ZU IX: DIE GEWISSENS- UND RELIGIONSFREIHEIT

Bekenntnis: Die Gewissens- und Religionsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und die Selbstbestimmung des Volkes sind die wichtigsten Grundsäulen einer Staatsordnung. Die Freiheit des Ichs reicht so weit, als die des Nächsten nicht gefährdet wird.

Forderung:

  1. Die Einführung der Präsidialdemokratie, in der sich Wahl- und Verantwortungsprinzip vereinen. Die Lebensinteressen des Volkes stehen über den Parteien und Ständen.
  2. Die Gemeinden sollen durch die Aufstellung von Wahlmännern einen stärkeren Einfluß auf die Landes- und Bundespolitik erreichen.
  3. Des Politikers Ideal hat zu lauten: Ich diene der Volksgemeinschaft!

Es muß jeder einzelne Staatsbürger das Recht besitzen, über bestehende und neu zu schaffende Gesetze, die das Zusammenleben des Volkes regulieren, urteilen bzw. aktive Maßnahmen zur Veränderung bestehender Gesetze ergreifen zu können. Das oberste Verhaltensgebot besteht darin, daß sein Wollen der Festigung und Sicherheit des gesamten Volkes dient. Es darf im Staat weder ein grundsatzpolitisches, noch ein religiöses Absolutum geben, welches als unangreifbar gelten soll. Jede neue Erkenntnis verändert auch bis zu einem gewissen Grad die Wertgrundlagen einer Politik, sodaß sich immer wieder Systemveränderungen ergeben werden. Dazu kommt noch, daß sich außen- wie innenpolitisch die Verhältnisse so verändern können, daß sich mit ihnen auch die politischen Maßnahmen und Verhaltensweisen des Einzelnen diesen Gegebenheiten anzupassen hat. Der entscheidende Maßstab, ob ein zu beschließendes Gesetz gut oder schlecht ist, besteht darin, ob es der Substanzerhaltung des Volkes dient oder schadet. An diesem Grundsatz hat alles gemessen zu werden.

Eine Demokratie beweist nur dadurch ihren Wert, wenn mit ihrer Hilfe jede politisch-geistige Grundlinie, mag sie den momentanen Machthabern noch so entgegenstehen, an die breite Masse des Volkes mit allen Mitteln der Aufklärung herangetragen werden kann. Es darf in diesem Zusammenhang keine Tabus geben. Wer sie aufrichtet, beweist damit eine Unsicherheit, was die eigene Sache betrifft. Letztendlich wird sich immer jene Idee durchsetzen, die der Selbsterhaltung des Volkes entspricht; dasselbe hat dafür sehr fein abgestimmte Sensoren, die mit einer gewissen Instinktsicherheit auf die jeweilig entstehenden Situationen reagieren. Alle politischen Veränderungen vollziehen sich in ihrer Anlaufzeit unterschwellig unsichtbar und mit einer unaufhaltsamen Konstanz. Friedrich Nietzsche beschreibt diesen Vorgang folgendermaßen: Die großen Entscheidungen der Weltgeschichte kommen auf Taubenfüßen. Wird dieser Prozeß sichtbar, dann vollziehen sich die Entscheidungen verhältnismäßig sehr schnell und es melden sich naturgegeben die Vollzieher ebenfalls aus einem gewissen inneren Gesetz. Keine Macht und Institution ist in der Lage, derart entstehende Bewegungen aufzuhalten.

Die größte Kunst einer politischen Führung besteht darin, die Abstimmung des Verhältnisses zwischen Individuum und Gemeinschaft soweit zu erreichen, daß auf der einen Seite der Einzelmensch das Gefühl hat, seine orginären Anlagen entfalten zu können und auf der anderen Seite das Wirken des Einzelnen in relativ möglicher Freiheit der Gesamtheit zugute kommt. Diese Wechselbeziehung ist nur dann zu positivieren, wenn das Wesen des Einzelnen sich verwandt fühlt mit dem Wesen des Volkskörpers. In diesem Augenblick ist die Eindisziplinierung des Ichs in die Gemeinschaft kein Zwang, sondern eine befreiende Selbstverständlichkeit, mit der die Existenzsicherung des Ichs identisch ist. Nur im Rahmen dieser Erkenntnis entsteht die Freiwilligkeit, den naturgegebenen Triebegoismus in die biologisch bedingte Volksgemeinschaft einzuordnen.

