Rückblick in die Zukunft

Für die Zukunft wird uns eine »neue Weltordnung« verheißen. Im Zusammenhang mit dem Golfkrieg gegen Irak wurde sowohl vom US-Präsidenten George Bush als auch vom Außenminister Baker betont, daß es nicht nur gegen den Aggressor Haddam Hussein ginge, sondern zugleich um die neue Weltordnung.

Wie diese neue Weltordnung aussehen soll, hat uns noch niemand erklärt. Vordergründig scheint die Abschaffung der Kriege auf dem Programm zu stehen. Es lohnt sich, bei diesem Gedanken einen Augenblick zu verweilen: Die Kriege der geschichtlichen Neuzeit vollzogen sich auf den Schlachtfeldern, abseits von Städten und der Zivilbevölkerung. War eines der streitenden Heere besiegt, war der Krieg beendet. Der Sieger hatte sein - begrenztes - politisches Ziel mit kriegerischen Mitteln durchgesetzt. Doch mit dem Versailler Vertrag als Ende des Ersten Weltkrieges wurde der Unterlegene wie ein Verbrecher behandelt und bestraft. Mit dem Zweiten Weltkrieg begann einerseits durch Beschluß des britischen Unterhauses vom 11. Mai 1940, den Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung zu führen, und andererseits durch Stalins Aufruf zum bedingungslosen Partisanenkrieg im Juli 1941, der europaweit von kommunistischen Verbänden befolgt wurde, die Entartung des Krieges, ein Rückfall in mittelalterliche Barbarei und Grausamkeit, die sich vornehmlich da auswirkte, wo Amerika entweder als selbsternannter Weltpolizist oder in eigener Sache an diesen Kriegen beteiligt war. Ein besonders schlimmes Beispiel war der letzte Golfkrieg gegen den Irak.

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Nachdem wir die langfristig angelegten weltpolitischen Planungen aus den Protokollen der Weisen von Zion kennen, darf auch hier die Frage gestellt werden, ob man nicht ganz bewußt die Kriege entarten ließ, um in der geplanten neuen Weltordnung das sehnlichste Ziel der Menschheit, ein Leben ohne Krieg, erfüllen zu können? Die Erziehung zu einer Mitleidsgesellschaft, zum Pazifismus, zur Wehrdienstverweigerung oder gar die Aufrufe zum Desertieren bestätigen diesen Trend.

Nach Kenntnis der beiden Protokolle sollte man sich abgewöhnen zu glauben, daß die jeweilige aktuelle Entwicklung eine Zeiterscheinung sei. Die Zeit ist kein Faktor, der etwas bewirkt, sondern nichts anderes als eine Maßeinheit wie ein Meter oder ein Kilogramm. Es sind Menschen, welche die Entwicklung lenken, Menschen, die dazu die Macht, das Kapital und die Massenmedien besitzen. Wer über diese Macht im Überfluß verfügt, der will noch mehr, immer mehr, bis zur Weltherrschaft.

Neben der Entwicklung zur »neuen Weltordnung« läuft parallel hierzu eine zu einem weiteren Idealziel: Der »Einen-Welt«. Dieser Gedanke begegnete uns, wenn auch unter einer anderen Bezeichnung, bereits in den Protokollen der Weisen von Zion. Im Spätherbst 1940 erschien in den USA ein Buch mit dem Titel The City of Man, für das 17 Personen - darunter auch Thomas Mann - als Herausgeber zeichneten. In dieser »Stadt des Menschen« wurde bereits die Eine-Welt-Regierung, also die Weltherrschaft, verherrlicht.

Der Großbankier James Warburg sagte am 17. Februar 1950 vor dem US-Senat: »Wir werden eine Weltregierung haben, ob es uns gefällt oder nicht. Die einzige Frage ist, ob die Weltregierung durch Eroberung oder Einwilligung erreicht wird.« (Des Griff in, Wer regiert die Welt?, S. 220)

Der Gedanke ist nicht neu. Bereits nach dem Ersten Weltkrieg tauchte er als ein erster konkreter Versuch in Form des Völkerbundes auf. Diese Idee stammte von Rockefeller, dessen »Marionette«, der seinerzeitige Präsident Wilson, sie durchzusetzen hatte. Das war ein

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zu voreiliger Versuch. Die Welt war noch nicht reif. Amerika trat aus dem Völkerbund aus, um sich mit dessen Versagen nicht identifizieren zu müssen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte dieser Gedanke mit den »Vereinten Nationen« wieder auf und verästelte sich sogleich in eine Vielzahl von UN- und Weltorganisationen. The »Canadian Intelli-gence Service« vom Mai 1952 zitierte nach Denis Fahey Namen führender Männer dieser Organisationen, die zu 60% von Juden besetzt waren. Bedenkt man, daß der Anteil der jüdischen Bevölkerung nur 0,3% betrug, wird erkennbar, wer sich schon rechtzeitig an die Spitze der künftigen Ministerien der Eine-Welt-Regierung setzen wird.

