Verbot der Freimaurer

Für Hitler waren Juden, Freimaurer und Bolschewisten allein wegen ihrer Internationalität die natürlichen Feinde eines Nationalstaates. Also war es, wie auch aus Mein Kampf hervorgeht, zu erwarten, daß er die Freimaurerei und die Kommunistische Partei verbieten und den Einfluß der Juden verhindern würde.

Daß aber auch die Weisen selbst die seit dem 15. Jahrhundert bestehende Freimaurerei als wesentliches Instrument zur Vorbereitung der Weltherrschaft nach getaner Arbeit verbieten würden, überrascht. Doch im Kapitel XV heißt es im l. Absatz:

Wenn wir dann endgültig unser Königreich errichtet haben..., werden wir ohne Gnade alles niederschlagen, was die Waffen ergreift, um sich der Aufrichtung unserer Herrschaft zu widersetzen. Jede neue Gründung einer geheimen Gesellschaft wird mit dem Tode bestraft werden. Die bereits bestehenden sind uns bekannt, dienen uns und haben uns gedient. Wir werden sie auflösen und ihre Mitglieder nach weit entfernten Ländern verbannen. In dieser Weise werden wir mit allen nichtjüdischen Freimaurern verfahren, die zu viel wissen; und jene, die wir aus irgendeinem Grunde verschonen, werden wir in beständiger Furcht vor der Verbannung halten. Wir werden ein Gesetz erlassen, das alle früheren Mitglieder geheimer Gesellschaften mit der Verbannung aus Europa, als dem Mittelpunkt unserer Herrschaft, bedroht.

Hat nicht auch Hitler die Verbannung aller Juden aus Europa angestrebt? Der Unterschied besteht darin, daß Hitler die Juden

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schon immer als die Hauptfeinde einer nationalstaatlichen Ordnung betrachtet hat, wahrend die Weisen die Freimaurer als ihre wesentlichste Geheimorganisation zur Vorbereitung ihrer Macht nicht nur auflosen, sondern auch noch bestrafen wollen, nachdem sie ihre Aufgabe erfüllt haben Man muß dazu wissen, mit welcher Verachtung die Weisen jene Personen belegen, die sie als Werkzeug benutzt haben Lesen wir dazu, was m Absatz 2 desselben Kapitels XV steht

Wir werden in allen Landern der Welt freimaurerische Logen grün den und vermehren und m ihnen alle Persönlichkeiten anlocken, die m der Öffentlichkeit hervorragen können oder es schon tun Denn diese Logen werden unser hauptsachlichstes Auskunftsbüro und Einflußmittel sein Wir werden alle diese Logen unter unsere Zentralverwaltung bringen die wir allein kennen und die den anderen gänzlich unbekant ist, nämlich die Oberleitung durch unsere gelehrtesten Altesten Sie werden sich aus allen Gesellschaftsschichten zusammensetzen Die geheimsten politischen Plane werden uns bekannt sein Unter den Gliedern werden sich fast alle Polizeispitzel der nationalen und internationalen Politik befinden Am liebsten treten geistige Arbeiter in die Logen ein Sie sind zwar ganz intelligent, aber wir können doch ohne Schwierigkeiten mit ihnen verfahren Die Gojim, ohne Kenntnis der Beweggrunde, sehen nicht einmal die nachsthegenden Folgen Sie begnügen sich gewöhnlich mit der augenblicklichen Anerkennung ihrer Selbstschatzung bei der Ausführung ihrer Gedanken und merken nicht einmal, daß sie nicht von ihren eigenen Gedanken, sondern von unseren Einflüsterungen geleitet werden Sie können sich nicht vorstellen, bis zu welchem Grade der unbewußten Naivität auch die klügsten Gojim gebracht werden können in bezug auf die hohe Meinung von sich selbst , wie sie andererseits zu sklavischer Unterwerfung herabgedruckt werden können, wenn ihnen neue Erfolge in Aussicht stehen so sehr, wie die Unseren den Erfolg verachten, wenn sie nur ihre Plane durchfuh ren können, so sehr sind die Gojim gewillt, einen Plan gutzuheißen, wenn sie nur für ihre Person Erfolg dadurch haben Diese Tiger von Gestalt haben die Seele von Schafen

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Wenn wir die Gojim zu dieser Hohe stupider Blindheit bringen konnten, so ist das ein schlagender Beweis für den Grad, in dem der Verstand der Gojim im Vergleich mit dem unseren in der Entwicklung zurückgeblieben ist

Immer wieder sollte man sich daran erinnern, daß die Protokolle nach dem Ersten Weltkrieg Weltbestseller waren und folglich auch von den Freimaurern zur Kenntnis genommen sind Sie haben also erfahren, was ihnen bevorstand, wenn jene Weltherrschaft, für die sie eine wesentliche Vorarbeit geleistet haben, eines Tages kommen wird Doch die Freimaurerei wuchs weiter

