DER WIRTSCHAFTLICHE ANTIJUDAISMUS

In der Judenfeindschaft, dem Antijudaismus vieler Menschen, spielen auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle. Wirtschaftliche Konkurrenz schafft immer und bei allen Menschen Gegnerschaft, ja oft erbitterte Feindschaft; um so mehr wird dies der Fall sein unter wirtschaftlichen Konkurrenten, die auch noch durch andere wesentliche Gegensätze getrennt sind. Trotzdem werden die wirtschaftlichen Ursachen des Antijudaismus - besonders von den Juden selbst - sehr überschätzt

(vgl. hiezu Werner Sombart, Die Juden und das Wirtschaftsleben).

Die typischen Vorwürfe wegen des jüdischen Fehlverhaltens in der Wirtschaft und wegen ihrer manchmal bedenklichen Geschäftssitten beruhten in der Vergangenheit auf folgenden Pauschalbehauptungen:

Die Juden stehlen und hehlen, spekulieren und beuten aus, wuchern bei Pfand- und Geldleihe, monopolisieren, treiben Preise, fälschen, konspirieren, konkurrieren unfair und dergleichen mehr. Man warf "den Juden" vor, daß ihr Leben von drei Tatsachen beherrscht werde: Eigennutz - Schacher - Geld.

Es ist um so weniger zulässig, diese Charakteristik zu verallgemeinern, als eben diese Charakteristik auf sehr viele Nichtjuden zutrifft, wie sie auch auf sehr viele Juden nicht zutrifft.

Auch das Überwuchern auf der einen Seite und die Geringfügigkeit des jüdischen Anteils auf der anderen Seite bei einzelnen Geschäftszweigen und Berufsgruppen gab in einzelnen Fällen Anlaß zu verstärkter Ablehnung von Juden. Am schwersten ins Gewicht fällt ihr übermäßiger und übermächtiger Anteil bei den Organen der öffentlidien Meinungsbildung: bei den Zeitungen, den Korrespondenzen, dem Nachrichtenwesen. Wie verhängnisvoll sich die Übermacht einer bestimmten Personengruppe bei der Publizistik auswirken kann, zeigt sich erschütternd bei der Verfemung des deutschen Volkes durch die Greuelpropaganda im jüdisch-deutschen Krieg und bei der Aufrechterhaltung dieser Propaganda bis zum heutigen Tage.

Auch ihr starker Einfluß im Theaterwesen wirkt bei vielen nichtjüdischen Menschen sehr verstimmend und erweckt antijüdische Gefühle, da sie diesem Einfluß vielfach eine destruktive, sittenzerstörende Wirkung zuschreiben.

DIE JUDEN UND DER KOMMUNISMUS

Eine andere, nicht unwesentliche Wurzel des Antijudaismus war und ist, daß man den Juden zuschreibt, Propagandisten und Führer des Kommunismus zu sein.

In der Tat spielten und spielen die Juden seit je bei der Entwicklung des Kommunismus eine besonders verhängnisvolle Rolle.

Schon Lassalle hatte die Sozialisten einst eindringlich gewarnt:

"Die Arbeiterbewegung hat sich von Kapitalisten und Juden freizuhalten: wo diese als Leiter und Führer auftreten, da verfolgen sie eigene Zwecke."

Man sah die Zuwendung so vieler Vertreter des Judentums zum Kommunismus nicht nur darin begründet, daß der leicht entzündliche, begeisterungsfähige und begeisterungshungrige jüdische Geist der geistigen Faszination des kommunistischen Gedankens nur zu leicht unterlag und von ihm restlos gefangengenommen wurde; viel bedenklicher war, daß man das Verschreiben, die Hingabe so vieler Juden an den kommunistischen Gedanken, die propagandistische Tätigkeit so vieler Juden bei der Erweckung und Förderung der kommunistischen Revolution, bei der Verbreitung kommunistischen Gedankengutes dem zuschrieb, daß man der Meinung war, viele Juden sähen - trotz Erkennens der Unrichtigkeit und Schädlichkeit des Kommunismus - in unruhigen Zeitläuften, in Zeiten des Umsturzes und der Revolution besonders ergiebige Wirkensmöglichkeiten und vor allem politische Erfolgsmöglichkeiten für einen wendigen, vordrängenden Charakter. jedenfalls hatte die große und maßgebliche Rolle, die viele Juden bei den verschiedenen kommunistischen Revolutionen und bei der Propagierung des Kommunismus spielten, bei vielen Menschen eine Gleichsetzung der Begriffe Kommunismus und Judentum zur Folge; diese Gleichsetzung wirkte sich dann in weiterer Folge überaus verschlechternd auf die Einstellung und die Beziehungen vieler Menschen zum Judentume aus.

Der Behauptung, daß Juden zu den Hauptträgern des Kommunismus gehören, kann man ihre Berechtigung nicht absprechen. Es ist leider eine unbestreitbare und unbestrittene Tatsache, daß die Agitatoren und Wegbereiter des Kommunismus, die Führer der kommunistischen Umstürze in allen Ländern in erster Linie Juden waren.

"Eine Handvoll Juden hat Rußland außer Rand und Band gebracht: eine Handvoll Juden hat Ungarn in das Tollhaus der bolschewistischen Revolution gestürzt ... überall sind Juden die Initiatoren und Antreiber des Bolschewismus. Bei dem einen Teil der Juden stellt der Bolschewismus die letzte Form der messianischen Hoffnung dar, bei den anderen zeigt er den brutalen Willen, dadurch die Herrschaft Israels über alle Völker der Erde aufzurichten ... Der Revolutionsmythos hat stets eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf uns Juden ausgeübt. Wir sind ein Volk von Zerstörern und Machtsüchtigen. Wir werfen uns mit Feuereifer auf alles, was uns Macht zu geben verspricht. Wir haben an das göttliche Gesetz unserer Auserwähltheit geglaubt, an unsere Propheten, an die Talmudgelehrten, an die Kabbala, an den Sozialismus, an den Bolschewismus, kurz an jede doktrinäre Lehre, die uns Macht und eine glänzende Zukunft verspricht ... Seit Jahrtausenden warten wir auf unseren Messias, der uns die -Herrschaft bringt, und wir werden immer auf ihn warten, ja wir haben sogar schon an zahllose Messiasse geglaubt, aber keiner hat uns bis heute die Macht gebracht. Das Drollige, das Phantastische ist, daß wir den einzigen Messias, der uns in Demut, aber nicht in Macht erschien, ans Kreuz geschlagen haben ...

In einem konsolidierten und gesunden, geordneten Staat wird unsere Sucht nach Macht zu langsam befriedigt; unsere Sucht nach Macht ist es, die uns dem Bolschewismus die Führer liefern läßt ... "

(Tharaud, Die Herrschaft Israels)

"Wenn es auch bewiesen ist, daß der Bolschewismus unser Werk [das Werk der Juden gewesen] ist, warum klagen sie aber statt den Juden nicht lieber die Millionen von Trotteln an, die es soweit kommen ließen?"..

(Tharaud)

"Die Freunde öffentlicher Ordnung erregen sich in begreiflicher Weise gegen die Juden, wenn sie sehen, daß diese gerade infolge ihres unsteten und unruhigen Wesens, einer Lust an allen Neuerungen, infolge ihrer Wurzellosigkeit und ihrer Verachtung nichtjüdischer Überlieferungen, sich vielfach als erste an allen Umsturzbewegungen beteiligen. Tatsächlich findet man unter den eifrigsten Wegbereitern und Förderern von Revolutionen immer Juden, die am wenigsten dabei zu verlieren haben. Eine gewisse jüdisch-liberale Presse schwärmt gern für das Allermodernste und Allergewagteste, so wie sie zwangsläufig gegen alles Alte und Überkommene hetzt."

(Bela Bhanga SJ, Katholizismus und Judentum)

Zu der Tatsache der engen Verbindung der Juden mit dem Kommunismus nimmt Hans Joachim Schoeps (heute Professor an der Universität Erlangen) in seinem Buche

Wir deutschen Juden (Vortrupp Verlag, Berlin 1934) Stellung:

"Nur deshalb richtet sich der Haß so sehr gegen die Juden, weil das deutsche Judentum sich in so exponierter Weise mit den linken Geistesschichten ... verbunden hat, daß die Juden quasi symbolische Repräsentanten für jene entseelende, auflösende. . . Vernunft wurden. ... Es ist gewiß nicht wahr, daß Spätliberalismus und Marxismus Erzeugnisse des Judentums sind, sowenig wie etwa der Internationalismus oder die pazifistische Doktrin, die Senkung der Volkssittlichkeit oder die so viel berufene Korruption im Zeitalter der Weimarer Republik.

