Europa-Idiotie

Einem Europa der Vaterländer (de Gaulle) gehört unsere Zuneigung, der Europäischen Union (EU) à la Maastricht unser Widerstand. Die EU-Mitgliedschaft ist für die Deutschen, die nicht zu den Händlern, Schacherern, Subventionsbetrügern, Absahnern und Abzockern gehören, längst zu einem schlimmeren Ausplünderungs-Instrument geworden, als das Diktat von Versailles es jemals hätte werden können. Wie zu Zeiten Büchners werden sie ausgebeutet, geplündert und zum Narren gehalten. Das gemeine Volk ist das Opfer geheimer großdeutscher, großkapitalistischer Pläne, Europa dieses Mal mittels des ökonomischen Hebels zu kassieren. Dafür nimmt man Wanderungs- und Migrationsbewegungen ohne Beispiel in Kauf. Dafür wird eine türkisch-arabische Einwanderung ohnegleichen geduldet, diejegliches Integrationspotential Deutschlands überfordert. Dafür zerstört man auch noch die Reste unserer Kultur; denn Kultur schafft Identität, und Identität schafft Abwehrwillen und -bereitschaft. Jeglicher mögliche Widerstand soll scheinbar a priori gebrochen werden. Wehe, wenn das Volk aufwacht!

In und nach zwei Kriegen niemals zur Ruhe gekommen, ständig nur fremdbestimmt und entmündigt, ob unter Hitler, Honecker oder der Bonner Lobbykratie, hat man es dem Volk nie erlaubt, zu sich selbst zu finden. Dieses Volk muß unmündig gehalten werden, deshalb, so die unausgesprochene Devise, ist es weiterhin an der kurzen Leine zu halten, in Zukunft also an der Leine möglichst vieler europäischer Strippenzieher und Absahner. Befiehl, Brüssel, die Deutschen folgen, zahlen und schweigen. Wie lange noch? Es scheint, die Viererbande hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Es fängt an, im Volk

zu rumoren, selbst die friedfertigsten Lämmer wollen sich nicht mehr ohne weiteres zur Schlachtbank führen lassen. »Wir sind das Volk!« heißt es wieder.

Je größer dieser immer spürbarere Drang des Volkes nach Emanzipation, desto unverblümter, stärker und zynischer werden der Druck, die Hetze, die Manipulation und Willkür der herrschenden Parteien-Oligarchie und der mit ihr in Symbiose existierenden Medien, um das Volk in Schach zu halten. Aber der Druck im Kessel steigt. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Deutschen endlich und erstmalig in ihrer Geschichte selbst die Herren ihres eigenen Schicksals sein werden. Das deutsche Volk stöhnt und ächzt unter den Reparationszahlungen an die EU, während die fetten Brüsseler, Luxemburger und Straßburger Blutsaugerelans es immer mehr anzapfen, gierigen Hyänen gleich, die zänkisch am Fleische Deutschlands nagen und zerren.

Die EU ist ein Hort des mißgünstigen Streits. Die »OlivenConnection« unter Führung Spaniens hintertrieb zum Beispiel die Aufnahme Österreichs, Norwegens, Schwedens und Finnlands, immerhin jeder ein Mini-Nettozahler, weil dieser Kuckuck argwöhnisch darauf schielt, daß seine gebündelte, eigennützig gegen den Rest ausspielbare Vetomöglichkeit durch die aufnahmebedingte Änderung der Stimmenverhältnisse in einem künftigen EURat verlorengehen könnte.

Betrugen die Brutto-Beiträge Deutschlands im Jahre 1987, also vor der Vereinigung, noch 10 Milliarden Mark, betragen sie im Jahre 1993 bereits rund 38 Milliarden Mark, also knapp das Vierfache, obwohl Deutschland auf der Wohlstandsskala in derselben Zeit durch die Vereinigung von dem zweiten auf den siebten Platz zurückgefallen ist. Deutschland trug damit allein knapp 28 % des 136 Milliarden Mark umfassenden Gemeinschaftshaushalts. Im Jahre 1994 wird der Mitgliedsbeitrag bereits 44,5 Milliarden Mark betragen, so Theo Waigel.

Bereits im Jahre 1997 sollen die Reparationszahlungen Deutschlands rund 52 Milliarden Mark betragen, also in nur vier Jahren nochmals rund ein Drittel mehr.

