Liberalismus à la Bonn

»Die politischen Verhältnisse könnten mich rasend machen. Das arme Volk schleppt geduldig den Karren, worauf die Fürsten und Liberalen ihre Affenkomödie spielen«, schrieb Georg Büchner im Jahre 1833 an seine Braut Luise Wilhelmine (Minna) Jaegle.

Die real existierende libertäre Gesellschaft christlich-jüdischer Provenienz ist die Welt der geringen Anstrengung und der großen Erwartungshaltungen. Den Seinen gibt's der Herr im Schlafl Die Leichtigkeit des Seins, aber bitte sofort! Die schnelle Mark machen, wie auch immer. Spekulation statt Arbeit, Marketing statt Produktanziehung, Betrug statt Rechtschaffenheit, Job statt Beruf, Kurzstrecke statt Langlauf, Mobbing statt Kollegialität, Schein statt Sein, usw., usw.; »easy going« in den Abgrund. Sant6!

Die libertäre Gesellschaft ist ein Jahrmarkt der Eitelkeiten. Man exponiert, exhibiert und produziert sich. In ihr wird soziales Verhalten nicht praktiziert, es wird annonciert, zelebriert, inszeniert, kurzum vermarktet. Das Fernsehmütterchen sammelt so Sympathiepunkte für höhere Einschaltquoten, die Gattin des reichen Industriellen, der kurz zuvor noch Arbeiter auf die Straße gesetzt hat, kompensiert medienwirksam das Negativimage des Gatten durch eine steuerlich absetzbare Spende. Pocket money. Vielleicht will sie ihrem reichen Makker auch das Reich des christlich-jüdischen Gottes offenhalten; denn wie steht es doch geschrieben (Matth. 19,24): »Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme.« Die Damen der gehobenen saturierten Gesellschaft betreiben soziale Übungen als Gesellschaftsspiel, um einmal ihre gelifteten Konterfeis in der Glotze wiederzufinden. There's no business like show business! Zweckgerichtetes Sozialgetue ist in der Hyänengesellschaft Deutschland »in«, selbstverständliche Alltagssolidarität der unscheinbaren Art »out«. Do ut des. Tue nichts, wenn Du nichts dafür zu erwarten hast, und sei es nur das Himmelreich.

Die real existierende libertäre Gesellschaft macht de facto kaum Unterschiede zwischen »guter« und »schlechter« Freiheit. Die gute Freiheit, das heißt die strikte Allgemeinverträglichkeit individueller Freiheitsrechte, ist dem Bonner Grundgesetz zwar nicht fremd, es überbetont aber dennoch zu Lasten der Gemeinschaft die schlechte, asoziale Freiheit, die nach und nach ein Gemeinschaftsgefüge erodiert. Mit anderen Worten: Die »checks and balances« zwischen Gemeinschaftsinteresse und Individualinteresse fallen in einer libertären Gesellschaft im Zweifel zu Gunsten der Individualinteressen aus (in dubio pro libertate), anstatt mindestens ausgewogen zu sein. De facto hat sich daher Deutschland zwangsläufig mit der Zeit, vor allem in den vergangenen Jahrzehnten unter dem Druck hereinströmender, nicht assimilierbarer Fremder, zu einem Hort der schlechten Freiheit entwickelt, der auf das Sicherheitsbedürfnis des einzelnen, insbesondere auf sein Bedürfnis, mit vertrauten Regeln und Traditionen in einem ihm vertrauten Umfeld zu leben, kaum Rücksicht nimmt. Gleichzeitig wurde das auf dem Papier stehende Rechtsstaatsprinzip de facto ad acta gelegt; das Faustrecht der Skrupellosen setzte sich durch. Der Begriff Heimat, also der Ort und die Gemeinschaft, wo man sich zu Hause fühlt, ist in der anonymen libertären Gesellschaft christlich-jüdischer Provenienz ein fast anstößiger Begriff; denn die christlich-jüdische Religion ist als staatsunabhängige, kosmopolitische Ideologie im Hinblick auf nationale Gemeinschaften alles andere als staatstragend. Die libertäre Gesellschaft christlich-jüdischer Provenienz ignoriert die Intimität homogener staatlicher Gemeinschaften, wie sie in Japan oder Singapur bestehen. In der libertären Gesellschaft werden Unterschiede betont, nicht Gemeinsamkeiten, wie sie noch in der Präambel der Weimarer Reichsverfassung zum Tragen kamen. Die Menschen haben sich in der Bonner Gesellschaft einander entfremdet, jeder ein läppischer, egomaner Persönlichkeitsfetischist ohne Wurzeln, seinem Land und den Traditionen entwachsen. Die Deutschen sind ein heimatloses Volk der Weltenbummler geworden, denen, entwurzelt wie sie sind, das Fernweh vertrauter ist als das Heimweh. Ihre Heimatlosigkeit, die ihnen vorenthaltene Identität aber ist es, die sie für ihre europäischen Nachbarn zu einem unberechenbaren Sicherheitsrisiko macht. Am Ende der schlechten Freiheit, so Leszek Kolakowski, wartet die Anarchie und an deren Ende eine abermalige Tyrannei statt der Einführung wahrer Demokratie; denn die ignoranten, zynischen Praktiker der schlechten Freiheit verdrängen, daß das nationale Sicherheits- und Geborgenheitsbedürfnis der Mensehen auf Dauer stärker sein wird als das ebenfalls im Menschen angelegte Bedürfnis nach Laisser-faire, Laisser-aller. Die Menschen wollen nicht den überdimensionalen, unübersichtlichen, anonymen Dschungel europäischer Interessengegensätze, wenn sie statt dessen ein überschaubares Deutschland mit einer gemeinsamen Sprache und einer noch wieder zu entdeckenden Tradition einer großen Kulturnation, also Heimat, haben können. Diese verspricht Zukunft. Die EU ist schlichte Reaktion (siehe Seite 114 ff.).

Die libertäre Gesellschaft ist eine Tätergesellschaft, eine Ellenbogengesellschaft, in der es vor allem entscheidend ist, zu gewinnen, egal wie. The winner takes it all. Die moralische Verwerflichkeit der Tat ist allenfalls sekundär. Selbst das Opfer einer Straftat wird als Verlierer stigmatisiert, während dem Täter das Interesse der sensationslüsternen Medien gilt. Der Täter ist zu »resozialisieren« und psychologisch zu betreuen, während das Opfer und seine Familie zurückbleiben. Vom Täter-Opfer-Ausgleich keine Spur. Der Grundsatz der Generalprävention, ein Ausdruck fürsorglicher Solidarität mit der Gemeinschaft, wurde in der Vergangenheit gezielt desavouiert. Libertäre Rechtsprechung betrachtet weniger das Satisfaktionsinteresse des Opfers und der Gemeinschaft, dem das Opfer angehört, sondern vor allem das Resozialisierungsinteresse des Täters. Der Täter hat Showwert (Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone, John Wayne), nicht das Opfer.

Es ist höchste Zeit umzudenken: Alles, was einem von uns angetan wird, wird dem Volk angetan. Dies ist gelebte Solidarität. Das Satisfaktionsinteresse des Volkes, den Täter daran zu hindern, nochmals für ein Mitglied der Gemeinschaft gefährlich werden zu können, muß absoluten Vorrang vor allen anderen Überlegungen erhalten.

