Hanna Reitsch (34 KB)

Zeuge Nr. 25: Hanna Reitsch

Hanna Reitsch, in "Fliegen - mein Leben":

Eine Frau stellt Himmler zur Rede: "Reichsführer SS, vergasen Sie Juden?" "Nein. Das ist nur der Strick, an dem man uns aufhängen will, wenn wir den Krieg verlieren."

ZEUGE NR. 25

REITSCH Hanna: Flugkapitän, Testpilotin, Segelflugweltrekordlerin, Autorin von vier Büchern. Trägerin des Eisernen Kreuzes Erster Klasse (EK1).

VERFOLGUNG: Hanna Reitsch wurde nach dem Zweiten Weltkrieg eingekerkert. Man versuchte, sie durch verlockende Angebote und durch Drohungen dazu zu bewegen, einerseits als Zeugin gegen Deutschland aufzutreten und andererseits mit Wernher von Braun nach den USA zu gehen und ihr fliegerisches Können der amerikanischen Luftwaffe zur Verfügung zu stellen. Als sie ablehnte, versuchte man vergeblich, ihre fliegerische Karriere zu zerstören. In Büchern und Zeitungsartikeln wurde sie diffamiert. Jahrzehntelang sah sie sich genötigt, kostspielige Prozesse zur Verteidigung ihrer Ehre zu führen.

Nach Deutschlands Fall plante sie Selbstmord. Gaskammervorwurf bewog sie zum Weiterleben. Bei Politikern in aller Welt zu Gast. Immer als Anwalt deutscher Ehre. Hat denn niemand damals den Mut gehabt, zu fragen, was mit den Juden geschieht? So oder ähnlich haben viele junge Menschen nach dem Krieg ihre Eltern und Großeltern gefragt. Eine hatte den Mut: Hanna Reitsch. Sie ging einfach hin zum Reichsführer SS. Und sie fragte Himmler, was es denn mit den Vorwürfen aus dem Ausland auf sich habe. Hier muß jedoch dem Leser vor Augen gehalten werden, daß der Vergasungsvorwurf während des Krieges von den Alliierten niemals offiziell und ernsthaft erhoben wurde. Ernsthaft und offiziell beschuldigte man Deutschland während des Krieges nur, zehntausend polnische Offiziere in Katyn ermordet zu haben. Ein Vorwurf, der erst jüngst im Zuge von Gorbatschows "Glasnost" zurückgenommen worden ist. Die Gasunterstellung wurde erst nach Kriegsende (von den Engländern erst Monate danach) einstimmig akzeptiert. Während des Krieges hatte daher der Vergasungsvorwurf nur vereinzelt in kleinen Zeitungen und in obskuren Broschüren Raum.

Hanna Reitsch bei Himmler.

Über den Gasvorwurf berichtet Hanna Reitsch in ihren Erinnerungen:

Im Oktober erschien bei mir im "Haus der Flieger" in Berlin mein alter Fliegerkamerad Peter Riedel, der zur deutschen Botschaft in Schweden gehörte, warf mir eine Broschüre hin, während er mir aufgeregt zurief: "Weißt du, was in Deutschland vor sich geht? Dies hier wird uns draußen auf den Tisch gelegt." Ich blätterte die Broschüre durch. Sie behandelte die Gaskammern. Jetzt war ich außer mir: "Das glaubst Du?" sagte ich empört. "Im Ersten Weltkrieg hatte die Feindpropaganda lügenhaft den deutschen Soldaten alle nur erdenklichen Grausamkeiten angedichtet. Jetzt müssen es gleich Gaskammern sein." Meine Erregung beeindruckte Peter Riedel stark. "Dir will ich es glauben", sagte er, bat mich aber, Himmler umgehend darüber zu unterrichten. Ich rief Himmler an und erhielt die Erlaubnis, in sein Feldquartier zu kommen. Die Broschüre nahm ich mit. Ich legte sie Himmler vor. "Was sagen Sie dazu, Reichsführer?" Himmler nahm die Broschüre und blätterte sie durch. Keine Miene verzog sich in seinem Gesicht. Dann schaute er auf und sah mich ruhig an: "Und das glauben Sie, Frau Hanna?"