Entsprechend verhält es sich bei den Nettobeiträgen, also den Beiträgen, die nach Abzug der Einnahmen von einem Mitgliedsstaat netto gezahlt werden. 1990 lagen diese nach Angaben der Deutschen Bundesbank bei netto 11 Milliarden Mark, 1992 schon bei 22,3 Milliarden Mark, und 1994 werden nach dem Finanzbericht des Bonner Finanzministeriums voraussichtlich 31,2 Milliarden Mark erreicht werden. Das ist fast eine Verdreifachung innerhalb von vier Jahren! Zum Vergleich: Der Betrag für 1994 entspricht in etwa dem gesamten 7,5 %igen »Solidaritätszuschlag«, der ab 1995 jährlich von den deutschen Steuerzahlern aufzubringen ist. Er ist fast so hoch, wie das jährliche Sozialprodukt der deutschen Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft zusammen ausmacht. Ohne die massiven Abflüsse an die EU wären die Defizite im Bundeshaushalt und in der deutschen Leistungsbilanz so gering, daß sie, anders als heute, kein großes Problem darstellen würden. Dies aber verschweigt die Viererbande geflissentlich. Um zu verschleiern, daß Deutschland der eigentliche »Zahlmeister« (Helmut Schmidt) der EU ist, weigert sich die EU-Kommission beharrlich, die Nettozahlen zu veröffentlichen. Aus inoffiziellen EU-Quellen stellten sich die Nettozahlungen im Jahre 1992 zum Vergleich wie folgt dar:

  • Deutschland

18,8 Milliarden Mark

  • Großbritannien

4,6 Milliarden Mark

  • Frankreich

2,8 Milliarden Mark

  • Niederlande

1,7 Milliarden Mark

  • Italien

1,0 Milliarden Mark

Deutschland zahlte also bereits im Jahre 1992 fast das Zweifache der sonstigen Nettozahler insgesamt (10,1 Milliarden Mark). Aus inoffiziellen EU-Quellen ist zu hören, daß der »Zahlmeister Deutschland« (Helmut Schmidt) im Jahre 1992 sogar netto 22,3 Milliarden Mark gezahlt hat. Diese Schere klafft bereits heute noch wesentlich weiter auseinander. Alle anderen Länder erhalten bei der EU-weiten Umverteilung ohnehin mehr aus dem Topf, als sie hineinzahlen.

Und das Schlimmste: Vor der Tür warten mit Ungarn, Polen, Tschechei und Slowakei weitere Habenichtse, die ebenfalls so schnell wie möglich an die ausgemergelten Zitzen der »Melkkuh Deutschland« wollen.

Selbst die Türkei, das Schwert des Morgenlandes, will, o Graus, des Mammons wegen in die abendländische EU.

Ein EU-Parasit par excellence ist Luxemburg, das bei weitem das höchste Pro-Kopf-Einkommen erreicht hat, gleichzeitig aber die zweithöchsten Netto-Beiträge pro Kopf erhält. Dieses Luxemburg, ein Minivölkehen von 400 000 Einwohnern, dessen Armee kaum größer ist als Chicagos Feuerwehr, das über seinen SenderRTL mittels gewaltverherrlichender und frauenfeindlicher Filme mithilft, unsere Jugend zu vergiften und zusätzlich durch sein Bankensystem dem deutschen Fiskus jährlich Milliarden-Beträge an Steuergeldern entzieht, dieser Prototyp eines Nassauerstaates wird im zukünftigen Rat der EU zwei Stimmen haben, während das 80-Millionen-Volk der Deutschen, ausgeplündert und mißbraucht, nur zehn Stimmen haben wird. Kann es ein perverseres, ungerechteres System als die EU geben?

Die Bonner Raffclique sanktioniert die Ausplünderung Deutschlands mit der stereotypen Standardformel, die Deutschen würden am meisten von der EU profitieren. Die Deutschen? Dieses Argument ist so unwahr wie die Aussage des Richard von Weizsäcker, die Deutschen hätten die Türken ins Land geholt. Wir? Die Deutschen? Oder nicht etwa die Egal-Wie-Profit-Maximierer?

