I. Einleitung

Kein anderes geschichtliches Ereignis unseres Jahrhunderts hat im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit in den zum westlichen Kulturkreis gehörenden Ländern einen derart hohen Stellenwert inne wie der «Holocaust», die systematische Ausrottung der europäischen Juden durch die Nationalsozialisten.

Wer sich nicht speziell mit diesem Thema befasst hat, nimmt als selbstverständlich an, dass für den millionenfachen Judenmord unter Hitler und die Existenz der Nazigaskammern eine Fülle von unwiderlegbaren Beweisen vorhanden ist. Bei näherer Beschäftigung mit diesem für unser Bewusstsein so hochwichtigen Gebiet stellt der Beobachter jedoch rasch fest, dass dem keinesfalls so ist.

Die Nationalsozialisten, so hämmern die Medien uns unermüdlich ein, hätten irgendwann im Jahre 1941, oder spätestens anlässlich der Berliner Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942, die restlose Vernichtung aller in ihrem Machtbereich lebenden Juden beschlossen. Insgesamt fünf bis sechs Millionen Juden seien dem Völkermord bis zum Mai 1945 zum Opfer gefallen (1). Ein Teil der Opfer, so die gängige These, sei in Ghettos und Konzentrationslagern an Krankheiten, Entkräftung und Hunger gestorben, doch die meisten seien ermordet worden: in der UdSSR durch Massenerschiessungen sowie in Gaswagen durch nach innen geleitete Auspuffgase, in sechs «Vernichtungslagern» durch Gas.

Diese sechs Vernichtungslager, lautet die orthodoxe These, lagen durchwegs auf polnischem bzw. auf 1939 von Deutschland annektiertem expolnischem Gebiet. Es handelte sich um die Lager Auschwitz, Majdanek, Belzec, Sobibor, Treblinka und Chelmno. In Chelmno seien die Massenmorde in Gaswagen begangen worden, in den anderen Tötungszentren in stationären Gaskammern.

Die Zahlenangaben über die Opfer in den sechs Vernichtungslagern schwanken je nach Historiker recht erheblich. Der deutsche Holocaust-Experte Wolfgang Scheffler stellt in seinem Buch Judenverfolgung im Dritten Reich folgende «vorsichtige Mindestschätzungen» auf (2):

Auschwitz:
Treblinka:
Belzec:
Chelmno:
Sobibor:
Majdanek:

«weit über eine Million» Tote
750'000 Tote
600'000 Tote
300'000 Tote
250'000 Tote
250'000 Tote

Bei der überwältigenden Mehrzahl der Opfer soll es sich um Juden gehandelt haben, so dass dieser Statistik zufolge über drei Millionen Juden in den sechs Todesfabriken vergast wurden.

Die Deutschen haben also, folgt man den Establishment-Historikern, binnen eines Zeitraums von knapp drei Jahren (Dezember 1941 bis November 1944) einen kaltblütigen, industriell organisierten Massenmord begangen, zu dem es in der Menschheitsgeschichte keine Parallele gibt. Angesichts der Ungeheuerlichkeit dieser Anklage müsste man annehmen, dass für diese Schandtat zahllose dokumentarische und Sachbeweise vorliegen. Gelegentlich wird auch so getan, als sei dies der Fall. So schrieben etwa die Sunday Times in einer Rezension zu Raul Hilbergs monumentalem Opus Die Vernichtung der europäischen Juden (3):

Er [Hilberg] gilt als der wohl beste Kenner der Quellen, die zum grössten Teil von den Tätern stammen. Sie haben - gründlich, wie sie waren - die Beweise ihres Mordhandwerks hunderttausendfach abgeheftet - mit Briefkopf und Dienstsiegel.

Dass diese Behauptungen pure Flunkerei sind, entdeckt der aufmerksame Leser bei der Lektüre von Hilbergs Standardwerk sehr rasch. Während für die Judenverfolgung - also die zahlreichen ab 1933 erlassenen diskriminierenden Massnahmen sowie die ab 1941 erfolgte Massenverschleppung von Juden in Lager und Ghettos - in der Tat so erdrückende dokumentarische Beweise vorliegen, dass es niemandem einfiele, diese Verfolgungen anzuzweifeln, stützt sich Hilberg bei seinen Ausführungen über die Judenausrottung so gut wie ausschliesslich auf Tätergeständnisse bei Prozessen sowie auf Augenzeugenberichte. So kann man dem amerikanischen Professor Arthur Butz nicht unrecht geben, wenn er schreibt, ohne die Prozesse besässen wir kaum irgendwelche Beweise dafür, dass überhaupt ein Holocaust stattgefunden hat (4).

Von den Nationalsozialisten wurde die berühmte deutsche Gründlichkeit bis zum Exzess getrieben; alles und jedes wurde registriert. Etliche von Hitler persönlich angeordnete Tötungsaktionen sind dokumentarisch eindeutig nachweisbar, etwa die Euthanasieaktion, d.h. die Tötung unheilbar Kranker. Da ein so gewaltiges Verbrechen wie die Ermordung mehrerer Millionen Menschen in Gaskammern zwangsläufig mit einem enormen administrativen Aufwand verbunden sein musste, würde man für die Judenausrottung logischerweise wahre Berge von dokumentarischen Belegen erwarten. In Tat und Wahrheit können sich die exterministischen (d. h. die Ausrottungsthese verfechtenden) Autoren nur auf eine Handvoll Dokumente stützen, deren Echtheit und korrekte Auslegung meist strittig ist. Dies gilt beispielsweise für das Protokoll der Wannsee-Konferenz (5). Abgesehen davon, dass Forscher wie Stäglich, Walendy und Bohlinger/Ney (6) ernstzunehmende Einwände gegen die Authentizität des Dokuments erhoben haben, ist darin von der Ausrottung der Juden keineswegs die Rede, sondern lediglich von ihrer Evakuierung und Aussiedlung. Die orthodoxen Historiker vertreten nun die Meinung, «Evakuierung» und «Aussiedlung» seien nur Tarnwörter für «Vernichtung» gewesen. Die Fragwürdigkeit dieser Hypothese ist offensichtlich (7); in Ermangelung solider dokumentarischer Belege für die Judenausrottung interpretieren die Historiker Dinge in Texte hinein, die dort nirgends stehen (8).