Die Probleme unserer Zeit sind ja tatsächlich so vielfältig, so groß und so grenzübergreifend, daß sie nur noch welteinheitlich durch eben diese Weltorganisationen gelöst werden können. Andererseits sind ja diese Probleme noch nie so groß und so vielfältig gewesen, seit es diese Weltorganisationen gibt. Hat das eine das andere bewirkt?

Blicken wir einmal zurück in den Begriff der Ordnung, wie er in den Protokollen der Weisen von Zion behandelt wird: Man ging davon aus, daß autoritäre oder idealistische Ordnungssysteme existieren, welche es zu zerstören galt. Mit der Französischen Revolution und mit den unsinnigen Parolen von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit hat man das Zerstörungswerk motiviert. Mit Revolutionen oder Kriegen wurde ein Staat, ein Volk nach dem anderen in eine freiheitliche Demokratie gepreßt, wo nationale oder religiöse Idealismen durch den Einfluß von Kapital und der Presse ausgemerzt wurden, um einerseits mit dem Gift des Liberalismus die Gesellschaft zu zersetzen oder sie andererseits durch den staatskapitalistischen Kommunismus am Rande des Existenzminimums vegetieren zu lassen. Es war die Devise der politischen Zionisten, die Zerstörungen in Richtung Chaos soweit zu vervollkommnen, bis die Gojim in ihrer Sehnsucht nach Ordnung jedes System akzeptierten

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würden, welches wieder Ordnung herstellt - und sei es eine »Zwingherrschaft«.

Erinnern wir daran, daß »Jene«, die Rothschilds, Rockefeller und Konsorten, ihre Kapitalmacht in der Wall Street lokalisiert und damit ihre Macht zunächst auf die amerikanische Regierung konzentriert hatten. Das amerikanische Potential wurde zu ihrer Streitmacht, welche sie über die von ihnen ausgewählten Präsidenten nunmehr weltweit für ihre Zwecke einsetzen konnten.

Der erste Einsatz amerikanischer Streitkräfte im Ersten Weltkrieg ist immer noch rätselhaft. Die Behauptung, daß das der Preis für die Öffnung Palästinas war, um 500 000 Juden einwandern zu lassen, könnte als Anmaßung gelten, wenn dieses der einzige Grund gewesen wäre.

Doch man schaue sich das Ergebnis dieses Krieges an: 6 Millionen Deutsche wurden mitsamt ihrem Heimatgebiet feindlichen Mächten unterstellt, nicht allein, um Deutschland zu schwächen, sondern um Konfliktherde zu schaffen. Man denke an die Gründung des künstlichen Gebildes Tschechoslowakei aus Tschechen, Deutschen, Polen, Slowaken, Ungarn. Gleichartige Konfliktgebilde wurden aus dem ehemaligen Österrreich-Ungarn auf dem Balkan geschaffen, die nun nach Beseitigung diktatorischer Systeme um so vehementer aufbrechen.

Von Rakowski erfahren wir, daß der Versailler Vertrag keineswegs ein überzogenes Diktat der Franzosen gewesen ist, von dem sich die USA mit Empörung distanziert haben, sondern daß es eine großartige Leistung »Jener« gewesen ist, um nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa zu verproletarisieren, damit sich die in Rußland inszenierte kommunistische Revolution über ganz Europa ausbreiten könne. Die dem deutschen Volk aufgezwungene Demokratie dürfte die Verproletarisierung tatsächlich erreicht haben, wenn nicht - wider Erwarten - Hitler nicht nur die Ordnung wiederhergestellt, sondern auch noch eine Wohlstandsinsel inmitten einer von Wirtschaftskrisen erschütterten Welt geschaffen hätte.

