DER PROZESS BUCHENWALD

Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß in den deutschen Gerichtssälen von rachedürstenden und haßerfüllten, meist ausländischen Belastungszeugen mit den Angeklagten und den deutschen Richtern Schindluder getrieben wird. Was nützt es den bedauernswerten Angeklagten, wenn sie entsetzt beschwören, daß die sie schwer belastenden Aussagen unwahr sein müssen und daß sie von den Verbrechen, deren sie beschuldigt werden, nie zuvor gehört haben - die Anklagevertreter und zumeist auch die Geschworenen fallen den wohlvorbereiteten und wohlabgesprochenen Aussagen dieser Zeugen zum Opfer.

SS-Oberscharführer Otto Hoppe wurde von der Staatsanwaltschaft Stade beschuldigt, in den Jahren 1937 bis 1942 durch eine im einzelnen nicht mehr feststellbare, jedoch in die Hunderte gehende Zahl selbständiger Handlungen Häftlinge getötet, mißhandelt und gequält zu haben und an verschiedenen "Judenaktionen" bzw. Massenerschießungen im KZ Buchenwald teilgenommen zu haben. Der Prozeß gegen ihn wurde vor dem Schwurgericht in Stade vom 6. März bis zum 18. April 1950 durchgeführt. 130 Belastungszeugen marschierten auf. Hoppe wurde wegen Mordes in vier Fällen, versuchten Mordes in einem Fall, wegen Totschlags in neun Fällen, versuchten Totschlages in sieben Fällen und Körperverletzung in 81 Fällen zu zweimal lebenslangem Zuchthaus und 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm auf Lebenszeit aberkannt. Als besonders erschwerend wurde ihm sein "verstocktes Leugnen auch gegenüber den schlagenden Beweisen" angerechnet.

Besondere Empörung löste die Schilderung verschiedener Zeugen über die Behandlung aus, die der Pour-le-mérite-Träger Oberleutnant Wolff durch, Hoppe erfuhr. In der Urteilsbegründung findet sich eine dramatische Schilderung dieser Quälereien.

Bei einem Transport, der im November 1938 nach Buchenwald kam, befand sich auch der aus dem ersten Weltkrieg bekannte ehemalige Oberleutnant Wolff, der sich als Fliegeroffizier der Jagdstaffel Richthofen die damals höchste Tapferkeitsauszeichnung, den Orden pour le rnérite, erworben hatte. Als Wolff die Mißhandlungen und Drangsalierungen und die Schläge vor dem Lagertor hinter sich hatte, wurde er im Lager selbst von der knüppelnden Menge der SS-Unterführer bedroht. Angesichts der wütend auf ihn einschlagenden SS-Leute riß sich Wolff das Hemd auf, unter dem er auf der Brust seine Orden trug. Er rief, daß er deutscher Offizier gewesen sei und den Pour le mérite trage. Der damalige Schutzhaft-Lagerführer Roedl bemerkte dieses und griff ein. Er nahm Wolff beiseite, um ihn weiteren Mißhandlungen zu entziehen, führte ihn seitlich zu einem der vergitterten Fenster des Arresthauses und ließ ihn dort mit einem Handgelenk an die Gitterstäbe fesseln. Der Angeklagte Hoppe bemerkte den ans Gitter gefesselten Juden, ging zu ihm hin und schnauzte ihn an: "Willst du Judendrecksau wohl stramm stehen?" Dabei schlug er ihm gleichzeitig zweimal mit der Faust heftig ins Gesicht, so daß Wolff aus Nase und Mund heftig zu bluten begann.

Dies alles bezeugten, mit allen Details ausgeschmückt, die Belastungszeugen, darunter Wilhelm Jellinek, Kaufmann aus Aschaffenburg.

Und was war wirklich die Wahrheit? Die Wahrheit war, daß die durch zahlreiche Zeugen beeidete Beschuldigung, daß Hoppe den Oberleutnant Kurt Wolff so abscheulich mißhandelt habe, vom A bis Z meineidig erfunden und erlogen war.

Amtliche Untersuchungen ergaben, daß Oberleutnant Kurt Wolff bereits 1917 gefallen war! Man hörte nichts davon, daß die Zeugen für ihre Lügen und ihren Meineid zur Verantwortung gezogen und bestraft worden waren.

Vor dem Schwurgerichte wurde Hoppe auch des Mordes an dem ehemaligen jüdischen Reichsratsabgeordneten Asch überführt.

Der Zeuge Brinitzer gab eine dramatische und spannungsgeladene Schilderung der verbrecherischen Angriffe des Angeklagten auf das Leben des armen, bedauernswerten früheren Reichsratsabgeordneten. Mit unverschämter Kaltblütigkeit erklärte Brinitzer, er fühle sich gerade in diesem Falle besonders verpflichtet, der Wahrheit zu dienen, weil Asch sein Freund und Arbeitskamerad gewesen sei.

"Sachlich und ruhig" schilderte er, wie der Angeklagte Hoppe an seinem Freund Asch um die Jahreswende 1939/4o den "Mützentrick" probiert habe, in der Hoffnung, Asch würde von Posten erschossen werden. Asch aber sei auf den Trick nicht hereingefallen, "in der richtigen Erkenntnis, sich nur so vor dem sicheren Tode retten zu können, wenn er nicht versuche, sich die Mütze zurückzuholen und sich dabei dem Drahtzaun zu nähern."

Anfang 1940 sei Hoppe wieder auf den bedauernswerten Asch zugekommen; er stieß ihn zu einer gemauerten Wand und schlug dort mit großer Wucht den Kopf des armen Asch immer wieder gegen die Mauer. Asch, der dem Angeklagten auch körperlich nach Statur und Konstitution ganz erheblich unterlegen war, wurde durch diese heftigen Schläge schließlich leblos".

Hoppe leugnete ganz vergeblich. Während Hoppe bereits im Zuchthaus saß, stellte sich heraus, daß es einen jüdischen Reichsratsabgeordneten Asch niemals gegeben hatte.

Der Allroundzeuge Herbst bezeugte nicht nur die vielen Quälereien Hoppes, er beschuldigte ihn auch, er habe als Aufseher im KZ Buchenwald den Häftling Heinrich Seiler aus Gießen mit einem Knüppel erschlagen.