Wie es um die Dokumentenlage in Wirklichkeit bestellt ist, gibt Uon Poliakov, Verfasser des lange Zeit als Standardwerk geltenden Bréviaire de la haine, mit dankenswerter Klarheit zu, wenn er schreibt (9):

Die Archive des Dritten Reiches und die Erklärungen und Schilderungen der Naziführer ermöglichen uns, das Entstehen und die Entwicklung der Aggressionspläne, der Feldzüge wie auch der ganzen Palette von Massnahmen, mit denen die Nazis die Welt nach ihrem Geschmack umgestalten wollten, im Detail zu rekonstruieren. Nur die Judenausrottung bleibt, sowohl hinsichtlich ihrer Konzeption wie auch in vielen anderen Punkten, in Dunkel gehüllt. Deduktionen und psychologische Erwägungen, Berichte aus dritter und vierter Hand, erlauben uns allerdings, die Entwicklung dieses Plans annähernd genau zu rekonstruieren. Jedoch werden viele Einzelheiten für immer unbekannt bleiben. Was die eigentliche Konzeption des Plans zur völligen Ausrottung anbelangt, so sind die drei oder vier Hauptschuldigen nicht mehr am Leben. Kein Dokument ist übriggeblieben - vielleicht hat auch gar nie eines existiert.

Einer der namhaftesten «Endlösungs»-Spezialisten gibt also unumwunden zu, dass für den Plan zur Judenausrottung kein Dokument auffindbar ist und vielleicht gar nie eines existiert hat!

Noch dürftiger als um die dokumentarischen ist es um die Sachbeweise für den millionenfachen Judenmord bestellt. Während der Mangel an unzweideutigen dokumentarischen Belegen Historikern wie Poliakov immerhin als ernstliches Problem bewusst ist, haben sie sich um eine forensische Beweisführung nie auch nur im mindesten gekümmert. Hierzu ein frappantes Beispiel. Bleiben wir bei Uon Poliakov. Dieser schreibt in seinem bereits erwähnten Werk, das technische Genie der Deutschen habe es diesen ermöglicht, binnen kürzester Zeit eine effiziente Todesmaschinerie auf die Beine zu stellen (10). Derselbe Poliakov berichtet an anderer Stelle, in den Todeslagern Belzec, Treblinka und Sobibor seien die (rund 1,75 Millionen) Morde mit Dieselabgasen begangen worden (11). Ein Gespräch mit einem Toxikologen oder Motorenkonstrukteur hätte Poliakov darüber belehrt, dass sich Dieselabgase wegen ihres sehr niedrigen Kohlenmonoxydgehalts in keiner Weise als Mordwaffe eignen; jeder Benzinmotor hätte ein weitaus tauglicheres Tötungsinstrument abgegeben (12). Wieso mit «technischer Genialität» gesegnete Schreibtischtäter ausgerechnet das ineffizienteste aller Mordinstrumente ausgesucht haben, bleibt ein Rätsel der Schöpfung.

Bei jedem Mordprozess braucht es zu einem Schuldspruch folgendes:

1) Eine Leiche oder, falls keine solche vorhanden ist, den eindeutigen Beweis dafür, dass eine bestimmte Person umgebracht und die Leiche dann beseitigt worden ist.

2) Ein Gutachten über die Tatwaffe. Dieses wird auch dann nicht überflüssig, wenn Zeugen vorhanden sind oder der Beschuldigte seine Tat gesteht.

Was für einen normalen Mordprozess zutrifft, müsste in erhöhtem Mass für Prozesse gelten, bei denen Massenmorde zur Debatte stehen. Doch wurde nicht bei einem einzigen KZ-Prozess je ein Gutachten über die Tatwaffe, die Gaskammern, in Auftrag gegeben. Ebensowenig wurden Kremationsfachleute als Experten vorgeladen, um in Erfahrung zu bringen, ob die unzähligen Leichen der angeblich Ermordeten in den vorhandenen Krematorien überhaupt eingeäschert bzw., wie im Fall von Chelmno, Sobibor, Belzec und Treblinka berichtet wird, binnen kurzer Zeit unter freiem Himmel verbrannt werden konnten, ohne dass Spuren zurückblieben (13). Dies alles wird nämlich in der.Standardliteratur behauptet -man lese etwa Kogon/Langbein/Rückerls Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas (14) oder Adalbert Rückerls NS-Vernichtungslager im Spiegel deutscher Strafprozesse (15).

Instrument der Judenausrottung waren der offiziellen Geschichtsschreibung nach in allererster Linie Gaskammern und Gaswagen. Man müsste also erwarten, in der Holocaust-Literatur eine Fülle von Informationen über diese Gaskammern und Gaswagen zu finden, doch hüllen sich die Historiker hier in Schweigen. Keine Photographie, keine Skizze ermöglicht dem Leser, zu begreifen, wie diese fürchterlichen Mordwaffen denn nun eigentlich funktioniert haben. Das Auffallende an den gegen die Revisionisten gerichteten Bücher wie etwa Jean-Claude Pressacs Auschwitz: Technique and Operation of the Gas Chambers (16) oder Georges Wellers' Les chambres à gaz ont existé (17) liegt, wie der französische Professor Robert Faurisson mehrfach festgehalten hat, darin, dass keines dieser Werke die Darstellung einer Gaskammer oder irgendwelche Hinweise auf ihre technische Funktion enthält. Wie bereits erwähnt wurde ferner bei keinem NS-Prozess ein Gutachten über die Tatwaffe in Auftrag gegeben. Schliesslich ist zu bemerken, das keine einzige Autopsie eines KZ-Häftlings je als Todesursache Vergasung ergab und dass kein Chemiker und kein Ingenieur je eine forensische Untersuchung auf dem Gelände der ehemaligen «Vernichtungslager» durchgeführt hat, ehe der amerikanische Hinrichtungstechnologe Fred Leuchter 1988 im Auftrag der Revisionisten Ernst Zündel und Robert Faurisson mit einer kleinen Equipe nach Polen fuhr, um die Krematorien und behaupteten Gaskammern von Auschwitz 1, Auschwitz-Birkenau und Majdanek unter die Lupe zu nehmen.

