Geschichte der Verfemung Deutschlands, Band 7

Zur Hölle mit allen Deutschen!

Von Dr. jur. et Dr. phil. et Dr. rer. pol. Franz J. Scheidl


VIII. Teil Schlußbetrachtungen


Was Deutschland vor der gänzlichen Vernichtung rettete

1949, nach vier furchtbaren Jahren der entsetzlichen Aushungerung, mußten Amerika, England und Frankreich ihren Würgegriff um Deutschland lockern und die Einfuhr von Lebensmitteln ermöglichen.

Dieser Verzicht darauf, als Werkzeug der Morgenthau-Rache Deutschland weiter im tiefsten Elend zu halten, entsprang aber nicht etwa dem Wiedererwachen von Humanität und Christlichkeit bei den Siegern gegenüber den Deutschen, auch nicht etwa der Anerkennung der kulturellen Leistungen Deutschlands in der Vergangenheit oder seiner kulturellen Mission in der Zukunft. Vor allem geschah auch die Aufgabe der offenen Vernichtungspolitik gegen Deutschland nicht etwa deshalb, weil man das sittliche Recht Deutschlands auf Leben und auf einen gerechten Anteil an den Gütern der Erde anerkannte.

Das deutsche Volk weiß, daß es seine Rettung vor der Vernichtung zwei Tatsachen verdankt: die erste ist die Tatsache, daß die Alliierten erkennen mußten, daß man Deutschland nicht vernichten kann, ohne Europa in den Abgrund mitzureißen; die zweite ist die durch die geopolitische Lage Deutschlands gegebene Schlüsselstellung zwischen Ost und West; im Vereine mit den militärisch-soldatischen Qualitäten des deutschen Volkes wird Deutschland für beide Teile zu einem begehrten und unentbehrlichen Bündnispartner. Ohne Deutschland kann der Eroberungszug des Bolschewismus nicht abgewehrt und nicht abgestoppt werden.

So mußten die Morgenthau-Leute widerwillig ihre Vernichtungspolitik gegen Deutschland zu einem Zeitpunkt aufgeben, in dem dieser Politik der Aushungerung und Ausrottung erst 20 Millionen Deutsche zum Opfer gefallen waren.

Die feindselige Einstellung Amerikas und der Welt gegenüber Deutschland haben sich infolge der fortdauernden Haß- und Rachepropaganda nicht geändert.

Trotz dieser Wandlung der weltpolitischen Situation zugunsten Deutschlands ist sich das deutsche Volk dessen klar bewußt, daß Amerika, England und Frankreich von einer aufrichtigen Sympathie für Deutschland und von einer echten Solidarität mit Deutschland noch weltenweit entfernt sind. Deutschland weiß, daß es, wenn es seine Dienste als Bündnispartner geleistet hat, oder als solcher nicht mehr benötigt wird, von Seite seiner NATO-Partner aus, der Teufel holen

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kann und je schneller und je gründlicher er das tut, um so freudiger würde dies von den sogenannten Partnern Deutschlands begrüßt werden.

Das deutsche Volk ist sich dessen klar bewußt, daß der Haß und die Rachegefühle des für die Gestaltung der amerikanischen und englischen Politik maßgeblichen Teiles der amerikanischen und englischen Bevölkerung, der Morgenthau-Leute, gegen Deutschland unverändert fortbestehen und daß diese nach wie vor von dem heißen Wunsche beseelt sind, Deutschland lieber heute als morgen zu vernichten, wenn dies möglich wäre, ohne sich selbst auf das schwerste zu gefährden.

Kein Friedensvertrag für Deutschland

Wie wenig im Grunde genommen das Schicksal Deutschlands Amerika und England wirklich am Herzen liegt, zeigt schon allein die Tatsache, daß Jahr um Jahr verfließt, ohne daß man die Frage des Friedensschlusses mit Deutschland ernstlich in Angriff genommen hat. Auch wenn die Alliierten von der Notwendigkeit eines einheitlichen Deutschlands sprechen, so tun sie dies nur deshalb, weil sie anders Deutschland in das Sowjetlager treiben würden; aber gleichzeitig tun sie alles, um dieses Ziel so weit wie möglich hinauszuschieben. Jedenfalls tun sie nichts positives dafür.

In ihrer Blindheit sehen sie nicht, daß sie dadurch die Deutschen der Ostzone physisch und psychisch ganz dem Bolschewismus überantworten. Ein unersetzliches Stück der westeuropäischen Welt vergeht langsam aber unaufhaltsam und sicher in Not und Armut und wird allmählich aus einem Eckpfeiler des Westens ein Eckpfeiler des Bolschewismus.

Ein großer Philosoph sagte einmal:

»Gebt mir die Jugend eines Volkes und ehe 50 Jahre vergangen sind, forme ich dieses Volk nach meinem Willen und meinen Absichten.«

Die Grundsätze der Charta der UNO gelten nicht für das deutsche Volk

Nur in einem Punkte sind Amerika und England konstruktiv für die Zukunft gewesen: die Morgenthau-Leute haben gründlich dafür vorge-

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sorgt, daß das Deutschland zugefügte Unrecht nicht so leicht widerrufen und gutgemacht werden kann. In der sogenannten Charta der Vereinten Nationen, die eine neue und bessere Welt aufbauen soll, werden auch die Rechtsgrundsätze festgelegt, die das Zusammenleben der Völker regeln sollen. Da nun die in der Charta festgelegten Rechtsgrundsätze mit der Deutschland zugefügten Behandlung in diametralem Gegensatze stehen, hätte die Gefahr bestanden, daß Deutschland – unter Berufung auf die in der UNO-Charta festgelegten Grundsätze – eine Wiedergutmachung des zugefügten Unrechts hätte fordern können.

Um die Anwendung des Rechts auf Deutschland unmöglich zu machen, wird die Ausstoßung Deutschlands aus der Gemeinschaft der Völker wenigstens in rechtlicher Beziehung aufrechterhalten. Unter völliger Negierung nicht nur des internationalen Rechtes, sondern der elementarsten Rechtsgrundsätze überhaupt, bestimmt Artikel 107 der UNO- Charta:

»Keine Bestimmung dieser Satzung kann Maßnahmen aufheben oder ausschließen, die infolge des Zweiten Weltkrieges gegen einen Staat, der während des Krieges der Feind irgend eines Unterzeichners dieser Satzung war, von den Regierungen unternommen oder gestattet wurden, welche die Verantwortung für solche Maßnahmen tragen.«

Das heißt in trockenen Worten: Unrecht gegen Deutschland ist ewiges, unabänderliches Recht.

