DIE MASSENVERGASUNGSANSTALT UND DIE ANGEBLICHEN MILLIONENVERGASUNGEN IN AUSCHWITZ-BIRKENAU

Als der Vergasungsschwindel mit Dachau, Buchenwald, Mauthausen, Bergen-Belsen usw. so gründlich entlarvt war, daß er nur mehr für die Allerdümmsten aufrechterhalten werden konnte, spielte man Auschwitz in den Vordergrund. Auschwitz bot für die Lügenpropaganda den unschätzbaren Vorteil, daß es außerhalb Deutschlands, hinter dem Eisernen Vorhang in Polen lag. Dort konnten nicht so leicht Besichtigungen, Überprüfungen und Feststellungen gemacht werden. Man hatte für Lügenbehauptungen dort ein leichteres Feld und einen weiteren Spielraum.

Dazu kam, daß Auschwitz, nachdem es viele Jahre lang hermetisch abgeschlossen hinter dem Eisernen Vorhang gelegen war, schon so weit abgebaut und devastiert war, daß die nachträglich aufgestellten Behauptungen überhaupt nicht mehr oder nicht mehr recht örtlich überprüfbar waren. Obwohl nichts herzuzeigen war, zog man es als Fremdenverkehrsattraktion auf, als man erkannte, daß man damit ein recht einträgliches Geschäft machen konnte. Man ging nun daran, Besichtigungen zu organisieren. Die Greuelpropaganda brachte Auschwitz in Mode.

über kein KZ werden seitdem der Welt so viele Greuelbehauptungen vorgesetzt wie über das KZ Auschwitz-Birkenau. Nach der Greuelpropaganda war Auschwitz das deutsche Hauptvernichtungslager. Innerhalb der Vergasungsbehauptungen nehmen die Massenvergasungsanstalten und die Millionenvergasungen in Auschwitz-Birkenau den ersten Rang ein.

Wie verhält es sich in Wahrheit mit Auschwitz-Birkenau?

DIE ZEUGNISSE DER MÄNNER VON NÜRNBERG

über die Zeugnisse der Männer von Nürnberg, daß es weder Massenvergasungsanstalten noch Millionenvergasungen gab, haben wir bereits oben berichtet.

In Nürnberg richtete der Hauptankläger an Göring die Frage:

"Ist ihnen bekannt, daß sich in Auschwitz ein Vernichtungslager befand?"

Göring erwiderte: "Nein! Es konnte als solches auch niemandem bekannt sein; denn Auschwitz war kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager für die notwendigen Arbeitskräfte, die für die dort errichteten großen Industriebetriebe benötigt wurden."

DAS ZEUGNIS DER INTERNATIONALEN KOMMISSIONEN ÜBER AUSCHWITZ-BIRKENAU

Die internationale Greuelpropaganda spricht von 4 bis 6 Millionen allein in Auschwitz-Birkenau vergasten Juden.

Um die alliierten Anschuldigungen und Greuelbehauptungen über die Massenvergasungen in Auschwitz zu widerlegen, wurde im September 1944 das Internationale Rote Kreuz zu einer Kommissionierung, des Lagers Auschwitz-Birkenau eingeladen. Die internationale Untersuchungskommission hatte nicht nur Gelegenheit, mit allen jüdischen und anderen Insassen des KZ und der dort befindlichen Kriegsgefangenenlager sowie der Lager der freiwilligen Zivilarbeiter völlig frei und ohne jeden Zeugen zu reden, sie verhörte neben den jüdischen und nichtjüdischen KZ-Insassen auch die freien zivilen Fremdarbeiter, die in Auschwitz-Birkenau arbeiteten, und die Insassen des anschließenden englischen Kriegsgefangenenlagers. Die zivilen Arbeiter, die Kriegsgefangenen und die KZler arbeiteten nebeneinander in den dortigen Industriebetrieben.

Die Delegierten konnten keinerlei Vergasungseinrichtungen bei ihren genauen Besichtigungen und Untersuchungen feststellen. Sie suchten von den freien Zivilarbeitern und den englischen Soldaten, die unbedingt etwas hätten wissen müssen, in Erfahrung zu bringen, ob ihnen etwas von den hochmodernen Schauerbädern bekannt sei, "wo die Internierten in Gruppen vergast würden". Niemand, kein Jude, kein Fremdarbeiter, auch nicht die Engländer, konnten etwas dergleichen angeben. Niemand konnte von einer Vergasungseinrichtung oder einer Vergasung berichten. Nirgendwo wurden bei der genauen Untersuchung die "riesigen Vergasungsanstalten" gefunden, und bei niemandem konnte eine Nachricht darüber erhalten werden. Es gab in ganz Auschwitz-Birkenau keine Vergasungsanstalt.

Jahre später wurde die ebenso dumme wie infame Lüge in die Welt gesetzt, die Rotkreuzkommission habe nur das Lager Auschwitz I besucht, wo sich nur eine einzige Gaskammer befand, aber nicht das Lager Auschwitz II (Birkenau), wo die Massenvergasungen stattfanden.

So schreibt Mulisch (Strafakt 40/61, S. 174):

"In Auschwitz I, im kleinen Lager, befand sich nur eine einzige Gaskammer. In diesem Lager wurden die Rotkreuzdelegierten empfangen, die mit dem Bericht nach Schweden zurückkehrten, daß Auschwitz zwar eine schreckliche Stätte sei, daß jedoch die Gerüchte über Völkermord in Auschwitz aus der Luft gegriffen seien. Der fand nämlich an einem anderen, 6 km entfernten Ort statt. Davon wußte niemand etwas."

Das ist eine erst Jahre später geborene Verlegenheitslüge. So blöd waren die Rotkreuzkommission, die von ihr unbehindert einvernommenen Zeugen und die hunderttausend Insassen des dortigen KZ, der Kriegsgefangenen- und Zivilarbeiterlager doch nicht. Und wieso und warum haben sie dann nicht wenigstens die eine Gaskammer in Auschwitz I gefunden?

DAS ZEUGNIS DES GEISTIG PROMINENTESTEN INSASSEN DES KZ AUSCHWITZ: DR. BENEDIKT KAUTSKY

Ein über jeden möglichen Zweifel erhabener Zeuge, Dr. Benedikt Kautsky, saß als Jude fast volle sieben Jahre in deutschen KZ, davon vier Jahre (1942-1945) im angeblichen Vernichtungs- und Millionenvergasungslager Auschwitz-Birkenau.

Dr. Benedikt Kautsky war prominenter und geistiger Sozialistenführer, Verfasser des Programms der SPD und zweiter Generaldirektor der größten österreichischen Bank (Creditanstalt-Bankverein).

Er schrieb den besten Bericht über die deutschen KZ (Teufel und Verdammte). Die erste Auflage dieses Berichtes erschien 1945 in der Schweiz. Darin schrieb er über die Gaskammern:

"Ich war [7 Jahre] in den großen deutschen KZ. Ich muß der Wahrheit gemäß sagen, daß ich in keinem Lager jemals eine Einrichtung wie eine Vergasungseinrichtung angetroffen habe."

Das heißt also, daß Kautsky in allen Lagern, in denen er war, nichts von Vergasungseinrichtungen gesehen hat. Kautsky war über vier Jahre im KZ Auschwitz. Ein einwandfreieres und überzeugenderes Zeugnis über das Nichtbestehen von Vergasungseinrichtungen in Auschwitz kann es wohl nicht geben.

Es ist nun sehr charakteristisch, daß dieses Buch mit diesem gewichtigen Zeugnis mit einem Schlag aus dem Buchhandel verschwand und offenkundig von interessierten Kreisen aufgekauft wurde. Es dürfte heute unmöglich sein, noch ein Exemplar dieser ersten Auflage aufzutreiben. Auch aus den Bibliotheken des amerikanischen Information Center, in denen das Buch je in mehreren Exemplaren vorhanden war, wurde es schlagartig entfernt und war von einem Tag zum anderen nicht mehr erhältlich. Bei dringenden Urgenzen begegnete man bei den Angestellten dieser amerikanischen Information Centers nur verlegenen Gesichtern und Ausreden. Es war offenkundig, daß die Greuellügen- und Hetzapostel, denen dieses Zeugnis denkbar unangenehm war, auf diese Bibliotheken und die Geschäftsführung des amerikanischen Information Center bestimmenden Einfluß haben mußten.