Es läßt sich nicht leugnen, daß in einem auffällig hohen Prozentsatze Judenstämmlinge ... an all dem Anteil haben ... Entwurzelte Juden sind nur zu oft geborene Revolutionäre ... Der entwurzelte Jude, . . . der keine Art hat, neigt dazu, alle Arten aufzulösen, die Völker zu nivellieren und die in der Schöpfung angelegten Unterschiede einzuebnen ... Die Juden versuchten, den Argwohn des deutschen Volkes gegen den zersetzenden Einfluß entwurzelter Juden mit dem Hinweis auf die hohen jüdischen Leistungen für die deutsche Kultur zu kompensieren, als ob dies ein politisch wirksames Argument wäre. (Abgesehen davon, daß diese Leistungen unendlich übertrieben werden. Anm. d. A.) Im übrigen verschmähte man es aber und wollte in jenen Jahren davon nichts wissen, daß es doch mindestens ein Gebot der politischen Klugheit gewesen wäre, sich von den jüdischen Linksrevolutionären und von den zionistiscben - also doch wohl nach eigenem Zeugnis nicht deutsch gesinnten - Ministerialräten zu distanzieren ... Wir haben es nicht verhindert, daß Judentum und Marxismus, Judentum und liberalistischer Geist für die deutsche Volksöffentlichkeit identische Begriffe wurden und daß die allgemeine Meinung das Verdikt über uns als gerecht und billig empfand."

Das ruhelose und unruhige, gemeinschaftsfeindliche und zerstörende Element in der Natur und im Wesen so vieler Juden charakterisierte mein lieber Freund, der Jude Otto Spitzkopf, mit den Worten:

"Solange es noch einen polnischen Juden auf dieser Welt gibt, solange gibt es keine Ruhe und keinen Frieden auf der Welt."

Der amerikanische Generalmajor a. D. George van Horn-Moseley schrieb in einem Brief an den Generalstaatsanwalt der USA, Mr. Herbert Brownell (1957):

"Der Kommunismus könnte in einer Woche vernichtet sein, wenn nur die Juden im allgemeinen mit ihren Bestrebungen, dem Kommunismus zu widerstehen, es ernstnehmen sollten."

Die Juden haben eine tiefgehende Neigung zur kommunistischen Ideologie. Die Juden sind die Hauptinitiatoren, die Hauptverfechter des Kommunismus in aller Welt. Sie waren bei allen kommunistischen Umstürzen in Europa maßgeblich und führend beteiligt. Ohne Juden gäbe es kein kommunistisches Rußland, kein kommunistisches Ungarn, kein Polen, Jugoslawien und Rumänien, auch keine kommunistische CSSR. Auch in den USA sind die geistigen Führer und Stützen des Kommunismus Juden. Nach den amerikanischen Zeitungsbericbten sind die Verräter des größten Geheimnisses der Welt, der Pläne für die Herstellung der amerikanischen Atombombe, an die Sowjetunion zu 99 Prozent Juden: Julius Rosenberg, Ethel Rosenberg, David Greenglass, Ruth Prince Greenglass, Dr. Klaus Fuchs, Harry Gold, Abraham Brothman, Myriam Moskovitz, Morton Sobeil Jacob Sobel alias Raisin, Nathan Levin, Judy Coplon, H. P. Shapiro, H. D. White, Alger Hiss. Jacob N. Colos u. v. a.

"Wir Juden, wir Zerstörer, werden für immer Zerstörer bleiben. Nichts was ihr tut, wird uns zufriedenstellen. Wir werden zerstören, weil wir eine Welt für uns brauchen."

(Maurice Samuels, You Gentiles, S. 155)

"Die Weltrevolution, die wir erleben werden, wird ausschließlich Sache unserer Hände sein. Diese Revolution wird die Vorherrschaft der jüdischen Rasse über alle anderen befestigen."

(Le Peuple Juil, Paris, 8.2.1919)

DAS KOMMUNISTISCHE REGIME IN RUSSLAND

Daß viele Juden die Träger der russischen Revolution waren, wird heute von niemandem ernsthaft bestritten.

"Unter den Kennern der Verhältnisse in Rußland ist nur eine Stimme darüber, daß der Jude der eigentliche Träger der russischen Revolution war. Er war der Agitator, der Aufreizer in Versammlungen und in der Presse, der Aufrührer und Anführer der naiven aufgewiegelten Arbeiter- und Bauernscharen, der sich aber immer heimlich beiseite zu drücken weiß, wenn die aufgereizte Menge zum Angriff gebracht ist und die Kugeln gefährlich werden ...

"Die russische Revolution 1917-1919 ist das ausschließliche Werk russischer Juden. Die sogenannte Sowjetregierung der Bolschewisten, die es fertigbrachte, in einem Jahr die Industrie Rußlands zu vernichten und in diesem Agrarstaat durch Hungersnot Millionen dahinraffen zu lassen, bestand damals mit verschwindenden Ausnahmen aus Juden in russischer Namensverhüllung. Fast jeder sogenannte Arbeiter- oder Soldatenrat setzte sich bis in die kleinsten Nester aus einem Juden oder einer Jüdin und einigem Gesindel zusammen. Unter jüdischer Führung erfolgten die Raubzüge ins Land; Augenzeugen berichten, daß diese Horden am scheußlichsten wüteten, wenn sie von Jüdinnen geführt wurden."

(Tharaud)

Volkskommissar Kohen schrieb im April 1919:

"Ohne Übertreibung kann man sagen, daß die große russische Revolution von Juden gemacht ist. Wäre die beschränkte unterdrückte Masse der russischen Arbeiter und Bauern von sich aus dazu fähig gewesen? Nein, ganz allein die luden haben das russische Proletariat dem Morgenrot der Internationale entgegengeführt; sie haben nicht nur die in ihrer Hand wohlverwahrte Sache der Sowjets geführt, sondern führen sie noch heute ... Das jüdische Symbol, der Davidstern, der seit Jahrhunderten gegen den christlichen Kapitalismus kämpft, ist auch zum Symbol des russischen Volkes geworden, der fünfzackige Stern, das Symbol des Zionismus und des Judentums."

"Die Sowjetunion ist für die jüdische Jugend kein geographischer Begriff allein, sondern die seelische Heimat." (Arthur Holitscher)

Dem regierenden Zehnerrat des bolschewistischen Staatswesens auf russischer Erde, auf Gebirgen von Leichen und in einem Meer von Blut im Jahre 1917 errichtet, gehörten sechs Vollblutjuden an [an der Spitze Bronstein -Trotzki].

Nach dem Bericht des katholischen Professors für Philosophie und Kirchengeschichte Denis Fahr (in seinem Buch Die Beherrscher Rußlands S.32) waren 1918/19 unter 556 führenden kommunistischen Staatsfunktionären 457 Juden. Unter den 12 Mitgliedern des damaligen Zentralkomitees der KP befanden sich 9 Juden. Im Rat der Volkskommissare befanden sich 17 Juden neben 5 Nichtjuden. 1920 waren von 545 Mitgliedern der bolschewistischen Verwaltung 447 Juden. Dabei betrug bei einer Gesamtbevölkerung von 16o Millionen der jüdische Bevölkerungsanteil 7,8 Millionen.

"Es ist - obwohl diese Tatsache heute mit Schweigen bedeckt wird leider unbestreitbar, daß fast ausschließlich jüdische Intellektuelle die treibenden Kräfte der bolschewistischen Revolution gewesen sind (und noch sind); von den ersten Anfängen bis zur Stunde haben sich die Bolschewisten ja auch stets als die Erben und Testamentsvollstrecker des Karl Marx bezeichnet. Hätte der Machtkampf zwischen Stalin und Trotzki nicht mit der Vertreibung und späteren Ermordung Trotzkis geendet, dann würde sich die UdSSR auch heute noch, wie zur Zeit ihrer Anfänge, als fast rein jüdisch geführte Weltmacht präsentieren. Trotzdem sollen spektakuläre Maßnahmen, gegen die Juden in der UdSSR seit einiger Zeit bei westlichen Kritikern des Judentums den Anschein erwecken, als ob die Sowjetführung heute sozusagen antisemitisch sei; mit Eifer werden die entsprechenden Nachrichten aus der Sowjetunion von der Weltpresse aufgegriffen und so geschickt formuliert und kommentiert, daß der Eindruck entstehen muß, es würden tatsächlich solche Regungen in Rußland geduldet - aber gleichzeitig berichtet man über diese angeblichen Vorgänge so maßvoll, daß die Sowjetrepublik keinen wirklichen Prestigeverlust erleidet. Man vergleiche die dezente Tonart, mit der von der Weltpresse über die angeblichen Synagogen-Brände in der UdSSR berichtet wurde, mit dem wütenden Geschrei, das durch die paar provokatorischen Synagogen-Beschmierungen in der BRD ausgelöst wurde. Es ist wohl anzunehmen, daß die Neigung zu Pogromen (und die innere Ablehnung der Juden) im russischen Volk ebenso weiterschwelt wie im polnischen; aber die judenfeindlichen' Maßnahmen der Sowjetregierung richten sich eindeutig gegen die jüdische Religion, nicht gegen die Juden als solche, und sie bezwecken nicht die Rassentrennung, sondern die restlose Einschmelzung ins System. Der Jude gilt insoweit als potentieller Staatsfeind, als er abergläubische, bourgeoise' und kosmopolitische' Neigungen verrät ...

Die geschickt dosierten Informationen über den neuen Sowjet-Antisemitismus' sind einfach Schwindel - sind Köder für jene Europäer, bei denen der Judenhaß größer ist als die Vernunft. Daß die Zwecknachrichten nicht wirklich ernst zu nehmen sind, ergibt sich schon daraus, daß die zahllosen progressistischen Sowjetfreunde jüdischer Herkunft sich durch dies Greuel-Legendchen aus dem Lande ihrer Liebe durchaus nicht abschrecken lassen.