Der Kronzeuge der Anklage, dieser berüchtigte Herbst, ist inzwischen selbst verstorben; aber der von Hoppe angeblich mit einem Knüppel erschlagene Heinrich Seiler aus Gießen lebt heute noch in Gießen. Er bestätigt, von Hoppe niemals auch nur geschlagen worden zu sein.

Ein ehemaliger Buchenwald-Häftling, der Journalist Walter Poller aus Hohenlimburg, Arztschreiber in Buchenwald, bezeichnet die vom Zeugen Herbst aufgestellten Behauptungen als unmöglich. Poller, eine Schlüsselfigur im geheimen Nachrichtendienst" des einstigen KZ Buchenwald, der es wissen müßte, hat niemals von einer verbrecherischen Handlung Hoppes gehört.

Von diesem Allroundzeugen Herbst wurde bekannt, daß er sich selbst damit gebrüstet habe, bei vielen KZ-Prozessen im Lande umhergereist zu sein und des Zeugengeldes wegen als Belastungszeuge ausgesagt zu haben.

Der Zeuge Häftling Przyjemski legte bei seiner Zeugenaussage vor Gericht mit hochdramatischem Effekt seine Zahnprothese auf den Richtertisch. Die Zähne waren ihm angeblich von Hoppe ausgeschlagen worden.

Später stellte das Gericht selbst fest, daß Przyjemski zur angegebenen Zeit überhaupt nicht in Buchenwald war!

Es wurde immer offenkundiger, daß die Zeugen, die so verblüffend übereinstimmend mit Namen und Daten jonglierten, die sich dann -um vieles später - als krasse Lügen herausstellten, die Übereinstimmung nur dadurch erzielten, daß ihre Aussagen vorher abgesprochen und sie zu diesen Aussagen eingeschult worden waren. Der Zeuge Przyjemski mit seinen zwölf angeblich eingeschlagenen Zähnen mußte zugeben, daß er seine Aussage auf Grund eines Zettels gemacht habe, der ihm von der VVN übergeben worden war.

Hoppe hatte während der Verhandlung immer wieder betont, daß er offenkundig das Opfer einer Verabredung und Verschwörung ehemaliger Häftlinge sein müsse, deren Aussagen von einer Zentralstelle im Hintergrund gelenkt würden. Immer wieder erklärte er, die ihm zur Last gelegten Verbrechen niemals begangen zu haben.

Die von der Verteidigung beantragte Revisionshandlung, die vor dem 4, Strafsenat des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe im Dezember 1952 stattfand, brachte einen kleinen Erfolg:

Die Beschuldigung, Hoppe hätte im Winter 1937/38 den ersten Häftling in Buchenwald erschossen, stellte sich als unhaltbar heraus.

Die Beschuldigung von dreizehn ehemaligen Häftlingen, im November 1940 an der Erschießung von 25 Juden teilgenommen zu haben, erwies sich als vorsätzlich falsch; eine solche Erschießung hatte gar nicht stattgefunden.

Ebenso erwies sich die Beschuldigung zahlreicher Zeugen, Hoppe hätte an einer Judenerschießung auf einem Fußmarsch Weimar-Buchenwald teilgenommen, als falsch.

Ebenso fielen die Beschuldigungen zweier politisch Verfolgter, eines rassisch Verfolgten und zweier asozialer Häftlinge, Hoppe hätte Tötungshandlungen und schwere Mißhandlungen begangen, in sich zusammen.

Am 20. Dezember 1951 wurde daher das Urteil des Schwurgerichtes Stade vom Jahr 1950 durch den Bundesgerichtshof geändert: Hoppe wurde nunmehr verurteilt zu einmal lebenslang wegen Mordes in drei Fällen, wegen versuchten Mordes in einem Fall, Totschlages in "sieben Fällen, versuchten Totschlags in fünf und Körperverletzung in 79 Fällen.

Hoppe war im Frühjahr 1938 in das KZ Buchenwald kommandiert worden; er amtierte bis Mitte 1938 als Wachtposten beim Arbeitseinsatz und später als Blockführer der Blocks 25 und 26, in denen die sogenannten Arbeitsscheuen untergebracht waren, die als Kennzeichen einen schwarzen Winkel trugen; dann kam er in die Lagerwäscherei und im Sommer 1940 in die Fernsprechzentrale. Von diesem Zeitpunkt an hatte er mit dem Lager und den Häftlingen nichts mehr zu tun. Am 27. Februar 1942 wurde er endgültig aus Buchenwald versetzt.

Hoppe erklärte immer wieder, daß er sich niemals irgendwelcher Verbrechen schuldig gemacht habe. Auch als am Schluß der Verhandlung der Gerichtsvorsitzende Hoppe nochmals vorführen ließ und ihm ins Gewissen redete, ein Geständnis abzulegen, erklärte dieser:

"Solange ich atmen kann, werde ich dabei bleiben, und wenn mir jemand sagen würde: Wenn du zugibst, das getan zu haben, bekommst du nur fünf Jahre Zuchthaus, wenn du aber weiterhin abstreitest, kommst du für lebenslänglich ins Zuchthaus, würde ich lieber lebenslänglich ins Zuchthaus gehen, als daß ich etwas zugebe, was ich nicht getan habe!"

Der frühere Häftling Helmuth Wagner gab zu Protokoll, daß das Schwurgericht 1950 irregeführt und getäuscht worden sei. In Gesprächen mit seinen Mithäftlingen über die Greueltaten wurden damals keinerlei Vorwürfe gegen Hoppe erhoben.

Wagner aber war von 1938 bis 1945 im KZ Buchenwald und hätte etwas wissen müssen.

Auch Kogon fehlt nicht unter den Menschen, die Hoppe belasten.

In seinem Buch lastet Kogon den Mord an dem Juden Silbermann Hoppe an. Und obwohl es sich bereits 1949/50 herausstellte, daß der Fall Silbermann nicht auf das Schuldkonto Hoppes gehen konnte - wenn es überhaupt je einen Fall Silbermann gegeben hat, brachte Kogon auch in der Neuausgabe seines Buches diese Tötungshandlung. Er schmückte sie sogar noch grauenvoller aus. (Siehe Der SS-Staat, Ausgabe 1947, S. 194, und Ausgabe 1961, S. 211.)