Anschliessend an seine Untersuchungen erstellte Leuchter ein Gutachten, in dem er zum Schluss kam, die Gaskammern seien nicht als solche konstruiert gewesen und hätten nach den Gesetzen der Physik und Chemie unter keinen Umständen auf die in der Holocaust-Literatur geschilderte Art funktionieren können. Ferner meinte Leuchter, die Krematorien hätten die ihnen zugeschriebene Arbeitslast niemals auch nur annähernd bewältigen können (18).

Der Leuchter-Bericht enthält unbestrittenermassen einige Fehler, die sich wohl mit dem extremen Zeitdruck erklären lassen, unter dem der Ingenieur stand (er musste seinen Report vor dem Abschluss des Zündel-Prozesses abliefern, bei dem er als Dokument der Verteidigung vorgelegt wurde). Doch ist die Eisbrecherfunktion dieses Gutachtens kaum zu überschätzen. Es gab den Anstoss zu der wissenschaftlich weitaus tiefergehenden Expertise des Diplomchemikers Germar Rudolf (19), welche die Ergebnisse Leuchters in allen wesentlichen Punkten bestätigte. Was seitens der offiziellen Historikerschaft an Gegengutachten erschienen ist, wirkt höchst dürftig und stammt mit einer einzigen Ausnahme (20) von Nichtfachleuten, als ob es auf der Welt keine Ingenieure, Chemiker und Kremationsspezialisten gäbe.

Was für Beweise führen die orthodoxen Historiker denn nun mangels dokumentarischer und forensischer Belege für den millionenfachen Judenmord in den Todeslagern an?

Von überwältigender Beweiskraft scheint auf den ersten Blick die Bevölkerungsstatistik zu sein. Dies gilt namentlich für ein Land wie Polen, wo nach der letzten Vorkriegsvolkszählung von 1931 3,1 Millionen Juden lebten, während die jüdische Bevölkerung des Landes heute nur noch einige zehntausend Menschen beträgt (manche Polen meinen allerdings, die wirkliche Zahl betrage einige hunderttausend; diese Juden hätten nach dem 2. Weltkrieg ihre Namen slawisiert, so dass sie meist nicht mehr ohne weiteres als solche zu erkennen seien. Ob dies zutrifft, sei dahingestellt). Auf solche Statistiken berufen sich die exterministischen Geschichtsschreiber. Sie vergleichen die Vorkriegsbevölkerungszahlen mit denen der Nachkriegsjahre und erklären alle fehlenden Juden zu Opfern des Holocaust. Dieses Vorgehen findet man etwa in einem 1991 von Wolfgang Benz herausgegebenen Sammelband (21). Wie unhaltbar es ist, hat besonders Walter Sanning in seiner sorgfältigen demographischen Studie über die Auflösung des osteuropäischen Judentums (22) festgehalten, welche sich fast nur auf jüdische und alliierte Quellen stützt, das ganze Ausmass der jüdischen Auswanderungswellen der Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegszeit anschaulich darlegt und anhand sowjetischer Dokumente überzeugend nachweist, dass ein grosser Teil des polnischen, baltischen und rumänischen Judentums in der UdSSR aufgegangen ist. Wir gehen hier nicht näher auf den demographischen Aspekt der Frage ein. Dem ernstlich daran Interessierten bietet sich leicht die Möglichkeit, die Bücher von Benz und Sanning zu vergleichen und selbst zu entscheiden, welches der beiden durch eine objektive Beweisführung besticht und welches nicht. So wird er zwangsläufig zum Schluss kommen, dass, falls Benz und seine Historikerequipe wissenschaftlich vorgegangen sind, ein Buch wie Leo Uris' Exodus gar nie hätte geschrieben werden können, weil es so etwas wie eine jüdische Auswanderung für die Benz-Leute nie gab; jeder Jude, der einige Jahre nach dem Krieg nicht mehr dort lebte, wo er zuvor gelebt hatte, ist ihrer Logik zufolge ermordet worden.

So bleiben als letzter Trumpf der orthodoxen Historikerschaft die Zeugenaussagen. Ohne Augenzeugenberichte - wozu naturgemäss auch Tätergeständnisse gehören, denn der Täter ist zwangsläufig Augenzeuge - wüssten wir nichts vom Holocaust.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, eine Anzahl wirklich repräsentativer Zeugenberichte über die «NS-Todesmaschinerie» vorzulegen. Unberücksichtigt bleiben dabei Berichte über Massenerschiessungen, und zwar aus zwei Gründen. Zunächst einmal wird das Vorkommen solcher Erschiessungen von niemandem in Frage gestellt-, zur Debatte steht hier lediglich die Zahl der Opfer. Zudem ist es hier ungleich schwieriger, den Wahrheitsgehalt der Zeugenaussagen zu überprüfen, da die (nachgewiesenen und behaupteten) Erschiessungen an zahlreichen, über ein Riesenterritorium verstreuten Orten stattfanden bzw. stattgefunden haben sollen. Folglich befasst sich die vorliegende Studie ausschliesslich mit den behaupteten Morden in den «Vernichtungslagern». Dabei gab es zwei Möglichkeiten. Wir konnten einen Querschnitt von Zeugenaussagen über alle sechs «Todeslager» vorlegen, oder aber wir beschlossen, uns auf eines dieser Lager zu beschränken. Nach reiflicher Überlegung entschieden wir uns für die zweite Variante.

