WISSENSCHAFT UND ZEITGEIST

Faßt man die Erkenntnisse von Riedl und Eigen zusammen, dann zeigt sich eindeutig, daß die Entwicklung des Lebens von der Urzelle bis zum Menschen eine ununterbrochene Veränderung der Lebensformen ergab.

Die Anpassungnotwendigkeit an die, von Sekunde zu Sekunde zeiträumlich sich verändernden, kosmischen wie irdischen Gegebenheiten, wandelte die Erscheinung nach den ewigen inneren Naturgesetzen, indem zum alten Bestand der Seinsform neue Elemente und Moleküle eingeordnet wurden. Daraus ergaben sich schubweise Mutationssprünge, welche dann die Erhaltung der Art durch langsame Veränderungen der Schichten ermöglichte; bei entsprechender Wiederholung dieses Vorganges entwickelte sich im Laufe des Zeitraumes eine neue Art oder Gattung.

Wenn Riedl diese Entwicklung durchfolgert bis zum menschlichen Individuum und dieses wieder als Voraussetzung dafür gewertet werden soll, daß es "Gruppen, Gesellschaften und Zivilisationen" geben kann, wollen wir bei dieser Betrachtungsweise etwas verweilen.

Es ist bekannt, daß aufgrund des gegenwärtigen Zeitgeistes Universitätsprofessoren, deren Wissenschaft letztlich in gesellschaftspolitische Verhältnisse hineinwirkt, bei bestimmten Begriffen sehr vorsichtig sind, um nicht ihre Laufbahn zu gefährden. Es ergibt sich dann, daß aus der sachlichen, wissenschaftlichen Erkenntnis eine unwissenschaftliche, ideologische Folgerung für das praktische, vor allem für das politische Leben, gezogen wird. Was heißt "Gruppen, Gesellschaften und Zivilisationen"? Warum wagt man nicht die evolutionär, organisch gewachsenen, genetischen Gemeinschaften Rassen und Völker beim Namen zu nennen? Sie sind doch die biologischen, naturgesetzlich bedingten Wirklichkeiten, die Kulturen, Zivilisationen und Gesellschaften als Unterteilungen ihrer ganzheitlichen Erscheinung gemäß den angeborenen Eigenschaften und Wertgrundlagen schaffen.

Auf der einen Seite stellt die Wissenschaft fest, daß die feinsten Regungen eines Artkörpers einschließlich des "Geistmenschen" durch und durch genetisch programmiert sind, daß keine Pflanze, kein Tier und auch die "Säugetierart Mensch mit starker Entwicklung des Gehirns" (so die Lexikonbezeichnung) körperlich, geistig und wesensmäßig erbgesetzlich entwickelt und damit verhaltensbedingt (determiniert) ist. Auf der anderen Seite wagt man im Zeitalter der "Freiheit" und "Demokratie" keine offene Sprache, ist meinungsgehemmt durch die Nachkriegsumerziehung bei Begriffen, die im Dritten Reich eine weltanschauliche Bedeutung hatten wie zum Beispiel Erbgesetz, Rasse, Volk, Gemeinschaft. Die Evolutionsbiologen haben gewaltige wissenschaftliche Forschungen betrieben und gesicherte Erkenntnisse - vor allem nach dem Jahre 1945 - gewinnen können, in erster Linie bedingt durch die mikrophysikalische und mikrobiologische Sichtbarmachung der Zellstruktur und Gene mit Hilfe der Elektronenmikroskopie. Sie urteilen selbstsicher über Entwicklungszeiträume von Milliarden Jahren, aber wenn es um die Menschheitsgeschichte der letzten zehntausend Jahre geht, also um eine Zeitspanne, die im Verhältnis zu 3 1/2 Milliarden Jahren irdischer Lebensentwicklung nur einen Augenblick bedeutet, treten plötzlich taktische Formulierungen auf.

