METABIOLOGIE - EINE NEUE WERTORDNUNG

Es ist die große metabiologische Frage, wie weit naturwissenschaftliche Erkenntnisse in philosophische und politische Zusammenhänge eingebaut werden können, ohne verletzende Werturteile abzugeben. Es ist für die meisten denkenden Menschen noch immer die Differenzierung zwischen Geistes- und Naturwissenschaft eine gewohnte Regel. Der Geist wird als gegeben, nicht entwickelt, angenommen. Die Naturwissenschaft sei vom überhöhten "Geist an sich" abhängig. Ohne ihn gäbe es keine. Der "Geist an sich" existiert nicht, sondern das Ordnungs- und Entwicklungsgefüge des menschlichen Körpers insgesamt, mit allen seinen Nervenbahnen, Sinnen, Organen und Kreisläufen, ergibt die Fähigkeit zur Assoziation als kosmische und erdgebundene Entwicklungswirklichkeit. Die im Leib konzentrierte Ordnung ist Bewußtsein und Verhalten im Sinne der Arterhaltung. Der Anpassungszwang an die ständig sich verändernden Lebensumstände erzeugt erst die Bildung von Formen und von Informationsgefäßen des Gehirns. Wenn dem so ist -die Evolutionslehre läßt keine andere Erklärung zu - dann ist eben jede pflanzliche, tierische und menschliche Erscheinung eine Folge der zeitlich bedingten Raumordnung. Alle Entwicklungsstadien seit Beginn der Urzelle treffen sich im Augenblick der Zeugung eines neuen menschlichen Wesens in der Keimzelle und in neun Monaten bis zur Geburt wiederholen sich immer wieder vier Milliarden Jahre der Menschwerdung. Jeder Mensch, einerlei welcher Rasse er angehören mag, ob Genie oder Hilfsarbeiter, ist eine einmalige wunderbare Erscheinung, eingebunden in den gewaltigen Lebensstrom, der von Ewigkeit zu Ewigkeit unaufhaltsam fließt. Darum ist jede Störung organischer, raumgebundener Lebensvorgänge eine Sünde wider alle Erfahrungen, die durch die Offenbarungen der Natur im menschlichen Geist ihren Niederschlag finden.

Es gibt keine bessere oder schlechtere Menschenrasse, jede hat sich gemäß eines unabänderlichen Naturgesetzes im Erb- und Erscheinungsbild eigengeartet entwickelt und keine hat gegenüber der anderen das Recht, mit Prädikat gut oder schlecht zu werten, sondern schlicht festzustellen: Sie ist nur anders!

So sei abschließend festgestellt, daß die Erkenntnis der Wechselbeziehungen zwischen Raumgesetz, Rassenbildung und Volkwerdung die wahre geistige und metaphysische Revolution des 20. Jahrhunderts ist.

Um die ganze Tragweite obiger Ausführungen zu erfassen, ist es notwendig festzustellen, daß sie nicht hypothetisch, spekulativ, willkürlich als Glaube dargeboten, sondern von unverrückbaren naturwissenschaftlichen Erkenntnissen abgeleitet werden.

Nachstehend aneinandergereihte Beispiele gelten als Beweis für die logisch gezogenen Schlüsse einer naturgesetzlich, biologisch bedingten Weltanschauung; von Jahr zu Jahr verdichten sich die wissenschaftlichen Beweisführungen in diese Denkrichtung.

Vor fünfzehn Jahren und teilweise noch heute, werden die Vertreter eines genetisch bedingten politischen Grundsatzdenkens in den Massenmedien angegriffen. Ja selbst Verfassungsrichter sprachen das Verbot für eine Partei aus, mit der Begründung, daß im Programm ein Bekenntnis zum genetisch bedingten Volkstum aufscheint.