Auf Grund der Aussagen der Belastungszeugen gegen Hoppe mußte man den Eindruck gewinnen, daß Hoppe in Buchenwald wie eine Bestie gemordet, mißhandelt und gequält haben mußte. Es ist sehr auffallend, daß Kogon, der doch vom 25. September 1939 bis zur Befreiung durch die amerikanischen Truppen im KZ Buchenwald gewesen war, nichts aus eigenem gegen Hoppe aussagen konnte. Wenn Hoppe sich wirklich etwas hat zuschulden kommen lassen, hätte Kogon davon wissen müssen; er weiß nichts, unterläßt es aber, Hoppe zu entlasten. Die schwere Belastung im Falle Silbermann, die er nur vom Hörensagen kennt, hält er in seinem Buch aufrecht, obwohl sie inzwischen als erlogen erwiesen wurde.

Kogon hat allen ihm erreichbaren Unrat über die KZ mit verabscheuungswürdigem Eifer gesammelt. Wenn Hoppe wirklich Verbrechen begangen hätte, hätten sie Kogon zu Ohren kommen müssen. Und Kogon, der eifrigste Sammler von KZ-Greueln, hätte sicher nicht gezögert, sie in seinem Schmutzkübel aufzunehmen.

Daß selbst Kogon Hoppe nicht belasten kann, ist der klarste und sicherste Beweis, daß Hoppe in Buchenwald keine Verbrechen begangen hat.

GESPRÄCH MIT EINEM "ERMORDETEN"

Zu der unverschämten Lüge des Berufszeugen Herbst über die angebliche Ermordung des KZ-Häftlings Seiler durch den Angeklagten Hoppe bringt die NZ vom 29. Oktober 1965 auf Seite 1 folgenden Bericht, mit dem der angeblich ermordete Seiler bezeugte:

"Der Zeuge Herbst, der Hoppe beschuldigte, mich ermordet zu haben, wußte genau, daß ich lebe. Er war erst vor drei Jahren bei mir und wohnte einige Tage hier. Er wollte mich überreden, mit ihm als Zeuge zu den KZ-Prozessen nach Süddeutschland zu fahren, um dort als Zeuge auszusagen. Da ich die Angeklagten nicht kannte [SS-Angehörige], bin ich nicht mitgefahren. Auch Herbst kannte die Angeklagten nicht; aber er meinte zu mir, darauf komme es nicht an, die Hauptsache wäre, daß man Geld dafür bekäme!

Herbst war früher Musiker; jetzt reiste er nur [als Berufszeuge] von einem Prozeß zum andern; für ihn hat es sich gelohnt. Er war Berufszeuge, wie viele andere. Herbst war in Buchenwald nie im Kommando Hoppe; ich glaube, er hat Hoppe gar nicht gekannt."

Weitere interessante Einzelheiten aus dem Interview:

Seiler: "Ich war politischer Häftling. Im März 1939 wurde ich mit fünf anderen Mitgliedern der KPD nach Buchenwald gebracht und blieb dort bis 5. Jänner 1943."

NZ: "Sind Leute im KZ ermordet worden?"

Seiler: "Es wurden Häftlinge auf der Flucht erschossen."

NZ: "Gab es Quälereien im KZ?"

Seiler: "Davon weiß ich nichts!"

NZ-. "Sind Sie von Hoppe geschlagen worden?"

Seiler: "Ich kann mich über Hoppe nicht beschweren. Er hat nie geschlagen. Hoppe hat mir nie etwas getan."

NZ: "Wissen Sie, ob Hoppe andere Häftlinge geschlagen oder gar vielleicht jemand umgebracht hat?"

Seiler: "Hoppe war bis Mitte März 1942 mein Kommandoführer. Wir bauten damals die SS-Siedlung ein und eine halbe Stunde vom Lager entfernt. Ich habe nie gesehen, daß Hoppe jemanden gequält oder geschlagen bat. Er hat uns nie schikaniert. Wenn er im Lager jemanden umgebracht hätte, dann hätte sich das herumgesprochen."

DER NOWAK-PROZESS IN WIEN

Nowak war in diesem Prozeß nichts anderes zur Last gelegt worden, als daß er seine Dienstobliegenheiten pflichtgemäß erfüllt hatte. Diese bestanden darin, daß er die Fahrpläne für den Eisenbahntransport der jüdischen Arbeitskräfte ausarbeitete, die für den Arbeitseinsatz in den Industriewerken von Auschwitz-Birkenau bereitgestellt wurden.

Man behauptet nun, daß alle Juden in Auschwitz umgebracht wurden. Diese Behauptung ist heute längst als Greuellüge erwiesen. Die bekannten trüben Zeugen aus Israel und Polen marschierten auf, die alles Mögliche und Unmögliche behaupteten und erzählten, was in Auschwitz angeblich geschehen sein soll. Dazu kann Nowak natürlich weder ja noch nein sagen, da er ja von Auschwitz nichts weiß und dort nicht tätig war.

In Auschwitz mögen - wie in anderen KZ - vereinzelt Quälereien der Insassen durch Kapos und untergeordnete SS-Wachen vorgekommen sein; im allgemeinen herrschte in Auschwitz, wie in allen anderen KZ, Disziplin und Ordnung. Dies bezeugen uns mit überzeugender Kraft die Augenzeugen- und Selbsterlebnisberichte und die Aussagen der Lagerinsassen, soweit sie unmittelbar nach der "Befreiung" erfolgten.

Die ersten "Vergasungsberichte" erfolgten erst viele Jahre später. Nyiszlys ominöser Bericht erschien erst zehn Jahre später und war ganz offensichtlich zentral veranlaßt und zentral gelenkt. Als die ersten verdünnt und ganz vereinzelt aufgestellten Vergasungs- und Greuelbehauptungen gänzlich unwidersprochen und unbestritten blieben - wer hätte ihnen auch widersprechen und sie bestreiten können? -, wurden die infamen Verleumder immer kühner und immer dreister, und so entstand allmählich das immer fester gefügte Bild von den entsetzlichen Greuelhöllen und Vernichtungsstätten, die die KZ niemals waren.

Gerade auf diesem unwahren Bild aber beruht - wie alle KZ-Prozesse - auch der Prozeß Nowak. Nowak hat an sich überhaupt nichts Strafbares gemacht. Er hat keinen Juden auch nur angerührt; er hat die Transporte von Arbeitskräften nach Auschwitz organisiert. Und da hakt die Anklage ein: sie behauptet:

  1. Auschwitz war ein Vernichtungslager.
  2. Der Angeklagte Nowak muß das wissen.
  3. Nowak machte sich durch die Organisierung der Transporte der Beihilfe zum vielfachen - hunderttausendfachen - Mord schuldig.