An diesem Punkt angelangt muß die eindeutige Feststellung getroffen werden, daß die Menschheitsgeschichte neu zu bewerten ist. Wer aus taktischen Gründen davor zurückschreckt, den Geschichtsablauf biologisch - rassisch bedingt zu erfassen, kann bei bester Datenkenntnis nie den ursächlichen Zusammenhang ihrer Etappenergebnisse erkennen. Der von Lorenz, Riedl, Eigen und anderen vorgenommenen wissenschaftlichen Darstellung der Entwicklungsgeschichte des Lebens liegt kein Schöpfungsakt eines persönlichen Gottes zugrunde, sondern die "Selbstorganisation der Materie" gemäß ihrem immanenten ewigen Gesetz. Ohne nun auf das Gemeinschaftswesen Mensch als Weiterentwicklung des Lebens zu höheren Lebensformen näher einzugehen, betrachten wir die biologische Ausdifferenzierung seiner Art zu Rassen und Völkern als ebenso folgerichtige Fortsetzung der Evolution zur Erhaltung und Höherführung der Menschengruppen in verschiedenen Räumen.

RAUM UND RASSE BEDINGEN GESCHICHTSVERLAUF

Die Bildung der Großrassen mit ihren Unterrassen ist zeiträumlich bedingt und erfolgte in ganz bestimmten Ursprungsräumen, die sich geographisch mit den heutigen Kontinenten ungefähr decken. (Weiße Rasse = Nordeuropa, Gelbe Rasse = Ostasien, Rote Rasse = Amerika, Schwarze Rasse = Afrika) In diesen Räumen bildeten und festigten sich die Eigenschaften zur Einheit in Erscheinung, Verhalten, Charakter und Leistung in Jahrzehntausenden. Naturgegebene Rangordnungen regelten ohne geschriebene Gesetze das Verhältnis von Mensch zu Mensch. Die Erhaltung der Artgemeinschaft gebot die restlose Einfügung des Einzelnen in Sippe und Stamm. Er konnte sich nur so und nicht anders nach dem Gesetz seines plasmatischen Gutes (Kolbenheyer) verhalten. Dieses entstand aus dem Anpassungszwang zum Zwecke des Überlebens und schuf einen Menschentypus, der innerlich wie äußerlich das Gesetz des Raumes annahm. Der Typus des Menschen stellt das höchste Entwicklungsergebnis des Gesamtlebens dieses geographischen Bereiches mit seinen kosmischen Strahlen, Klimabedingungen, Jahreszeiten, Magnet- und Kraftfeldern, Erdstrahlen, Pflanzen und Tieren dar. Die Winkelstellung des Ursprungsraumes einer Rasse zur Sonne hat Hautfarbe und, Rhythmus des täglichen Lebens entscheidend bestimmt. So ist die weiße Rasse durch ihre nördliche Herkunft jene Menschengruppe, die den am weitesten nördlich gelegenen Entwicklungsraum aufweist: Die heutige Nordsee (vor 12000 Jahren noch Landmasse), Island, Skandinavien, Dänemark, Norddeutschland und England. Der Raum bestimmte durch die harten Lebensbedingungen Erscheinungsbild und Verhalten dieses hellsten Rassetypus. Der genannte Ursprungsraum umfaßt die nördlichen Breiten von 50° bis 68°. Der südliche Linienverlauf zieht sich von der Normandie, Frankfurt, Prag, Breslau, Krakau, Kiew bis Charkow, die Nordlinie kann mit dem nördlichen Polarkreis bis Archangelsk gezogen werden.

Zwischen den hellen Menschen des Nordens und den dunklen des Südens liegen die gelblichen Rassen von 30° bis zu 45° nördlicher Breite. Innerhalb dieser Zone entwickelten sich die ostasiatischen mongoliden Völker wie Chinesen, Japaner, Mongolen, Indianer, die mittel- und vorderasiatischen Turkvölker, sowie die nordafrikanischen Araber (Semiten). Dazu zählen, farblich abgeschwächt, die mediterranen Typen wie Süditaliener, Griechen und Südspanier. Sie alle haben in diesem 2000 km weiter südlich vom nordisch arischen Ursprungsraum gelegenen Breitengradgürtel eine ähnliche Hautfärbung, da die schon steilere Winkelstellung zur Sonne eine stärkere Pigmentierung der Haut erforderlich werden ließ, um die Wirkung der ultravioletten Strahlen einzudämmen. Die dunklen Rassen und Völker der Inder, Malayen, Neger und so weiter haben sich genau in der äquatorialen Zone zwischen dem 23. Breitengrad des "nördlichen Wendekreises" und dem 23. des "südlichen Wendekreises" über einen langen Zeitraum ursprünglich entwickelt. Durch ihren notwendigen, besonders starken Schutzfilter ist deren Haut noch dunkler.


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