II. Teil
Das Endergebnis

SCHLUSS MIT DEM GREUELPROPAGANDA-SLOGAN VON DER UNBEWÄLTIGTEN VERGANGENHEIT

Der Greuelpropaganda-Slogan von der unbewältigten Vergangenheit hängt uns schon zum Halse heraus.

Ein junger deutscher Student schreibt im Mai 1964 (NE. 1964/5, S. 3):

"Ich habe die Zeit vor 1945 nur als Kleinkind erlebt. Nun wird in Schule und Rundfunk, Fernsehen, Universität und überall sonst seit bald 20 Jahren die 'Vergangenheit bewältigt.' Mit meiner Reaktion darauf stehe ich nicht allein: Langeweile, Verständnislosigkeit für dieses Theater. Die Schraube wird überdreht. Man kann geradezu von einer Bewältigungs-Hysterie sprechen. Und nun versucht Herr Augstein (im 'Spiegel') auch noch Großvaters politische Vergangenheit vor die 'Spiegel'-Spruchkammer zu ziehen. Der Erste Weltkrieg ist an der Reihe. Ich habe dieses Treiben herzlich satt … " Hans Tannert

Der Krieg ist nun mehr als zwei Jahrzehnte vorüber: noch immer aber trommeln die Haß- und Racheapostel unter der Devise: "Niemals vergessen - Niemals vergeben!" zielbewußt und pausenlos systematisch auf die Welt und auf das deutsche Volk ein und lassen sie nicht zur Ruhe kommen. Die Absicht dieser Hasser und Racheteufel ist nach ihrem eigenen Eingeständnis:

"Das deutsche Volk in einen Schuldkomplex zu jagen, und in eine seelische Verstörtheit zu treiben, daß es daraus keinen Ausweg mehr findet und nicht mehr weiß, was es tun soll … "

Die verabscheuungswürdige, unsittliche und heimtückische Absicht ist also eingestandenermaßen, dem deutschen Volke das moralische Rückgrat zu brechen und es seelisch so zu zermürben, daß es jede Demütigung und Entrechtung, jede Tributzahlung und jeden Verzicht auf sich nimmt.

Die Leiter der nach dem Kriege - nach der "Befreiung" - verschärft und verstärkt fortgesetzten Haßpropaganda, die mit verbissener, zäher und systematischer Konsequenz und Ausdauer und unter völliger Duldung, ja Unterstützung deutscher Behörden und Flagellanten, die Zermürbung und Verdummung des deutschen Volkes weiterbetreiben, sind teuflisch gute Kenner des deutschen Nationalcharakters. Sie wissen, daß dem deutschen Volk - wohl als dem einzigen Volk auf der Welt - dank. seiner eingefleischten Neigung zum "moralisieren" und dem berüchtigten National-Übel, der deutschen "Objektivität" - auch dort, wo sic offenkundig von selbstmörderischer, selbstzerstörender Wirkung sind - kaltblütig die unverschämteste Zumutung stellen kann, selbst die wahnsinnige Zumutung, alle Schuld auf Erden auf sich zu nehmen.

Dem systematischen Propaganda-Feldzug war ein fast völliger Erfolg beschieden. In hellen Scharen fanden sich deutsche Bußprediger und Flagellanten, die uns immer wieder vorpredigten und vorjammerten, das ungeheure, von den alttestamentarischen Morgenthau-Rächern am deutschen Volk - an uns - verübte Unrecht, sei ganz in Ordnung und eine Bezweifelung unserer Schuld oder ein Vergleich unserer Sündenlast mit der Schuld und Sündenlast anderer Völker sei durchaus unstatthaft.

Wir sind aber nicht willens, diesen Lügen- und Haßfeldzug dauernd widerspruchslos über uns ergehen zu lassen. Wir sind entschlossen, die Wahrheit festzustellen. Wenn die Propagandalügen und Greuelbehauptungen wirklich wahr wären, würden wir auch diese schwere Last und Schuld auf uns nehmen. Weil sie aber nicht wahr sind, werden wir uns entschlossen dagegen wehren und für die Wahrheit kämpfen.

Was ist in dieser Zeit wirklich geschehen?

Deutschland wurde durch eine maßlos übertriebene, hemmungslose Greuellügenhetze des Weltjudentums, das Deutschland feierlich und in aller Form den Krieg erklärte, und die Welt mit Erfolg zum Kriege und zur Vernichtung Deutschlands aufrief, zu Maßnahmen gegen die Juden getrieben, die tief zu bedauern sind, die aber zum größten Teile als Kriegsmaßnahmen völkerrechtlich zulässig und teilweise unvermeidlich notwendig waren. Deutschland folgte in der Entrechtung der Juden als Angehörige eines mit Deutschland kriegsführenden Volkes nur dem ebenso unschönen Beispiele der USA und Englands.

Wir Deutsche beklagen tief, was damals geschehen ist; wir beklagen, daß uns die Kriegserklärung des Weltjudentums, seine Lügenhetze, seine erfolgreiche Kriegs- und Vernichtungshetze zu Kriegsmaßnahmen trieb, zu denen es sonst nie gekommen wäre: zur seelischen und körperlichen Mißhandlung der Juden, zu ihrer Ausbürgerung, Zwangsaussiedlung, Deportation, zu ihrer Beraubung. Einzelne Deutsche befleckten sich mit Grausamkeiten, ja mit Morden an Kriegsgegnern, an Juden. Noch weit schlimmere Bestialitäten und Morde an Juden wurden - gedeckt durch die Wirren der Kriegszeiten - von anderen Wirtsvölkern (Polen, Ukrainer, Russen, Letten usw.) an ihrem verhaßten jüdischen Gastvolke verübt.

Solche sittlich und menschlich verabscheuungswürdige Ereignisse sind weder einmalig noch erstmalig in der Geschichte, wie die israelische

Propaganda der unwissenden Welt einreden will; sie gehören seit eh und je zur Barbarei und Grausamkeit der Kriege und haben sich im Laufe der Kriege schon unzählige Male ereignet. Von dieser Barbarei und Grausamkeit des Krieges verschont zu bleiben, kann aber vor allem der nicht erwarten, der diesen deutsch-jüdischen Krieg selbst erklärt hat und am Ausbruche des Zweiten Weltkrieges so wesentlichen und entscheidenden Anteil hat.

Wir Deutsche sind bereit und entschlossen, alles was an uns liegt zu tun, um die Wunden der Vergangenheit heilen zu helfen und mitzuhelfen, eine Welt aufzubauen, in der es in Zukunft weder zu einer solch unsittlichen Lügenhetze, noch zu solchen Zusammenbrüchen der Menschlichkeit mehr kommen kann.

Darüber hinaus haben wir an unserer Vergangenheit nichts zu bewältigen; wenigstens nicht mehr, als andere Völker, vor allem alle unsere Kriegsgegner - einschließlich der Juden - an und mit ihrer eigenen Vergangenheit zu bewältigen haben.

Denn die Wahrheit ist diese: daß kein Volk der Erde sich besser und sittlicher dünken kann, als das deutsche Volk.

Die ganze Menschheit - und keineswegs Deutschland allein - hat allen Anlaß, sich an die Brust zu schlagen und reuevoll "mea culpa" zu rufen. Niemand aber hat das Recht - auch die Juden nicht - sich als besser zu dünken als das deutsche Volk und sich ein Richteramt über das deutsche Volk anzumaßen.

SCHLUSS MIT DEN SELBSTBEZICHTIGUNGEN

Es ist fast unverständlich, wie total die Greuellügenpropaganda auch die Geister der deutschen Menschen zu verwirren vermochte. Der heutige allgemeine Geisteszustand vieler Deutscher wird charakterisiert durch eine katastrophale Unwissenheit über das wirkliche Geschehen in den Jahren 1933 bis 1945, über die kriegsbedingte Notwendigkeit dieses Geschehens, und durch die ungeheuerliche, geradezu pathologische Besessenheit der Selbstbezichtigung, die in vielen Fällen so ausartet, daß man in peinlichster Weise an die Zeiten des Geißler- und Flagellantentums in Deutschland erinnert wird.

Tiefste Niedergeschlagenheit, Scham und Verzweiflung erfaßt einen, wenn man in Deutschland immer wieder ebenso würdelose wie dumme Selbstbezichtigungen mitanhören muß, von Menschen, die von sich aus nichts wissen, sondern nur die Behauptungen der Lügenpropaganda blind glauben und gedankenlos nachplappern. Scham und Verzweiflung überwältigt einen, wenn man diese Selbstbezichtigungen mitanhören und die Selbstzüchtigung dieser Menschen mit ansehen und ihre Wiedergutmachungsbesessenheit miterleben muß.