In Deutschland erscheint der »Liberale« »nicht mehr liberal durch sich selbst, sondern mehr und mehr als entschiedener, sich immer liberalerrüstender Gegner des Antiliberalismus: Er gilt für liberal, er hat sich als solcher Geltung verschafft, er ist - in seinem öffentlichen Amt -geltungssüchtig und wird folglich immer rücksichtsloser liberal. Er ist ein ständig sich proklamierender, innerlich hochreizbarer, höchst benachbarter Widersprecher des Antiliberalen«, so Botho Strauss.

Kaum eine politische Prophetie hat sich nach kürzester Zeit als so absurd erwiesen wie die von Francis Fukujama in seinem 1992 erschienenen Buch Das Ende der Geschichte. Wo stehen wir?, in dem er nach dem Zerfall des Sozialismus die libertäre Demokratie als endgültige Form einer humanen Regierung verkündete. Genauso gut hätte er Rom vor seinem Zerfall dazu proklamieren können.

Tatsächlich ist der Zerfall des sozialistischen Systems nur dem Zerfall des degenerierten libertären Systems zuvorgekommen. Hegels Kritik am Liberalismus, jedenfalls in seiner libertären Form, ist aktueller denn je. Schauen wir uns im einzelnen an, wozu uns die real existierende libertäre Gesellschaft und die »Libertären« gebracht haben:

Die US-Staatsverschuldung betrug nach Angaben des Statistischen Bundesamtes per Septemberultimo 1992 bereits rd. 3 Billionen US-Dollar (3 000 000 000 000), also etwa 5,3 Billionen DM zum Kurs von Januar 1994. Hinzu kam im Jahr 1993 ein Haushaltsdefizit in Höhe von rd. 0,3 Billionen US-Dollar. Laut »Congressional Budget Office Report« vom 27. 1. 1994 beträgt das geplante Haushaltsdefizit für das Finanzjahr 1994 rd. 0,2 Billionen US-Dollar, so daß sich, unwesentliche Tilgungen vernachlässigt, per Ultimo 1994 mindestens eine US-Staatsverschuldung von rd. 3,5 Billionen US-Dollar ergeben wird. Diese Schuldenpolitik der US-Regierung geht nicht nur zu Lasten ihres eigenen Volkes, sondern tangiert uns alle.

In Deutschland hatte der Schuldenstand des Bundes per Jahresultimo 1992 bereits 0,6 Billionen DM, der sämtlicher öffentlicher Haushalte mehr als 1,3 Billionen DM erreicht. Die Haushaltsdefizite des Bundes und sämtlicher öffentlicher Haushalte für das Jahr 1993 konnten Ende Januar 1994 noch nicht durch das Statistische Bundesamt mitgeteilt werden.

Von 1989 bis 1994 werden sich die deutschen Staatsschulden verdoppelt haben. In den nächsten drei Jahren von 1994 bis 1996 fehlen den staatlichen Kassen fast 100 Milliarden Mark. Die Verzinsung der Schulden engen den staatlichen Handlungsspielraum dramatisch ein.

In den USA können dringendste Infrastrukturmaßnahmen nicht mehr erfolgen. Straßen und Brücken verrotten. Das öffentliche Ausbildungswesen ist in einem katastrophalen Zustand.

In Deutschland werden Ausgabenkürzungen vor allem bei den sozial Schwachen, die auch in den USA der achtziger Jahre Zielscheibe von Kürzungsmaßnahmen waren, vorgenommen. Geringer werdende Kaufkraft wird den Weg aus der Rezession erschweren, die Arbeitslosenfinanzierung weiter aufblähen und die Steuereinnahmen reduzieren. Die Steuerquote dürfte in den neunziger Jahren höher liegen als je zuvor. Der Anteil der Investitionen an den öffentlichen Ausgaben wird geringer ausfallen, will man nicht noch gefährlichere Defizite riskieren. Auch die Ausgaben für Bildung und Forschung, die eigentlich vervielfacht werden müßten, werden eher stagnieren. Die ohnehin schon bestehende Überlastung der Ausbildungsstätten wird sich weiter verschärfen, mit der Folge eines noch dramatischeren Absinkens des Bildungsniveaus. Die zunehmende Belastung der privaten Haushalte wird die Sparquote absinken lassen. Die Ersparnisse werden nicht mehr zur Finanzierung inländischer Investitionen zur Verfügung stehen. Ein ausländischer Kapitalimportbedarf wird die Folge sein, was wiederum dem ökonomischen Primat, ein Höchstmaß autarker Positionen aufzubauen, zuwiderläuft. Die Kette negativer Auswirkungen ließe sich beliebig weiterführen.

Die politische Freiheit in Deutschland ist vor allem die hemmungslos genutzte Freiheit der herrschenden Raff-Oligarchie von CDU, CSU, SPD und FDP, potentielle politische Gegner mit allen Mitteln zu bekämpfen. Andersdenkende werden diffamiert als links- oder rechtsradikal, deren Auftritte, Versammlungen und Kundgebungen untersagt, gegen die von willfährigen Medien der Viererbande eine Pogromstimmung erzeugt wird, sie werden wie Karnickel gejagt, politisch verboten oder mit (politischen) Strafprozessen überzogen.

Zwischen CDU/CSU einerseits und SPD andererseits scheint aus der Sicht des Volkes eine stille Kumpanei zu bestehen, wonach die CDU/CSU alles als »links«, »linksradikal«, »linksextrem« ete. denunziert, was sich im Jagdgebiet der SPD tummelt, und umgekehrt die SPD als »rechts«, »rechtsradikal« oder »rechtsextrem«, was sich in CDU/CSU-Gefilden mausert. Manus manum lavat. Eine (schmutzige) Hand wäscht die andere.

Die OECD erwartet für Deutschland im Jahre 1994 vier Millionen Arbeitslose. Diese Zahl muß jedoch um weitere zwei Millionen erhöht werden, zählt man alle verdeckt Arbeitslosen in Kurzarbeit, Arbeitsbeschaffung oder Frühpensionierung hinzu. Die Baseler Prognos AG rechnet bis Ende 1995 sogar mit fast sieben Millionen Arbeitslosen in Deutschland. Damit wird jene magische Zahl von sechs Millionen überschritten, die 1932 der Anfang vom Ende war. Hinter diesen nackten Zahlen stehen menschliche Schicksale. Man kann diese banale Feststellung gar nicht oft genug aussprechen. Zwar ist das soziale Netz wesentlich dichter als 1932, es wäre allerdings eine Illusion, anzunehmen, daß mit materiellen Zuwendungen auch die psychischen Probleme, die immer noch aus dem Nichtbesitz von Arbeit resultieren, aufgefangen werden; denn die meisten Deutschen haben es nicht gelernt, der vita contemplativa ohne Gewissensbisse nachzugehen. Arbeitslosigkeit wird nicht als Befreiung von der Arbeitslast empfunden, sondern als Verlust eines persönlichkeitsbildenden Elements. Und diese Empfindung, die mit Selbstachtung, Selbstwertgefühl und Selbstbewußtsein eng verknüpft ist, hat, jedenfalls in einem bestimmten Entwicklungsalter der Bewährung, durchaus ihre Berechtigung. Der Verlust von Arbeit führt zwar nicht notwendigerweise in das materielle, viel öfter aber in das psychische Abseits und damit zur Anfälligkeit für einfache politische Lösungen. Auch diese banale Feststellung muß man sich immer wieder vergegenwärtigen.

