Meinungsäußerungsfreiheit, dissidente Historiker
und Holocaust-Revisionisten, Teil 1

Von David Botsford

Im Frühjahr 1998 standen zum ersten Mal in der Geschichte Großbritanniens zwei Angeklagte vor Gericht, denen u.a. der Vorwurf gemacht wurde, sie hätten in einem Zeitschriftenartikel den Holocaust geleugnet und damit zum Haß gegen die Juden aufgestachelt. Das Verfahren endete mit Freiheitsstrafen von 9 bzw. 6 Monaten, die auf Bewährung ausgesetzt wurden. Spielten jene Artikelpassagen, in denen der Holocaust bestritten wird, in der Anklage noch eine große Rolle, so wird dieses Thema im Urteilsspruch nur am Rande erwähnt. Angesichts der Bedeutung dieses Verfahrens für die Entwicklung der Pressefreiheit widmete die britische Gruppe radikaler Liberalisten Libertarian Alliance dem Fall eine eigene Veröffentlichung. David Botsford, Therapeut und freier Schriftsteller, verfaßte den nachfolgenden Beitrag, der als Historical Notes Nr. 29 von der Libertarian Alliance veröffentlicht wurde. Die Libertarian Alliance versteht sich selbst als einen der radikalsten »Think Tanks« (Denkfabriken), die sich für den freien Markt und die bürgerlichen Freiheiten in Großbritannien einsetzt. Sie wurde 1968 gegründet und vertreibt heute etwa 600 Veröffentlichungen, die von 150 Autoren stammen.


Einführung zur deutschen Übersetzung

Germar Rudolf bat mich um Erlaubnis, diesen Beitrag über die Zensurmaßnahmen gegen den Holocaust-Revisionismus ins Deutsche übersetzen und in dieser Zeitschrift publizieren zu dürfen. Die Vierteljahreshefte, in denen Artikel mit anscheinend akademischem Niveau veröffentlicht werden, unterstützen den Holocaust-Revisionismus. Ich verstehe nur sehr wenig deutsch, und es kann daher sein, daß diese Zeitschrift das Niveau von Erich von Dänikens unwiderlegbaren Beweisen hat, nach denen Außerirdische die ägyptischen Pyramiden und die Linien von Nazca in der Peruanischen Wüste schufen. Aber das wäre irrelevant bezüglich meiner Verteidigung des Rechts, derartige Meinungen frei äußern zu dürfen, wie auch des Rechts derer, die anderer Meinung sind und derartige Thesen auf dem freien Markt der Ideen herausfordern. Meine Erlaubnis für den Abdruck dieses Beitrages darf nicht dahingehend ausgelegt werden, daß ich eine bestimmte geschichtliche Sichtweise unterstütze oder ablehne, geschweige denn irgendwelche politischen Auffassungen.

Ich habe bereits von Germar Rudolf gehört. Er war ein Doktorand am Max-Planck-Institut in Stuttgart. Soviel ich weiß, gehört er keiner politischen Gruppierung an und unterstützt auch kein politisches Programm. Im Jahre 1991 nahm er von einem Gebäude des Lagers Auschwitz, das den Besuchern als Gaskammer vorgeführt wird, Proben und fertigte anschließend ein Gutachten des Titels Das Rudolf Gutachten an.[1] Dies wurde in stark verkürzter Fassung unter dem Titel The Rudolf Report auch in englischer Sprache veröffentlicht.[2] In dem Gutachten wird behauptet, dieses Gebäude sei niemals für die bezeugten Menschenvergasungen benutzt worden. Im Jahre 1994 gab er zudem ein Buch des Titels Grundlagen zur Zeitgeschichte heraus,[3] eine Beitragssammlung aus der Feder verschiedener Autoren, die die allgemein akzeptierte Sichtweise über den Holocaust angreifen. Für die Verbreitung seines Gutachtens wurde Herr Rudolf von der deutschen Justiz verfolgt und zu 14 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Vor Eröffnung des Strafverfahrens wegen Verbreitung der Grundlagen floh Rudolf ins Exil.[4]

Herr Rudolf ist eines der Opfer einer Welle von Unterdrückungsmaßnahmen in einigen kontinentaleuropäischen Ländern. Diese Maßnahmen werden gegen jene durchgeführt, die bezüglich der offiziellen Geschichtsschreibung über das Schicksal der europäischen Juden, die in den Jahren 1933 bis 1945 unter deutsche Kontrolle gerieten, Zweifel oder Kritik äußern oder sich an derartigen Äußerungen beteiligen.

Der einzige Zweck dieses Beitrages ist es, jene Kritik mit Fakten zu untermauern, die die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch/Helsinki gegen derartige Unterdrückungsmaßnahmen ausgesprochen hat:

»Human Rights Watch/Helsinki glaubt, daß derartige Maßnahmen die verbrieften Rechte der freien Meinungsäußerung, der Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit ernsthaft einschränken. Wir sind uns bewußt, daß das internationale Menschenrechtsgesetz auf diesem Gebiet unterschiedliche, miteinander in Konflikt stehende Standards geschaffen hat, und wir gründen unsere Auffassung auf der starken Verpflichtung gegenüber der freien Meinungsäußerung als dem Kern der Menschenrechte. Wir glauben, daß die Redefreiheit und die gleichmäßige Einhaltung der Gesetze nicht unvereinbar sind, sondern daß sie sich vielmehr gegenseitig bedingen.

Sicherlich können und sollen diejenigen, deren Meinungsäußerungen direkt und unmittelbar zu Gewalt aufstacheln, mit der ganzen Härte des Gesetzes verfolgt werden. Aber Verbote zu erlassen, die ganze Parteien, Organisationen und Denkrichtungen betreffen, sind unweigerlich zu grob. Sie eignen sich zur Unterdrückung abweichlerischer politischer Bewegungen jeder Art und bewirken häufig unberechtigte Verbote jenseits derer, die anfangs vorgesehen waren. [...]

Unsere eigenen Untersuchungen haben gezeigt, daß derartige Einschränkungen von Mehrheitsregierungen häufig zur Unterdrückung von Minderheiten mißbraucht werden. Es ist unsere Ansicht, daß es grundsätzlich gefährlich ist, wenn Regierungen die Macht haben festzustellen, welche politischen Ansichten bedrohlich sind, da dies eine Macht ist, die zum Mißbrauch gegen politische Gegner geradezu einlädt. [...]

Viele Regierungen und andere Gruppen, die gesellschaftliche Spannungen ausnutzen, benutzen „Haßgesetze" als Mittel, um ein bestimmtes politisches Programm zu verfolgen oder um ihre eigene politische Macht zu vergrößern. [...]

Wir sind daher skeptisch gegenüber jeder Maßnahme einer Regierung, die irgendwelche Meinungsäußerungen kriminalisiert, die frei sind von Aufstachelungen zu illegalen Handlungen, und gehen davon aus, daß jedes Gesetz oder jede Strafverfolgung, die nicht auf einer derartigen strikten Interpretation der Aufstachelung beruhen, vermutlich eine Verletzung des Rechts auf freie Meinungsäußerung ist.«[5]

Es ist unvorstellbar, daß die Äußerung einer Meinung zu geschichtlichen Ereignissen, die während eines vor mehr als 50 Jahren beendeten Krieges stattfanden, als eine Aufstachelung zu ungesetzlichen Handlungen ausgelegt werden kann.

Ich hoffe, daß der Leser sich nicht angegriffen fühlt, wenn ich feststelle, daß von einem liberalem Standpunkt aus gesehen die deutsche intellektuelle und politische Kultur seit langem ernsthafte Mängel aufweist. In den Jahrzehnten, die auf die gescheiterte Märzrevolution 1848 folgten, verschob sich das intellektuelle Klima in Deutschland vom Liberalismus des frühen 19. Jahrhunderts - geprägt von Persönlichkeiten wie Humboldt und Goethe - in Richtung auf eine chauvinistische Machtanbetung und politische Servilität, wie sie von Julien Benda in seinem 1928 verfaßten Werk La trahison des clercs beschrieben wurde. 1870 führte der Psychologe Emil du Bois-Reymond, Rektor der Berliner Universität und Präsident der Preußischen Akademie der Wissenschaften, in einer Festrede aus:

»Wir, die Universität von Berlin, die sich gegenüber dem Königspalast befindet, sind qua unserer Gründung der intellektuelle Leibwächter des Hauses Hohenzollern.«[6]

Derartige Einstellungen waren nicht dazu angetan, eine Atmosphäre der Toleranz gegenüber intellektuellen Dissidenten zu schaffen. Dementsprechend wurde im Jahr 1874 der Göttinger Professor H. Ewald eingesperrt, weil er „unkorrekte" Ansichten über die Eroberungen Friedrichs II. ein Jahrhundert zuvor geäußert hatte.[7] Die Weimarer Republik war die Zeit der voraussetzungslosen Wissenschaft. Die Geschichtsforschung wurde aber dennoch von Historikern dominiert, die nur das für wertvoll erklärten, was zur Zeit umsetzbar war, d.h. was opportun war. Der Österreichische Historiker Richard Grünberger bemerkt zum Dritten Reich:

»Das Tempo, mit der die Gleichschaltung des akademischen Lebens nach der Machtergreifung erfolgte, war nur möglich durch die freiwillige Selbstkoordination vieler Fakultäten. Die Geschwindigkeit dieses Vorganges erweckte in vielen Naziführern Skepsis. Hitler warnte die Partei vor jenen, die „plötzlich ihre Farbe geändert haben und in den neuen Staat übergetreten sind, als wäre nichts geschehen."... Im Mai 1933 fanden überall in Deutschland Bücherverbrennungen diffamierter Autoren statt, und zwar in Anwesenheit so manches Senatsmitgliedes mit Hut und Talar. Entsprechend wurden die Festreden anläßlich dieser auto-dafés in den Innenhöfen der Universitäten von den Leuchten der deutschen Literaturwissenschaften gehalten... Der Rektor von Göttingen zeigte sich „stolz angesichts der neuen Benennung - Barbaren"... Tatsächlich wurde die Sabotage des deutschen intellektuellen Lebens (und damit seines wirtschaftlichen und ebenso militärischen Potentials) natürlich durch diese Nazisäuberung der Universitäten ausgelöst... Als der Reichserziehungsminister Rust den berühmten Göttinger Mathematiker David Hilbert frug, ob sein Institut unter den Folgen der Abwanderung der Juden und ihrer Freunde gelitten habe, antwortete der Professor: „Gelitten? nein, es hat nicht gelitten, Herr Minister, sie sind einfach nicht mehr da."