In jedem anderen Lande würden so krankhafte seelische Erscheinungen und geistige Auswüchse zu einem Sturm von Entrüstung führen, zu einem Boykott dieser unglückseligen geistigen Flagellanten, wenn nicht überhaupt zu ihrer Einweisung in eine Heilanstalt.

Ein Reisender aus Israel, der Deutschland bereiste, erzählt, daß die Deutschen der Westzone, der DBR, alle von einem geradezu pathologischen Kollektivschuldkomplex besessen seien. In ihren Gesprächen bekannten sie sich unaufgefordert und von selber immer wieder, daß sie schuld seien, an dem, was den Juden geschehen sei, und daß sie schwer an dieser Schuld trügen.

Dabei wußten alle diese Deutschen von sich selber aus gar nicht, was den Juden wirklich geschehen war, sondern schöpften ihre Kenntnis und ihr Schuldgefühl ausschließlich aus dem, was ihnen die Greuellügenpropaganda pausenlos eintrommelte.

Durch eine solche Haltung werden aber die bestehenden Spannungen nicht beseitigt. Im Gegenteil! Sie werden dadurch nur immer unerträglicher. Diese widerlich-aufdringlichen, würde- und charakterlosen dauernden "Schuldbeteuerungen" richten schwersten politischen Schaden an, weil sie eine vernünftige und offene Aussprache erschweren und die Juden gewaltsam in eine Rolle drängen, die früher oder später zu schweren Konflikten und Brüchen führen muß.

DAS IST WOHL NUR IM HEUTIGEN DEUTSCHLAND MÖGLICH
HÖR ES, DEUTSCHER MICHEL!

Nur mit tiefster seelischer Bestürzung kann man das "Stuttgarter Schuldbekenntnis" vom Jahre 1946 und die "Erklärung der EOK-Synode in Weißensee" vom 17. April 1950 und die "Erklärung der gesamtdeutschen Synode der EOK" vom Ende Februar 1960 lesen, in denen es heißt:

"Wir warnen alle Christen, das, was über uns Deutsche als Gericht Gottes gekommen ist, aufrechnen zu wollen, gegen das, was wir an Juden getan haben; denn im Gericht sucht Gottes Gnade den Bußfertigen … das erarbeitet Euch die biblische Erkenntnis, daß unsere Errettung von der Erwählung Israels nicht zu trennen ist …

Darum tretet ein für die Wiedergutmachungsleistungen … für Menschen, welche den größten Teil ihrer Angehörigen durch Gewaltmaßnahmen verloren haben.

Darum laßt alles Rechten. Zeigt Euren jüdischen Brüdern und Schwestern, daß Ihr aus der Vergebung lebt, damit auch sie vergeben können…"

Nachfolgend noch ein Beispiel solchen Fehlverhaltens, das - meines Erachtens - einen Gipfel der Unwissenheit und Würdelosigkeit darstellt.

In den "Thesen christlicher Lehrverkündigung" (die 1950 in Schwallach gemeinsam von evangelischen und katholischen Theologen revidierte Fassung der Seelisberger Thesen von 1947) heißt es:

"1933 begann mitten im Frieden ohne leisesten Rechtsgrund die langsame Erdrosselung des dem Judentume angehörigen Teiles der deutschen Bevölkerung, um sich im Zweiten Weltkrieg zum systematischen Massenmord an der europäischen Judenschaft auszuwachsen, dem Millionen von unschuldigen Männern, Frauen und Kindern und Greisen zum Opfer gefallen sind … Die große Mehrzahl der Christen hat gegenüber dieser unerhörten Herausforderung des barmherzigen Gottes durch die Verfolger schmählich versagt. Auch Gottes Gerichtssprache an dem deutschen Volke während der letzten Jahre ist vielfach nicht verstanden worden.

Da kommt man nicht mehr mit. Diese Selbstbeschuldigungen entsprechen in keiner Weise den Tatsachen, sie beruhen nicht auf Tatsachen, sondern auf den Lügen der Greuelpropaganda.

So eine Sprache wäre bei keinem anderen Volke der Erde - am allerwenigsten bei den Juden - möglich.

In den moralisch verkommenen tschechischen, polnischen, jugoslawischen Mordbanden, in den gewissen pseudo-amerikanischen Morgenthau-Racheteufeln, Gottes und nicht des Teufels Werkzeuge zu sehen und in ihrer verbrecherischen ungeheuerlichen Rache Gottes Gericht und nicht des Teufels Werk zu sehen, ist Gotteslästerung, ist Blasphemie, ganz abgesehen von menschlicher Würdelosigkeit.

Jedem nur halbwegs mit Verstand Begabten, mußte der Sieg einer derartigen materiellen Überlegenheit über Deutschland von vornherein klar sein. In dem Sieg über Deutschland zeigt sich nicht Gottes Finger, sondern nur die ungeheure, erdrückende Überlegenheit der Feinde Deutschlands und die Unfähigkeit Hitlers, die Unmöglichkeit eines deutschen Sieges rechtzeitig zu erkennen.

Kriege sind immer grausam und barbarisch. Deutschland hat dieser, Krieg um nichts grausamer und barbarischer geführt, als seine Gegner es seit eh und je taten. Daß unsere Kriegsgegner auf dem wehrlos am Boden liegenden Deutschland schonungslos und erbarmungslos mit den Füßen herumtrampelten, daß sich alttestamentarische Rachegier und alttestamentarischer Haß an uns austoben: das als gottgewolltes "Gottes Gericht" hinzustellen und uns zuzumuten, diese teuflische Rache widerstandslos hinzunehmen, das ist gründlich mißverstandenes Christentum. Sich nicht mit allen uns von Gott verliehenen Kräften dagegen zu wehren, sich mit dem Schicksal, das uns eine so teuflische Rache bereiten will, stumpf ergeben abzufinden, hieße, die Vernichtung und dieses Schicksal verdienen, das sie uns bereiten wollen.

Es kann nie und nimmer in der Absicht Gottes liegen, dem deutschen Volke zuzumuten und die Pflicht aufzuerlegen, seinem Todfeinde tributpflichtig zu sein und ihn durch diese Tributzahlungen erst richtig instandzusetzen, an seinem Ziele, der Vernichtung Deutschlands, wirksam zu arbeiten.

Das ist nicht, wie diese Männer - die das deutsche Unglück überdies noch aller Würde und Selbstachtung beraubt hat - uns einreden wollen, Christentum und Christenpflicht, sondern Verwirrung des Geistes und Unwissenheit, gepaart mit Charakterschwäche und Knechtsgesinnung.

Das Christentum legt dem deutschen Volke nicht die Pflicht auf, gegenüber dem unchristlichen und unsittlichen Handeln seiner Todfeinde, ein Volk knieweicher, würdeloser Lakaien zu werden, die den Fuß küssen, der sie tritt.

Die Stellung mancher evangelischer Kirchenmänner zu unserer Wehrmacht ist geradezu erschütternd. - Zitate aus NE 1964, Heft 3, Suchlicht S. 1:

Pfarrer W. Stroh, DFU: "Militärseelsorge ist keine Seelsorge mehr, sondern Zuhälterei."

Pastor Martin Niemöller: "Mütter und Väter sollen wissen, was sie tun, wenn sie ihren Sohn Soldat werden lassen: Sie lassen ihn zum Verbrecher ausbilden … Ausbildung zum Soldaten … hohe Schule für Berufsverbrecher. "

Und das nimmt eine Staatsführung hin, ohne sich dagegen zu empören!

Wie nimmt sich dagegen die Einstellung im Sowjetbereich aus: Vergleiche dazu Alexander Evers "Der Abfall der evangelischen Christen vom Vaterland", Blick und Bild-Verlag, Velbert.

WIEDER EINE NEUE GREUELLÜGEN-SAMMLUNG

Ein gewisser Henkys - nach meinem Urteile allem Anschein nach ein durch wirkliches Wissen und wissenschaftliche Schulung gleich ziemlich unbeschwerter Autor - hat unter dem, sehr nach käuferwerbender Sensation riechendem Titel "Die NS-Gewaltverbrechen", die Zeugenaussagen der Kriegsverbrecherprozesse der letzten Jahre gesammelt und herausgegeben. Diese nach meinem Urteile sehr anzweifelbaren Aussagen der - nach meinem Urteile - offensichtlich organisierten Zeugen, sind für Henkys erwiesene Tatsachen - oder er tut wenigstens so. Damit ist wieder eine, nach meinem Urteile auf Sensation abgestellte, abscheuliche Selbstbezichtigung erschienen, um Deutschland vor und in aller Welt in den Kot zu zerren.

Ich hätte als Deutscher diese gräßlichen und furchtbaren Greuel-Behauptungen aus Gründen nationaler und allgemein menschlicher Würde und der Sittlichkeit auch dann niemals weiter verbreitet, wenn sie wahr und erwiesen wären, was sie meiner innersten Überzeugung nach nicht sind.