Gerade die Genforschung hebt aber alle internationalistisch ausgerichteten Weltanschauungen betreffend ihrer Wahrheits- und Wirklichkeitsaussagen auf. Es ist bemerkenswert, daß der Kommunismus innerhalb seines Machtraumes der Sowjetunion zusammengebrochen ist, weil er durch seine Milieulehre und der Ablehnung des Erbgesetzes die Realität der von ihm beherrschten Völker unterschätzte. Trotz siebzigjähriger totaler Machtausübung konnte er die Gleichschaltung nationaler Empfindungen und Kulturen nicht durchsetzen. Einer der wesentlichsten Gründe für den inneren Zusammenbruch dieses international ausgerichteten Systems war die Mißachtung naturgesetzlicher Erkenntnisse, der erbbiologischen Gesetze, durch die ein Volk sein Wesen und seinen Charakter geprägt bekommt.

DER VERSUCH EINER WELTPHILOSOPHIE OHNE MORALUTOPIE

Entscheidend ist, den Menschen so anzunehmen, wie er gemäß seiner Naturveranlagung ist und nicht, wie man ihn haben möchte. Die Entwicklung zu ihm vollzieht sich im Naturbereich, in dem die Selektion zum Starken hin dominant ist. Nur diese ermöglicht die Höherentwicklung als Voraussetzung der Arterhaltung. Wie im vergangenen Abschnitt aufgezeigt, ist die Entstehung des Menschen, die eins ist mit der geistigen Entfaltung, ein fließender Prozeß. Seine Erschaffung durch einen absoluten Gott hätte zu bedeuten, daß der Mensch unveränderlich so bleibt, wie er vom "Schöpfer" aus Lehm geformt und beatmet wurde. Die Folge wäre, daß keine Anpassungsmöglichkeit an die ununterbrochen sich verändernden kosmischen und irdischen Zustände möglich wäre. Wenn Nietzsche erklärt, daß mit der Sprache Zustände und Begehrungen bezeichnet werden und die Begriffe Zeichen zum Wiedererkennen sind, dann ist diese Aussage so zu verstehen, daß die kausalen Zusammenhänge zwischen Naturgesetz und Seinsform, die mit der Sprache bezeichnet werden, eine Einheit darstellen. Von der einfachsten Lebensform - also den Einzellern vor vier Milliarden Jahren - bis zum gegenwärtigen Menschen ist die Informationsaufnahme aus der Umwelt für das eigene Sein von elementarer Bedeutung. Diese ununterbrochene Abtastung mit Hilfe der Sinne ergibt das Erkennen, was zum Überleben notwendig ist. Die Informationen speichern sich sodann in der Nukleinsäure, indem vorher durch die Katalysatorwirkung der Proteine nur das weitergegeben wird, was für die Arterhaltung notwendig ist. Dieses Zusammenwirken der beiden Hauptstoffe: Protein (Eiweiß) und Nukleinsäure ist die Voraussetzung, daß im Verlauf eines gewissen Zeitraumes die lebenserhaltenden Informationen mutationell bedingte Erbveränderungen mit sich bringen.

Im Rahmen dieses Anpassungsprozesses vollzog sich anatomisch die Gehirnbildung: Stammhirn (Triebhirn) -Gefühlshirn - Verstandeshirn (graue Gehirnmasse). So ist auch der Aufbau des menschlichen Kopfes erklärbar: das Zentralnervensystem mündet von der Wirbelsäule aus in das Stammhirn, welches unmittelbar am oberen Ende der Wirbelsäule angrenzt. In der Mitte des Hinterhauptes befindet sich das Gefühlshirn, welches mit unzähligen Nervensträngen unmittelbar mit dem Verstandeshirn, welches sich von der Stirn zum Hinterhaupt erstreckt, verbunden ist. So entsteht die Einsicht, daß im Verlauf der Evolution zur Geistbildung hin, auch die Anatomie der Kopfentwicklung sich im zeitlichen Einklang befindet.