Bilanz zweier Weltkriege: Das Ende der Vormachtstellung des weißen Menschen

Fluch den zwei Weltkriegen ist die Führerrolle des weißen Menschen auf dieser Erde endgültig ausgespielt.

Der erste Todesstoß wurde der weißen Rasse im Ersten Weltkrieg versetzt. Um Deutschland zu besiegen, hat man das unverzeihliche, nie wieder gutzumachende Verbrechen begangen, farbige, vielfach auf der niedersten Entwicklungsstufe stehende Menschen aus allen Winkeln dieser Erde zu holen, um sie gegen Deutschland einzusetzen. Selbst wilde Völker wurden aus dem Urwald geholt und mit den modernsten Mordwaffen bewaffnet. Man schulte sie im Gebrauche dieser Mordwaffen und ließ sie dann auf Deutschland los. Ungestraft konnten diese farbigen Horden ihre barbarischen Kampfmethoden und Instinkte an weißen Menschen austoben. Die Tournister, Brotsäcke und

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Manteltaschen der Neger, der wilden Kabylen u. a., bauschten sich von den gesammelten abgeschnittenen Ohren, Nasen und Geschlechtsteilen, der von ihnen niedergemetzelten und getöteten deutschen weißen Menschen.

Die Farbigen konnten nicht nur ungestraft weiße Menschen nach Herzenslust hinmorden und verstümmeln: sie wurden dafür sogar noch ausgezeichnet, mit Geld belohnt und mit Medaillen behängt. Die farbigen Wilden erkannten mit Erstaunen, daß die Weißen im Grunde gar nichts Überlegenes und besonderes waren, daß sie mit Leichtigkeit umzubringen waren, wenn man nur ihre Waffen besaß.

Noch verheerender aber in seinem psychologischen Wirkungen als der Einsatz der Farbigen im Kampfe gegen Weiße, war das Verbrechen der Westmächte, besonders Frankreichs, Farbige zur Besetzung Deutschlands oder zur Bewachung von Kriegsgefangenenlagern zu verwenden, Farbige auf Deutschland loszulassen, die sich dort als Herren über die weiße Bevölkerung aufspielen konnten und nach Herzenslust weiße Menschen schikanieren und mißhandeln konnten, vor allem auch weiße Frauen vergewaltigen und schänden konnten.

Auf den ältesten Kulturstätten Europas, am Rhein, spazierten Neger aus Zentralafrika als Sieger und Herren der weißen Deutschen. Im Auftrage und unter den Augen weißer Offiziere wurden deutsche Bürger von Farbigen mißhandelt und geprügelt. Deutsche Bürger mußten den ihnen entgegenkommenden Farbigen auf den Gehsteigen Platz machen und auf die Straße ausweichen, wenn sie nicht mit Hieben und Kolbenstößen traktiert werden wollten.

Auf Befehl der französischen Besatzungsbehörden mußten weiße deutsche Frauen für die Negerbordelle zur Stillung und Befriedigung der Brunst dieser halbwilden Neger zur Verfügung gestellt werden.

Der italienische Ministerpräsident, Francesco Nitti, schreibt über die Schmach der Besetzung Deutschlands durch Farbige:

»Ich habe alle in England, den USA und in Deutschland erschienenen Berichte über die Besetzung des Rheinlandes durch Farbige gesammelten Berichte gesammelt. Ich habe Tausende von Berichten, Protokollen und Anzeigen über die begangenen Untaten gelesen und habe nie in meinem Leben einen solchen Schauder von Entsetzen, ein so tiefes Gefühl des Ekels empfunden. Im Interesse der Kultur, ja der menschlichen Würde glaube ich, nicht alles erzählen zu dürfen, was jene Dokumente an unbestrittener Wahrheit enthalten. Ermordete oder infolge der erlittenen Qualen gestorbene Frauen, Greisinnen, denen nicht ein-

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mal ihr Alter als Schutz diente, vergewaltigte Mädchen, vergewaltigte Knaben, vergewaltigte Jünglinge! Aber auch das ist noch nichts gegenüber der offiziellen Grausamkeit, mit der man die deutschen Gemeinden gezwungen, im Dienst der Negerwollust deutsche Frauen für die Bordelle der Neger zu liefern. Wieviele Frauen sind straflos vergewaltigt worden und haben aus Furcht vor größerem Schaden ihre Schande verschweigen müssen! Wieviele Städte haben auf ihre Kosten und mit ihren Frauen die für die Farbigen eingerichteten Bordelle versehen müssen! Wieviel Akte der Notzucht sind straflos geblieben! Die Besatzungsbehörden gefielen sich oft darin, die Feststellung der Urheber der Verbrechen zu verweigern! Der Schmerzensschrei der deutschen Frau, noch heute ungehört, dringt zu uns als furchtbarster Vorwurf gegen christliche Völker, die sich selbst zivilisiert und demokratisch nennen und … beteuerten, für die Rechte der Kultur und für den Sieg der Freiheit und Gerechtigkeit zu kämpfen.«

Der Journalist Dr. Zingarelle schreibt:

»Ohne die elementarsten Rücksichten auf die Sittlichkeit zu verletzen, ist es unmöglich, das von Senegalnegern im Rheinlande Verübte begreiflich zu machen. Die weiße Bevölkerung wurde mit Kolbenschlägen traktiert … die weißen Frauen geschändet … schwerste Epidemien von Geschlechtskrankheiten schwerster Art brachen aus … den Zeitungen war es untersagt, diese zahlreichen Fälle von Ausschreitungen auch nur zu erwähnen … in den Straßen der großen Städte halten Farbige die Einwohner zur Untersuchung und zur Paßrevision an.«

Vielleicht trifft der Herausgeber der Memoiren des Präsidenten Wilson, Ralph Stanley Baker, das Richtige, wenn er über das Verbrechen der Bewaffnung und Verwendung farbiger Truppen folgendes sagt:

»Dies ist der Wendepunkt in der Geschichte der weißen Rasse, der erste unwiderrufliche Schritt zur Selbstvernichtung der weißen Rasse. Niemals wird man diesen Wahnsinn ungeschehen machen können und wenn man dies einmal noch so heiß wünschen wird. England, die USA und Frankreich werden einst bereit sein, diese Verbrechen – und wenn es ginge, mit den Fingernägeln – aus den ehernen Tafeln der Geschichte kratzen zu können, wenn es dadurch möglich wäre, das Geschehene ungeschehen zu machen. Aber es wird dazu zu spät und alle Reue vergeblich sein!«

Nur zu bald ist der Fluch, den die Westmächte auf sich geladen haben, in Erfüllung gegangen. Nur Dummköpfe konnten annehmen, daß die Neger einen Unterschied zwischen deutschen, amerikanischen, französischen oder englischen Weißen machen würden. Von der Stunde an, wo Farbige gegen Weiße bewaffnet und zur Tötung und Miß-

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handlung von Weißen angestiftet wurden, für die Tötung von Weißen belohnt und ausgezeichnet wurden und zu Herren über Weiße eingesetzt wurden: von dieser Stunde an war es mit der Mär von der Überlegenheit der weißen Menschen und der Führerrolle der weißen Rasse vorbei; diese Stunde wurde zur Todesstunde der Vorherrschaft der weißen Menschen.

Es ist geradezu unvorstellbar, in welche Kurzsichtigkeit und Verblendung der Haß und der Neid gegen Deutschland die alliierten Mächte trieb; wie ihr Haß sie in ihr eigenes Verderben trieb, mit welcher Engstirnigkeit und Dummheit die weiße Rasse sich ihr eigenes Grab schaufelte.

In Frankreich hieß es:

»Wir müssen Deutschland besiegen und wenn wir dazu die Affen aus dem Urwald holen müßten!«

Es ging auch ohne Urwaldaffen; es genügten die halbwilden Farbigen: sie waren gelehrige Schüler. Was sie an den Deutschen gelernt und getrieben, übten sie dann an ihren weißen Lehrmeistern. Frankreich, England und die USA haben inzwischen millionenfach geerntet, was sie gegen Deutschland gesät haben.

Nicht nur, daß die Flagge des weißen Mannes in den letzten Kolonien und Protektoraten gestrichen werden muß, ist der Tag abzusehen, wo die farbigen Völker ihrerseits nun ihre Hände nach dem Gebiete der weißen Menschen ausstrecken und ihrerseits zum Kampf gegen die weiße Rasse antreten werden. Als erstes Land wird wahrscheinlich Australien auf dem schwarzen Wunschzettel stehen. Denn in den Ländern der schwarzen Menschen macht eine ungezügelte, rasende Vermehrung die Volk-ohne-Raum-Frage mit jedem Jahr brennender. Bisher haben die ungeheuren Sterblichkeitsziffern – vor allem unter den Säuglingen – infolge der mangelnden Hygiene, von Hungersnöten und Epidemien, Kriege usw. die hohen Geburtsziffern ausgeglichen und eine katastrophale Vermehrung verhindert.

Die weißen Kolonisatoren und Zivilisatoren haben die höchsten Anstrengungen gemacht, diesen Völkern genügend Hygiene und Fortschritte der Heilkunde zu bringen, um alle Hemmnisse der Vermehrung beiseite zu schaffen; es wird aller Mühe und Voraussicht des weißen Mannes bedürfen, sich darauf vorzubereiten, um an dem Tage, der unausweichlich kommen wird, genügend vorbereitet und genügend stark zu sein, die schwarze Flut zu meistern, die uns alle zu verschlingen droht.

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Die kulturelle Mission Deutschlands in der Welt

Man kann Deutschland zerstören, man kann das deutsche Volk ausrotten; nur eines kann man nicht: das deutsche Volk ersetzen.

In der Menschheit übt heute jede Kulturnation eine Mission, eine Funktion aus. Aller Fortschritt auf dem Gebiete der Kultur und der Zivilisation ist gemeinsames Werk aller Kulturnationen. Würde heute eine der Kulturnationen vom Schauplatze der Geschichte abtreten, würde das den Fortschritt der Menschheit verlangsamen. Es würde eine Lücke zurückbleiben, die sich nur langsam und schwer schließen würde.

Kein Unvoreingenommener, zu einem Urteile Befähigter, wird bestreiten können, daß die Mission und Funktion des deutschen Volkes im Rahmen der gesamten Menschheit eine wichtige und erfolgreiche war und daß die Mitarbeit des deutschen Volkes an den Fortschritten der menschlichen Kultur und Zivilisation und ihr Anteil daran auf jedem Gebiete ein bedeutender und hervorragender war.

Victor Hugo, der große Franzose, schrieb einmal das bedeutungsvolle Wort:

»Die Welt müßte verdunkeln, wenn die Sonne deutschen Geistes nicht mehr strahlte.«

Und die amerikanische Schriftstellerin Nora Waln urteilt in ihrem Buche »Der Griff nach den Sternen« über das deutsche Volk:

»Die Deutschen sind ein Volk, dem viel Licht gegeben wurde; ein Volk, dem ein gütiges Geschick immer wieder Menschen geschenkt hat, die die Macht hatten, die Fackel der Wahrheit hochzuhalten.« (S. 252)

»Es erwuchs tief in mir der Glaube, daß die Deutschen eine sehr bedeutsame Rolle spielen werden, wenn es gilt, die Welt ohne Grenzen und ohne Befestigungswerke zu schaffen.« (S. 392)

Das Versagen Amerikas bei der Lösung europäischer Probleme

Schon bei der Generalregelung der europäischen Angelegenheiten nach dem Ersten Weltkriege zeigte sich unheilvoll und folgenschwer die amerikanische Ahnungslosigkeit gegenüber den europäischen Problemen. Welche Torheit und welch ein politisches Verbrechen war doch allein die Zerstörung der österreichisch-ungarischen Donaumonarchie,

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dieses »gesegneten Völkerkerkers«, dieses Commonwealth, das bei allen Schwächen und Fehlern seiner Verfassung doch unvergleichlich besser war als alles, was die USA 1918 an ihre Stelle gesetzt haben. Die Monarchie bedurfte nur einer modernen Umgestaltung im Sinne großzügiger nationaler Autonomien, um gerade in diesem stets von Spannungen aller Art bedrohten Donauraum einen politischen und wirtschaftlichen Gleichgewichtsfaktor ersten Ranges zu schaffen. Hätten die Völker jener Staaten, die einst zur Donaumonarchie gehörten, heute die Möglichkeit zu vergleichen, wann sie glücklicher gewesen sind, heute oder vor sechzig Jahren, als ein Oberster Verfassungs- und Verwaltungsgerichtshof unbestechlich und keiner Partei dienend, jedem Staatsbürger zur Verfügung stand, ein vernichtendes Urteil würde über die amerikanischen Staatsmänner gefällt werden, die ein solch ideales Vorbild eines einigen und geeinten Europa zerstörten.