Die Wahl des Lagers war dann von Anfang an gegeben, wir konnten uns nur für Auschwitz entscheiden. Zunächst einmal nimmt dieses in der Literatur und darüber hinaus im Bewusstsein der Öffentlichkeit eine absolut dominierende Stellung ein, obgleich die Opferzahl von Treblinka nur unwesentlich tiefer gelegen haben soll. Zweitens verfügen wir hinsichtlich Auschwitz über ungleich mehr Dokumente als hinsichtlich der anderen Lager. Eine Art Lagergeschichte von der Art des Kalendariums von Auschwitz zu schreiben, wäre allenfalls im Fall von Majdanek möglich, niemals aber für Chelmno, Sobibor, Belzec und Treblinka, da es um die dokumentarische Beweislage bei diesen «Todesfabriken» schlecht bestellt ist. Schliesslich liegen aus Auschwitz auch die meisten und die in der Literatur am häufigsten zitierten Augenzeugenberichte vor.

Der Ausdruck «Augenzeugenbericht» wird hier stets wörtlich genommen. Somit figurieren in diesem Buch keine Berichte von Häftlingen, welche nur aus zweiter Hand von den Gaskammern erfuhren. Dies bedeutet, dass beispielsweise Primo Levis bekanntes Buch Ist das ein Mensch? keine Berücksichtigung finden konnte. Levi war im Industriebezirk Monowitz einige Kilometer Östlich des Stammlagers interniert, wo es unbestrittenermassen keine Gaskammern gab, und er behauptet an keiner Stelle, selbst einer Vergasung beigewohnt zu haben. Aus dem gleichen Grunde fällt auch ein berühmter Lagerbericht wie Fania Fénelons Das Mädchenorchester von Auschwitz, auf dem der Film Playing for Time basiert, von vorne herein aus der Wahl.

Es ist eine allgemein verbreitete, aber durchaus irrige Auffassung, über die Gaskammern von Auschwitz gebe es «unzählige Zeugenberichte». Der grösste Teil der «Zeugen» hat eben nur aus zweiter, dritter oder vierter Hand von den Gaskammermorden erfahren. Wir schätzen die Zahl der Augenzeugenberichte im wirklichen Sinne des Wortes auf vielleicht einige hundert. Nach welchen Kriterien sollte nun die Auswahl erfolgen?

Einem Ratschlag Robert Faurissons folgend haben wir uns auf die in den allgemein anerkannten Standardwerken figurierenden Namen konzentriert. Wiederum galt es eine Wahl zu treffen: Welches sind diese Standardwerke? Wir entschieden uns für folgende Bücher:

1) Raul Hilberg, Die Vernichtung der europäischen Juden, drei Bände, Fischer Taschenbuch, Auflage von 1990. Hilbergs monumentales Opus hat Poliakov und Reitlinger längst als Standardwerk Nummer eins über den Holocaust verdrängt.

2) Eberhard Jäckel u. a. (Hg.): Enzyklopädie des Holocaust, drei Bände, Argon Verlag, 1993. Es handelt sich um eine überarbeitete deutsche Version der drei Jahre zuvor in englischer Sprache erschienenen Encyclopedia of the Holocaust (Hauptherausgeber: Israel Gutman).

3) Danuta Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945, Rowohlt Verlag, Ausgabe von 1989. Dies ist die mit Abstand ausführlichste Darstellung der Geschichte des Lagers aus orthodoxer Sicht.

4) Eugen Kogon/Hermann Langbein/Adalbert Rückerl, u. a.: Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas, Fischer Taschenbuch Verlag, Ausgabe von 1989. Dieses Buch ist von besonderer Bedeutung, weil es, im Gegensatz zu den drei vorher angeführten, als Antwort auf die Revisionisten entstand, welche die Existenz der Gaskammern (23) bestreiten, und sich fast ausschliesslich mit dem Kernpunkt der Holocaustfrage, den Gaskammern, befasst. Man kann sicherlich davon ausgehen, dass die Herausgeber bei der Auswahl der zitierten Augenzeugen erhöhte Sorgfalt walten liessen, um sich keine unnötigen Blössen zu geben.

5) Jean-Claude Pressac, Auschwitz. Technique and Operation ofthe Gas Chambers, Beate Klarsfeld Foundation, 1989 (im Buchhandel nicht erhältlich). Das schon von den Dimensionen her riesenhafte Werk (42 cm Länge, 30 cm Breite, 564 Seiten Umfang) enthält eine Fülle höchst wertvoller, sonst schwer oder gar nicht aufzutreibender Dokumente, die Pressac grossenteils von Faurisson zur Verfügung gestellt wurden, ohne dass er dies freilich erwähnt. Als absolut einziger Vertreter der offiziellen Geschichtsauffassung setzt sich Pressac ausführlich mit den technischen Aspekten des Auschwitz-Problems auseinander. - 1993 erschien bei CNRS Editions unter dem Titel Les Crématoires d'Auschwitz. La machinerie du meurtre de masse ein neues Pressac-Buch. Bei diesem handelt es sich streng genommen nur um eine Kurzfassung des 1989 erschienenen, allerdings rückt der Autor in einigen Fragen, namentlich hinsichtlich der Opferzahl von Auschwitz (24), von seinen früheren Thesen ab.

Für unser Thema sind diese fünf Standardwerke keinesfalls von gleichrangiger Bedeutung. Wie bereits erwähnt, geht Hilberg nur überraschend kurz auf den Ablauf der Massenvernichtung ein. Technische Fragen interessieren ihn in keiner Weise, und auch an Augenzeugen nennt er nur recht wenige. Dasselbe gilt für die Enzyklopädie und das Kalendarium. Aus diesem Grund dienen uns diese drei Werke vor allem als Grundlage für allgemeine Informationen über den Holocaust. Viel bedeutsamer sind für unser Thema die Werke von Kogon/Langbein/Rückerl sowie Pressac (wenn nicht ausdrücklich anders vermerkt, beziehen wir uns bei Pressac stets auf sein erstes, grosses Opus). Kogon/Langbein/Rückerl beschäftigen sich spezifisch mit den Gaskammern, Pressac spezifisch mit Auschwitz. Folgerichtigerweise zitieren beide Werke zahlreiche Augenzeugen auszugsweise oder in einigen Fällen vollständig. Die in diesen beiden Schlüsselwerken genannten Augenzeugen sind also, um einen der Theologie entlehnten Begriff zu verwenden, «kanonische» Zeugen. Wenn sie nichts taugen, taugt kein Zeuge etwas.

