Prof. Hellmut Diwald:

"Von den Siegermächten wurden sämtliche Akten nach der Kapitulation beschlagnahmt, ein Teil davon vernichtet. Freier Zugang zu den einschlägigen Dokumenten ist aber die Voraussetzung dafür, um alle diese Fragen zu klären."

ZEUGE Nr. 7

DIWALD Hellmut, Professor für Geschichte, BRD, Autor des im angesehenen Propyläen-Verlag erschienenen Buches "Geschichte der Deutschen". Erstauflage: 100.000 Exemplare, 1979.

VERFOLGUNG: Der Wissenschafter wurde nach Erscheinen seines historischen Bestsellers "Geschichte der Deutschen" durch seinen Verleger Axel Springer genötigt, jene Stellen seines Werkes, in denen er die Judenvergasung in Frage stellt, zu korrigieren. An der Kampagne gegen Prof. Diwald hatten sich Juden wie Golo Mann und der berüchtigte Berliner Jude Heinz Galinski beteiligt. Galinski war ein Freund jenes kürzlich verstorbenen jüdischen Wiedergutmachungsbetrügers Werner Nachmann der umgerechnet 210 Millionen Schilling unterschlagen hatte.

Auswanderung oder Völkermord? Auschwitz-Karten auf den Tisch - oder Verschleierung der Zusammenhänge? Dokumente unterdrückt, gesperrt und vernichtet, oder für den Historiker einsehbar? Wie aus der "Geschichte der Deutschen" eine jüdische Anekdote wurde. Ursprünglich war den Seiten 164 und 165 zu entnehmen:

Endlösung: kein Vernichtungsplan sondern Auswanderung.

Während des Krieges war unter den Ausdrücken "Gesamtlösung" oder "Endlösung" zunächst zu verstehen: Da eine Auswanderung nicht mehr möglich war, sollten alle Juden in den Osten evakuiert, aus Zentraleuropa herausgelöst, von der deutschen Bevölkerung abgesondert und in neuen Gettos zusammengefaßt werden. Diesen Plan umriß der Chef des Reichssicherheitshauptamtes, Reinhard Heydrich, am 24. Juni 1940. Was sich in den folgenden Jahren tatsächlich abgespielt hat, ist trotz aller Literatur in zentralen Fragen noch immer ungeklärt. "Auschwitz" ist das deutsche Stigma dieses Jahrhunderts. Es ist ein Symbol des Entsetzens, doch es ist auch symbolisch für die sowohl tatsächlich nachzuweisende als auch gegen besseres Wissens absichtlich hineingedeutete Gleichsetzung vom Dritten Reich und Deutschland Dies freilich gehört zu dem Prozeß einer allgemeinen intellektuell-sittlichen Verwirrung als Ergebnis radikaler Standortbezogenheiten und ideologischer Festlegungen, der in Deutschland bereits in den beginnenden dreißiger Jahren eingesetzt hat.

Auschwitz: Rüstungsbetrieb, nicht Vernichtungslager!

Die Judendeportationen wurden zunächst ein Teil des allgemeinen Programms der Zwangsarbeit im Dienst der Rüstungsindustrie. Seit Beginn der Rußland-Offensive steigerten sich die Anstrengungen der deutschen Kriegswirtschaft von Monat zu Monat und Mitte 1942 war ein Höhepunkt erreicht. Jeder, der einigermaßen arbeitsfähig war, wurde zwangsverpflichtet, auch die jüdische Bevölkerung. Für sie galten, entsprechend ihrem Sonderstatus, besonders unmenschliche Regelungen. Das riesige Planungsprogramm ihrer Deportation aus allen besetzten Gebieten auf dem Schienenweg, für dessen Benutzung die militärischen und kriegswichtigen Aufgaben Vorrang hatten, wurde mit dem Einsatz in östlichen Rüstungsfabriken und Arbeitslagern begründet und gerechtfertigt, auch gegenüber den Transportdienststellen des Heeres. Auschwitz selbst, eine alte Industriestadt auf der oberschlesischen Platte, wurde zu einem Zentrum der Rüstungsproduktion entwickelt. Die chemische Industrie überflügelte rasch die früheren Zinkwalzwerke und Dampfmühlen; eine Hauptrolle spielten die Kohlehydrierung und die Kunstkautschukproduktion. Seit dem 16. Februar 1942 wurden sämtliche Konzentrationslager in die Kriegswirtschaft und Rüstungsindustrie eingegliedert und aus diesem Grund organisatorisch dem Hauptamt der SS-Wirtschaftsverwaltung und seinem Leiter, Obergruppenführer Oswald Pohl, unterstellt. Die Außenstellen der angegliederten Arbeitslager von Auschwitz wuchsen ihrer rüstungstechnischen Bedeutung wegen binnen kurzer Zeit auf neununddreißig an. Nach den Interessen der Kriegswirtschaft wurden die einzelnen Lager eingestuft. Birkenau, das zum Komplex von Auschwitz gehörte, diente als Lager für diejenigen Häftlinge, die als nicht arbeitsfähig erklärt worden waren. Deshalb erreichte hier die Sterblichkeitsquote die höchsten Ziffern.