Nach einer repräsentativen Umfrage des Sample-Instituts im Januar 1994 waren 76 % von 1.000 Befragten der Ansicht, daß im deutschen Fernsehen zuviel Gewalt gezeigt werde.

»Sex and crime«, Sex und Gewalt, ist besonders für das Kommerzfernsehen (RTL, SAT 1) höchst profitabel. Mit den billig aufgekauften Schmutz- und Schundspielfilmen, vor allem US-amerikanischer Provenienz, wird tagtäglich die Sau im Menschen befriedigt, wird nach Kräften kujoniert, kopuliert und massakriert.

Der physischen Verrohung entspricht die sprachliche. In den TV-Dialogen wird eine Begrifflichkeit gepflegt, die noch vor Jahren in halbwegs zivilisierten Kreisen unaussprechlich war und die hier auch unausgesprochen bleiben soll.

Es gibt ein türkisches Sprichwort: »Wer viel ausgeht, bringt viel Schmutz herein.« Dank den TV-Medien brauchen unsere Kinder und Jugendliche nicht mehr hinauszugehen. Der Schmutz wird via Bildschirm frei Haus kübelweise angeliefert.

Reality-TV, wie aller Schund aus den USA importiert, zeigt echte oder nachgestellte Katastrophen oder Kriminalfälle. Exhibitionisten- und Voyaristenshows wie »Ilona Christen« (RTL) und »Hans Meiser« (RTL) oder »Schreinemakers Live« (SAT 1) entsprechen den USVorbildern Donahue, Geraldo und Sally Rafael und haben Hochkonjunktur, in Sendungen wie »Einspruch« oder »Der heiße Stuhl« werden Menschen wie Kampfhunde oder -hähne sensationslüstern aufeinander gehetzt.

In TV-Zockershows wie »Geh' auf s Ganze« oder »Der Preis ist heiß« werden Menschen zu geldgeilen, menschlicher Würde völlig entäußerten Bimbos und Monstern degradiert.

Das mediale Tollhaus ist über uns hereingebrochen mit einer »Spirale von Zynismus, Gewalt und Obszönität«, wie selbst der liberale kirchliche Mediendienst »epd« vermerkte. Es ist, so die FAZ, »an der Zeit, den moralischen Notstand auszurufen, um den totalen Verfall zivilisierter Verkehrsformen umzukehren«.

Stück für Stück sind in der medial vernetzten, entmystifizierten Welt jene Gewalt- und Sexualtabus gefallen, die Gesellschafts- und Völkerkundler für Voraussetzungen des Zusammenlebens halten. Selbst in Japan und Südkorea, wo öffentliche Zärtlichkeit streng verpönt war, beginnen die Tabus unter dem Einfluß westlicher Dekadenz aufzubrechen.

Im unstillbaren Hunger nach Quoten und Werbegeldern forschen die libertinistischen Kommerzmedien RTL und SAT 1, so Der Spiegel, »fieberhaft nach brauchbaren Vertretern sexueller Kleingruppen, die zum wohligen Entsetzen der TV-Klientel über ihr bizarres Liebesleben plaudern«.

Die letzten Hemmschwellen des Schamgefühls sind längst gefallen; »anything goes« endet zwangsläufig in »rien ne va plus«.

Die permanente, trivialisierte Präsenz von »Sex and erime« via Bildschirm liefert Impulse, Motive und Handlungsmodelle, gleichgültig, ob Türkenhäuser »abgefackelt«, alte Menschen überfallen und ausgeraubt, Frauen oder Kinder mißbraucht und vergewaltigt werden, ob betrogen, belogen, abgezockt, gewuchert, gefälscht oder erpreßt wird.

Libertäre Gesinnung scheint fast zwangsläufig in ein jede Gesellschaftsordnung zerstörendes libertinistisches Verhalten zu enden, um auf direktem Weg zurück nach Rom in den moralischen Abgrund zu führen.

Aber was ist eigentlich anderes von Medien und ihren Vertretern zu erwarten, wenn der Fisch vom Kopf her stinkt? Wird ihnen und uns allen nicht von der Bonner Viererbande (CDU, CSU, SPD, FDP) tagtäglich vorgemacht, wie man sich auf die schnelle am Volk vergehen und sich an ihm bereichern kann?

In Deutschland hat sich, so wiederum die FAZ, »ein Klima der krämerischen Kumpanei und Kungelei, der berechnenden Regelverletzung und Untreue, der bedenkenlosen Clevernis und Käuflichkeit ausgebreitet, das in seiner Geschichte seinesgleichen sucht«. Die Schiebereien und Bereicherungen auf Gegenseitigkeit nach dem römischen Grundsatz »do ut des« sind oft nichtjustiziable Affären. Demokratische Umgangsformen und politische Moral sind verkommen, wo sie vielleicht früher wenigstens in Ansätzen vorhanden waren. Es hat sich ein System von alltäglicher Kleinkorruption und Nassauertum gebildet. Die Maßstäbe für das Anstößige sind völlig verlorengegangen: Die CDU und FDP lassen sich bedenkenlos von dem Fast-Food-Produzenten Mac Donalds ihre Parteitage sponsern, Helmut Kohls Industrie-Freunde bezahlen seine Sommerfeste, Scheel (FDP) ließ sich seine dritte Hochzeit sponsern, Jürgen Möllemann (FDP), genannt Mümmelmann, pries mit seiner Unterschrift ein Produkt seines Schwipp-Vetters an, Irmgard AdamSchwaetzer (FDP), im Februar 1994 noch immer im Amt, nahm Geldzuwendungen der umstrittenen Naturheilpraktiker entgegen, Lothar Späth (CDU) ließ sich ungeniert aus Wirtschaftskreisen seinen aufwendigen Lebensstil finanzieren, Helmut Kohl (CDU) verschaffte einem Verwandten seiner Frau eine Position im Gesundheitsministerium, Richard von Weizsäcker (CDU) öffnete seiner Tochter für ihre Dissertation Türen in der früheren DDR, Günter Krause (CDU) ließ sich seine Haushaltshilfe durch das Arbeitsamt finanzieren, Rita Süssmuth (CDU) verschaffte sich für ihren Mann einen weiteren Daimler, Hannelore Rönsch (CDU) lud zu einem Klassentreffen auf Staatskosten.

Die Liste läßt sich beliebig fortsetzen, man denke nur an die Namen Lafontaine (SPD), Streibl (CSU) und Münch (CDU).

Raffen, wann und wo immer es geht. Darin ist sich die Viererbande einig, auch wenn sie sich hin und wieder für das Volk peinliche Scheingefechte liefert (zuletzt: Pflegeversicherung). Enrichissez-vous! Bereichert Euch; denn »Cosi van tutte«! So machen es alle! Und weil es alle so machen, gibt es keine Hemmschwellen mehr. Der Sittenverfall ist irreversibel geworden, weil er systemimmanent ist. Wer sollte in dem Augiasstall säubern? Denn es bedarf einer Säuberung, einer fundamentalen Ausmistung, einer moralischen Revolution im libertinistischen Saustall.