Das ist das Bild der Wirklichkeit, wie sich durch Jahrmillionen über den Weg der Sinnesinformation das Bewußtsein steigert. Es muß dabei bedacht werden, daß vor 1,5 Milliarden Jahren, biologisch gesehen, das Triebhirn, vor 1 Milliarde Jahren das Gefühlshirn und vor 500 Millionen Jahren das Verstandeshirn als Organ entstanden sind. Um das ganze Ausmaß dieses Entwicklungsprozesses erfassen zu können, muß festgestellt werden, daß das Verstandeshirn aus 14 Milliarden Zellen (Neuronen) besteht, von denen bis jetzt 2 1/2 Milliarden mit Informationen aktiviert wurden. Mit sogenannten Synapsen sind die Zellen untereinander verbunden, so daß sich in Form von galvanischen Strömen ein ununterbrochener kombinierter Informationsaustausch vollzieht. Letztlich werden je nach momentaner Lage jene Informationen ins Bewußtsein gebracht, die der Selbsterhaltung des Individuums dienlich sind. Diese Assoziationsprozesse vollziehen sich in Bruchteilen von Sekunden und bewirken eine entsprechende Reaktion des Menschen auf die verschiedensten Umstände.

Wenn diesem Entwicklungsprozeß zum Geist hin noch hinzugefügt werden kann, daß die Aneinanderreihung der Gehirnnerven eine Strecke von der Erde zum Mond und zurück ausmachen, dann ist erst vorstellbar, welche gewaltige substantielle Kraft in dieser grauen Gehirnmasse konzentriert ist. Das Gehirn bedeutet im Grunde eine kosmische Größenordnung. Von ihm aus wird der menschliche Körper mit seinen 25 Billionen Zellen geleitet. Mit dieser Feststellung ist der Mensch das großartigste Ergebnis der seit 4 Milliarden Jahre fließenden Evolution. Daß die Naturwissenschaft solche Ausmaße des Erkennens erreicht hat, bedeutet die Einleitung einer neuen Epoche.

Wie vorher schon erwähnt, wird im Wechselspiel der DNS-Moleküle zwischen dem Eiweiß und der

Nukleinsäure innerhalb einer Zelle in den DNS-Spiralen nur das gespeichert, was das Protein als Katalysator zur Erhaltung der Art als wichtig fixiert. Das Eiweiß erfüllt damit eine Filterfunktion zwischen dem Lebenswichtigen und dem Nebensächlichen. Dieser Prozeß vollzieht sich im kausalen Rhythmus ohne geistig bewußte Beeinflussung und bedeutet die ureigenste Selektion. Aus den Ergebnissen der Sinnesinformationen entsteht erst über lange Zeiträume das Erkennen des eigenen Seins im Zusammenhang mit seiner Umgebung und läßt so erst ein assoziationsfähiges Denken entstehen. Es ist somit entwickelt und nicht wie Immanuel Kant es ausdrückt, "a priori" als Geist vorhanden. Der außerirdische Gott-Geist, welcher bewußte Erzeugnisse und Geschehnisse als Zielsetzung hervorbringt, ist als Realität aufgehoben. Es wird weder einen Geisteswissenschafter und noch weniger einen Naturwissenschafter geben, der behauptet, daß der Mensch ohne Vorhandensein seines biologischen Zustandes: Nerven - Sinne -Stamm-, Gefühls- und Verstandeshirn einen Denkprozeß mit Artikulationsfolge herstellen könnte. Allein daß eine biomaterielle Gehirnsubstanz vorhanden sein muß, um geistige Äußerungen von sich geben zu können, beweist doch, daß Körper, Geist und Wesen (Seele) eine Einheit sein müssen, um überhaupt vom Kulturmenschen sprechen zu können.

Welcher Vorgang hat zum wiederholungsfähigen Reagieren auf naturgesetzliche Prozesse geführt? Es kann nur so sein, daß die ununterbrochene Einwirkung kosmischer und irdischer Kraftfelder - Strahlen, Magnetismus, Elektrizität aus Urmaterie und Energie abgeleitet - über die Sinnesorgane in den DNS-Spiralen der Neuronen lebenswichtige Speicherungen so lange vorgenommen wurden, bis ein Mutationssprung im Sinne der Erbveränderung eingetreten ist. Über lange Zeiträume

wirkte die von Sekunde zu Sekunde sich verändernde Umwelt mit neuen Informationen auf die Hirnsubstanz ein und trotz des Anpassungszwanges ergab sich noch keine Erbreaktion, weil die gegenwärtigen erbgesetzlichen Eigenschaften für die Erhaltung der Art ausreichten. Aber durch die Anhäufung stets gleicher neuer Informationen, welcher der Katalysator Protein der Nukleinsäure zuführte, kam es dann bei entsprechender Übergewichtigkeit derselben zur Mutierung dieser neuen Umweltzustände. Sie wurden also ab diesem Zeitpunkt im Sinne der Arterhaltung biologische Wirklichkeit und - erbfähig!

