert Fleming in seinem Buch Hitler und die Endlösung (Limes, 1982) den sogenannten Franke-Gricksch-Bericht als eine wichtige dokumentarische Quelle für den Holocaust. Dieser Bericht ist eine plumpe Fälschung, da er voll von Absurditäten ist. Zum Beispiel gibt er an, die Birkenauer Krematorien könnten 10.000 Leichen pro Tag einäschern; die Leichen kürzlich Verstorbener würden besonders gut brennen; Juden würden in hohlen Zähnen Wertgegenstände verstecken usw.

Neben Fleming nimmt nur Jean-Claude Pressac diesen Bericht ernst. Pressac zitiert ihn auf S. 238 seines Bandes Auschwitz: Technique and Operation of the Gas Chambers (Beate Klarsfeld Foundation, New York 1989).

Weder Reitlinger, Hilberg, Poliakov noch die Enzyklopädie des Holocaust erwähnen den Franke-Gricksch-Bericht in ihrem Index. Warum nicht? Sie sollten es, wenn dieses Dokument einen solch klaren Beweis für die Gaskammern und für den Holocaust darstellt.

Fleming erklärte nicht, warum die "Holocaust-Fachleute" den Franke-Gricksch-Bericht nicht ernst nehmen.

Ohne Zweifel ist Gerald Fleming ein Experte auf seinem Gebiet, der deutschen Sprachwissenschaft. Aber bezüglich des "Holocaust" ist er nur ein drittklassiger Propagandist.


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 1(2) (1997), S. 87-91.


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