Die Zahl der Juden in Europa ohne Sowjetunion vor und nach dem Kriege
Von den insgesamt 9,5 Millionen Juden Europas und der Sowjetunion (1931) lebten etwa 6,6 Millionen in Europa (nach Sanning S. 204/S. 243). "Europa" ist hier Begriff für alle europäischen Länder außerhalb der Vorkriegs-Grenzen der Sowjetunion, umfaßt also auch die Gebiete, die später im Kriege von der Sowjetunion annektiert wurden (Ostpolen, Estland, Lettland, Litauen [Baltikum], Nordbukowina, Bessarabien [Ostrumänien].
6,6 Millionen
ist Ausgangszahl für Europa bei der Berechnung der jüdischen Überlebens- und Verlustzahlen der Kriegszeit.
Wieviele von den 6,6 Millionen waren in den 30er Jahren, vor dem Kriege und während des Krieges deutscher Herrschaft, wieviele sowjetischer Herrschaft unterstellt? Welche jüdischen Verluste "entfallen" auf den Teil Europas, der während des Krieges deutsch beherrscht war? (Albanien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Großdeutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Jugoslawien, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Polen ("Generalgouvernement"), Rumänien, Tschechoslowakei, Ungarn). Welche jüdischen Verluste "entfallen" auf die Sowjetunion, die sich im Kriege um die genannten Annexionsgebiete erweiterte? -
Um 1939 lebten etwa 335.000 Juden in europäischen Ländern, die im Kriege für deutsche Macht unerreichbar waren (England, Irland, Spanien, Portugal, Schweden, Schweiz, Gibraltar, Malta).
Aus europäischen Ländern, die später am Kriege beteiligt waren (hauptsächlich aus Polen, aus der Tschechoslowakei, aus Ungarn, Rumänien, Großdeutschland [Deutschland und Österreich]) wanderten seit Beginn der 30er Jahre zahlreiche Juden auf amtlichem Wege aus und zwar 1,1 Millionen bis 1939. (in westliche Länder und nach Palästina)
Große Gruppen europäischer Juden kamen während des Krieges durch Annexion in den Raum der Sowjetunion, wo sie zunächst alleiniger sowjetischer Verfügungsgewalt unterstanden, ab Kriegsbeginn Deutschlands mit der Sowjetunion am 22.6.1941 teilweise deutscher Verfügungsgewalt. In Ostpolen, jenseits der Molotow-Ribbentrop-Linie, "vereinnahmten" die Sowjets nach der Annexion Ostpolens am 17. September 1939 an 2 Millionen Juden, darunter (bis) 800.000 westpolnische Juden, die nach dem deutschen Einmarsch in Polen am 1.9.1939 aus Westpolen nach Ostpolen geflohen und dort - ab Frühjahr 1940 - durch massenhafte Deportationen in sibirische Arbeitslager ("Todeslager") schweren sowjetischen Maßnahmen ausgesetzt waren. Im Baltikum, Mitte 1940 annektiert, "übernahmen" die Sowjets 250.000 Juden, die ebenfalls teilweise nach Sibirien verschleppt wurden, in Ostrumänien, am 22.6.1940 annektiert, weitere 250.000 Juden:
Schematische Übersicht
335.000 = Juden europäischer Länder blieben während des Krieges außerhalb des deutschen Machtbereichs (England, Irland, Spanien, Portugal, Schweiz, Schweden, Malta, Gibraltar)
- 1939
1,1 Mill. = Juden aus später am Kriege beteiligten europäischen Ländern wanderten seit Beginn der 30er Jahre auf amtlichem Wege aus (hauptsächlich aus Polen, aus der Tschechoslowakei, aus Ungarn, Rumänien, Großdeutschland [Deutschland und Österreich] nach Palästina und in westliche Länder.)
davon = 412.000 deutsche Juden von 731.000 Juden insgesamt in Großdeutschland
- 1931 - 1939
(nach Sanning, S. 204/S. 230/S. 177/S. 302-Ziffer 35/36)
Auswanderung und Flucht setzten sich während des Krieges fort. Die genaue Zahl dieser Auswanderer und Flüchtlinge ist unbekannt.
(nach Sanning, S. 235)
2 Mill. = Juden (von insgesamt 2,6 Millionen polnischen Juden im Jahre 1939) kamen nach der Annexion Ostpolens durch die Sowjetunion am 17. September 1939 unter sowjetische Herrschaft.
davon = (bis) 800.000 Juden, die aus Westpolen nach Ostpolen geflüchtet waren - nach dem Einmarsch der Deutschen in Polen am 1.9.1939. Ab Frühjahr 1940 wurden diese (west-)polnischen Juden von den Sowjets massenhaft in sibirische Arbeitslager ("Todeslager") verschleppt.
(nach Sanning, S. 50/S. 37/S. 38)
225.000 = Juden der baltischen Staaten Estland, Lettland, Litauen kamen nach der Annexion durch die Sowjetunion (am 6.8.1940; am 5.8.1940; im Juni 1940) unter sowjetische Herrschaft. Auch die baltischen Juden wurden z.T. nach Sibirien verschleppt.
(nach Sanning, S. 50)
225.000 = Juden der Nordbukowina und Bessarabiens (Ostrumänien) kamen nach der Annexion durch die Sowjetunion (am 26.6.1940) unter sowjetische Herrschaft.
(nach Sanning, S. 50)
Zusammengezählt sind dies 3,9 Millionen jüdische Personen, die während des Krieges teils von der deutschen Macht in Europa getrennt waren, teils durch sowjetische Annexion aus Europa "herausfielen". Die Juden in Ostpolen, im Baltikum, in Ostrumänien sind im Kapitel "Sowjetunion" zu beobachten (Kap. III).
Nach Vergleich mit der Anzahl der Juden Anfang der 30er Jahre ("Ausgangszahl" 6,6 Millionen für ganz Europa) reduziert sich die Zahl derjenigen Juden, die in Europa bzw. im deutsch besetzten Teil Europas überhaupt für deutsche Macht "greifbar" waren, auf 2,7 Millionen. Von diesen überlebten nach Sanning bis Kriegsende 2,4 Millionen (nach Sanning, S. 231/S. 234/S. 242).
Daraus folgt, daß in Europa (ohne erweiterte Sowjetunion) am Ende des Krieges 300.000 jüdische Personen infolge deutscher Einwirkung als Tote oder Verschollene zu zählen sind. Laut Sanning waren es in Europa "etwas über 300.000" jüdische Opfer (nach Sanning, S. 267), also einige Hunderttausend.
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