Wir müssen mit Sorge vermerken, daß sehr viele jüdische Intellektuelle, vor allem in Amerika, unverkennbar von Bewunderung für die UdSSR erfüllt sind und sich als die heftigsten Anwälte der ,Koexistenz' betätigen. Warner wie William Schlamm oder der konservative Republikaner Goldwater sind weiße Raben. Natürlich geht mit der Sowjet-Schwärmerei ständig die Beteuerung Hand in Hand, daß man selbstverständlich Antibolschewist. sei.

Der jüdische Schriftsteller Awrom Gontar beantwortete in einem Artikel in der in Moskau in englischer Sprache erscheinenden Wochenzeitung Moscow News die Frage, ob es in der Sowjetunion tatsächlich Antisemitismus gebe. Nach Darstellung des Schriftstellers gibt es heute in der Sowjetunion rund 2,3 Millionen Juden. Davon haben 427.000 eine Hochschulbildung und bekleiden wichtige Posten. Obwohl der Anteil der Juden in der Sowjetunion nur 1.1 Prozent beträgt, sind 15 Prozent aller Ärzte Juden, zehn Prozent der Anwälte ebenfalls. Einen hohen Anteil haben die Juden unter den Journalisten und Schriftstellern. Zehn Prozent dieser Berufsgruppe besteht aus Juden. Von den bekannten Physikern und Chemikern der Sowjetunion sind die Akademiemitglieder Lew Landau (Nobelpreisträger 1962), Alexander Frumkin und Benzion Wul Juden. Frumkin und Wul haben den Stalinpreis erhalten.

In seinem Vortrag "Über den entscheidenden Endkampf" zitierte Joseph Goebbels hunderte von Namen, um die 95 bis 98%ige Führung der russischen GPU und der verschiedenen Volkskommissariate durch Parteifunktionäre jüdischer Herkunft nachzuweisen.

(Vgl. hiezu auch das Kapitel "Die russischen Juden in ihrer Umwelt" in Jakob von Uexküll, Niegeschaute Welten, München 1957.)

Johann Wolfgang von Goethe schreibt im "Jahrmarktsfest zu Plunderswellen":

H a m a n n (zum König Ashasverus):

"Du kennst das Volk, das man die Juden nennt, das außer seinem Gott nie einen Herrn erkennt. Du gabst ihm Raum und Ruh, sich weit und breit zu mehren und sich nach s e i n e r Art in Deinem Land zu nähren ...

und dieses Volk sieht einen Weg nur offen:

Solang die Ordnung steht, solang hat's nichts zu hoffen."

DAS KOMMUNISTISCHE REGIME IN POLEN

Juden sind auch die Gründer und Träger des kommunistischen Regimes in Polen.

Nach einer Mitteilung des polnischen Ministerpräsidenten Slawoj Skladkowskij an den Hohen Kommissar des Völkerbundes von Danzig waren 90 Prozent aller Kommunisten in Polen Juden, und 60 Prozent aller polnischen Juden waren Kommunisten

(Burckhardt, Meine Danziger Mission 1937-1939, 196o, S. 73)

Als 1945 die UdSSR das kommunistische Regime in Polen errichtete, waren die Träger der Regierung und Verwaltung fast durchwegs Juden. An erster Stelle standen die Juden Berman, Hilary, Minc, der Diktator der Planwirtschaft Romkowski, Rozanski und Fejgin u.v.a. Die Führerschaft der polnischen KP und vor allem die Geheimpolizei sind in starkem Maße von Juden durchsetzt.

Diese Verhältnisse führen mit dazu, daß der Judenhaß in Polen nicht abreißt. In der Gegend von Kielce kam es schon 1946 (!) wieder zu Pogromen. Im polnischen Schlesien, in Waldenburg und Reichenbach, wo etwa 20.000 Juden lebten, kam es 1956/57 zu schweren Aufständen gegen die Juden. Es mußte zu ihrer Unterdrückung sogar Militär aus der Garnison von Wroclaw (Breslau) eingesetzt werden.

DAS KOMMUNISTISCHE REGIME IN DER CSSR, IN JUGOSLAWIEN, BULGARIEN, RUMÄNIEN UND UNGARN

Auch hier waren die Führer und Träger des Regimes fast durchwegs Juden, die sich alle unter nichtjüdischen Namen tarnten.

Es würde den Rahmen dieses Buches sprengen, die fast endlose Reihe der Namen dieser jüdischen kommunistischen Führer und Funktionäre auch nur teilweise anzuführen.

In Ungarn waren die Träger sowohl der ersten kommunistischen Revolution 1919 fast ausschließlich Juden (Bela Kun, der Massenmörder Szamuely usw.) als auch jene der zweiten Revolution. So hießen der Diktator und Menschenschlächter Mtyas Rakosy richtig Rot, Peter Gabor richtig Benjamin Auspitz, Jenö Varga richtig Weisfeld, Joszef Revasi richtig Moses Kahana, Istvan Balegh richtig Israel Bloch, Jenö Katona richtig Kornfeld, Ivan Boldizar richtig Pettelheim, Dr. Balassa richtig Blaustein, Dr. Keleman richtig Kohn, Karpati richtig Klein (die letzten drei die Hauptfolterer des Kardinals Mindszenty), Farkas sen. und jun. richtig Ernst Por, Kunfi richtig Kunstädter, Laszlo richtig Rabinowitz. 70 Prozent der ungarischen "Volkskommissare" waren Juden.

"Die erste Räterepublik in Ungarn haben nur Juden gemacht; die Führer waren fast ausschließlich Juden, die geistigen treibenden Kräfte nur Juden: Bela Kun, Pogany, Kunfi, Hamburger, Stromfeld, Corvin-Klein, Arpad Kohn-Kerekes, Tibor Szamuely usw.

Für wenige Heller konnte jeder Jude seinen Namen ändern lassen

und tat dies auch, aus einem Kohn wurde ein Kun oder Kerekes, aus einem Klein ein Corvin ... Im Vorkriegsungarn waren fünf Prozent der Einwohner Juden - keiner aber ein Arbeiter oder Bauer. Dafür waren Juden: von den Ärzten und Advokaten 60 Prozent, von den Journalisten 80 Prozent, von den Kaufleuten 56 Prozent, von den Verlegern 57 Prozent, von den Handels- und Industrieangestellten über 50 Prozent."

(Tharaud, Die Herrschaft der Juden)

In Südafrika deckte neben anderen Nachweisen eine Haussuchung bei der kommunistischen Negerorganisation POGO auf, daß die Führung der kommunistischen Neger und der kommunistischen Organisationen hauptsächlich in jüdischen Händen liegt.

Die Polizei verhaftete die Funktionäre der kommunistischen Bewegung: Goldreich, Goldberg, Bernstein und Felsenstein, die wie andere Funktionäre der Kommunisten nicht Neger, sondern Weiße sind!

IN DEUTSCHLAND

waren die Führer der bolschewistischen Aufstände fast ausschließlich Juden. In Berlin beim Spartakus-Aufstand wie in München bei Gründung der bayrischen Räterepublik waren es die Juden Cohn (Nordhausen) und Haase, Kurt Eisner (richtig Kosmanowsky), Erich Mühsam, Levine, Landauer, Toller, Sontheimer usw.

Auch die Juden, die in amerikanischen Uniformen Deutschland während der ersten Besatzungsjahre überschwemmten, waren fast durchwegs Kommunisten - vielfach sogar schwerster stalinistischer Prägung. Freda Utley, die amerikanische Journalistin, die damals Deutschland bereiste, schildert, wie in der amerikanischen Besatzungszone in Deutschland weitgehend Kommunisten in die einflußreichsten Stellungen eingesetzt wurden:

"So wurde ein vorbestrafter Kommunist 1945 Entnazifizierungsminister in Bayern. In Bayern fungierte auch ein gewisser Martin, ein Vollblutkommunist, dem die Einreise in die USA als amerikanischer politischer Nachrichtenoffizier (PIO) in amerikanischer Uniform verweigert worden war.

Ein ehemaliger amerikanischer politischer Nachrichtenoffizier (PIO), Blake, veröffentlichte im Sommer 1948 in Politics einen aufschlußreichen Bericht, aus dem hervorgeht, wie man damals die amerikanische Zone Deutschlands für den Stalinismus reif machte'.

Mr. Blakes Aufsatz zeigt im einzelnen, welch sonderbare Kollektion von Stalinoiden und Rußland-Anbetern' in den Informations Control und Political Affairs Divisions der Militärregierung versammelt waren, um der amerikanischen Armee bei der Umerziehung der Deutschen' zu helfen. In der Information Control Division saßen so wohlbekannte Kommunistenfreunde und Sowjetapostel wie Saul K. Padover vom Post Meridiem, Cedrik Belfrage und eine erlesene Auswahl früherer OWI-Leute [Office War Information - amerikanischer Abwehr- und Spionagedienst im Krieg] der gleichen politischen Färbung.