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Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Zerstörungswerk noch gewaltiger. Es war keineswegs eine Fehlhandlung des bereits kranken Präsidenten Roosevelt (als Rosenfeld aus Deutschland nach Amerika ausgewandert), den größten Teil Europas der russischen Gewaltherrschaft zum Zweck der Zerstörung auszuliefern, sondern war genauso zielgerichtet wie beispielsweise die Schaffung der Viermächtestadt Berlin als Insel in dem feindlichen Brudervolk, ein Konfliktherd par excellence, der mehrmals zu einem dritten Weltkrieg zu eskalieren drohte. Aber nicht nur Deutschland wurde zerstört, sondern gleichermaßen die Machtblöcke England und Frankreich. Das war, wie wir von Rakowski wissen, kein zwangsläufiges Kriegsergebnis, sondern in der langfristigen Planung »Jener« vorgesehen.

Die Verwüstungen und die Schaffung neuer Krisenherde waren nunmehr weltweit. Die USA stellten kommentarlos die Unterstützung der Nationalchinesen ein und ließen das kommunistische System an die Macht; sie lösten das Koreaproblem, indem sie das Land in feindliche Machtblöcke aufteilten, versuchten dasselbe in Vietnam und scheiterten dort an jenem Partisanensystem, welches sie noch gegen Deutschland unterstützt hatten. Sie begnügten sich keineswegs mit Geiseln und Repressalien, sondern vernichteten mit Hilfe von Dioxin ganze Landschaften mit Mensch und Tier.

Wo immer sich Amerika in den weit über 100 Kriegen und Revolutionen nach 1945 eingemischt hat, muß man sich jene im Hintergrund befindliche Schattenregierung vorstellen, die jede vernünftige Konfliktlösung durch scheinbare Kompromisse verhinderte und somit künftige Konfliktstoffe hinterließ. Durch die Abschaffung kolonialer Ordnungssysteme wurde eine Fülle nicht lebensfähiger schwarzafrikanischer Staaten geschaffen, in denen man zudem feindliche Stämme in ein gemeinsames Haus zwang. Hat man den Amerikanern nachgesagt, daß sie in ihrem politischen Handeln großes Ungeschick beweisen, so hat dieses Ungeschicktsein doch Methode: Die unauffällige Konstruktion von Krisenherden zum

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Zwecke der allgemeinen Chaotisierung; denn je größer die Unordnung, desto wichtiger die Rolle des Weltpolizisten.

Während jedoch jede politische Partei, selbst die extrem rechten oder linken, ihre politischen Ziele und Methoden offenbaren, um Anhänger zu gewinnen, sind die Vertreter oder gar die Verantwortlichen für die Eine-Welt-Regierung unbekannt. Es wird vielmehr über die Massenmedien der Eindruck vermittelt, daß die weltweiten und welteinheitlichen Probleme sowie die permanenten Kriege und Revolten nur noch durch eine einheitliche Weltregierung befriedigt werden können. Es ist gewissermaßen »die Zeit«, welche eine solche Lösung fordert. Und es sind die USA, welche sich als Schiedsrichter, Polizisten und Problemloser aufspielen; doch würde man damit den Bock zum Gärtner machen. Amerika ist ein abschreckendes Beispiel für den Begriff Ordnung: Nirgendwo sonst wird die Gleichheit und Brüderlichkeit einer multikulturellen Gesellschaft so sehr mit Füßen getreten, nirgendwo sonst ist die soziale Ungerechtigkeit so groß, nirgendwo sonst ist die Kriminalität so brutal und verbreitet, nirgendwo sonst hat die Freiheit als das Gift der Liberalität die Menschen so sehr in den Rauschgiftkonsum und den Selbstmord getrieben. Nirgendwo ist das Leben, sei es im Luxus oder in der Gosse, so pervertiert. Ein solches Vorbild, ausgestattet mit entsprechender Macht, kann für die neue Weltordnung nichts Gutes verheißen.

Wer sind die unsichtbaren, geheimen Betreiber und Organisatoren der neuen Weltordnung? Warum legen sie der Welt ihren Organisationsplan nicht vor?