Der berühmte Kreis der Göttinger Quantenphysiker wurde aufgelöst, ein Ereignis, das gelegentlich mit der späteren Entwicklung der Atombombe durch die USA in Verbindung gebracht wird. Grob gesagt verlor Deutschland seine Weltführerschaft in den Naturwissenschaften, die es zuvor innegehabt hatte, mit der Langzeitfolge, daß die deutschen Universitäten bis heute [1971] damit zu tun haben, verlorenen Boden wiedergutzumachen, und daß die deutsche Industrie benachteiligt ist, da viele Patente in ausländischer Hand sind... Anti-Intellektualismus und soziale Demagogie blieben konstante Faktoren der Manipulation der Öffentlichen Meinung durch die Nazis, und die Akademiker wurden gemaßregelt, sie hätten nur der Wissensbereicherung zu dienen.«[8]

In der Physik bezeichnete die SS-Zeitschrift Schwarzes Korps Persönlichkeiten wie Heisenberg, Sommerfeld und Planck als »weiße Juden in der Sphäre der Wissenschaft«, da sie sich nicht der vom Nobelpreisträger Lenard und dem Nobelpreisträger Stark entwickelten »Deutschen Physik« anschließen wollten. Zuammen mit einer Reihe von Parteiideologen wurde jenen Wissenschaftlern Schwierigkeiten bereitet, die sich nicht vom »jüdischen Geist« lossagen wollten. Im Bereich der Geschichtswissenschaften verlor Hermann Oncken seinen Lehrstuhl, nachdem er eine Studie über Robespierre mit einem deutlich anti-demagogischen Unterton publiziert hatte. F. A. Hayek, Österreichischer Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, führte zum Dritten Reich aus:

»Die Weise, mit der sich bis auf wenige Ausnahmen die Gelehrten und Wissenschaftler den neuen Machthabern andienten, ist eines der bedrückendsten und beschämendsten Kapitel der ganzen Geschichte des Aufstieges des Nationalsozialimus'.«[9]

Dieser Konflikt wurde auch in der Bundesrepublik Deutschland nicht wirklich gelöst. Im Jahr 1972 wurden unter Willy Brandt die Berufsverbote eingeführt. Damit sollte verhindert werden, daß der Staat Personen anstellt, die wegen ihres politischen Engagements eine mögliche Gefahr für die verfassungsmäßige Ordnung darstellten. Angeblich sollte damit verhindert werden, daß Nationalsozialisten oder Kommunisten die staatliche Bürokratie infiltrieren können.[10] Da Universitätslehrer in Deutschland offiziell Angestellte des Staates sind, führte das Berufsverbot zur Entlassung einiger Akademiker, die sich in einer Weise politisch unkorrekt betätigt hatten, die zwar nicht wirklich illegal war, aber als eine Bedrohung für die verfassungsmäßige Ordnung angesehen wurde. Einmal mehr förderte diese Maßnahme ein verhalten unter Akademikern, jede Forschung zu unterlassen, die politische Augenbrauen anheben könnte.

Wesentlich härter sind seit jeher jene Gesetze, unter denen die Holocaust-Revisionisten verfolgt und mitunter zu Gefängnisstrafen verurteilt werden. Diese Gesetze werden sowohl rückwirkend als auch außerhalb des eigentlichen Wirkungsgebietes dieser Gesetze angewendet. Das Recht des Angeklagten, zu seiner Verteidigung Beweise vorzubringen, gibt es in derartigen Verfahren nicht, und das Recht auf ein wortlautgetreues Protokoll der Verhandlung wurde in Deutschland schon lange abgeschafft. Die Unabhängigkeit der Justiz wurde spätestens dadurch aufgehoben, daß jene Richter, die einen Angeklagten nicht ausreichend hart bestraft hatten, selbst bestraft wurden. Gefängnisstrafen wurden willkürlich über das ursprünglich vom Gericht verhängt Maß hinaus verlängert. 1993 wurde der amerikanische Holocaust-Revisionist Fred Leuchter in einem Fernsehstudio kurz vor seinem Auftritt verhaftet. Er verbrachte 4 Wochen in Untersuchungshaft, bevor er kurz vor Beginn seines Verfahrens freigelassen wurde. Leuchter floh daraufhin zurück in die Staaten. Hans Schmidt und Gerhard R. Lauck, beide US-Staatsbürger, wurden gleichfalls in Deutschland verhaftet. Beide hatten Holocaust-revisionistisches und politisches Material aus den USA nach Deutschland versandt. Schmidt wurde während eines Deutschlandbesuches in U-Haft genommen, und konnte nach 5 Monaten während einer Haftaussetzung fliehen.[11] G. Lauck hingegen wurde auf Deutschlands Antrag während eines Besuchs in Dänemark verhaftet, unter Bruch diplomatischer Vereinbarungen von Dänemark an Deutschland ausgeliefert und zu 4 Jahren Haft verurteilt, die er zur Zeit absitzt.[12] Mit Ausnahme eines Appells von 100 mehr oder weniger prominenten Intellektuellen und Personen der freien Wirtschaft, veröffentlicht 1996 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung,[13] gab es nur wenig Widerspruch gegen diese Gesetze.

Aber es wäre nicht gerecht, wenn man Deutschland in dieser Hinsicht herausstellen würde. In Österreich, der Schweiz und Frankreich ist die Lage kaum besser. In den frühen fünfziger Jahren verbrachte der französische Schriftsteller Maurice Bardèche fast ein Jahr im Gefängnis, nachdem er wegen der Abfassung zweier kritischer Bücher, in denen er die Rechtmäßigkeit der Nürnberger Tribunale bezweifelte und allerlei Vorwürfe gegen diese Verfahren erhob, wegen »Rechtfertigung von Verbrechen« verurteilt worden war.[14] In den 50er Jahren mußte der ehemalige Konzentrationslagerinsasse Dr. Paul Rassinier erleben, wie von akademischer wie staatlicher Seite alles unternommen wurde, um seine kritischen Stimmen bezüglich Zeugendarstellungen über die deutschen Konzentrationslager zu unterbinden. Diese Maßnahmen absorbierten viel von P. Rassiniers Kraft, Zeit und Ressourcen, blieben aber letztlich erfolglos. Nicht so dagegen im Fall Faurisson. Als Robert Faurisson, Professor an der Universität Lyon II, 1978 damit begann, seine Schlußfolgerung zu verbreiten, in den Nazi Konzentrationslagern habe es keine Menschengaskammern gegeben, wurde eine Lawine von Diffamierungen, Schikanen, Behinderungen und Gewalt gegen ihn ausgelöst, und zwar unter Teilnahme oder Unterstützung vieler Intellektueller. Neun antirassistische bzw. Ex-KL-Häftlingsorganisationen strengten gegen ihn wegen »Geschichtsfälschung in der Frage der Gaskammern« Zivil- und Strafprozesse an. Dieses Kapitel wurde als L'Affaire Faurisson weithin bekannt. Noam Chomsky, Professor am Massachusetts Institute of Technology, einer der größten lebenden Linguisten, war einer von 600 Gelehrten, die eine internationale Petition unterzeichneten, in der u.a. ausgeführt wurde:

»Wir protestieren auf das Energischste gegen diese Versuche, Professor Faurisson seine Rechte auf freie Rede und freie Meinungsäußerung vorzuenthalten, und wir verurteilen die beschämende Kampagne gegen ihn.