Die Zerstörung dieses österreichischen Staatengebildes war das größte und verhängnisvollste politische Dilettanten- und Delinquententum des letzten Jahrhunderts. Was haben die Nationen der Nachfolgestaaten, die Kroaten, die Slovenen, die Slowaken, die Ungarn usw. dafür eingetauscht? Seitdem ist Südosteuropa eine Pandorabüchse, ein Hexenkessel, geworden. Jedenfalls wäre kein Zweiter Weltkrieg entstanden. Kein deutscher Idealist in Österreich hätte für den Anschluß geschwärmt oder einen wirtschaftlich zwingenden Grund dafür gehabt, wenn die Donaumonarchie nach dem Ersten Weltkriege nach Art der britischen Dominions umgestaltet worden wäre, statt in brutalster und dümmster Form ausgelöscht zu werden.

War es nicht ungeheuerlichster politischer Dilettantismus und politische Naivität wie ein politisches Verbrechen am europäischen Frieden, daß man 1945 als Werkzeug der alttestamentarischen Rache der Morgenthau-Leute die deutsche Armee völlig zerstörte und Millionen deutscher Soldaten und ziviler Bürger den Bolschewiken überlieferte? Die bestdisziplinierte Armee, die die Welt jemals gesehen hat, die unvergleichliche militärische Leistungen vollbrachte, wird weiterleben und weiterwirken, wenn viele Namen der heutigen Staatsmänner und Politiker, die dieses vollendete Gebilde zerstört haben, längst versunken und vergessen sein werden. Welch ein Bollwerk der Selbstrettung Europas hat man damit in Händen gehabt! Wie haben die deutschen Generäle die Alliierten, besonders die Amerikaner, angefleht, dieses Instrument zur Rettung Europas vor dem Bolschewismus zu gebrauchen! Amerika aber zog es vor, sich als Werkzeug der Rache des amerikanischen Judentums mißbrauchen zu lassen.

Wir kommen darüber nicht hinweg und müssen es der Welt immer wieder wiederholen: der amerikanische Dilettantismus in Versailles

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1919 hat zwangsläufig zum Zweiten Weltkrieg geführt. Hitler wurde geboren aus dem Unrecht des Versailler Diktates. Ohne Versailles hätte Hitler kein Echo im deutschen Volke gefunden. Er wäre bestenfalls das Haupt einer unbedeutenden politischen Splitterpartei geworden. Das Unrecht von Versailles, der erste amerikanische Friede, schuf das nationalsozialistische Deutschland. Der Himmel möge verhüten, daß das Unrecht von Yalta und Potsdam, der zweite amerikanische Friede, ein bolschewistisches Deutschland schaffe.

Der kanadische Schriftsteller Bruce Hutchinson schrieb in der »Saturday Evening Post« folgendes Urteil über die US-Amerikaner:

»Ihr versteht niemanden; nicht einmal Euren nächsten Freund auf dem anderen Ufer des Flusses. Ihr kommt niemals an das Innere eines Ausländers heran. Die Art und Weise, wie die Gedanken anderer Leute arbeiten, entgeht Euch immer. Das ist der Grund, weshalb Eure Außenpolitik der größte staatsmännische Versager ist, seit Nero Rom verbrannte!

Ihr werdet die Ausländer nicht verstehen, solange Ihr nicht begreift, daß sie Euch in einigen Dingen überlegen sind, wie in anderen unterlegen. Mit einer kindlichen Aufrichtigkeit nehmt Ihr an, daß Eure Lebensform die Grundnorm für menschliches Verhalten ist, und daß alles andere Verhalten abnormal ist.

Obgleich Ihr jährlich ganze Bibliotheken über Psychologie veröffentlicht, habt Ihr noch niemals die Psyche eines Ausländers entdeckt. Bei allen Euren Geldgeschenken, bei Eurem Mut und Euren Blutopfern, seid Ihr in der Gefahr, in der Welt außerhalb Rußlands, die mächtigste und unpopulärste Nation zu werden. Denn Ihr habt noch nicht entdeckt, daß alle anderen Völker nicht unterentwickelte Yankees sind – und niemals sein werden – sondern Euch recht brauchbare Freunde werden könnten dadurch, daß sie sie selbst bleiben.

Neben dem Mythos des Geschlechtes betreibt Ihr den leeren Mythos der Schönheit, während Eure Zivilisation die häßlichste ist, die Menschen jemals erfanden. Ausweichen – darauf kommt alles bei Euch an. Ihr lest Bücher und amüsiert Euch, um auszuweichen. Ihr seid das unglücklichste Volk auf Erden. In jeder Stadt, in jedem Dorfe Europas gibt es mehr glückliche Gesichter als in allen Amüsierpalästen Amerikas zusammen.

Aber die Natur – so scheint es Euch – besuchte die konstituierende Versammlung in Philadelphia, um den Gründern Eures Staatswesens die endgültigen Geheimnisse menschlicher Regierungsform zu offenbaren. Und dabei seid Ihr als der große Riese pathetisch entschlossen, wie ein kleiner Junge geliebt zu werden.«

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Die Folgen der amerikanischen Deutschlandpolitik: Annäherung an Russland

Die Haltung Amerikas gegenüber Deutschland, besonders in der Frage der Wiedervereinigung, beginnt unter der Oberfläche langsam ihre Früchte zu zeitigen.

Mit tiefem Erstaunen und Erschrecken müssen hellsichtige Amerikaner heute schon die Entwicklung in Ostdeutschland feststellen. In Ostdeutschland, das die USA den Bolschewiken überlieferte, ist man heute weit davon entfernt, die Sowjetunion zu hassen. Man ist dort bedenklich näher einem völligen Bruche mit den überheblichen USA, die Ostdeutschland gestern verrieten und morgen Westdeutschland verraten werden, wenn sie dies ungestraft tun können.