Homosexuelle TV-»Prominenz« wie Alfred Biolek oder H. P. Kerkeling, Lesben wie Helga von Sinnen oder Inge Meisel haben begonnen, sich zu »outen«, und erzeugen damit für unsere Kinder die Fiktion der Abnormität als Normalität. Es ist höchste Zeit, das »Outen« dieser Neigung, nicht sie selbst, unter Strafe zu stellen; denn »Coming-out« droht en vogue zu werden.

Die Schamlosigkeit durchzieht bereits alle Lebensformen und -bereiche. Die kollektive Schamlosigkeit aber führt, so schon Freud, letztlich zum kollektiven Schwachsinn, zur kollektiven Dekadenz. Moralische Restriktionen, so abermals Freud, sind unentbehrlich, »um die stärksten Gefühle im Zaum zu halten«, und auch der Ethnologe H. P. Duerr sieht in der heutigen libertären, enttabuisierten Gesellschaft eine lebensfeindliche Katastrophenlandschaft.

Die Kriminalität ist aus dem Ruder gelaufen. Bereits 1991 hatte der Zeittakt krimineller Delikte atemberaubend kurze Intervalle erreicht:

Dieser Trend hat sich in 1992 nochmals erheblich beschleunigt. 1992 wurden insgesamt 6 291519 Straftaten registriert, was einer Steigerung von 9,6 % gegenüber 1991 entspricht. Nach Darstellung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter hat es eine solche Steigerungsrate bisher in Deutschland noch nie gegeben.

»Die Kriminalität hat in unserem Lande neue erschrekkende Dimensionen angenommen«, heißt es in einer Stellungnahme der beruflichen Ermittler. Der Trend zu rigoroser Anwendung brutaler Gewalt habe sich beängstigend verstärkt. Weniger als die Hälfte aller Straftaten (42,3 %) konnten im Jahre 1992 aufgeklärt werden. Besorgt äußerte sich der frühere Innenminister Rudolf Seiters (CDU): »In Bereichen, die das Sicherheitsgefühl der Bürger in besonderem Maße berühren, wie Taschendiebstähle, Wohnungseinbrüche oder Autodiebstähle, ist eine deutliche Zunahme der Straftaten festzustellen.« Die Schäden der sogenannten Alltagskriminalität werden in der 1992-Statistik auf 4,8 Milliarden Mark veranschlagt. Den überwiegenden Anteil haben mit etwa zwei Milliarden Mark der »Bruch« und der Diebstahl von Kraftfahrzeugen. Knapp ein Drittel aller Straftaten wurde im Jahr 1992 von Ausländern verübt, die vor allem bei Taschendiebstahl und Straßenraub auffielen. Am illegalen Handel und Schmuggel von Heroin waren Ausländer mit 41 % beteiligt. Dieser Trend hat sich im Jahre 1993 nochmals erheblich beschleunigt.

Der betrügerische Mißbrauch von Sozialbezügen beträgt jährlich ca. zehn Milliarden Mark (10 000 000 000.- DM). Nach einem Bericht der Zeitung Die Welt sind die Tötungsdelikte im Jahre 1993 um weitere 19 % angestiegen. Insgesamt gab es 1993 6,7 Millionen Straftaten, so Bild. Die Aufklärungsquote ist gleichzeitig von 53,2 % (1965) auf 42,3 % (1992) gesunken.

Die Deutschen, nicht nur die älteren, leben heute in einem diffusen Zustand des Stresses, beraubt, betrogen, erschlagen oder erpreßt zu werden. Kaum einer läßt mehr sein Fahrzeug, wie es früher in ländlichen Gebieten noch möglich war, ungeöffnet zurück. Viele ältere Menschen wagen sich vor allem nach Dunkelheit in Großstädten kaum noch auf die Straße.

In der »Musterstadt« Frankfurt am Main wurde, statistisch gesehen, im Jahre 1992 jeder 5. Einwohner Opfer einer Straftat. Es wurden 140 276 Verbrechen und Vergehen begangen. Die Stadt lag damit unter allen deutschen Großstädten hinsichtlich der Häufigkeitszahl an der Spitze: 21446 Straftaten kamen in der Mainmetropole auf 100 000 Einwohner. Im Jahre 1993 war es mit 21212 Straftaten auf 100 000 Einwohner zwar unwesentlich weniger, die Gewaltkriminalität nahm jedoch gleichzeitig weiter zu.

Nach Angaben des Magazins Focus (6/94) sank in Frankfurt am Main der Anteil deutscher Tatverdächtiger von 1984 bis 1991 um 2,3 %, während der Ausländeranteil um 22,8 % stieg. Im Jahre 1992 waren 58,7 % der Tatverdächtigen im Dienstbezirk des Frankfurter Polizeipräsidiums Ausländer bei einem Ausländeranteil von etwa einem Drittel.

In Frankfurt am Main sind laut Focus 65 % der 14- bis 18jährigen und 70 % der 18- bis 21jährigen Tatverdächtigen Ausländer.

Die Illusionisten, die einst von einer Integration ausländischer Jugendlicher faselten, sind durch die Realitäten längst ad absurdum geführt worden. »In der zweiten und dritten Generation der Zugewanderten«, so Richard Münch in seinem Buch Projekt Europa, verschärft sich der »Identitätskonflikt«, verhindert eine Integration und begünstigt das Abtauchen in die kriminelle Szene.

An bestimmten Delikten waren in Frankfurt am Main im Jahre 1992 Ausländer weit überproportional beteiligt, zum Beispiel am Totschlag (64 %), Raub und räuberischer Erpressung (68,2 %), Urkundenfälschung (96,1%!), Taschendiebstahl (85,2 %), Drogenhandel (82,3 %).

Deutschland wird durch die Ausländer-Kriminalität in seinen rechtlichen Grundfesten bedroht. Inzwischen sind auch eine Vielzahl serbischer Massenmörder unter uns. Das Auftreten krimineller Ausländer »beruht auf ihren ethnischen Gemeinsamkeiten«, heißt es in einem »Lagebericht OK (für: Organisierte Kriminalität)« des Bundeskriminalamtes. »Ihre Zahl wächst unentwegt«, zitiert der Focus den Berliner Kriminalhauptkommissar Werner Thronicker, »und man kann es nennen, wie man will - es sind nun mal Ausländer«.

Rumänische und jugoslawische Banden haben sich auf Einbrüche und organisierte Diebestouren spezialisiert, Vietnamesen beherrschen den Zigarettenschmuggel, Türken, Libanesen, Marokkaner und Südamerikaner den Rauschgiftmarkt, Polen und Russen dominieren beim KFZ-Diebstahl, so der Focus. »Heute gestohlen, morgen in Polen«, heißt es im Volksmund.