Vom 6. bis 9. Juni 1991 fand im Steigenberger Hotel in Baden-Baden eine Konferenz der »Bilderberger« auf deutschem Boden statt. Es dürfte eines der bedeutsamsten politischen Ereignisse gewesen sein; doch keines der Massenmedien hat davon Kenntnis genommen, geschweige denn, darüber berichtet. Nur ein Reporter des Baden-Badener Tageblattes tanzte ahnungslos aus der Reihe und verfertigte gemeinsam mit einem Fotografen eine Reportage in der Ausgabe vom 7. Juni 1991. Dem Fotografen war es allerdings

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nicht gelungen, so prominente Gäste wie David Rockefeiler, die Königin Beatrix der Niederlande oder die spanische Königin Sophia vor die Kamera zu bekommen, und er mußte sich begnügen mit Bildern von wachsamen Polizisten und ihren Schäferhunden, mit getarnten Kriminalbeamten oder großen Regenschirmen, hinter denen Prominenz versteckt war. Obwohl die bedeutendsten Medien-zare als Vertreter und Garanten der Pressefreiheit zu den ständigen Mitgliedern der Bilderberger gehören, wurden die Medienvertreter mit energischer Höflichkeit ferngehalten.

Wer sind die »Bilderberger«? Ihren Namen haben sie von jenem Hotel Bilderberg in Osterbeck erhalten, in dem 1954 die erste Zusammenkunft unter der Schirmherrschaft des Prinzen Bernhard der Niederlande stattfand. 20 Jahre war es den Bilderbergern gelungen, ihre Existenz geheimzuhalten oder zu leugnen, bis es Reportern der Zeitschrift Spotlight gelungen war, sie zu entlarven. So kam heraus, daß dieser exklusive Club 1954 von den Gebrüdern Rockefeiler ins Leben gerufen und vom Rockefeller-Imperium finanziert wurde. An dieser Stelle sollten wir auf die Familie Rockefeiler eingehen: Sie sind als Roquefeuille (Felsenblatt) aus Frankreich nach Deutschland gekommen, wo ihr Name in Rockefeiler verdeutscht wurde. Unter diesem Namen wanderten sie nach Amerika aus, wo sie mit Öl und Ellenbogen das große Geld machten, mit dem sie eine Reihe, schließlich ein ganzes Imperium von steuerfreien Stiftungen ins Leben riefen, über die sie einen immensen, bis heute immer noch nicht aufgeklärten Einfluß auf die Politik ausübten.

Hier dürften die Rockefeller die Rothschilds überflügelt haben. Sie sind auf vielen Gebieten Rivalen, doch sind sie sich mit dem übrigen Geldclan der Wall Street in dem Ziel Weltherrschaft einig.

Die »Bilderberger« hatten ihre Vorgänger. Im Jahre 1921 wurde von dem Wallstreet-Mitglied Morgan der »Council on Foreign Relations« (Rat für auswärtige Angelegenheiten, kurz CFR) gegründet. Wie bedeutsam dieser Club war, mag daraus hervorgehen, daß alle US-Präsidenten mit Ausnahme von Ronald Reagan vor Amts-

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antritt Mitglieder des CFR gewesen sind.19 Erläuternd ferner dazu ein Zitat aus dem Buch Amerikas Kriegspolitik, Roosevelt und seine Hintermänner von Curtis B. Dali, Roosevelts Schwiegersohn, auf Seite 279 (Tübingen 21975):

Der größte Teil seiner (Roosevelts) Gedanken, seiner »politischen« sozusagen, wurde sorgfältig für ihn im voraus von dem CFR -Einwelt-Finanzmacht-Gruppe - zurechtgemacht. Glänzend, mit großem Schwung, wie ein schönes artilleristisches Schaustück, trug er mit Begeisterung diese vorbereitete Munition mitten in ein argloses Ziel, in das amerikanische Volk.

Das CFR war seinerzeit natürlich nur offen für amerikanische Bürger. Um ein gleichartiges Gremium mit einer internationalen Beteiligung aus Kanada, Westeuropa und neuerdings auch Japan zu öffnen, wurden eben diese Bilderberger gegründet. Hier führen eindeutig die Rockefeller den Vorsitz, wenngleich man für europäische Fragen den Rothschilds einen Teil der Macht abtritt.