Immer zahlreicher werden auch unter jenen Deutschen, die keine Neigung zum Kommunismus haben, die Anhänger und Befürworter einer Politik der Freundschaft und engster Zusammenarbeit mit Rußland. Immer größer wird die Zahl jener Deutschen, die der Überzeugung sind, daß die UdSSR nicht auf unserer Bekehrung zum Kommunismus besteht, sondern nur unsere wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit sucht.

Schon zur Zeit, als die kriegsgefangenen deutschen Offiziere von den Bolschewiken einer Sonderbehandlung unterzogen wurden, hieß es in Briefen eines dieser kriegsgefangenen deutschen Offiziere:

»Die Sowjets versuchen gar nicht, uns in Kommunisten zu verwandeln; sie wollen bloß die Tradition von Bismarck und von Seeckt auffrischen und rufen uns zur deutsch-russischen Freundschaft auf. Das ist ein Ruf zum Nationalismus. Sie reden mit uns von deutscher Erniedrigung und Rache.«

Und in einer Rede des Bismarck-Nachkommen, Graf von Einsiedel, an seinen Stab heißt es:

»Wir dürfen nie die deutsche Geschichte vergessen: nur die Sowjetunion hat Deutschland im Kampf gegen Versailles unterstützt; nur der Sowjetstaat hat mit uns den für uns so wichtigen Vertrag von Rapallo abgeschlossen.«

In einem sehr beachtlichen Teile des deutschen Volkes ist die Bismarcksche Neigung zu einer deutsch-russischen Freundschaft und die Überzeugung des großen Kanzlers verwurzelt, daß nur ein enges Zusammengehen mit Rußland den europäischen und den Weltfrieden gewähr-

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leiste da die beiden Länder – miteinander verbündet – unbesiegbar seien- es gibt keine Macht und keine Mächtegruppe, die jemals wagen könnte, sie anzugreifen.

Die amerikanische Schriftstellerin Dorothy Thompson berichtete zu dieser Frage auf Grund ihrer Beobachtungen schon 1949:

»Die Ansicht, daß Deutschland mit der Sowjetunion auskommen muß und auf die Dauer nur innerhalb eines östlichen Wirtschaftsraumes existieren könne und als neutraler Mittler zwischen Ost und West … Diese Ansicht ist weit verbreiteter, als die amerikanischen Behörden anzunehmen geneigt sind.«

(Vgl. dazu Scheidl »Rußland muß erobert werden«, Wien, 1967.)

Deutschland und die NATO

In Asien ist das Trauerspiel des Kampfes gegen den Bolschewismus praktisch zu Ende. Aus China, der Mandschurei, aus Nordkorea und Nordvietnam sind die Amerikaner bereits durch jene Kräfte vertrieben, die Roosevelt selbst groß gemacht hat.

Der Militärberichterstatter der »New York Times« schrieb in einem düsteren Artikel am 12. Oktober 1947:

»Die russische Beherrschung der Mandschurei und Koreas ist das Ergebnis von Yalta. Das Abkommen von Yalta, das in seiner Art ohne Beispiel in der diplomatischen Geschichte der Welt ist, hat tatsächlich, wenn auch nicht formell, die Mandschurei und Korea, ebenso wie die Äußere Mongolei der strategischen Beherrschung durch die Bolschewiken ausgeliefert.«

In Europa ist es mit amerikanischer Hilfe den bolschewistischen Heeren gelungen, bis ins Herz von Mitteleuropa vorzustoßen. Dank der Zerstörung Deutschlands durch die USA, ist Westeuropa zum Manövergelände der UdSSR geworden.

In Asien versuchten die USA in Südkorea und Südvietnam verzweifelt zu retten, was noch zu retten ist.

Das gleiche Schauspiel rollt in Europa vor unseren Augen ab. Der amerikanische Außenminister, Byrnes, gesteht in seinem Buche »Speaking frankly« ganz offen:

»Kommt es zu einem Kriege, dann müssen wir von Glück sagen, wenn Dünkirchen sich wiederholt.«

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Verzweifelt schaut Amerika nach Helfern aus, die imstande wären, die Heere der Bolschewiken aufzuhalten.

Frankreich ist dazu nicht imstande. Es ist nur im Negativen einig, in der Verleugnung jeder Autorität; es ist einig nur im Beharren auf der Freiheit, sich selbst zu zerfleischen und zu zerstören und ist deshalb eine einladende, wehrlose Beute für jeden Mächtigen, der stark genug ist, es zu nehmen. Frankreich ist zu einer zweitrangigen Macht geworden, weil sein Heer in 29 Tagen liquidiert wurde.

Italien ist auch keine wirkliche Macht. Mögen die USA, Frankreich und Italien unter noch so großen Opfern in einer eingebildeten Großmachtstellung aushalten; im Kriegsfall werden die französischen und die italienischen Kommunisten mit amerikanischen Waffen gegen die USA und für die Bolschewiken kämpfen.

In Italien und Frankreich waren zuzeiten jeder dritte Wähler ein Kommunist; diese Länder werden nicht einmal mit ihren eigenen Kommunisten fertig, noch viel weniger mit den kommunistischen Heeren der UdSSR. Im Ernstfalle sind Italien und Frankreich keine Verstärkung der NATO-Armeen, sondern vielmehr eine gefährliche innere Bedrohung.

England aber ist so schwach, wie niemals in seiner Geschichte; es zerbröckelt immer mehr und mehr und in einem immer schnelleren Tempo. Stehen die sowjetischen Heere einmal am Rhein und haben Deutschland hinter sich, dann ist Europa rettungslos verloren. England vermag auch nicht den zehnten Teil der sowjetischen Macht vom Kanal zurückzuhalten. Ist aber Europa erledigt, dann kommen die USA an die Reihe. Schon heute sind die Helfershelfer der Bolschewiken in den USA emsig und eifrig am Werke, den Bolschewiken alle gewünschten militärischen Geheimnisse bis hinauf zur Atombombe zu verraten.

Jedenfalls ist das eine sicher: Die USA haben in Europa nur einen vollwertigen Verbündeten: das deutsche Volk. Seit Jahrhunderten halten die Deutschen die Wacht gegen den Osten; gegen die Avaren, die Hunnen und Mongolen. Auch heute sind nur die Deutschen das Bollwerk gegen den Osten; die Heere der Bolschewiken können nur durch den deutschen Soldaten aufgehalten werden.