Peter Blake berichtete, wie Mr. C. Belfrage einen deutschen Kommunisten als Lizenzträger der bedeutendsten Zeitung der amerikanischen Zone einsetzte (Frankfurter Rundschau mit einer Auflage von 150 000 Exemplaren). Ein anderer von Mr. Belfrage ausgewählter Mann war Wilhelm Gerst, später aktiver Organisator der kommunistischen SED Ostdeutschlands. Eingestellt wurde auch der Kommunist Dr. Hans Mayer, der Leiter des stalinistiscben Schutzverbandes deutscher Schriftsteller', für den die Sowjetunion ein Geschenk Gottes'war. Ebenfalls ein Kommunist, Dr. Rudolf Agricola, Mitglied der Kommunistischen Partei seit 1933, wurde Hauptlizenzträger der DENA, der deutsch-amerikanischen Nachrichtenagentur.

Der Münchner Sender war einem Kommunisten unterstellt. Die offizielle amerikanische Zeitschrift in deutscher Sprache bekam Capt. Hein Norden, der, abgesehen von seiner fanatisch deutschfeindlichen Einstellung, Mitglied verschiedener Organisationen der Kommunistischen Partei war." Usw. usw.

IN ISRAEL

über den Kommunismus in Israel bringt J. G. Burg (S. 295 ff.) einen interessanten Bericht:

"Wer in Israel die markantesten politischen und wirtschaftlichen Erscheinungen kennenlernen will, muß in die Kibbuzim gehen. Der größte Teil der Landwirtschaft ist nämlich kollektiviert. Kooperative und Kibbuzim führen ... Das Leben in den Kooperativen, vor allem in den Kibbuzim, ist wohl die reinste kommunistische Form, die es zur Zeit auf der Welt gibt. Ich sage ausdrücklich auf der Welt' . . . denn sicher träumen in der Sowjetunion die kommunistischen Theoretiker von jener Form der klassenlosen Gesellschaft, die in den sozialistisch-zionistischen Kibbuzim längst verwirklicht wurde. Dabei besteht kein Zweifel, daß allein in den Kibbuzim noch die wirklich opferbereiten, idealistischen Zionisten zu finden sind ...

... Im großen und ganzen führen die Kibbuzniks ein friedliches Leben. Alles, was sie zu tun haben, bekommen sie befohlen und erfüllen alle ihre Pflichten im Kollektiv. Selbstverständlich muß jeder Kibbuznik seine individuellen Pläne und Wünsche aufgeben; daß dies gerade unter den individualistischen Juden möglich war, ist geradezu ein Wunder.

Der Kibbuznik hat überhaupt kein Eigentum mehr. Er erhält für seine Arbeit auch keine Bezahlung. Alle Bedürfnisse werden, je nach Wohlhabenheit des Kibbuz, mit standardisierten Artikeln befriedigt. Die kurzen Khakihosen, die zu meiner Zeit die nahezu einheitliche Kleidung darstellten, die einfarbigen Hemden werden vom Kibbuz gestellt wie das Gemeinschaftsessen, welches jeder im Gemeinschaftseßraum erhält, eine Art Großabspeisung. Der Kibbuz gibt natürlich -auch die Wohnung, die Zigaretten, das Schreibpapier, die Nähnadel, die Schuhcreme, kurz, praktisch alles. Der Begriff des Eigentums, selbst in kleinster Form, existiert im Kibbuz nicht. Er ist so total ausgelöscht, daß die kommunistische Kolchose vor Neid erblassen könnte, die immerhin ihren Mitarbeitern zum Teil eigene Häuschen und in kleinerem Rahmen sogar Nutzvieh und ein Gärtchen beläßt. Das alles gibt es im Kibbuz nicht. Es gibt auch keinen Gewinnanteil, und lediglich für den 14tägigen Urlaub alljährlich bekommen die Kibbuzniks ein Taschengeld.

Die kleinen Zimmerchen, die den Eheleuten zur Verfügung stehen, genügen um so leichter, als ja auf den Kibbuzim die Kinder sehr bald nach der Geburt von den Müttern wegkommen und ins Gemeinschafts-Kinderheim des Kibbuz gebracht werden. So können sie ihre Mütter nicht von der Arbeit abhalten, denn natürlich müssen die Frauen genauso arbeiten wie die Männer, und hier herrscht wirklich eine totale Gleichberechtigung der Geschlechter. In den Nachmittagsstunden, wenn nicht gearbeitet wird, dürfen die Kinder täglich zwei Stunden ihre Eltern besuchen. Dann geht es wieder zurück ins Heim, wo sie selbstverständlich auch wie kleine Rekruten schlafen.

Scheidet aus irgendeinem Grund ein Kibbuznik aus einem Kibbuz aus, erhält er - selbst wenn er dort jahrelang oder jahrzehntelang gearbeitet hat - keinen Pfennig. Alles für das Kollektiv, nichts für das Individuum! ... In der Zeit, in der ich da war, wurde wegen des Klimas morgens von 4 bis 8 Uhr und abends von 18 bis 21 Uhr auf den Feldern gearbeitet. Die Arbeitszeit betrug sieben Stunden.

Es überraschte mich, daß trotz dieser beispiellos billigen Arbeitskräfte, der Großraumplanung und der modernsten Arbeitsmaschinen die Produktion der Kibbuzim sich in der Regel t e u r e r stellte als die Importe aus den Nachbarländern. 1950 stellte ich verwundert fest, daß die Fische, welche die Kibbuzim auf den Markt lieferten, v i e 1  t e u r e r waren als die, welche aus der Türkei importiert wurden. Dabei unterstützt der Israelstaat die Kibbuzim in jeder Hinsicht. Ohne die ausgiebige Finanzierungshilfe, besonders aus den USA, könnten sich diese zionistischen Kolchosen trotzdem nicht halten. Im Grunde geht es ihnen nicht anders als der ganzen israelischen Wirtschaft, die in stärkstem Maße von der Hilfe des Weltjudentums abhängt ... Ohne die gewaltigen Finanz-Unterstützungen wäre Israel trotz des Fanatismus der zionistischen Politiker und des Idealismus der zionistischen Kibbuzniks längst zusammengebrochen.

Israel verfügt über etwa 26 Millionen Dunam Land. Davon werden etwa 5 bis 6 Millionen als Kulturboden bearbeitet. (1Dunam hat 1000 Quadratmeter.) ... 90 Prozent des gesamten israelischen Bodens gehören dem Staat und dem Kern Kayemeth. Der Boden des Kern Kayemeth ist unverkäuflich und wird vom Staat zentral verwaltet ... Infolge der Bodengesetze gehört heute praktisch der ganze Grund und Boden in Israel dem Staate.

Als ich längst aus Israel nach Deutschland zurückgekehrt war, erlebte ich 196o in der BRD die große Entrüstung über die Verstaatlichung des Bodens und die Enteignung der Bauern in der DDR. Gleichzeitig las ich in der Presse sprachlos von den begeisterten Empfängen von Vertretern der israelischen Kibbuzim in Westdeutschland und von der Entsendung von westdeutschen Jugendorganisationen in die Kibbuzim nach Israel, um dort mitzuarbeiten!

Diese Kibbuzim haben bekanntlich einen Grad der kommunistischen Gemeinschaft erreicht, von dem Ulbricht und Genossen ihren Bauern gar nichts zu sagen wagen!

Weiß man das in der BRD nicht? Wenn man es aber weiß, dann kann man doch die Proteste gegen die Zwangskolchosierung in der Sowjetzone in Mitteldeutschland nicht ernst nehmen. Wenn das kommunistische Kibbuzim-System in Israel richtig und lobenswert und nachahmenswert ist, daß man sogar die deutsche Jugend dorthin schickt, dann ist doch nicht einzusehen, daß Ulbricht und Genossen sich auf falschem Wege befinden ...

... Die Kommunistische Partei Israels wurde in Palästina bereits in der Mitte der zwanziger Jahre offiziell gegründet und von der Moskauer Komintern als ihre Sektion anerkannt."

Auch die kommunistische Sitte, die Kinder zur Denunzierung ihrer Eltern und ihrer Familie aufzufordern, hat man bereits übernommen.

J.G.Burg schreibt darüber (S, 341):

"Der Kampf gegen den schwarzen Markt ging so weit, daß die israelische Regierung alle Kinder aufforderte, bei den Eltern in den Eis- und Kühlscbränken herumzuscbnüffeln und den Kontrollbehörden zu melden, was sie dort vorgefunden hätten ... "

KOMMUNISMUS IN KUBA

Die jüdische Zeitschrift Jedioth Chadaschoth, Tel Aviv, schrieb am 3.2.1961

"In Lateinamerika gibt es eine neue Gefahr, den Fidelismus, so genannt nach Fidel Castro, dem Diktator von Kuba. Er hat die Form eines Kommunismus gefunden, die für Lateinamerika attraktiver ist als der Urkommunismus von Moskau. Und die jüdische Jugend wird von dieser Zeitströmung erfaßt. In den fidelistischen Kreisen dominieren jüdische Edelkommunisten. Wir kennen diese Erscheinung aus der Weimarer Republik ... In Lateinamerika macht sich heute ein Antijudaismus geltend, und die Anti-Castro-Leute weisen darauf hin, daß die Juden bei der Ausbreitung der neuen Heilslehre' [des kommunistischen Fidelismus], die von Kuba ausgeht, führend sind ... "

ENTWICKLUNG DES DEUTSCHEN ANTIJUDAISMUS

"Wie erklärt ihr die unbestreitbare Tatsache, daß zu allen Zeiten und überall in der Welt, wo wir Juden mit anderen Völkern in Berührung kommen, dieser Haß und diese Abneigung gegen uns entsteht?"