Wir unterstützen Professor Faurissons gutes Recht auf Redefreiheit auf das Äußerste und verlangen, daß Universität und Regierung alles Mögliche unternehmen, seine Sicherheit und die freie Ausübung seiner legalen Rechte zu sichern.«[15]

Daraufhin wurde sogar Prof. Chomsky Opfer sturzflutartiger Verleumdungen und Lügen seitens des intellektuellen Packs. Er erinnert sich:

»In der stalinistischen/faschistischen Atmosphäre des Pariser intellektuellen Lebens [...] wurde diese Petition in Hetzschriften führender Persönlichkeiten sofort als Verteidigung von F[aurisson]s These denunziert (die Presse verweigerte natürlich jede Erwiderung oder, schlimmer noch, veröffentlichte Auszüge, die zuvor für ihre Zwecke umgeschrieben werden, wobei die linke Presse bei weitem die schlimmste war.) [Dr. Serge] Thion bat mich, eine kurze Stellungnahme zu schreiben, in der die offensichtlichen und trivialen Punkte über die Redefreiheit dargelegt werden, was ich mit dem Hinweis tat, daß er dies nach belieben verwenden könne. Er fügte es als eine „avis" (Meinung) einer „memoir" (Erinnerung) F[aurisson]s bei, von deren Existenz ich nichts wußte, und worin er sich gegen die Vorwürfe verteidigte, „Geschichtsfälschung in der Frage der Gaskammern" betrieben zu haben.«[16]

Er nannte das tatsächliche Problem in einem Interview im Jahr 1988 beim Namen:

»Die Affäre Faurisson ist tatsächlich wichtig, und zwar als Beweis für den Sieg des Faschismus; für die Verpflichtung der Intelligenz gegenüber der stalinistischen Doktrin; für ihre Feigheit, dies einzugestehen, und es statt dessen unter einer Flut von Lügen zu verdecken; für die Art, wie dies dazu benutzt wird, um jede Kritik an Israel zu unterminieren - dem wahren Zentrum der ganzen Auseinandersetzung, was wohl offensichtlich ist.«[17]

Die Affäre fand ihr vorläufiges Ende durch das Pariser Appellationsgericht vom 26. April 1983, das Faurisson nur dafür verurteilte, daß er seine Forschung auf böswillige Schlagwörter reduziere, aber nicht wegen »Fälschung der Geschichte« als solches. Das Gericht stellte fest, daß Faurissons Forschungen weder oberflächlich, nachlässig noch unehrlich gewesen seien:

»Herrn Faurissons Forschungsarbeiten betrafen die Existenz der Gaskammern, die, wenn man zahlreichen Zeugenaussagen Glauben schenkt, während des zweiten Weltkriegs dazu verwendet wurden, einen Teil der von deutschen Behörden deportierten Personen systematisch zu töten;«

Wenn wir uns im Moment auf das historische Problem beschränken, das Faurisson genau an diesem Punkt aufzeigen wollte, ist es angebracht festzustellen, daß die Anschuldigungen der Oberflächlichkeit, die gegen ihn erhoben wurden, nicht angemessen und zudem ungenügend fundiert sind; tatsächlich besteht Faurissons logischer Ansatz darin, anhand einer Reihe von Argumenten wissenschaftlicher Natur zu beweisen, daß die Existenz der Gaskammern, wie sie seit 1945 gewöhnlich beschrieben werden, absolut unmöglich ist, was an sich ausreichend wäre, um alle bestehenden Aussagen wertlos oder zumindest verdächtig erscheinen zu lassen.

[...] Es ist weder die Aufgabe des Gerichts festzustellen, ob derartige Methoden legitim sind oder welche Bedeutung die von Faurisson angeführten Argumente haben, noch ist es dem Gericht angesichts der von Faurisson durchgeführten Forschungen erlaubt, davon auszugehen, daß Faurisson die Aussagen oberflächlich oder nachlässig übergangen hätte bzw. daß er sie vorsätzlich ignoriert habe;

[...] wenn dies aber der Fall ist, kann ihn weiterhin niemand wegen Lügens verurteilen, wenn er all jene Dokumente aufführt, die er behauptet untersucht zu haben, und die Organisationen, in denen er angeblich seit mehr als 14 Jahren seine Forschungen betrieb.«

Das Gericht bewahrte somit das Recht, jede Meinung in Sachen Existenz oder Nichtexistenz der Nazi Gaskammern zu untersuchen oder auszudrücken.:

»Der Wert der von Faurisson vertretenen Schlußfolgerungen hängt daher allein von der Zustimmung der Experten, Historiker und der Öffentlichkeit ab.«[18]

Im Jahre 1982 führte Raul Hilberg, Professor für politische Wissenschaften an der Universität von Vermont und Autor des Buches Die Vernichtung der europäischen Juden, aus, daß Faurissons Forschungen für die Holocaust-Historiker in gewisser Weise wertvoll waren:

»Ich würde sagen, daß uns Faurisson und andere, ohne es zu wollen, in gewisser Weise einen Gefallen erwiesen haben. Sie haben einige Fragen gestellt, die zur Folge hatten, daß einige Forscher sich neu damit befassen mußten. Sie haben die Historiker gezwungen, neue Informationen zusammenzutragen, ihre Dokumente erneut zu studieren und in ihrem Verständnis für das, was passiert ist, noch weiter zu gehen.«[19]

Dennoch verabschiedete die französische Nationalversammlung im Jahr 1990 unter dem Präsidenten François Mitterand das sogenannte Gesetzt Fabius-Gayssot. Gemäß diesem Gesetz wird mit einer Geldstrafe bis zu DM 100.000 und/oder bis zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, wer jene historischen „Wahrheiten" in Frage stellt, wie sie im Urteil des Nürnberger Militärtribunals niedergelegt sind. Der Pariser Anwalt Éric Delcroix hat die daraufhin einsetzende Welle von Büchervernichtungen, Geld- und Haftstrafen gegen Holocaust-Revisionisten - an vorderster Front Prof. em. Robert Faurisson - in seinem Buch mit dem angemessenen Titel Die Gedankenpolizei gegen den Revisionismus (La police de la pensée contre le révisionnisme) beschrieben.[20]

Der nachfolgende Beitrag entstand aus meiner Sorge, daß der damals anhängende Strafprozeß gegen Nick Griffin (Frühjahr 1998) einen Präzedenzfall hätte setzen können, nach dem auch in Britannien die Verfolgung von Holocaust-Revisionisten einsetzen würde. Nick Griffin, Mitglied der rechten Splitterpartei British National Party, wurde wegen Aufstachelung zum Rassenhaß zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Auslöser war eine von Griffin publizierte Ausgabe des Magazins The Rune, in der er sowohl zur Rassenfrage als auch zum Holocaust kontroverse Ansichten geäußert hatte. Glücklicherweise erwuchs dieser Fall aber nicht zu einem Präzedenzfall, wie ich in einem separaten Bericht dargelegt habe.[21] Jeder Versuch, derartige Beschränkungen in Großbritannien einzuführen, würden auf rigorosen Widerstand stoßen, wie der Historiker der Cambridge University J.B. Bury bereits im Jahre 1913 ausführte:

»Zur Zeit wird die Redefreiheit in den hochzivilisierten Ländern als etwas Selbstverständliches angesehen, und es scheint sich um eine einfache Sache zu handeln. Wir sind so sehr daran gewöhnt, daß wir es als ein natürliches Recht betrachten. Aber dieses Recht wurde vor nicht allzu langer Zeit mit Strömen von Blut erkämpft. Es brauchte Jahrhunderte, um auch die intelligentesten davon zu überzeugen, daß die Freiheit, seine Meinung zu veröffentlichen und über alle Fragen zu diskutieren, eine gute und nicht etwa eine schlechte Sache ist. [...] Es dauerte lange, um zu der Schlußfolgerung zu gelangen, daß die Meinungsunterdrückung ein Fehler ist, und immer noch ist nur ein Teil der Welt davon überzeugt. Diese Schlußfolgerung ist, soweit ich das beurteilen kann, die wichtigste, die der Mensch je gezogen hat. Es war Thema fortwährender Auseinandersetzungen zwischen den weltlichen Mächten und der Vernunft. [...] Im Mittelalter wurden weite Bereiche von Glaubenssätzen abgedeckt, von denen die Herrscher behaupteten, sie seien wahr, und die Vernunft wurde gewarnt, diese Gebiete zu betreten. Aber die Vernunft kann willkürliche Verbote und Beschränkungen nicht anerkennen, ohne sich selbst untreu zu werden. Das Universum der Erfahrung ist ihr Territorium, und da darin alle Teile in Beziehungen zueinander stehen, ist es ihr unmöglich, irgendein Gebiet anzuerkennen, das sie nicht betreten darf. Ebensowenig kann sie ihre Rechte an eine Autorität abtreten, deren Rechtfertigungen sie nicht untersucht und bestätigt hat.«[22]

Im Jahr 1951 warnte der Cambridger Historiker Herbert Butterfield vor den Gefahren einer »offiziellen Geschichtsschreibung«, die zugunsten von Regierungen verfaßt wurde, und erklärte die Notwendigkeit einer unabhängigen Geschichtswissenschaft als Gegengewicht dazu:

»Von allen Prinzipien, die die Existenz von Staaten und Völkern berühren, scheint mir in der säkularen Sphäre dasjenige das wichtigste zu sein, das auf das Recht auf Gedankenfreiheit besteht, wobei ich natürlich die Freiheit der Gedankenäußerung meine - die Freiheit der Minderheit (unter der Annahme, daß ich zu einer Minderheitenmeinung gehöre) zu versuchen, die Mehrheiten umzukehren. Unter dem Schutz dieses allgemeinen Prinzips wird es - einen gesunden politischen Körper vorausgesetzt - eine unabhängige Geschichtswissenschaft geben, die der Regierung zwar nicht feindliche gesonnen ist, die sich ihre gegenüber aber behauptet - eine Wissenschaft, die versucht, für die historische Wahrheit Partei zu ergreifen, klar getrennt von Dingen, die durch fremde Motive hervorgerufen werden wie etwa die Staatsräson, der Öffentliche Vorteil, oder um die Unumsichtigkeiten von Politikern und Regierungsbeamten zu verdecken. [...] Wenn die Menschen die Freiheit geerbt haben und nie dafür zu kämpfen brauchten, lassen sie leicht zu, daß sie dahinschwindet, etwa indem sie nicht bemerken, daß scheinbar belanglose Zugeständnisse, die man Leuten macht, die einem gerade sympathisch sind und denen man vertraut, beim nächsten Schritt die Basis bilden, von der aus eine neue Generation einen wesentlich ernsthafteren Angriff auf unsere Freiheit starten kann. Einige Historiker des neunzehnten Jahrhunderts schrieben, daß die Freiheit ein immerwährender Kampf ist, ein Streben, eine Sache von Wachsamkeit und Aufgewecktheit, als ob sie sich wesentlich klarer daran erinnerten. [...] Es mag notwendig sein, daß es eine offizielle Geschichtsschreibung gibt. Es ist aber genauso notwendig, daß diese einer unablässigen Überprüfung unterworfen wird.«[23]

Die Existenz des Internets ist eine Garantie dafür, daß die unabhängige Geschichtsforschung, zusammen mit anderen Formen abweichender Meinungen, im kommenden Jahrhundert nicht nur überleben werden, sondern zudem weitaus mehr Menschen erreichen werden als bisher. Der Grund dafür liegt im ersten Zusatzartikel der US-Verfassung, der das Recht auf Rede- und Pressefreiheit festlegt. 1996 unterzeichnete US-Präsident Bill Clinton den Communications Decency Act (CDA, Kommunikations-Sitte-Gesetz), das es der Bundesverwaltung ermöglichen sollte, unsittliche Inhalte im Internet zu verbieten. Die American Civil Liberties Union und andere Anti-Zensur-Gruppen klagten gegen dieses Gesetz und erhielten vor dem Obersten US-Gerichtshof recht, das dieses verfassungswidrige Gesetz für nichtig erklärte. Somit wurde höchstrichterlich das Recht auf Redefreiheit im Internet festgelegt.