Der große Schwede, Sven Hedin, schrieb im September 1951:

»Versäumt man, Europas stärkstes Volk in die gemeinsame Verteidigung einzuverleiben, das Volk, in dessen Seele noch die Traditionen aus der Vergangenheit leben, so schreibt man das Todesurteil des Abendlandes.«

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Nichts erwarten nun die USA als selbstverständlicher, als daß sich Deutschland mit den USA solidarisch fühlt. In ihrer bekannten Unfähigkeit, sich in die Seele eines anderen Volkes einzufühlen, haben sie keine Ahnung von den schweren Hemmnissen und Bedenken, die wir gegen eine militärische Gemeinschaft mit den USA empfinden.

Ein Kapitel Psychologie

Trotzdem die Einstellung Amerikas gegen das deutsche Volk gefühlsmäßig völlig unbefriedigend, ja feindselig ist, erwarten die USA in Deutschland einen vorbehaltslosen Bündnispartner.

Noch schwerer aber wiegt etwas anderes: Die USA erwarten von Deutschland alle die Partnereigenschaften, die man eben zuvor mit den schwersten Strafen belegt hat. Man hat alle soldatischen und staatsbürgerlichen Tugenden: Gehorsam, Pflichttreue und Pflichterfüllung mit Strafen, mit jahrelangem Kerker und Zuchthaus, ja mit der Todesstrafe, ja mit dem schändlichsten aller Tode, mit dem Hängetode, belegt; man hat schmachvolle Desertion, Feigheit, Vaterlandsverrat, Untreue, Gehorsams- und Pflichtverweigerung, als Tugenden hingestellt. Und nun verlangt und erwartet man von eben denselben Deutschen, daß sie ihre Pflichten als Bürger und Soldaten im Dienste der Bündnispartnerschaft mit den Weststaaten erfüllen werden. Glaubt man wirklich, daß charakterlose Lumpen, die ihrem Vaterlande gegenüber ihre Pflicht nicht erfüllten, nun als Bündnispartner pflichtgetreue Charakterhelden werden?

Man hat deutsche Soldaten ehrlos gehenkt; man sperrte sie in Zuchthäuser; man lieferte sie – was noch grauenvoller war – der Rache der bolschewistischen Ost- und Südoststaaten aus für Taten, die man heute von ihnen verlangt und erwartet, für Taten, die – wie etwa die rücksichtslose Ausmerzung von Partisanen, Freischärlern und Meuchelmördern – zur selbstverständlichen militärischen Notwendigkeit welcher Armee immer gehören und die heute in Korea und Vietnam und wo immer Krieg geführt wird, tausendfältig geübt werden und geübt werden müssen.

Über Millionen deutscher Familien wurde durch die USA unendliches Leid nur deshalb verhängt, weil ihre Söhne, ihre Brüder, ihre Gatten, ihre Väter, ihre Staatsbürgerpflicht und ihre Soldatenpflicht erfüllten und dem Befehl ihrer gesetzmäßigen Vorgesetzten gehorchten.

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Hunderttausende deutscher Lippen, hunderttausender junger Deutscher flüstern heute:

»Unser Vater, unser Bruder wurde gehenkt! Von Amerikanern gehenkt! Von Amerikanern in den Kerker geworfen, von Amerikanern dem tausendfachen grauenvollsten Märtyrertode in der bolschewistischen Gefangenschaft der polnischen, der jugoslawischen, der tschechischen Mörder überliefert! Von denselben Amerikanern, die heute von uns dasselbe verlangen, wofür sie unsere Väter und Brüder henkten, marterten und verfolgten!«

Viele Gräben werden zugeschüttet werden müssen, ehe ein deutscher Soldat zu den Amerikanern »Kamerad« sagen können wird.

Der französische Soldat gehörte einst zu den besten Soldaten der Welt. Trotzdem wurde die französische Armee in 29 Tagen besiegt; dies deshalb, weil der Krieg der französischen Regierung nicht der Krieg der französischen Soldaten war.

Mag heute, welcher deutsche Kanzler immer, den Atlantikbündnispakt unterschreiben: diese Unterschrift wird keinen Wert haben; wenn ihn nicht auch das Herz und die Seele des deutschen Soldaten mitunterschrieben haben, kann sich sehr wohl im Ernstfalle das französische Schauspiel, die französische Tragödie, diesmal mit den deutschen Soldaten wiederholen.

Die deutschen Menschen haben heute noch kein Vertrauen zu den USA und den Westmächten. Sie fühlen, daß sie von den Westmächten am ersten Tage an die Bolschewiken verraten und verkauft werden, wenn ihnen diese einen angemessenen Preis dafür zahlen; sie fühlen, daß die Westmächte, an deren Seite und für die sie kämpfen sollen, und die ihnen sogar den Rechtsschutz der Atlantik-Charta verweigern, in Wahrheit viel größere Feinde des deutschen Volkes sind, als die UdSSR, als jene, gegen die sie kämpfen sollen; sie fühlen, daß man von den USA und den Atlantikmächten im besten Falle sagen kann: Sie fürchten den Bolschewismus mehr, als sie die Deutschen hassen. Das deutsche Volk ist heute überzeugt, daß kein Zweifel darüber bestehen kann, daß, wenn heute Deutschland zum Schlachtfelde wird, die Morgenthau-Clique ihrem latenten Haß gegen Deutschland die Zügel schießen lassen wird und einen Krieg auf deutschem Boden dazu benutzen wird, als Werkzeug der nie zu stillenden alttestamentarischen Rache des Weltjudentums, in Deutschland zu vernichten, was nur vernichtet werden kann. Nur allzuviele Deutsche, die leider in den letzten Jahrzehnten die maß- und hemmungslose, endlose und unstillbare Rachegier des Judentums grauenhaft an sich selbst erleben mußten und

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kennengelernt haben, fürchten heute mit allzuviel Recht, daß diese in den USA maßgebenden Morgenthau-Kreise einen neuen Weltkrieg zur Weiterführung ihres nur widerwillig, in Wahrheit niemals aufgehobenen, sondern nur aufgeschobenen Vernichtungsplanes gegen Deutschland benutzen werden. Sie werden, wenn sie schon das deutsche Volk als »Verbündete« nicht vernichten können, diesen Krieg zur entscheidenden Schwächung des verhaßten deutschen Volkes benützen und selbst davor nicht zurückscheuen, ein paar ausgiebige Atombomben auf Deutschland fallen zu lassen, was deshalb ohne weiteres möglich sein wird, da Deutschland ja von den Sowjetrussen besetztes Territorium sein wird.