Keine dieser fragwürdigen Zeugenaussagen, sie mögen noch so phantastisch und offenkundig unglaubwürdig sein, veranlassen Henkys zu einer kritischen Überprüfung. Keine einzige dieser, mir reichlich bedenklich erscheinenden Zeugenaussagen, erregten Henkys Widerspruch, keine einzige wurde untersucht, unter die Lupe genommen und kritisch überprüft. Sie werden einfach weiterverbreitet.

Das für meine Begriffe besonders Abscheuliche liegt darin, daß er, wie alle Greuelpropagandisten, wahre Einzelfälle durchwegs verallgemeinert und solche Vorfälle als regelmäßige und in allen Lagern wiederkehrende und übliche Erscheinungen bezeichnet, was nicht einmal die Zeugen tun und auch nicht tun können. Und darin liegt das Abscheuliche, die Lüge, die Verleumdung. Bei allem Bewußtsein der Tatsache, daß viele Menschen Bestien sind, ist eine solche Verallgemeinerung auch tatsächlich geschehener Brutalitäten und Bestialitäten, wie es Henkys tut, unzulässig: wenn eine solche Verallgemeinerung wirklich zuträfe, wie dies Henkys unverantwortlicherweise behauptet, dann würde dies das Ende jeder Hoffnung auf eine mögliche bessere Zukunft der Menschheit bedeuten.

Das für mich Abscheulichste an Henkys Buch: nach meinem Empfinden springt einem daraus ein geradezu sadistischer Haß entgegen; es wäre mir anders unvorstellbar, daß ein normal empfindender, urteilsfähiger Mensch, - noch dazu ein Deutscher - so schreiben kann.

Jedenfalls habe ich den Eindruck, daß die Gehässigkeit der Schreibweise Henkys nicht mehr überboten werden kann. Stand bis nun unbestritten Kogon an der Spitze der deutschen Selbstbeschuldiger, hat ihn nunmehr Henkys von dieser Spitze verdrängt. Mit seinem Buche hat er sich - wie ich die Dinge sehe - um die Haßpropaganda gegen Deutschland und die Erniedrigung und Verfemung des deutschen Volkes so große Verdienste erworben, daß ich wohl kaum fehlgehe mit der Meinung, daß er dadurch - nach dem Beispiele Kogons - sich die Anwartschaft auf ein akademisches Lehramt erschrieben hat.

Qui vivra, verra.[1]

SCHLUSS MIT DEM PROPAGANDA-SLOGAN VON DER NOTWENDIGKEIT DER "UMERZIEHUNG DES DEUTSCHEN VOLKES"

So notwendig es ist, der Verfemung des deutschen Volkes durch die Übertreibungen und Verfälschungen, den Verleumdungen und Lügen der antideutschen Haß- und Hetzpropaganda und mit dem blöder Greuelpropaganda-Slogan von der unbewältigten deutschen Vergangenheit endlich ein Ende zu machen, so sehr ist es auch an der Zeit, mit der Satire und Farce der "Umerziehung des deutschen Volkes durch die Sieger" Schluß zu machen.

Unter den Verleumdungen des deutschen Volkes durch die Haßpropaganda bildet die infame Behauptung, daß die Deutschen so grundschlecht und so verbrecherisch seien, daß sie einer "Umerziehung durch die Sieger" bedürften, wenn sie in die Engelsgemeinschaft der seelensguten Alliierten aufgenommen werden wollen, einen Eckpfeiler des Greuellügenfeldzuges gegen das deutsche Volk.

Wie verblendet und propagandaverdummt muß ein Volk sein, um sich gegen eine so entwürdigende Zumutung nicht einhellig zu empören.

Ben Hecht, ein haßerfüllter amerikanischer Jude, schreibt in seinem Buche "Perfidie" (New York), das unter den zahllosen deutschfeindlichen Büchern vielleicht das haßerfüllteste ist:

"Man sagt, die Deutschen - die die größten Massengreuel der Geschichte begingen - hätten sich geändert. Ich denke da anders darüber: sie haben sich nicht geändert …"

Dazu ist zu sagen: Die Deutschen haben sich in der Tat nicht geändert; sie hatten auch keinen Grund sich zu ändern; sie können ruhig bleiben, wie sie sind. Es ist eine infame, ungeheuerliche und perfide Herzpropagandalüge, daß die Deutschen die größten Massengreuel der Geschichte verübt hätten. Wie wir schon sagten: wenn je eine Geschichte des Sadismus und der Kriegsgreuel geschrieben wird, stehen die Deutschen darin erst weit hinter den anderen Völkern, die die Hetzlügen gegen das deutsche Volk verbreiten.

Das deutsche Volk bedarf keiner "Umerziehung"; am allerwenigsten von seinen mit viel größerer Schuld beladenen Todfeinden. Das deutsche Volk ist vielmehr der Meinung, daß die Sieger einer "Umerziehung zu besseren Menschen" viel notwendiger bedürften, als die Besiegten.

Angesichts der geschichtlichen Tatbestände, der großen moralischen Schuld, die die Völker der Alliierten im Laufe der Geschichte - vor allem durch die barbarische Behandlung des besiegten deutschen Volkes - auf sich geladen haben, ist es geradezu bestürzend, daß eine rachetrunkene und haßbesessene Meute von Siegern es überhaupt wagen konnte, nicht nur etwas von einer notwendigen Umerziehung der Deutschen zu besseren Menschen zu faseln, sondern auch noch sich selbst zur Durchführung dieser Umerziehung für berufen zu halten.

Es ist erstaunlich, daß die barbarischen Sieger die Organisierung dieser Umerziehung ins Werk setzen konnten, ohne vom ersten Augenblick dieses anmaßenden Versuches an, auf den elementaren Ausbruch eines Sturmes der Empörung und Entrüstung zu stoßen.

In der Tat blieb gegenüber dieser ebenso empörenden wie unberechtigten Anmaßung die große Masse des deutscher, Volkes nur deshalb so stumpf und teilnahmslos, so apathisch, weil die barbarische Grausamkeit der Sieger, die das deutsche Volk erbarmungslos auszuhungern versuchten, die letzen geistigen Kraftreserven beanspruchte, um überhaupt nur zu überleben. Das offizielle Deutschland - soweit es sich nicht auch hier um Haß- und Racheapostel handelte, die sich eilfertig zur Verfügung stellten, die Geschäfte der Todfeinde des deutschen Volkes zu besorgen - mußte gute Miene zum bösen Spiel machen. Es lebte ja nur durch die Gnade der Sieger und schwebte dauernd in der Gefahr, von einer Stunde zur anderen weggewischt zu werden und vom Schauplatz ihrer Tätigkeit zu verschwinden, wenn es die Gunst der Sieger verlor.

Immer aber stieß diese "Umerziehung" auf den entschiedenen Widerstand und auf die empörte Ablehnung jenes Teiles des deutschen Volkes, der sich seiner Würde und des Wertes der gewaltigen sittlichen Lind kulturellen Leistungen des deutschen Volkes im Dienste der Menschheit bewußt war, jenes Teiles des deutschen Volkes, der um die Wahrheit des Geschehens in der Vergangenheit wußte und in der Gegenwart das Unrecht und die Schuld der Sieger am eigenen Leibe bitter erleben mußte.

Wir bestreiten und bezweifeln nicht, daß wir Deutsche noch viel bessere Menschen werden könnten; wir bezweifeln aber entschieden und bestreiten energisch, daß die Alliierten bessere Menschen sind als die Deutschen und daß sie die moralische Qualifikation haben, sich als Umerzieher des deutschen Volkes zu besseren Menschen aufzuspielen.

Uns Deutschen erscheint es viel mehr geradezu als Hohn, daß diese Sieger, wie sie uns ihre Geschichte und insbesondere die barbarische Art und Weise zeigt, wie sie uns Deutsche nach 1945 als Besiegte behandelten, uns "umerziehen" und zu "besseren Menschen" machen wollen. D i e s e Sieger sind himmelweit davon entfernt, bessere Menschen zu sein; sie hätten selber eine Umerziehung, eine Erziehung zu besseren Menschen, dringendst nötig; jedenfalls nötiger als wir Deutschen.[2]

JAN VAN DER MADE:
ÜBER DIE NOTWENDIGKEIT DER UMERZIEHUNG DER UMERZIEHER

Der Niederländer Jan van der Made hat in einem sehr eindrucksvollen Artikel "Umerziehung der Umerzieher" ("Nation Europa", Heft 4/1954, S. 51 ff.) den Alliierten jedes Recht zur Anmaßung eines Erzieheramtes gegenüber dem deutschen Volk abgesprochen.