Auf Punkt 1 beruht die ganze Anklage; mit ihm steht und fällt sie. Nun ist durch den klassischen KZ-Bericht Kautskys und die anderen unbeeinflußten und nicht zentral gelenkten Augenzeugenberichte erwiesen, daß es in Auschwitz keine Massenvernichtungen und Massenvergasungen gab.

Auf der Behauptung aber, daß in Auschwitz alle Juden restlos umgebracht oder gar zu Tode gequält und gefoltert wurden, beruht die Anklage: Nowak hätte wissen müssen, daß er Todestransporte durchführe und damit Beihilfe zu hunderttausendfachem Mord leiste. Nun stimmt das aber ganz und gar nicht; Auschwitz war ein reines Arbeitslager, in dem die notwendigen Tausende von Arbeitskräften für die Industrieanlagen in Auschwitz-Birkenau bereitgestellt wurden. (Dort wurden künstlicher Gummi, Buna und synthetisches Benzin hergestellt.) In Auschwitz wurde nicht Leben vernichtet; man war im Gegenteil höchst besorgt, gesunde Arbeitskräfte zu erhalten, nicht aber sie - noch dazu in Massen - umzubringen; damit fällt aber die Grundlage der Anklage des Prozesses weg. Es gab keine Massenvernichtungen und Millionenvergasungen in Auschwitz.

Schon Göring und andere prominente Angeklagte und Zeugen haben in Nürnberg die Behauptung, daß Auschwitz ein Vernichtungslager gewesen sei, energisch zurückgewiesen.

Unrichtig ist auch die Behauptung, daß Nowak für Mängel in der Versorgung und Verpflegung mancher Transporte verantwortlich sei. Das war ausschließlich Sache der ungarischen Behörden.

DIE ZEUGEN IM NOWAK-PROZESS

Die tragischsten Figuren im Nowak-Prozeß sind in. E. Herr Langbein und Frau Ella Lingens-Reiner. Beide haben sich fast schon den Ruf als Berufs-Belastungszeugen erworben. Bei Langbein habe ich den starken Eindruck, es dürfte seine ganze wirtschaftliche Existenz auf der Tatsache aufgebaut sein, daß er das Glück hatte, eine Zeitlang Auschwitz-Insasse gewesen zu sein, -was ihn - wie es den Anschein hat - nun aller Notwendigkeit enthebt, in seinem Leben noch einmal ernste Arbeit leisten zu müssen.

Frau Lingens-Reiner sehe ich als Stammzeugin in solchen KZ-Prozessen von Mal zu Mal wachsen. In ihrem Erlebnisbericht (Prisoners of Fear) weiß sie kein konkretes Wort von Vergasungsanstalten und Vergasungen zu berichten. Im Nowak-Prozeß hat sie bereits die Kühnheit, die Vergasungen, die sie niemals gesehen hat, als längst bewiesene, feststehende Tatsache hinzustellen.

Sie hat es sich selbst zuzuschreiben, daß ihre Aussage auf mich einen rein tendenziösen Eindruck macht. So sagte sie:

"Täglich starben 300 bis 350 Frauen in unserem Revier!"

Dabei erweckt sie den Eindruck, als ob die hohe Sterblichkeit Schuld der Lagerleitung und durch alle Jahre Dauerzustand gewesen sei. Tatsächlich war die hohe Sterblichkeit eine natürliche Folge der Epidemien und herrschte nur während der Dauer der Epidemien.

In krassem Gegensatz zu den Zeugen Lingens und Wolken schildert der englisch-polnische Häftlingsarzt Dr. Wladislaw Dering die ärztliche Fürsorge und Betreuung der Auschwitzer Häftlinge.

Dering war Arzt in Warschau, wurde 1940 verhaftet und nach Auschwitz geschickt, wo er Arzt im Block 2 wurde. Er assistierte bei etwa 20 000 Operationen und berichtet, daß nicht eine einzige davon ohne die übliche Anästhesie durchgeführt wurde. 1944 wurde er aus der Haft entlassen. Er ging später nach England. Polen verlangte seine Auslieferung. Die Engländer hielten ihn aber deshalb 18 Monate in Brixton fest. Das britische Gericht entschied, daß ein Anlaß für eine Auslieferung nicht gegeben und er freizulassen sei. Dr. Dering wurde dann Arzt im britischen Gesundheitsdienst.

Leon Uris, der israelische Märchenerzähler, beschuldigte ihn in seinem Roman Exodus, 17 000 experimentelle Operationen an Auschwitz-Gefangenen vollbracht zu haben. Daraufhin brachte Doktor Dering die Klage gegen den Autor und den Verlag ein. Daraufhin schränkte Leon Uris sofort die Zahl der behaupteten Operationen von 17 000 auf 100 ein.

Dr. Dering, der Häftlingsarzt in Auschwitz war, weiß auch nichts von Vergasungen zu berichten, sondern nur von der Fürsorge, die man den erkrankten Lagerinsassen angedeihen ließ.

Ganz ungeheuerlich infam ist die Aussage Langbeins:

"Als das Gas ausging, wurden die Kinder lebend ins Feuer geworfen!"

Daß ein Mensch, ohne dafür zur Verantwortung gezogen und zum Beweis gezwungen zu werden, so etwas sagen kann, ist unverständlich.

Der SS-Führer Edmund Neumann ist der typische klassische Zeuge für die Vergasungen. Er sagt aus-.

"Über Auschwitz habe ich aus Gesprächen von Eichmann-Mitarbeitern entnommen, daß dort die Juden vergast würden; es sei aber nur so gemunkelt und so gesprochen worden. Sicheres sei nicht dagewesen."

Der Zeuge Lehrer Lew Saphir aus Nazareth, Israel, 40 Jahre alt, berichtet von seinem Abtransport aus Ungarn 1944 nach Auschwitz, daß 100 Leute in Waggons gestopft wurden, in denen angeblich nur 30 Leute Platz hatten.

