DIE ANTIKE RASSISCH GESEHEN

Zwei klassische Beispiele aus der Antike mögen zeigen, wie sich auf die Dauer gesehen Ursprungsraum der Rasse und kulturschöpferische Fähigkeit in der Lebensgestaltung eines Volkes als Einheit erweisen: Die hellenische und römische Epoche.

Jeder Besucher der Akropolis, des Nationalmuseums in Athen, des vatikanischen Museums in Rom oder auch der Ausgrabungen des vom Vesuvausbruch verschütteten Pompeij kann sehen, daß die in Fresken, Plastiken und Reliefs dargestellten Typen, ob Philosophen, Dichter, Denker, Staats- und Heerführer, nordischer Herkunft sind.

Die Nordvölker begannen sich vor ungefähr 12000 Jahren - nach dem Ende der letzten Eiszeit - in Bewegung zu setzen, weil ihr Land, die heutige Nordsee, durch geomorphologische Vorgänge in ein Meer umgewandelt wurde. Der Vormarsch nordischer Völker in den Süden vollzog sich über lange Zeiträume, aus dem später der sogenannte indogermanische Sprachraum bis nach Persien, Griechenland, Italien und Indien entstand. Sie herrschten über die dortigen Urvölker mit ihren, im harten - Lebenskampf des Nordens erworbenen Eigenschaften, als Führungselement und Kulturschöpfer. So lange sie sich biologisch mit der Ursprungsbevölkerung nicht vermischten, war ihre arteigene Leistungsfähigkeit zu großer Kulturschöpfung gewahrt. Im Laufe der Zeit änderte sich ihr Lebensryhthmus durch die klimatischen Bedingungen. Ihr "innerer Kompaß", dem Nordraum angepaßt, verlor seine Orientierung und damit hob sich die Sperre gegenüber dem Andersartigen auf. Die Folge war die Blutvermischung und damit das Ende der nordischen Klassizität. Als dann im Jahre 334 vor der Zeitrechnung "Alexander der Große" gegen die Perser siegte, Kleinasien eroberte, Ägypten und Syrien unterwarf, bis Indien vorstieß und schließlich die baktrische Fürstentochter Roxane im Jahre 327 heiratete, vermischte sich die nordische Führungsschicht endgültig mit Asien. Die Verschmelzung mit der Urbevölkerung war nun unaufhaltsam und als Alexander auch noch Babylon zur Reichshauptstadt erhob, war das Ende der griechischen Hochkultur gekommen. Dem Ende der geistigen und politischen Macht Griechenlands ging die rassische Vermischung voraus und leitete dann erst die Auflösung bis zur Dekadenz ein. Ursache und Wirkung dürfen bei dieser historischen Betrachtung nicht verwechselt werden.

Die gleiche Entwicklung nahm das römische Reich, dessen Führungskräfte einen, den voralexandrinischen Griechen ähnlichen Typus zeigten. Die drei punischen Kriege und mehrere Feldzüge gegen Nordafrika und Kleinasien ergaben ebenfalls die Vermischung mit mittelmeerischen Rassen, in deren Folge das römische Reich seiner Auflösung entgegenging. Wieder wurde die vom Norden kommende Führungskraft geschwächt und ging in der südlich bedingten Bluts- und Kulturlandschaft unter. So liefern Griechenland und Rom mit ihrer Geschichts- und Kulturträchtigkeit die besten Beispiele, wie großrassische Gemeinschaften nur so lange auch in fremden Lebensräumen ihre Ausstrahlungskraft behalten, so lange sie die über weite Zeiträume entstandene Erbsubstanz bewahren. Beginnt die Vermischung mit einer andersartigen Bevölkerung, die noch dazu in ihrem angestammten Raum lebt - die vom Norden kommenden Völker waren ja die Eindringlinge in einen ihnen im Grunde fremden Raum - verändert sich das artbedingte Kulturverhalten bis zur Formenerstarrung.