Robert Faurisson unterscheidet zwischen «juristischen» und «mediatischen» Zeugen. Erstere sagten bei Prozessen aus, letztere schilderten ihre Erlebnisse in Büchern, Zeitungsartikeln, Filmen und Interviews. Natürlich gibt es Zeugen, die zu beiden Kategorien gehören, beispielsweise der berühmte Filip Müller, der beim Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963-1965) als Zeuge der Anklage auftrat und viele Jahre später seine Lagererinnerungen zu Papier brachte. Allgemein sind die «juristischen» Zeugen wichtiger. Auf ihren Aussagen fusst ja die gesetzlich fest abgesicherte «offenkundige Tatsache» der Gaskammern und des Holocaust, die zu bestreiten in der BRD, Frankreich und Österreich strafbar ist (25).

Gestützt auf die dargelegten Erwägungen haben wir nun 30 unseres Erachtens repräsentative Augenzeugenberichte über die «industrielle Menschenvernichtung» in Auschwitz (Stammlager und Birkenau) ausgewählt. Sie zerfallen in folgende Kategorien:

1) Die im War Refugee Board von 1944 enthaltenen Berichte. Auf diese beriefen sich die Nürnberger Ankläger bei der juristischen Bewältigung der Geschehnisse in Auschwitz, auf diesen beruht bis zum heutigen Tage das offizielle Auschwitz-Bild. Dieser WRB-Report umfasst die Aussagen von 1944 aus dem Lager geflüchteten Häftlingen und enthält drei Berichte: Den von Rudolf Vrba und Alfred Wetzler, den von Czeslaw Mordowicz und Arnost Rosin sowie denjenigen des polnischen Majors Jerzy Tabeau. - 1964 hat Vrba seine Erfahrungen in einem Buch namens I cannot forgive niedergeschrieben, das wir ungeachtet der Chronologie gleich anschliessend an den Vrba-Wetzler-Bericht behandeln, um Vrbas Aussagen von 1964 mit denen von 1944 vergleichen zu können.

2) Obgleich Auschwitz bereits beim Nürnberger Prozess als Zentrum der Judenvernichtung bezeichnet wurde, lud die Anklage damals nur zwei ehemalige Häftlinge in den Zeugenstand, um den Ablauf der Vernichtungen zu schildern. Es waren dies zwei Frauen, nämlich Claude Vaillant-Couturier und Severina Schmaglewskaja. Ihre Aussagen bilden den zweiten Block.

3) Kronzeuge Nummer eins der Massenvergasungen ist natürlich Rudolf Höss, erster Kommandant des Lagers. Sein im April 1946 abgelegtes Geständnis sowie seine Aufzeichnungen aus dem Krakauer Gefängnis sind gewissermassen die Magna Charta des Holocaust (26).

4) Von äusserst grosser Bedeutung sind die Aussagen der Mitglieder des Sonderkommandos. Bei diesen handelte es sich um Juden, welche die Leichen ihrer ermordeten Glaubensbrüder aus den Gaskammern ziehen und die Krematorien bedienen mussten. Als tagtägliche Zeugen des Grauens mussten sie alle Details des Massenmordes kennen. In der Holocaustliteratur wird berichtet, die Sonderkommandomitglieder seien aus Sicherheitsgründen in regelmässigen Abständen selbst vergast und durch neue ersetzt worden. In dieser Sammlung figurieren die Berichte von vier Sonderkommandoleuten, die das Kriegsende nicht mehr erlebten, aber vergrabene Aufzeichnungen hinterliessen. Einer dieser Männer ist nicht namentlich bekannt; die anderen hiessen Chaim Herman, Salmen Gradowski und Salmen Lewenthal.

5) Den fünften und grössten Block bilden die Schilderungen von Sonderkommandomitgliedern, die den Krieg und die ständigen Liquidierungsaktionen durch eine Aneinanderreihung von Wundern überstanden und 1945 oder danach vor Gericht oder anderswo über ihre Erfahrungen berichteten. Ihre Namen: Alter Feinsilber, Szlama Dragon, Henryk Tauber (für Pressac der glaubhafteste Zeuge überhaupt), Dov Paisikovic, Filip Müller und Milton Buki. Eingebettet in die Aussagen der Sonderkommandomänner ist ein kurzer Auszug aus dem Bericht des nichtjüdischen Polen Michal Kula, der von Belang ist, weil er als einziger die Existenz eines von Tauber geschilderten, raffinierten Apparats zur Einführung von Zyklon B in die Gaskammer bestätigt.

6) Ähnliche Aufgaben wie den Sonderkommandos oblagen zwei weiteren von uns zitierten Häftlingen, nämlich Maurice Benroubi und Moshe Maurice Garbarz, die bei Grabkommandos eingesetzt waren.

7) Es folgt ein Auszug aus dem Franke-Griksch-Bericht, laut Pressac einem der ganz wenigen dokumentarischen Beweise für die Existenz der Gaskammern.

8) Als nächst Rudolf Höss wichtigster Auschwitz-Kronzeuge wird von manchen der SS-Mann Pery Broad eingestuft, welcher nach Kriegsende in den Dienst der Briten trat und für diese eine ausführliche Denkschrift über die Geschehnisse in Auschwitz hinterliess.

9) Die Aussagen von fünf Ärzten, genauer gesagt von vier Ärzten und einer Ärztin, bilden einen weiteren grossen Block. Johann Paul Kremer war als SS-Arzt etwas über zwei Monate im Lager tätig und verfasste während dieser Zeit ein Tagebuch, aus dem einige Ausschnitte als Schlüsselbeweise für die Gaskammermorde dargestellt werden. Andr~ Lettich, Charles Sigismund Bendel, Miklos Nyiszli und Olga Lengyel waren Auschwitz-Häftlinge, die im Lager ihrem Beruf nachgingen.