Dieser geschichtliche Sieg bedeutet de facto einen gleichen Grad der Freiheit überall auf der Welt - zumindest bezüglich des Internetzes. Jeder kann in den USA eine Website eröffnen, um von dort aus seine kontroversen Ideen zu verbreiten, und jede Person kann auf diese Website zugreifen, um den Inhalt zu studieren. Die Regierungen mögen fortfahren, jene Personen, die diese Meinungen äußern, zu bestrafen, einzusperren und finanziell zu belangen, aber sie können nicht länger darauf vertrauen, die Verbreitung der Ansichten selbst zu unterbinden. Oder mit den Worten des US-District-Richters Stewart Dalzell in seinem Urteil vom 12. Juni 1996:

»Da es sich um die teilnehmerreichste Form der Massenkommunikation handelt, die je entwickelt wurde, verdient das Internetz den höchstmöglichen Schutz vor Einmischungen durch die Regierung. [...] Genauso wie das Chaos des Internetzes seine Stärke ist, so hängt auch die Stärke unserer Freiheit vom Chaos und der Kakophonie der unbehinderten Redefreiheit ab, die der Erste Zusatz schützt.«[24]

Ernsthafte Angriffe auf die Pressefreiheit

Eine der Ironien unserer Zeit ist die Tatsache, daß es uns die Technologie zwar immer einfacher macht, unsere Meinungen mit anderen auszutauschen, daß andererseits aber die Meinungsfreiheit einer kontinuierlichen Erosion unterworfen ist. Die weltweite Verbreitung elektronischer Kommunikation, und dabei besonders die des Internetzes, mindern zunehmend die Möglichkeit der Staaten, den Fluß von Informationen und Ansichten zu kontrollieren. In den kommenden Jahren werden wir nicht nur einen dramatischen Anstieg im Zugriff auf das Internetz erleben, sondern auch eine ungeheure Ausweitung des dort einsehbaren Materials, was anscheinend jenseits jeder Kontrollmöglichkeit irgendeines Zensurapparates liegt.[25] Arthur C. Clarke, hervorragender Autor von Science-Fiction-Romanen und Erfinder der Kommunikationssatelliten, die diese Entwicklung erst möglich gemacht haben, schrieb bereits 1983:

»Die Debatte über den freien Fluß von Informationen, die sich nun schon über so viele Jahre hinzieht, wird bald gelöst werden, und zwar von Ingenieuren und nicht von Politikern. [...] Keine Regierung wird auf Dauer in der Lage sein, Beweise für Verbrechen oder Grausamkeiten zu verbergen - auch nicht vor dem eigenen Volk. Allein die Existenz der Myriaden neuer Kommunikationskanäle, die in Echtzeit über alle Grenzen hinweg arbeiten, werden ein mächtiges Werkzeug für zivilisiertes Verhalten sein. Falls Sie ein Massaker anrichten, wird es sinnlos sein, den ungünstigerweise zufällig auftauchenden Kameramann zu erschießen. Seine Bilder werden dann bereits sicher in einem Studio 5.000 Kilometer entfernt liegen; und sein letztes Bild wird sie drankriegen. Viele Regierungen werden darüber nicht glücklich sein, aber auf lange Sicht werden alle davon profitieren.«[26]

Diese Einsicht scheint u.a. der britische Regierung entgangen zu sein. Am 14. November 1997 wurden die Herausgeber der britischen Zeitschrift Green Anarchist, Saxon Burchnall-Wood, Noel Molland und Stephen Booth, wegen Aufstachelung der Leser zu Angriffen auf fremdes Eigentum und zu Gewalttaten zu je drei Jahren Haft verurteilt.[27] Wie der Name schon andeutet, ist dies eine Zeitschrift, die den kollektivistischen Anarchismus mit dem Umweltschutz verknüpft. Darin enthalten ist eine Tagebuchglosse, in der weltweit über Ereignisse von »direkten Aktionen« berichtet wird, zumeist ohne Kommentare der Herausgeber. Darin enthalten sind auch »Ökotagen« (Öko-Sabotagen), ein Name, der auf jene Aktionen angewendet wird, bei denen Anlagen oder Maschinen außer Funktion gesetzt oder beschädigt werden, wie zum Beispiel beim Straßenbau eingesetzte Erdbewegungsgeräte. Die Anklage hatte erfolgreich argumentiert, daß durch die Veröffentlichung derartiger Berichte verdeckt versucht werde, unbekannte Personen zur Durchführung ähnlicher Gewalttaten aufzustacheln.[28] Unter den weiteren Veröffentlichung, die vor Gericht ebenfalls als »Verschwörung zwecks Aufstachelung« zitiert wurden, befand sich auch die von der Vereinigung Earth First herausgegebene Zeitschrift Do or Die (Handle oder stirb). Das international renommierte Anti-Zensur-Magazin Index on Censorship beschrieb den Fall von Green Anarchist als »einen der seit langem schwerwiegendsten Angriffe auf die Pressefreiheit in Großbritannien.«[29]

Am 27. April begann in Harrow Crown Court ein Verfahren, das sich zu einem noch wesentlich größeren Angriff auf die Meinungsfreiheit hätte entwickeln können. In diesem Verfahren waren Nick Griffin und Paul Ballard, beide Mitglieder der British National Party,[30] angeklagt, mit einigen in der Ausgabe 12 der Zeitschrift The Rune erschienenen Artikeln zum Rassenhaß aufgestachelt zu haben. Die Anklage erfolgt unter §19 des 1986 in Kraft getretenen neuen Gesetz für Öffentliche Ordnung (Public Order Act). Griffin ist der Herausgeber der Zeitschrift, Ballard lediglich ein Autor. Im Falle einer Verurteilung mußten sie mit bis zu zwei Jahren Gefängnis rechnen. Das Verfahren wurde durch eine Anzeige von Alex Carlile in Gang gesetzt, einem Parlamentsmitglied der britischen Liberaldemokraten. Angemahnt wurden sechs Punkte:

  1. Der Umschlag zeigt eine weiße Schlinge vor schwarzem Hintergrund und die Überschrift: »Was hat ein Seil mit der weißen Einheit zu tun?«
  2. Das Editorial, das diese Frage beantwortet, ruft zur Vereinigung aller weißen rassebewußten Organisationen in eine einzige Organisation auf, um dadurch politische Macht zu gewinnen.
  3. Im Heft waren Bilder von einem farbigen Mörder und seinem Opfer, einem unbewaffneten weißen Polizisten, wiedergegeben, alle allgemein zugänglichen Presseberichten entnommen.
  4. In einem Cartoon wird Hollywood-Regisseur Steven Spielberg verspottet, den Griffin als »Swindler's List supremo« bezeichnet, der »Filme voller Phantasien über tote Juden« produziere.
  5. Die Verwendung des Wortes »Holohoax« (Holo-Betrug) und die Behauptung, es seinen keine 6 Millionen Juden vergast worden. (Dies ist eine der schwerwiegendsten Beschuldigungen.)
  6. Die Umschlagrückseite zeigt eine Wikinger-Prinzessin in einem Langboot, mit anderen Langbooten im Hintergrund.

Paul Ballard akzeptierte seine Schuld in Vorfeld und wurde zu 6 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Nick Griffin bestand auf seiner Unschuld und wurde nach einem längeren Verfahren, bei dem u.a. der bekannte Revisionist Prof. R. Faurisson ausgiebig seine Ansicht über den Holocaust darlegen konnte, zu 9 Monaten auf Bewährung verurteilt.

Der Straftatbestand der Aufstachelung zum Rassenhaß mittels veröffentlichtem Material wurde in Großbritannien mit dem Race Relations Act (Rasse-Beziehungs-Gesetz) im Jahr 1965 eingeführt. Das erste Strafverfahren erfolgte gegen Michael de Freitas, einem Black Power Aktivisten aus Trinidad, der später als Michael X bekannt wurde. Für seinen Einsatz zur Tötung weißer Männer, die ihre Hand an schwarze Frauen gelegt hatten, wurde er zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. In annähernd allen anderen Fällen wurden allerdings nur die Mitglieder weißer rassischer Bewegungen, wie der National Front, dem British Movement oder der British National Party, wegen Bruch dieses Gesetzes angeklagt, bestraft und z.T. ins Gefängnis gesteckt. Nachfolgende Gesetzesänderungen, wie der Race Relations Act von 1976 und der Public Order Act von 1986 haben die Definition der »Aufstachelung zum Rassenhaß« drastisch erweitert. Nach dem letzten Gesetz kann eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bereits für den bloßen Besitz von Literatur verhängt werden, aus der sich die »Absicht und die Wahrscheinlichkeit« ergibt, daß sie zum Rassenhaß aufstachelt. Im Jahr 1997 wurden drei Mitglieder der nationalsozialistischen Organisation Combat 18 zu Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie Material besaßen, in dem vom »Mythos des Holocaust« die Rede war und worin das Ziel dargelegt wurde, »alle Juden zu exekutieren, die aktiv dazu beigetragen haben, der weißen Rasse zu schaden, und den Rest in Lager zu stecken, bis wir eine Lösung für den ewigen Juden gefunden haben.«[31] Natürlich sind Liberale entsetzt über derartige Meinungen, aber sie würden dafür eintreten, daß die Inhaftierung von Personen nur wegen des Besitzes derartigen Materials schlimmer ist als der Besitz dieses Materials (im Unterschied zu Handlungen in Übereinstimmung mit diesen angeführten Ansichten).

