DIE UNVERRÜCKBARE UND UNVERWISCHBARE WAHRHEIT ÜBER DEN ANTIJUDAISMUS

Die Juden sind nicht durch den Antijudaismus zu einem Fremdkörper in jedem Staate geworden, sondern weil sie ein Fremdkörper waren, weil sie hartnäckig darauf bestanden, von fremder, eigener Art zu bleiben. Weil sie jede Assimilierung durch alle Jahrhunderte hindurch entschieden ablehnten, erzwangen sie den Antijudaismus, die Judenablehnung, die bis zum Judenhaß geht, als zwangsläufige Reaktion auf ihren abgrundtiefen Christenhaß, auf ihre präpotente Absonderung von allem Nichtjüdischen, auf ihre maßlose Überheblichkeit als auserwählte Menschen.

Haß ist in Anbetracht der menschlichen Bestialität bei passenden Gelegenheiten immer mit Grausamkeit und Greueln verbunden.

Die von Juden an den gehaßten Nichtjuden zu allen Zeiten der Geschichte verübten Greuel stehen an Art und Ausmaß in nichts den an Juden von ihren Hassern und Feinden verübten Greueln nach.

Der den Juden arteigenen Übertreibung der selbst erlittenen Leiden und dem von der Judenheit seit jeher und immer geübten Einfluß auf -die Publizistik ist es aber gelungen, die an Juden verübten Greuel gleichzeitig mit ihrer maßlosen Übertreibung nicht nur aller Welt zur Kenntnis zu bringen, sondern auch dauernd in Erinnerung, im Gedächtnis, zu halten. Dadurch wurde der Menschheit das völlig falsche und unrichtige Geschichtsbild eingeprägt, als seien die Juden das am grausamsten und am meisten verfolgte Volk unter allen Völkern der Erde gewesen, die unschuldigen Opfer gräßlicher Greuel, ohne sich selbst jemals irgendwelcher Greuel schuldig zu machen, was historisch völlig unrichtig ist.

Dieser einseitigen Darstellung ist es gelungen, nicht nur der ganzen Welt, sondern vor allem auch den Juden selbst dieses völlig unrichtige Bild vom Schicksal der "unglücklichen" Juden einzuprägen;

selbst gebildete Juden, wie Dr. Herzl, sind dieser geschichtlichen Unwahrheit zum Opfer gefallen.

Dr. Herzl schreibt in seinen Tagebüchern (Berlin 1922):

"Ich begreife den Antisemitismus. Wir Juden haben uns - wenn auch nicht durch unsere Schuld - als Fremdkörper inmitten verschiedener Nationen erhalten. Wir haben im Ghetto eine Anzahl gesellschaftswidriger Eigenschaften angenommen. Unser Charakter ist durch den Druck verdorben, und das muß durch einen anderen Druck wiederhergestellt werden. Tatsächlich ist der Antisemitismus die Folge der Judenemanzipation. Bevölkerungen, denen das historische Verständnis mangelt - also alle, sehen uns aber nicht als geschichtliches Produkt an, n i c h t  a 1 s  O p f e r früherer, grausamer und noch beschränkterer Zeiten. Die wissen nicht, daß wir so sind, weil man uns unter Qualen so gemacht hat, weil die Kirche das Wuchergewerbe für das Christentum unehrlich gemacht hat, weil wir durch die Herrscher in Geldgeschäfte gedrängt wurden. Wir kleben am Geld, weil man uns aufs Geld geworfen hat, zudem mußten wir bereit sein, zu fliehen und unseren Besitz vor Plünderungen zu verbergen. So ist unser Verhältnis zum Geld entstanden. Auch dienten wir als Kammerknechte des Kaisers als eine Art indirekte Steuer: Wir zogen dem Volk das Geld ab, das uns nachher geraubt und konfisziert wurde. In all den Leiden wurden wir häßlich, verwandelte sich unser Charakter, der - in Vorzeiten - stolz und großartig gewesen. Wir waren ja Männer, die den Staat auf der Kriegsseite zu verteidigen wußten, und müssen ein hochbegabtes Volk gewesen sein, wenn wir 2000 Jahre hindurch erschlagen wurden und nicht umgebracht werden konnten.

Nun war es ein Irrtum doktrinärer Freisinniger, zu glauben, daß man die Menschen durch eine Verfügung im Reichsgesetzblatt gleichmacht. Als wir aus dem Ghetto herauskamen, waren und blieben wir zunächst noch Ghettojuden. Man mußte uns Zeit lassen, uns an die Freiheit zu gewöhnen. Diese Großmut oder Geduld hatte aber die uns umgebende Bevölkerung nicht. Sie sieht nur die üblen und auffälligen Eigenschaften der Freigelassenen und ahnt nicht, daß diese Befreiten unschuldig Bestrafte waren. Hiezu kommen die sozialistischen Zeitideen gegen das bewegliche Kapital, dem sich die Juden seit Jahrhunderten ausschließlich zuzuwenden gezwungen waren. Wenden sich aber die Juden vom Geld weg zu Berufen, die ihnen früher vorenthalten waren, so bringen sie einen fürchterlichen Druck in die Erwerbsverhältnisse des Mittelstandes; einen Druck, unter den freilich sie selbst vor allem leiden.