"Die Sieger haben dem besiegten deutschen Gegner die natürlichen Menschenrechte, die primitivsten demokratischen Rechte verwehrt: sie Verhafteten die legitime deutsche Staatsregierung, sie zerschlugen Deutschland und besetzten es auf unabsehbare Zeit und zu einem anderen Zwecke, als etwa zur Niederringung eines bewaffneten Widerstandes; sie gaben das deutsche Volk einer grauenhaften Hungersnot preis, bis sie gezwungen waren, ihre Henkerstätigkeit abzubrechen - nicht etwa aus Erwägungen der Menschlichkeit und Sittlichkeit, sondern aus Gründen der Selbsterhaltung, weil sie die Hilfe Deutschlands gegen die Sowjets brauchten und die Bolschewisierung Deutschlands durch Not verhindern mußten. Es wurden nach 1945 Maßnahmen gegen das deutsche Volk getroffen, die seit Karthago unbekannt waren und sowohl dem Völkerrechte als auch dem allgemeinen Menschenrechten und den Grundsätzen der Sittlichkeit, der Humanität und Demokratie widersprachen: brutaler Gebiets-, Eigentums- und Rechtsraub; Milliardenwerte wurden als 'Reparationswerte' weggetragen, die privaten deutschen Auslandsvermögen geraubt, die Notgroschen, die sich deutsche Menschen durch ihre Arbeit, durch ihren Fleiß und Schweiß verdient hatten; Millionen deutsche Menschen wurden vom Haus und Hof, von Herd und Heimat vertrieben, nacktberaubt und, soweit sie nicht bestialisch ermordet wurden, nach Westen getrieben. Ein ganzes Heer von Soldaten und zivilen Bürgern wurde, den Genfer und Haager Rechten zum Hohn, als Sklaven der Willkür der Sieger überantwortet; Hunderttausende, die sich dem Westen ergeben haben, wurden dem Osten als Arbeitssklaven zugeschoben; sechzig Millionen deutscher Menschen wurden jeder Möglichkeit einer eigenen Meinungsäußerung, geschweige denn einer eigenen Willensbekundung, beraubt. Sodann setzten sich die Sieger, die diese Völkerrechtsbrüche begingen, zu Gericht und diktierten den Besiegten in ihrer Gesamtheit ein

Umerziehungsprogramm.

Um dieser alttestamentarischen Vergeltungsaktion einen Schein des Rechtes zu geben, wurde das deutsche Volk beschuldigt, einen Angriffskrieg geführt und bestialische Greuel gegen die Menschlichkeit verübt zu haben. Alle völkerrechtswidrigen Maßnahmen, die damals getroffen wurden und zum großen Teile bis beute fortbestehen, suchen in der infamen Schuldthese ihre moralische Rechtfertigung.

Aber der Greuellügen-Feldzug gegen das deutsche Volk scheiterte am ehernen Gesetz der Geschichte, die sich wohl zeitweilig, aber niemals auf die Dauer fälschen läßt. Das wahre Geschichtsgebäude siebt wesentlich anders aus, als die Verleumdungen, Verfälschungen, Übertreibungen und Erfindungen der Lügenpropaganda der Welt darstellen wollen. Der Schwindel der Sieger, mit dem sie die Deutschen außerhalb jedes Rechtes stellen, ist auf der Lüge von der "deutschen Schuld" und der "deutschen Bestialität" aufgebaut.

Die Wahrheit aber ist:

Deutsche Greuel: Die Greuelbehauptungen sind in entscheidendem Umfange Kriegsgreuel-Lügenpropaganda, d. h. Übertreibungen, Verfälschungen, Erfindungen und infame Verleumdungen. Mit dem Ziele, Haß- und Rachegefühle gegen Deutschland und das deutsche Volk zu wecken. Wirkliche deutsche Grausamkeiten und Kriegsverbrechen werden nach Art und Umfang von den Kriegsverbrechen der Alliierten übertroffen. Jedenfalls steht es den Alliierten angesichts ihres eigenen Schuldkontos in keiner Weise zu, sich als Richter aufzuwerfen.

Kriegsschuld: Der Schuldanteil der Alliierten überwiegt den deutschen Schuldanteil am Ausbruche des Zweiten Weltkrieges bei weitem. Die deutschen Verhandlungsvorschläge in Polen, die zu einer sehr gemäßigten Berichtigung der Versailler-Diktat-Verbrechen führen sollten, waren auch in den Augen alliierter Diplomaten sehr vernünftig, sie wurden von einer zum Kriege entschlossenen Clique durchkreuzt. Der Krieg gegen Polen zur Beseitigung des wahnsinnigen Danziger Korridors mitten durch Deutschland, war sittliches Recht. Das Hauptinteresse am Kriege lag noch mehr als bei England bei den USA, deren Präsident Roosevelt erwiesenermaßen den Ausbruch des Krieges betrieb. Churchill brüstete sich immer wieder laut und selbstgefällig, dieser Krieg sei ein englischer Krieg und er sei es gewesen, der den Krieg gewollt und betrieben habe. Der 'Angriffskrieg' gegen Norwegen kam den Engländern nur um einige Stunden zuvor und war eine lebensnotwendige Abwehr-Maßnahme.[3] Der "Angriffskrieg" Japans war durch ein vollkommen unannehmbares Ultimatum Roosevelts geradezu erzwungen worden. Als Roosevelt, der von dem japanischen Angriffsplan gegen Pearl Harbour längst vorher in Kenntnis war und nur deshalb nichts dagegen unternahm, um dadurch einen Kriegsgrund zu erhalten, den Stabschef anläßlich der niederschmetternden Nachricht von Pearl Harbour empfing, brüllte er beim Anblick des bestürzten Gesichtes des Stabschefs vor Lachen.

Repressalien: Gewisse "deutsche Kriegsverbrechen" (wie Lidice u. a. im Osten) waren meist völkerrechtlich zulässige Repressalien; jedenfalls wurden sie im Kriege gegen die heimtückischer Partisanenmörder begangen (und finden ihr Gegenspiel bei den Alliierten, einschließlich der luden).

Grausamkeiten gegen Juden: Die Nationalsozialisten wollten in Sinneseinheit mit den Nationalzionisten nur die Trennung des Deutschtums vom Judentume. Zur hemmungslosen Greuellügenbetze, zur Kriegs- und Vernichtungshetze gegen Deutschland und zur formellen Kriegserklärung des Weltjudentums an Deutschland kam es lange bevor den Juden in Deutschland auch nur ein Haar gekrümmt wurde. Die Judenheit wurde dadurch zu einer kriegsführenden Partei; sowie das Weltjudentum Deutschland als seinen Feind Nummer eins bezeichnete, so wurde dadurch das Judentum zum Feind Nummer eins von Deutschland. Die späteren brutalen Maßnahmen der deutschen Reichsregierung gegen die Juden war provoziert durch die Greuellügen- und Vernichtungshetze und reine Kriegsmaßnahmen. [4]

Die Behauptung von deutschen Greueln gegen die Juden, soweit sie nicht als Kriegsmaßnahmen notwendig und bei aller Grausamkeit eben kriegsüblich waren, sind zum wesentlicher und weit überwiegenden Teile Erfindungen, Übertreibungen und infame erlogene Verleumdungen: so die Behauptung von der Ausrottung und den Millionenvergasungen von Juden. Darüber hinaus war die Rache am deutschen Volk so übermäßig und fügte dem deutschen Volke so unendliches Leid zu, daß dieses die Leiden des Judentums um ein Vielfaches übersteigt. Die Deutschen haben heute viel mehr zu vergessen und zu vergeben als die Juden.

Die Behauptungen von den sechs Millionen ermordeten Juden ist eine ebenso grauenvolle, wie infame Haß- und Hetzlüge, um zu Haß und Rache aufzupeitschen und möglichst viel Geld aus Deutschland herauszupressen.

Die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki waren erwiesenermaßen ein Mordanschlag; sie wurden abgeworfen, als das Kapitulationsangebot Japans schon drei Monate vorlag.

Reparationen: Die Reparationen, die auf Grund der angeblichen Kriegsschuld dem deutschen Volke auferlegt wurden, übersteigen weit das Maß der Kriegsschäden. Der Patentraub allein brachte die amerikanischen Kriegskosten ein; was die Sieger alles davonschleppten, war der größte Raub der nachchristlichen Geschichte.

Das Christentum, für das man angeblich focht, wurde niemals abgründiger verraten, als durch den Bombenkrieg und die Auslieferung Ost-Europas an den Bolschewismus.

Angesichts des totalen politischen wie moralischen Bankrotts der Alliierten, ist es eine Unverfrorenheit, auf dem als Lügen entlarvten Schlagworten der Greuelpropaganda zu beharren und sich als besser zu dünken als das deutsche Volk. Es ist höchste Zeit, der Satire der 'notwendigen Umerziehung' ein Ende zu machen."