Zu IX/I:

Die Forderung, eine verfassungsrechtlich abgestimmte Präsidialdemokratie einzuführen, hat ihren Urgrund darin, daß jedes Volk intuitiv den besten und stärksten aus seiner Mitte als den politisch verantwortlichen Führungsmann sich wünscht. Schon in der Frühgeschichte entsprach das dem Gedanken des HERZOGTUMS. Der beste wurde bei der Thing-Versammlung des Stammes zum Herzog gewählt ("Der vorne herzog"). Solange er das Heil für den Stamm hatte, wurde er gewählt; hat sich dasselbe zum Nachteil seines Stammes von ihm abgewendet, wurde er beim nächsten Thing abgewählt. Die Präsidialdemokratie ist das Herzogsystem auf die heutige Zeit übertragen. Der Präsident wird vom Volke gewählt, hat weitreichende Vollmachten und kann daher innerhalb eines bestimmten Zeitraumes jene Maßnahmen ergreifen, die der Existenzsicherheit des gesamten Volkes dienen. Ergeben sich in der weiteren Entwicklung der politischen Verhältnisse Situationen, denen er sich nicht mehr gewachsen fühlt und daher Mißerfolge in seiner Amtsführung entstehen, wird er eben vom Volke abberufen. Bei solchen Vorgängen wird sich immer erweisen, ob die an einer anderen Stelle aufgezeigte Forderung Goethes, zwischen Volkheit und Volk zu unterscheiden, vom jeweiligen Präsidenten richtig beachtet wurde. Geht derselbe von der ganzheitlichen Erkenntnis der Volkheit aus, dann setzt er fast immer die richtigen Maßnahmen, die für einen bestimmten Zeitpunkt notwendig sind. Beginnt der Präsident mit der Vorziehung einzelner Interessengruppen und verläßt das volkheitliche Denken, verliert er sicher das Vertrauen und wird bei der nächsten Wahl einer stärkeren Führungspersönlichkeit weichen müssen. Die Präsidialdemokratie kann auf keinen Fall das Bestehen von Parteien und Interessengruppen aufheben, aber dieselben werden sich doch bis zu einem gewissen Grad übergeordneten Maßstäben anpassen, um nicht in eine abwertende Selbstzweckfunktion hineingezogen zu werden. (Bis zu einem gewissen Grad läßt sich in den Ländern, in welchen die Präsidialdemokratie als System eingeführt wurde, wie zum Beispiel in den USA und Frankreich, dieses Wechselspiel zwischen Präsidenten und Parteien gut verfolgen.)

Im Rahmen der Präsidialdemokratie ergibt sich die ideale Abstimmung zwischen Führungsverantwortung und Wahlprinzip.

Zu IX/2:

Weder die Landtags-, noch weniger die Bundestags-, oder Nationalratswahlen sind echte Persönlichkeitswahlen; in diesem Fall dominiert sehr stark eine gewisse Anonymität. Aber die Gemeinderatswahlen werden doch in erster Linie von den dort auftretenden Wahlwerbern, die man als Menschen in ihrem täglichen Leben genauer kennt, entschieden. Die Gemeinden sind im Gesamtkörper des Staates jene Organe, welche die aktivste Auswirkung auf das Gedeihen desselben haben. Nach dem heutigen System ist ihr Einfluß auf das Geschehen der Länder und des Bundes verhältnismäßig gering. Es ist daher wichtig, daß innerhalb der Gemeinden sogenannte Wahlmänner, deren Zuständigkeit die Erstellung des Landtags, bzw. des Bundestags oder Nationalrates ist, von den Gemeindebürgern gewählt werden. Je nach Einwohnerzahl der Gemeinden wird die Anzahl der Wahlmänner festgelegt. Diese haben sodann alle Landes- und Bundesabgeordneten zu wählen. Somit hebt sich die sogenannte Bittstellerfunktion, die heute die Gemeindevertreter gegenüber den übergeordneten Instanzen einnehmen, auf und sie bekommen jene Geltung innerhalb der Gesellschaft, die ihnen gemäß ihrer Leistung im täglichen Leben des Volkes zusteht.

Wenn dieses neue System der Landes- und Bundesabgeordnetenwahl ihre legislative und exekutive Grundordnung hat, dann hat der Grundsatz, daß der Politiker der Gemeinschaft dienen muß, seine lebensnahe Wirkung.

ZU X: WEHRDIENST IST EHRENDIENST

Bekenntnis: Der Wehrdienst ist Ehrendienst Volk und Heimat.

Forderung:

  1. Die Herabwürdigung des Soldaten hat sofort beendet zu werden.
  2. Es gibt keine Wehrdienstverweigerung mit Hilfe des Zivildienstes.
  3. Die soldatischen Traditionen wie Ehre, Treue, Pflichterfüllung haben die Richtschnur für die Wehrerzichung zu sein.
  4. Das oberste Gebot besteht darin, daß der deutsche Soldat nur für die Sicherheit des eigenen Volkes und Europas eingesetzt werden darf.

Abschließend bekennen wir, daß bis zum Einsatz unseres Lebens diese zehn Grundsätze als Lebensordnung nach innen und außen vertreten werden.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges steigerte sich die Hoffnung, daß der Krieg als Mittel zur Austragung politischer Differenzen sein Ende erreicht hat. Diese Auffassung hat sich in ganz kurzer Zeit als großer Trugschluß erwiesen und wurde zu einer nicht erfüllbaren Weltfriedensutopie. Seitdem gab es ca. 150 Kriege mit einer direkten Mindestopferzahl von 50 Millionen Menschen. Die daraus resultierenden zivilen Opfer betragen hunderte Millionen, welche durch Vertreibung, Liquidationen des Besiegten und Hungersnot verursacht wurden.