Der Antisemitismus, der in der großen Menge etwas Starkes und Unbewußtes ist, wird aber den Juden nicht schaden. Ich halte ihn für eine dem Judencharakter nützliche Bewegung. Er ist die Erziehung einer Gruppe durch die Massen und wird vielleicht zu ihrer Aufsaugung führen. Erzogen wird man nur durch Härten. Die Juden werden sich anpassen."

Die Juden sind nicht, wie Herzl sagt, das "Produkt", das "Opfer früherer grausamer Zeiten", man hat sie nicht "unter Qualen zu dem gemacht, was sie sind".

Die Juden sind vielmehr von Anbeginn so gewesen, wie sie sind. Die unangenehmen und abstoßenden Eigenschaften vieler von ihnen, die Dr. Herzl den Antijudaismus begreiflich machen, wurden ihnen nicht "durch Qualen aufgezwängt". Die Juden wurden auch nicht "zu Wuchergeschäften" dadurch "gezwungen", weil man die Geschäfte für Christen unehrlich gemacht hat".

Abgesehen davon haben sich die Juden nicht nur in Deutschland nicht, sondern in der ganzen Welt nirgends assimiliert. Statt diese Aufnahmebereitschaft zu schätzen und zu ergreifen, sind sie schon durch all die Zeit ihrer Existenz ganz ohne Druck und ohne Qualen aus eigenem Willen unvermischt geblieben; ja sie sind seit über 3000 Jahren die einzige Volksgruppe der Geschichte, deren Mehrheit niemals aufgehört hat, überall in der Welt fremd zu bleiben. Sie haben immer die ihnen bezeigte Assimilierungsbereitschaft als anmaßend, als Beleidigung gegenüber ihrem "auserwählten Volk" empfunden.

Auch heute noch lehnen die Juden eine deutsche Assimilierungsbereitschaft entrüstet als Beleidigung ab. Es ist ganz unrichtig, wenn Andics meint, daß diese Ablehnung aus Furcht geschehe.

(Der ewige Jude. Ursachen und Geschichte des Antisemitismus, Wien 1965, Molden Verlag):

"Die versuchte Endlösung hatte jenen Schreck hinterlassen, dessen Überwindung in einer Generation nicht zu bewerkstelligen ist. Die Furcht vor der Wiederholung des [Ausrottungs] Versuches drängt die Juden zur inneren Emigration in ein neues, selbsterrichtetes Ghetto der seelischen Absonderung von der nichtjüdischen Welt."

Vor allem ist schon die Behauptung von der Ausrottung unrichtig. Es gab niemals eine versuchte Endlösung durch Ausrottung. Zweitens sondern sich die Juden nicht aus Furcht vor einem neuerlichen Ausrottungsversuch von der Welt ab; diese Furcht würde sie vielmehr zu einer beschleunigten Assimilierung treiben. Die Absonderung der Juden erfolgt vielmehr heute wie seit eh und je aus nationalem Stolz, aus nationaler Überheblichkeit als auserwähltes Volk, aus tief verwurzeltem Haß und tiefer Verachtung alles Nichtjüdischen, vor allem alles Christlichen.

Und solange dieser Haß und diese Verachtung alles Nichtjüdischen, vor allem alles Christlichen, und die maßlose Überheblichkeit der Juden bestehen werden, solange wird der Antisemitismus, der Antijudaismus, als natürliche, zwangsläufige Reaktion bestehen bleiben.

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DIE NEUESTEN ERSCHEINUNGEN ZUR GESCHICHTE DER JUDEN

Unter den in der jüngsten Zeit über die Juden erschienenen Büchern stechen drei Autoren besonders hervor: Andics, Keller und Peyrefitte.

Relativ am beachtlichsten ist das Buch von Andics. Er hat vieles gelesen, das er geschäftstüchtig zu verwerten versteht. Er steuert auch einiges Eigene, eigene Gedanken und Betrachtungen zum Thema bei; er ist aber sehr darauf bedacht, mit seiner Darstellung und seinen Betrachtungen keinen ernstlichen Anstoß bei den Betrachteten zu erregen.

Sachlich uninteressant und wissenschaftlich völlig wertlos ist der Schmöker Kellers. Er ist eine geistlose Kompilation, die aus einer Reihe einschlägiger Bücher ein neues Buch zusammenstoppelt.

Kellers Machwerk ist typisch für die übliche und herkömmliche Art der Darstellung, die Juden als die ihren Mitmenschen weit überlegenen und die immer und überall unschuldig und grausam Verfolgten hinzustellen.

Kellers Nachbiblische Geschichte der Juden ist eine rührselige kompilatorische Weiß-Schwarz-Malerei, eine wissenschaftlich völlig wertlose, jüdische Tendenzschrift. Keller untersucht nichts, erforscht nichts, bringt nichts Eigenes; er beschränkt sich darauf, einseitig alles zu sammeln, was die Juden als überlegen, verfolgt und benachteiligt erscheinen läßt; er bemüht sich nicht im geringsten um eine wirkliche Erforschung und eine objektive Darstellung der jüdischen Geschichte; er macht nur aus einem Dutzend gleichgerichteter Tendenzbücher ein neues Tendenzbuch.