Wie Dr. Kautsky in der zweiten Ausgabe selbst berichtet, nahmen es die israelischen Hetzer Kautsky sehr übel, daß er ihnen in der Vergasungslüge so in den Rücken gefallen war; sie machten ihm die Hölle heiß. In dieser zweiten Ausgabe des Buches, die drei Jahre später, 1948, nicht mehr in der Schweiz, sondern in Wien (Volksbuchhandlung) erschien, hat er dem israelischen Druck nachgegeben und das Buch entsprechend den Wünschen der Greuellügenpropaganda geändert. Auf Seite 8 der neuen Ausgabe bekennt er:

"Ich habe [in dieser neuen Ausgabe] einige Ergänzungen und Berichte angebracht, die mir seit der Veröffentlichung der ersten Ausgabe teils in Kritiken, teils in Privatbriefen zugekommen sind."

Über die Vergasungsanstalten schreibt er nunmehr in der neuen, wunschgemäß frisierten Ausgabe (S. 316):

"Ich will hier noch eine kurze Schilderung der Gaskammern einflechten, die ich zwar nicht selbst gesehen habe, die mir aber von so vielen Seiten glaubwürdig dargestellt worden sind, daß ich mich nicht scheue, diese Schilderung [der anderen] hier wiederzugeben."

Selbstverständliche Pflicht wäre es gewesen, daß Kautsky seine oder wenigstens einige seiner Gewährsmänner in dieser geradezu ungeheuer wichtigen Sache ganz konkret bezeichnet und mit Namen benannt hätte. Ganz unfaßbarer-, aber bezeichnenderweise nennt Kautsky auch nicht einen einzigen seiner Gewährsmänner, deren Druck er gewichen ist; das aber ist in einer so wichtigen Sache unzulässig und unentschuldbar. Durch dieses absolute Verschweigen der Zeugen für diesen Vergasungsbericht verliert dieser jedes Gewicht und jeden Aussagewert. Es erhellt daraus nur, wie mächtig und einflußreich diese Kreise waren, die ihn zu einem Abgehen von seiner Wahrheitslinie veranlaßten.

Kautsky versuchte, die israelischen Kreise, deren Unwillen er durch seine wahrheitsgemäße Berichterstattung erregt hatte, wunschgemäß zufriedenzustellen. Es ist fast zwecklos, den ihm vorgeschriebenen Bericht hier zu zitieren. Zuerst bringt er noch einen eigenen Erlebnisbericht:

"Schon im Jahre 1941 fielen uns rätselhafte Transporte auf, die plötzlich zusammengestellt wurden. Weder über das Ziel noch über den Zweck der Transporte war das geringste zu erfahren - wir wußten nur, daß die Kleider der Abtransportierten binnen 48 Stunden zurückkamen, daß die Verschickten also tot waren.

Erst um die Jahreswende 1941/42, als diese Himmelfahrtskommandos' sich häuften, bekamen wir K 1 a r h e i t : Wir erfuhren jetzt, daß diese Transporte Experimenten mit Gasen dienten."

Vorerst ist auffällig, daß er nicht von Judentransporten berichtet, obwohl sich, der Greuellügenpropaganda nach, die Vernichtung durch Gas gegen Juden richtete. Darin unterläßt er es unentschuldbarerweise, zu sagen, was und wer ihm die Klarheit über die Transporte brachte und wie dies erfolgte.

Der Vergasungsbericht, den Kautsky - nicht nach eigener Wahrnehmung, sondern der ihm von anderen geliefert wurde - wunschgemäß bringt, ist das Muster eines vagen, unbestimmten Berichtes, dem der Stempel der Unwahrscheinlichkeit, ja Unwahrheit an die Stirne geprägt ist.

Er hat angeblich Dutzende von Augenzeugen gesprochen, aber er kann keinen einzigen von ihnen als Zeugen benennen. Auch mit dem durchsichtigen Vertauschtrick zwischen Birkenau und Auschwitz und daß die Vergasungseinrichtungen zwar in Birkenau, aber nicht in Auschwitz waren, wird wieder hantiert. Der von anderen stammende und von Kautsky weitergegebene Bericht scheitert schon daran, daß es - wenn es überhaupt in Auschwitz-Birkenau Vergasungseinrichtungen gegeben hätte, was nicht der Fall war - sie erst im Herbst 1943 hätte geben können, so daß keinesfalls 1941 Vergasungen stattgefunden haben können.

Krematorien - in deren Untergeschossen sich angeblich die Vergasungseinrichtungen befanden - wurden erst im Sommer 1943 errichtet und erst im Herbst 1943 in Betrieb genommen.

Der von Kautsky weitergegebene Bericht ist ganz nach dem bekannten Schema: verkachelte Brausebäder ohne Wasserabfluß, vermehrt durch die neue Nuance, daß die Vergasungsopfer Seife und Handtuch bekamen, um ahnungsloser in die Gaskammer zu gehen. Das waren die Duschbäder, nach denen die Untersuchungskommission vom Internationalen Roten Kreuz mit so großem Eifer vergeblich gesucht hatte.

Abgesehen davon, daß Kautsky nicht einen einzigen Zeugen konkret benennen kann und daß er aus eigenem überhaupt nichts weiß und einfach einen Fremdbericht weiterverbreitet, bringt Kautsky auch die Lügenzahl von 3,5 Millionen Vergasten - Bericht wie Opferzahl ohne jeden urkundlichen Wert.

Auffällig an dem Bericht Kautskys ist, daß er von Kohlenoxyd als Vergasungsmittel spricht; das wären also Auspuffgase, die nur eine zahlenmäßig sehr beschränkte Vergasung möglich machen, in keinem Falle aber Massen- und Millionenvergasungen.

Bei Massen- und Millionenvergasungen aber müßte es Hunderte und Tausende von Zeugen geben, die man nicht verschwinden lassen kann; und wenn man von solchen Massenvergasungen keine einwandfreien Zeugen auftreiben kann, dann läßt das nur den Schluß zu, daß solche Massenvergasungen niemals stattgefunden haben können; dazu kommt noch, daß es in Auschwitz-Birkenau gar keine Einrichtungen für solche Massenvergasungen gab. Und die vorhandenen Schilderungen enthalten so viele offenkundige Unrichtigkeiten, daß sie leicht als Greuellügen nachgewiesen werden können.

Interessant ist, daß auch die wunschgemäß frisierte neue Ausgabe von Kautskys Buch in den Bibliotheken des amerikanischen Information Center nicht mehr geführt wird, weil sie trotzdem noch zu viele Wahrheiten enthält, die dem Greuelbilde widersprechen, das die Lügenpropaganda von den KZ gibt.

Als ich das aus der Bibliothek verschwundene Buch Kautskys, Teufel und Verdammte mittels des aufliegenden Bestellzettels bestellte (24. Januar 1951), erhielt ich die Bestellkarte durch die Post mit dem Vermerk zurück: "Dieses Buch ist in unserer Bibliothek leider nicht mehr vorhanden." Das zeigt, daß die Bibliotheken des Information Center nach jüdischen Interessen ausgerichtet sind.

Dr. Kautsky ist inzwischen verstorben. Seine Witwe, Frau Dr. Gerda Kautsky, hat das Buch neu aufgelegt.

Man kann nicht als hochintelligenter Mensch - wie es Kautsky war - vier Jahre in Auschwitz leben und arbeiten, ohne etwas von Massenvergasungsanstalten und Massenvergasungseinrichtungen und von der Vornahme von Massenvergasungen zu bemerken, zu sehen und zu hören, wenn es dort wirklich Massenvergasungsanstalten gegeben und wenn dort wirklich Millionenvergasungen stattgefunden hätten. Das ist unmöglich. 3,5 Millionen Juden - wie die Gewährsmänner Kautsky versicherten - wurden angeblich in Auschwitz vergast, ohne daß Kautsky eine Ahnung davon hatte, wie er in der ersten Auflage seines Buches Teufel und Verdammte wahrheitsgemäß berichtete. Das erlaubt nur den zwingenden Schluß, daß es in Auschwitz weder Massenvergasungseinrichtungen noch Massenvergasungen gegeben hat und die von ihm weitergegebene Nachricht nicht stimmen kann. Wir wollen zu seinen Gunsten annehmen, daß er sie gutgläubig weitergegeben hat. Wertlos und ohne jede Beweiskraft ist sie auf jeden Fall.