Diwald stellt fest: Typhusepidemie in Birkenau! Innerhalb von drei Monaten starben 1942 zwanzigtausend Menschen. (Die Holocaust-Literatur lehrt, daß täglich zwanzigtausend vergast worden sind!)

Am 26. Juli 1942 brach in Birkenau eine verheerende Typhusepidemie aus. Innerhalb von knapp drei Monaten starben bis an die zwanzigtausend Menschen. Das war der Grund, warum sich in Birkenau ungewöhnlich große Einrichtungen für die Verbrennung der Toten befanden. Die Berichte von diesem Massensterben veranlaßten Himmler am 18. Dezember 1942 zu dem Befehl, die Zahl der Todesfälle in den Konzentrationslagern um jeden Preis herabzusetzen.

Diwald wirft vor: Gaskammern erlogen.

Ebenso eindeutig sind die durchorganisiellen riesenhaften Deportationen der jüdischen Bevölkerung in die Lager der Ostgebiete. Über diese Tatsachen, vor der Kulisse der abscheulichen Entrechtung der Juden im Dritten Reich, sind nach 1945 zahlreiche Schriften veröffentlicht und Behauptungen aufgestellt worden, die sich nicht beweisen ließen und das Schandbare durch Zynismus erweiterten. Man beutete eines der grauenhaftesten Geschehnisse der Moderne durch bewußte Irreführungen, Täuschungen, Übertreibungen für den Zweck der totalen Disqualifikation eines Volkes aus. So nannten die alliierten Sieger Vernichtungslager, von denen es in Deutschland kein einziges gegeben hat. Oder es wurden jahrelang im KZ Dachau den Besuchern Gaskammern gezeigt, in denen die SS angeblich bis zu fünfundzwanzigtausend Juden täglich umgebracht haben soll, obschon es sich bei diesen Räumen um Attrappen handelte, zu deren Bau das amerikanische Militär nach der Kapitulation inhaftierte SS-Angehörige gezwungen hatte. Ähnlich verhielt es sich mit dem berüchtigten KZ Bergen-Belsen, in dem fünfzigtausend Häftlinge ermordet worden seien. In Wirklichkeit starben in der Zeit, in der das Lager existierte, von 1943 bis 1945, rund siebentausend Insassen, und zwar vorwiegend in den letzten Monaten des Krieges auf Grund von Seuchen und Unterernährung, da im Zuge des Bombenkrieges die medikamentöse Versorgung und Verpflegung zusammengebrochen war. Der britische Kommandant, der nach der Kapitulation das Lager übernahm, stellte fest, daß in Bergen-Belsen Verbrechen großen Ausmaßes nicht vorgekommen waren.

Nun schritt Galinski, jüdischer Statthalter der Bundesrepublik, ein: Die zitierten Stellen wurden gestrichen! Prof. Diwalds Buch wurde umgefälscht und genau das Gegenteil behauptet:

Jetzt doch Vernichtungsplan.

In dem Protokoll der Geheimkonferenz in Berlin-Wannsee, die Heydrich am 20. Januar 1942 mit den für die Evakuierung zuständigen Staatssekretären abhielt, scheint der Begriff "Endlösung" jedoch bereits eine andere Bedeutung zu haben, denn in einem Passus des Protokolls wird festgestellt, daß diejenigen Juden, die bei ihrem Arbeitseinsatz im Osten nicht durch natürliche Verminderung ausfallen, "entsprechend behandelt werden müssen".

Statt Lüge sind die Gaskammern nun "Wahrheit".

Wie könnte mit den begrenzten Mitteln der Sprache auch nur verhältnismäßig angemessen formuliert werden, was zudem Spannungsbogen zwischen der abstrusen Phantastik dieser Sätze Hitlers und den Vernichtungslagern gehört? Fassungslosigkeit, Reue bis zur erklärten Unfähigkeit, mit jener Erschütterung, die den Kein persönlich-religiöser Reue ausmacht, auf das in einem ganz präzisen Sinn, "Unvorstellbare" zu reagieren, abgründige Scham, Ohnmacht der Empfindung schließlich - eine Summierung derartiger Begriffsversuche läuft letztlich nur auf ein völliges Verstummen hinaus als Eingeständnis, daß die Tiefendimension des nicht zu fassenden Verbrechens auch nicht mit dem vorhandenen Vokabular zu fassen, mit Worten nicht wiederzugeben ist. An der Tatsache der systematischen Vernichtung der Juden, und zwar ohne jeden Zusammenhang mit Kriegsnotwendigkeiten und sogar im Widerspruch zu den Notwendigkeiten der Front, ist nichts strittig. Anders steht es mit dem Gesamthintergrund, den auslösenden Motiven für den Umschlag des ursprünglichen Konzepts einer forcierten Auswanderung der Juden über ihre gewaltsame Austreibung bis hin zur systematischen Ermordung des ganzen Volkes, der verschiedenartigen Problemen der jüdischen Bevölkerung in den einzelnen Ländern sowie der Verflechtung mit ausländischen Interessen und Bemühungen, Rettungsversuchen und Widerständen dagegen.

So wurde ein deutscher Historiker 1979 mit konventionellen Mitteln zur Räson gebracht.


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