Wie alle diese Tendenzberichte über die Bedrängungen und Verfolgungen weist er mit keiner Silbe auf das vielfach viel härtere und grausamere Schicksal anderer Minderheiten hin, die das Schicksal der jüdischen Minderheit als das relativ mildeste unter allen Minderheiten aufzeigen würden. Mit keiner Silbe erwähnt er die den Verfolgungen vorangegangene und sie auslösende und verursachende Mitschuld vieler Juden an ihrer Bedrängung; mit keiner Silbe erwähnt er das gleich grausame, harte und intolerante Verhalten der Juden gegenüber den ihnen ausgelieferten Menschen und Minderheiten. Er stellt die Juden als ihren nichtjüdischen Mitbürgern an Tüchtigkeit und Fähigkeiten auf allen Gebieten geistig hoch überlegen dar, ohne auch nur mit einem Wort zu erwähnen, daß die anfänglich tatsächlich bestandene Überlegenheit über ihre analphabetischen. Nachbarn längst in nichts zerflossen ist - wenigstens gegenüber allen jenen Völkern, die inzwischen durch die allgemeine Schulpflicht zu geistig erwachten Menschen geworden sind.

Das aber ist nichts als eine systematische, zielbewußte Verfälschung der Geschichte.

Noch gröber und unentschuldbarer wird diese Verfälschung der Geschichte dadurch, daß neben dieser einseitigen Aufzählung aller gegen Juden gerichteten Maßnahmen die geschichtlichen Tatsachen einfach umgekehrt und in ihr Gegenteil verkehrt werden. Man schiebt alle Schuld an dem schlechten Verhältnis zwischen Juden und Nichtjuden, alle Spannungen, einfach den Nichtjuden zu. Die Darstellung und die Zitate erwecken den Eindruck, als ob das Verbot des Verkehrs, des näheren Umganges zwischen Juden und Christen, besonders auch das Verbot der Mischehen und des Geschlechtsverkehrs zwischen Juden und Christen, primär von christlicher Seite ausgegangen wäre.

Das aber ist eine Verdrehung der Tatsachen. Die Christenheit war primär nicht nur bereit, die Judenheit ohne Einschränkung in sich aufzunehmen; die Christen wollten die Juden vielmehr mit Gewalt zur Assimilation und zum Aufgehen in der christlichen Gesellschaft zwingen. Es ist unentschuldbar, daß die einseitigen Tendenzschriften, wie jene Kellers, die historischen Tatsachen einfach in ihr Gegenteil verkehren: nach ihnen sind die Juden immer und überall die Toleranten, die Gutwilligen, um eine gute Nachbarschaft bemühten, völlig unschuldig Bedrängten gewesen; indes sie in Wahrheit immer und überall ihre nichtjüdischen Nachbarn als Ungläubige haßten und als von den Auserwählten ausgeschlossene und geistig Unterlegene verachteten, jede Integration und Assimilation streng ablehnten und erst durch diese Christenfeindschaft und diesen Christenhaß die Judengegnerschaft und Judenfeindschaft als natürliche Reaktion auslösten.

Keller hat die Stirn, diesen elementaren Christenhaß, die durch religiöse Gesetze (besonders durch Esra und Nehemia) vorgeschriebene strengste Separierung der Juden von den Christen in seinem dicken Buch auch nicht einmal zu erwähnen; dagegen schwelgt er in den gleichgerichteten, zeitlich viel späteren christlichen Verboten, die er möglichst lückenlos aufzuzählen und anzuführen sich bemüht:

Verbot der Mischehe unter Konstantin (337-362), Verbot der Tischgemeinschaft mit Juden durch den Beschluß des Konzils zu Epaon in Burgund (517), Verbot der Mischehe durch das Konzil von Orleans (533 und 538), Verbot der Tischgemeinschaft mit Juden, Konzil zu Elvira (3o6), Predigten des Erzbischofs Agolard von Lyon (846), "die Christen dürfen nicht mit Juden verkehren, weder Fleisch noch Wein bei ihnen kaufen, noch an ihren Mahlzeiten teilnehmen, noch in ihre Dienste treten". (Vgl. hiezu auch die Schrift dieses Erzbischofs Contra Judaeos, 846.)

Man kann aber nicht selbst die Mischehe als große jüdische Todsünde erklären, die Tischgemeinschaft mit Nichtjuden streng verbieten (Esra, Nehemia) und dann die gleichgerichteten christlichen Verbote als unerhört, als Gipfel der Barbarei und der Intoleranz anprangern und als tiefste Beleidigung der Juden empfinden.

Eine Verfälschung der Geschichte ist es auch, wenn bei der Darstellung der Bedrängung der Juden, der Ausplünderung, Mißhandlung und Tötung von Juden der Eindruck hervorgerufen wird, daß es sich dabei um eine allgemeine Schuld des gesamten deutschen Volkes handle, als ob bei diesen Aufständen und Aufläufen und Ausschreitungen gegen Juden die deutschen nichtjüdischen Mitbürger in ihrer Gesamtheit oder doch Mehrheit beteiligt gewesen wären.