Nachdem Kautsky dem auf ihn ausgeübten Druck so weit erlegen ist, daß er sich herbeiließ, über Gaskammern in Auschwitz zu schreiben, die er niemals gesehen hat, geht er noch weiter und deutet etwas an, was er nicht einmal vom "Hörensagen" weiß; er schreibt:

"Ob im Osten noch andere stabile Vernichtungsstätten in Tätigkeit waren, entzieht sich meiner Kenntnis; ich halte es für durchaus möglich."

Möglich ist vieles; eine so tendenziöse Bemerkung ist in einem sonst so seriösen Werk unverständlich.

DAS ZEUGNIS DES PERSONALS UND DER LAGERFUNKTIONÄRE DES KZ AUSCHWITZ

Die Lagerfunktionäre des KZ Auschwitz müssen aus begreiflichen Gründen heute noch schweigen. Aber es ist dafür gesorgt, daß ihr Zeugnis nicht verlorengeht.

Heute und hier nur zwei Zeugnisse authentischer Zeugen. Im Degesch-Prozeß erklärten zwei SS-Männer, die in Auschwitz bei der Desinfektion eingesetzt waren, ausdrücklich klar und eindeutig: Wir haben von Vergasung weder etwas gehört noch gesehen."

DAS LAGER AUSCHWITZ WURDE DEN RUSSEN UNVERSEHRT UND UNZERSTÖRT ÜBERGEBEN

Das angebliche "Vernichtungs- und Millionenvergasungslager" Auschwitz wurde befehlsgemäß unversehrt und ohne die geringste Sprengung den Russen übergeben. Soweit es Zerstörungen gab, waren sie durch das vorherige wochenlange Bombardement des Lagers verursacht und betrafen in der Hauptsache nur die Industrieanlagen oder waren in den vielen Jahren der hermetischen Abschließung von Auschwitz nach 1945 durch die Russen und nach ihnen durch die Polen erfolgt.

Da sich im ganzen Lager keine "Massenvergasungsanstalt" fand, half man sich damit, daß man zuerst einfach fünf kleine Zellen als Gaskammern ausgab. Als das angesichts der behaupteten Millionenvergasungen gar zu lächerlich war, griff man zu der Behauptung, die Gaskammern seien gesprengt worden.

Nachdem man bis 20 Jahre nach der Befreiung das Lager Auschwitz sorgfältig hinter dem Eisernen Vorhang vor aller Welt abgeschlossen und verborgengehalten hatte, weil es dort nichts - absolut nichts -zu sehen gab, hat man den Vorteil erkannt, das bestehende große Interesse für dieses Lager geschäftlich auszunutzen; man hat es als einträgliche Fremdenverkehrsattraktion entdeckt und entsprechend hergerichtet.

DAS ZEUGNIS DER NACHKRIEGSINSASSEN DES LAGERS AUSCHWITZ

Nach der Befreiung 1945 vermied man es sorgfältig, internationalen Kommissionen und Besuchern das Fehlen jeglicher Vergasungsanstalten in Auschwitz feststellen zu lassen. Der schon im Dachauer Kapitel erwähnte US Army War Department Attorney, Stephen F. Pinter, St. Louis, Mo., USA, schreibt in dem bereits erwähnten Artikel im The Sunday Visitor (Huntington, Indiana):

"Man hat uns erzählt, daß es eine Gaskammer in Auschwitz gab. Aber seit Auschwitz in der russischen Besatzungszone ist, hat man uns nicht erlaubt, diese Behauptung zu überprüfen. Die Russen gestatten dies nicht."

Was die Unrichtigkeit dieser Behauptung beweist. Wenn es wirklich Vergasungsanstalten gegeben hätte, dann hätte man die ganze Welt mit Gewalt zur Besichtigung hingeschleift.

Aber es gab doch viele Menschen, die diese Überprüfung vornehmen konnten. Die Russen benützten nämlich das übergebene Lager Auschwitz als Kriegsgefangenenlager. österreichische und deutsche Kriegsgefangene, die viele Monate dort untergebracht waren, hatten Gelegenheit, genau festzustellen, daß es im ganzen Gebiet von Auschwitz-Birkenau keine Spur einer Vergasungsanstalt gab.

Chefartz Dr. Herbert Scholz berichtet:

"Wir wurden 1945 von den Russen als Kriegsgefangene in das ehemalige KZ Auschwitz gebracht. Wir verblieben dort einige Monate. Das Lager befand sich in landschaftlich schöner Lage und war in jeder Hinsicht - vor allem in hygienischer Hinsicht - bestens ausgestattet. Die sanitären Einrichtungen, insbesondere die Badeeinrichtungen, ließen keinen Wunsch offen. Die Unterkünfte befanden sich in ehemaligen Kasernen, die innen gut eingerichtet waren. Von Vergasungseinrichtungen b e m e r k t e n  w i r  k e i n e  S p u r, obwohl wir mit größtem Interesse und eifrigst danach forschten und bei unseren Nachforschungen völlig unbehindert waren. Es gab keinerlei Vergasungseinrichtungen; es gab auch keinerlei gesprengte Objekte, die als solche angenommen werden konnten."

Erst fast 20 Jahre nach Übergabe des Lagers wurde es nach entsprechender Regietätigkeit - öffentlich zugänglich; heute werden sogar Besuche organisiert und propagiert: das Lager Auschwitz ist nunmehr unter polnischer Verwaltung zu einem wichtigen und einträglichen Einnahmeposten des Fremdenverkehrs geworden.

Im Feber 1962 zeigte das österreichische Fernsehen einen langen Film über Auschwitz mit einem sehr phantasiereichen und salbungsvollen Vortrag eines Herrn Langbein. Ein einziges, nicht in die Erde gebautes, bis auf die Grundmauern zerstörtes Objekt wurde als ehemalige Vergasungsanstalt ausgegeben. Herr Langbein bezeichnet sich als Sekretär eines "Internationalen Auschwitz-Komitees".

DIE ZEUGEN FÜR DIE ANGEBLICHEN VERGASUNGEN IN AUSCHWITZ-BIRKENAU

DER ZEUGE WOLFGANG GROSCH

Als Beweis für die Existenz von Vergasungskammern in Auschwitz wird die "Aussage Grosch" angeführt.

Vor dem Nürnberger Gericht wurde folgende Aussage gemacht (Dok. Nr. 2154):

"Ich, der unterzeichnete Wolfgang Grosch, bescheinige und erkläre folgendes: Der Bau von Gaskammern und der Krematoriumsöfen fand unter der Verantwortung der Arbeitsgruppe C statt, nachdem die Arbeitsgruppe D dazu den Auftrag erteilt hatte. Der Dienstweg war folgender: Die Arbeitsgruppe D setzte sich mit der Arbeitsgruppe C in Verbindung. Das Büro C I stellte die Pläne für diese Anlagen insoweit auf, als es sich um den Bau handelte, leitete sie dann an das Büro C III weiter, das sich mit der technischen Seite dieser Bauten beschäftigte, wie z. B. der Entlüftung der Gaskammern oder den Apparateanlagen für die Vergasung. Das Büro C III vertraute dann die Pläne einem Privatunternehmen an, das die besonderen Maschinen oder Krematoriumsöfen liefern sollte. Im weiteren Verlauf des Dienstweges benachrichtigte das Büro C III das Büro C IV, welches den Auftrag über die Bauinspektionen West, Nord, Süd und Ost an die Oberbauleitungen übersandte. Die Oberbauleitung übersandte dann den Bauauftrag an die in Frage kommenden Direktionen für die Errichtung von KZ, welche die eigentlichen Bauten durch Häftlinge aufführen ließen, die das Büro der Gruppe D III zu ihrer Verfügung stellte. Die Arbeitsgruppe D gab der Arbeitsgruppe C die Anordnungen und Anweisungen über den Umfang der Bauten und ihren Zweck. Im Grunde war es die Arbeitsgruppe D, die die Aufträge für die Gaskammern und Krematoriumsöfen gab.

Unterzeichnet: Wolfgang Grosch."

Es ist mit Händen zu greifen, daß Grosch nur vom Bau von Krematorien etwas wußte und daß man die "Gaskammern" in seine Aussage hineinverfälscht, ihm unterschoben oder aufgezwungen hat.

Ergänzt wird diese Aussage durch Baupläne für vier Verbrennungsöfen (II, III, IV und V).

Im Kellergeschoß jedes Gebäudes sollte sich ein großer Saal befinden.

Bei II und III ist dieser Saal als "Leichenkammer" bezeichnet, bei IV und V als "Badeanstalt".

Das belastende Dokument ist der Auftrag an die Firma Topf & Söhne in Erfurt zur Lieferung dieser "vier Verbrennungsöfen" (Schreiben Nr. 11450/42/B.J.H. vom 3. August 1942 - Nr. 4401).