DER IRRTUM OSWALD SPENGLERS

Die für Europa so entscheidende Antike, im Zusammenhang mit der gegenwärtigen Lage des deutschen Volkes, aber auch der gesamten weißen Rasse richtig zu beurteilen, ist deshalb so wichtig, weil heute oft Vergleiche mit Griechenland oder Rom wegen des europäischen Macht- und Kulturverfalles hergestellt werden. Wie oberflächlich solche Parallelen im politischen und geistesgeschichtlichen Bereich mangels biologischer Kenntnisse gezogen werden, beweist das Buch Oswald Spenglers "Der Untergang des Abendlandes - Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte". Gerade dieses Werk, das unmittelbar nach dem 1. Weltkrieg entstand, - also in einer pessimistischen Geschichtsphase, und dessen Verfasser zur national denkenden Geisteselite zählt, - zeigt uns deutlich den Mangel an einem ganzheitlich angelegten Philosophie- und Geschichtsbild. OSWALD SPENGLER geht hypothetisch von einer Kulturmorphologie aus, die einen bestimmten geschichtlichen Rhythmus im Entstehen und Vergehen von Kulturen behauptet. Diese Parabel: Beginn - Höhepunkt - Verfall wird als unabänderlich bezeichnet. Die europäische Kultur sei nun dem Verfall ausgesetzt, weil sie den Höhepunkt schon überschritten habe. Diese kulturelle Abwärtsentwicklung sei gesetzlich bedingt. Die historische Beweisführung für diese Hypothese wird aus dem Vergleich mit der griechischen und römischen Geschichte abgeleitet. Spengler sieht die europäische Kultur auch deshalb zum Untergang geweiht, weil ihre innere Substanzgrundlage ermüdet und als Folge die kulturschöpferische Kraft versiegt sei. Hier liegt, im Vergleich zu Griechenland und Rom, der gefährliche Irrtum.

Jene aus dem Norden kommenden Völker konnten ihre, im Lebenskampf erworbenen Leistungsenergien unter klimatisch günstigeren Bedingungen, als in ihrem Ursprungsraum, zu einer Hochblüte der Kultur entfalten, wie sie die Menschheitsgeschichte bisher noch nicht gesehen hatte. Nicht die von Oswald Spengler angenommene Morphologie eines periodischen Kulturauf- und abstieges war aber die Ursache ihres Verfalles, sondern der Untergang des Erbgutes in einem der Art entgegengesetzten Lebensraum. Es ist für die Lage nach dem 1. Weltkrieg verständlich, daß angesichts des Zusammenbruchs einer tausendjährigen Wertordnung und einer sichtbaren Stilvermassung mit kapitalistischem, kommunistischem und religiös-orientalischem Internationalismus, nach Erklärungen für diesen Niedergang gesucht wurde. Gerade der faustisch denkende Spengler mußte durch solch , e Erscheinungen, die einer deutschen und europäischen Auflösung gleichkamen, zu härtesten Urteilen herausgefordert werden. Er leitete aber aus dem Übergang zu neuen Ordnungen einen nicht mehr aufzuhaltenden Verfall ab. Seine morphologische Begründung durch analoge Geschichtsphasen faßte er in eine kulturphilosophische und historische These und verlieh in kraftvoller Sprache einer Neuorientierung europäischer Entwicklung das Odium unabänderlichen Unterganges. So wurde sein pessimistischer Buchtitel "Der Untergang des Abendlandes" zu in Schlagwort, das bis zur Stunde von Mensch zu Mensch, von Stammtisch zu Stammtisch, von Partei zu Partei und von Staat zu Staat abgewandelt weitergereicht wird.

Nun müssen wir aber Oswald Spengler zugute halten, daß es zu seiner Zeit noch keine eindeutigen, naturwissenschaftlichen Ergebnisse im evolutionären, mikrophysikalischen, zellmolekularen und genetischen Bereich gegeben hat, um nicht nur den Einzelmenschen, sondern auch Volk und Großrassen weitgehend objektiv beurteilen zu können. Hätte unser gegenwärtiges Wissen schon bei Beginn unseres Jahrhunderts zur Verfügung gestanden, wäre er wohl kaum auf einen Buchtitel verfallen, der das Abendland auf den Kehrichthaufen der Geschichte wirft.


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