Ein anschauliches, gutes Bild von dem, was sich bei einem Dritten Weltkrieg in Europa auf dem Atombombensektor abspielen wird, entwerfen bereits die französischen Luftkriegsstrategen.

Die französische Luftwaffe führte unter der Parole »Fatex 67« ein Manöver durch, dessen »Kampfbild« im Falle eines Krieges in Mitteleuropa katastrophale Folgen für Deutschland feststellt. Die Planer des Manövers gehen davon aus, daß sich eine Krise in Mitteleuropa um Berlin entzündet, und sagen voraus, daß schon wenige Tage nach Beginn der militärischen Handlungen die Bundesrepublik Deutschland in sowjetischer Hand ist und das deutsche Gebiet von etwa 40 Atombomben westlicher Alliierter verwüstet wird. Man nimmt in französischen obersten Militärkreisen an, daß die im Manöverplan als »rot« bezeichneten feindlichen Streitkräfte sofort das westliche Berlin von der Außenwelt abgeschnitten haben. Drei Tage nach der vom Russen ausgelösten Krise entscheiden sich Amerikaner, Franzosen und Briten, Westberlin zu entsetzen. Die »roten« Streitkräfte gehen zur Gegenoffensive über und sind innerhalb von fünf Tagen so weit vorgestoßen, daß sie die französische Ostgrenze bedrohen. Amerikaner und Briten haben – immer nach der Annahme der französischen Manöverexperten! – sich relativ früh zum Einsatz von Atombomben entschlossen. Die Karte im französischen Luftwaffenhauptquartier zeigt die Einschläge von rund 40 Atombomben – amerikanischen – auf deutschem Territorium. Frankreich hat seine strategische Atomstreitmacht jedoch nicht eingesetzt. Denn die Luftwaffenplaner gehen davon aus, daß noch immer das »rote Telefon« zwischen Paris und Moskau funktioniert und auch benutzt wird.

Sicherlich nur eine theoretische Manöverannahme. Aber eine doch sehr unheimliche, die obendrein die deutsche Frage auch für den Westen radikal »lösen« würde.

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Jedenfalls werden die Morgenthau-Leute unter den sogenannten »Verbündeten Deutschlands« nur zu leicht mit dem Entschlüsse zur Hand sein, einige ausgiebige Atombomben eigener Bauart auf Deutschland fallen zu lassen. Schlimmstenfalls – wenn es wirklich nicht anders gehen sollte – werden sie einige Atombomben – wenigstens aus Versehen und irrtümlich auf lohnende Ziele, auf deutsche Bevölkerungszentren, fallen lassen.

Die Deutschen sind keine Idioten

Der deutsche Soldat wird an der Seite der USA nur als vollwertiger und gleichwertiger Verbündeter kämpfen. Das aber setzt eine völlige Abkehr von den Nürnberger Prinzipien und von der Morgenthau-Rache- und Vernichtungspolitik des Weltjudentums voraus.

Nur wenn ein ehrlicher Schlußstrich unter die Vergangenheit gesetzt wird, nur wenn der heute noch vorherrschende Deutschenhaß einer wirklichen Solidarität Platz macht, nur wenn eine echte Eingliederung eines gleichberechtigten Deutschlands in die westliche Völkergemeinschaft erfolgt und die Deutschen das Vertrauen in die Aufrichtigkeit der USA und der übrigen Westmächte gewinnen, kann eine wirkliche Gewinnung der Seele des deutschen Volkes möglich sein.

Heute beherrscht das von alttestamentarischem, unstillbarem, ewigem Haß gegen das deutsche Volk erfüllte Weltjudentum die Presse der englisch sprechenden Welt und verhindert mit ihrer infernalischen Haß- und Verfemungshetze jede Gesundung der Beziehungen zu Deutschland.

Wenn Amerika die Seele deutschen Volkes zur Mitarbeit am Aufbau einer besseren Welt gewinnen will, dann muß es damit ein Ende machen, sich länger dauernd als blindes Werkzeug der unnatürlichen Rache des Weltjudentums – vor allem des amerikanischen Judentums – gegen das deutsche Volk mißbrauchen zu lassen.

Bevor ein deutscher Soldat jemals zu einem amerikanischen Soldaten »Kamerad« sagen wird, bevor das deutsche Volk sich als ein in wahrer und echter und wirklicher Schicksalsgemeinschaft verbundener Partner des amerikanischen Volkes fühlen können wird, muß der unerträgliche Zustand der pausenlosen, schamlosen Lügen- und Haßhetze gegen das deutsche Volk in den USA ein Ende haben.

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Solange in fast jeder amerikanischen Zeitung und Zeitschrift auf fast jeder Seite gegen Deutschland und das deutsche Volk gelogen und das amerikanische Volk über das deutsche Volk schamlos betrogen wird, wird und kann es keine echte Partnerschaft, kein echtes, tragfähiges und belastungsfähiges Bündnis zwischen Deutschland und Amerika geben. Erst wenn Amerika nicht länger zulassen wird, daß die Morgenthau-Leute auf fast jeder Zeitungsseite Haß gegen Deutschland säen, erst dann und nur dann wird Deutschland amerikanisch werden, erst dann und nur dann wird Amerika die deutsche Seele gewinnen.

Wem aber von den beiden Kolossen, den USA und der UdSSR, es gelingt, die deutsche Seele zu gewinnen, der gewinnt damit in diesem großen Spiele der Völker den entscheidenden Partner.

Wer die Seele des deutschen Volkes gewinnt, gewinnt mit ihr das Schwert, das ihn in der Verteidigung schützt und sichert und im Angriff, wenn dieser einmal notwendig und unvermeidlich werden sollte, den Sieg bringen wird.

Zum Ausklang: Deutschland und der Dritte Weltkrieg

»Die Deutschen sind ein Volk, dessen wahre Natur es ist, nicht zu hassen, sondern alle Mitmenschen zu lieben … In den vergangenen Epochen der Geschichte haben die Deutschen bei ihrem Bemühen, Wahrheit für die Menschheit zu gewinnen, sich so hoch erhoben, daß sie bis in die Sterne reichten. Sie haben uns Gaben heruntergeholt, deren Wert nicht abzuschätzen ist. Ihr Beitrag für die Menschheit ist noch nicht erschöpft.«

(Waln »Süße Frucht, bittere Frucht China«, S. 421.)