10) Aus Gründen, die wir an gegebener Stelle darlegen werden, sind die Protokolle des grossen Frankfurter Auschwitz-Prozesses, soweit sie uns überhaupt zur Verfügung stehen, leider äusserst wenig hilfreich. Wir begnügen uns deswegen mit der Wiedergabe eines einzigen Berichts, nämlich desjenigen des SS-Kraftfahrers Richard Böck, der in Frankfurt nicht etwa als Angeklagter, sondern als Zeuge auftrat und nach Auffassung des Gerichts «besonders glaubwürdig» wirkte. Als Grundlage für die während des Auschwitz-Prozesses gemachten Aussagen dient uns Hermann Langbeins zweibändige, über 1000 Seiten umfassende Dokumentation Der Auschwitz-Prozess (Europa Verlag, 1965).

11) Den Abschluss unserer Sammlung bildet eine hochdramatische Episode aus dem Erlebnisbericht des weltberühmten Elie Wiesel, des zweifellos namhaftesten unter den «mediatischen» Zeugen.

Naturgemäss konnten wir die 30 Berichte nicht in voller Länge wiedergeben, sondern mussten uns auf die uns entscheidend erscheinenden Passagen beschränken, jene nämlich, welche die Örtlichkeiten, an denen die angeblichen Massaker stattfanden, sowie den Ablauf des Vernichtungsprozesses schildern. Bei letzterem wurde, falls vorhanden, auch die Beschreibung der Leichenbeseitigung zitiert, und zwar aus zwei Gründen. Erstens umfasst die Vernichtung eines Menschen logisch gesehen zwei Stufen, nämlich die Tötung und die Beseitigung der Leiche, und zweitens dient uns die Schilderung des Verbrennungsvorgangs (denn die Ermordeten wurden, entweder direkt oder nach zeitweiligem Vergraben, eingeäschert) auch als Gradmesser für die Glaubwürdigkeit eines Augenzeugen. Behauptet dieser etwa, die Verbrennung einer Leiche habe in Auschwitz im Schnitt vier Minuten in Anspruch genommen, so erschüttert dies die Glaubhaftigkeit seiner restlichen Bezeugungen unwiderruflich.

Die hier zitierten Aussagen wurden in verschiedenen Sprachen abgegeben. In manchen Fällen lag uns der Originaltext vor. War er deutsch, so konnten wir direkt zitieren, ansonsten haben wir ihn ins Deutsche übertragen. In vielen Fällen war der uns vorliegende Text bereits eine Übertragung, sei es aus dem Ungarischen, dem Slowakischen oder dem Polnischen. Handelte es sich um eine Übersetzung ins Englische oder Französische, so haben wir uns nicht um die Beschaffung des Originals bemüht, auch wenn dieses in einer uns zugänglichen Sprache verfasst ist (wozu Polnisch und zur Not Slowakisch, nicht aber Ungarisch gehört), sondern aus dem Englischen bzw. Französischen übersetzt. Etliche Texte sind also zweimal übertragen worden. Es ist dies eine Schwäche, die wir in Kauf nahmen, denn erstens ist uns das Polnische und erst recht das Slowakische längst nicht so vertraut wie das Französische oder Englische, und zweitens wäre eine Beschaffung der Originaltexte mit einem Aufwand verbunden gewesen, der uns nicht lohnenswert erschien. Somit ist nur eine einzige Zeugenaussage, nämlich die Michal Kulas, von uns aus dem Polnischen und keine aus dem Slowakischen übersetzt.

Grundsätzlich unberücksichtigt blieb in jedem Fall die Frage nach der formellen Authentizität der Texte. Im Fall der Höss-Aufzeichnungen aus dem Krakauer Gefängnis wird die Urheberschaft des Auschwitz-Kommandanten von manchen bezweifelt; Miklos Nyiszlis Bericht über seine Zeit in Auschwitz wird von einem Forscher wie Carlo Mattogno als drittklassige Fälschung bezeichnet; die Echtheit der «vergrabenen Handschriften» ist, um es zurückhaltend auszudrücken, nicht über alle Zweifel erhaben; Filip Müllers Bestseller Sonderbehandlung wird von übelwollenden Kritikern als Plagiat abgetan. Doch da diese Texte von den Vertretern der Ausrottungsthese als Beweise für den Auschwitz-Holocaust dargestellt wurden und werden, nehmen wir sie in der vorliegenden Form ernst. Wir wollen die offizielle Historikerschaft ja nicht dadurch kränken, dass wir sie verdächtigen, uns getürktes Beweismaterial zu präsentieren.

Nun zum Aufbau unserer Studie:

Im ersten Teil werden die 30 ausgewählten Zeugenaussagen zitiert. Jedem Zeugenbericht werden einige Informationen über Art und Zeitpunkt seines Zustandekommens sowie, falls möglich, über die Person des Zeugen vorausgeschickt.

An jeden Zeugenbericht schliesst sich eine Kritik an. Untersucht wird, ob das Erzählte nach den Gesetzen der Naturwissenschaft und der Technik möglich ist-, ob es glaubwürdig erscheint; ob es mit den in der Holocaust-Standardliteratur aufgestellten Behauptungen übereinstimmt. Unsere Kritik ist also sowohl interner (die Aussage wird für sich allein betrachtet) als externer Art (die Aussage wird mit der von den anerkannten Experten verfochteten Meinung verglichen).

