Die Macht der Presse

Nach Lenins Auffassung ist eine Erziehung immer nur dann notwendig, wenn man zu Irrealismen, Idealismen, Religionen insbesondere erziehen will. Dann muß man sie durch ständige Wiederholungen von Glaubensbekenntnissen und Gebeten so sehr in Fleisch und Blut eingehen lassen, daß sie sich einer vernünftigen Kritik widersetzen. Die einzig wahre Wissenschaft des Materialismus aber muß man nicht anerziehen, sondern lehren. Allein aus der Kenntnis der naturgesetzlichen Zusammenhänge von Ursache und Wirkung ergibt sich jene kritische Vernunft, die zu einem der wahren Natur angepaßten Verhalten zwingt.

So ist denn auch den Lehrern, einst zugleich mit entsprechenden Vollmachten ausgestattete Erzieher, diese Kompetenz abgesprochen, und sie sind zu reinen Wissensvermittlern degradiert worden.

Die Autoren der Protokolle haben aber damals bereits gewußt, daß diese Wissenschaft falsch ist, daß sie ihr diese materialistische Richtung verliehen haben, um die Gojim auf eine Spur zu setzen, auf der sie vergeblich nach der Wahrheit, nach den wirklichen Zusammenhängen des Seins und Geschehens, suchen werden. Allein der Umfang des von mehreren tausend verschiedener Wissenschaftsdisziplinen erarbeiteten Wissens ist derart unübersichtlich und verwirrend, daß kein Physiker mehr die Physik und kein Chemiker mehr die Chemie kennt. Während noch vor hundert Jahren die meisten lehrenden Wissenschaftler mehrere Disziplinen beherrschten, haben wir heute nur noch Spezialisten, deren winzige Mosaiksteinchen

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ein Puzzle voller Unstimmigkeiten, Widersprüche und weißer Flek-ken ergeben.

Die Autoren der Protokolle, welche sich dafür verantwortlich erklären, die autoritären Ordnungssysteme mit den »unsinnigen« Parolen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zerstört, alle Macht dem Volke übertragen und diese Macht in demokratischen Systemen neu verteilt und organisiert zu haben, reden den Bürgern ein, daß sie mündig seien, daß sie eine eigene, von der Vernunft geleitete Meinung hätten, daß ebenso, wie vier Augen mehr sehen als zwei, auch zwei Gehirne mehr und besser denken können als nur eines, daß eben die Summe des Denkbaren ein Optimum an Richtigkeit und Wahrheit ergeben würde.

Dabei waren es gerade die Juden, verbunden mit den Namen Freud und Adler, welche das Wesen der Psyche als ein Etwas erkannt haben, was nicht nur über die Vernunft herrscht, sondern auch in die Kausalkette von Ursache und Wirkung ein wichtiges Moment einbringt, welches diese Kausalität völlig aufzuheben vermag. Des Menschen Tun und Lassen, sein Wollen und Denken werden vorrangig diktiert aus einer unterschwellig geprägten Gefühlswelt, während seine so hochgelobte kritische Vernunft nur dazu dient, sein emotionales Engagement zu rechtfertigen. Da dieses Gefühlsmoment aus der unterbewußten Prägung gespeist wird, entzieht es sich unserem Bewußtsein, so daß wir bei unserer Meinungsbildung davon überzeugt sind, sie sei das Resultat einer ebenso sachlichen wie kritischen Vernunft.

Von dieser wahren Kenntnis der menschlichen Natur hat der wissenschaftliche Materialismus (»dem wir diese Richtung verliehen haben«) abgelenkt. Doch alles, was wir von der Natur wissen, wissen wir von diesen Menschen, deren Denken und damit deren Wollen und Wissen in jeder beliebigen Weise lenkbar, beeinflußbar und manipulierbar ist. Der ganze Tenor der intelligenten und prophetischen Protokolle beruht auf eben diesen Kenntnissen von dem wahren Leben, zu wissen, daß der Mensch sich jedem anderen

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beliebigen System genauso unterordnet, wie er sich einst dem Adel untergeordnet hat.