Offensichtlich sind beide Zahlen unrichtig. Ganz unglaubwürdig wird die Aussage dadurch, daß Saphir behauptet, mit seiner Familie, mit Kindern und kranken Personen abtransportiert worden zu sein. Es wurden nur arbeitsfähige Leute nach Auschwitz deportiert. Für Mißstände beim Transport konnte keinesfalls Nowak zur Verantwortung gezogen werden. jedenfalls hat Lehrer Saphir, der 1944 zwanzig Jahre alt war, sich für seine belanglose Zeugenaussage eine schöne Urlaubsreise von Nazareth nach Österreich erkauft. Es ist mir nur nicht recht verständlich, daß man ihn für eine so belanglose Aussage die teure Reise auf Staatskosten machen ließ; es hätte vollauf genügt, diese für Nowak ganz unwesentliche Aussage in Nazareth schriftlich abzugeben.

Zeuge Emil Propper aus Haifa sagt aus, er erkenne Nowak hundertprozentig als jenen SS-Offizier wieder, der mit seinem Kommando von 30 SS-Leuten das ungarische Lager Kistarcsa überfiel. Leider steht diese Aussage aber in krassem Widerspruch mit seiner eigenen Aussage, die er 1961 in Haifa abgab. In gleicher Richtung erlitt die Aussage des israelischen Zeugen Lenke Hauer (58 Jahre alt) Schiffbruch.

Der israelische Zeuge Sandor Boros (73), der jetzt in Jerusalem lebt, machte ebenfalls eine schöne Urlaubsreise auf Staatskosten. (Bei allen diesen KZ-Prozessen in Deutschland und Österreich machen fast die meisten Zeugen aus aller Welt die schönsten Urlaubsreisen auf Staatskosten.)

Der Zeuge Boros sagte aus:

"Nowak war damals dabei, als die Juden aus dem Lager Kistarcsa geholt wurden."

Vorsitzender: "Woher wissen Sie das?"

Boros: "Man hat es mir erzählt."

Der Verteidiger hält dem Zeugen die Protokolle seiner Aussagen vor, die er in den Prozessen in Jerusalem und Frankfurt gemacht hatte. In diesen Aussagen heißt es:

"Ich bin erst einen Tag nach den Geschehnissen ins Lager gekommen."

Um der unangenehmen Antwort zu entgehen, läßt sich der Zeuge ohnmächtig vom Sessel fallen. Der Staatsanwalt gab die Erklärung ab, die Aussage dieses Zeugen sei schon in der Voruntersuchung nicht von relevanter Bedeutung gewesen. Frage: Warum zahlte man ihm dann die teure Reise nach Wien?

Das Ohnmächtigwerden von Zeugen, die durch die Verteidigung in die Enge getrieben wurden, kam bei diesen KZ-Prozessen mehrfach vor, um sich dadurch jedem weiteren Kreuzverhör zu entziehen. Es war ein beliebter Trick der israelischen Zeugen, wenn sie beim Lügen ertappt wurden.

Abschließend ist zum Prozeß Nowak noch zu sagen, daß er nach meiner Rechtsauffassung überhaupt nicht durchgeführt werden durfte. Zur Zeit der angeklagten Handlungen war Nowak gar kein österreichischer Staatsbürger, und die angeklagten Handlungen geschahen nicht auf österreichischem Staatsgebiet.

BETRÜGERISCHE ZEUGEN IM NOWAK-PROZESS

Gegen Zeugen im Nowak-Prozeß, die aus Israel kamen, ist ein Verfahren wegen Betruges eingeleitet worden. Die Zeugen ließen sich von der österreichischen Botschaft in Israel ihre beträchtlichen Reisekosten bevorschussen, was sie aber nicht hinderte, in Wien bei Gericht neuerlich ihre Reisekosten zu fordern, die ihnen auch prompt ausgezahlt worden sind, da man nicht annahm, daß es sich bei diesen jüdischen Zeugen um Betrüger handeln könnte. Selbstverständlich geschah diesen Betrügern überhaupt nichts.

DER TREBLINKA-PROZESS IN DÜSSELDORF

Das KZ Treblinka in Polen lag Östlich von Warschau und umfaßte ein Areal von 400 x 6oo m.

Die Gesamtzahl der Wachmannschaften in diesem KZ betrug 40 Deutsche und etwa 120 ukrainische Milizen. Ein dreimaliger Turnus angenommen, ergibt je Turnus höchstens 15 deutsche Wachmannschaften.

Die Lügenpropaganda spricht von 800 000 Todesopfern in den 14 Bestandsmonaten. Das KZ bestand vom Juli 1942 bis zum Okt0ober 1943.

Schon aus diesen Umständen ergibt sich, daß die Behauptung von 800 000 Todesopfern für ein so kleines Lager in 14 Monaten eine faustdicke Lüge ist; da in Treblinka Vergasungen nur mit Auspuffgasen stattfanden, ist klar, daß gleichzeitig nur eine ganz geringe Zahl von Opfern vergast werden konnte.

Zehn Wachmannschaften - also genau der vierte Teil des Gesamtstandes - stand unter Anklage. Der angeklagte Tatbestand liegt um mehr als zwei Jahrzehnte zurück! Sämtliche Angeklagten sind nicht vorbestraft und genießen einen ausgezeichneten Leumund. Der Prozeß begann am 12. Oktober 1954 und dauerte 90 Verhandlungstage.

Das Gericht holte seine Zeugen für diesen Prozeß nicht nur aus Amerika und Israel; das Gericht reiste selbst dreimal nach Amerika und einmal nach Israel.

Es marschierten - wie allgemein bei diesen KZ-Prozessen - nur Rachezeugen auf. Entlastungszeugen waren nicht gefragt und auch gar nicht gesucht.

In den Zeugenaussagen dieser KZ-Prozesse taucht fast regelmäßig ein wilder, reißender Hund auf. Einmal ist es ein Wolfshund, einmal ein Bernhardiner. Auch im Treblinka-Prozeß taucht der Hund "Bari" auf.

Nach den phantasievollen Schilderungen der Zeugen hat er im Lager die Häftlinge zerrissen. Er soll insbesondere auf die Geschlechtsteile der Häftlinge dressiert gewesen sein. Es muß sich aber um einen Geisterhund, ein Phantom, gehandelt haben, denn nur einige Zeugen wissen von ihm schaurige Dinge zu berichten, während andere von seiner Existenz überhaupt nichts wissen, was offensichtlich in einem so kleinen Lager unmöglich ist.

Wie der Verteidiger, der Düsseldorfer Rechtsanwalt Hans-Joachim Göhring, in seinem Plädoyer ausführte, geisterte dieser Hund bereits durch eine ganze Reihe anderer Prozesse.