Im übrigen profitieren auch die deutschen Unternehmen mittlerweile nicht mehr als die anderen Mitgliedsstaaten; denn inzwischen exportiert jedes Land etwa 70 % seiner Ausfuhren in den jeweiligen Rest der EU und überweist weitaus weniger nach Brüssel oder bekommt sogar noch weitaus mehr Geld zurück. Gibt es irgendeinen Grund für die Deutschen, diese maßlose Ausplünderung noch weiter zu erdulden? Gibt es einen Grund, den massiven Kriminalitätstransfer vor allem aus Italien noch weiter zu tolerieren? Kann es ein obsoleteres System als die EU geben? Hochbezahlte Euro-Beamte pendeln scharenweise unter einem ungeheuren Kostenaufwand ständig zwischen Straßburg, Luxemburg und Brüssel hin und her, in einer Vereinheitlichungsmanie damit beschäftigt, unter Verletzung des Demokratieprinzips und des Grundsatzes der Subsidiarität die Völker mit einer Flut mehr oder minder schwachsinniger Richtlinien zu traktieren. Seit Jahrzehnten sind sie damit befaßt, das potemkinsche Dorf Europa zu errichten. »Da liegt Europa! Wie sieht es aus? Wie ein bunt angestrichenes Irrenhaus«, so urteilte bereits Kurt Tucholsky über Europa. Ist es nicht an der Zeit, diesen institutionalisierten Schwachsinn zu beenden und ihn auf den Müllhaufen der Geschichte zu werfen? Sind wir dies unserem Volk und der Zukunft unserer Kinder nicht schuldig, unseren Bauern, Arbeitern und Mittelständlern, uns allen?

Bedingt durch die EU, befinden sich die deutschen Außengrenzen jetzt nördlich der Sahara. Die geschichtlichen geographischen Pufferzonen (Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, Griechenland, »Jugoslawien«) sind weggefallen. Schon fordert Spanien erhöhte Beiträge für die Sicherung der Grenzen nach Marokko, Algerien und Tunesien, um die fundamentalistisch-islamistische Migrationsbombe (s. S. 87 ff., 91 ff.) zu entschärfen. Natürlich ist das nur ein Vorwand, um vor allem auf Kosten Deutschlands noch mehr Geld einzusacken; denn die Grenzen nach Afrika sind kaum zu sichern, wohl aber die früheren, ohne Not aufgegebenen Grenzen Deutschlands, zumal, wenn wir die hanebüchenen Reparationszahlungen an die EU in den Ausbau eines eigenen, effektiven Grenzsicherungsregimes investieren könnten.

Der Standort Brüssel boomt mit unseren Reparationszahlungen, der Nassauerstaat Luxemburg floriert, und gleichzeitig verliert der Standort Deutschland, darben immer größere Teile unseres Volkes, steigen die Arbeitslosenzahlen, hat die Selbstbedienungs-Mentalität der Viererbande kaum faßbare Ausmaße angenommen. Die Viererbande weiß aus etlichen Umfragen, daß die Deutschen, das »ewig gestrige Volk«, einer Mitgliedschaft in der EU nicht zustimmen würden. Deutschland als Teil eines anderen Staatsverbandes? Absurd! Kaum ein US-Amerikaner versteht, wie sich die große, von ihnen geschätzte Kulturnation, diese Vorreiterin technologischer Entwicklungen, so hat aufgeben können. Was ist los mit Deutschland, dieser (noch) geschätzten und geachteten Nation, die ständig nur lamentiert, verzagt ist, sich bis zur Selbstaufgabe herumschubsen läßt? Was ist los mit den Deutschen, daß sie sich von Sprüchen seniler, kleinmütiger Politiker einschüchtern lassen, Deutschland allein könne gegen Japan nichts ausrichten (Originalton Genscher, FDP), Deutschland allein bedeute Krieg, Deutschland sei zu »nationalen Alleingängen« zu klein (Originalton von Weizsäcker, CDU)? Ist denn Deutschland und sein 80-Millionen-Volk Luxemburg oder Obervolta? Haben diese Herren die Besatzungsmentalität so verinnerlicht, daß sie nur noch mechanisch im Chor immer wieder denselben Nonsens ablassen können? Als hätte Deutschland nicht langfristig ähnlich gute Möglichkeiten wie Japan. Als wäre Japan der Feind der Deutschen, den es zu besiegen gilt, anstatt in freundschaftlicher Weise mit ihm zu kooperieren, von Japan zu lernen. Als wäre das deutsche Volk kriegslüstern und nicht nur daran interessiert, nach langer leidvoller Geschichte zu sich selbst finden zu können und mit seinen Nachbarn in Frieden zu leben. Was ist los mit Deutschland, daß es mit Frankreich in ein gemeinsames Lotterbett steigt, jenem Frankreich, das seine NATO-unabhängigen Atomraketen immer noch auf Deutschland gerichtet hat und unter Mitterrand bis zuletzt alles unternommen hat, eine Vereinigung beider deutscher Staaten zu verhindern und jetzt die EU in Verkennung zukünftiger ökonomischer Machtverhältnisse als Vehikel zu benutzen versucht, um Deutschland endgültig in die Knie zu zwingen, während andere noch vom ökonomischen Pangermanismus träumen? Was ist los mit Deutschland,jener Nation des alten Kontinents, die der einfache Amerikaner bisher am meisten respektiert und geachtet hat? Wo ist die Würde dieser Nation, wo die Selbstachtung, wo die Leidenschaft, daß es sich nach Ende der Besatzungszeit weiterhin zur Disposition stellt?