(Der Jude Dr. Elias Jakob in Fromer Zukunft, 18. 6. 1904)

"Man sollte sich doch fragen, warum auch alle großen Geister wie Leibniz, Kant, Goethe, Schiller, Schopenhauer, Fichte, Wagner usw. Judenfeinde gewesen sind!"

(Der Jude Max Steiner in Welt der Aufklärung, Berlin 1904)

"Die Juden sind ein Volk, eine rassisch und national untrennbare Einheit, verbunden durch hochmütige feindliche Absonderung gegen die übrige Menschheit. Dieser bleibt gar nichts anderes übrig als Abwehr des Judentums als Einheit - das ist Antisemitismus."

(Dr. Theodor Herzl) (Vgl. hiezu die britische Definition: "Antisemitismus ist Judengegnerschaft über das notwendige Maß hinaus.")

"Man gewöhne sich endlich daran, den Antisemitismus endlich als das zu erkennen, was er ist: als eine tief im Gefühl verankerte Einstellung aller Völker, unter denen Juden wohnen."

(In Das jüdische Echo, München, 7. 2. 19 19)

"Der Jude ist ebenso kein Deutscher, kein Engländer, kein Amerikaner, sondern eben ein Jude, ein Fremdling. Und es ist nicht ein Ausfluß niederster Instinkte', sondern vielmehr ein durchaus berechtigtes und gesundes Gefühl, wenn ein Volk sich wehrt, von Fremden regiert zu werden ... Nicht daraus erwächst den Juden ein Vorwurf, daß sie Juden sind und als solche dem Deutschtum (Britentum, Amerikanertum) ewig fremd gegenüberstehen, sondern daraus, daß der Jude die ungeheuerliche Anmaßung hat, bei dieser Sachlage überall an der -Spitze zu stehen und alles beeinflussen zu wollen."

(Die Jüdin Rahel Rabinowitz in Bayrischer Kurier, 1919)

"Die Verfolgung von Minderheiten ist immer zu verurteilen. Dies hindert aber nicht, daß alle Minderheiten ihrerseits gegenüber ihrem Gastlande gewisse Verpflichtungen haben. Minderheit und Gastrecht verpflichten. Wenn man diesen Grundsatz und diese Pflichten mißachtet, trägt man Mitschuld an den Verfolgungen, die man durch sein Verhalten provoziert."

(Germain Dibon)

Die gesellschaftliche und soziale Integration der Juden machte in Deutschland immer größere Fortschritte; natürlich ging dieser Vorgang - besonders in den letzten feinen Auswirkungen - nur langsam vor sich.

Der Vorgang der Emanzipation wurde vor allem durch das überaus stark ausgeprägte Eigenleben der Juden, durch das strenge religiöse Gebot der absoluten Absonderung und das strenge religiöse Verbot der Vermischung überaus erschwert.

Schon im 17. Jahrhundert hatte man damit begonnen, von der Forderung, die Juden sollten ihren Glauben aufgeben (Taufe oder Emigration), abzugehen. Im 19. Jahrhundert wäre eine solche Forderung bereits als inhuman und als rückständig empfunden worden[1]. Man forderte von den Juden als Voraussetzung ihrer gesellschaftlichen Integration nicht mehr die Aufgabe ihrer Religion, wohl aber forderte man von ihnen, ihren Anti-Christianismus und ihre nationale Absonderung aufzugeben und sich der deutschen Lebensart anzupassen. Der bayrische Dekan W.Chr.Weimann sagte 1831 dazu mit scharfem Witz:

"Man wolle erst dann gerecht gegen die Juden sein, wenn es keine Juden mehr gäbe."

Das sollte sehr witzig sein, ist aber typisch präpotent. Weimann verlangt damit nicht weniger, als daß man die jüdische Minderheit telquel anerkennen und ihr Gleichberechtigung zuerkennen müsse, also bedingungslose Anerkennung ihrer nationalen Eigenart, ihrer Lebensart usw. Kein Volk in der Welt wird einer in seiner Mitte lebenden Minderheit eine solche weitgehende totale Gleichberechtigung zuerkennen: das hieße in Wahrheit nicht weniger, als ihnen das Recht zuzuerkennen, einen Staat im Staat zu bilden. Das Groteske wäre dabei, daß die Juden zwar alle Rechte in ihrem Wirtsstaate gehabt hätten, aber der Wirtsstaat seinerseits bei dem innerhalb seines Bereiches bestehenden jüdischen Staat kein Mitbestimmungsrecht gehabt hätte. Das aber ist absurd. Man vergleiche damit die absolute Intoleranz der Juden in Isreael.

Die Juden konnten billigerweise nur Religionsfreiheit verlangen; sie konnten verlangen, daß ihnen das Recht der freien Religionsausübung zugestanden werde und daß ihnen aus Religionsbekenntnis und Religionsausübung kein Nachteil erwachse, aber nicht mehr. Dieses Recht wurde den Juden in Deutschland in der weitestgehenden Weise zuerkannt. Aber man wehrte sich dagegen, daß die sich "auserwählt", "besser" und "überlegen" dünkenden Juden, die mit Verachtung auf alles Nichtjüdische herabsahen, auf ihrem Anti-Christianismus bestanden und ihre Lebensart und ihre Lebensauffassung ihrem Wirtsvolke aufzudrängen versuchten.

Die Engländer definieren den Antisemitismus, den Antijudaismus, als "Judengegnerschaft über das unbedingt notwendige Maß hinaus."

Die moralisch wie intellektuell gleich verabscheuungswürdige These von der "Minderwertigkeit der jüdischen Rasse" ist in Deutschland entgegen den infamen Behauptungen der Hetz- und Lügenpropaganda -niemals aufgestellt worden. Diese abscheuliche These ist ein giftiges Schlagwort der Lügenpropaganda.

Die Nationalisten aller Nationen pflegen ihre Nation als überlegen und alle anderen Nationen als mehr oder weniger minderwertig zu bewerten. Das tun vor allem die nationalen Juden selbst.

Während es aber in Deutschland niemals eine Lehre von der Minderwertigkeit der jüdischen Rasse gab, waren die Juden von der tiefeingewurzelten Überzeugung, von dem religiösen Glauben von der Minderwertigkeit aller Nichtjuden gegenüber den Juden beherrscht.

Die jüdische Religion, der jüdische Glaube, war für jeden aufgeklärten Deutschen - und das wollte im Grunde jeder Deutsche sein kein prinzipielles Hindernis der Integration. Man begrüßte, wünschte und förderte zwar den Konfessionswechsel der Juden, weil vor Hitler -jeder Jude damit aufhörte, ein Jude zu sein.

Man sah im Religionswechsel der Juden die beste, die "christlich-humane" Lösung der Judenfrage.

Die offizielle Anschauung über das deutsche Judenproblern erhellt am klarsten die Denkschrift des preußischen Staatsministeriums aus dem Jahre 1840 (Berliner Zentralarchiv, Rep. 90, Bd 30, S 16o ff.). Die Kernpunkte dieser Denkschrift waren:

Die bürgerliche Gleichstellung fördert die Christianisierung der Juden nicht. Die Zahl der jüdischen Bekenner hat sich weder in Deutschland noch in Frankreich, Holland und Belgien erheblich vermindert, trotz der bürgerlichen Gleichstellung dort.

2. Ein natürliches Menschenrecht auf bürgerliche Gleichstellung bestehe für die (sich selbst absondernden) Juden nicht. Das Axiom auf bürgerliche Gleichstellung aller Staatsbürger habe in Deutschland niemals Geltung gehabt; es widerspreche der Geschichte und der gesunden staatsbürgerlichen Auffassung, nach welcher die bürgerliche Ungleichheit (aber nicht der jüdischen Bürger allein) naturgemäß sei und zum Wesen eines Staates gehöre.

3. Die Eigenart deutscher Staaten beruhe auf dieser Ungleichheit und sodann auf dem Christentum, welches alle sozialen Verhältnisse durchdringe und die öffentliche Moral bestimme. Solange die Juden noch Juden seien, bewirkten die Grundsätze ihrer Religion, daß die Juden alle anderen nichtjüdischen Menschen von sich aus als Fremde (d. h. als Feinde) ansähen.

In den Beratungen des preußischen Staatsministeriums vom 8.9.1845 heißt es:

"Die Gründe, welche der allgemeinen Zulassung der Juden zu Staatsämtern entgegenstehen, sind im wesentlichen darauf zurückzuführen, daß sie [d. h. die Juden] eine eigene Nationalität bewahrt haben; daß ferner die Grenze des Erlaubten nach der Sittenlehre ihrer Religion [ d. h. also ihrer Lebensart ] mindestens bei der größeren Zahl der auf einer untergeordneten Stufe Stehenden, über dasjenige hinausgeht, was nach der christlichen Moral erlaubt ist, zumal die im Volke vielfach bestehende, zum Teil auf Wahrnehmungen, zum Teil auch auf Vorurteil bestehende Abneigung gegen die Juden dem Erfolg einer amtlichen Tätigkeit wesentlich entgegentreten und die Wirksamkeit ihres Berufes hemmen würde.