Das mag an einen Drogenkonsum erinnern Jedem ist bekannt, welche verheerenden Folgen diese Leidenschaft für Korper und Seele hat, aber trotzdem verbreitet sich der Konsum immer mehr Haben die Gojim tatsächlich die Seele von Schafen, die eines augenblicklichen Vorteils willen soviel riskieren"? Wie sicher waren sich die Weisen, daß selbst die Offenbarung des künftigen Schicksals der Freimaurer diese nicht davon abhalten wurde, ihre Mitgliedschaft aufzugeben

Hitler hat also die Freimaurerei verboten, kein Freimaurer konnte Parteigenosse werden, nicht zuletzt deswegen, weil diese an ihre Eide selbst dann noch gebunden waren, wenn sie aus ihren Logen ausgetreten sind

Aber hier - wie auch bei der Judenverfolgung - hat Hitler Ausnahmen zugelassen, wissentlich vielleicht oder aber auch aus Unkenntnis Hjalmar Schacht war Freimaurer, doch seine weitgehenden Verbindungen zur internationalen Hochfinanz waren für Hitler nützlich Schacht gehorte zu den wenigen, die m Nürnberg freigesprochen wurden Da existierte - weitgehend unbekannt -Hitlers persönlicher Astrologe namens Berger Auch ihm wird nachgesagt, daß er Freimaurer gewesen sei Er soll Hitler eingeflüstert haben, die Panzerdivisionen vor Dunkirchen abzudrehen und die Englander entkommen zu lassen Gerüchte besagen, daß er ihm die Invasion nach England ausgeredet habe

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1938 führte Berger Hitlers späteren Leibarzt, Dr. Morell, ein, ebenfalls ein Freimaurer, dem nachgesagt wird, daß seine Spritzen für den allmählichen Verfall Hitlers verantwortlich gewesen seien.

Da existierte eine russische Geheimorganisationen namens »Provokazija«, die gute Verbindungen zur Londoner Großloge besaß. Gerüchte besagen, daß Martin Bormann als Freikorpskämpfer in russische Gefangenschaft geraten und dort für die Interessen der Provokazija eingespannt worden sei. Es muß nicht stimmen, aber einige Erscheinungen sind recht eigenartig. Auch der Altparteigenosse Dr. Leibbrandt, in Odessa geboren, saß im Amt Rosenberg und war verantwortlich für die politische Verwaltung besetzter russischer Gebiete. Er instruierte die sogenannten »Goldfasanen« beispielsweise in dem Sinne, daß die Russen gewöhnt seien, nur unter der Knute zu arbeiten, wohl wissend, daß das Peitschen bitterste Feindschaften hervorrief.

Da waren die nationalrussischen Generale Biskupski, Kutjepow, Müller, Kreiter und andere, die in einer gegen das Stalinregime gerichteten Geheimorganisation arbeiteten. Am 15. Juli 1941 wurde Biskupski bei Hitler vorstellig, um ihm zu versichern, daß mindestens 5 Millionen russische Soldaten bereit seien, mit Deutschland gegen das Stalinregime zu kämpfen. Die Gruppe um Leibbrandt, offensichtlich protegiert von Martin Bormann, zu der auch der SS-Obergruppenführer Schellenberg gehört haben soll, ließ Biskupski in ein KZ sperren. Da tanzte unerwartet der Sowjetgesandte in Paris, Suritz, der dem Ostjudentum entstammte, aus der Reihe und sorgte durch ein Fernschreiben an Hitler für die Freilassung Biskupskis. 1944 kam dieser erneut ins KZ und starb dort 1945.

Martin Bormann war bei Kriegsende mit der Gruppe Mohnke aus dem Führerbunker in Berlin ausgebrochen. Augenzeugen berichten, daß er diese Gruppe verlassen habe, einen anderen Weg einschlug und dabei gefallen ist. Es kann nicht ausgeschlossen werden, daß er zu den Russen überlaufen wollte. Auffallend ist, daß die hier genannten Mitglieder von den Nürnberger Prozessen weitgehend

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verschont blieben, während viel niedrigere Chargen mit dem Tode bestraft wurden. Dr. Leibbrandt, der für die Leiden der westrussischen Bevölkerung verantwortlich gemacht werden konnte, wurde nur sehr unwesentlich bestraft.5a

Hitler, der glaubte, mit dem Verbot der Freimaurerei und der Deportation der Juden die Internationalisten unschädlich gemacht zu haben, war ihnen nicht nur erlegen, sondern - wie wir noch sehen werden - gar deren Instrument.

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