Grosch hat die Säle unter den Verbrennungsöfen in seiner Aussage schlicht und einfach ohne jede nähere Angabe als "Gaskammern" bezeichnet. Wenn er das wirklich getan hat, kann man wohl mit Sicherheit annehmen, daß man dies unter entsprechendem Druck von ihm wünschte oder einfach diese Bezeichnung hineinverfälschte. Jedenfalls sind in Buchenwald die Verbrennungsöfen genau nach dem gleichen Modell gebaut wie in Auschwitz-Birkenau: es gab dort ganz genau die gleichen Keller, aber niemand bezeichnete sie als Gaskammern, und niemals fand dort eine Vergasung statt.

Man hat als Beweis für das Bestehen von Gaskammern in Auschwitz angeführt, daß Giftgas Zyklon B nach Auschwitz-Birkenau geliefert wurde. Zyklon B aber wurde an alle KZ und Arbeitslager geliefert (wo es erwiesenermaßen keine Gaskammern und keine Vergasungen gab), weil es als notwendiges und unentbehrliches Desinfektionsmittel benötigt wurde.

Sehr bezeichnend ist, daß nur auf dem Bauplan bei IV und V das Wort "Badeanstalt" hinzugefügt ist; in den Plänen, in den Bauaufträgen und im Bestellungsschreiben scheint ausschließlich die Bezeichnung "Krematoriumsöfen" auf.

Treffend sagt auch Prof. Paul Rassinier zu den angeblichen Gaskammern in den Plänen des Wolfgang Grosch (Rassinier, Was ist Wahrheit?, S. 94 f.):

"Seltsam ist, daß man keine Richtlinien über die Art und Weise der Benützung dieser 'Badeeinrichtungen' gefunden hat. W i e sollten diejenigen, die diese als Badeeinrichtungen bzw. als 'Leichenkammern' geplanten und bezeichneten Baulichkeiten in Betrieb nehmen sollten, erraten, daß es sich dabei um 'Gaskammern' handeln sollte?

… Man fand niemals Befehle zur Vergasung von luden. Man sagt dazu, daß die Nazis eben nicht so dumm gewesen seien, solche Befehle zu erlassen, denn man hätte sie finden und gegen sie benützen können. Gleichzeitig behauptet man andererseits, daß es einen Befehl gegeben hätte, die Vergasung von Juden e i n z u s t e l l e n. Das wäre doch genauso dumm und belastend gewesen. In Wahrheit hat man aber auch einen solchen Befehl nie gefunden, sondern irgend jemand behauptet seine Existenz und datiert ihn 'zwischen Mitte September und Mitte Oktober 1944' (Dok. PS 3762, IMT, Bd. XXXIII, S. 68 f.). Dieser Irgendjemand ist der Standartenführer Kurt Becher, der an der Seite Eichmanns bei den Deportationen der ungarischen Juden mitwirkte, der aber der Geschicktere war und die Dankbarkeit von Dr. Rudolf Kastner erwarb (der dafür sorgte, daß Becher in Nürnberg freigesprochen wurde und höchstwahrscheinlich seinen nachfolgend zitierten Bericht' nur zu diesem Zwecke geschrieben hat … ):

Ich, der ehemalige SS-Standartenführer Kurt Becher, geboren am 12. 9. 1909 in Hamburg, erkläre hiermit unter Eid folgendes: Etwa zwischen Mitte September und Mitte Oktober 1944 erwirkte ich beim Reichsführer SS Himmler folgenden Befehl, den ich in zwei Originalen, je eines für die SS-Obergruppenführer Kaltenbrunner und Pohl, und einer Kopie für mich erhielt:

'Ich verbiete mit sofortiger Wirkung jegliche Vernichtung von Juden und befehle im Gegenteil die Pflege der schwachen und kranken Personen. Ich halte Sie [damit waren Kaltenbrunner und Pohl gemeint] persönlich dafür verantwortlich, auch wenn dieser Befehl von den untergeordneten Dienststellen nicht strikt befolgt wird!'

… Aber Becher legte diesen Befehl dem Gericht nicht vor, obwohl ihm ein Exemplar übergeben worden war. Das Gericht verlangte das auch nicht von ihm…"

Man brauchte einen solchen Befehl, und Kurt Becher fabrizierte ihn; aber schon die Diktion ist suspekt; schon daß ein Himmler-Befehl Nichtbeachtung schon bei der Befehlsausgabe erwähnt, scheint ganz unwahrscheinlich.

EINE DUNKLE GESCHICHTE: DR. WETZEL

Gerald Reitlinger bringt in seinem Buch Die Endlösung (S. 144 f.) folgenden angeblichen Brief Dr. "Ernst" Wetzels an Reichskommissar Lohse in Riga (Prozeß I IMT Nr. 470, abgedruckt in Trials of War Criminals before the Nuremberg Military Tribunals, Washington, Government Printint Office, 1951/52):

"25. Oktober 1941. Unter Bezugnahme auf mein Schreiben vom 18. Oktober 1941 teile ich Ihnen mit, daß sich Herr Oberdienstleiter Brack von der Kanzlei des Führers bereit erklärt hat, bei der Herstellung der erforderlichen Unterkünfte sowie der Vergasungsapparate mitzuwirken. Zur Zeit sind die in Betracht kommenden Apparate in genügender Anzahl nicht vorhanden; sie müssen erst hergestellt werden. Da nach Auffassung Bracks die Herstellung der Apparate im Reich viel größere Schwierigkeiten bereitet als an Ort und Stelle [?!], hält es Brack für am zweckmäßigsten, wenn er umgehend seine Leute, insbesondere seinen Chemiker Dr. Kallmeyer, nach Riga sendet, der dort alles weitere veranlassen wird … Oberdienstleiter Brack weist darauf hin, daß das … Verfahren nicht ungefährlich ist, so daß insbesondere Schutzmaßnahmen erforderlich seien. Unter diesen Umständen bitte ich Sie, sich über Ihren Höheren SS- und Polizeiführer an Oberdienstleiter Brack … zu wenden und um die Entsendung des Chemikers Dr. Kallmeyer sowie weiterer Hilfskräfte zu bitten. Ich darf darauf hinweisen, daß Sturmbannführer Eichmann, der Sachbearbeiter für Judenfragen im RSHA … einverstanden ist. Nach Mitteilung von Eichmann … sollen in Riga und Minsk Lager für Juden geschaffen werden, in die evtl. auch Juden aus dem Altreichgebiet kommen. Es werden zur Zeit aus dem Altreich Juden evakuiert, die nach Litzmannstadt (Lodz), aber auch nach anderen Lagern kommen sollen, um dann später im Osten, soweit arbeitsfähig, in Arbeitseinsatz zu kommen.

Nach Sachlage bestehen keine Bedenken, wenn diejenigen Juden, die nicht arbeitsfähig sind, mit den Brackschen Hilfsmitteln beseitigt werden. Auf diese Weise dürften dann auch die Vorgänge, wie sie sich bei den Erschießungen der Juden in Wilna … ergeben haben und die auch im Hinblick darauf, daß die Erschießungen öffentlich vorgenommen wurden, kaum gebilligt werden können, nicht mehr möglich sein. Die Arbeitsfähigen dagegen werden zum Arbeitseinsatz nach Osten abtransportiert. Daß bei den arbeitsfähigen Juden Männer und Frauen getrennt zu halten sind, dürfte selbstverständlich sein[1]."

Reitlinger bemerkt zu diesem Brief:

"Es muß hier unterstrichen werden, daß Wetzel nicht vorschlug, die einigermaßen primitiven Einrichtungen der Todesanstalten nach dem Osten zu senden. Nicht die Anlagen wurden nach Osteuropa geschickt, sondern Wirth und seine Mitarbeiter [?!], die 'Krankenschwestern und Pfleger' der 'Stiftung für Anstaltspflege', denn die Ausbildung war das Wichtigste."

Daraus geht hervor, daß auch Reitlinger der Ansicht war, daß es sich hier um die Apparate und das Personal zur Euthanasievergasung oder Exekutionsvergasungen handelte und nicht etwa um Massenvergasungsanstalten, wenn der Brief überhaupt echt ist, was als fast ausgeschlossen gelten kann. Zum mindesten sind alle die gravierenden Stellen nachträglich hineinverfälscht.