Kaum einem US-Amerikaner ist zu vermitteln, daß die neue deutsche Nation im Interesse der ökonomischen Germanisierung Europas darauf verzichtet, eine eigene Identität zu entwickeln. Es scheint auch den meisten Europäern kaum vermittelbar zu sein; denn sonst wurden sie sich kaum auf den kalten politischen Frieden mit Deutschland einlassen, einen trügerischen Frieden, der nur die Ausgangsbasis für einen heißen ökonomischen Krieg sein wird.

Jeder Europäer wäre, bevor er sich auf die EU weiter einläßt, gut beraten, in dem kürzlich erschienenen Buch Der kalte Friede von Jeffrey E. Garten nachzulesen, was Kohl und Konsorten wirklich mit Europa im Schilde zu führen scheinen, da militärische Kriege nicht mehr führbar sind.

Die Abtretung Deutschlands an die EU, sanktioniert durch Artikel 23 des Grundgesetzes, die Vorenthaltung des Selbstbestimmungsrechts des deutschen Volkes sind ein staatsstreichähnlicher Akt der herrschenden Parteienkaste von CDU/CSU, SPD und FDP. Sie werden im Volk als eine Verschwörung von oben gegen eben dieses empfunden. Die Existenz Deutschlands wird sukzessive liquidiert, ohne das deutsche Volk gefragt zu haben, ob es sein Haus niedergerissen sehen will. Und es gibt kein Gericht, das die Bonner Clique zur Rechenschaft zieht. Auch nicht, wie gesehen, das Bundesverfassungsgericht. Die einzigen Richter, die die Viererbande noch aufhalten können, sind die Deutschen selbst, wenn sie es wollen; denn was alle angeht, muß auch von allen gebilligt werden.

Tatsächlich ist die Abtretung der Souveränität eines ganzen Volkes, ohne dieses selbst gefragt zu haben, nach dem Empfinden vieler Deutscher das schlimmste an einem Volk begehbare Unrecht.

Tatsächlich scheinen die Deutschen in einer geschichtlichen Phase zu leben, in der es nach dem Empfinden vieler darum geht, eine scheindemokratische Oligarchie, die sich anzuschicken scheint, eine ganze Nation zu liquidieren, dem Willen des Volkes zu unterwerfen. Die Viererbande hat zwischenzeitlich beschlossen, die Deutschen in Zukunft zu zwingen, KFZ-Zeichen mit dem »EU-Dornenkranz« zu kaufen und obligatorisch an ihren Fahrzeugen zu befestigen. Viele patriotische Deutsche empfinden diesen Dornenkranz verständlicherweise als ein Zeichen des Verrats, das sie in Zukunft wie ein Brandmal, ähnlich dem gelben Judenstern, mit sich herumführen müssen. Es ist ein Akt der Selbstachtung, der Katharsis, der Reinigung eines Volkes, sich nicht einfach verschachern zu lassen. Die EU ist bereits tot, nur deren senile Protagonisten haben es noch nicht gemerkt, oder schlimmer, päppeln noch die schein-lebendige Leiche. »Maastricht«, so der französische Philosoph Andr6 Glucksmann, »war nur noch der alte aufgeblasene Traum, wie man Deutschland einbinden und fesseln kann, zugleich ein Ausdruck des Narzißmus der alten Generation, daß alles weiterhin so bleiben muß, wie es in den vergangenen dreißig Jahren war. « Einer der senilen Protagonisten, von denen Glucksmann spricht, ist zum Beispiel der Osterreicher Alois Mock, seines Zeichens Außenminister unseres Bruderlandes. Nachdem die Aufnahmeverhandlungen mit Osterreich am 1. März 1994 für diesen Herrn »erfolgreich« abgeschlossen waren, lallte er in die Mikrophone, daß sich damit für ihn ein Traum erfüllt habe. Offensichtlich sind die Völker Europas nur noch die tumben Büttel, um die kaputten Träume seniler, geistig verkalkter Politikerkasten zu erfüllen.