Später fügte Himmler noch hinzu: "Das ist der Strick (gemeint war der Vergasungsvorwurf) an dem man uns im Falle einer Niederlage aufhängen will."

In der Folge ließ Himmler diesen Vorwurf in verschiedenen großen Zeitungen des neutralen Auslandes in großen Einschaltungen zurückweisen.

Hanna Reitsch mit dem sozialistischen Landeshauptmann Kärntens, Wagner (35 KB)

Hanna Reitsch mit dem sozialistischen Landeshauptmann Kärntens, Wagner.

Hanna Reitsch mit Präsident Kennedy vor dem Weißen Haus in Washington (35 KB)

Hanna Reitsch mit Präsident Kennedy vor dem Weißen Haus in Washington.

Rücktritt vom Freitod.

Nachdem Hanna Reitsch Ritter von Greim, den letzten Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe, nach einem letzten Besuch in Hitlers bedrohten Führerbunker in den letzten Stunden des Reiches unter schwerem Flakbeschuß aus der brennenden Reichshauptstadt ausgeflogen hatte, beschloß dieser, seinem Leben ein Ende zu machen. Hanna Reitsch entschied sich dafür, dem von ihr hochverehrten Ritter von Greim in den Tod zu folgen. Sie trug die Giftkapsel bei sich, als sie von den Amerikanern verhaftet wurde. Als die alliierten Offiziere jedoch den Gasvorwurf vorbrachten, war Hanna Reitsch überzeugt, daß es sich um eine böswillige Unterstellung handelte und sie entschloß sich weiterzuleben, um dieser Lüge entgegenzutreten! Aber lassen wir sie selbst zu Wort kommen ("Fliegen - mein Leben", Seite 300):

Sie zeigten als Belege für die angeblichen Verbrechen unserer Regierung furchtbare Fotos. Sie behaupteten, so seien Menschen in unseren Konzentrationslagern zerstückelt worden. Ich konnte das nicht glauben und entgegnete empört, daß es sich dabei bestimmt um Leichen handele, die nach feindlichen Bombenabwürfen gesammelt worden seien; in grausigen Haufen sah man Arme, Köpfe und Beine, getrennt von den Körpern, zerfetzt durcheinanderliegen. Sie beharrten auf ihrer Meinung und sagten, sie seien sogar von Dachau gekommen und hätten sich dort auch Gaskammern angeschaut, in denen wir Tausende von Juden vergast hätten. Ich war entsetzt und erzählte ihnen von meiner Begegnung mit Himmler, dem ich eine Feindbroschüre über angebliche Gaskammem 1944 empört vorgelegt hätte. Da habe mich Himmler getäuscht, war ihre Antwort, wenn er dies abgeleugnet hätte. Meine Empörung wuchs. Es seien "grandiose" Zahlen von Juden von Nazi-Deutschland vergast worden. Ich wurde stumm vor Entsetzen, glaubte davon aber kein Wort. Eines dagegen wußte ich todsicher, daß das deutsche Volk davon ebensowenig gewußt haben konnte wie ich selbst. In der Zukunft würde es sich schon klären, was an solchen grauenhaften Dingen wirklich geschehen sei. In meinem Inneren hämmerte es: Ich müsse mich vor Millionen anständiger Deutscher stellen, ich müsse versuchen, die Wahrheit ergründen zu helfen, was immer sie auch ergeben würde. Und in solchem Augenblick sollte ich aus dem Leben gehen, um das gegebene Wort zu halten? Ich rief im Geiste lautlos die Namen meiner Toten und vor allem den von Feldmarschall von Greim und bat um Rat und Hilfe. Die Tränen liefen mir jetzt heiß und unaufhaltsam über die Wangen. Gesprochen haben wir kein Wort mehr. Mein Entschluß, um dieses Zieles willen aber weiterzuleben, stand fest.