Es ist nicht das sachliche, gar mit wissenschaftlicher Akribie untermauerte Argument, welches überzeugt, sondern die effektvolle Rhetorik, das an die Emotionen Appellierende, das leicht Verständliche; denn der Mensch kann nur einverstanden sein mit dem, was er auch versteht. Dieses in Schlagworten und Parolen zu vereinfachen und laufend zu wiederholen und wiederholen zu lassen ist weitaus einprägsamer und wirksamer als eine komplizierte Dissertation.

Das neue Instrument der Erziehung, Bildung, Information, der Auflösung alter und der Schaffung neuer Werte, der kritischen Aufklärung, der Aufdeckung von Gefahren und Skandalen, der Schaffung neuer Vorbilder und Reize, der Aufwertung des Fremden, des Andersartigen, der Appelle an das Mitleid für die geistig Behinderten, irgendwo im fernen Afrika hungernde Kinder oder das traurige Los der bestraften Kriminellen, das war die ungezügelte Meinungsäußerung der freien Presse, inzwischen verstärkt durch den Rundfunk und das Fernsehen.

»Welche Rolle spielt die Presse?« lautet die Frage im l. Absatz des Kapitels XII der Protokolle, und die Antwort heißt:

Sie dient zur Aufreizung und Entflammung der Volksleidenschaften, die wir für unsere Zwecke brauchen. Sie ist oft schal, ungerecht, verlogen, und der größte Teil der Bevölkerung hat nicht die geringste Ahnung, wem die Presse dient.

Auf die Aufreizung und Entflammung der Seele kommt es an, auf Appelle also, welche die Emotionen bewegen. Das Volk, gewohnt, dem gedruckten Wort zu vertrauen, kann die Absicht der Verführung nicht erkennen, zumal ja nicht irgendeine unter vielen anderen ihr Unwesen treibt, sondern alles von einer übergeordneten Institution gespeist wird. Da heißt es nämlich im gleichen Absatz:

Keine einzige Ankündigung wird ohne unsere Kontrolle in die Öffentlichkeit gelangen. Das wird auch jetzt schon erreicht, insofern,

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als die Nachrichten aus aller Welt in wenigen Agenturen zusammenlaufen. Diese Agenturen werden von uns bereits beherrscht und lassen nur das in die Öffentlichkeit gelangen, was wir gutheißen.

Ist es richtig, daß schon damals, 1897, alle Nachrichtenagenturen der Welt in den Händen der politischen Zionisten gewesen sind? Man sollte dabei nicht das Heer der Freimaurer vergessen, von denen die Protokolle wiederholt behaupten, sie seien ihre Agenten, ihre Geheimorganisation, welche es den Weisen erlaubte, bei der Durchsetzung ihrer taktischen Pläne selbst im Hintergrund zu bleiben. Doch neben der Kontrolle der Nachrichten hatte diese Organisation noch einen anderen Nebeneffekt, den die Protokolle im Anschluß an das zuvor Gesagte betonen:

Wenn wir es jetzt schon ermöglicht haben, die Gedankenwelt der Nichtjuden so zu beherrschen, daß sie alle ahnungslos die Ereignisse der Welt durch die gefärbte Brille sehen, die wir ihnen aufgesetzt haben; wenn es schon jetzt keinen Staat mehr gibt, in dem die Dummheit der Gojim uns nicht alle Staatsgeheimnisse offenbart; was wird denn unsere Lage sein, wenn wir die anerkannten Oberherren der Welt sind und unser König aller Welt gebietet!

Alle Staaten gaben und geben gewiß nicht ihre Geheimnisse den Nachrichtenagenturen preis. Insofern mögen die Autoren der Protokolle weit übertrieben haben, vielleicht, um eine euphorische Stimmung für ihr strategisches Weltherrschaftsprogramm zu erzeugen, welches damals vorwiegend noch eine Absicht war. Doch auch hier sollte bedacht werden, daß die Freimaurer damals schon in den höchsten Stellen der Regierungen zu finden waren und den hehren Zielen dieser humanistischen Internationale zu dienen hatten. Wenn aber die Protokolle in den zwanziger Jahren Weltbestseller gewesen sind, ob echt oder gefälscht, so hätten verantwortungsbewußte Politiker zumindest überprüfen müssen, ob es stimmt und auf welchen undichten Wegen ihre Geheimnisse in die Hände dieser internationalen Organisation gelangen. Möglicherweise aber waren