Im Treblinka-Prozeß wurden die Zeugengebühren als Staatsgeheimnis behandelt. Der Verteidigung wurde der Einblick in die Abrechnungslisten der Zeugengebühren verweigert, was zu den sensationellsten Vermutungen Anlaß gibt.

Ein ganz besonders origineller Zeuge in diesem Prozeß war der 55 Jahre alte Dipl.-Ing. Georg Samuel Rajgrodski, der heute in Kaiserslautern in Deutschland ein recht angenehmes Wiedergutmachungsleben führen soll.

Dieser Rachezeuge belastete die zehn Angeklagten mit einer sehr bilderreichen Darstellung auf das schwerste.

Am 37. Verhandlungstag mußte dann Landgerichtsdirektor Gottlebe dem Gericht und den Zuhörern zur allgemeinen höchsten Überraschung bekanntgeben, daß die Ehefrau dieses Zeugen in einem Brief an das Gericht erklärt habe, ihr Mann sei nie im Lager Treblinka gewesen; er habe sich die schweren Belastungen selbst zusammengereimt!

Was wäre nun gewesen, wenn die Ehefrau nicht ihrem Gewissen gefolgt wäre?

In Treblinka sollen Vergasungen nach den Berichten aber nicht mit Giftgas, sondern mit Dieselmotor-Auspuffgasen stattgefunden haben. Vergasungen mit Auspuffgasen sind der Natur der Sache nach - wenn sie überhaupt vorgenommen wurden - auf ganz wenige Opfer beschränkt.

Arthur Ehrhardt richtete in der NE (Dezember 1961) einen offenen Brief an den Staatsanwalt der Ludwigsburger Zentralstelle zur Verfolgung deutscher Kriegsverbrechen, Dieter Zeug, der durch die Verbreitung maßlos übertriebener Opferzahlen die Empörung vieler deutscher Patrioten hervorrief, in dem es heißt:

"Herr Staatsanwalt! Abgesehen von der ebenso grauenerregenden wie unmöglichen Gesamtzahl von 'mindestens etwa 6 Millionen ermordeter Juden' enthält Ihre Erklärung noch weitere Zahlenangaben, die jeden Nachdenklichen mit Zweifeln erfüllen müssen. Ich greife nur eine davon heraus:

In Treblinka sollen 30 SS-Männer Tag für Tag 10 000 Juden in 'Fließbandarbeit' vergast haben. Herr Staatsanwalt! 10 000 Menschen bilden in Dreierreihe eine Marschkolonne von 3,5 km Tiefe. Und täglich wurde eine solche Kolonne von der Stärke einer Infanterie-Division von 30 Mördern in die Vergasungssäle geführt? ('Gaskammern' hätten diese Menschenmassen nicht fassen können!) Und täglich sollen 12 bis 15 Züge die neuen Opfer und die Kohlen für die zur Beseitigung der Leichenberge benötigten überdimensionalen Krematorien herangeschafft haben?

Mir ist, obwohl ich dienstlich einigen Einblick in die Sicherung des Eisenbahnwesens in Polen hatte, von solchen Massentransporten nichts bekannt.

Ich fürchte, Ihre Angabe wird die Kritik jedes Denkfähigen herausfordern."

Wie verantwortungslos und wie unerlaubt dumm muß ein Mensch sein, der behauptet, daß mit Auspuffgasen Massenvergasungen (10 000 täglich) durchgeführt werden können!

DER PROZESS KZ STUTHOF

im Prozeß gegen die Wachmannschaft des KZ Stuthof wurde der SS-Mann Bernhard Luedtke zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Zu diesem Prozeß veröffentlichte der langjährige KZ-Häftling Lukacz Sienkiewicz einen Aufruf im Salzburger Volksblatt.

In einem Brief an die Staatsanwaltschaft in Tübingen nahm er zu dem Prozeß Stellung; er bezeichnete die gegen Luedtke vorgebrachten Anschuldigungen als Lügen und führt dafür Beweise an.

Über die Vorfälle von 1944 schreibt er:

"Der Blockschreiber, der öffentlich gehängt wurde, hatte sich an einem Kind sexuell vergangen und dessen Vater, der sein Kind zu schützen versuchte, erschlagen. Dieser Kriminelle wurde in der Mittagspause gehängt und fiel außerdem der Rache der anderen Gefangenen zum Opfer. Sein Leichnam wurde als blutige Masse vom Galgen abgenommen.

Den Blockältesten vom Block 5 erschoß man für die Quälereien seiner Mithäftlinge. Der Kapo der Ziegelei Hopehil wurde öffentlich gehängt, weil er einen Mithäftling erschlagen und im Ofen verbrannt hatte.

Es ist schrecklich, Menschen auf Grund falscher Aussagen zu verurteilen … Die ganzen Prozesse sind politisches Schindluder für eine Seite. Die anderen schlagen aus diesen Prozessen materielle Vorteile; es sind Betrüger, die sich damit bereichern und im Namen der Opfer aus diesen Prozessen materielle Vorteile schlagen. Schluß mit diesen Prozessen!"

PROZESS UM EINEN TODESMARSCH

Die Greuellügen von der Ausrottung der Juden in den KZ fanden auch ihre Widerlegung durch die Verhältnisse beim Zusammenbruch Deutschlands im Jahre 1945. Als die Lager wegen des Herannahens des Feindes geräumt und die Lagerinsassen in andere KZ verlegt werden mußten, zeigte sich, daß Zehntausende von Juden in Marsch gesetzt werden mußten. Diese Transporte erfolgten während des allgemeinen Zusammenbruches unter den schwierigsten Transport- und Verpflegungsverhältnissen.

Nach einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft von Hof in Bayern wird dort ein Prozeß um den Todesmarsch von 1200 jüdischen Frauen vom Nebenlager Heimbrechts des Haupt-KZ Flossenbürg in Ostbayern vorbereitet.

Es geht dabei um den Todesmarsch der Jüdinnen, die beim Herannahen der alliierten Truppen am 13. April 1945 aus dem KZ getrieben wurden. Angeblich mußten sie ohne Nahrung in Richtung Falkenau (CSSR) marschieren. Dort blieben etwa 600 zurück, die übrigen 600 wurden nach Wallern am Rande des Böhmerwaldes getrieben.

Wenn wirklich Tötung und Ausrottung der Juden Plan und Ziel gewesen wäre, wäre es ganz unverständlich, daß es dann 1945 überhaupt noch Juden in den KZ zum Abtransportieren gab.