Der innere Führungskern soll 13 Personen umfassen, ein äußerer Kern 3x13 = 39 Personen, welche insgesamt die Macht des Kapitals und der Medien vertreten. Hinzu gesellen sich Gewerkschaftler, die gleichfalls berufen sind, bei Bedarf Wirtschaftskrisen zu inszenieren.20

Im Jahre 1973 gründeten die Rockefeiler darüber hinaus noch die »Trilaterale Commission«, die in ihrer ersten Jahresversammlung 1975 den ebenso unbekannten wie unbedeutenden Jimmy Carter als den geeigneten Präsidentschaftskandidaten erkoren und dann auch durchgesetzt hat. Rechnet man hierzu die jüdische Loge der B'nai B'rith, die von Eingeweihten als Geheimorganisation eingestuft wird, so wird recht deutlich, daß hier Macht, Einfluß und Aufgaben auf eine Mehrzahl von Organisationen verteilt werden, deren jede einzelne nicht öffentlich in Erscheinung tritt, so daß sie auch keiner öffentlichen Kritik ausgesetzt werden können. Mehr noch: Sie könnten sogar bestreiten, daß sie überhaupt irgendeinen Einfluß auf

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die politischen Entwicklungen nehmen; denn tatsächlich werden ja in allen demokratischen Ländern die maßgeblichen politischen Entscheidungen von den dafür zuständigen Gremien gefällt.

Bei der Bilderbergertagung in Baden-Baden erschienen als Gäste der N ATO-Generalsekretär Wörner, der ehemalige B undesbankchef Pöhl, die neue Treuhandchefin Breuel, Österreichs Bundeskanzler Vranitzky und natürlich der unvermeidliche Henry Kissinger. Insgesamt sollen es 150 Personen gewesen sein, die rund um die Uhr von 100 Polizisten bewacht wurden, nicht, um Attentate oder Entführungen zu verhindern, sondern um dafür zu sorgen, daß kein Befugter ein- und nichts nach außen drang.21

Wenn der Weltwirtschaftsgipfel, die KSZE oder andere internationale Organisationen tagen, sind die Massenmedien voller Informationseifer; doch bei den Bilderbergern, welche möglicherweise die Ergebnisse dieser internationalen Tagungen vorweg dirigieren, beteiligen sich die Medien gehorsamst an jenem Schweigen um die Geheimgesellschaften, indem sie sich erstaunlich diszipliniert zeigen. Wurde nicht in den Protokollen der Weisen schon 1897 erklärt, daß alle Nachrichtenagenturen der Welt sich in ihren Händen befinden und somit dafür sorgen werden, daß die Menschheit nur das erfährt, was sie für nützlich halten!

Sie haben Erfahrung mit der Untergrundtätigkeit und den Geheimgesellschaften, die mit Adam Weishaupts Illuminaten-Or-den offenbar wurden, den sich wiederum Nathan Rothschild zu eigen machte, um für die Komintern, deren geheimer Chef er war, die Französische Revolution zu inszenieren. Man denke an das Wirken der Freimaurerei, die unter dem Deckmantel humanistischer und kultureller Institutionen bereits einen Internationalismus betrieben, an dem außer »Jenen« kein Volk und kein Staat der Welt interessiert sein konnte. Daß beim ersten Weltzionistenkongreß 1897 in Basel die Wiedererrichtung des Staates Israel ein offizieller Tagungspunkt war, ist zwar bekannt, doch daß es dabei um weit mehr ging als um die Erfüllung religiöser Sehnsüchte, das kam erst in den umstrittenen

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Protokollen zum Ausdruck. Ob diese nun tatsächlich als Ergebnis einer gleichzeitigen Geheimkonferenz zustandegekommen oder irgendwann vorher oder auch nachher fixiert worden sind, ist nicht erheblich. Sie stellen vielmehr den roten Faden einer Geheimpolitik her, die sich zielstrebig und kontinuierlich von Adam Weishaupt bis zur jüngsten Bilderberger-Konferenz in Baden-Baden erstreckt. Sie geben der Weltpolitik seit der Französischen Reolution neue Kausalaspekte, die sich in jedem Einzelfall einer wissenschaftlichen Beweisführung entziehen. Genau das aber ist der Sinn und Zweck der Geheimorganisationen und der Geheimkonferenzen.

Wer aber sein Wirken mit allen Mitteln geheim hält, scheut die Öffentlichkeit aus wichtigen Gründen. Für jede politische Partei, mit welchem Programm sie auch aufwarten mag, ist die Publizität eine Existenzfrage. Je mehr Publizität, desto attraktiver nicht nur die Partei, sondern auch ihre parteipolitischenZiele, die ja stets akzeptabel verpackt sind. Wenn aber die Rockefeller, Rothschilds oder wie auch immer der gerade Führende heißen mag, selbst heute noch, da dem Judentum alle Vorrechte dieser Welt eingeräumt werden, ihre Ziele und Methoden, dieses Ziel zu erreichen, immer noch geheim halten, dann dürften sie keineswegs jenes Paradies versprechen, das man sich unter einer neuen Weltordnung erhofft.