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damals schon die Regierungen so sehr durchsetzt, daß die Weisen ihrer Sache sicher waren und einer Gegenwehr kein Erfolg mehr beschieden war. In den Absätzen 3 und 4 des Kapitels V der Protokolle wird ausführlicher über Sinn, Zweck und Ziel der öffentlichen Meinungsbildung gesprochen:

3. Der Hauptgrundsatz unserer Regierung besteht darin: die öffentliche Meinung durch Kritizismus zu schwächen, sie von ernsten Überlegungen wegzuführen, die darauf berechnet sein könnten, Widerstand zu wecken; ihren Geisteskampf abzulenken zu einem scheinbaren Kampf der bloßen Worte.

4. Zu allen Zeiten haben die Völker der Welt, ebenso wie die einzelnen, Worte für Taten genommen, sie sind mit einem Schauspiel zufrieden und passen selten auf, ob in der öffentlichen Arena den Versprechungen immer die Taten folgen. Darum werden wir Schauspiele veranstalten, welche beredte Beweise vom Nutzen des Fortschritts geben werden.

Den Geisteskampf abzulenken zu einem scheinbaren Kampf der bloßen Worte macht längst das Wesentliche unserer politischen Auseinandersetzung aus. »Man muß darüber reden«, ist die banale Motivation dafür, daß endlose, größtenteils öffentliche Debatten, Redeschlachten und Diskussionen abgehalten werden, in denen die Politiker in unwesentliche Details abgleiten, sich gegenseitige Vorhaltungen machen, gegen Windmühlen kämpfen und somit Scheingefechte führen, welche nicht Politik machen, sondern diese verhindern. Die debattierenden Gegner sind von vornherein nicht geneigt, sich die Argumente der Gegner, ob diese logisch, vernünftig sind oder nicht, zueigen zu machen, sondern diese zu widerlegen. Es sind Schauspiele.

Da wird im 4. Absatz vom Nutzen des Fortschritts gesprochen und schon an anderer Stelle erwähnt, daß das Volk von dem Fortschrittsdenken abgelenkt werden soll. Wie oft hat man im kommunistischen Ostblock - kaum weniger im Westen - von

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diesem Fortschritt als dem wesentlichen Ziel unserer gesellschaftspolitischen Aufgabe gesprochen. Ganz offen ist damit jener technische Fortschritt angesprochen, der das Leben einfacher, bequemer machen, insgesamt die Lebensqualität verbessern soll, wobei man unter dieser Qualität ausschließlich den materiellen oder materialistischen Aspekt versteht, weil in beiden Lagern das wahre Glück nur ein materielles Glück sein kann. Außerdem ist es die Auffassung des wissenschaftlichen Materialismus, daß die gesamte Ontogenese, die Entwicklung der Welt und unserer Erde, aus einem wüsten toten Dasein sich dank innerer Gesetzmäßigkeiten bis zu unserer heutigen Natur und Kultur hochentwickelt habe. Dieses Fortschrittstreben der Natur sei daher auch unsere wahre Aufgabe. Die Weisen jedoch wissen es besser. Sie propagieren und bestärkten das Fortschrittsideal, auf daß sich die Völker darin erschöpfen mögen, während sie, die Weisen, das viel wichtigere Geschäft der langfristigen Politik betreiben. Doch darüber hinaus heißt es im gleichen Absatz:

Wir werden den liberalen Ton aller Parteien, aller Richtungen annehmen und diesem Liberalismus durch Redner eine Stimme verleihen, die soviel reden werden, daß sie die Geduld der Hörer erschöpfen und schließlich einen Abscheu vor dem Reden hervorrufen.

Um die öffentliche Meinung in unsere Hand zu bekommen, müssen wir sie in einen Zustand der Verwilderung bringen, indem wir von allen Seiten so vielen verschiedenen Meinungen Ausdruck verleihen und eine so lange Zeit hindurch, daß die Gojim in dem Labyrinth den Kopf verlieren und zu der Einsicht kommen, daß es das beste sei, überhaupt keine Meinung irgendwelcher Art in politischen Dingen zu haben, die die Öffentlichkeit doch nicht verstehen kann, da sie nur von denen verstanden wird, die diese Öffentlichkeit leiten. Das ist das erste Geheimnis.