Prof. Paul Rassinier schreibt zum Falle Wetzel (Was ist Wahrheit?, S. 87):

"Dr. Wetzel wurde am 17. August 1961 in Hannover verhaftet.

Die deutschen Zeitungen vom 18. August 1961 berichteten, daß er eine staatliche Pension von monatlich 1600 DM bezog.

Die Zeitungen behaupteten auch, daß Dr. Wetzel, dessen Auskünften es Reitlinger verdanke, daß er die Existenz von Gaskammern behaupten konnte, es umgekehrt Reitlinger verdanke, daß er unbehelligt blieb.

Das Allgäuer Anzeigenblatt schrieb am 18. August 1961:

'Nach Ansicht der Behörde verdankt Wetzel sein jahrelanges Inkognito dem britischen Historiker Gerald Reitlinger, der in seinem Buch Die Endlösung Wetzels Vornamen mit Ernst angab.'

Wenn das wahr ist, würde dadurch die Bedeutung des Dokumentes Nr. 365 (Brief Wetzels) erheblich verringert werden; denn es zwingt den Historiker, sich zu fragen, ob dieses Dokument nicht wie das Dokument Gerstein nachträglich als Mittel zum Zweck fabriziert wurde.

Aber auf jeden Fall ist Wetzel verhaftet, und man wird ihn sicher zum Sprechen bringen."

Da man bis heute (Ende 1967), also bis mehr als sechs Jahre nach seiner Verhaftung, nichts von seinen Aussagen hörte, kann als sicher gelten, daß er nichts Belastendes auszusagen hatte.

HERR KOGON UND SEIN JANDA WEISS

Unter den Berichtern über die Vergasungsanstalten und die Vergasungen im KZ Auschwitz steht an erster Stelle Herr Kogon. Kogon war - seinem Berichte nach - im KZ Buchenwald, in dem es aber - ebenfalls seinem Berichte nach - keine Vergasungsanstalt gab und in dem niemals eine Vergasung stattgefunden hat. Herr Kogon, der niemals weder eine Vergasungsanstalt noch eine Vergasung gesehen hat, hat die unendliche Kühnheit, die angebliche Vergasungsanstalt von Auschwitz - wo er nie in seinem Leben war - und ihren Betrieb eingehend zu beschreiben (Der SS-Staat, S. 166 ff.).

Die Beschuldigung ist so ungeheuerlich, daß sie ein gewissenhafter und verantwortungsbewußter Mensch nur unter Vorlage genauester Quellenbelege weiterverbreiten würde. Kogon begnügt sich, anzugeben, daß seine Schilderung auf Angaben eines jungen Juden aus Brünn, Janda Weiß, beruhe, der angeblich 1944 in Auschwitz war, und daß seine Schilderungen "durch andere" bestätigt wurden. Über Janda Weiß, diesen ungeheuer wichtigen Mann für die ungeheuerlichste Beschuldigung, erfahren wir mit keinem Wort und keiner Silbe etwas Näheres. Nicht eine einzige Angabe, die überprüft werden könnte. Schon gar nichts über die "anderen", die seine Angaben bestätigt haben. Kann man sich - so sehe ich die Dinge - eine größere Gewissenlosigkeit und Verantwortungslosigkeit vorstellen, als sie Herr Kogon in dieser weltbewegenden, das deutsche Volk auf das tiefste berührenden Angelegenheit zeigte?

Hier der Wortlaut der so leichtfertig übernommenen, so gänzlich unbelegten und dadurch unüberprüfbaren Schilderung; so suspekt, wie die Herkunft des angeblichen Janda Weiß, so suspekt und offenkundig phantasievoll erfunden ist auch die Schilderung selbst:

"Die wenigsten KZ hatten eigene Vergasungsanstalten. Im KZ Auschwitz war die SS darauf spezialisiert; sie hat die Häftlinge daher in der Regel dorthin geschickt, wenn sie sie beseitigt zu haben wünschte

Die große Vergasungsanlage in Auschwitz - genauer Birkenau, das zu Auschwitz gehörte - umfaßte zusammen mit fünf modernen Krematorien vier i n  d i e  E r d e gebaute Gasbunker mit einem Fassungsraum von je d u r c h s c h n i t t l i c h 1200 bis 1500 Personen. [!] Das 5. Krematorium hatte keine Ofen, sondern nur eine riesige Glühgrube. Die Opfer wurden nackt davor aufgestellt und von der SS abgeknallt, so daß die Kadaver - oder die Verwundeten! - gleich in die Glut fielen. Der Lagerkommandant, SS-Hauptsturmfübrer Kramer, ließ sich keine dieser Massenexekutionen entgehen; er stand meist mit strahlendem Gesicht dabei und schlug sich bei besonders aufregenden Szenen vor Vergnügen auf die Schenkel. Das Bedienungskommando umfaßte etwa 1000 Häftlinge [!!], ausschließlich Juden.

Die Vergasungsanlage war einfach und doch raffiniert. Die Einrichtung sah wie ein Bad aus und wurde den Opfern auch als solches bezeichnet. In einem Auskleideraum stand in den europäischen Hauptsprachen angeschrieben, daß man die Kleider geordnet hinlegen und die Schuhe zusammenbinden solle, damit sie nicht verlorengingen; nach dem Bad werde es heißen Kaffee geben. Vom Auskleideraum führte der Weg direkt ins 'Bad', wo aus den Duschen und den Ventilatorenpfeilern das Blausäuregas einströmte, sobald die Türen geschlossen waren. Nicht selten wurden Kleinkinder, wenn die Türen geschlossen waren, noch durch die Fenster hineingeworfen. [Warum haben die Eingeschlossenen nicht die Scheiben dieser Fenster eingeschlagen? Warum sind sie nicht durch sie herausgesprungen? Waren aber die Fenster vergittert, konnte man durch sie keine Kinder 'hineinwerfen'.] Je nachdem, wieviel Gas vorhanden war, dauerte der Erstickungstod bis zu vier und fünf Minuten. Währenddessen hörte man von drinnen das entsetzliche Schreien der Kinder, Frauen und Männer, denen es langsam die Lungen zerriß. Gab nach Öffnung der Kammern noch irgendein Körper Lebenszeichen von sich, so wurde er mit Knüppeln bewegungslos geschlagen. [!!] Hierauf zogen die Häftlinge des Sonderkommandos (zu dem 1944 ein junger Jude aus Brünn, Janda Weiß, gehörte, von dem die nachfolgenden, durch andere[?!] bestätigten Einzelangaben stammen) die Leichen heraus, nahmen ihnen die Ringe ab und schnitten ihnen die Haare ab [warum nicht viel einfacher den Lebenden?], die, in Säcken gesammelt, in Fabriken zur Verarbeitung geschickt wurden. Dann schichteten sie die Leichen zu je zehn auf einen Haufen. Nach einem Kontrollgang des SS-Oberscharführers Moll, der die Auschwitzer Krematorien leitete, wurden die Körper in die Öfen oder in die Verbrennungsgrube geworfen. Gern stellt Moll nackte Frauen an die Glühgrube, um sie nach Unterleibsschüssen in das Feuer stürzen zu sehen. Bei einem Häftling aus dem Sonderkommando fand er einmal einen Ring; er ließ den Gefangenen mit Benzin übergießen und anzünden. Einen Mann hängte er an den Händen auf und schoß so lange auf ihn, bis die Arme durchrissen; dann wiederholte er dasselbe an den Füßen. Eine italienische Tänzerin ließ der Rapportführer Schillinger nackt vor dem Krematorium tanzen. In einem günstigen Augenblick näherte sie sich ihm, entriß ihm die Pistole und schoß ihn nieder. Bei dem anschließenden Handgemenge wurde die Frau ebenfalls erschossen, so daß sie wenigstens dem Gastod entging. Von einer sechsköpfigen Familie tötete Moll einmal in Anwesenheit aller zuerst das Jüngste, dann die älteren Kinder, zuletzt den Vater und die Mutter.

Auschwitzer Mordbestien, die nach der Evakuierung des dortigen KZ und der von ihnen durchgeführten Sprengung der Gaskammern Anfang 1945 nach Buchenwald kamen, konnten sich im Rausch ihrer Schandtaten nicht genug rühmen. Sie waren reichlichst mit Wertgegenständen ausgestattet und sehnten sich nach dem 'tollen Leben' mit seinen 'starken Erlebnissen' und den Alkoholgenüssen, die ihnen dauernd geboten worden waren, zurück.