Schließlich sind die verhaßten Protokolle als Fälschungen erklärt und aus wohl allen Bibliotheken verschwunden, weil sie eine neue Weltordnung prophezeien, auf die sich die Geschichte und Politik zielstrebig hinentwickelt hat. Es ist nicht bekannt, daß und ob jemals eine gleich bedeutende Konferenz stattgefunden hat, in der das Ziel eines Königreiches der Juden aufgegeben und die Methoden, dieses Ziel zu erreichen, widerrufen worden wären. Im Gegenteil: Die Zerstörung aller autoritären oder idealistischen Ordnungssysteme, die Demokratisierung, die Liberalisierung ist bis auf wenige Ausnahmen perfekt, die »geistige Verwüstung« und die Entmoralisierung haben bereits ungeahnte Fortschritte gemacht, das zaristische Rußland ist vernichtet, das kommunistische Interregnum hat sein Ziel

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erreicht, der Papst ist ohne Macht und Einfluß, die Deutschen, zwar immer noch tüchtig, aber ungefährlich, werden durch Unterwanderungen aus aller Herren Länder aufgelöst, während die eigentliche politische Macht schon längst nicht mehr in den Ministerien, sondern in den Redaktionen der Massenmedien ausgeübt wird. Und diese gehören denen, die auch über das Kapital verfügen.

Der Kommunismus, der sich ideologisch von einem ständigen Wirtschaftswachstum abhängig gemacht und dieses nicht geschafft hat, ist endgültig erledigt.

Die aus den Ruinen des Kommunismus flüchtenden Staaten haben keine andere Wahl, als sich in das andere Extrem des als Marktwirtschaft verpackten Privatkapitalismus zu stürzen, den sie zuvor nie praktiziert haben. Folglich sind sie auf Hilfen von Kapital und Know-how angewiesen und begeben sich wie die Länder der Dritten Welt in eine völlige Abhängigkeit vom internationalen Kapital. Damit ist für »Jene« bereits die politische Machtübernahme gesichert. Selbst am Beispiel unseres Brudervolkes in der ehemaligen DDR läßt sich beobachten, daß es nicht in der Lage war, sich selbst aus dem Sumpf des kommunistischen Interregnums herauszuziehen, sondern sich im wesentlichen davon abhängig gemacht hat, daß Westdeutschland sie an seinem Kapitalismus teilhaben läßt, ohne an eine eigene Alternative auch nur zu denken.

Doch auch der Kapitalismus hat sich von einem ständigen Wirtschaftswachstum einschließlich auch qualitativer Verbesserungen abhängig gemacht, hat zudem alle gesellschaftlichen Idealismen wie Kultur, Sport, Vereinsleben und Freizeitgestaltung kapitalisiert und somit die Überzeugung vermittelt, daß es nur ein materielles Glück gäbe. Da aber hinter kostbaren Gardinen nicht weniger Tränen vergossen werden als in den Wellblechhütten der Slums, jagt man der Illusion nach bis zum Reichtum, zum Überfluß. Doch je mehr man sich dem Paradies des Materialismus nähert, desto heller lodern die Flammen der Hölle. Es wachsen keine Bäume in den Himmel.

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Die Weisen wissen das sehr wohl, doch da sie das Instrument des Kapitalismus beherrschen, werden sie es bis zur Neige ausschöpfen. Da gibt es diese Welthandelsorganisation, genannt GATT. Sie verfolgt Ziele, die, rein rechnerisch gesehen, äußerst vernünftig erscheinen. Sie will alle Handelsbeschränkungen durch Zoll ebenso aufheben wie nationale Subventionen.