Zwischen August und Dezember 1992 drang im Kölner Raum eine sechsköpfige albanische Bande in Einfamilienhäuser ein, vergewaltigte im Schlaf überraschte Frauen vor den Augen ihrer Männer und folterte ihre Opfer, so der Focus. Bei einer Razzia im April 1990 stellte die Kölner Polizei bei Sinti und Roma 22 Kilogramm Schmuck, 200 000.- DM Bargeld und 80 Schecks sowie diverse Schußwaffen sicher. In Dietzenbach bei Frankfurt am Main wurde Anfang 1993 eine achtköpfige marokkanische Bande verhaftet, der über 900 Straftaten zur Last gelegt wurden. Nach der Festnahme, so der Focus, gingen die Straftaten in der Region um die Hälfte zurück. In einem Hamburger Postamt zahlten türkisch-kurdische Drogendealer innerhalb eines Jahres mehrere Millionen Mark unbehelligt ein.

Jeder zehnte des Mordes, Totschlags, Raubes, Heroinschmuggels und der Vergewaltigung Verdächtigte war im Jahre 1992 ein Asylbewerber, so der Focus.

Im Januar 1994 erlebte Berlin eine bisher nie dagewesene Mordserie. Statt aber in Sack und Asche zu gehen, verglichen die Verantwortlichen von Politik und Polizei den Mordrekord mit den Rekordmarken Washingtons, der Welthauptstadt des Mordes (1990: 472 Morde auf 10 000 Einwohner), nicht etwa mit denen von Singapur oder Tokio. Es ist in der Tat symptomatisch für die Ochlokratie, daß sie sich selbst stets nur mit den schlimmsten Kloaken der westlich-libertären Welt vergleicht. Genau dort gehört sie wohl auch hin.

Da die USA, bis vor kurzem Besatzungsmacht und weiterhin Besetzerin unserer Hirne, alle Prozesse des moralischen Verfalls, des »anything goes«, um einige Jahre vor uns durchlebt, können wir einen Teil unserer nahen Zukunft, der nicht durch unsere spezifische geographische Lage bedingt ist, sehr gut voraussehen.

Zwischen 1987 und 1991 stieg in den USA die Zahl der Jugendlichen unter achtzehn Jahren, die wegen unerlaubten Waffenbesitzes verhaftet wurden, um 62 %. Bei den Verhaftungen wegen Mordes stieg sie um 85 %. Der Anteil der Jugendlichen an Gewaltverbrechen liegt mittlerweile bei 17 %. Im Frühjahr 1993 veranstaltete der Meinungsforscher Louis Harris eine Umfrage unter 2 500 Schülern an 96 Schulen in allen Teilen der USA. 9 % der Befragten räumten ein, schon einmal auf jemanden geschossen zu haben. 11 % waren schon selbst beschossen worden. 40 % kannten jemanden, der durch eine Schußwaffe getötet oder verletzt worden war. 15 % hatten im Monat vor der Umfrage zumindestens einmal eine Schußwaffe mit sich geführt.

Jeden Tag erhalten diese Jugendlichen ihre Verhaltensmuster über die Kommerzfernsehen, wie jetzt auch in Deutschland, frei Haus geliefert. Das »Center for Media and Publie Affairs« zählte Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Überfälle und bewaffnete Drohungen, die an einem einzigen Apriltag des Jahres 1993 auf den zehn populärsten Kanälen zu sehen waren, und kam auf 1846. Nach einem vielbeachteten Gutachten hat ein amerikanischer Jugendlicher, wenn er das achtzehnte Lebensjahr erreicht hat, 200 000 Gewaltakte im Fernsehen miterlebt, darunter 40 000 Morde.

Unsere Kinder, von den gewaltverherrlichenden Medien angestachelt, werden in immer jüngeren Jahren in den Besitz von Waffen gelangen. Ihre Gewaltbereitschaft wird zunehmen. In unseren größeren Städten werden sie, wie schon heute in New York oder Washington, mit kugelsicheren Westen ihren Schulweg aufnehmen. Die Kinder- und Erwachsenenmordrate wird drastisch ansteigen. Die Vereinigten Staaten haben die bei weitem höchste Mordrate in der Welt. In diesem Jahrzehnt werden etwa 240 000 Amerikaner ermordet werden. 1991 kamen in den USA 24 700 durch Gewaltverbrechen ums Leben, fast zehnmal so viele wie in Deutschland. In der Gewaltkriminalität stellen die USA alle anderen Länder in den Schatten. Rund zwei Drittel der Verbrechen werden mit einer Schußwaffe begangen. Die Zahl der Verletzten liegt jährlich bei 200 000, die der Raubüberfälle mit Schußwaffen bei 650 000. Im übrigen ist, nachzulesen bei Andrew L. Shapiro, Die verlorene Weltmacht, unser Leitbild USA jeweils führend in bezug auf

Die libertärste Gesellschaft dieser Erde, wer mag dies bestreiten, ist diejenige, die mit den Ressourcen Erde und Mensch am leichtfertigsten umgeht.

Es gibt kein anschaulicheres Beispiel für das Versagen des Liberalismus à la Bonn als die USA; es ist höchste Zeit, uns von dieser verhängnisvollen Entwicklung abzukoppeln.

Deutsche werden sich in Zukunft aus Angst vor türkischen, jugoslawischen, nordafrikanischen und italienischen Banden, die Deutschland als libertäres Abenteuerland ihrer kriminellen Aktivitäten betrachten, immer mehr bewaffnen.

»Die Verpflichtung der Bürger gegen den Souverän«, so der Philosoph Thomas Hobbes, »kann nur solange dauern, als dieser imstande ist, sie zu schützen.« Kann er dies nicht, »gilt das natürliche Recht des Menschen, sich selbst zu schützen«.

Die Deutschen rüsten massiv auf Nach seriösen Polizeischätzungen sollen sich bereits heute 10-15 Millionen illegale Waffen in den Händen der Deutschen befinden. Dank der offenen Grenzen ist die Einfuhr illegaler Waffen eine Petitesse. Es wird eine geheime Armee entstehen, die für nationalistische Hasardeure von großem Interesse sein wird. Wie in den USA werden immer mehr »neighbourhood-watch-Gruppierungen« entstehen; Bayern geht bereits voran. Schon heute haben wir in Städten wie Frankfurt New Yorker Verhältnisse. Raub durch immer skrupelloser auftretende ausländische Banden verängstigen die deutsche Bevölkerung, insbesondere unsere Älteren. Meine Mutter und andere Mütter wagen sich nach Einsetzen der Dunkelheit nicht mehr auf die Straße. Angst hat sich allenthalben breitgemacht.

Wird diese Angst zur Sprache gebracht, laufen diese alten Menschen, die den westlichen Teil Deutschlands aus Trümmern wieder aufgebaut haben, Gefahr, von kaltschnäuzigen Alt-Jung-Sozialisten, senilen 68ern und ihren Zöglingen als Ausländerfeinde angepöbelt zu werden. Es ist nicht einfach, in Deutschland dieser Tage alt und deutsch zu sein. Die Alten, die es sich leisten können, emigrieren auf ihre alten Tage nach Südspanien, Mallorca oder auf die Kanaren. Findige Unternehmer haben diesen neuen Markt längst entdeckt und locken sie, dem fremd gewordenen Deutschland und damit der immer gewalttätigeren Kriminalitätsspirale zu entfliehen.