»Die Bundesrepublik ist heute die produktivste, kapitalistischeste und sicherste Nation der Erde außer den USA.

… Westdeutschland ist heute nach den USA der größte Erzeuger von Kapitalsgütern … Der deutsche Arbeiter hat einen höheren Lebensstandard als der Arbeiter jedes anderen europäischen Landes, die Schweiz ausgenommen.«

(William S. Schlamm »Die Grenzen des Wunders«, Zürich 1959.)

Es gibt heute keine Nation auf der ganzen Erde, die friedliebender ist, als das deutsche Volk. Auch das notleidende Deutschland war nicht kriegslüstern: das prosperierende Deutschland aber lehnt den

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Krieg überhaupt entschieden und radikal ab. Auch in der Vergangenheit war das deutsche Volk niemals kriegslüstern, wie es eine verdammenswerte Verfemungspropaganda der Welt einreden will.

Solange Deutschland aber infolge seines katastrophalen Mangels an Lebensraum, an Nahrungsmitteln, an Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten ständig in den Grundlagen seiner Existenz bedroht war, so lange ein großer Teil des deutschen Volkes arbeitslos dem Elend und der Not preisgegeben war oder doch ständig von beiden bedroht war, so lange konnte man noch das deutsche Volk, das im Grunde seines Herzens friedliebend ist, zu einem Kriege bewegen, wenn dieser ihm Besserung seiner Notlage und Sicherung seines Lebens versprach.

Trotz der nichtbefriedigenden Lebenslage in Deutschland wünschte auch 1938 und 1939 kein Mensch in Deutschland einen Krieg. Das deutsche Volk fürchtete ihn; selbst der deutsche Generalstab – das Herz und der Kopf der deutschen Wehrmacht – lehnte einen Krieg entschieden ab. Auch 1939 wünschte das deutsche Volk sehnsüchtig den Frieden, Ruhe und Ordnung. Als dann 1939 der Krieg ausbrach, ließ das deutsche Volk den Kopf hängen; man war tief bestürzt und besorgt; nirgends sah man Kriegsbegeisterung. Heute gibt es keine friedliebendere Nation als das deutsche Volk, trotz des ungeheuerlichen Unrechts, das ihm angetan wurde, der Millionen-Austreibung von deutschen Menschen, dem Millionen Nachkriegsmorden an deutschen Menschen. Das deutsche Volk weiß, daß mit Rache nichts bereinigt wird, daß Rache nicht aufbaut, sondern die Zerstörung nur fortgesetzt und vergrößert. Das deutsche Volk weiß, daß man nach Zeiten, wie sie eben hinter uns liegen, die Kraft haben muß, einen Strich zu ziehen und gemeinsam an den Aufbau einer neuen und besseren Zukunft zu gehen. Dem deutschen Volke geht es heute so weit gut, daß es nichts so sehr fürchtet, als eine Störung seiner gegenwärtigen Ordnung. Kein Volk der Erde lehnt heute einen Krieg entschiedener ab und fürchtet ihn mehr, als das deutsche Volk. In der Vergangenheit war das deutsche Volk dauernd von Arbeitslosigkeit, von Hunger und Not bedroht. Heute kann das deutsche Volk gar nicht genug arbeiten, um dem Warenmangel der Welt zu genügen; die Gefahr der Arbeitslosigkeit und damit die Gefahr von Not und Elend sind damit gebannt. Trotz der Überbevölkerung gibt es Arbeit und Verdienst in Hülle und Fülle. Und nur eines könnte heute die glückliche Wirtschaftslage, die sichere Arbeitsstelle und den sicheren Verdienst bedrohen und in Frage stellen: ein Krieg. Soweit es also von Deutschland abhängt, wird der Dritte Weltkrieg niemals ausbrechen.

Das deutsche Volk, die arbeitswilligste, fleißigste und ordnungsliebendste Nation der Erde, war hundert Jahre lang durch Mangel an

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Lebensraum, an Nahrungsmitteln und Arbeit in seiner Existenz, im Leben seiner Menschen bedroht. Heute hat das deutsche Volk genügend Arbeit; das deutsche Volk ist in seinem Leben, in seiner Ernährung gesichert.

Das deutsche Volk wird sich mit Würde mit der Verfemung durch den Westen abfinden. Es wird im Bewußtsein seines Wertes und seiner unvergänglichen Leistungen für die menschliche Kultur und Zivilisation nicht um die Freundschaft jener buhlen, die heute seine aufrichtig ausgestreckte Freundeshand so verletzend und so beleidigend zurückstoßen, eine unübersteigbare Haßmauer gegen es aufrichten, ja ihm sogar – nach Wunsch und Willen des Weltjudentums – die primitivste Gerechtigkeit und Objektivität verweigern. Das deutsche Volk wird sich mit dieser Haltung des Westens abfinden; es wird in friedlicher, westlicher Gesinnung nur seiner Arbeit, gefühlsmäßig aber in splendid isolation leben; es wird die Freundschaft und Zuneigung jener, die ihm keine Freunde sein wollen und die es hassen zu müssen glauben, zwar mit Bedauern entbehren, aber diesen Zustand mit Würde ertragen; es wird immer bereit und willens sein, mit aller Welt zusammenzuarbeiten und in Frieden zu leben, soweit und solange ihm dies möglich ist, ohne sich selbst zu entehren.

Die Welt wird das deutsche Volk immer bereit und willig finden, die Mission zu erfüllen, die ihm die Vorsehung gemäß dem Geist und Charakter zugeeignet und vorbestimmt hat, mit denen Gott das deutsche Volk begnadet hat und die Goethe, einer der Größten der Menschheitsgeschichte, in die Worte faßte:

»So sollen es die Deutschen halten: weltempfangend und weltbeschenkend, die Herzen offen jeder fruchtbaren Bewunderung, durch Verstand und Liebe, durch Mittlertum und Geist: so sollen sie sein, das ist ihre Bestimmung.«

Und zum Abschluß dieses, vor allem für die deutsche Jugend geschriebenen Werkes sei dieser deutschen Jugend ein anderes Wort Goethes ins Herz geschrieben:

»Niemals darf ein Mensch, ein Volk, wähnen, das Ende sei gekommen. Güterverlust läßt sich ersetzen, über anderen Verlust tröstet die Zeit; nur ein Übel ist unheilbar: Wenn ein Volk sich selbst aufgibt.«

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