Jan A. van der Made schließt seinen eindrucksvollen Artikel mit den Worten:

"Die Tatsachen der Geschichtsfindung gestatten heute der deutschen Nation eine Klage gegen die Kriegsalliierten vor dem Internationalen Gerichtshof in Haag, eine Klage auf Erpressung, Raub, Rechtsbeugung, Vergewaltigung, Völkerrechtsbruch, Ausrottung, Freiheitsberaubung und Justizmord. Wer immer sie einreicht, macht sich verdient an Europa, denn sie wäre ein Anfang zur Umerziehung der Umerzieher."

UND DAS WOLLEN BESSERE MENSCHEN SEIN?

Um den Deutschen die Minderwertigkeit ihrer Rasse täglich und stündlich vor Augen zu führen, trugen die von den Amerikanern beschlagnahmten Gebäude und Hotels weithin sichtbare Warnungstafeln mit der Inschrift:

"Deutschen und Hunden ist der Zutritt verboten! Jeder, der dieser Anordnung zuwider handelt, wird strenger Bestrafung zugeführt."

Die Ungeheuerlichkeit der Anmaßung der Sieger, vor allem der Amerikaner, bessere Menschen als die Deutschen zu sein und die Deutschen umerziehen zu wollen, wird allein schon durch die Art ad absurdum geführt, wie sie sich im besetzten Deutschland aufführten und "" besiegten Deutschen behandelten. Im letzten Band dieser Geschichte der Verfemung Deutschlands ("Das Unrecht an Deutschland" ) habe ich versucht, der Welt ein Bild dieser Kulturschande zu vermitteln. Im Nachstehenden sei nur ein Auszug der Schilderung gegeben, die die amerikanische Publizistin Freda Utley gibt, die sich zu jener Zeit in Deutschland als Journalistin aufhielt (Utley "Kostspielige Rache" "The high cost of Vengeance", Henry Regnery Comp., Chicago):

S. 12: "Statt zu lernen, daß man Vertrauen, Sicherheit, Demokratie und Wohlstand nicht auf der Grundlage von Haß und Rache aufbauen kann, haben diese siegreichen Alliierten diesmal Deutschland auseinandergerissen und jeder Möglichkeit einer Existenz aus eigener Kraft beraubt. Sie waren und sind zwar bis heute unfähig, sich über einen Friedensvertrag zu einigen, sind aber solidarisch darin, Deutschland auf den Stand einer afrikanischen Kolonie herabzudrücken.

Die Geschichte wiederholt sich, mit Ergebnissen, die wahrscheinlich für Europa noch tragischer sein werden, als jene, die zum Ersten Weltkrieg führten. Wieder macht man es den Deutschen unmöglich, an Demokratie und Gerechtigkeit zu glauben, sehen sie doch, wie die Besatzungsmächte alle Gerechtigkeit verleugnen und alle Demokratie verhöhnen … Nach dem Ersten Weltkrieg bat unsere Behandlung Deutschlands Hitler hervorgebracht, diesmal mag es uns gelingen, dem Bolschewismus zur Vorherrschaft über ganz Europa zu bringen …" S. 26 ff: "Statt nach demokratischen Grundsätzen zu handeln, zu deren Bewahrung wir in den Krieg gegangen waren (angeblich, Anm. d. A.), zerrissen wir die Atlantik-Charta und verleugneten das Völkerrecht … Statt unseren Glauben an die christlichen liberalen Grundsätze darzutun, die Amerika zur stärksten Macht der Welt gemacht hatten, bekräftigen wir die … Doktrin 'Macht ist Recht'. Statt den Deutschen zu zeigen, daß Hitlers Rassentheorie falsch war, legten wir uns selbst die Rolle des 'Herrenvolkes' bei. Statt den alten Rechtsgrundsatz durchzusetzen, daß Einzelmenschen nur für Taten bestraft werden können, die sie selbst begingen und auch dann nur, wenn ihre Schuld bewiesen ist, haben wir die ganze deutsche Nation geächtet.

Schon während des Krieges haben wir nicht nur militärische Ziele vernichtet, sondern radierten ganze deutsche Städte mit Bombenangriffen einfach aus und überschütteten friedliche, wehrlose Bürger mit Phosphor- und Napalmbomben. Den frierenden und hungernden Deutschen in den durch unsere 'Ausradier-Bombenangriffe' verwüsteten Städten sagten wir, daß sie von uns weder Gerechtigkeit noch Barmherzigkeit zu erwarten hätten, daß wir sie aber die Liebe zur Demokratie lehren würden und fingen damit mit dem Entzuge des Wahlrechtes an.

Statt anzuerkennen, daß ihre 'bedingungslose Kapitulation' uns die rechtliche und moralische Verpflichtung auferlegte, eine faire Regelung für das deutsche Volk zu sichern, taten wir das gerade Gegenteil. Wir proklamierten in Nürnberg, daß wir gegenüber Deutschland, 'weil es bedingungslos kapituliert habe', nicht länger an das Völkerrecht und an die von uns feierlich eingegangenen Verpflichtungen der Haager und Genfer Konventionen verpflichtet seien.

Die Weisungen an die amerikanischen Besatzungstruppen befahlen ihnen, nichts zu einer Wiederbelebung der deutschen Wirtschaft zu tun. Wir bestritten jede Verantwortung für die Ernährung der Unterworfenen. (Anm. d. A.: Man ließ den Deutschen nicht nur keine alliierten Lebensmittel zukommen, sondern verwendete die in Deutschland produzierten und vorhandenen Lebensmittel zur Verpflegung der Besatzung und stürzte dadurch Deutschland in eine unvorstellbare Hungersnot.). Gleichzeitig zogen wir aber die Deutschen selbst dafür zur Verantwortung, daß sie der Bevölkerung der von ihnen besetzten Länder nicht genug Lebensmittel beschafft hätten, wie unmöglich dies auch infolge unserer Blockade war. Und in Potsdam wurde vereinbart, daß die Sieger ermächtigt seien, Reparationen in der Form von Zwangsarbeit zu erheben, was die Bolschewiken gründlich ausnützten, indem sie Millionen von Kriegsgefangenen als Sklavenarbeiter festhielten und fast ebensoviele zivile Männer und Frauen in ihrer Zone zur Sklavenarbeit … auszuheben und zu verschleppen.

Den amerikanischen Soldaten wurde eingetrichtert, daß sie als Feinde und Eroberer (d. h. als Rächer der Morgenthau-Amerikaner, Anm. d. A.) in Deutschland einmarschierten, nicht aber als Freunde und Befreier des deutschen Volkes … Unter Androhung von Gefängnisstrafen wurde den Deutschen verboten, die Bolschewiken zu kritisieren oder sich über die unmenschliche Behandlung derer zu beklagen, die wir dem kommunistischen Terror ausgeliefert hatten … Wir besetzten die einflußreichen Posten der Militärregierung in der deutschen staatlichen und Gemeindeverwaltung, beim Rundfunk, in Zeitungsverlagen usw. mit Kommunisten. Wir taten alles, was wir konnten, um die Deutschen zu überzeugen, daß wir nichts gegen totalitäre Lehren und gegen die Diktatur einzuwenden haben, so lange sie dem Bolschewismus und nicht dem deutschen Nationalsozialismus dienten …

Beim Einmarsch in Deutschland wurden für die amerikanischen Soldaten Schulungskurse des Hasses abgehalten! Man lehrte sie, daß sie der 'bösartigen deutschen Rasse' gegenüber weder Barmherzigkeit noch Mitleid walten lassen dürften (Armeebefehl JCS 1067 an die Besatzungstruppen!)

Die Mititärregierung wurde ausdrücklich angewiesen, die Produktion einer langen und umfassenden Reihe von Industrien 'zu verbieten und zu verhindern'. Der Lebensmittelverbrauch des deutschen Volkes sollte auf Hungerrationen beschränkt und alle (von den Deutschen selbst produzierten) Überschüsse weggenommen werden (!) … Der Armeebefehl JCS 1067 trieft von Haß.

Reparationen sollten eingetrieben und den Deutschen keine politische Tätigkeit erlaubt werden. Fraternisation mit dem Feinde war streng verboten … Amerikanischen Soldaten waren Strafen angedroht, falls sie - weil echte Amerikaner - Notleidende und Hilflose unterstützten. Selbst Freundlichkeit deutschen Kindern gegenüber galt als strafbares Vergehen. Den Soldaten war es verboten, einen Brocken Speise von ihren Tellern den Verhungernden zu geben. Die Messe-Unteroffiziere waren angewiesen, Speisereste wegzuwerfen und sie nicht irgend einem Deutschen zu überlassen. Nicht einmal der Kaffeesatz durfte den Deutschen geschenkt werden! Die weggeschütteten Speisenreste mußten unbrauchbar gemacht werden (etwa durch Überschütten mit Benzin oder mit Kalk, damit sie nicht etwa von den verhungernden deutschen Frauen und Kindern noch verwendet werden könnten). (Kann man den alttestamentarischen Haß der Morgenthau-Leute noch weiter treiben?)