Bisher haben die britischen Gerichte entschieden, daß geschichtliche Argumente zur Bestreitung des Holocaust nicht zum Rassenhaß aufstacheln, so daß sie nicht unter diesem Gesetz verfolgbar sind. Es gibt auch keine Anzeichen dafür, daß diese Gesetze jemals dafür gedacht waren, gegen geschichtliche Auffassung angewandt zu werden. Publikationen, die den Holocaust bestreiten, können rechtmäßig und ohne Einschränkungen nach Großbritannien importiert, dort veröffentlicht und verteilt werden. Im Jahr 1996 verhandelte Michael Howard, damals Innenminister der konservativen Regierung, darüber, aus einem Beschluß zur europaweiten Einführung eines Gesetzes zum Verbot der Holocaust-Bestreitung auszusteigen. Im gleichen Jahr rief der Board of Deputies of British Jews (analog dem deutschen Zentralrat der Juden) zum erstenmal zur Einführung eines derartigen Gesetzes in Großbritannien auf. Zwar lehnte die konservative Regierung ein derartiges Gesetz ab, die später siegreiche Labour Partei verkündete allerdings im September 1996, daß sie beabsichtige, die Holocaust-Bestreitung zu einem strafbaren Delikt mit zwei Jahren Höchststrafe zu machen. Die Sunday Times berichtete:

»Es wird erwartet, daß Jack Straw, Innenminister im Labour-Schattenkabinett, am Wochenende fordern wird, daß rechte Intellektuelle und politische Kämpfer geächtet werden, die behaupten, der Holocaust habe niemals stattgefunden oder Hitler habe davon nichts gewußt.

Der rechte Historiker David Irving, der meint, die Tagebücher von Joseph Goebbels würden beweisen, daß Hitler von dem Vernichtungsprogramm gegen die Juden nichts wußte, wäre einer von denen, die möglicherweise Strafverfahren erwarten müßten. [...] Labours Unterstützung für ein solches Gesetz erfolgte nach einem Allparteienaufruf von dem in London ansässigen Holocaust Educational Trust.«[32]

Janice Lopatkin, Sprecherin des Trust, sagte:

»Es gibt eine Lücke im Gesetz, da die Gerichte Holocaust-leugnendes Material nicht als beleidigend für die Juden betrachten.«[32]

Lord Merlyn-Rees, ehemaliger Labour-Innenminster, meinte:

Es ist falsch, den Holocaust zu leugnen. Das wird aus antisemitischen Gründen getan und sollte ein kriminelles Vergehen sein.«[32]

Dies ist derselbe Politiker, der sich als Innenminister im Jahr 1977 weigerte, den Marsch der National Front durch Lewisham zu verbieten mit der liberalen Begründung, daß die NF ein Recht auf Redefreiheit habe. Dieser Marsch endete in der schrecklichsten Straßenschlacht Großbritanniens seit den 30er Jahren. Wenn sich dieser Lord damals den Prinzipien der freien Rede derart verpflichtet sah, daß er trotz des bekannten Gewaltrisikos diese NF-Demonstration genehmigte und sie sogar durch die Polizei schützen ließ, dann dürfen wir wohl fragen, warum er nun zur Einführung von Gesetzen aufruft, die Personen für zwei Jahre ins Gefängnis bringen können, nur weil sie eine geschichtliche Meinung äußern, die von seiner eigenen abweicht. Auf seinem Weg vom Innenministerium zum House of Lords muß er ein Damaskus-Erlebnis gehabt haben.

Ein Sprecher von Labour führte aus:

»Wir akzeptieren bereits jetzt, daß es Grenzen für die Redefreiheit gibt, und die Holocaust-Leugnung wird häufig dazu verwendet, um antisemitische Propaganda zu verbreiten.«[32]

Auf ihrer Hauptversammlung im Jahr 1996 sprach sich Labour einstimmig für die Einführung eines derartigen Gesetzes aus. Tony Blair hat verschiedentlich angekündigt, daß Jack Straw, der jetzige Innenminister, Möglichkeiten ausfindig machen wird, um das zur Zeit gültige Gesetz entsprechend zu ändern. Im Frühjahr 1997 reichte Mike Gapes, Mitglied des Parlaments (Labour, Ilford South) einen Antrag für ein Holocaust-Leugnungsverbotsgesetz ein, der allerdings wegen der Auflösung des Parlaments anläßlich der Neuwahlen im Mai 1997 scheiterte. Diese Antragstellung führte zu einer bedeutenden Mediendiskussion über Nutzen und Schaden eines solchen Gesetzes. John Major, der damalige Premierminister, Paddy Ashdown, Vorsitzender der Liberaldemokraten, der Historiker Lord Russell wie auch Dr. Anthony Lerman, Direktor des Institute for Jewish Policy Research, wandten sich gegen die Einführung eines solchen Gesetzes. Seit der Amtseinführung der neuen Labourregierung ist nichts über einen weiteren Vorschlag zur Einführung eines Gesetzes bekannt geworden, welches das Recht zur Bestreitung des Holocaust beschneidet oder verbietet.

Dennoch wäre eine Verurteilung der beiden Beschuldigten Griffin und Ballard wegen »Aufstachelung zum Rassenhaß« im besagten Rune-Strafverfahren vom Standpunkt der Redefreiheit aus betrachtet ein verhängnisvoller Präzedenzfall gewesen, wenn die Verurteilung nur aus dem Grunde erfolgt wäre, weil behauptet worden ist, der Holocaust habe niemals stattgefunden. Dies hätte bedeutet, daß die Verbreitung jedweder Veröffentlichung, die den Holocaust bestreitet, plötzlich als illegal betrachtet und zur Strafverfolgung Anlaß geben würde, womit sie praktisch verboten wäre. In der Art, wie das angelsächsische Recht funktioniert, würden dann jedem, der den Holocaust bestreitet, bis zu zwei Jahre Haft drohen, sobald auch nur ein Gericht entschieden hat, daß die Holocaust-Bestreitung an sich schon »Aufstachelung zum Rassenhaß« ist. Eine derartige Auslegungsänderung des Gesetzes hätte das erste Mal zur Folge, daß die Meinungsäußerung zu einem geschichtlichen Ereignis in Großbritannien ein Verbrechen darstellt. Und diese Rechtsänderung hätte stattgefunden, ohne daß es darüber eine Öffentliche oder parlamentarische Diskussion gegeben hätte.

Holocaust-Leugner sind nicht unbedingt Nazis

Der Zweck des vorliegenden Beitrages ist in keiner Weise, die Holocaust-Bestreitung zu rechtfertigen, sondern einfach nur, um zu beschreiben, um was es sich dabei handelt und um was nicht, sowie wie andere Länder sich bemühen, dieses Phänomen mit Gesetzen zu bekämpfen. Ich werde anschließend zur Verteidigung des Rechts der Holocaust-Revisionisten (wie sie sich selber nennen) auf Meinungsfreiheit - ohne Behinderung durch straf- oder zivilrechtliche Verfahren - ein Argument anführen, das auf der Natur der geschichtlichen Forschung basiert. Kein Teil dieses Beitrages darf als Unterstützung für die oder Gegnerschaft zu den historischen oder anderen Thesen verstanden werden, mit Ausnahme des universalen Rechts der Meinungsäußerungsfreiheit und dem freien Markt der Ideen. Ich füge meiner weiter oben bereits bezogenen Stellungnahme zu diesem Thema verschiedene wichtige Fakten und Meinungen hinzu, wie sie von verschiedenen Persönlichkeiten geäußert wurden. Meine Sorge ist, daß durch die Hintertür des Rune-Falles eine Art Zensur eingeführt wird, die auf die intellektuelle Freiheit, von der jeder menschliche Fortschritt ultimativ abhängt, eine vernichtende Auswirkung haben würde, wie Sir Karl Popper und viele andere Philosophen ausgiebig beweisen haben.