Man erinnere sich daran, daß den Diktaturen vornehmlich vorgeworfen wird, sie würde die Presse- und Meinungsfreiheit unterdrük-

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ken und damit weder öffentliche Kritik noch gar Opposition zulassen. Wiederholen wir dazu die naturphilosophische Erkenntnis der bereits erwähnten Arbeit über die Irrlehren des wissenschaftlichen Materialismus, wonach es das Wahre, das Richtige und das Gerechte an sich gar nicht gebe, sondern daß immer nur das wahr, richtig und gerecht sei, wovon wir als wahr, richtig und gerecht überzeugt seien. Was die Autoren der Protokolle, denen wir die Kenntnis dieser Tatsache unterstellen, mit ihrem »ersten Geheimnis« bezwecken, ist die Verhinderung irgendeiner Überzeugung durch die Liberalisierung der Presse und die Herausforderung einer verwirrenden Meinungsvielfalt, die schließlich das Interesse an der Politik völlig erlahmen läßt, indem man das öffentliche Engagement auf völlig unwesentliche Einzelheiten lenkt, welche mit der eigentlichen Politik nichts zu tun haben.

Noch eines aber ist eine wesentliche Folge hiervon: Das gesellschaftsgebundene Wesen Mensch ist abhängig von einer Führung, einer Orientierung, die ihm den Sinn und Zweck seines Daseins weist, die ihm Aufgaben stellt, Ziele vorgibt und Verantwortung überträgt. Wo immer er nun glaubt, einen Sinn oder eine Aufgabe gefunden zu haben, beweist ihm eine der vielen Meinungen, daß dieses falsch und etwas anderes richtig sei. Der Mensch wird orientierungslos, und das ist das Schlimmste, was ihm passieren kann, verloren in einer Wüste der Meinungsvielfalt.

Wenn wir schon seit Jahrzehnten das Wort Streß im Munde führen und damit eine physische Belastung im Beruf, Straßenverkehr, Lärm, durch Umweltverschmutzung und durch Familienprobleme meinen, welche jene Vielzahl von Streßkrankheiten hervorrufen, die wir angeblich nur durch noch mehr Urlaub, Freizeit und gesicherten Wohlstand verhindern können, so ist dieses eine völlige Fehleinschätzung der Ursachen. Man erinnere sich an die unbeschreiblichen physischen Belastungen, die man der Zeit des Dritten Reichs und des Zweiten Weltkrieges zuschreibt! Ohne diese Vielzahl der physischen Belastungen im einzelnen aufzuführen, läßt sich sagen,

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daß wir hingegen heute uns geradezu in einem Streßerholungsheim befinden. Doch damals waren die Streßkrankheiten recht selten; einige der häufigsten, Zucker beispielsweise, kannte man kaum. Selbst bei den härtesten Belastungen sowohl an der Front als auch im Bombenkrieg wußte man um die Gefahr und war gezwungen, sich davor zu schützen. Es gab keine Verhaltensunsicherheit und keine Führungslosigkeit. Auch in der ersten Nachkriegsperiode, als Trümmer und Ruinen die Aufgabe des Wiederaufbaus stellten und die Menschen in einer entbehrungsreichen Zeit abermals zu übermenschlichen Leistungen herausforderten, waren sie, die Abgemagerten, Erschöpften und Ausgemergelten kraftvoll und gesund.