Vergast wurden in Auschwitz vor allem Juden aus allen europäischen Ländern, die unter Hitlers Herrschaft gekommen waren, Polen, Russen, alte und gebrechliche Häftlinge auch anderer Nationen und ein Teil der Kranken. Die Höchstleistung wurde mit 34 000 Menschen in einem ununterbrochenen Tag-und-Nacht-Turnus erreicht … A l l e i n während der Zeit des Lagerkommandanten Höss - von 1942[2] bis Anfang 1944 - wurden nach seinem eigenen Geständnis etwa 2,5 Millionen Menschen in Auschwitz vergast."

Es ist völlig unfaßbar, wie ein deutscher Mensch, der Kogon allerdings im Grunde wahrscheinlich gar nicht sein wird, eine so ungeheuerliche Schilderung ohne jede Tatsachenkenntnis in einer solchen auf mich widerlich-sadistisch wirkenden Weise geben kann. Der innere Wert des Berichtes ergibt sich allein schon aus seiner abgrundtiefen Gehässigkeit. Wie kann ein in die Erde gebauter Bunker Fenster haben? Warum hat man nicht schon den Lebenden die Haare geschnitten und die Ringe abgenommen? Die Behauptung des "tausendköpfigen Vergasungskommandos" soll wohl die Millionenvergasungen glaubhaft machen. Warum hat kein einziger dieser tausend Augen- und Ohrenzeugen der Untersuchungskommission des Roten Kreuzes etwas erzählt? Auschwitz wurde auch nicht gesprengt, sondern den Russen unversehrt übergeben (abgesehen von den Zerstörungen durch die vorangegangenen alliierten Luftangriffe). Himmler hatte die unverteidigte Übergabe der KZ befohlen. Auschwitz war das erste der unzerstört verlassenen KZ [3].

Ist es nicht unvorstellbar, daß Kogon über seinen Gewährsmann Janda Weiß für so ungeheuerliche Dinge keine näher überprüfbaren Angaben macht? Die anderen Hauptsammler von Greuelberichten über Deutschland, darunter Reitlinger und Raimund Schnabel, erwähnen Weiß mit keiner Silbe! Wer ist dieser Weiß, den Kogon natürlich in der unzugänglichen Ostzone wohnen läßt? Angeblich soll er, als man Kogon wegen näherer und präziserer Angaben drängte, trotz seiner Jugend rechtzeitig gestorben sein, was für Kogon sicher die einfachste Lösung aus seinem schweren Dilemma war. Wer sind die "anderen", die Kogon angeblich die Angaben des Weiß bestätigt haben? Kogon ist mit seinem ganz üblen Buch dem deutschen Volk, dem eigenen Volk, das von einem Meer von Haß, von einer Welt von Todfeinden umgeben ist, in den Rücken gefallen. Bis heute hat er sich der selbstverständlichen Notwendigkeit und Verpflichtung zum Beweis solch ungeheuerlicher Beschuldigungen entzogen. Ein verantwortungsbewußter Mensch dürfte so ungeheuerliche Beschuldigungen nur nach genauester Untersuchung und auf Grund hinreichender Beweise weiterverbreiten. Da er - meiner Auffassung nach - mit seinem abscheulichen Buch das Handwerk und die Geschäfte der Todfeinde des deutschen Volkes besorgt, hat ihn deren Macht bis heute der Notwendigkeit eines Beweises enthoben. Man hat ihn - meines Erachtens aus Dankbarkeit für sein ungeheuerliches Buch - sogar zum Universitätsprofessor, zum Lehrer der deutschen akademischen Jugend, gemacht, da man bei ihm sicher sein kann, daß er sein Lehramt im Sinne und Geiste seiner Schützer ausüben wird. Aber es wird der Tag kommen, wo er den Beweis für seine Beschuldigung wird erbringen müssen, wenn er der gerechten Strafe entgehen will, daß man ihn mit Schimpf und Schande aus Amt und Land davonjagt.

DER ANGEBLICHE BERICHT DES UNGARISCHEN KOMMUNISTEN MIKLOS NYISZLI

1951, also im siebenten Jahr nach Kriegsende und Befreiung der KZ, erschien das Buch eines sehr ominösen ungarischen Kommunisten, Dr. Miklos Nyiszli unter dem Titel SS-Obersturmführer Dr. Mengele, das eine eingehende Schilderung der angeblichen Vergasungsanstalten von Auschwitz bringt, die Dr. Kautsky, der vier Jahre in Auschwitz war, nie zu Gesicht bekommen hat. (Im gleichen Jahr erschien dieses Buch, übersetzt von Richard Seaver und mit einem Vorwort von Prof. Bruno Bettelheim, in New York. Größere Teile des Buches erschienen in französischer Sprache, übersetzt vom Tibère Kremer, im März- und Aprilheft der Zeitschrift Les Temps Modernes, der Zeitschrift von Jean Paul Sartre.)

Nyiszli behauptet, im Mai 1944 aus Großwardein (oder Oradea Mare) in Rumänien nach Auschwitz-Birkenau deportiert worden zu sein und dort ein Kommando im Krematorium gehabt zu haben. Hören wir, wie der Franzose Prof. Paul Rassinier (Die Lüge des Odysseus, S. 16 ff.) über Nyiszli urteilt:

"Unter anderem behauptet dieser Nyiszli, daß im Lager Auschwitz-Birkenau in vier Gaskammern von 200 m Länge, verdoppelt durch vier andere von gleichem Ausmaß zur Vorbereitung der Bedauernswerten auf die Opferung, täglich 20 000 Personen vergast wurden und daß vier Verbrennungsöfen, jeder mit 15 Nischen zu drei Plätzen, sie in demselben Maße einäscherten. Außerdem, so fügt er hinzu, wurden ebenfalls 5000 weitere Personen durch weniger moderne Mittel beiseite geschafft und in zwei ungeheuren Feuern im Freien verbrannt. Weiter fügt er noch an, er habe diesen systematischen Massakern ein Jahr lang persönlich beigewohnt.

Dies ist alles so offensichtlich unwahr, daß man nicht selbst Verschickter gewesen sein muß, um dies mit etwas gesundem Menschenverstand festzustellen.

Da das Lager Auschwitz-Birkenau erst 1942 errichtet und im März 1945 geräumt wurde [tatsächlich war es erst 1942 in Betrieb und wurde am 16. Jänner 1945 geräumt], müßte man, wenn man Dr. Nyiszli den Rhythmus Von 25 000 Menschenvergasungen täglich glauben sollte, zugeben, daß in fünf Jahren etwa 45 Millionen Menschen dort umgekommen sind, von denen 36 Millionen durch die vier Verbrennungsöfen nach ihrer Vergasung und neun Millionen durch die Feuer im Freien eingeäschert wurden.

Wenn es nun überhaupt möglich wäre, täglich 25 000 Menschen zu vergasen [ohne daß die Zehntausende Lagerinsassen der internationalen Untersuchungskommission etwas darüber angeben können] - 3000 je Schub, sagt der Zeuge -, so kann es keinesfalls möglich sein, daß die Verbrennungsöfen sie in gleichem Maßstabe hätten einäschern können. Selbst mit 15 Nischen zu drei Plätzen nicht. Und auch wenn die Verbrennung nur 20 Minuten beansprucht hätte, wie Nyiszli behauptet, was offensichtlich falsch und unmöglich ist.

Unter Zugrundelegung dieser Zahlen hätte die Aufnahmekapazität aller gleichzeitig arbeitenden Öfen trotz allem nur 540 in der Stunde, also 12 960 in täglich 24 Stunden betragen. Und bei diesem Rhythmus wäre man erst einige Jahre n a c h der Befreiung zu Ende gekommen. Nämlich nur unter d e r Bedingung, daß während dieser annähernd zehn Jahre keine Minute verloren wurde. Wenn man heute im Père Lachaise [dem Pariser Friedhof] über die Dauer der Einäscherung von drei Leichen in einer Nische nachfragt, erfährt man, daß die Öfen von Auschwitz heute [nach 15 Jahren] immer noch brennen müßten und man noch lange nicht daran denken könnte, sie zu löschen.

Die beiden Feuer im Freien, die nach Angaben des Herrn Miklos Nyiszli 50 m lang, 6 m breit und 3 m tief waren und mit deren Hilfe es gelungen sein sollte, 9 Millionen Leichen in fünf Jahren zu verbrennen, übergehe ich …

Was die Genauigkeit der Aussage des Herrn Dr. Nyiszli über die Gaskammern von Auschwitz betrifft, so beweist die Art, wie er sie darstellt, zur Genüge, daß er sie n i e gesehen hat, weder im ruhenden Zustand, noch in Betrieb. E i n  F ä l s c h e r  m e h r!"