Das Ziel ist eine globale Wirtschaftsteilung. Es soll weltweit jeweils das dort produziert werden, wo die besten Voraussetzungen gegeben sind: Bananen nur dort, wo das Klima es zuläßt. Eisen und Stahl in der Nähe von Kohle- und Erzvorkommen. Bereits Karl Marx hat diese globale Arbeitsteilung, das Gelingen der kommunistischen Weltrevolution vorausgesetzt, idealisiert. Es wäre doch Unsinn, so das Argument, daß man leistungsschwache nationale Wirtschaftszweige mit Steuergeldern subventioniert, wenn deren Produkte preiswerter, leistungsfähiger oder gar besser anderswo erzeugt werden können. Zunächst haben sich die GATT-Verhandlungen die europäische Landwirtschaft vorgenommen. Der Bauernstand, einst Hätschelkind eines jeden Volkes, war nämlich nicht nur der Ursprung der Produktion und die Quelle der Wirtschaft, sondern zugleich Ursprung nationaler Traditionen, Sitten, Religionen und Kulturen. Mit der Beseitigung der Landwirtschaften würde zugleich der wichtigste Träger nationaler Traditionen und Ambitionen vernichtet.

Was damit zugleich zerstört wird, wäre die Volkswirtschaft an sich. Diese nämlich war darauf ausgerichtet, ein komplexes Wirtschaftssystem innerhalb der Staatsgrenzen zu entwickeln und zu erhalten, um im Notfalle weitgehend auf allen Gebieten unabhängig zu sein. Dieser wirtschaftliche Nationalismus ist natürlich ein Feind des internationalen Kapitals. So hat denn GATT die Aufgabe, unter dem Vorwand ökonomischer Vernunft die nationalen Wirtschaftsinteressen auszumerzen.

So könnte aus eben diesen Gründen eine globale Konzentration der Grundnahrungsmittel auf Nordamerika, Kanada und Australien

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eine mehrfache Aufgabe erfüllen: einmal wäre diese lebenswichtigste Produktion in der Hand des internationalen Kapitals in der Form von Mammutkonzernen. Dieses Kapital wenngleich in der Wallstreet lokalisierbar, hat bereits Hunderttausende von amerikanischen Farmern zu Gunsten weniger Riesenbetriebe vertrieben, nimmt also auch keine Rücksicht auf die amerikanische Heimat, um wieviel weniger auf die französische oder deutsche Landwirtschaft. Es versteht sich, daß auch die globale Nahrungsmittelerzeugung in der Hand des internationalen Kapitals eine entscheidende Rolle bei der Erringung der Weltherrschaft spielt.

Man erinnere daran, daß mit dem Eintritt Amerikas in die europäischen Bürgerkriege das Mittel der Blockade angewandt wurde. Die auch nach dem Ersten Weltkrieg aufrechterhaltene Hungerblockade dürfte mindestens zwei Millionen Deutschen das Leben gekostet haben. Immer wieder hat Amerika widerwillige Staaten mit Blockaden oder gezieltem Embargo - zuletzt im Golfkrieg - in die Knie zu zwingen versucht, wenn auch nicht immer mit dem notwendigen Erfolg.

Anders wird die Lage, wenn das internationale Kapital erst einmal mit Hilfe von GATT das Nahrungsmittelmonopol in der Hand hat. Dann bedarf es tatsächlich keiner Kriege und keiner Atomwaffen mehr, weil jedes ungehorsame Volk in die Knie gezwungen, wenn nicht gar, ohne einen Schuß abgeben zu müssen, ausgerottet werden kann.

Wir wissen nicht, was in den geheimen Konferenzen der B'nai B'rith, des CFR, der Trilateralen Commission oder der Bilderberger an Strategien und Taktiken für die angestrebte Eine-Welt festgelegt ist; doch unschwer ist zu erkennen, daß das in den Protokollen der Weisen von Zion beschriebene zionistische Manifest gradlinig verfolgt wird und nichts zu erkennen ist, was auf eine Abkehr von dieser Linie hindeutet. Was uns in der verheißenen neuen Weltordnung oder der Eine-Welt-Regierung erwartet, ist demnach weder kommunistisch noch kapitalistisch; denn beide Interregnen dienten nur zur

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Zerstörung bestehender Ordnungen. Den einzigen Hinweis auf die Zukunft können wir daher den Protokollen der Weisen von Zion entnehmen, die eine »Zwingherrschaft« als notwendig ansehen, um aus dem Chaos wieder eine beständige Ordnung zu schaffen, welche dann wieder, wie einst, von einem religiösen Idealismus getragen wird.

Warum auch sollen sich die Zionisten bei den Gojim für 2000 Jahre Verfolgung, Vertreibung und Unterdrückung bedanken !

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