Wenn Juden geplündert, mißhandelt und vereinzelt auch getötet wurden, geschah dies in der Regel durch den in allen Ländern und Städten der Erde gleich grausamen, gleich mord- und plünderungslüsternen Mob. Die weitaus überwiegende Mehrheit der deutschen Bürger war nicht nur an solchen Aufläufen, Plünderungen und Mißhandlungen nicht beteiligt, sondern war in der Regel den Plünderern entgegengetreten und hatte den bedrängten Juden Schutz gewährt.

Jeder, der etwas anderes direkt oder indirekt behauptet, ist ein Lügner und Verleumdet des deutschen Volkes und ein Verfälscher der Geschichte.

Bei der Schilderung des Schicksals der Juden sind bei Keller und seinen Vorgängern gewisse Redewendungen in ihren Berichten geradezu stereotyp. Von ihrem Eintritt in die Geschichte an bis heute sind alle Drangsalierungen der Juden "einmalig und noch nie dagewesen in der Geschichte". Das Schicksal der Juden stellte an Leiden immer "alles in den Schatten, was es in der Geschichte bisher an Drangsalierungen und Verfolgung von Minderheiten gab".

Wie den meisten Juden fehlt auch Keller jedes Gefühl für die Unsinnigkeit seiner Übertreibungen. Er schwelgt in phantasievollen und phantastisch übertriebenen Zahlen; da werden Hunderttausende Juden ermordet, gehenkt, erschlagen, verbrannt; Hunderttausende werden vertrieben, wo es sich in Wahrheit in der Regel nur um Dutzende und Hunderte, in den wenigsten Fällen um Tausende handelt.

"1648-1656 wird die Zahl der ermordeten luden [im heutigen Polen] auf 300.000 bis 500 000 geschätzt. Es gab nur wenig Überlebende.

Neun Zehntel der jüdischen Bevölkerung von Wolhynien und Podolien waren ausgerottet."

Nach diesen jüdischen Darstellungen und Behauptungen dürfte es in Europa keinen einzigen Juden mehr geben. Man fragt sich nur, wo diese Hunderttausende getöteter Juden hergekommen sind, da es sich doch in den deutschen Städten und Orten nur um Siedlungen von jeweils einigen Familien, um einige hundert, höchstenfalls um ganz wenige tausend Juden handeln kann. Bei diesen maßlos übertriebenen Opfer-Zahlen müßten die Juden heute in Europa geradezu Seltenheitswert besitzen, was man wirklich nicht behaupten kann.

In dem eifrigen Bestreben, das Schicksal der Juden möglichst hart darzustellen, verstrickt sich Keller selbst in unlösbare Widersprüche. So schreibt er (S. 280):

"Die Juden waren - durch Berufsverbote ausgeschlossen von allem anderen - auf den Kleinhandel mit Kleidungsstücken, Gewürzen und Geflügel angewiesen, auf den Trödelhandel."

Und S. 283 schreibt er:

"Oft genug gaben wirtschaftliche Gründe den Ausschlag [für die Vertreibung]. Die Juden zu verjagen bedeutete für das gewerbe- und handeltreibende Bürgertum stets die Beseitigung jeder möglichen als lästig empfundenen Konkurrenz."

Was nicht verständlich ist, wenn die Juden doch sowieso von fast allen Berufen ausgeschlossen waren.

Fast kindlich wirken die für alle jüdischen Darstellungen typischen Redewendungen, die wir auch bei Keller finden, die von der geistigen wie wirtschaftlichen Notwendigkeit und Unentbehrlichkeit der Juden für ihrer Wirtsländer und Wirtsvölker berichten. Keller stellt die Sache so dar, daß die Stellen, die die Juden vor die Alternative "Taufe oder Emigration" stellten, dann nach erfolgter Vertreibung nur den einen Wunsch hatten, den letzten der ausgetriebenen Juden am Rockschössel zu erwischen und die Juden so rasch wie möglich wieder zurückzurufen, um die nach dem Abzug der Juden zum Niedergange verurteilte Wirtschaft zu retten.

So schreibt er (S. 299):

"Wenige Jahre später hatten die Städte nichts Eiligeres zu tun, als die Juden wieder aufzunehmen. - Das wirtschaftliche Leben hatte durch die Ausmerzung der Juden gelitten. Nach ihrem Verschwinden war eine empfindliche Lücke entstanden ... Man konnte die Juden nicht entbehren."

Und S. 302 heißt es von der spanischen Vertreibung:

"Die Wirtschaft bekam [das Fehlen der Juden] bald zu spüren. In vielen einst betriebsamen Orten erstarb das Leben ... Die hohe Blüte, die Land und Städte einst erlebt hatten, kehrte nach der Vertreibung von 1492 nie wieder zurück. Nie wieder entstand ein Geistesleben, erreichten Wissenschaften und Philosophie Höhen wie in der arabisch-jüdischen Zeit. Die spanische Wirtschaft ging dem Niedergang entgegen. Daß sie nicht zusammenbrach, verdankte sie den im Lande verbliebenen, getauften Juden ...

Auch Portugal hatte, wie sein großes Nachbarland [Spanien], die Weichen selber gestellt. Auch in Portugal begann, trotz der bevorzugten Lage am Nordatlantik, trotz seiner weltweiten Besitzungen ein wirtschaftlicher und geistiger Verfall."