Wie fein diese Informationsvorgänge sind ist der Tatsache zu entnehmen, daß die Moleküle der Keimzelle sieben Milliarden Bausteine der Basen ADENIN (A), THYMIN (T), GUANIN (G), und CYTOSIN (C) aufweisen. Diese vier Basenbausteine bilden sich zu "Codewörtern" zum Beispiel ACDG - GTCA - CTGA und so weiter. Von den sieben Milliarden A-T-G-CBasenstellen sind nur maximal 100.000 Erbinformationsträger. Jedes Gen hat dann das Ausmaß über 1500 Baseninforrnationen, das heißt: die Genreihe besitzt von den sieben Milliarden Basenreihungen nur 1 bis 2%, (würde man die sieben Milliarden ATGC- Basen in normaler Druckgröße einer Zeitung aneinanderreihen, dann wären 1,2 Millionen DIN-A4 Blätter beschrieben).

Alle empirischen Einblicke in die mikrobiologischen und mikrophysikalischen Zusammenhänge wären ohne die in den letzten Jahrzehnten entstandene Elektronenmikroskopie undenkbar. Mit ihrer Vergrößerungsmöglichkeit kleinster Teilchen um das 20- bis 50 millionenfache - je nach stofflicher Zusammensetzung -revolutionierte sie die Forschung im Innenbereich lebensgesetzlicher Prozesse. In diesem Zusammenhang bekommt Goethes Faust seinen tiefen Sinn: "Was die Welt im Innersten zusammenhält", das hat die neueste naturwissenschaftliche Forschung in einem Ausmaß entdeckt, daß man nur vom Wunder des Lebens und des Wissens sprechen kann.

Es ergeben sich daraus vollkommen neue Maßstäbe für das gesamte menschliche Leben. Religion, Ethik, Kunst und Politik müssen aufgrund solcher Erfahrungen neu erklärt und geordnet werden. Die gesamte Geisteswelt der letzten Kulturepoche von Sokrates bis zum 20. Jahrhundert geht mit schmerzhaften Um- und Zusammenbrüchen dem Ende entgegen.

Die Einsicht in das innere mikrophysikalische Gesetz und in die makrophysikalische Welt des Universums erschüttern alle über Jahrtausende entstandenen Lebensanschauungen. Die Illusion, der Mensch und die Erde seien das Zentrum des gesamten Kosmos und ein gütiger Gott der Beschützer, ist zu Ende. Die große Unruhe auf dieser Welt und das Ausbrechen der jungen Generation aus den Traditionen hat seine tiefen Ursachen: Der Mensch weiß bereits mehr als er seelisch ertragen kann. Es ist höchste Zeit, die Synthese zwischen Glauben und Wissen herauszustellen, um die Religion, Kultur und Politik zu erneuern. Das Nietzschewort vom Zerbrechen der alten Wertetafeln und die Aufforderung, eine höhere Ordnung durch einen vollkommeneren, ganzheitlichen Menschentyp - den Übermenschen - zu schaffen, hat mit dem Beginn des 3. Jahrtausends seine Zeitgültigkeit bekommen. Der Mensch muß für sich und seine Umwelt die volle Verantwortung übernehmen. Sein Wissen über das Gesetz des Lebens, aus dem er selbst geworden ist, hebt ihn aus der Rolle des Kindes Gottes und gehüteten Schafes heraus. Er muß Prometheus von seinen Ketten befreien, als Dank für die Hilfe, das Feuer des Wissens durch ihn entfachen zu können.


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