Christliche Nächstenliebe war ausdrücklich verboten. Mitleid wurde (von diesen Morgenthau-Amerikanern, Anm. d. A.) als unamerikanisch bezeichnet. Und nicht nur das: Offiziere und Soldaten wurden, wenn schon nicht positiv und direkt zum Plündern ermuntert, so doch in keiner Weise daran gehindert …

Da es in jeder Armee einen gewissen Prozentsatz von Gangstern und Verbrechern gibt, werden stets in einem besetzten Feindesland Plünderungen und brutale Mißhandlungen der Zivilbevölkerung vorkommen. Die Anweisung aber, die Washington der amerikanischen Armee gab, war ein Anreiz für diese regellose und brutale Minderheit. Die deutsche Polizei hat kein Recht, gegen Staatsangehörige der Siegerländer einzuschreiten. Es war ihr sogar verboten, die DP-Lager zu betreten oder gegen den Schwarzhandel einzuschreiten, der von diesen 'exterritorialen' Lagern aus betrieben wurde, (Jeanette Wolff erklärte diese jüdischen DP-Lager als Schwarzbandelszentren erster Größenordnung.)

Unsere 'Herrenvolk-Vorschriften' gehen so weit, daß ein deutscher Polizist Deutsche nicht einmal vor Gewalttaten seitens der Angehörigen einer Siegermacht oder einer DP schützen darf. Als ich einen amerikanischen Beamten der Militärregierung in Berlin fragte, ob ein deutscher Polizist einen Amerikaner verhaften darf, den er einen Mord begehen sieht, lautet die strikte Antwort: 'Nein!' Er kann nur einen MP (Militärpolizisten) suchen gehen.

Die amerikanischen Soldaten richten ihr Verhalten nach der Haltung des kommandierenden Generals des betreffenden Gebietes. Ist dieser ein Deutschenhasser, der glaubt, sein Ansehen dadurch zu vergrößern, daß er die 'Eingeborenen' schlimmer behandelt, als die Neger von den rückständigsten Elementen in den Südstaaten der USA behandelt werden, dann benehmen sich die Soldaten meist auch gegenüber den völlig wehrlosen Deutschen brutal und anmaßend.

Die deutsche Ernüchterung war umso größer, weil man soviel von Amerika erwartet hatte. Man hatte den Zusicherungen der amerikanischen Rundfunksendungen geglaubt. Die Deutschen sagten mir: Wir wußten, was wir von den Engländern zu erwarten hatten, die ihre deutschen Konkurrenten ausschalten wollten. Aber es gab eine Zeit, in der wir glaubten, die Amerikaner seien anders.

Die Härte der amerikanischen Besatzungspolitik, die Demontagen, die Ausplünderung der deutschen Wohnungen durch amerikanische Offiziere, die Bilder, Silber und Möbel wegschleppten und viele andere Gesetzlosigkeiten, lassen die Deutschen sagen: 'Unter den Russen könnte es nicht schlimmer sein!'

Man kann keine Liebe von den Deutschen verlangen, wenn sie ihre Wohnungen, in denen jahrelang Amerikaner gewohnt haben, indes die Deutschen zu einem Hausen in Kellerlöchen verurteilt waren, zurückbekommen und nun feststellen müssen, daß alles, Möbel und Wäsche, Haushaltsgeräte und Bücher, daraus gestohlen sind, ohne daß sie eine Entschädigung für ihre zertrümmerten und ausgeplünderten Wohnungen erhalten … Weder Amerika noch England haben sich an die völkerrechtlichen Bestimmungen über Requisitionen, Inanspruchnahme von Wohnraum und andere Besatzungskosten gehalten. Einzelne Amerikaner und Engländer haben in einem in der jüngsten europäischen Geschichte unbekannten Ausmaße geplündert …

Die Eroberer hatten die stehengebliebenen Häuser belegt, die (hinausgeworfenen) Deutschen hausten in schmutzigen, ungeheizten, kalten, feuchten, finsteren Kellerlöchern unter ihren eigenen Wohnungen, in denen die Amerikaner sich breit machten. Die Amerikaner praßten, die Deutschen verhungerten. Es gab keinen unter ihnen, der sich sattessen konnte … Die Amerikaner in Berlin hatten Licht, Gas und Wasser… Die Deutschen nur zwei Stunden täglich … Und zwar - um sie zu quälen - nur um 1 Uhr nachts! Die abgeplagten, ausgepumpten und ausgemergelten deutschen Frauen, die den ganzen Tag schuften mußten, mußten - dank der christlichen Nächstenliebe Eisenhowers - um Mitternacht zum Kochen und Waschen aufstehen. Die Amerikaner tanzten inzwischen den ganzen Abend bis in die Nacht bei elektrischem Licht …

Die jahrelange Gewöhnung an den Anblick von hungernden, frierenden und zerlumpten Menschen, führte zu einer Verhärtung des Gefühls der amerikanischen Soldaten. Man wurde dem entsetzlichen Elend, das man Tag für Tag vor Augen hatte, gegenüber gleichgültig und fand sich damit ab …

Deutsche Frauen leisteten die schwerste Männerarbeit. Mein Pilot machte mich auf die barfüßigen Frauen aufmerksam. 'Haben Sie so etwas schon gesehen? Sind diese deutschen Frauen nicht wundervoll! Ich glaubte bis jetzt nur, nur in China könnte man Frauen so hart arbeiten sehen! Ich hätte nie gedacht, daß auch Weiße es so können. Ich bewundere sie!'

Ich bewunderte sie auch. Aber ich fragte mich, mit welchem, Gefühl sie wohl abends nach einem Tag schwerster Männerarbeit ihr ungeheiztes, kaltes, feuchtes, finsteres Kellerloch aufsuchten, um für sich und ihre Familien zu kochen, zu waschen und ihre Kinder zu versorgen … Viele dieser Frauen haben ihre Männer verloren und warten vergebens auf ihre Rückkehr aus russischen Gefängnissen. Sie sind die einzige Stütze ihrer Kinder und nur zu oft auch noch einer alten Mutter, Großmutter und anderen Familienangehörigen, die bei den Luftangriffen zu Krüppeln oder Blinden gemacht wurden …

Ich besuchte die 'Heime' deutscher Arbeiter und ihrer Familien und erlebte das Wunder, daß diese Frauen es doch irgendwie zustandebrachten, einen Keller oder ein bis zwei zusammengeflickte Ruinenräume trotz Überfüllung, trotz Mangel an heißem Wasser und Seife, rein und ordentlich zu halten. Die Kinder, die in den meisten anderen Fällen unter solchen Umständen verwahrlost, schmutzig und ungepflegt sein würden, sahen immer noch anständig aus, da die Mütter ihnen ohne Unterlaß die armseligen Kleider reinigten, stopften und flickten. Statt Mitgefühl und Achtung durch solche Ordentlichkeit zu erwecken, bringt der außerordentliche Fleiß und das Geschick der deutschen Frauen, auch unter katastrophalen Umständen Ordnung zu halten, unter denen andere Nationen verlottern und verwahrlosen würden, die Amerikaner oft auf den Gedanken, den Deutschen ginge es gar nicht so schlecht.