"In der Tat beharrten viele Juden - wie wir schon im Kapitel über die Entwicklung des allgemeinen Antijudaismus des näheren ausführten -starr auf ihrer Fremdheit und Absonderung. Sie dachten nicht daran, sich zu assimilieren und ihre absolut gegensätzliche und feindselige Haltung gegen das Christentum aufzugeben. So viele Juden auch bereit waren, sich der deutschen Lebensart anzupassen und sie zu übernehmen, noch mehr Juden beharrten auf jenen strengen jüdisch-orthodoxen Religionsvorschriften und Anschauungen, die ihnen völlige geistige und gesellschaftliche Separation und eine gegensätzliche, ja feindselige Haltung zu ihrer nichtjüdischen - in Deutschland christlichen - Umwelt vorschrieben. Dieser jüdischen Absonderung, diesem jüdischen Verhalten entsprach auch, daß die Juden fortfuhren, ihrer Umgebung weiter als "Fremde", die "Geheimnisvollen", die "Unheimlichen", die "Wesensfremden" zu erscheinen. Angesichts dieses sehr fühlbaren Gegensatzes zwischen den christlichen und den jüdischen Deutschen waren auch die liberalsten und tolerantesten Deutschen gegen antijüdische Anwandlungen nicht gefeit.

Da viele Juden sich als eigene Nation, als eigenes Volk empfanden und ihre in sich geschlossene und abgeschlossene Gemeinschaft als Staat im Staat fühlten, wurden sie - trotz aller Aufgeklärtheit und religiösen Gleichgültigkeit ihrer deutschen, christlichen Mitbürger in natürlicher Weise als unliebsamer und unwillkommener Fremdkörper empfunden. Nur war jetzt anstelle des religiösen Gegensatzes der nationale Gegensatz getreten; das antichristliche Judentum wird zum antinationalen Judentum.

(Vgl. hiezu die Debatten des badischen Landtages über Judenemanzipation 1831 und 1833; insbesondere auch die Schrift des Heidelberger Professors und Kirchenrates H. E. G. Paulus, Die Nationalabsonderung der Juden, 1831)

Man wird, wenn man nicht selbst Jude ist, die Ablehnung dieser nationalen Juden als selbstverständlich finden, die sich, obwohl sie in Deutschland und von Deutschland lebten, als jüdische Nation und ihre Gemeinschaft als einen Staat im Staat empfanden. Ganz zu Unrecht empfinden diese nationalen Juden eine solche ablehnende deutsche Haltung, die doch nur die natürliche Reaktion auf die tiefgehende Ablehnung alles Nichtjüdischen durch die Juden ist, ihnen gegenüber als unbillig, ja als unsittlich. Natürlich gab es viele Juden in Deutschland, die über diese nationalen Absonderungsvorschriften und Feindschaftsgebote der jüdischen Religion längst hinausgewachsen waren und die sich - mochten sie sich auch als gläubige Juden fühlen - doch nicht als nationale Juden, doch nicht als "Nicht-Deutsche" fühlten. Sie fühlten sich in ehrlicher Überzeugung und ohne Vorbehalt als gute Deutsche, waren in die deutsche Lebensart hineingewachsen, teils sogar schon in ihr aufgewachsen und von Geburt an mit ihr verwachsen. Sie wehrten sich dagegen, daß man sie mit den nationalistischen Juden in einen Topf warf.

Gabriel Riesser klagt in seiner Schrift Verteidigung der bürgerlichen Gleichstellung der Juden gegenüber den Einwürfen von H.E.G. Paulus, 1832, S 39, mit den ergreifenden Worten:

Wir sind entweder Deutsche, oder wir sind heimatlos." (Vgl. auch E. Sterling, Er ist wie du. Aus der Frühgeschichte des Antisemitismus in Deutschland, 1815-1850, 1956, a. a. 0., S. 93)

Der deutsche Jude Berthold Auerbach (1812-1882), der die herzergreifenden Schwarzwälder Dorfgeschichten schrieb, legte das aus tiefer Seele kommende Bekenntnis ab:

"Wir [Juden] achten und lieben deutsche Sitte und deutsches Herz; es ist auch unsere Sitte, unser Herz."

(Zitiert in Josef Nadler, Literaturgeschichte des deutschen Volkes, Propyläenverlag, 1938, Band III, S. 262)

Selbst Heinrich Heine (1797-1856), der große Spötter, dem nichts auf der Welt heilig war, schrieb an seinen Jugendfreund Rudolf Christiani:

"Mir ist das Deutsche das, was dem Fische das Wasser ist; ich kann aus diesem Lebenselemente nicht heraus ... Ich liebe sogar im Grunde das Deutsche mehr als alles auf der Welt; ich habe meine Lust und Freude daran, und meine Brust ist ein Archiv deutschen Gefühls."

(C. F. Reinhold, Heinrich Heine, Verlag Druckhaus Tempelhof, Berlin 1947, S 47)

Obwohl in Frankreich lebend, lehnte er eine Naturalisation in Frankreich ab:

"Es wäre für mich ein entsetzlicher, wahnsinniger Gedanke, wenn ich mir sagen müßte, ich sei ein deutscher Poet und zugleich ein naturalisierter Franzose." (Reinhold, S. 15)

Und der deutsche Jude Ernst Lissauer (1882-1937), der 1914 nach der Kriegserklärung Englands an Deutschland den

"Haßgesang gegen England" schrieb, bekannte nach der Niederlage Deutschlands im ersten Weltkrieg:

"Sie beschimpfen Deutschland, um so heißer liebe ich es; es soll wanken, desto wandelloser spüre ich es; sie wollen es zerstören, ich fühle seine Ewigkeit." (Vgl. Josef Nadler, Band IV, S. 232)

Mit tiefer Rührung führe ich an dieser Stelle auch das Bekenntnis zweier deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens zum gemeinsamen deutschen Vaterland an, das an Klarheit, Entschiedenheit und Innigkeit wohl nicht übertroffen werden kann. Jakob Wassermann antwortete dem Zionismus (Antisemitismus und Rassenfrage, Leipzig 1923):

"Das Land meiner Väter, es ist barer Hohn; jeder italienische Marktflecken, jeder deutsche Dom geht tiefer in die Empfindung, Hat irgendwer in der Welt das Recht, mich, mein Bewußtsein, meine Form um 700 bis 1000Jahre zurückzuwerfen, auszulöschen, was durch seine Sprache Geschlechter lang in mich geflossen ist, durch die Landschaft, durch die Geschichte, durch die Kunst, durch das stumme Miterleben Jahrhundert um Jahrhundert? Sie können mich zu einem Exilierten machen ... zu einem Palästinenser machen können Sie mich nicht.

"Walter Rathenau, Großindustrieller und deutscher Außenminister der Weimarer Republik, bekannte 1916 (Briefe, Dresden 1926):

"Ich habe und kenne kein anderes Blut als deutsches, keinen anderen Stamm, kein anderes Volk, als deutsches. Vertreibt man mich von meinem deutschen Boden, so bleibe ich deutsch, und es ändert sich nichts.

"Die Mehrheit der Juden teilte diesen Standpunkt jedoch nicht. Die nationalen Juden kamen und kommen heute noch bei der Zumutung, nur Glaubensjuden sein zu sollen, geradezu in nationalistische Raserei.

Die Forderung des deutschen Historikers Friedrich Rühs (über die Ansprüche der Juden, 1815, S 39),

"Die Juden zur wirklichen Aneignung des deutschen Volkstums zu veranlassen", finden diese nationalistischen Juden geradezu als "Verbrechen am Judentum".

E. L. Ehrlich nennt ungeheuerlicherweise das Bestreben, die Juden zu Deutschen erziehen zu wollen, wie dies etwa J. v. Dollinger tut ("Die Juden in Europa", 1881, in Akademische Vorträge, I, 2.Aufl. 1890, S.240), sogar als die böswilligste und folgenschwerste Form des Judenhasses".

Logischerweise müßte man dann auch umgekehrt sagen, "die böswilligste und folgenschwerste Art des Christenhasses der Juden ist ihr stures Beharren auf ihrer Ablehnung jeder Assimilation und jeder Verschmelzung mit ihren Wirtsvölkern". Auch die modernsten nationalen Zionisten stehen heute auf dem Standpunkt Ehrlichs, daß es eine christliche Frechheit und Unverschämtheit ist, zu erwarten oder gar zu verlangen, daß sich die Juden integrieren und assimilieren. Die Zionisten empfinden die Assimilation als ein Verbrechen am Judentum.

Nahum Goldmann bekannte:

"Die Assimilation der Juden in ihren jeweiligen Heimatländern bedroht die jüdische Existenz mehr als die Verfolgung, als Inquisition und Pogrome."

(Zitiert von Bill Gottlieb, Direktor für das Nachrichtenwesen der amerikanischen Juden, im Artikel "Judentum und Zionismus", NZ Nr. 21 VOM 21. 5. 1965, S. 4)

Im Frühjahr 1965 hielt Dr. Joachim Prinz, Präsident des amerikanisdien jüdischen Kongresses (und bis 1937 Rabbiner in Berlin) im jüdischen Gemeindehaus in Berlin (das der Berliner Senat mit Millionenkosten errichtet und der jüdischen Gemeinde geschenkt hat) einen Vortrag. Das Thema war "Die Juden und Deutschland". Mit talmudischer Spitzfindigkeit begann er:

"Ich sage nicht, daß ich die Deutschen hasse; aber niemand kann von mir verlangen, daß ich die Deutschen liebe."