Wegen der vielen Unwahrscheinlichkeiten und Widersprüche in der Darstellung Dr. Nyiszlis schrieb Rassinier 1951 einen Brief an Nyiszli. Er sandte diesen Brief an die Zeitschrift Les Temps Modernes mit der Bitte um Weiterleitung an Dr. Nyiszli.

Auf dem Wege über den Übersetzer, Herrn Tibère Kremer (11 Rue des Moulins, Toulouse) erhielt Prof. Rassinier eine Antwort von Dr. Nyiszli.

Zehn Jahre später wurde das Buch Nyiszlis umfrisiert und unter einem neuen Titel, Médecin à Auschwitz, von der Edition Juillard, Paris 7e, neu herausgegeben. Gleichzeitig erschien eine deutsche Übersetzung in Fortsetzungen in der sattsam bekannten deutschen Illustrierten Quick ab 15. Jänner 1961.

Prof. Paul Rassinier stellte fest, daß die neue französische Ausgabe von Nyiszlis Buch mit jener von 1951 Differenzen und Widersprüche aufweist, ebenso auch die deutsche Übersetzung von 1961 gegenüber der französischen Ausgabe von 1961.

So wies er auf die offenkundig unwahre Behauptung Nyiszlis hin, daß die Judenvernichtung durch Gaskammern und Feuer im Freien vier Jahre lang gedauert hätte. Die angeblichen Gaskammern von Auschwitz aber wurden - wenn es sie überhaupt gegeben hätte -, wie aus den Nürnberger Dokumenten hervorgeht, erst am 8. August 1942 bei der Firma Topf & Söhne in Erfurt bestellt (Schreiben der Finanz- und Wirtschaftsdienststelle N 11450/42/BI/H v. 3. August 1942 - Nr. 4401)[4] und etwa im Feber 1943 geliefert bzw. aufgestellt. (Das Dokument Nr. 4463 nennt als Datum den 20. Februar 1943)

Der "Dr.-Kastner-Bericht" (Nürnberger Dokumente) stellt überdies ausdrücklich fest, daß die Krematorien und angeblichen Gaskammern von Herbst 1943 bis Mal 1944 nicht in Betrieb gewesen sind.

Es heißt im Dr.-Kastner-Bericht wörtlich (S. 30):

"Die Waadah von Bratislava leitete uns die Meldung ihres Nachrichtendienstes weiter. Demgemäß war die SS im Begriffe, die Gaskammern und Krematorien in Auschwitz, die seit Herbst 1943 außer Gebrauch waren, auszubessern und zu renovieren."

Da im Oktober 1944 (wie auch Reitlinger berichtet) der Krematorienbetrieb überhaupt eingestellt war (und ebenso der Betrieb der angeblichen Gaskammern), so konnten die angeblichen Gaskammern, wenn sie überhaupt bestanden hätten, insgesamt höchstens neun bis zehn Monate in Betrieb gewesen sein.

Ein weiterer Widerspruch ist, daß nach der französischen Ausgabe täglich 20 000 Leichen eingeäschert wurden, nach der deutschen Ausgabe des Buches nur 10 000 täglich.

Rassinier hat insgesamt 31 Widersprüche zwischen der deutschen und der französischen Ausgabe desselben Buches und darüber hinaus eine ganze Reihe von Unwahrscheinlichkeiten festgestellt.

Rassinier schrieb deshalb einen Brief an den Herausgeber der französischen Ausgabe.

"16. November 1961

Monsieur René Julliard
Direktor des Verlages 'Editions Juillard'
Paris 7e

Sehr geehrter Herr Direktor!

Ich habe soeben das Buch Médecin a Auschwitz von Dr. Miklos Nyiszli zu Ende gelesen, das im vorigen Monat bei Ihnen erschienen ist, von dem ich übrigens schon größere Teile unter dem Titel SS-Obersturmführer Dr. Mengele im März- und Aprilheft 1951 der Zeitschrift Les Temps Modernes gefunden hatte …

Ich habe mich damals … aufgelehnt gegen die Neigung der Verleger, über die KZ jede beliebige Geschichte aus jeder beliebigen Feder herauszubringen …, die offensichtlich nicht den Tatsachen entsprechen."

Rassinier weist dann den Verleger auf die Widersprüche zwischen der französischen Ausgabe von 1951 und der von 1961 sowie zwischen der französischen und der deutschen Ausgabe 1961 hin und fährt dann fort:

"Nun eines von beiden: entweder handelt es sich hier um ein Dokument, dann muß die Fassung von 1951 identisch sein mit der von 1961, und die französische Fassung muß identisch sein mit der deutschen - oder aber es handelt sich um eine unglaubwürdige Erzählung. Und da die Beschreibung der Örtlichkeit weder in den französischen Fassungen noch in der deutschen Fassung übereinstimmt mit den in Nürnberg vorgelegten Dokumenten, muß gesagt werden, daß die Stimmen, die behaupten, daß dieser Nyiszli Auschwitz nie betreten hätte, für ihre Behauptung recht triftige Gründe haben.

Noch ein Beispiel: Nyiszli erzählt uns, daß die Gaskammern 200 m lang wären, und das in Nürnberg vorgelegte Dokument gibt an, daß die Fläche 210, 400 oder 580 m2 betragen hätte: dann wären also die Gaskammern 1,05, 2 oder 2,9 m breit gewesen, und das gibt es nicht. Um so weniger hätten 3000 Personen den Raum betreten und sich dort aufhalten können, als in der Mitte Pfeiler gestanden hätten und Bänke auf beiden Seiten [5].

Ein weiteres Beispiel: nach der französischen Fassung ist der Abstand von einem Ende zum andern 500 m - nach der deutschen 3 km usw …

Als diese deutsche Fassung im Quick erschien, wollte ich wieder (wie 1951) neuerlich an Herrn Tibère Kremer schreiben, aber der Brief kam zurück mit dem Vermerk 'wohnt nicht mehr an der angegebenen Adresse'.

Ich habe nun an Quick geschrieben und erhielt zur Antwort, daß mein Brief nicht an Dr. Nyiszli weitergeleitet werden könne, da d i e s e r  g e s t o r b e n  s e i …"

Die Antwort des Verlegers Juillard an Rassinier lautete:

"Sehr geehrter Herr Rassinier!

Ich danke Ihnen für den Durchschlag Ihres Schreibens vom 16. November 1961. Ich werde ihn noch heute an Herrn Tibère Kremer, den Übersetzer des Buches Médecin à Auschwitz von Dr. Miklos Nyiszli, weiterleiten, damit er Ihnen antwortet.

Ich kann Ihnen inzwischen schon sagen, daß Dr. Nyiszli wirklich gestorben ist. . ."

Auf diese Antwort wartet Prof. Rassinier noch immer.

Der gewissenhafte Rassinier gab sich mit dieser Antwort nicht zufrieden, sondern stellte weitere Nachforschungen an. Das Ergebnis dieser Nachforschungen war ebenso verblüffend wie erschütternd: sie ergaben nämlich, daß Dr. Nyiszli - lange bevor sein angeblicher Erlebnisbericht 1951 das erstemal veröffentlicht wurde und bevor Herr Kremer den angeblichen Antwortbrief Dr. Nyiszlis an Rassinier übermittelte - gestorben war. Rassinier schreibt dazu (S. 245):

"Wenn das stimmen sollte, so würde sich dieser tote Augenzeuge - der wievielte tote Augenzeuge wäre das eigentlich? - von den anderen dadurch unterscheiden, daß er mir noch nach seinem Tode geschrieben hätte."

Kommentar überflüssig.

EIN ANONYMER BERICHTER

Ein anderer toter oder verschwundener, jedenfalls aber anonymer Berichter, angeblich ein jüdischer Doktor aus der Slowakei, der angeblich die Registratur in einer der Krankenabteilungen des KZ Auschwitz führte, entkam angeblich 1944 nach Preßburg (das allerdings auch in deutschen Händen war, was man aber bei dem Bericht offenbar übersehen haben dürfte). Er legte seinen angeblichen Bericht schon im Juni 1944 dem Schweizer Roten Kreuz vor (das dann trotz dieses Berichtes bei der Kommissionierung des Lagers Auschwitz keine Spur von den angeblichen Vergasungseinrichtungen und den angeblichen Vergasungen fand).