Keller fehlt jeder Sinn für diese haarsträubende Übertreibung und Präpotenz seiner Berichte.

Aus Kellers einseitiger, tendenziöser Darstellung gewinnt man den Eindruck, daß die Juden überhaupt keine Schuld an der Abneigung und an der Ablehnung durch die Christen hatten; er zeichnet das alte durch die herkömmlichen jüdischen Berichte und Darstellungen so gründlich verfälschte Geschichtsbild: Auf der einen Seite die Juden, die nichts sehnlicher wünschten, als mit ihren nichtjüdischen Mitbürgern zu verschmelzen, auf der anderen Seite die barbarischen, brutalen Deutschen, die den armen, geistig weit überlegenen Juden die Gleichberechtigung verweigerten. Die Geschichts-Tatsachen zeigen ein wesentlich anderes Bild: Sie zeigen die Ablehnung der Juden durch die Christen als natürliche Reaktion auf die Haltung der Juden: Es war in keiner Weise barbarisch und brutal, sondern ein durchaus selbstverständliches Begehren des deutschen Volkes, daß zugewanderte Menschen sich der überwältigenden Mehrheit des deutschen Volkes einfügen sollten; es war nicht brutal, sondern sittlich berechtigt, zugewanderte Menschen abzulehnen, die sich nicht einfügen, sondern einen Staat im Staate bilden wollten und ihre christlichen Mitbürger haßten und verachteten.

Der Berliner Hofprediger Adolf Stöcker kleidet dieses natürliche Empfinden des deutschen Volkes in die Worte:

"Die Judenfrage ist für mich keine religiöse und keine Rassenfrage, auch keine staatsrechtliche Frage mehr. Sie ist eine sozial-ethische Frage ... Wir sind berechtigt, zu verlangen, daß dieser Staat als eine christliche Gemeinschaft betrachtet wird, die von einer christlichen Gewalt und einer christlichen Gesetzgebung regiert wird."

Und in eine solche bestehende Gemeinschaft haben sich zugewanderte Fremde nicht einzudrängen, wenn sie nicht den Willen haben zu integrieren, sondern zu dominieren.

Das starre Festhalten der Juden an ihren jüdischen Sitten und Gewohnheiten erscheint mir eher engstirnig als rühmenswert. Es ist furchtbar, ja geradezu entsetzlich, wie viele Hunderte (nicht Hunderttausende) von Blutopfern sie für das Festhalten an ihrer jüdischen Gemeinschaft dargebracht haben.

Es gibt keinen verschiedenen christlichen und jüdischen Gott; es gibt nur einen Gott für alle Menschen auf dieses Gottes weiter Erde, mag es auch noch so viele irdische Vertretungen für diesen einen und einzigen Gott geben: die jüdische Synagoge, die christlichen Kirchen, die islamischen Moscheen. . ., die für sich in Anspruch nehmen, den Weltengott auf dieser Erde zu vertreten. Der Glaube an diesen einen und einzigen Gott ist eine Sache; eine andere Sache ist der Glaube an die verschiedenen irdischen Vertreter dieses einen und einzigen Gottes. Mir erscheint es als - letzten Endes - nicht so wichtig und wesentlich, zu welcher der verschiedenen irdischen Vertreter des gemeinsamen Gottes wir uns bekennen. Wichtig und wesentlich ist letzten Endes - daß wir an diesen einen und einzigen gemeinsamen Gott glauben, an einen obersten Lenker der Geschicke, an einen obersten Richter über Gut und Böse, dem wir für unser Tun und Lassen, für unsere Taten und für unsere geheimsten Gedanken Rechenschaft ablegen müssen und unter dessen Sittengesetz wir uns beugen.

Das starre Festhalten an einer irdischen Gottesvertretung ist mehr eine Sache des Charakters; keinesfalls verlangt unser barmherziger, gütiger Gott, daß wir für die Zugehörigkeit, für die Mitgliedschaft zu einer dieser Vertretungen unser Leben opfern.

Selbst die so exklusive und strenge jüdische Lehre verlangt von den Juden nicht, ihr Leben für die Beharrung bei der jüdischen Glaubensvertretung zu opfern.

Angesichts der vielen Blutopfer, die die Juden für die Zugehörigkeit zur Synagoge brachten, hat die Frage, ob ein Jude, dem wegen Beharrung, wegen Treue zur jüdischen Gemeinschaft, der Tod drohte, sich zur Rettung seines Lebens vom Judentum lossagen darf, die jüdischen Glaubensgelehrten eingehend beschäftigt. Die Strengen bestanden darauf, daß jeder Jude verpflichtet sei, eher sein Leben hinzugeben, als sein Judentum - und sei es auch nur zum Scheine aufzugeben. Andere verwarfen diese Ansicht und meinten, ein durch Todesandrohung erzwungener Abfall sei erlaubt. Die Rabbiner einigten sich schließlich auf folgende Formel: Um nicht dem Märtyrertode zu verfallen, dürfe man sämtliche Gesetzesgebote übertreten, mit Ausnahme von Dreien: Götzendienst, Unkeuschheit, Mord.