Es ist symptomatisch, was sich allein in Frankfurt, der im Rahmen dieses Buches immer wieder behandelten »Musterstadt«, tagtäglich vollzieht. Südländische Räuberhorden rotten sich an der Konstabler Wache und anderswo zusammen. Ihre fiebrigen Augen wandern rastlos umher, immer auf dem Sprung. Haben sie Beute gemacht, spritzen sie davon. Passanten werden auf ihrem schnellen Rückzug umgerempelt. Oft teilen sie die Beute ungeniert nur ein paar hundert Meter weiter.

Andere haben sich auf die sogenannte Schutzgeld-Erpressung verlegt. Chinesische Triaden sind in unsere Gesellschaft eingedrungen, und die russische Mafia macht der italienischen Konkurrenz. Jedes Pizza-Restaurant ist ein potentieller Mafia-Stützpunkt, jedes China-Restaurant ein potentieller Triaden-Stützpunkt. Auf diese Weise durchzieht heute ein Netzwerk konkurrierender krimineller ausländischer Organisationen unser Land. Die Polizei ist hilflos, eingeschüchtert, ohne politische Rükkendeckung, unterbesetzt, unterbezahlt, mangelhaft ausgebildet. Sie wird zudem von den korrupten Politikern bevorzugt auf von ihnen so diffamierte Links- oder Rechtsradikale gehetzt, die ihnen Pfründe abgraben könnten. Die kriminelle Szene hat diese Gesellschaft so weitgehend durchdrungen, daß sich selbst Polizisten aus Angst vor Mordanschlägen scheuen, ihr Konterfei im Fernsehen zu zeigen.

Schon längst ist Deutschland vielen Deutschen keine Heimat mehr. Es ist, als ob man ihnen den Boden unter den Füßen wegziehe. In dieser Zeit denkt man in Kategorien der Sicherheit. Sicherheitsdienste schießen aus dem Boden, Sicherheitsvorrichtungen haben Hochkonjunktur. Wohnhäuser und Wohnungen werden zu Festungen ausgebaut, während die ausländischen Banden immer brutaler vorgehen.

Der Ausländeranteil in den Gefängnissen übertrifft deren Bevölkerungsanteil um das Drei- bis Fünffache. Die Gefängnisse sind mit Türken, Jugoslawen, Rumänen, Nordafrikanern und Italienern überbelegt. In Hamburg-Fuhlsbüttel (»Santa Fu«) gibt es einen 40%igen Ausländeranteil; das Jugendgefängnis in Hannover ist zu über 80 % mit Ausländern belegt.

Das Wachpersonal der Gefängnisse ist wie die Polizei unterbesetzt und unterbezahlt.

Gerichte und Staatsanwaltschaften sind vorsintflutlich organisiert und ausgestattet.

Viele Richter benutzen das »Prinzip der Unabhängigkeit«, um ihre maßlose Faulheit zu kaschieren. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in mehreren Urteilen ihr Recht auf Faulheit höchstrichterlich abgesegnet:

Das Bundesverwaltungsgericht entschied gar, daß sich beisitzende Richter (»Beischläfer«) erst dann rechtswidrig verhalten, wenn »tiefes, hörbares und gleichmäßiges Atmen oder gar Schnarchen« vernehmbar ist. Und draußen wüten die kriminellen Horden immer dreister.

Anklageerhebungen lassen oft Jahre auf sich warten.

Überführte Kriminelle werden häufig überhaupt nicht verfolgt, weil Verfahren bereits bei den Staatsanwaltschaften eingestellt werden; Diebe, Fälscher, Betrüger ete. haben größere Chancen davonzukommen als derjenige, dessen Parkuhr abgelaufen ist. Die »Parksünder« aber werden gehetzt und geplündert, wo immer es geht. Von den Städten wird für lächerliche Kleinigkeiten Personal vorgehalten, das in den Justizverwaltungen und Polizeidienststellen dringend fehlt.

Immer mehr Ermittlungsverfahren werden auch durch bloße Kungelei zwischen Staatsanwaltschaft und den durch die Polizei oft mühsam ermittelten Tätern erledigt, wobei die wohlhabenden Täter, die eher zur Zahlung einer Geldbuße in der Lage sind, eindeutig bevorzugt sind. Und die Gleichheit vor dem Gesetz, der wichtigste Stützpfeiler des Rechtsstaats, bleibt auf der Strecke.

Und wie stellt sich das Rechtsbewußtsein des unbescholtenen Durchschnittsbürgers auf die aus den USA übernommenen »Deals« ein? Alles undjeder ist käuflich in der Bananenrepublik Deutschland. Der Mammon bestimmt die Moral. Man stelle sich vor, welche verheerende Signalwirkung dadurch auf die deutsche Jugend ausgeübt wird. Auf der anderen Seite kommt es zu politischen Schauprozessen wie kürzlich vor dem Amtsgericht Suhl, als junge Deutsche, die den amerikanischen Rennrodelfahrer Kennedy brutal verprügelt hatten, in einer medienerzeugten Pogromstimmung zu absurden Höchststrafen für Allerweltstaten, wie sie in den USA tagtäglich hundertfach geschehen, zu mehrjährigen Gefängnisstrafen ohne Bewährung verurteilt wurden. Gleichheit vor dem Gesetz? Keinesfalls! Die Urteile erinnern eher an politische Urteile der DDR.

Die nachrichtliche Verbreitung von Strafprozessen gegen junge nationale Gewalttäter erinnert, insbesondere in den Medien der Viererbande (ARD/ZDF), immer mehr an Frontberichterstattung. Wenn sämtliche anderen Tötungs- und Körperverletzungsdelikte, die täglich vor deutschen Gerichten abgehandelt werden, auch diesen Newswert erhielten, würde Tagesschau-Veigel allein davon 24 Stunden täglich zu berichten haben. Es handelt sich hier um die Herstellung einer tendenziösen politischen Öffentlichkeit, die jede seriöse Berichterstattung vermeidet.

Wenn es um die völlig zu Recht ergehende Bestrafung junger »neonazistischer« Straftäter geht, scheinen ihre Richter inzwischen mehr und mehr die ideologische Terminologie der Bonner Mischpoke zu übernehmen. Man kennt das ja aus vergangenen Zeiten. Es scheint wieder einmal nicht mehr auszureichen, nur Recht zu sprechen, man scheint darüber hinaus servil demonstrieren zu müssen, daß man sich mit dem herrschenden ideologischen Imperativ identifiziert. Wieder einmal scheint geistige Gleichschaltung gefordert und durchgeführt zu werden. Die von den Medien erzeugte Pogromstimmung scheint vor Richterstühlen nicht mehr haltzumachen. Dabei ist es so einfach: Ein Mord ist ein Mord, ist ein Mord, ist ein Mord, ist ein Mord. Politische Überzeugungen sind keine Kriterien der Strafzumessung.

In der Zwischenzeit hat die deutsche Justiz nach Ansicht sachverständiger Experten den Kampf gegen das organisierte Verbrechen südländischer, russischer, polnischer und chinesischer Organisationen längst verloren.

Das Rechtsstaatsprinzip ist zur Farce geworden. Zivil- und Verwaltungsprozesse dauern oft Jahre. Parteien versterben zwischenzeitlich, ohne ihr Recht erhalten zu haben. Die jeweiligen Familien durchleben diese Traumata mit. Es findet eine Rechtsverweigerung auf breiter Front statt. Aus einem Rechtsstaat ist ein Unrechtsstaat geworden. Das Gemeinwesen wird in seinen Grundfesten erschüttert.