Erst als diese Aufgabe im wesentlichen bewältigt war, der Wohlstand einsetzte, das neue Ideal der Freiheit als das einzig Wahre und Erstrebenswerte propagiert wurde, als den Bürgern bewußt gemacht wurde, daß sie durch ihr Mitwirken und durch die Wahlen die eigentlichen Träger der künftigen Politik seien, während gleichzeitig eine liberale Meinungsvielfalt sich laufend darin widersprach, was denn die richtige Politik sei, da entstanden jene Führungslosigkeit und Verhaltensunsicherheit als die wahren Ursachen der Streßkrankheiten. Damit noch nicht genug. Der überragende Geist der Weisen begnügt sich nicht mit halber Arbeit, sondern hat alles gründlich geplant:

Das zweite Geheimnis, das wir für den Erfolg unserer Regierung gebrauchen, ist das folgende: Nationale Schwäche, Neigungen, Leidenschaften, Parteiziele in einem solchen Ausmaß zu vervielfachen, daß es für niemanden mehr möglich sein wird, sich in dem entstehenden Chaos zurecht zu finden, so daß sich schließlich das Volk untereinander nicht mehr versteht. Diese Maßnahme wird uns noch in anderer Weise nützen, nämlich: Zwietracht in allen Parteien zu säen, alle Kräfte mattzusetzen, die sich uns nicht unterwerfen wollen, und jede Art persönlicher Unternehmungslust zu entmutigen, die in irgendeiner Weise unserer Sache hinderlich sein könnte... Mit all diesen Mitteln werden wir die Gojim so erschöpfen, daß sie

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schließlich gezwungen sind, uns internationale Gewalt anzubieten, und zwar so, daß ihr Besitz uns in den Stand setzt, ohne irgendeine Gewaltanwendung nach und nach alle Staatsgewalten der Welt aufzusaugen und eine Oberregierung zu bilden.

Und da ist ein sehr entscheidender Nachsatz, der uns stutzig machen muß:

An die Stelle der heutigen Regierungen werden wir einen Diktator setzen.

Dieses Programm, wann und von wem es auch immer entworfen worden sein möge, wurde 1903 erstmals in Rußland veröffentlicht und hat die russische Revolution nicht verhindert. So gewaltfrei, wie es die Autoren geplant haben mögen, hat es sich nicht durchgesetzt. Auch das deutsche Kaiserreich mußte gewaltsam zerstört werden. Erst hiernach, 1919, wurden die Protokolle in Deutschland bekannt und haben dennoch nicht jenen demokratischen Exzeß der Weimarer Republik verhindert. Auch die Regierung Hitlers, welche, wie wir noch sehen werden, genau jenes diktatorische Programm durchführte, das die Weisen für ihre Weltherrschaft vorgesehen haben, mußte erst gewaltsam vernichtet werden.

Wenn die Protokolle echt sind, waren sie ganz gewiß nicht für die Öffentlichkeit bestimmt; daß sie dennoch bekannt wurden, mag die Entwicklung verlangsamt haben, verhindert wurde sie nicht. Das mag die Konsequenz eines überlegenen Geistes beweisen, der dieses geplant hat.

Es ist aber bekannt, daß gerade in der Judenschaft selbst die aus den Protokollen hervorgehenden Methoden einer kleinen Clique, für ein »auserwähltes Volk« die Weltherrschaft zu erstreben, auf besonders heftigen Widerstand gestoßen sind.

So schrieb Prof. Dr. Dommergue de Menasce in einem offenen Brief an die frühere französische Präsidentin des Europäischen Parlamentes, Simone Veil, einst Auschwitzhäftling, erst vor wenigen Jahren:

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Eine spekulative, agnostisch-atheistische Sekte ist einbezüglich einer schlaffen Mitschuld aller anderen Menschen im Begriff, die Menschheit und unseren Planeten zu vernichten... Kampf gegen eine aus der Absonderung heraus agierende geisttötende Sekte, deren intellektuelle Hypertrophie einen wahrhaft hominiziden und selbstmörderischen Geist pflegt.

War dieses eine ehrliche Meinung, eine Warnung gar? Man ist verwirrt ob der verwirrenden Vielfalt von Meinungen. Man weiß -aus den Protokollen -, daß die Weisen absichtlich eine Opposition gegen sich selbst züchten, einen Antisemitismus gar; doch auch dieses hat Methode, nämlich die, von den eigentlichen Managern der Weltherrschaft abzulenken oder gar Argumente zu sammeln, um eine Anklage oder auch nur einen Verdacht als unberechtigt und unbegründet zerstreuen zu können.

Man kann ein Ziel nicht besser vorbereiten, als dieses selbst in Frage zu stellen.

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