Bei den Nationalzionisten gibt es dieses Problem nicht; sie können nicht vor die Alternative "Glaube oder Tod" gestellt werden; und zwar nicht nur, weil die Gegenwart über diese Alternative längst hinausgewachsen ist, sondern auch weil die Nationalzionisten - meiner Erfahrung nach - ein ziemlich glaubensgleichgültiger Haufe sind, denen die Religion sehr wenig, dafür die jüdische Nation aber alles bedeutet.

Mir erscheint es als unrichtig, der Verschiedenheit der Zugehörigkeit zu einer religiösen Gemeinschaft ebenso wie der Verschiedenheit der Nationalität eine so hohe Bedeutung beizumessen, daß sie einen gegenseitigen Haß begründet. Ich finde jeden Glaubenshaß wie jeden Völkerhaß verdammenswert und abscheulich.

Auf christlicher Seite ist dem nicht genug zu verurteilenden Glaubenshaß wie auch dem Völkerhaß durch das Gebot der Nächstenliebe, durch das Gebot, alle Menschen zu lieben, ein starker, wenn auch oft nicht genügend starker Riegel vorgeschoben. Bei Menschen, bei denen das menschliche Gemeinschaftsgefühl, das Gefühl der Humanität und der Nächstenliebe noch zu unentwickelt, noch zu schwach ist, als daß es die Belastungsprobe einer verschiedenen Glaubens- oder Völkerzugehörigkeit bestünde, bei denen also diese Verschiedenheit noch eine Trennungsmauer des Hasses aufrichtet, für diese Menschen gibt es nach meiner Überzeugung nur eines: Die Trennung.

Menschen, die nicht stark genug sind, diesen Haß zu überwinden, sollten gar nicht versuchen in der Hölle einer haßzerfressenen Gemeinschaft zu leben: sie sollten sich trennen. Für Juden gibt es allerdings in einem solchen Falle noch einen anderen Weg: sie können versuchen, ihre Gegner zu vernichten und auszurotten; die Macht dazu hat ihnen - nach ihrer Lehre - ihr Gott versprochen.

Und sie haben in Palästina nach diesem grausam-blutigen Ausrottungsgebote gehandelt: sie haben bei der Errichtung ihres auf Gewalt und Raub gegründeten Staates die ihnen im Wege stehenden Palästinenser einfach massakriert; sie haben sie (1948) teils ausgerottet, teils nackt beraubt von Haus und Heim vertrieben und ohne jede Hilfsmittel in die Wüsten gejagt.

Sie haben im zweiten Palästinakriege (1967) nach demselben furchtbaren Rezepte gehandelt und neuerlich eine Million Jordanier nackt beraubt und aus Westjordanien ausgetrieben.

Vorher hatten sie in einer fast beispiellos barbarisch-grausamen Kriegführung möglichst viele von ihnen mit den furchtbaren Napalmbomben getötet. Hoffentlich werden die Ausgetriebenen durch die UNO wieder zurückgeführt.

Die dritte Neuerscheinung ist das Buch von Roger Peyrefitte Die Juden (deutsch bei Stalling, Karlsruhe 1966) - ein häßliches Buch. Es ist seinem Inhalt nach unappetitlich und abstoßend pornographisch.

DIE JUDEN UND IHRE EINSTELLUNG ZUR HANDARBEIT

Die ablehnende Haltung der meisten Juden gegen jede Handarbeit ist eine unbestreitbare, historische Tatsache. Sie wird allgemein damit zu erklären versucht, daß den Juden in der Diaspora der Besitz von Boden und damit seine Bearbeitung untersagt gewesen sei. Der klassische Beweis aber, daß die Ablehnung der Handarbeit durch die meisten Juden eine grundsätzliche, im jüdischen Wesen liegende war, ist nicht nur, daß die Juden jede Bauernarbeit auch dort ablehnen, wo das Verbot des Bodenbesitzes längst aufgehoben ist oder überhaupt niemals bestanden hat. In keinem Neuland auf der ganzen Erde, wo die Bearbeitung des Bodens nicht nur jedem Siedler offenstand, ja geradezu lebensnotwendig und Voraussetzung des Lebensunterhaltes war, haben die Juden als Pioniere gelebt und gearbeitet; sie haben es immer und überall verstanden, ihren Lebensunter halt nicht durch Handarbeit, sondern durch parasitäre Tätigkeit zu erwerben.

In England haben die Juden das Angebot Edwards I. (1239-1307), ihnen Ackerland zu überlassen, damit sie davon leben könnten, einmütig abgelehnt. Edward hatte, obwohl freidenkend und weitherzig, die gesamte jüdische Bevölkerungsgruppe seines Königreiches wegen Wucher und Währungssabotage einsperren lassen. Die Freilassung hatte er von zwei Bedingungen abhängig gemacht: von der Anerkennung des Verbotes, Geld gegen Wucherzinsen auszuleihen, und von der Seßhaftmachung auf dem Ackerland. Die Geschichtsschreibung berichtet über den totalen Fehlschlag dieses echten "Emanzipationsversuches": Der Wucher wurde mit neuen Methoden schlimmer denn je, und der durchaus wohlgesonnene Edward sah schließlich, wenn er einen Aufstand der gesamten Bevölkerung, des Adels und des Volkes, vermeiden wollte, keinen anderen Ausweg als die Landesverweisung aller Juden.