Trotzdem wurde dieser unverständlicherweise anonyme Bericht im November 1944 durch den War Refuges Board für das Weiße Haus vervielfältigt und an die verschiedenen Dienststellen geschickt (Germans Extermination Camps Auschwitz and Birkenau, Deutsche Vernichtungslager Auschwitz und Birkenau; Washington, Office of the President, November 1944).

Dieser fragwürdige oder vielmehr unfragwürdig erfundene Bericht verschwand von der Bildfläche, nachdem er im Weißen Haus die Runde gemacht hatte. (Er existiert noch vervielfältigt in Judenausrottung in Polen von Silberschein, Genf 1944, III. Teil.)

In Camps de Concentration, Service d'information des crimes de guerre, Paris 1945 (Informationsdienst über Kriegsverbrechen), findet sich eine gedruckte französische Ausgabe.

DER BERICHT DES YANKIEL WIERNIK

Yankiel Wiernik (A Year in Treblinka, New York 1947) war angeblich von 1942 bis 1943 in Treblinka. Nach seinen Angaben hatte er darüber zu wachen, daß die Lagerinsassen nicht zu lange Zeit auf den Latrinen verbrachten. Wiernik berichtet, daß es in Treblinka angeblich drei Gaskammern, jede 5 × 5 m groß, gegeben habe. Er hat die Stirne zu der ebenso ungeheuerlichen wie dummen Behauptung, daß in diesen drei kleinen Kammern von Ende 1942 bis Mitte 1943 in 75 Tagen 300 000 Juden vergast wurden.

FRAU ELLA LINGENS-REINER

Frau Dr. Lingens-Reiner (Prisoners of Fear, London 1948) kam im Februar 1943 nach Auschwitz-Birkenau, als nach den Lügenberichten angeblich dort Vergasungshochbetrieb war. In Wahrheit wurden die Krematorien dort erst Mitte Mai in Betrieb genommen. Sie weiß selber aus eigener Wahrnehmung nichts von Vergasungen zu berichten. Sie kann nur von Krematorien berichten. Als im August 1943 aus dem Schlot des Krematoriums Rauch und Flammen aufstiegen, hörte sie Mithäftlinge schreien: "Es hat wieder begonnen!" Die Verbrennungen der Toten nämlich.

Frau Lingens-Reiner hat, obwohl sie selbst keine Spur von Vergasungen gesehen hat, doch den Mut, zu schreiben:

"Für einen Juden gab es nur zwei Möglichkeiten, der Gaskammer mit Sicherheit zu entgehen: Er mußte entweder silberne Löffel gestohlen oder in einer Untergrundbewegung gearbeitet haben."

Eine ebenso widersinnige wie dumme Behauptung. Lingens-Reiner will damit offenbar sagen, daß nur nicht straffällig gewordene Juden vergast wurden. Was offensichtlich dumm ist. Wenn vergast wurde, dann ist überhaupt nicht der geringste Grund zu sehen, warum straffällige Juden davon ausgenommen und nicht viel eher bevorzugt dazu bestimmt wurden.

PRIMO LEVI

Primo Levi, ein italienischer Jude (Se questo è un uomo, Giulio Einaudi Editore S.p.a., 1958), war von Anfang Jänner 1944 bis zum Einmarsch der Russen (Jänner 1945) im Lager Auschwitz. Er schrieb - im 14. (!) Jahr nach seiner Befreiung - ein Buch über seine Erlebnisse. Sein Bericht umfaßt hauptsächlich philosophische Betrachtungen und sehr wenig konkrete Einzelheiten und Tatsachen. Er schwelgt in allgemeinen Ausdrücken, daß es furchtbar war, bringt aber nichts Konkretes. Über Vergasungen und Vergasungsanstalten weiß er keine einzige Wahrnehmung zu berichten. Er bringt nicht eine einzige konkrete Angabe darüber, sondern nur völlig nichtssagende und nichts beweisende allgemeine Redensarten darüber, daß, wer arbeitsunfähig war, in die Vergasung kam. Er selber hat nicht das mindeste darüber gesehen oder beobachtet.

Aus seiner Schilderung geht nur klar hervor, daß es sich in Auschwitz-Birkenau um ein Arbeitslager handelte und daß bei der Errichtung der Industriebetriebe deportierte Juden einträchtig neben englischen Kriegsgefangenen, ukrainischen, polnischen, und russischen Zwangsarbeitern sowie freiwilligen ausländischen Arbeitern vieler Nationen arbeiteten. Aus seiner Schilderung geht klar hervor, daß es sich dort um ein reines Arbeitslager handelte.

DAVID ROUSSET UND SEIN LÜGENBERICHT

Auch David Rousset hat die Unverfrorenheit, in seinem Buch Die Welt der Konzentrationslager, das den Charakter eines Erlebnisberichtes hat, über die Vergasungen in Auschwitz-Birkenau zu schreiben (S. 51): "Birkenau ist die große Totenstadt Wenn sich die Türen der Gaskammern unvermeidlich schließen, dann stürzen alle nieder, zerdrücken sich in dem Wahn, noch zu leben, so sehr, daß die auf den Schienen unentwirrbar durcheinanderliegenden Haufen von Leichen beim öffnen der Türen einstürzen."

Rassinier entlarvt David Rousset als gewöhnlichen Lügner. Er schreibt (S. 186):

"David Rousset hat nämlich n i e m a l s diese Todesart gesehen, die er ebenso genau wie ergreifend schildert."

David Rousset war nie in Auschwitz-Birkenau.


  1. Dr. Wetzel war Leiter des Rassenpolitischen Amtes im Amt Rosenberg. Heinrich Lohse war Reichskommissar für die besetzten Gebiete im Osten. Im Januar 1948 wurde er in Bielefeld zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt und 1951 krankheitshalber aus der Haft entlassen.
  2. Wenn es in Auschwitz überhaupt Gaskammern gegeben hätte - was nicht der Fall war -, hätte es sie jedenfalls erst ab Ende Mai 1943 geben können.
  3. Himmler zu Dr. Masur am 19. April 1945 (Norbert Masur, En Jod talar med Himmler [Ein Jude spricht mit Himmler], Stockholm 1946):
    "Es war meine Absicht, die Lager unverteidigt zu übergeben, wie ich es versprochen hatte. Ich hatte Bergen-Belsen und Buchenwald übergeben lassen, aber keinen Dank dafür geerntet. In Bergen-Belsen hat man einen Wachtposten gefesselt und ihn zusammen mit einigen gerade gestorbenen Gefangenen photographiert. Und diese Bilder wurden dann in der ganzen Welt veröffentlicht. Auch Buchenwald ließ ich unverteidigt übergeben. Von den heranrückenden amerikanischen Panzerwagen wurde jedoch plötzlich geschossen, das Krankenhaus fing Feuer, und die verkohlten Leichen wurden photographiert … Aber die Veröffentlichungen über die KZ als Hetze gegen uns ermutigt mich nicht, meine Politik der Übergabe der Lager ohne Verteidigung fortzusetzen. Deshalb habe ich vor einigen Tagen ein Lager in Sachsen, als die amerikanischen Panzerspitzen sich näherten, ausräumen lassen."
  4. Wobei allerdings von "Gaskammern" keine Rede ist, sondern nur von Verbrennungsöfen.
  5. An anderer Stelle (S. 88 f.) schreibt Rassinier dazu: "Die Einzelheiten bei der Beschreibung der Örtlichkeiten von Höss und von Nyiszli und über den Vergasungsvorgang selbst widersprechen sich so grundlegend, daß sie sich gegenseitig aufheben … Wenn uns ein Zeuge sagt, daß er eine Gaskammer betreten habe, die laut offiziellen Angaben 400 m2 Fläche hatte, daß sich auf beiden Seiten Sitzbänke und in der Mitte in Abständen von 2o m hohle Säulen befanden, daß sich in diesem Raum 3ooo Personen bequem bewegen konnten und daß sie nach Augenmaß etwa 200 M lang gewesen sei, dann muß man beim Lesen einer derartigen Sammlung von Unwahrscheinlichkeiten annehmen, daß er n i e den Fuß in einen solchen Raum gesetzt haben kann. Und wenn jemand wie dieser Dr. Nyiszli hinzufügt, 'daß man nach der Vergasung die Toten am Ende der Kammer herausreichte' oder daß '1944' diese Vernichtungsmethode bereits 'seit vier Jahren angewandt' wurde usw., dann muß man zu dem Schluß kommen, daß der Erzähler ein ganz billiger Schwindler ist."

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