So berichtet z. B. Mrs. Roosevelt, nachdem sie gerade einen ganzen Tag in Berlin zugebracht hatte, sie hätte keine notleidenden und hungernden Kinder in Berlin gesehen und die Deutschen schienen gar nicht arm zu sein … Mrs. Roosevelt kann unmöglich an diesem einen Tag von Berlin mehr gesehen haben als Dahlem und Zehlendorf, wo die Amerikaner wohnen. Aber selbst wenn sie sich Zeit genommen hätte, auch die anderen Stadtteile aufzusuchen, würde sie ihre Ansicht nicht geändert haben. Um das Mitleid gewisser Menschen zu erwecken, muß man es jenen Bettlern gleich machen, die zerlumpt und verdreckt und verlaust auftreten, um Mitgefühl zu erwecken …

Die meisten Amerikaner haben keinen Begriff davon, was Hunger bedeutet. Sie finden es in Ordnung, daß sie gut essen und in Autos herumfahren, indes die Eingeborenen hungern … Das schlimmste ist das geringschätzige und verächtliche Verhalten der Beamten der Militärregierung gegenüber den Deutschen … Man hat der Armee beigebracht, die Deutschen als minderwertig zu behandeln und viele glauben, es zeuge von Schwäche, Mitleid oder gar Freundschaft zu zeigen …

In den deutschen ausgebombten Städten lebt ein verfemtes Volk, wehrlos verhungernd, ohne Recht und ohne Freiheit, noch lebend nur dank seiner unzerstörbaren Lebenskraft … Mit Beschämung hörte ich den Fahrer meines Autos in Berlin zu mir sagen: 'Ich habe nun drei Jahre für die Amerikaner gearbeitet. Sie sind die Erste, die zu mir wie zu einem menschlichen Wesen spricht.' Dabei hatte ich ihn nur gefragt, wieviel er verdiene und ob er Kinder habe. Von diesem Fahrer hörte ich auch, wie sich die amerikanische Härte auswirkt. Der Fahrer sagte: 'Ich nehme an, daß die Ungebildetheit und die Rücksichtslosigkeit der Amerikaner damit zusammenhängt, daß viele von ihnen wahrscheinlich nie zur Schule gingen und nie gute Manieren lernten und deshalb so roh und taktlos sind.' Ich versuchte, ihm zu erklären, daß das Verhalten der Amerikaner nur auf der Meinung beruhe, alle Deutschen verdienten Strafe und rohe Behandlung wegen der Brutalitäten der Nazis. Ich konnte ihm nicht überzeugen. Wenn die amerikanische Brutalität und Grausamkeit gegen das deutsche Volk ihren Grund in der Brutalität der Nazis haben, wieso seien die Amerikaner so freundschaftlich und rücksichtsvoll gegen die russischen Bolschewiken, die Millionen Morde und Grausamkeiten und Folterungen auf dem Gewissen haben? Tatsächlich behandelten wir alle Deutschen als Parias und entschuldigten alle bolschewistischen Grausamkeiten und behandelten die Bolschewiken mit Vorzug, Wir verlangten, daß Kommunisten in der Verwaltung aller Länder und Gemeinden eingesetzt werden müßten. Selbst dann, als die Deutschen 80 Prozent aller Stimmen für die demokratischen Parteien abgegeben haben, bestand Amerika darauf, daß keine Mehrheitsregierung nach dem Willen der Wähler gebildet werden dürfte, sondern die Kommunisten in die Regierung aufgenommen werden müßten. Die Amerikaner gestatteten nicht einmal, die Kommunisten aus der Verwaltung zu entfernen…

Eine der ersten Taten der amerikanischen Morgenthau-Leute war, den Bolschewiken die Druckstöcke zur Herstellung unbegrenzter Mengen von RM auszuhändigen und damit die deutsche Währung in Grund und Boden zu vernichten und ein Wirtschaftschaos herbeizuführen. Dann schob man jahrelang die notwendige Währungsreform den Russen zuliebe auf und als sie dann im Juni 1948 endlich doch durchgeführt wurde, geschah es in einer Weise, die man sich kaum ungerechter vorstellen kann.

90, beziehungsweise 93,5 Prozent aller Ersparnisse wurden einfach gestrichen. Weder für die Witwen und Waisen, noch für die arbeitsunfähigen Alten und Kriegsbeschädigten wurde irgend eine Vorsorge getroffen. Die kleinen gewerblichen Betriebe wurden ruiniert. Die Gemeinden und Länder wurden der Fonds beraubt, aus denen die Unterstützungen an Arbeitslose und an die nach Rumpf-Deutschland vertriebenen Ostflüchtlinge zu zahlen waren. Die Guthaben bei der Postsparkasse und auf den Postscheckkonten wurden zusammengestrichen.

Man tat auch alles, um deutsche Exporteinnahmen zu verhindern. Die alliierte Kontrolle des deutschen Einfuhrhandels wurde im Sinne englischer Konkurrenzinteressen gröblichst mißbraucht. Die Engländer hielten ausländische Exportaufträge an Deutschland solange zurück, bis man untersucht hatte, ob nicht englische Firmen die Aufträge ausführen könnten. War das der Fall, wurde einfach die Ausfuhr aus Deutschland verweigert. So wurde Deutschland die Ausführung von Millionenaufträgen aus China und Indien einfach verboten.

Man ging soweit, Deutschland sogar die Entsendung von eigenen Handelsvertretern ins Ausland zu verbieten. Man nahm so den Deutschen die Möglichkeit und Gelegenheit, im Auslande Exportmöglichkeiten zu erschließen, wo sie mit den Siegern konkurrieren. Umgekehrt gestattete man den Deutschen keine wirksame Kontrolle der (von den Siegern getätigten) Einfuhr.

Der amerikanische Morgentbau-Deutschlandhaß richtet sich besonders gegen den deutschen Offiziersstand. Kein früherer aktiver deutscher Wehrmachtsoffizier, vom Hauptmann aufwärts, durfte in der Staats- oder Kommunalverwaltung oder an den Universitäten ein Amt bekleiden oder auch nur in einem freien Berufe tätig sein. Auf Befehl Eisenhowers durfte kein Offizier eine Pension erhalten, selbst wenn er so alt war, daß er nicht einmal mehr am Ersten Weltkrieg teilgenommen hatte. Witwen und Waisen der für ihr Vaterland gefallenen Offiziere wurden auf Befehl der Militärregierung die Pensionen gestrichen.

Kein Sieger bat je den besiegten Feind unritterlicher behandelt, als die USA die Offiziere und Soldaten der besiegten deutschen Armee behandelten. Als Generalfeldmarschall Ritter von Leeb sich mit der Bitte an General Clay wandte, den deutschen Ländern möge gestattet werden, an Witwen und Waisen gefallener Offiziere kleine Renten auszuzahlen, hielt es General Clay nicht einmal der Mühe für wert, dem alten Generalfeldmarschall persönlich zu antworten … Nicht anders als Stalin, der die Kinder der ermordeten Kulaken und anderen 'Kapitalisten' zum Hungertod verdammte, so hat die amerikanische Militärregierung die Kinder ihrer erschlagenen Feinde zu einem Bettlerdasein verurteilt."

Die Amerikaner würden entsetzt sein, wenn es möglich wäre, ihnen ein Spiegelbild ihrer Untaten gegen Deutschland und das deutsche Volk vorzuhalten. Aber die Amerikaner sind Wachs, sind ein Spielball in den Händen, der die Presse und der die Öffentlichkeitsmeinung beherrschenden Propaganda der Morgenthau-Leute. Wer die Amerikaner als nur allzu willige Werkzeuge der alttestamentarischen Rache der Morgenthau-Leute als Deutscher miterleben mußte, kann nur sagen:

Und das wollen bessere Menschen sein? Und diese Menschen maßen sich an, die Deutschen zu besseren Menschen erziehen und eine bessere Welt aufbauen zu wollen! Diese Menschen sollen uns Deutsche mit dieser Verbesserungs- und Umerziehungs-Farce in Ruhe lassen und lieber vor der eigenen Türe kehren, vor der wir Deutsche soviel Mist, soviel Haß und soviel Unmenschlichkeit und Unvollkommenheit feststellen müssen.

WO BLEIBT DER DEUTSCHE STAATSANWALT? MR. ANTHONY TERRY, EIN BRITISCHER KRIEGSVERBRECHER, ALS UMERZIEHER

Erich Kern berichtet in der DWZ vom 9. 9. 1966 folgenden ungeheuerlichen Fall:

"Im Juli 1942 fiel der deutsche Hauptmann der Flak-Artillerie, Heinrich Lehmann, bei El Alamein in britische Kriegsgefangenschaft. Lehmann war weder Mitglied der NSDAP noch ihrer Gliederungen. Er wurde nach England gebracht und befand sich Ende 1946 noch immer in Kriegsgefangenschaft. Zuletzt im POW-Lager 17, Sheffield.

Am 27. Jänner 1947 wurde Lehmann durch Capt. Goldman, dem Sicherheitsoffizier des Lagers, aufgefordert, mit allein Gepäck ihm zu folgen. Er lieferte Lehmann im Detentionscamp des Lagers Lodge Moore, Sheffield, ein.

Am 29. Jänner wurde Lebmann gefesselt Captain Goldman und seinem Gehilfen Staff-Serg. Cohnstamm vorgeführt. Vor Goldman lag eines der Bücher Lehmanns. Es war ein wissenschaftliches Werk des Grazer Professors Pöschl über Abstammungs- und Vererbungslehre. Goldman fragte, ob Lehmann noch mehr Bücher über Rassenlehre besäße, was dieser verneinte, Goldman fragte weiter, ob Lehmann auch das 'Handbuch der Judenfrage' gelesen habe, von wem er es bekommen hätte und wem er es weitergegeben habe. Lehmann erklärte, sich nicht erinnern zu können. Er wurde darauf mit Fußtritten und Rippenstößen in das Lager zurückgetrieben.