Es wird allgemein geglaubt, daß der Holocaust Revisionismus ausschließlich von Neonazis, Rassisten und Antisemiten betrieben wird. Auch wenn derartige Personen diese Auffassungen sicherlich aufgegriffen haben, initiiert wurde der Revisionismus von ihnen nicht. Die meisten Buchautoren, die bestreiten, daß der Holocaust stattgefunden habe, haben keine Verbindungen zu derartigen Bewegungen. Paul Rassinier war ein Mitglied der französischen Sozialistischen Partei und pazifistischer Akademiker, der 1943-1945 für seine gewaltlosen Aktivitäten in der französischen Widerstandsbewegung in den deutschen Konzentrationslagern Dora und Buchenwald inhaftiert war. Nach dem Krieg wurde er als Mitglied der französischen Sozialisten zur verfassunggebenden Nationalversammlung gewählt und von der französischen Regierung wegen seiner Widerstandsaktivitäten ausgezeichnet. Später schrieb er Bücher, in denen er bestritt, die Nazis hätten in ihren Konzentrationslagern eine Vernichtungspolitik betrieben. Einige Holocaust-Revisionisten sind Akademiker, wie Dr. Arthur R. Butz, Professor für Elektrotechnik und Computerwissenschaften an der Northwestern University, Illinois, und Dr. Robert Faurisson, früher Professor für französische Literatur an der Universität Lyon-2. Beide haben schlicht ihre wohlüberlegten Ansichten veröffentlicht, basierend auf den von ihnen durchgeführten Forschungen. Es ist nicht bekannt, ob sie irgendwelchen politischen Vereinigungen angehören oder ein politisches Programm verfolgen. Der bekannteste Historiker, der diese Auffassungen übernommen hat, ist David Irving, Autor zahlreicher Bücher über den Zweiten Weltkrieg und speziell das Dritte Reich. In seinem 1977 erschienenen Buch Hitler's War führt Irving aus, Hitler habe von der Vernichtung der Juden nichts gewußt, und später wurde er davon überzeugt, daß es in den Konzentrationslagern überhaupt keine Vernichtung gegeben hat. Ein weiterer ist der Richter im Ruhestand Dr. Wilhelm Stäglich, der angibt, während des Krieges in Auschwitz stationiert gewesen zu sein, und der ein Buch verfaßte, worin er seine Auffassung begründete, warum dort keine Vernichtung stattgefunden habe. Ein weiterer Revisionist ist Fred A. Leuchter, ein US-Spezialist für Hinrichtungstechnologien, der Auschwitz besuchte und ein Gutachten verfaßte, in dem er darlegte, daß die den Besuchern in Auschwitz als Menschengaskammern vorgeführten Gebäude nicht als solche hätten benutzt werden können. Es gibt palästinensische, marokkanische, saudi-arabische, südamerikanische und japanische Holocaust-Revisionisten sowie amerikanische Schwarze, die mit der islamischen Bewegung Nation of Islam verbunden sind. In Frankreich gibt es die beiden jüdischen Holocaust-Revisionisten mit linken politischen Ansichten Jean-Gabriel Cohn-Bendit und Claude Karnooh. Bezalel Chaim von der Revisionist Press in Brooklyn, ist ein amerikanischer Jude der ausführt, der Holocaust-»Mythos«, wie er ihn nennt, spalte Juden und Nichtjuden, fördere einen kriegerischen zionistischen Nationalismus und rechtfertige die israelische Unterdrückung der Araber. (David Cole, ein weiterer US-Jude, hat ein Video über Auschwitz hergestellt, in dem behauptet wird, dort habe es keine Vergasungen gegeben.) So außergewöhnlich wie es sich anhört, aber der greise Josef Ginsburg, ein deutscher Jude, der den gesamten Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Rumänien verbrachte, schrieb einige Bücher unter dem Pseudonym Josef G. Burg, in dem er bestritt, daß die Nazis eine Politik der Ausrottung der Juden betrieben hätten. Professor Vidal-Naquet, der meistzitierte französische akademische Kritiker der Holocaust-Revisionisten, stellte fest:

»In einigen [...] Ländern ist der Revisionismus nicht etwa die Spezialität der rassistischen und antisemitischen extremen Rechten, sondern von einigen Gruppen von Personen, die von der extremen Linken kommen. Dies trifft auf Schweden zu als Folge der Intervention des extrem linken Soziologen Jan Mydral zugunsten von Prof. Faurisson, dessen Intervention nicht nur dem Manne Faurisson galten, sondern auch dessen Ideen; in Australien als Folge der Handlungen des Sekretärs des Rates für Bürgerliche Freiheiten von Victoria, John Bennett; und sogar in Italien, wo eine marxistisch-libertinistische Gruppe sich Paul Rassinier verpflichtet fühlt.«[33]

Andere Holocaust-Revisionisten sind US-Liberalisten, die sich selbst mit dem Institute for Historical Review verbunden haben, einem Institut, das den Holocaust bestreitet, und die zudem noch andere revisionistische Ansichten über das zwanzigste Jahrhundert fördern. Professor James J. Martin, Autor einer Reihe von Studien über den Liberalismus und Anarchismus des 19. Jahrhunderts, Verfasser von revisionistischen Studien über die zwei Weltkriege und den kalten Krieg und dreimaliger Mitautor zur Encyclopedia Britannica, war eng mit dem IHR verbunden. Das IHR publizierte eines seiner Bücher, The Man Who Invented Genocide, eine Biographie von Raphael Lemkin, der den Begriff »Völkermord« für das prägte, was die Nazis mit den Juden in Europa während des Zweiten Weltkrieg taten. Der radikale Liberalist Samuel Edward Konkin III ist gleichfalls ein Unterstützer des IHR. Er trat bei den Konferenzen des IHR als Redner auf und stellt den Revisionisten seine Zeitschrift New Libertarian als Podium zur Verfügung, auch wenn ich seine eigene Einstellung zum Holocaust nicht kenne, sofern er eine hat. L.A. Rollins, der US-Autor des philosophischen Druckschrift The Myth of Natural Rights, die in liberalistischen Zirkeln zu erheblichen Kontroversen führte, ist ein weiterer Bestreiter des Holocaust. Es ist schwierig, Rollins politische Ansichten mit konventionellen Begriffen zu versehen, aber er ist ein antiautoritärer Individualist und bestimmt keine Art Nationalsozialist oder Faschist.

Einer der aktivsten US-Holocaust-Revisionisten ist Bradley R. Smith, ein liberalistischer Journalist und Stückeschreiber, der verurteilt wurde, weil er während der Jahre 1960/61 in seinem Buchladen in Los Angeles den verbotenen erotischen Roman Tropic of Cancer von Henry Miller verkauft hatte. Im Jahr 1983 wurde sein Stück The Man Who Stopped Paying (Der Mann, der zu zahlen aufhörte) in der Los Angeles Times positiv besprochen, die es als das Werk eines »liberalistischen Anarchisten« vorstellte. Im Jahr 1979 überzeugte ihn die Lektüre eines Artikels von Prof. Robert Faurisson in Le Monde, daß der Holocaust niemals stattgefunden habe. Anschließend gründete er das Committee for Open Debate on the Holocaust (CODOH) und hat den Holocaust-Revisionismus während Hunderter von Radio- und Fernsehsendungen vertreten. Er veröffentlichte Anzeigen in Universitätszeitschriften und sprach in Universitäten der ganzen USA. In einem Interview mit dem radikalen US-Publizisten Loompanics Unlimited erklärte Smith die Motive für sein Handeln:

»In den Jahren 1960-61 wurde ich wegen des Verkaufs des von der US-Regierung verbotenen Romans von Henry Miller, Tropic of Cancer, verhaftet, eingesperrt, vor Gericht gestellt und verurteilt. Zu jener Zeit unterstützen mich die besten unter den fortschrittlichen Persönlichkeiten in meiner Weigerung, mich an der Zensur von Henry Millers Buch zu beteiligen. Heute sind es die fortschrittlichen Kräfte, die mit ausgesprochener Hingabe daran mitwirken, die revisionistische Kritik an der Holocaust-Orthodoxie zu unterdrücken. Die fortschrittlichen Kräfte stehen für die sexuelle Freiheit auf. Gegen die freie Hinterfragung der Grundlagen ihres eigenen Weltbildes sträuben sie sich aber. [...] Ich lehne das autoritäre Modell in jeder Hinsicht ab, aber besonders, wenn es vom Staat vertreten wird. [...] Mein Interesse gilt dem Ideal der freien Hinterfragung, der offenen Gesellschaft und, wenn Sie so wollen, meinem eigenen moralischen Sein. Wie kann ich mich als Autor von Themen zurückhalten, die erkennbar den Öffentlichen Diskurs und somit auch das Leben meiner Freunde und Nachbarn korrumpieren? [...] Vor fast 30 Jahren, in der Nacht, als ich erfuhr das ein Buchhändler am Hollywood Boulevard für den Verkauf von Millers Tropic verhaftet und bestraft werden würde, war meine erste Reaktion, die Bücher aus dem Schaufenster zu nehmen. Als ich zum Fenster ging, um die Bücher wegzunehmen, hielt mich etwas zurück. [...] Am nächsten Morgen ging ich über den Boulevard und schaute, was die anderen Buchläden in ihren Schaufenstern hatten. In keinem der Fenster war Tropic mehr ausgestellt. Das war Grund genug für mich. Ich ging in mein Geschäft zurück und kletterte in mein Schaufenster, aber ich konnte mich nicht dazu überwinden, den Bücherstapel zu entfernen. [...] Noch am selben Nachmittag wurde ich von einem Paar der feinsten L.A.-Beamten in Zivil verhaftet, womit der Anfang gesetzt war für eines der zu jener Zeit längsten Zivilgerichtsverfahren der Stadt.

