VIII. Hitler und der "Verbund der europäischen Staaten"
Hitler und "Lebensraum"
Nach Rainer Zitelmann liefen Hitlers Vorstellungen zum Begriff "Lebensraum" keineswegs allein auf eine agrarisch geprägte Ernährungsbasis hinaus, sondern auch auf Absatzmärkte und die Sicherung ökonomischer Ressourcen.
Nach Hitler-Forscher Enrico Syring läßt sich quellenmäßig nicht belegen, daß Hitler "Lebensraum" (im Osten) noch zu seinen Lebzeiten erobern wollte. Hitlers diesbezügliche Aussagen seien strategisch-machtpolitischer Natur, auf eine ferne Zukunft gerichtet, wenn dereinst das wachsende deutsche Volk Lebensraum benötige.
Auch die Einschätzung der USA als kommende überwältigende Macht ist laut Syring für Hitler ein wichtiges Motiv. Europa werde dagegen ein Gegengewicht schaffen müssen, um sich macht- und wirtschaftspolitisch gegenüber Amerika behaupten zu können. Dazu brauche Europa die Ressourcen eines ganzen Kontinents (Ganz-Europas), also auch die Rohstoffe Rußlands. (vgl. Syring, Enrico "Hitler. Seine politische Utopie", Berlin 1994, S. 34, 35, 239, 242, 247)
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