In einem Rechtsstaat besteht bekanntlich zwischen Legislative, Exekutive und Judikative Gewaltenteilung. Wie so vieles in Deutschland besteht auch dieses Gewaltenteilungsprinzip nur auf dem Papier. Reiner Etikettenschwindel! Die Parlamente sind zu mehr als 50 % von Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes besetzt; dort betreiben sie politische Inzucht, kontrollieren und befriedigen sich selbst. In manchen Parlamentsausschüssen sitzen sie sogar regelmäßig vollständig unter sich. Umgekehrt haben mehr als 70 % der Beamten Parteibücher. Sie wissen schon, warum. Längst hat sich eingebürgert, von SPD-, CDU- oder CSU-Verwaltungen zu sprechen. Worte verraten auch. Artikel 137 des Grundgesetzes, der Abhilfe vorsieht, schlummert derweil unberührt vor sich hin.

Wann immer die Bonner Viererbande das Wort »Rechtsstaat« in den Mund nimmt, soll sie daran ersticken! Deutschland ist in Wirklichkeit genauso wenig ein Rechtsstaat, wie es Demokratie ist (siehe Seite 140 f., 161 f.).

Die libertäre Tolerierung der kriminellen Durchdringung unserer Gesellschaft wurde begleitet durch immer niedrigere Leistungsanforderungen an Schule und Universität; denn der einseitig verformte Mensch ist leichter manipulierbar und akzeptiert eher die kriminelle Durchdringung der Gesellschaft durch Korruption und das »anything goes«.

Maßgeblich beteiligt an der Leistungsnivellierung nach unten waren wiederum die »Libertären«; bezeichnenderweise ist heute eine gewisse Frau Hamm-Brücher, die uns die Gesamtschule mit eingebrockt hat, Kandidatin der FDP für das Präsidentenamt.

Der Analphabetismus nimmt in der Exportnation Deutschland, auch bedingt durch die Tolerierung massenhafter Zuwanderung aus unterentwickelten Staaten, getreu dem Bonner Vorbild USA, beängstigende Formen an und wird ständig weiter ansteigen. Im Jahre 1992 hatten zum Beispiel in Berlin 29,5 % aller ausländischen Jugendlichen keinen Hauptschulabschluß, wobei die jungen Türken diese Negativ-Statistik anführen. Bedingt durch diese in unser Land strömenden ethnischen Gruppen, werden auch die jungen Deutschen in den intellektuellen Abwärtssog hinabgezogen, zumal gleichzeitig die Professionalität, Qualität und Konfliktbereitschaft der Lehrerschaft beängstigend nachgelassen haben. Wir haben in den letzten zwei Jahrzehnten dennoch erleben müssen, wie eine nachgerade groteske Bestnoteninflation zu verzeichnen war. Wenn man Bequemlichkeit und mangelnde Konfliktbereitschaft (mit Schülern und Eltern) als eine üble Form der Korruption versteht, dann sind deutsche Lehrer korrupt bis in die Knochen.

Wir folgen dem verheerenden Vorbild der USA, nicht etwa dem beispielhaften Vorbild Singapurs, Südkoreas oder Japans. In den USA sind, einem Bericht der Laubach-Literacy-International zufolge, inzwischen 27 Millionen amerikanische Erwachsene, insbesondere bedingt durch die Migration aus dem mexikanischen Raum (dem entsprechen unser(e) Türkei, Jugoslawien, Nordafrika, Italien), praktisch Analphabeten. Sie können ihren Kindern nichts vorlesen, verstehen keine Straßenschilder oder Arbeitsmarkt-Anzeigen. Weitere 40 Millionen Erwachsene haben Schwierigkeiten, Zeitungen, finanzielle Bescheide und schwierige Lektüre zu lesen. Tendenz weiter stark steigend.

Das USA-Erziehungswesen ist in einem desolaten Zustand. Und dennoch üben einige US-Abschlußtitel dank eines dreisten Marketings in Deutschland noch immer eine so hohe Anziehungskraft aus, daß junge Menschen Zeit, Energie und Kapital einsetzen, um einen MBA oder BBA zu erlangen, dies, obwohl sie häufig einen wesentlich wertvolleren deutschen Titel bereits in Händen halten. Welch ein blühender Unsinn für die, die darauf hereingefallen sind, und welches »Big business« für diejenigen, die die Hereingefallenen geködert haben!

Nach neuesten Untersuchungen verfügen etwa 90 Millionen US-Amerikaner über keine Berufsausbildung.

Wenn Erziehung und Ausbildung die eigentlichen Mittel der Zukunftssicherung eines Landes sind, insbesondere die einer Exportnation ohne nennenswerte Rohstoffe, dann haben die »Libertären« unser Land auch insoweit durch einen steten Erosionsprozeß heruntergewirtschaftet.

Die Entwertung aller Werte und Sekundärtugenden (Ehrlichkeit, Rechtschaffenheit, Disziplin, Treue, Solida7 rität), überbordende Kriminalität unterentwickelter ethnischer Gruppen des Südens, deren Analphabetismus und religiöse Primitivität, Abbau des Rechtsstaates, fortdauernde illegale Zuwanderung durch Asylmißbrauch, mangelnde Unterstützung der Polizei und der Armee ete. haben Deutschland zu einem Land gemacht, aus dem laut einer SAT 1 -Umfrage im September 1993 inzwischen 85 % der Deutschen auswandern wollen, wenn sie es nur könnten; denn sie sind durch die Bonner Clique entwurzelt worden, ihnen wurde ihre Heimat genommen. Eine weitgehende Desorientierunghat stattdessen eingesetzt. Chuzpe statt Skrupel. Beschiß statt eines Mannes Wort. Das Bedürfnis nach allseitiger Absicherung hat groteske Formen angenommen. Mißtrauen überall. Enttabuisierung letzter Tabus. Schweine an die Macht!

Das Gefährlichste ist die Gewöhnung an das Obszöne, an die Gewaltverherrlichung in den Medien, an die Verniedlichung von Sex und Mißbrauch mit Kindern, an die Gesellschaftsfähigmachung der Verunglimpfung unserer Frauen durch deren faschistisch-sexistische Darstellung, die Denunzierung des Leitbilds »Eltern« oder die Institutionalisierung der Habgier. Anything goes. Vielleicht erinnern wir uns, wie es war, als wir zum erstenmal über SAT 1 aus der Frankfurter Börse den Kampf um das Goldene Kalb live miterleben mußten. Wie angewidert, aber auch wie fasziniert viele von uns über diesen weiteren Tabubruch waren. Geldgeilheit live! Deutschland, Monopolyland. Für das Werteverständnis unserer Jugend sind Erzeugnisse dieser Art ungleich schädlicher als harmloses Gerammel in irgendwelchen Softpornos. Wir werden zu einem Volk von Glücksrittern und Spekulanten, die den Gesetzesbruch, das asoziale Verhalten als Chance und nicht als Risiko für die eigene Existenz begreifen. Die Metamorphose vom Menschen zum Schwein lohnt sich in Deutschland. Dies ist die eigentliche libertäre »message«. Wir sind so frei!