In diesem Zusammenhang ist auch interessant, daß führende heutige Zionisten das Bauerntum und die Bauernarbeit, die Verbundenheit des Menschen mit der Scholle, ablehnen.

Franz Rosenzweig, der große deutschjüdische Denker unseres Jahrhunderts, schreibt:

"Abrahams Samen soll von dem Boden, den er braucht, nicht besessen werden ... Der Boden darf ihm nie Scholle werden."

(Kleine Schriften, 1937, S 26)

Und zu derselben Frage meint Max Weber (Wirtschaftsgeschichte, 3. August 1958, S.175):

"Das jüdische Ritual schließt jede Bodenständigkeit aus. Wer am jüdischen Ritual festhält, kann nicht Landwirt sein."

Und bei Moses I.Buch, 26, Kap. 3 heißt es:

"Bleibe ein Fremdling im Lande ... "

"Die Juden sind ihrer Natur und ihrem Wesen nach Parasiten. Die Ablehnung der Handarbeit durch viele von ihnen erweckt und verstärkt diesen Eindruck. Das ist einer der Hauptgründe, daß sie als unangenehm empfunden und abgelehnt werden,"

(Germain Dibon)

Aus der Schilderung von Samuel Roth, New York, über die Erziehung der Juden (auszugsweise zitiert in der Nation Europa, Heft 3, vom Mai 1967, S.9 ff .) geht klar hervor, daß die jüdische Erziehung die Handarbeit eindeutig diffamiert und die Jugend zu ihrer Ablehnung erzieht. In der Schilderung Samual Roths heißt es:

"Der feste Zusammenhalt der Judenheit, aber auch einige unerfreuliche, von der Umwelt als typisch jüdisch empfundene Eigenarten sind weitgehend auf die strenge Schulung des israelischen Kindes zurückzuführen.

Nach welchen Grundsätzen wird erzogen? - Um darüber Bescheid zu wissen, muß man - wie ich - in einer jüdischen Familie aufgewachsen sein.

Die jüdische Erziehung will jedem Juden mit schärfster Eindringlichkeit seine jüdische Eigenart bewußt machen und seine Pflicht, sie als rassisch denkender Jude gegenüber der Umwelt kämpfend zu bebaupten. Der junge Jude muß lernen, daß er sich vor allem als Jude zu fühlen hat, daß vor jeder anderen Verpflichtung die zu seinem Volk steht. Er mag ein guter Amerikaner sein, wenn sich das lohnt; aber keine Pflicht ist gültig, wenn durch ihre Erfüllung die Interessen des Judentums gefährdet würden.

Als erstes lernt also ein jüdischer Junge, daß er Jude ist und sich als solcher zu fühlen hat, als zweites, daß sein Judentum ihn von allen anderen Völkern der Erde absondert. Die Synagoge heiligt diesen Anspruch. Wo die religiöse Bindung sich lockert, tritt an ihre Stelle das Gefühl der Überlegenheit, der Drang zu dominieren. Als Glied eines Volkes von Priestern soll sich der Judenknabe - und das ist der dritte Kernpunkt - verpflichtet fühlen, im Beruf rasch und hoch aufzusteigen, eine Stellung zu erringen, die ihm den Tribut der Umwelt sichert.

Darum kommen für den jungen Juden nur Intelligenzberufe in Frage: Medizin, Jurisprudenz, Technik, Bankgeschäft, Handel. Es gilt als schlimmes Unglück, zu Handarbeit gezwungen zu sein. Der Jude, der sich sein Brot als Arbeiter verdienen muß, fühlt sich gedemütigt.

Die schulischen Fortschritte eines jüdischen Jungen werden von der ganzen Verwandtschaft mit schärfster Wachsamkeit beobachtet. Zeigt er Debattierlust und besonderen Sinn für Logik? Hat er eine tiefe, angenehm klingende Stimme? Ist er listig und schlagfertig? Dann wird freudevoll angenommen, daß Gott ihn für die Jurisprudenz bestimmt hat, und es werden Pläne gemacht, wie man für ihn den Besuch der besten Hochschule finanzieren kann. Mögen die Vermögensverhältnisse der Eltern auch noch so bedrängt sein. Ein Weg, um dem Sohn den Aufstieg als Jurist zu ermöglichen, findet sich immer. - Oder neigt er zur Naturwissenschaft? Auch gut! Dann ist das medizinische Studium für ihn das Gegebene, obwohl die Kosten und der Zeitaufwand viel höher sind ... In ähnlicher Weise werden die Ingenieure und Finanzleute herausgesucht und zur Ausbildung gebracht ...

Aber was wird, wenn der arme kleine Simon schlechte Schulzeugnisse mit nach Hause bringt? Dann kniet ihm die ganze Verwandtschaft und Freundschaft aufs Fell. Von allen Seiten hämmert man auf ihn ein. Wenn er so weitermache, dann treffe ihn das schlimme Schicksal. Er müsse sich, o Schande für ihn und die ganze Familie, von seiner Hände Arbeit ernähren!