Daß diese unter den größten Schwierigkeiten stattfindenden Märsche viele Opfer forderten, lag in den besonderen Umständen jener Tage begründet.

Wäre es nicht näherliegend, die Staatsanwaltschaften würden sich um die Todesmärsche der Millionen Ostdeutschen und Sudetendeutschen in jener Zeit kümmern? Um diese kümmert sich keine deutsche Staatsanwaltschaft. Offenbar gelten Deutsche im Deutschland von heute nicht mehr als Menschen und ihre Ermordung nicht als Straftat.

DER GROSSBETRUG IN DEN KZ-PROZESSEN

Frau Regina Dahl ist Mitarbeiterin der NZ und erfolgreiche Forscherin auf dem Gebiet der Entlarvung von Greuellügen. Die Erforschung der historischen Wahrheit hat ihr viele Erfolge zu verdanken. Sie bringt in der NZ (Nr. 35 vom 30.9.1966, S. 3 ff.) eine erschütternde Abrechnung über die Lügenhaftigkeit und Meineidigkeit vieler Zeugen in den KZ-Prozessen. Diesem aufschlußreichen Artikel entnehmen wir nachfolgend einige Einzelheiten über den sogenannten Sobibor-Prozeß, der am 4. September 1965 vor dem Schwurgericht in Hagen begann. Angeklagt waren zwölf ehemalige Angehörige des deutschen Lagerpersonals.

Das Yernichtungslager Sobibor" wurde 1942 in Betrieb genommen. Es sollen dort Juden in Gruppen von 8o bis 100 Menschen in als Duschbad getarnten Gaskammern durch die Auspuffgase eines etwa 200 PS starken Benzinmotors vergast worden sein. Das Lager wurde Anfang 1943 aufgelassen.

Die Forschungen von Frau Regina Dahl ergaben u. a. folgende interessante Details:

Bei der Hauptverhandlung (1949) gegen den Lageraufseher von Sobibor, Erich Bauer, war der dramatische Höhepunkt das spontane Erkennen" des Beschuldigten Bauer durch die Zeugen Samuel Lerer und Estera Raab. Diese eindrucksvoll gespielte ErkennungsTheaterszene war durch und durch verlogen und darauf berechnet, Eindruck zu machen und der Zeugenaussage den Anschein der Wahrheit zu geben. Die theaterspielenden Zeugen waren den Angeklagten im Verlaufe der Voruntersuchung längst mehrmals gegenübergestellt worden.

Der gemütvolle Erste Staatsanwalt wußte ein Patentmittel, wodurch sich die Angeklagten einem Befehlsnotstand hätten entziehen können. Er soll erklärt haben (bei einer Hauptverhandlung im Mai 1966), die Angeklagten hätten sich diesen Dingen durchaus entziehen können; sie hätten sich ja vorher selbst erschießen oder zu den Partisanen desertieren können!

Ein Staatsanwalt, der so etwas sagen würde, lebte meiner Auffassung nach nicht auf dieser Erde und hätte meiner Auffassung nach seine Qualifikation als Staatsanwalt verwirkt.

Das ist derselbe famose Staatsanwalt, der, als man den Zeugen krasse Widersprüche in ihren Aussagen, ja offenkundige Meineide nachwies, nachsichtig erklärte, diese Widersprüche seien durch verständliche "Irrtumsanfälligkeit" zu erklären. Bei einer solchen Grundeinstellung hört sich von vornherein jede Justiz auf.

Von Israel und aus den USA kamen etwa 25 Belastungszeugen auf Staatskosten angereist - Kosten spielten ja keine Rolle. Sie behaupteten einfach alles, was wir aus den KZ-Prozessen kennen: vom Auseinanderreißen halbwüchsiger Knaben bis zu dem Hund, der auf gewisse männliche Körperpartien dressiert gewesen sein soll.

Die Zeugen hatten offenkundig durch genaue Absprachen vorher ihre Aussagen aufeinander abgestimmt und waren genau geschult und instruiert. Das wird schon durch die enge Verbindung der Staatsanwaltschaft mit dem "World Jewish Congress" erklärlich und verständlich.

Die Staatsanwaltschaft war schon von Beginn der Voruntersuchung an mit dieser jüdischen Stelle in engster Verbindung. Bevor noch überhaupt Zeugen einvernommen worden waren, wurden schon der jüdischen Zentralstelle die Listen von Personen gesandt, die verdächtig waren, in Sobibor Dienst getan zu haben. Die Listen, in denen Dienstrang und Tätigkeitsbereich der Verdächtigen verzeichnet waren, wurden laufend auf den neuesten Stand der Ermittlung gebracht und durch entsprechendes Bildmaterial ergänzt. Die Listen sowie das Bildmaterial waren zur Einsicht für die Zeugen bestimmt. Es ist bemerkenswert, daß die Staatsanwaltschaft in einem Schreiben an den "World Jewish Congress" ermunternd mitteilte, es wäre wesentlich für die Verurteilung der Angeklagten als Mörder, wenn die Zeugen bekunden könnten, daß die Beschuldigten sie geschlagen hätten. Dieser Wink mit dem Zaunpfahl hatte dann vollen Erfolg.

Dieses Herumhausieren in der ganzen Welt, um Belastungszeugen nach mehr als zwei Jahrzehnten aufzutreiben, denen dann noch als Belohnung eine Gratisurlaubsreise über Länder und Meere winkte, erscheint mir als höchst bedenklich und anfechtbar und jedenfalls als einmalig und erstmalig. Höchst bedenklich erscheint mir auch, daß die auswählende jüdische Stelle natürlich Entlastungszeugen peinlich fernhielt.

Sehr bezeichnend ist auch die Aussagefreudigkeit dieser Zeugen. Sie brachten in der Hauptverhandlung sicherste Belastungen gegen dieselben Angeklagten vor, gegen die sie Jahre zuvor - trotz eingehender Befragung - nichts oder nur Geringfügiges zu berichten gewußt hatten. Die Tatsache, daß der "World Jewish Congress" die Hinweise der Staatsanwaltschaft an die Zeugen weitergegeben hat, zeigt sich nicht nur darin, sondern auch in dem Widerspruch und dem krassen Gegensatz der Aussagen in der Hauptverhandlung zu den früheren Bekundungen der Zeugen.