Die internationalen Einrichtungen wie UNO, Atomsperrverträge, GATT-Vereinbarungen, KSZE usw. konnten die Friedensfunktion nicht erfüllen. Es gilt nach wie vor die Stärke und das Machtdenken innerhalb weltwirtschaftlichen und nationalen Wirkens und Handelns. Die für kurze Zeit geltende Teilung der Welt in eine östliche und westliche Machtsphäre (Kapitalismus -Kommunismus) ist mittlerweile, wie schon an anderer Stelle ausgeführt wurde, in mehrere global wirkende Machtzentren aufgegliedert.

Dieser Umstand bedeutet, daß jedes Volk, jeder Staat oder Kontinent nur dann seine Sicherheit und relativ mögliche Freiheit erreichen kann, wenn die Wehrbereitschaft gegeben ist. Die Menschheit befindet sich eben noch immer im selektiven Prozeß und zwar solange, bis eine der Großrassen die unumstrittene Weltherrschaft erkämpft hat. Diese nüchterne Lagebeurteilung ist für jeden friedliebenden Menschen unangenehm, aber sie entspricht der Realität. Die Konsequenz daraus kann nur lauten: Jeder männliche Staatsbürger hat seinen Wehrdienst zu leisten und soweit es seine Gesundheit und psychische Verfassung zuläßt, mit ganzer innerer Überzeugung und Selbstverständlichkeit das soldatische Opfer zu erbringen. Aus dieser Grundeinstellung ist der Wehrdienst als Ehrendienst für Volk und Heimat zu verstehen.

Sollte es innerhalb des Volkes Einzelmenschen oder Gruppen geben, die sich trotz dieser Erkenntnis weigern, das Soldatentum als notwendig anzuerkennen, so müssen sich diese im Klaren sein, daß sie sich gegen ein Gesetz der Gemeinschaftshaltung vergehen. Daraus ergibt sich von selbst, daß jeder Zivildienst als Ersatz für den Wehrdienst abgelehnt wird.

Die seit Jahren anhaltende Hetze in den Massenmedien gegen die soldatische Haltung und ihr Prinzip muß durch ein eindeutiges Auftreten der verantwortlichen Politiker beendet werden. Wie soll es wehrpsychologisch gesehen, zu einer totalen Einsatzbereitschaft kommen, wenn der für die Gemeinschaft opferbereite Soldat beschimpft und lächerlich gemacht wird. Solange alle Staaten der Welt ein Heer aufbauen und erhalten, besteht die latente Kriegsgefahr. (Siehe der seit Jahren andauernde Krieg auf dem Balkan.) Wer diese Grundtatsachen aus Bequemlichkeit nicht zur Kenntnis nehmen will, ist entweder dumm oder feige.

Abschließend kann festgestellt werden, daß jede nationale, wirtschaftliche und soziale Ordnung nur dann verwirklicht und erhalten werden kann, wenn in der heutigen Welt der Spannungen und Konfrontationen die Selbstbehauptung, soweit dies kräftemäßig möglich ist, willentlich vorhanden ist. So ist die Wehrfrage keine klassen-, parteien- oder konfessionsbedingte politische Angelegenheit, sondern eine Notwendigkeit für das Leben und Überleben.

Mit dem Bekennntnis zum Soldatentum ist der Abschluß der beiden Hauptkapitel: 10 Thesen einer weltanschaulichen und 10 Thesen einer politischen Erneuerung symbolisch zu werten. Nur eine lebensbejahende, kämpferische und bedingungslose Haltung kann die Verwirklichung der in diesem Buch vertretenen Ideen erreichen. Jeder Versuch, den bequemeren Weg einer politischen Erneuerung beschreiten zu wollen, muß scheitern. Es ist dem Verfasser klar, daß viele Menschen vorerst die Darstellung der geistigen und weltpolitischen Lage nicht wahrhaben wollen und dieselbe aus Furcht vor den Konsequenzen für das persönliche Leben ablehnen. Nur der lebensstarke von Natur aus soldatisch eingestellte Mensch wird sofort erkennen, daß diese Herausforderung angenommen werden muß, wenn er nicht mit seinem Volk und allen anderen europäischen Nationen untergehen will.

Der weite Bogen von der Antike zum 20. Jahrhundert, in dem die wichtigsten geistigen und politischen Meilensteine kurz sichtbar gemacht wurden, zeigt sehr deutlich, daß die Europiden vor einer gewaltigen Entscheidung stehen, die ihnen weder ein angenommener Gott, noch eine andere höhere Gewalt abnehmen wird. Das erste Mal in seiner Geschichte muß er mit dem vollen Bewußtsein der Eigenverantwortung für das Dasein seinen zukünftigen Weg bestimmen.

Wie in der Einleitung schon einmal festgestellt wurde, sind ganz sicher die Leistungs- und Kraftreserven der weißen Rasse, die im heutigen europäischen Ursprungsraum lebt, ausreichend, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Es ist nur eine Frage der bewußten Mobilisierung und Zielgerichtetheit derselben, um die neue nächsthöhere Daseinsbasis im Sinne Friedrich Nietzsches zu erreichen: Die Verwirklichung des nächsthöheren Typus Mensch -auch Übermensch genannt!


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