Nichts kann deutlicher die Manipulation der gegenwärtigen Medien aufzeigen, wie der über weite Stellen sachliche Artikel, den Helmut Zwickel in der Österreichischen Tageszeitung "Kurier" anläßlich des Todes von Hanna Reitsch am 2. September 1979 geschrieben hat und in welchem er ihr unterstellt, nur damals nicht an den Vergasungsvorwurf geglaubt zu haben, jetzt aber schon daran zu glauben. Aber lassen wir diese geschickte Verdrehung der Wahrheit durch Helmut Zwickel auf uns einwirken, ehe wir die Wahrheit über Hanna Reitsch nachweisen. Zwickel schrieb:

1937 hat man sie als erste Frau der Welt zum Flugkapitän ernannt. Sie flog damals einen Hubschrauber. 1943 saß sie im Raketenflugzeug "Me 163". Als einzige Frau erhielt sie das EK 1. Die Reitsch war ein Phänomen, zu Lebzeiten schon Legende. Kein Mannweib, sondern ein kleines, zerbrechlich wirkendes Frauerl mit dem Ehrgeiz eines Niki Lauda. Ein Abend mit Hanna Reitsch, das war kein gewöhnliches Beisammensitzen, das war ein Vortrag, eine Lesung aus ihren Büchern. Man wußte nie, wo der Geschichtsunterricht aufhörte und ihre Lebensbeichte begann. Sie ließ Hitler prechen und Göring auftreten. Sie sprang von Udet zu Kennedy, von Fandit Nehru zu Wernher von Braun, von Neil Armstrong zu Willy Messerschmitt. Es gelang ihr, Dr. Goebbels wie einen Geist heraufzubeschwören. Als sie einmal ihren Absturz mit dem "Kraftei", dem Raketenjäger "Me 163", schilderte ("Mit einem vierfachen Schädelbasisbruch zog man mich aus den Trümmern, und dort, wo im Gesicht die Nase sitzt, klaffte ein Loch."), wurde einer Zuhörerin übel. Spätestens in diesem Augenblick härtester Realistik wurde einem klar, weshalb Hanna Reitsch in ihrem ganzen Fliegerleben überall ihren Mann stellte. Sie wuchs mit sieben Buben zusammen in Hirschberg (Schlesien) auf und trug bis zum sechsten Lebensjahr Lederhosen. Eigentlich war sie scheu, mißtrauisch. Zeitungen, Journalisten, Massenmedien gegenüber legte sie eine Animosität an den Tag, die ihr in jener Nachkriegszeit angeboren wurde, wo man sie als "Nazi-Hanna" apostrophierte und in die Gilde der Hitler-Freundinnen einreihte. "Ein halbes Leben lang", pflegte sie zu sagen, "habe ich um die Wahrheit gekämpft, mußte mich gegen übelste Verleumdungen zur Wehr setzen."