Im zweiten Teil werden die in den einzelnen Abschnitten dargelegten technischen und naturwissenschaftlichen Probleme, die sich aus den Zeugenaussagen ergeben, systematisch rekapituliert. Dabei stützen wir uns in grossem Umfang auf die Rudolf-Expertise sowie das Buch Vorlesungen über Zeitgeschichte von Ernst Gauss (27), das seinerseits teilweise auf dem Rudolf-Gutachten fusst. Anschliessend werden die Zeugenberichte untereinander verglichen. Hier bedienen wir uns teilweise der tabellarischen Form. Sie ermöglicht es uns, auf anschauliche Weise darzustellen, inwieweit die Zeugenaussagen übereinstimmen und inwieweit nicht.

Es folgen zwei Anhänge. Im ersten werden Auszüge aus der beim ersten Zündel-Prozess in Toronto (1985) erfolgten Befragung von zwei Gaskammerzeugen zitiert. Bei diesen handelt es sich um den schon genannten Rudolf Vrba sowie um Arnold Friedman. Diese Befragungen sind in allerhöchstem Grade aufschlussreich, da in jenem Jahr zum ersten Male Gaskammerzeugen einem scharfen Kreuzverhör über ihre Behauptungen unterzogen wurden. Bei allen vorangegangenen Prozessen war dies nie der Fall gewesen. - Der zweite Anhang enthält eine Anzahl von Berichten über Vergasungen in den sogenannten «reichsdeutschen», d. h. auf dem Territorium des deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 gelegenen Konzentrationslagern. Da dort nach der seit langer Zeit herrschenden offiziellen Meinung kein einziger Mensch vergast worden ist, sind die betreffenden Aussagen nach heutiger Auffassung durchwegs falsch. Dem Leser bietet sich somit die Gelegenheit, Zeugenberichte über Vergasungen in den reichsdeutschen Lagern mit jenen über Vergasungen in Auschwitz zu vergleichen und selbst zu urteilen, ob letztere wirklich glaubwürdiger sind.

Das Bedauerliche an der vorliegenden Sammlung von Zeugenaussagen ist, dass sie nicht schon viel früher zustande kam. Vor 1988, als mit dem Leuchter-Gutachten die erste forensische Expertise über die Gaskammern und Krematorien entstand, wäre eine solche Kollektion wichtiger gewesen als heute. Trotzdem mag sie manchem Leser ein Urteil darüber erleichtern, ob das überlieferte Geschichtsbild in dieser so ausserordentlich bedeutsamen Frage den Tatsachen entspricht oder nicht.

Zum Zustandekommen dieses Buchs haben mehrere Personen beigetragen, von denen ich leider nicht alle nennen darf; da die Meinungs- und Forschungsfreiheit im freiheitlichsten deutschen Staat der Geschichte ernsthaften Einschränkungen unterliegt und Verstösse gegen das polizeilich befohlene Geschichtsbild Sanktionen nach sich ziehen können, ist es für manche der Betreffenden besser, anonym zu bleiben. Vier Herren, denen ich besonders verpflichtet bin, darf ich nennen. Mein besonderer Dank gilt Herrn Diplomingenieur Gerhard Förster (Würenlos, Schweiz), ohne dessen Idee und organisatorische Unterstützung dieses Buch nicht hätte geschrieben werden können-, unentbehrlich war vor allem seine Lieferung von Quellen. Mit ihrem Rat standen mir Prof. Robert Faurisson (Vichy, Frankreich) sowie der Wissenschaftler Carlo Mattogno (Palestrina, Italien) zur Seite; von ihrem enzyklopädischen Wissen über die mit der «Endlösung» zusammenhängenden Fragen durfte ich immer wieder profitieren. Schliesslich verdankte ich Herrn Diplomingenieur Arnulf Neumeier (Riederau/Deutschland) wertvolle technische Hinweise. Für sämtliche Irrtümer trage ich alleine die Verantwortung.

Jürgen Graf, 21. Mai 1994


Anmerkungen

1) Als einziger namhafter Verfechter der orthodoxen Geschichtsschreibung geht Gerald Reitlinger von weniger als fünf Millionen jüdischen Opfern aus. Er schätzt ihre Zahl auf 4,194 bis 4,581 Millionen (Die Endlösung, Colloquium Verlag, 1983, S. 573).

2) Wolfgang Scheffler, Judenverfolgung im Dritten Reich, Colloquium Verlag, 1964,S.40.

3) Zitiert nach Hilberg, Die Vernichtung der europäischen Juden, Band 1, Fischer Taschenbuch Verlag, 1990 (Klappentext)-

4) Arthur Butz, The hoax of the twentieth century, Historical Review Press, 19a Madeira Place, Brighton/England, 1977, S. 10.

5) Nürnberger Dokument NG-2586.

6) Wilhelm Stäglich, Der Auschwitz-Mythos, Grabert, 1979, S. 39-65; Historische Tatsachen, Verlag für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung, Vlotho/Weser (Deutschland), Heft 45 (ohne Jahresangabe); Roland Bohlinger und Johannes P. Ney, Gutachten zur Frage der Echtheit des sogenannten Wannsee-Protokolls, Verlag für ganzheitliche Forschung und Kultur, 1994.

7) Zur Abstrusität der These von der «Tarnsprache» siehe Westphal u. a., Die ZEIT lügt!, Reiner und Heipke, 1992, S. 18/19.

8) Laut den Canadian Jewish News vom 30. Januar 1992 bezeichnete Prof. Yehuda Bauer von der Hebräischen Universität Jerusalem die These, auf der Wannsee-Konferenz sei die Ausrottung der Juden abgesprochen worden, als «silly story». Demnach hat die gesamte Historikerkaste jahrzehntelang eine «alberne Geschichte» nachgeplappert.

9) Léon Poliakov, Bréviaire de la Haine, Editions complexe, 1986, S. 12 4.

10) Poliakov, S. 208.

11) Poliakov, S. 224. Dass die Massenmorde in Belzec, Sobibor und Treblinka mit Dieselabgasen verübt wurden, bestätigt auch die Enzyklopädie des Holocaust (S. 1496) ausdrücklich.