Es war kein Redefreiheits-Idealismus, der es mir unmöglich machte, Millers Bücher aus dem Schaufenster zu entfernen [...] Ich schämte mich daran zu denken, ein Buch aus meinen Auslagen zu entfernen, das ich respektierte und dem ich so viel Freude und Ermutigung entnommen habe. [...] Als der Staat von mir verlangte, mich Öffentlich zu äußern, entschloß ich mich mühelos für meine Herzenssache und sagte dem Staat, er solle es durchziehen.[...] Bezüglich dem Holocaust-Revisionismus empfinde ich ähnlich. Auch wenn ich diese Arbeit nicht liebe, würde ich mich schämen, wenn ich nicht dafür aufstünde. Deshalb kann ich die Sache nicht einfach fallen lassen. Feindseligkeiten kann man leicht ertragen, wenn die Alternative Scham ist.«[34]

Liberalistische Opposition zum US-Interventionismus

An dieser Stelle ist es angebracht zu erläutern, warum einige Liberalisten und andere Personen, die keinerlei Verbindung zu faschistischen oder antisemitischen Organisationen haben, an Holocaust-revisionistischen Argumenten interessiert sind. Auch wenn die Liberalisten sich nicht in allen Punkten einig sind, so kann man sie dennoch als Personen definieren, die an die persönliche Freiheit und an Eigentumsrechte glauben; an ein legales und Ökonomisches System, das den freiwilligen Austausch von Eigentumsrechten in einem freien Markt ermöglicht; an freiwillige statt erzwungene Zusammenarbeit von Individuen und Gruppen in einer Gesellschaft; und an die Reduzierung des Einflusses des Staates in der Wirtschaft und dem Leben der Menschen. Auch wenn diese Ideale viele Jahrhunderte alt sind, entwickelte sich der zeitgenössische Liberalismus der USA in der Nachkriegszeit und gewann in den 60er Jahren deutlichen Abstand zu den Konservativen. Seit dem Jahr 1941 basiert die US-Außenpolitik auf der Maßgabe, in die inneren Angelegenheiten aller Staaten der Welt in massiver Weise zu intervenieren, um Konzepte wie »Demokratie«, »Amerikanismus«, »Freiheit«, »Antifaschismus«, »Antikolonialismus«, »Antikommunismus«, »Antiterrorismus«, »Antiapartheid«, »Selbstbestimmung«, »Wirtschaftliche Entwicklung«, »Neue Weltordnung«, »Krieg den Drogen«, »Überleben von Israel« und ein Duzend anderer Ideale durchzusetzen, die an Orten wie der Harvard Universität oder im State Department entwickelt wurden. Um diese Konzepte zu fördern, wurden junge Amerikaner, darunter viele Wehrpflichtige, ausgesandt, um in verschiedenen Kriegen zu töten oder getötet zu werden, und Hunderttausende verloren dabei ihr Leben. Zudem hat die US-Außenpolitik viele politische und Ökonomische Systeme zerstört, wie etwa die europäischen Kolonialreiche, die, obgleich sicher nicht perfekt, aber immerhin doch weit besser funktionierten als die »nationale Unabhängigkeit«, die ihnen folgte. Der US-Steuerzahler hat Hunderte von Milliarden Dollar für »Wirtschaftshilfe«, »Entwicklungshilfe« und »militärische Hilfe« für Regierungen auf der ganzen Welt gezahlt, und ebenso an revolutionäre Bewegungen, die die US-Regierung für mehr »pro-westlich« hielt als die amtierenden Regierungen. Es wurde aktiv versucht, die politischen und wirtschaftlichen Systeme vieler Nationen auf der ganzen Welt umzuformen, ein Prozeß, der vermutlich erst dann enden würde, wenn jeder Winkel der Erde von Paris bis ins Innere von Papua Neuguinea eine exakte Nachahmung von Madison, Wisconsin, ist. Der womöglich prägnanteste und scharfsinnigste Kommentar dieser Politik wurde von Hadschi T'hami el Glaoui, dem Pascha von Marrakesch, im Jahr 1944 abgegeben:

»Die US-Politik von heute wühlt alles auf und löst gar nichts. Das Ergebnis ist, daß sie eine Lücke reißt, wodurch neuen Tyranneien der Weg geöffnet wird, und nicht etwa neuen Freiheiten. Dem Verhalten Amerikas liegt die Annahme zugrunde, daß die ganzes Welt amerikanisch sein will. Und diese Annahme ist falsch.«[35]

Harry Elmar Barnes

Harry Elmar Barnes, US-Historiker und Wortführer der alliierten Revisionisten in der Zwischenkriegszeit. Er ist noch heute das Vorbild für viele Liberalisten und Geschichtsrevisionisten.

Die Liberalisten argumentieren, daß die massiven Interventionen der US-Regierung in die Wirtschaft und das Leben der USA eine lange Serie von sozialen Katastrophen verursacht hat. Und die meisten Liberalisten würden argumentieren, daß die Interventionen der US-Regierung in die Wirtschaft und das Leben anderer Länder mindestens genauso katastrophal, wenn nicht gar noch katastrophaler ist. Sie fragen, wie sich Konservative über die Eingriffe der »Großen Regierung« zu Hause beschweren, gleichzeitig aber die Interventionen der gleichen Regierung in die Angelegenheiten jedes anderen Landes auf der Oberfläche dieser Erde enthusiastisch unterstützen können. Die meisten Liberalisten plädieren für eine nicht-interventionistische Außenpolitik, in der die USA zu allen Ländern ein gutes Verhältnis genießen können, ohne sich auch nur im geringsten in deren innere Angelegenheiten einzumischen. Jenen Personen in anderen Staaten, die gerne Amerikaner werden wollen, steht es offen, sich bei den US-Botschaften um eine Einwanderung zu bemühen. Diejenigen, die im Buthan gerne Buthanesen, Beduinen im Nahen Osten oder was auch immer bleiben wollen, sollten in Ruhe gelassen werden, und wenn sich deren wirtschaftliches, soziales oder politisches System in bestimmter Hinsicht von dem der USA unterscheidet, sollte deshalb kein Amerikaner schlaflose Nächte haben.

Diejenigen Liberalisten, die so argumentieren, sind daran interessiert, die regierungsamtliche und unabhängige Propaganda kritisch zu untersuchen, die vorgebracht wurde, um die globale Interventionspolitik der USA in Krieg und Frieden zu rechtfertigen. Sie sind daher aufgeschlossen gegenüber jeder geschichtlichen Untersuchung, die zeigt, daß nicht alles, was von der Regierung über diese Einmischungen angeführt wurde, mit den Fakten in Deckung zu bringen ist. Sie glauben, daß derartige Untersuchungen den Amerikanern helfen können, aus der Vergangenheit zu lernen und eine Außenpolitik zu entwickeln, die besser mit den Interessen des amerikanischen Volkes und dem Wunsch nach Stabilität, Frieden und Wohlstand in der Welt übereinstimmt. (Und was für die USA gilt, gilt im wesentlichen auch für Großbritannien und die anderen westlichen Länder.)

 H.E. Barnes: Perpetual War for Perpetual Peace

H.E. Barnes bestes Werk der Nachkriegszeit: Ebenfalls ein Meilenstein in der unabhängigen Geschichtsschreibung

Revisionismus des Ersten Weltkrieges

Der Begriff »Revisionismus« bezog sich ursprünglich auf jene Historikerschule, die am Ende des Ersten Weltkrieges die Ursachen für diesen Konflikt im Lichte neuer zugänglich gewordener Dokumente und Beurteilungen nachprüfen wollte. Das erste revisionistische Werk über diesen Konflikt war How Diplomats Make War (Wie die Diplomaten den Krieg machen, 1915) von Francis Neilson, einem pazifistischen Mitglied des britischen Parlaments, der im Jahr 1914 seinen Parlamentssitz aufgab, als die britische Regierung in den Krieg eintrat. Er schrieb dieses Buch, um damit die wahren Ursachen dieses Krieges bloßzulegen, im Gegensatz etwa zu der von der Regierung der Öffentlichkeit zugedachten Propagandaversion. Nach dem Kriege untersuchten eine Reihe von US-Historikern die erhältlichen diplomatischen Unterlagen, angefangen mit Sidney B. Fay im Jahr 1920. Diese Untersuchungen basierten insbesondere auf Dokumenten, die von Deutschland, Österreich und der Sowjetunion bezüglich des Kriegsausbruches im Jahr 1914 veröffentlicht worden waren. Die US-Historiker schlußfolgerten, daß die Verantwortung für diesen Krieg bei Rußland, Serbien und Frankreich lag sowie in gewissem Umfang bei dem britischen Außenminister Sir Edward Grey, der es unterließ, Maßnahmen gegen das Abdriften in diesen Krieg zu ergreifen, nicht aber bei Deutschland und Österreich-Ungarn.

Die revisionistische Geschichte des Ersten Weltkrieges war von mehr als rein akademischem Interesse. Die US-Intervention in diesen Krieg im Jahr 1917 stellte eine gewaltige Abweichung von der traditionellen Politik der Nichteinmischung in die Streitigkeiten der europäischen Länder dar, die das leitende Prinzip der US-Außenpolitik seit den Tagen von Washington und Jefferson war. Dieses Prinzip war zuvor nur einmal gebrochen worden, als die USA Spanien angriffen, nachdem das US-Kriegsschiff Maine im Hafen von Havanna nach einer mysteriösen Explosion an Bord gesunken war. 1917 predigte Präsident Wilson in der Manier eines Papst Urban II. aus dem Jahre 1095 über den großen Kreuzzug, aber nicht etwa zur Befreiung der heiligen Stadt Jerusalem von den Moslems, sondern für einen Krieg zur Beendigung aller Kriege, zur Rettung der Zivilisation und »to make the world safe for democracy«. Die Revisionisten halten eine derartige Wandlung der US-Außenpolitik für ein wichtiges historisches Untersuchungsobjekt.