Geradezu erschütternd ist der Nachweis, den Regina Dahl erbringt, daß viele Belastungszeugen niemals in Sobibor gewesen waren, daß also ihre Belastungen und ihre Bestätigungen der Belastungen der anderen Belastungszeugen meineidig und lügnerisch waren. Die Zeugen verfuhren fast alle nach dem Grundsatz, daß jeder jedem einfach alles bestätigte. Der Erste Staatsanwalt Schermer erklärte zu diesen empörenden und folgenschweren Zeugenlügen nachsichtig, daß sie durch "Irrtumsanfälligkeit" zu erklären wären.

Der Zeuge Hersz Cukierman, der als Koch im Lager Sobibor eingesetzt War, erklärte, daß er sich dort einen Rheumatismus zugezogen habe. Am 13- Juli 1957 erklärten die Zeuginnen Kelberman und Raab in einer gemeinschaftlichen eidesstattlichen Erklärung, Cukierman sei im Sommer 1943 von dem Angeklagten Frenzel mit einem dicken Stock über den Kopf geschlagen worden, so daß er bewußtlos und blutüberströmt zusammengebrochen sei. Es seien ihm dabei auch einige Zähne ausgeschlagen worden. Frenzel habe Cukierman mit einer Reitpeitsche, die am Ende mit einem Eisenstück versehen gewesen sei, übers Gesicht und den ganzen Körper geschlagen. Cukierman sei über Befehl des Sturmführers Niemann in die Baracke getragen worden, wo er einige Tage bewußtlos gelegen habe und von dem Häftlingsarzt Breslau behandelt worden sei. Wegen der erlittenen Kopfverletzung habe Cukierman vier Wochen in der Baracke liegen müssen. Bei der richterlichen Vernehmung hatte Cukierman nichts davon zu berichten gewußt. Er bekundete lediglich, daß Frenzel ihn geschlagen habe und er anschließend sofort in die Küche zurückgeschickt worden sei.

Von der Zeugenschilderung offensichtlich beeindruckt, klagte Cukierman in der Folge über schwere Kopfschmerzen. Eine genaue ärztliche Untersuchung ergab, daß keine Beschädigungen festzustellen waren. Am 15. April 1966 verglich sich Cukierman mit einer einmaligen Entschädigung von DM 29 377,- und einer monatlichen Rente von DM 368,- wegen Erwerbsminderung, die er in den USA verzehrt. Die Zeugin Zeida Kellerman, geb. Metz, für die das Auftreten als Belastungszeugin und das Ausstellen von eide6stattlichen Erklärungen offensichtlich Lebensaufgabe geworden ist, hatte bei ihrer Erfassung als Flüchtling als Ort und Zeit ihrer Inhaftierung "3 Jahre Dachau" angegeben. Dann beantragte sie erfolgreich Entschädigung wegen ihres Aufenthaltes in Sobibor.

Der Zeuge Thomas weiß bei seiner Vernehmung am 19. November 1957 nichts von Exzeßtaten und Mißhandlungen in Sobibor zu berichten. Am 14, Juli 1964 stellt er Entschädigungsantrag wegen Schadens an Körper und Gesundheit. Er erhält DM 24 116,- und eine laufende Rente.

Der Zeuge Syniche Bialowicz behauptet, in Sobibor gewesen zu sein. Am 14. März 1949 beschuldigt er zusammen mit dem Zeugen Altmann den angeklagten Lageraufseher Rieger derart, daß dieser am 16. September 1949 zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt wird. Rieger gelingt es, die Unrichtigkeit der eidlichen Aussagen der Belastungszeugen zu beweisen. Er wird am 7. Mai 1952 durch das Schwurgericht Kassel freigesprochen. Altmann wird wegen Meineides verhaftet und gegen Kaution freigelassen. Er setzt sich - wie schon Bialowicz rechtzeitig vorher - nach Israel ab.

Trotzdem hat Bialowicz die Kühnheit, Entschädigungsantrag wegen schwerer Verletzungen am Kopf und eines gebrochenen Daumens zu stellen. Als sich herausstellt, daß diese Verletzungen von einem Motorradunfall stammen, hat Bialowicz die Chuzpe, den Motorradunfall auf den Gesundheitsschaden (Schwindelanfälle und heftige Kopfschmerzen) zurückzuführen, den er in der Verfolgungszeit erlitten haben will. Dabei war er überhaupt nicht in Sobibor, sondern lebte in dieser Zeit in Rußland.

Die Zeugin Estera Raab behauptet, durch den Knall eines Schusses, der in Sobibor in ihrer nächsten Nähe abgeschossen wurde, verfolgungsbedingte Mittelohrbeschwerden zu haben. Sie erhält dafür eine monatliche Rente von DM 189,-.

Jehuda Terner, der Bruder der Estera Raab, erhielt Entschädigung und bezieht eine laufende Rente. Er hat Deutschland mit einer Steuerschuld von mehr als 500 000 DM verlassen. Wie ist das möglich? Erhält er die Rente trotz der Steuerschuld weiter?

So sehen die Belastungszeugen von Sobibor aus.

Und so die guten Geschäfte, die sie mit Deutschland machten und noch machen.

DER SCHWINDEL MIT DEN "OHNMACHTEN" DER ZEUGEN

In keinen Prozessen wurden jemals so viele Meineide geschworen und so viele falsche Zeugenaussagen gemacht wie bei diesen KZ-Prozessen. Wurde ein solcher verbrecherischer Zeuge bei einem Meineid, bei einer schweren Lüge oder einem Widerspruch ertappt, war es bei den israelischen Belastungszeugen die Regel, daß sie sich dadurch aus der Affäre zogen, daß sie einen Herzanfall mimten oder einfach kurzerhand "Ohnmacht spielten". Der Staatsanwalt begnügte sich damit, den Kopf zu schütteln; der meineidige Zeuge läßt sich laben und verläßt unbeschwert und unbelästigt ob seines Meineides den Gerichtssaal. Aber auch ohne Herzanfall und ohne Ohnmacht geschieht diesen Verbrechern nichts. Niemand zieht sie zur Verantwortung.

PROZESSE - PROZESSE - PROZESSE

Fast unabsehbar ist die Reihe der sogenannten NS-Prozesse, die uns noch bevorstehen. Fast unübersehbare Millionen betragen die Kosten dieser Prozesse, die aus den Steuergeldern der Staatsbürger bezahlt werden müssen.

Ganz unübersehbar aber ist der unendliche moralische Schaden, den diese unglückseligen Prozesse anrichten …


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