Anders aber als die Deutschen werden die Österreicher über ihre Mitgliedschaft in dem Moloch EU durch Volksentscheid mitentscheiden können. Wird ihre Entscheidung, der Zukunft zugewandt, ein »Nein« sein, dann werden auch die Dämme in Deutschland sehr rasch brechen, und eine Konföderation zwischen den deutschsprachigen Kulturvölkern Osterreich und Deutschland wird in greifbare Nähe rücken. Entscheiden die Österreicher dagegen mit »Ja«, wird der Narzißmus der Mocks und Kohls (Glucksmann) unsere großen Länder allmählich in den Orkus der Geschichte treiben. Die Österreicher, unser Brudervolk, werden also nicht nur über ihr eigenes Schicksal, sondern, da man uns nicht mitbestimmen läßt, auch über unser Schicksal mitentscheiden. Ihr »Nein« wird unsere Befreiung bedeuten. Die aber, die uns diese Befreiung streitig machen wollen, werden in den kommenden Monaten auf die Österreicher eintrommeln, »Ja« zu stimmen. Es wird eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Österreichs ohnegleichen stattfinden; denn nur mit einem »Ja« der Osterreicher kann sich letztlich auch die Viererbande in Deutschland noch »rehabilitieren«.

Heiner Geißler (CDU), Hans Dampf in allen Medien, nannte die Kritik Edmund Stoibers (CSU) am Maastrichter Europa »Hochverrat«. Da sich seine Bemerkung nicht auf Deutschland bezogen haben kann, wird man sie so zu deuten haben, daß er Stoiber vorwarf, Hochverrat am »Hochverrat«, das heißt entschlüsselt, Kritik am »Hochverrat« der Viererbande zu üben. Also nochmal: In Deutschland ist Kritik am »Hochverrat« der Viererbande selbst Hochverrat. Zutreffender konnte Geißler die Abgehobenheit, die korrupte Selbstherrlichkeit und den undemokratischen Allmachtsanspruch der Viererbande kaum bloßstellen.

Oder meinte er gar Hochverrat an pangermanischen Plänen zur Eroberung Europas mittels eines ökonomischen Kriegsfeldzuges?

Jeder Amerikaner begreift seine Nation als etwas ganz Natürliches. Die Deutschen aber wurden dressiert, sie als etwas Gestriges, Negatives und Rückschrittliches zu verstehen. Als bedeute es nicht Zukunft, sich ein Haus zu bauen, in dem man leben will, oder ein bestehendes Haus zu beschützen. Die Deutschen müssen wieder lernen, als Volk eine Familie zu sein, als solche zu denken und zu handeln. Die Nation ist das Haus dieser Familie. Sie ist etwas Positives, solange dieses Haus nicht als Festung ausgebaut und von dort aus Nachbarn nicht attackiert werden. Aber wer will dies? Gewiß nicht das deutsche Volk.

Die EU dagegen wird ad infinitum eine Geldmonarchie bleiben. Die Monarchen heißen Rothschild und Konsorten. Nicht von ungefähr schlug von Schoeler (SPD), Oberbürgermeister von Monopoly-City Frankfurt am Main, unlängst laut Bild vor, Meyer Amschel Rothschild und seine fünf Söhne auf europäischen Banknoten abzubilden. Der Kreis hat sich geschlossen. Die jüdischen Financiers früherer absoluter deutscher Monarchen und Zinsknebeler des einfachen Volkes sind die von der Viererbande liebedienerisch bedienten Monarchen von heute. Und ein Mitglied der SPD, die in grauer Vorzeit einmal das einfache Volk vertrat, kann ungestraft vorschlagen, diese Geldfürsten sollten EU-Geld mit ihren Konterfeis »zieren«. Wie passend! Quod erat demonstrandum.