Dabei troff seine Rede von alttestamentarischem Haß; er behauptete schlicht und einfach mit unerträglicher Präpotenz und Frechheit,

"...daß der Ursprung des Antisemitismus die Angst [der Christen] sei:

Die Angst vor dem jüdischen Geiste, die Angst vor dem jüdischen Können, die Angst vor der jüdischen Überlegenheit, die Angst vor Einstein und Tucholsky."

(Die Welt, 27. 3- 1965)

In höchster Erregung versetzte ihn die Frage aus dem Publikum:

"Warum sind die Juden in der Vergangenheit nicht mit dem deutschen Volke verschmolzen? Ist nicht das die Ursache des Antisemitismus?"

Erregt rief er seine Antwort auf diese Frage in den Saal:

"Die Forderung nach Verschmelzung ist eine Unverschämtheit! Hier zeigt sich ein Grundübel der Deutschen!"

Klarer kann man das nationale Selbstbewußtsein der Zionisten nicht ausdrücken. Ist es ein Wunder, daß viele Deutsche Juden vom Schlage Prinz' aus tiefster Seele ablehnen und sie überallhin - außer nach Deutschland - wünschen? Wie überglücklich wären doch die meisten Deutschen, wenn sie in ihrer "Angst" vor der überragenden Gescheitheit solcher präpotenter Zionisten allein gelassen würden!

Welch ungeheure und zutiefst abstoßende Präpotenz liegt doch darin, die Bereitschaft der Wirtsvölker, die bei ihnen lebenden Juden in sich aufzunehmen, und die Erwartung, sich mit ihnen zu verschmelzen, als "Unverschämtheit" zu erklären! Für solche überspitzte Nationalisten ist in Wahrheit nur in einem jüdischen Staat Platz[2]. Bei diesen Nationalzionisten handelt es sich - wie bei allen von einer Wahnidee besessenen Menschen - um eine Art geisteskranker Menschen, um arme - aber ganz und gar nicht harmlose - Irre, deren Wirken sich einmal als sehr gefährlich und verhängnisvoll für ihre Glaubensgenossen erweisen wird.

Über den tiefen Abscheu vor solchen nationalen Chauvinisten und den heißen Willen der Mehrheit des deutschen Volkes, sich von solchen Menschen zu trennen, kann auch die bedauerliche Haltung jener "Deutschen" nicht hinwegtäuschen, die - wie der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, Willi Frahm-Brandt, auch solche jüdische nationale Chauvinisten wie Prinz bevorzugt empfingen und mit ebenso ungebührenden wie aufdringlichen Ehrungen überhäuften. Die Zeitungen berichteten, daß Brandt mit Prinz - um nur ja keine Zeit zu versäumen - schon am Abend der Ankunft zu einem vertraulichen "Gespräch" zusammenkam. Brandt nahm noch am gleichen Abend Gelegenheit, in einem kleinen Kreis von Gästen im Gästehaus des Berliner Senates erste Gespräche mit diesem Herrn Prinz zu führen. An diesem Essen für Prinz nahm auch die Gattin des Regierenden Bürgermeisters teil.

Wie so viele deutsche Politiker vertritt auch Herr Frahm-Brandt hier -wie übrigens noch in vielen anderen Belangen - nicht das deutsche Volk, das für solchen pathologischen jüdischen Nationalismus kein Verständnis aufbringen kann. Das deutsche Volk ist vorbehaltlos für alle jene Juden, die keine Sonderstellung in Deutschland beanspruchen, aber ebenso vorbehaltlos gegen alle jene, die die Erwartung als "unverschämte Zumutung" empfinden, die in Deutschland lebenden Juden sollten mit dem Staat, in dem sie leben, verwachsen. Für eine solche pathologische Form des jüdischen Nationalismus kann man hierzulande kein Verständnis aufbringen.

Welch ein Aufschrei der Empörung würde Amerika, ja die ganze Welt erfüllen, wenn etwa die Deutschen, die in Kanada oder in den USA oder sonstwo einwandern, darnach trachten würden, sich zwar in die Spitzen der Staatsämter und Staatsstellen einzudrängen und maßgeblichen Anteil an der Regierung und Verwaltung ihrer Gastländer zu nehmen, aber dabei darauf bestünden, nationale Deutsche zu bleiben und einen deutschen Staat in ihrem Wirtsstaat zu bilden. Mit Recht würde man das als Gipfel beleidigender Unverschämtheit und Anmaßung empfinden.

Die Nationalzionisten bezeichnen es sogar als Anmaßung, die Juden in Israel, die einen deutschen Paß besitzen, also deutsche Staatsbürger sind, als "deutsche Bürger" zu reklamieren. Die jüdische Zeitung Jedioth Chadashoth gibt selbst den Ansätzen einer Integrationspolitik eine an Deutlichkeit kaum zu überbietende Absage:

"Der deutsche Botschafter muß sich darüber klar sein, daß es, im Gegensatz zu anderen Ländern, in Israel keine Auslandsdeutschen gibt. Wenn sich in den letzten Jahren eine verhältnismäßig kleine Zahl von Juden aus Deutschland deutsche Pässe hat ausstellen lassen, um bequemer in der Welt reisen zu können, so ist das auf das höchste zu mißbilligen; aber auch sie, die aus Opportunismus würdelos gehandelt haben, haben ganz gewiß nicht die Absicht gehabt, wieder Vollbürger ihres Ursprunglandes, aus dem sie vertrieben wurden, zu werden und sich als solche zu bekennen. Es ist zu hoffen, daß sich die deutsche Botschaft nicht versucht fühlen wird, sich nach solchen Juden aus Deutschland umzusehen, die bereit sein könnten, von der staatlichen Normalisierungspolitik abzuweichen ... "

Es können in Deutschland - wie in jedem anderen Staat - sehr gut Bürger mit hundert verschiedenen Religionen und Bekenntnissen als gleichberechtigte Staatsbürger leben, die in ihrer Vaterlandsliebe zu Deutschland miteinander wetteifern; aber Menschen, die der Staatsnation gar nicht angehören wollen, sondern ihr grundsätzlich ablehnend und feindlich, ja oft haßerfüllt gegenüberstehen und einen eigenen Staat im Staat bilden wollen, sind, wie in jedem anderen nichtjüdischen Land so auch in Deutschland, fehl am Platze. Das ist ein unmöglicher Zustand.

Wenn Juden die Integration mit ihren nichtjüdischen Wirtsvölkern wirklich als so fluchwürdig und als unverschämte Erwartung empfinden und die Eingliederung als ausschließliche Staatsbürger als "Verbrechen am Judentum" brandmarken, dann scheint zur Lösung der Judenfrage wirklich nur die von den Nationalzionisten so leidenschaftlich erstrebte örtliche Separation übrigzubleiben.

Und es erscheint mir - wie ich bereits feststellte - auch als nicht recht logisch, Menschen, sofern sie ganz dasselbe wie die Juden selbst wollen und wünschen - nämlich die völlige nationale Separation der Juden -, dann deshalb als Verbrecher zu bezeichnen. Dürfen nur die Juden die Vermischung mit Nichtjuden ablehnen, nicht aber die Nichtjuden auch die Vermischung mit Juden?

Absolute religiöse Toleranz gegen Mitbürger anderen Glaubens ist sittliches Gebot; nationale Toleranz zu fordern gegenüber einem nationalen, feindlichen Fremdkörper im eigenen Lande ist ungeheuerliche Anmaßung. Noch dazu, wenn die Angehörigen dieses nationalen Fremdkörpers von Haß und Verachtung gegen das Wirtsvolk erfüllt sind.

Das Gefühl, mit den Juden ein deutschfeindliches Element, einen deutschfeindlichen Staat im Staate zu haben, verstärkte sich in Deutschland immer mehr. 1819 schrieb der deutsche Historiker Heinrich von Treitschke in den Preußischen Jahrbüchern (S. 575) in einem Artikel Ein Wort über unser Judentum:

"Bis in die Kreise der höchsten Bildung hinauf, unter Männern, die jeden Gedanken kirchlicher [religiöser] Unduldsamkeit oder nationalen Hochmuts mit Abscheu von sich weisen würden, ertönt es heute wie aus einem Munde: Die Juden sind unser Unglück!"

Das waren Worte, die die zu guten deutschen Staatsbürgern gewordenen Juden ins tiefste Herz treffen und aufs tiefste verletzen mußten; dies um so mehr, als die Massen, die an sich schon gegen die sich absondernden Juden genauso ablehnend eingestellt waren wie diese Juden gegen sie, auf ein solches Urteil aus dem Munde eines Mannes der höchsten geistigen Elite verhängnisvoll ansprechen mußten, besonders in Zeiten wirtschaftlicher Bedrängnis.