12 ) Friedrich Paul Berg, The Diesel Gas Chambers. Myth within a myth, Journal of Historical Review, Post office box 2739, New Port Beach, CA 92659, USA, Vol. 5, No 1, Spring 1984, S. 15 ff. [dt. hier klicken]

13) Mit den Voraussetzungen, die zum Verbrennen von 800'000 Leichen unter freiem Himmel in Treblinka erforderlich gewesen wären, befasst sich Diplomingenieur Arnulf Neumeier (Riederau, Deutschland) in einer unveröffentlichten Studie, welche den Titel Die technisch notwendigen Voraussetzungen für den Fall Treblinka trägt. Man hätte dazu 160'000 Tonnen lufttrockenes Holz benötigt, eine Menge, die nie und nimmer kurzfristig zu beschaffen war. Nirgends in der Treblinka-Literatur wird von der Besorgung derart riesiger Holzmengen berichtet. Die 800'000 verbrannten Leichen hätten zusammen mit der Holzasche ein Gewicht von 2'372 Tonnen aufgewiesen. Die Beseitigung dieser Aschenmenge, in der sich noch die Knochenreste der Verbrannten befunden hätten, wäre unter keinen Umständen durch deren Vermengung mit dem Erdaushub der anfängling zur Bestattung der Leichen ausgehobenen Gruben möglich gewesen, wie in den Zeugenaussagen berichtet wird.

14) Kogon/Langbein/Rückerl (Hg): Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas, Fischer Taschenbuch Verlag, 1989.

15) Adalbert Rückerl, NS-Vernichtungslager im Spiegel deutscher Strafprozesse, dtv, 1977.

16) Jean-Claude Pressac, Auschwitz. Technique and operation of the gas chambers, Beate Klarsfeld Foundation, 515 Madison-Avenue, New York, 1989, im Buchhandel nicht erhältlich.

17) Georges Wellers, Les chambres à gaz ont existé, Collection Témoins, Gallimard, 1981.

18) Fred Leuchter, An engineering report on the alleged execution gaz chambers at Auschwitz, Birkenau and Majdanek, Poland, Samisdat Publishers, Toronto, 1988. Eine gekürzte deutsche Übersetzung erschien im Heft 36 der Historischen Tatsachen. Wie etliche andere Nummern auch wurde das betreffende Heft im freiesten deutschen Staat der Geschichte verboten.

19) Germar Rudolf, Gutachten über die Bildung und Nachweisbarkeit von Cyanidverbindungen in den «Gaskammern» von Auschwitz, Cromwell Press, 27, Old Gloucester Street, London WC1N 3XX, 1993.

20) Josef Bailer, Der Leuchter-Bericht aus der Sicht eines Chemikers, in Amoklauf gegen die Wirklichkeit, Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes, Wipplingerstrasse 8, 1010 Wien/Österreich, 1991.

21) Wolfgang Benz (Hg), Dimension des Völkermords, R. Oldenbourg, 1991.

22) Walter Sanning, Die Auflösung, Grabert Verlag, 1983.

23) Unter «Gaskammern» verstehen wir in diesem Buch stets solche zur Tötung von Menschen. Ansonsten sprechen wir von «Entlausungskammern» oder «Entwesungskammern».

24) In seinem 1993 erschienenen Buch geht Pressac von rund 800'000 Auschwitz-Opfern aus, davon seien 630'000 bis 640'000 (fast durchwegs Juden) vergast worden. Eine ähnlich geringe Opferzahl nennt unter den orthodoxen, die Ausrottungs- und Gaskammerthese unterstützenden Autoren nur Reitlinger, der die Anzahl der in Auschwitz umgekommenen Menschen auf 850'000 bis 900'000 beziffert (Die Endlösung, S. 523/524). - Revisionistischen Schätzungen nach beläuft sich die Zahl der Auschwitz-Opfer auf etwa 150'000, von denen die allermeisten an Epidemien und Entkräftung gestorben seien.

25) Expressis verbis ist die «Leugnung» des Holocaust in Frankreich und Österreich verboten. - In Belgien wurde Ende 1993 ein antirevisionistisches Gesetz von einem parlamentarischen Ausschuss abgelehnt, und zwar u. a mit der Begründung, wenn es früher bereits ein derartiges Gesetz gegeben hätte, wären Menschen, welche die Sowjets für das Massaker von Katyn verantwortlich machten, bestraft worden. - In der Schweiz wurde ein «Antirassismusgesetz» mit einem verklausulierten antirevisionistischen Paragraphen 1992 vom Nationalrat und 1993 von Ständerat gutgeheissen. Nachdem dagegen erfolgreich das Referendum ergriffen wurde, ist das Gesetz zum Zeitpunkt, wo dieses Buch in den Druck geht, (noch?) nicht in Kraft-, es wird im September 1994 dem Volk zur Abstimmung unterbreitet werden.

26) Der Ausdruck stammt von dem Schweizer Zeitgeschichtsforscher Arthur Vogt.

27) Ernst Gauss, Vorlesungen über Zeitgeschichte, Grabert Verlag, 1993.

28) 1985 fand in Toronto der Revisionsprozess gegen den Deutschkanadier Ernst Zündel statt, der wegen der Verteilung von Richard Harwoods Broschüre Did six million really die? aufgrund eines englischen Gesetzes aus dem Jahre 1275 angeklagt worden war. Sowohl der erste Prozess als auch der 1988 abgehaltene Revisionsprozess endeten mit einer Verurteilung Zündels, doch sprach ihn der oberste Gerichtshof Kanadas im August 1992 frei. Beim zweiten Zündelprozess trat als drittletzter Experte der Verteidigung Fred Leuchter auf und unterbreitete dem Gericht sein Gutachten. - Über diesen Prozess gibt es zwei hervorragende Bücher: Robert Lenski, The Holocaust on trial, [online nur auf Deutsch]Reporter Press, Decatur, Alabama, USA, 1990, sowie das noch ausführlichere Didsix million really die? (benannt nach der Harwood-Broschüre, die den Anstoss zu den Zündel-Prozessen gab) von Barbara Kulaszka (Samisdat Publishers, Toronto, 1992).


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