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Reitsch-Brief

Sie selbst hat aber lange gezöger, um ihren Beitrag zur wahrheitsgetreuen Geschichtsschreibung zu leisten. Die in zahllosen erfundenen Tatsachenreports abgedroschenen "letzten Tage im Führerhauptquartier' hatte Hanna Reitsch tatsächlich miterlebt. Hitler hatte am 24. April 1945 Generaloberst Ritter von Greim in die Reichskanzlei befohlen. Als Greim, mit dem Reitsch privat verbunden war, in Rechlin mit einem Piloten in die an sich einsitzige "Focke Wulf 190" kletterte, lag im hintersten Teil des Rumpfes, zusammengekrümmt wie ein Wurm, Kopf voraus, in einem Gestank von Öl- und Benzin im Stockdunkeln, auf scharfen Metallspitzen", Hanna Reitsch. Sie wollte an seiner Seite sein, wenn der schwierigste Teil begann, nämlich von Gatow nach Berlin hineinzugelangen. Nach dem "scheußlichsten Flug meines Lebens" landete man unter russischem Artilleriebeschuß in Gatow. Als Generaloberst Greim, mit einem "Fieseler Storch" in Baumwipfelhöhe fliegend, unter "höllischem Feuer" den Grunewald erreichte, wurde er von einem Panzersprenggeschoß am Fuß getroffen. Da übernahm Hanna Reitsch am Rücksitz das Steuer. Schrieb sie in ihrem Buch "Höhen und Tiefen": "Je mehr wir uns der Stadt näherten" - und sie erzählte es auch fast wörtlich in ihren Tafelrunden mit Fliegern -, "um so dichter und penetranter wurden Qualm, Rauch, Staub und Schwefelgeruch, aber das Schießen hörte langsam völlig auf. Nur durch meine systematische Vorbereitung, die ich mir für den Notfall ausgedacht hatte, indem ich von allen markanten Punkten rings um die Stadt herum mir den Kurs zum Flakbunker am Zoo errechnet hatte, ihn bei jedem Wetter nachflog und auswendig wußte, gelang es mir, das Ziel zu finden." Dann die Begegnung mit Hitler: "Seine Gestalt war etwas nach vorn gebeugt, seine Arme zitterten ununterbrochen und seine Augen schienen nicht mehr im Diesseits zu ruhen. Mit unwahrscheinlich leiser Stimme begrüßte er uns, sichtbar bewegt, Greim verwundet zu sehen." Im Luftwaffen-Notlazarett Kitzbühel wurden Greim und Reitsch nach der Kapitulation am 8. Mai 1945 von den Amerikanern verhaftet. Eine Woche später verübte Greim Selbstmord. Weshalb Hanna Reitsch Greim, von dem man sagt, er war die einzige große Liebe ihres Lebens, nicht in den Tod nachfolgte, motiviert sie so: Auf einer Fahrt nach Salzburg wurde sie von amerikanischen Vernehmungsofflizieren mit der Tatsache der Judenvergasung konfrontiert. "Ich glaubte damals kein Wort," schreibt sie in ihren Memoiren, "in meinem Inneren hämmerte es: Ich müsse mich vor Millionen anständige Deutsche stellen, ich müsse versuchen, die Wahrheit zu ergünden, zu helfen, was immer sich auch ergeben würde." Ihre damalige Schlußfolgerung: "Und in einem solchen Augenblick sollte ich aus dem Leben gehen, um das (an Greim) gegebene Wort zu halten?" Zweifellos hat sie sich um Politik nie viel gekümmert, denn die Naivität von damals hat sie sich zeitlebens bewahrt. Sie flog über alle Erdteile, in allen Himmel, mit allem, was Flügel besaß. Sie stellte Segelflugrekorde auf, bildete Piloten in Indien und Afrika aus, sie wurde mit Ehrungen überhäuft wie kaum je ein Flieger zuvor. Sogar die "Society of Experimental Test-Pilots" nahm die gebürtige Deutsche in ihren Reihen auf. Das Geheimnis ihrer geistigen und körperlichen Fitneß schrieb die Reitsch ihrem asketischen Lebenswandel und ihren täglichen Jogaübungen zu. 1hr letzter Wunsch war, dort begraben zu werden, wo auch ihre Eltern die letzte Ruhestätte fanden, in Salzburg.

In Wahrheit hat Hanna Reitsch niemals an die Judenvergasung geglaubt. Ein umfangreicher Briefwechsel, der mir zugänglich wurde, beweist dies. Hier sei nur ein Brief an den deutschbewußten Kärntner Dichter Haberl abgedruckt, in dem mein Freund Ing. Friedl Rainer (der Sohn des untadeligen Kärntner Gauleiters) erwähnt wird, dessen unermüdlichen Kampf für die historische Wahrheit Hanna Reitsch so bewunderte. Sollte die Revision einst siegen, dann werden die vielen hervorragenden Wissenschafter mit ihrer minuziösen Arbeit den entscheidenden Anteil haben. Diese kleine, tapfere Frau mit dem gütigen Herzen, die einst in amerikanischen Kerkern den Drohungen und den Verlockungen der Vernehmungsoffiziere die Stirn bot, wird als Sendbote der Wahrheit in die Geschichte der Revision eingehen.


Zum sechsundzwanzigsten Zeugen
Zum vierundzwanzigsten Zeugen
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