Was tut ein von ihren Werten entwurzeltes, identitätsloses Volk, das nicht in Massen das ihnen entfremdete Land ihrer Geburt verlassen kann? Es geht in die innere Emigration. Auf dem Weg in diese Emigration lauern wiederum Wegelagerer jeglicher Couleur. Nutznießer jeder Art haben Hochkonjunktur: Pfaffen, Astrologen, Heilsbringer, Graphologen, Wahrsager, Okkultisten, Esoteriker, Satansfetischisten, Spendenschnorrer. Sie alle leben von dem Rohmaterial menschliche Not und Schuld. Sie alle bereiten den Bodensatz jeder Manipulation, den Irrationalismus; denn nur der rationale Mensch läßt sich nicht manipulieren. Ist es in diesem Zusammenhang verwunderlich, daß auch hinsichtlich der Volksseuehe Astrologie wiederum der luxemburgische Primitivsender RTL führend ist und die Sternendompteuse Elisabeth Tessier fröhliche Urständ'feiert? Dabei können die, die trotz aller wissenschaftlichen Evidenz immer noch der Volksverblödung Astrologie nachhängen, sich von der GWUP in Darmstadt diej ährlichen wissenschaftlichen Auswertungen astrologischer Voraussagen beschaffen und feststellen, daß wirklich nichts an dem Hokuspokus dran ist, es sei denn, was jeder Hornochse mit ein wenig gesundem Menschenverstand voraussagen kann. Selbst schlichtesten Gemütern müßte deren Absurdität einleuchten; denn die Astrologie berücksichtigt zum Beispiel nicht die unterschiedliche Entfernung von einzelnen, oft überhaupt nicht mehr bestehenden Himmelskörpern zur Erde. Die Astrologie unterstellt also, daß die Kräfte der Gestirne entfernungsunabhängig wirken, eine abstruse, allen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen zuwiderlaufende Vorstellung. Dennoch will ein Drittel der deutschen Bevölkerung nicht ganz ausschließen, daß an der Astrologie doch etwas dran sein könnte. 7 % haben sich schon einmal ein persönliches Horoskop anfertigen lassen. Etwa 5 000 astrologische Scharlatane treiben in Deutschland ihr Unwesen. Sie machen Menschen abhängig, ähnlich der Drogen- und Spielsucht, zerstören Familien und Partnerschaften.

Auch Nostradamus, der ewig irrende Prophet, ist wieder ausgebuddelt worden. Hätte er nur einmal nicht geirrt, als er nämlich das Ende des Papsttums voraussagte -und nichts geschah.

Esoterische Rattenfänger tauchen plötzlich vermehrt aus ihren Löchern auf. Wie die Esoteriker Hitler und Nietzsche, die vom »Gottmenschen« bzw. »Übermenschen« faselten, bereiten sie gerade wieder den Weg für einen neuen Menschen vor - direkt in einen neuen Abyssus.

Die Wertelosigkeit des ungezügelten libertären Systems spült Beliebiges an die Oberfläche. Die Beliebigkeit ist stilbildend; wohlmeinende nennen dies Mannigfaltigkeit. In Zeiten eines überbordenden Irrationalismus hat die Ersatzbefriedigung »Mode« Hochkonjunktur. Wie Lemminge hecheln die Persönlichkeitsnieten Stilbildnern wie Lagerfeld, Sanders oder Joop hinterher, die gleichzeitig ein Meer an Parfümen mitliefern, so, als ob sie ahnten, daß die enthemmten, moralisch verwahrlosten Menschen ihren eigenen Gestank nicht mehr ertragen. Personen wie der personifizierte Schickeria Moshammer verkaufen dann den »Schrott«.

Libertinage à la Bonn hat die Individualrechte auf Kosten jeglicher Konzeption des Allgemeinwohls überbetont und ist weitgehend unbestimmt und konturlos geblieben. Das wertelose, eigennützige Fokussieren auf Vermögensbildung und materielle Sicherheit hat die westliche Gesellschaft zum Unwert des »anything goes« und damit zu Heuchelei, Korruption, Betrug, Antichambrierertum, Byzantinismus, Mittelmäßigkeit und Philisterhaftigkeit geführt. Der Niedergang der »res publica« führt gleichzeitig dazu, daß Deutschland gegenüber Staaten, die die Prosperität des Ganzen über das Individualinteresse stellen, relativ schutzlos ausgeliefert sein wird. Ein Zusammenschluß mit anderen libertären Staaten führt keineswegs aus der Sackgasse, sondern verbreitert nur die Angriffsfront. Der richtige Weg ist vielmehr, sich wie Japan, Südkorea, Singapur oder zukünftig mutmaßlich auch China etc. nach hegelschem Vorbild neu zu organisieren und die Entwertung traditioneller Werte rückgängig zu machen.

Es geht um die alte klassische Frage: »Wieviel Freiheit für die Feinde der Freiheit?« Die Antwort kann nur heißen: »Keine!« Wer ist der größte Feind der Freiheit? Die Korruption. Jeder Politiker, der sich korrumpieren läßt, ist ein Feind der Freiheit jedes einzelnen Volkssubjekts, unabhängig von fremden Einflüssen das Schicksal seines Volkes selbst bestimmen zu können. Jeder Lobbyist ist ein Feind des Volkes. Jeder Politiker, der dem Volk die Freiheit zur Selbstbestimmung vorenthält, ist ein Feind der Freiheit und des Volkes.

Die Zukunft wird ökologisch-marktwirtschaftlichen, autoritär-rechtsstaatlichen und national-solidarischen Gemeinschaften gehören (siehe Seite 13 8 ff.); die fortschrittlichsten unter ihnen werden darüber hinaus direkte Demokratien aufweisen. Die Spatzen pfeifen dies von allen Dächern. Nur die Viererbande und die mit ihr in Symbiose existierenden Medien stecken die Köpfe in den Sand, betreiben »Vogel-Strauß-Politik«, darauf hoffend, daß der bittere Kelch an ihnen vorbeigeht. Er wird nicht vorbeigehen. Nur bedauerlich, daß wir alle, die Opfer ihrer Machenschaften, den Kelch werden mit ausleeren müssen. Nur, haben wir es eigentlich besser verdient?! War uns unser Selbstbestimmungsrecht tatsächlich so wichtig? Hatten wir uns nicht häuslich eingerichtet in der Nischengesellschaft, entmündigt zwar, aber mit vollem Magen? War uns der gefüllte Wanst nicht wichtiger als der gebeugte Rücken? Der aufrechte Gang aber wird schwierig werden mit einer chronischen Rückgratverkrümmung.

Entwicklungsziel muß sein, die libertinäre Gesellschaft Deutschlands in eine liberale Gemeinschaft zu entwikkeln, in der das Gemeinschaftsinteresse im Zweifel vor dem Individualinteresse steht (in dubio contra libertate) und die Freiheit zur Selbstbestimmung der Volksgemeinschaft als kardinales Demokratieprinzip in das Zentrum jeder progressiven Liberalismusdiskussion tritt. Individual- und Minderheitenfreiheitsrechte finden ihre definitiven Schranken im höherrangigen Gemeinschaftsinteresse auf Prosperität des Ganzen.


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