Zudem enthielt der Versailler Vertrag von 1919 einen Artikel, in dem Deutschlands Alleinschuld für den Ausbruch des Krieges festgeschrieben wurde. Die Weimarer Regierung unterzeichnete diesen Vertrag angesichts des enormen heimatlichen Widerstandes nur deshalb, weil die britische Marine die Seeblockade über Deutschland bis zur Unterzeichnung des Vertrages aufrechterhielt. Durch diese Blockade starben allein zigtausend deutsche Kinder an Hunger und Krankheiten nach dem Waffenstillstand von 1918. Der Vertrag legte Deutschland auf dieser Basis harte Maßnahmen auf, einschließlich der Abtretung eines großen Anteils des deutschen Territoriums und Volkes unter die Herrschaft fremder Staaten wie Frankreich und Polen, und die Pflicht zur Zahlung von ungeheuren Reparationen an Frankreich und Belgien. Indem die revisionistischen Historiker die Kriegsschuldfrage in Frage stellten, untergruben die Glaubwürdigkeit des Versailler Vertrages und stützten die Forderung nach einer Revision dieses Abkommens. Diese Forderung wurde nicht nur von Deutschen aller politischen Überzeugungen erhoben, sondern auch von der Sowjetunion und den politisch »linken« und »zentristischen« Bewegungen in den meisten westlichen Ländern. In Büchern wie The Economic Consequences of the Peace (1920) legte z.B. John Maynard Keynes die wirtschaftlichen und politischen Gefahren für Europa dar, die aus den rachsüchtigen Bestimmungen von Versailles erwuchsen.

Der führende Historiker in der Kriegsschuldfrage war der ausgezeichnete US-amerikanische Gelehrte Harry Elmer Barnes. Als Barnes Meisterwerk wird generell das dreibändige Werk Intellectual and Cultural History of the Western World bezeichnet, einem Meilenstein der Geschichtswissenschaften und gleichfalls einem wichtigen liberalistischen Text bezüglich seiner Ausrichtung auf die intellektuelle und kulturelle Freiheit. Vor dem Ausbruch des Krieges war Barnes ein ausgesprochener Fürsprecher des Interventionismus. Als Woodrow Wilson 1917 den Krieg erklärte, wurde Barnes in die Propagandaabteilung der US-Regierung aufgenommen. Dort wurde er für seinen Eifer bekannt, mit dem er die Sache der Alliierten förderte und die Boches (franz. Schimpfwort für die Deutschen) denunzierte. Nach Kriegsende jedoch untersuchte er die dokumentarischen Beweise für den Ausbruch des Krieges und schrieb eine Serie von Veröffentlichungen, die gegen die Verantwortung Deutschlands für den Ausbruch des Krieges argumentierten. In Büchern wie Genesis of the World War und In Quest of Truth and Justice führte er aus, daß Rußland, Serbien und Frankreich die Hauptverantwortung trügen. In den 20ern gewannen die revisionistischen Argumenten einen ungeheuren internationalen Einfluß, und Barnes reiste nach Europa, wo er zu europäischen Revisionisten Kontakt aufnahm und sogar vom ehemaligen Kaiser empfangen wurde. Um 1930 hatten sich die revisionistischen Argumente sowohl in den USA als auch in Europa allgemein durchgesetzt und trugen merklich zum dem Wunsch der Amerikaner bei, sich aus ausländischen Konflikten herauszuhalten. Zwar wurden die Versailler Artikel über finanzielle Reparationen leicht modifiziert, die territorialen Aspekte des Vertrages blieben jedoch völlig unberührt. 1930 drängte Barnes auf eine sofortige Revision von Versailles, um dem Aufstieg Adolf Hitlers vorzubeugen. Er schrieb:

»Die Gewinne der Hitleristen und anderer deutscher Nationalisten deuten an, daß Europa nicht fortfahren kann, seine Diplomatie auf dieser absurden Lüge aufzubauen, die niemals ernsthaft aufrechtzuerhalten war, ausgenommen im Nebel des Kriegshasses der noch in der Zeit zwischen 1918-1919 anhielt. Im Jahr 1927 lud von Hindenburg in versöhnlichem Tone dazu ein, die Fakten der Kriegsschuld zu untersuchen. Im Jahr 1930 appellieren die Freunde des Friedens in Europa an Hindenburg, sie vor Hitler zu retten. Was wird 1933 passieren, wenn dann immer noch der Geist von Lloyd George, Clemenceau und Poincaré Europa beherrscht?«[36]

Barnes Rufe wurden ignoriert. Hitler kam an die Macht und begann damit, den Versailler Vertrag in energischen Schritten zu revidieren. Die britische und die französische Regierung, die später für ihre »Appeasement-Politik« gegenüber Hitler verurteilt wurden, gestanden ihm nur zu, was alle deutschen Regierungen zwischen 1919 und 1933 gefordert hatten, was diesen aber verweigert worden war.

(wird fortgesetzt)


Anmerkungen

[1]R. Kammerer, A. Solms, Das Rudolf Gutachten, Cromwell, London 1993; online: http://www.vho.org/D/rga/rga.html.
[2]R. Kammerer, A. Solms, The Rudolf Report, Cromwell, London 1994.
[3]Ernst Gauss (d.i. G. Rudolf) (Hg.), Grundlagen zur Zeitgeschichte, Grabert, Tübingen 1994
[4]Bezüglich einer umfassenden Darstellung des Falles Germar Rudolf vgl. Wilhelm Schlesiger, Der Fall Rudolf, Cromwell, London 1994; online: http://www.vho.org/D/dfr/Fall.html; Herbert Verbeke, Kardinalfragen zur Zeitgeschichte, VHO, Berchem 1996; online: http://www.vho.org/D/Kardinal/KR.html.
[5]»Germany for Germans«, Human Rights Watch/Helsinki, New York, Washington, Los Angeles, London und Brüssel, 1995, S. 70, 77, 108.
[6]Zitiert nach F.A. von Hayek, The Road to Serfdom, Erstausgabe 1944, hier nach Routledge & Kegan Paul, London, 1979, S. 142, Fußnote 1 (Rückübersetzung).
[7]Israel Shahak, Jewish Religion, Jewish History, Pluto Press, London 1994, S. 105, Fußnote 16.
[8]Richard Grünberger, A Social History of the Third Reich, Erstausgabe 1971, hier nach Penguin Books, Harmondsworth, Middelsex, 1974, S. 390-393 (Rückübersetzung).
[9]F.A. von Hayek, aaO. (Anm. 6), S. 141f. (Rückübersetzung).
[10]Im Jahr 1995 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, daß diese Berufsverbote menschenrechtswidrig sind. Entlassenen Personen steht daher eine Entschädigung und ein Recht auf Wiedereinstellung zu. Anm. der Red.
[11]Hans Schmidt, Jailed in »Democratic« Germany, Guderian Books, Milton, Florida, 1997.
[12]Ebenda, besonders S. 375f.
[13]FAZ, 17.5.1996, S. 12 »Appell der 100 • Die Meinungsfreiheit ist in Gefahr!«; Stuttgarter Nachrichten, 19.7.1996, S. 6; Stuttgarter Zeitung, 19.7.1996, S. 7, mit jeweils 500 Unterzeichner; Westfalen-Blatt, 13.9.1996, mit 1.000 Unterzeichnern.
[14]Éric Delcroix, La police de la pensée contre le révisionnisme, Revue d'Histoire Révisionniste, BP 122, F-92704 Colombes Cedex, 1994, S. 72.
[15]Wiedergegeben in: Robert Faurisson, »Revisionism on Trial«, The Journal of Historical Review, 6(2) (1985), S. 180f.
[16]Brief von Noam Chomsky an den Autor, 27. April 1998.
[17]Zitiert nach Milan Rai, Chomsky's Politics, Erstausgabe 1995, hier nach: Verso, New Left Review (London), 1996, S. 132.
[18]Zitiert nach R. Faurisson, aaO. (Anm. 15), S. 181.
[19]Ebenda, S. 170.
[20]É. Delcroix, aaO. (Anm. 14). Das Buch wurde bezeichnenderweise in Frankreich und in Deutschland verboten.
[21]David Botsford, The British State Versus Freedom of Expression, Libertarian Alliance, London, 1998.
[22]J.B. Bury, A History of Freedom of Thought, Williams and Norgate, London, o.D. [1913], S. 8, 14, 18, 20.
[23]Herbert Butterfield, History and Human Relations, Collins, London, 1951, S. 170, 183ff.
[24]Zitiert nach Index on Censorship, 25(4) (1996), S. 137.
[25]Allerdings arbeitet die Anti-Defamation League von B'nai B'rith, jene berühmte jüdische US-Organisation zur Bekämpfung von Antisemitismus, mit einer US-Software Firma zusammen bei der Entwicklung von Internet-Zensurprogrammen. Ich werde hier jede Spekulation über die Machbarkeit eines derartigen Projektes vermeiden. Die Website von ADL ist: http://www.adl.org.
[26]Arthur C. Clarke, »Beyond 2001«, in: Ruth Petrie (Hg.), Film and Censorship, Cassell/Index on Censorship, London 1997, S. 191f.
[27]Index on Censorship, vol. 27, no. 1, Januar/Februar 1998, S. 103. Für Neuigkeiten zu diesen und anderen Fällen sowie Links zu den beanstandeten Artikeln vgl. Indexs Website: http://www.oneworld.org/index_oc/news.html
[28]Ebenda, S. 16.
[29]Ebenda, S. 15.
[30]Vergleichbar der NPD in Deutschland, Anm. d. Übers.
[31]Zitiert nach Sunday Telegraph, 16. März 1997, S. 5.
[32]Sunday Times, 29. September 1996, S. 24
[33]Pierre Vidal-Naquet, Assassins of Memory, übersetzt von Jeffrey Mehlman, Columbia University Press, New York, 1992, S. 90f.
[34]Interview mit Bradley R. Smith in Loompanics' Greatest Hits, Loompanics Unlimited, Port Townsend, Washington, 1990, S. 137, 140f.
[35]Zitiert in James J. Martin, Revisionist Viewpoints, Ralph Myles, Colorado Springs, Colorado, 1971, S. 18.
[36]Zitiert nach Arthur Goddard (Hg.), Harry Elmer Barnes, Learned Crusader, Ralph Myles, Colorado Springs, Colorado, 1968, S. 285.

Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 2(4) (1998), S. 273-283.
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