Die EU wird eine einzige große Spielbank sein mit »Monopoly-City« Frankfurt am Main als ihrer adäquaten Hauptstadt.

Es ist an der Zeit, die Spielbank »Europäische Union«, den Tummelplatz der Zocker, Absahner und Parasiten, niederzureil3en. »Rien ne va plus, Monsieur Mitterrand. Nichts geht mehr, Herr Kohl! Das Roulette steht still, wenn das Volk es will!« Und es wird Feiertag sein in allen deutschen Landen.

Die Deutschen und andere Nationen haben noch eine Zukunft, wenn sie es gemeinsam wollen. Die kompetentesten haben dies bereits erkannt: Lady Thatcher in Großbritannien und Edmund Stoiber in Bayern. Andere werden rasch folgen, wenn der Zug erst einmal ins Rollen kommt. Vous voyez, Sie werden sehen, Monsieur Mitterrand und Herr Kohl.

Wenn der Weg des Souveränitätsverzichts nicht ein Ergebnis von ökonomischem Pangermanismus, sondern von Germanophobie ist, dann werden die Furchtsamen endlich lernen müssen, ihre Phobien zu beherrschen; wenn er der uralte Kampf der Römer Kohl und Mitterrand gegen das angeblich feindliche Germanien ist, dann haben die Deutschen den inneren Feind zu stellen und sich vom äußeren Feind zu distanzieren. Wenn Europa aber ein gemeinsamer Akt der Überzeugung sein soll, dann müssen alle die Überzeugung, in Zukunft in einer anderen, größeren Familie leben zu wollen, gemeinsam teilen und die Art des Zusammenlebens mitbestimmen dürfen. Das ist schlichte Demokratie, nicht die zynische, verkalkte »Leckt-uns-am-Arsch«-Mentalität der Viererbande.

Deutschland ist auf Betreiben der Viererbande in ein dichtes lobbyistisches und vertragliches Beziehungsgeflecht mit der inhomogenen, von Interessengegensätzen paralysierten EU eingebunden worden. Die vollmundige Erklärung von Kohl und Konsorten, es gelte, den Weg nach Europa »unumkehrbar« zu machen, klingt angesichts dessen eher wie das ängstliche Rufen im dunklen Wald. Angst wovor, Angst vor wem? Ist es die Angst der Viererbande, politisch erwachsen zu werden? Ist es die Angst, eine eigene Identität zu entwickeln und die derivative Identität abzulegen? Ist es gar die Angst vor dem eigenen, größer und fremder gewordenen Volk? Ist es die Angst, für die mit der Vereinigung neu entstandene Nation Verantwortung zu übernehmen? Versucht die Viererbande, die sich mehr als 40 Jahre unter den Fittichen der Glucke USA behaglich eingerichtet hatte, nicht nur, von einer Glucke zur anderen zu flüchten? Die Zeit der behaglichen Nischensituation ist vorbei. Die Zeit der Unschuld ist endgültigvorbei, aber die Viererbande agiert und räsoniert immer noch wie Mein-Mäxchen am Rockzipfel der Mutter. Der Prozeß der Reife führt Deutschland, diese neue Nation, nicht direkt von der Mutter USA ins Ehebett mit der Dame Europa, sondern zunächst einmal zu sich selbst. Dies ist der natürliche Weg eines Individuums, es ist der natürliche Weg einer Nation. Deutschland muß zunächst einmal lernen, seine nationalen Interessen zu definieren. Dafür braucht es Distanz und Zeit. Dies ist nicht zuletzt auch eine Forderung im Interesse der deutschen Nachbarn; denn nur die zu eigener Identität gefundene Nation ist für Dritte auch berechenbar.

Ziel einer konstruktiven Europapolitik muß es daher vorerst sein, ein Friedensbündnis freier, selbstbestimmter Staaten zu schaffen, in dem sich nicht nur die EU- und EFTA-Staaten, sondern alle europäischen Staaten unter einem Dach zusammenfinden. Die EU aber muß wieder zu einer Freihandelszone gesundschrumpfen.


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