Solche Verdammungsurteile wurden verbreitet und allgemein bekannt. Ihre Wirkung wurde nicht aufgehoben durch die mahnenden Worte anderer großer deutscher Geister, wie etwa von Theodor Mommsen, der in seiner Flugschrift Auch ein Wort über die Judenfrage (1881) als Antwort an Treitschke den Antijudaismus entschieden zurückwies und als "Mißgeburt" des nationalen Gefühls" bezeichnete. Allerdings mahnte auch Mommsen die Juden zugleich, ihrerseits den Preis für den Eintritt in die große deutsche Nation zu zahlen, wie auch die verschiedenen deutschen Volksstämme für den Eintritt in die große deutsche Nation ebenfalls ein Stück von ihrem Eigensten hatten hergeben müssen.

"Es ist die Pflicht der Juden, soweit sie es können, ohne gegen ihr Gewissen zu handeln, auch ihrerseits ihre Sonderart nach bestem Vermögen von sich zu tun und alle Schranken zwischen sich und den übrigen deutschen Mitbürgern mit entschlossener Hand niederzuwerfen."

Die jüdischen Nationalisten waren aber um keinen Preis der Welt bereit, diese Schranken, ihre jüdische Nationalität, aufzugeben. Gerade in jenen Jahren entfalteten sie eine nationale Propaganda unter den deutschen Juden, die diese um so tiefer in seelische Konflikte stieß, als trotz der Assimilationsbereitschaft vieler deutscher Juden unter Einfluß von böswilligen antijüdischen Hetzschlagworten demagogischer Politiker - eine große und ungebildete Masse nicht bereit war, die integrierten Juden voll und ohne jeden Vorbehalt wirklich als Vollbürger zu nehmen und ihnen die volle soziale Gleichberechtigung wirklich zu gewähren.

Abgesehen von den böswilligen Hetzern fanden es viele Politiker bequem, mit dem Antijudaismus politisch zu manipulieren. Sie sahen in ihm ein praktisches Mittel, das man - je nach den Erfordernissen der jeweiligen politischen und wirtschaftlichen Situation - nach Wunsch leicht an- und abstellen konnte. Sie sahen darin die kürzeste und ungefährlichste Art, die Massen von einer Lebensnot abzulenken, einen politischen Engpaß zu überwinden und zu überdauern.

Dem jüdischen Einfluß wurde dabei einfach alles in die Schuhe geschoben- von der Güterschlächterei bis zum Kulturkampf ...

Durch ihren exklusiven Nationalismus und ihre hartnäckige Separation, ihre Verachtung und Feindschaft gegen alles Nichtjüdische, machten sich die nationalistischen Juden selbst mit aller Macht zu einem Fremdkörper innerhalb des deutschen Volkes und damit zu einem willkommenen, idealen Angriffsobjekt in allen Situationen, wo ein solches politisch benötigt wurde.

Die jüdischen Nationalisten liefen Sturm gegen das jüdische Assimilantentum, gegen die Assimilationsbereitschaft vieler Juden. Diese fanatischen Nationaljuden empfanden es als Majestätsbeleidigung, wenn man ihnen zumutete, ihrerseits jene Schranken zu beseitigen, die sie vom deutschen Volke trennten und die es ihnen unmöglich machten, in Deutschland Wurzel zu schlagen und dort ihre Heimat und ihr Vaterland zu finden.

E. L. Ehrlich meint zu der Zumutung, die Juden mögen sich an ihre Umwelt angleichen, in nationalzionistischer Anmaßung, daß die Menschen, die dies von den Juden erwarten, "das historische Phänomen des Judentums nicht begreifen".

Wenn jede Nation sich als solch "historisch gewachsenes nationales Phänomen" betrachtet, dann hätten wir ja die schönste "nationale Raubtier-Menagerie" beisammen, die man sich auf dieser Erde nur wünschen kann. Das pathologische nationalzionistische Phänomen, der phänomenale Jude E. Ehrlich, gibt zu der Frage der deutsch-jüdischen Beziehungen folgenden talmudisch-dunklen, anmaßend überheblichen Erguß von sich:

"Die Deutschen müssen lernen, das jüdische Phänomen zu begreifen ... Die Eigenart des Juden läßt sich nicht allein in dem Begriff der Religion beschreiben. Judentum ist mehr a1s Re1igion ; es ist auch nicht nur eine Schicksalsgemeinschaft, sondern in der Existenz des Juden schwingt neben dem Religiösen, das im Judentum immer eine konstituierende Rolle gespielt hat, ganz entscheidend das Element des jüdischen Volkes mit, wenn dieses auch nicht ohne weiteres dem nationalen der anderen Völker gleicbzusetzen ist."

Das verstehe, wer kann. Es ist nichts als die unerträglich präpotente Behauptung von der Auserwähltheit und der "Weltherrschafts-Berufung der Juden" in Reinkultur.

"Vor einer Begriffsbestimmung dessen, was das Judentum charakterisiert, versagte bekanntlich [!j schon der Heide Bileam, wenn er meinte: Da, ein Volk, einsam wohnt es, unter die Erdstämme rechnet es sich nicht.' (NUM. 23, 9)

In menschlich gewiß verzeihlichem Irrtum [7] nahm eine geistig hochstehende Generation von Juden in Deutschland an, die Flucht aus der Einsamkeit, die Assimilation, würde die Spannungen zur Umwelt beseitigen; der in diese integrierte Jude biete weniger Anlaß zu Angriff en als der seiner nationalen und religiösen Eigenart bewußte.

Der Staat Israel und das in ihm erwachte neue Selbstbewußtsein, die seelische Freiheit des jüdischen Menschen, ist die große und für die Majorität der Juden gültige Antwort auf die Fehlentwicklung der deutscb-jüdischen Beziehungen in den letzten 150 Jahren.

Vgl. dazu K. Wilhelm, "Erwählung Israels im jüdischen Denken", Monatsschrift für Pastoraltheologie, 18 .9.1959, S 333 f :

"Es ist die Gemeinschaft derer, die seit Jahrtausenden um eines universalistischen religiösen Ideals willen eine Sonderexistenz führen, die das universalistische Volk par excellence bilden."

Höher geht es wirklich nimmer.

Solange es so pathologisch nationalzionistisch Besessene innerhalb Deutschlands gibt, solange wird es - nach meiner Meinung - in Deutschland elementaren Widerstand und Absonderungstendenzen gegen solche abnormal Besessene geben; solange scheint die Erwartung hoffnungslos, das deutsche Volk könnte solch nationalistisch kranke Menschen, solch feindselige Fremdkörper, als gleichberechtigte Bürger in seiner Mitte aufnehmen. Mit solchen Menschen, mit solchen ,Phänomenen", kann es - meiner Meinung nach - nur dann zu einem Modus vivendi kommen, wenn sie - separiert von den anderen, "minderwertigen Völkern" - ihren Auserwählten- und Phänomen-Komplex innerhalb eines jüdischen Landes austoben können - ohne andere zu stören, und ohne von anderen dabei gestört zu werden.

Man wird den Wunsch des deutschen Volkes, diese "nationalistisch besessenen jüdischen Phänomene," mögen besser nach Israel gehen, nur ganz zu Unrecht als unsittlich, oder "bösartig" bezeichnen können.

Es ist für diese nationalzionistischen "Phänomene" unverständlich, daß das deutsche Volk vor dem "Phänomen des Judentums" nicht einfach stumm und in schrankenloser Bewunderung in die Knie sinkt. Die Deutschen wären auch sicherlich zu jeder Achtung des jüdischen nationalen "Phänomens" bereit, soweit sich dieses nicht in das deutsche Volk eindrängt, in Deutschland nicht Macht und bestimmenden Einfluß gewinnen will, sondern seine phänomenalen nationalzionistischen Narreteien" außerhalb Deutschlands aufführt. Es ist aber eine anmaßende Zumutung, zu verlangen, einer fremden, sich als eigene Nation fühlenden und die Nationalität des Wirtsvolkes ablehnenden Gruppe von Menschen einen Freibrief zur Gestaltung ihrer Macht und ihres fremden Volkstums, ihrer dem Staatsvolk absolut feindlichen Lebensart innerhalb des Gebietes des Wirtsvolks zu geben.

Wie schon oben zitiert, definiert Adolf Bartele (Die Berechtigung des Antisernitismus, 1922, S 7) den deutschen Antijudaismus in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg:

"Der Antisemitismus im ganzen hat sich im deutschen Volkstumsempfinden und in der deutschen Volkstumserkenntnis im deutschen Volk während zweier Menschenalter natürlich ausgebildet und emporgearbeitet."

Es ist keine bösartige oder unsittliche, sondern eine durchaus natürliche Reaktion und eine gesunde Lebensäußerung, wenn ein Volk sein Volkstum und seine Lebensart verteidigt; diese Verteidigung ist selbst dann erlaubt, wenn sie sich gegen besessene Nationalisten richtet und wenn es selbst jüdische Nationalisten wären.


  1. Im 19. Jahrhundert gab es in Europa rund 250 000 Austritte aus dem Judentum, in Deutschland allein 22 500 (Ruppin, Soziologie der Juden, Bd. I, Berlin 1930, S. 296).
  2. Es ist nur tief bedauerlich, daß solche weißglühende jüdische Nationalisten es vorziehen, sich lieber im tödlich gehaßten Deutschland oder in den USA oder sonstwo in der Welt ein warmes Parasitennest zu bauen, statt in Israel zu leben und dort am Aufbau des jüdischen Nationalstaates gebührend mitzuarbeiten. Auch der seltsame Herr Prinz scheint sich überall wohler als in Israel zu fühlen.

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