Am 30. Januar wurde Lehmann - an den SS-Obersturmführer Gmeiner gefesselt - nach London überstellt und dort in das London District-POW-Camp-Cage eingeliefert. Schon am 31. Jänner wurde Lehmann zum Verhör gebracht, das von einem kleinen, schmächtigen, glattrasierten Major, der Brillenträger war, geleitet wurde. Es war Major Anthony Terry. Ihm zur Seite stand ein untersetzter Captain, namens Cornish. Terry befahl dem erstaunten Hauptmann Lehmann, er solle sich niederknien. Als dieser dem Befehle nicht gleich nachkam, wurde er durch das Wachpersonal niedergeworfen. Terry stellte sich vor Lehmann auf und schrie: 'Du Schwein, hast ein Gesicht zum in die Schnauze zu schlagen.' Gleichzeitig schlug Terry dem wehrlosen Lehmann mehrmals ins Gesicht, so daß Lehmann sich auf dem Boden vor Schmerz krümmte. Gleich darauf wurde er an den Haaren so hochgerissen, daß ganze Haarbüschel in den Händen der Peiniger blieben. Captain Cornish trat dabei Lehmann auf die Finger und schlug mit einem Stock auf ihn ein! Dabei wurde Lehmann als 'deutsches Schwein' beschimpft und so lange mißhandelt, bis die Peiniger müde wurden.

Während der Mißhandlung fragte Terry unentwegt nach dem Namen der Kameraden, die ebenfalls das Buch gelesen hatten. Trotz der schweren Mißhandlungen verweigerte Lehmann jede Aussage.

Am 1. Februar ging das 'Verhör' weiter. Diesmal unter Leitung des Captain Cornish und einigen Sergeanten. Wieder wurde Lehmann beschimpft, geschlagen und getreten. Als er wieder schwieg, wurde das Verhör abgebrochen und am 3. Februar fortgesetzt. Ihm wurden die Kleider und die Schuhe ausgezogen, Fesseln angelegt und er für sieben Stunden in einem eiskalten Raum gebracht.

Abends wurde er dem Lt.-Colonel Scotland (London A. P. OBE 19 Clarence Gate gdns. NW1 … PA Ddgntn 7715) vorgeführt, neben dem sich wieder einige Offiziere befanden, darunter Major Terry. Lehmann wurde wieder zu Boden geworfen und von Scotland so geohrfeigt, daß er eine Gehörschädigung erlitt. Selbst heute sind die Folgen dieser Mißhandlungen noch nicht ausgeheilt. Vier Stunden lang wurde Lehmann, teils von Offizieren, teils von der Mannschaft geschlagen, getreten, mit Schmutzwasser übergossen und herumgehetzt. Am 4. Februar gingen die Verhöre weiter. Ebenso im 6. und 18. Februar. Dann mußte Lehmann eine Bestätigung unterschreiben, daß er gegen die ihm zuteilgewordene Behandlung nichts einzuwenden hatte.

Tags darauf, am 19. Februar 1947, wurde er an H. Zacharias gefesselt und ins Detentionscamp Sheffield zurückgebracht.

1960 wurde er an diese grauenhaften Erlebnisse wieder erinnert. Er glaubte seinen Augen und Ohren nicht trauen zu dürfen, als er im Fernsehen, im politischen Frühschoppen des Herrn Werner Höfer seinen damaligen Quäler, Anthony Terry, als pathetischen Belehrer und Umerzieher der 'deutschen Schweine' im Fernsehen wiedererkannte. Lehmann wandte sich an Herrn Höfer und teilte ihm den Sachverhalt mit. Höfer antwortete am 18. November 1960: 'Solange mein englischer Kollege Anthony Terry bei der Bundesregierung akkreditiert ist, wird er gelegentlich mein Gast bei Internationalen Frühschoppen sein. Da ich weder Staatsanwalt noch Rechtsanwalt bin, muß ich es mir versagen, auf Ihre Anschuldigungen näher einzugeben.' Der sonderbare Herr Höfer hatte anscheinend auf die Hauptsache ganz vergessen, daß er nämlich Deutscher ist. Nun schrieb Lehmann an den damaligen Außenminister Brentano, der ihm am 17. Januar 1961 durch Herrn von Hasse mitteilen ließ, daß in dieser Sache das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung zuständig sei.

Inzwischen plauderte Mr. Terry im Deutschen Fernsehen munter weiter. Auf eine Anfrage Lehmanns an dieses Amt, was gegen das Auftreten des britischen Kriegsverbrechers im deutschen Fernsehen geschehen würde, teilte das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung am 3. Juni 1961 durch Herrn Dr. Bunning mit, daß das Presse- und Informationsamt in dieser Angelegenheit nicht zuständig sei und daß es bei der Bundesregierung keinen akkreditierten Journalisten gäbe und daß daher das Amt keine Möglichkeit einer Einflußnahme auf die Anwesenheit und Arbeit inländischer oder ausländischer Journalisten habe.

'Da das Presse- und Informationsamt bei der Bundesregierung keine Justizbehörde ist, kann es weder sachliche Ermittlungen führen … noch eine rechtliche Würdigung des Tatbestandes vornehmen. Unter diesen Umständen und im Hinblick darauf, daß die von Ihnen geschilderten Tatbestände schon Jahrzehnte zurückliegen und sich inzwischen weitreichende politische Entwicklungen durchgesetzt haben, die die alten Ressentiments haben verschwinden lassen, wird Ihnen, sehr geehrter Herr Lehmann, eindringlich empfohlen, die Angelegenbeit auf sich beruhen zu lassen, damit Frieden eintreten kann.'

Diese Menschen vergessen alle, daß sie Deutsche sind und daß es bei der ganzen Sache ja nur darum ging, daß der Kriegsverbrecher Terry aus dem deutschen Fernsehen verschwinde. Wahrlich ein bescheidenes Verlangen!

Der Westdeutsche Rundfunk weigerte sich, am 9. Februar 1965 die Adresse seines Mitarbeiters Terry bekanntzugeben. Lehmann schrieb am 17. Juni 1965 an die Teilnehmer des Internationalen Frühschoppens und teilte ihnen den Sachverhalt mit. Am 14. August 1965 schrieb er nochmals an Herrn Höfer. Eine Antwort erhielt er nicht.

Der Kriegsverbrecher Terry belehrt weiterhin die 'deutschen Schweine' als Umerzieher. Und Deutschland überschlägt sich in der Verfolgung deutscher Kriegsverbrecher. Wäre es umgekehrt gewesen und hätte Lehmann Terry mißhandelt, hätte man ihn jahrelang durch deutsche Gefängnisse und Kerker gezerrt. Gar nicht auszudenken, was man umgekehrt mit Lehmann in England gemacht hätte.

Wo bleibt hier der deutsche Staatsanwalt?"


  1. Henkys stellt auch Ereignisse in einer Deutschland belastenden Weise unrichtig dar. Der deutsche General von Brodowski wurde nicht auf der Flucht erschossen, sondern wegen Verweigerung der von ihm gewünschten Aussagen, an einen Jeeep gebunden und zu Tode geschleift. (9. Novernber 1944). Der Feindrundfunk (London) ließ bei der Bekanntgabe der Todesnachricht durchblicken, daß er als Repressalie für Oradur getötet wurde. Der unglückliche französische General Mesny wurde wieder als Repressalie für die Ermordung Brodowskis getötet.
  2. Die Motive und Methoden der Umerzieher sind dabei keineswegs durchaus lauter und einwandfrei; sie wollen das deutsche Volk nicht nur demokratisieren, sondern vielmehr demoralisieren, indem sie versuchen, Tugenden und Begriffe, die den Deutschen bisher teuer waren, zu entwerten.
    So berichtet Jack Moffit, der als Filmsachverständiger bei der Besatzungsbehörde diente, daß immer darauf gedrängt wurde (von den Besatzungsbehörden), für Filme zu sorgen, die geeignet waren, das Bild des Vaters der Familie lächerlich zu machen und seine Stellung, - wie jeder anderen Autorität - zu untergraben. ("Neues Europa", Oktober 1964, Heft 10, S 41.)
  3. Vgl. hiezu F, 3. P, Veale "Der Auftakt murn NorNvegen-Feldzu~g" (im "DNZ" Nr. 16, vom 16. April 1965, S. 6).
  4. Jan R. van der Made schreibt (S. 53): "Lesen wir die unzähligen Äußerungen, in denen Juden in Amerika nach dem Kriege sich damit brüsten, Krieg und Vergeltung über Deutschland heraufbeschworen zu haben, so bestand vielleicht einiger Anlaß zu den Anschuldigungen, der Krieg sei von ihnen herbeigeführt worden."

Zum letzten Teil
Zum vorhergehenden Teil
Zum Inhaltsverzeichnis
Back to Archive