Aber dieser schrecklichen Notwendigkeit weiß auch der schulische Versager meist zu entgehen. In Amerika ist der beliebteste Ausweg ... er gründet ein kleines Geschäft ... Dabei bevorzugt er Waren, deren Preise nicht festliegen, wie Wäsche, Trödelwaren, Fertigkleidung, Küchengeräte - >blinde Artikel< heißt der Fachausdruck. Waren, bei denen ein Preisaufschlag ... je nach Dummheit der Kunden gewagt werden kann.

Von mir muß ich leider berichten, daß ich meine Erzieher enttäuscht habe. Auf der Mittelschule qualifizierte ich mich weder als Jurist noch als Anwärter auf den Arztberuf ... Die ganze Verwandtschaft hoffte inständig, daß ich wenigstens Anstellung in einem Büro finden könne. Statt dessen ging ich in eine Werkstatt, in der Tabakpfeifen hergestellt wurden, und arbeitete mit den Händen. Ein galizischer Jude war unser Aufseher. Als er feststellen mußte, daß ich nicht nur Glaubensgenosse, sondern Absolvent einer Mittelschule war und trotzdem Pfeifenrohre bohrte, wandte er sich angewidert von mir ab. Ich machte dem Judentum Schande. Hoffentlich hat es ihn später getröstet, daß ich es immerhin bis zum anerkannten Verleger brachte ... "

Tiefe Einblicke in die jüdische Erziehung gibt auch Leo Hirsch in seiner Schrift Jüdische Glaubenslehre (1933, neu bearbeitet 1962 Mit einem Vorwort von Prof. Schoeps, Verlag C. Bertelsmann).

KARL MARX UND DIE JUDEN

Sehr wenig schmeichelhaft für das Judentum sind die Ansichten von Karl Marx über das Judentum und die Juden, die er in den Deutschfranzösischen Jahrbüchern von Ruge und Marx veröffentlichte (16. und 21.Lieferung, Paris 1844, S. 209-147, veröffentlicht auch in Neues Europa, Heft 3, Mai 1967, S. 12 ff. und an mehreren anderen Orten).

Wir zitieren daraus einige markante Stellen:

"Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus der Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld ... Eine Organisation der Gesellschaft, welche die Voraussetzungen des Schachers, also die Möglichkeit des Schachers aufhöbe, hätte den Juden unmöglich gemacht ... Der Jude hat sich auf jüdische Weise emanzipiert, nicht nur indem er sich die Geldmacht angeeignet, sondern indem durch ihn und ohne ihn das Geld zur Weltmacht und der praktische Judengeist zum praktischen Geist der christlichen Völker geworden ist. Die Juden haben sich insoweit emanzipiert, als die Christen zu Juden geworden sind ...

Oberst Hamilton stellt fest:

"Der fromme und politisch freie Bewohner von Neuengland ist eine Art Laokoon, der auch nicht die geringste Anstrengung macht, um sich von den Schlangen zu befreien, die ihn zusammenschnüren. Mammon ist ihr Götze; sie beten ihn nicht nur allein mit den Lippen, sondern mit allen Kräften ihres Körpers und Gemüts an. Die Erde ist in ihren Augen nichts anderes als eine Börse, und sie sind überzeugt, daß sie hienieden keine andere Bestimmung haben, als reicher zu werden denn ihre Nachbarn.

Der Schacher hat sich aller ihrer Gedanken bemächtigt ... ja, die praktische Herrschaft des Judentums über die christliche Welt hat in Nordamerika den unzweideutigen normalen Ausdruck erreicht ... Das Judentum hat sich deshalb neben dem Christentum gehalten ... weil der praktisch-jüdische Geist, weil das Judentum in der Christlichen Gesellschaft selbst sich gehalten und dort sogar seine höchste Ausbildung erhalten hat ... Aus ihren eigenen Eingeweiden erzeugt die bürgerliche Gesellschaft fortwährend den Juden. Welches war an und für sich die Grundlage der jüdischen Religion? ... Das praktische Bedürfnis, der Egoismus, ist das Prinzip der bürgerlichen Gesellschaft ... Der Gott des praktischen Bedürfnisses und Eigennutzes ist das Geld. Das Geld ist der eifrige Gott Israels, vor welchem kein anderer Gott bestehen darf. Das Geld erniedrigt alle Götter des Menschen - und verwandelt sie in eine Ware. Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstituierte Wert aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschenwelt wie die Natur, ihres eigentümlichen Wertes beraubt ... Das Geld beherrscht ihn und er betet es an. Der Gott der Juden hat sich [im Geld] verweltlicht, es ist zum Weltgott geworden. Der Wechsel ist der wirkliche Gott der Juden. Die Anschauung, welche unter der Herrschaft des Privateigentums und des Geldes von der Natur gewonnen wird, ist die wirkliche Verachtung, die praktische Herabwürdigung der Natur ... Was in der jüdischen Religion abstrakt liegt, die Verachtung der Theorie, der Kunst, der Geschichte, des Menschen als Selbstzweck, das ist ... die Tugend des Geldmenschen. Das Gattungsverhältnis selbst, das Verhältnis von Mann und Weib usw., wird zu einem Handelsgegenstand! Das Weib wird verschachert. Die chimärische Nationalität des Juden ist die Nationalität des Kaufmanns, überhaupt des Geldmenschen."


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