Nachrichten aus der Rubrik »In Kürze« aus VffG 3/1998



Die Schweiz schlägt zurück
»"Aus und fertig", das sollen die Banken dem WJC [World Jewish Congress] sagen und die Verhandlungen abbrechen, fordert Feigel. "Mittlerweile hat dich jeder gemerkt, daß das Gauner sind, die die Schweiz erpressen."« (SonntagsZeitung, Zürich, 14.6.98) Feigel ist Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde der Schweiz, analog dem Zentralrat der Juden in Deutschland.
Die nimmer endenden Erpressungsversuche und Boykottdrohungen der USA gegen die Schweiz sollen jetzt mit entsprechenden, analogen Gegenmaßnahmen beantwortet werden, wenn es nach dem Willen der Aktionäre der Credit Suisse Group geht. Die New Yorker Behörden, von denen viele Drohungen gegen die Schweiz ausgingen, sollen nun ihrerseits auf Schadensersatz in Milliardenhöhe verklagt werden (SonntagsZeitung, Zürich, 5.7.98).

Strafanzeige gegen Schweizer Nationalrat
Als der Schweizer Nationalrat und Zentralpräsident der Schweizer Demokraten Rudolf Keller in der Juli-Ausgabe seiner Parteizeitung zum Gegen-Boykott gegen »sämtliche amerikanischen und jüdischen Waren, Restaurants und Ferienangebote« aufrief, war der Vizepräsident des Schweizer Israelitischen Gemeindebundes Thomas Lyssi schnell mit einer Strafanzeige zur Hand. Nun wird gegen Keller wegen Verstoßes gegen das neue Anti-Rassismusgesetz ermittelt.

Sind die Schweizer kein Volk?
Als einige Schweizerbürger wegen des gegen die Schweiz gerichteten Hetzfilmes »Nazigold und Judengeld« Strafanzeige erstatteten, wurde ihnen mitgeteilt, daß diese Anzeige unzulässig sei. Die Bezirksanwaltschaft Zürich in Person der Staatsanwälte Thomas Würgler und Armin Felber teilten zwar mit, daß ein »Anfangsverdacht hinsichtlich eines strafrechtlich relevanten Verhaltens« zweifellose gegeben sei. Die Untersuchungen zu diesem Fall seien aber eingestellt worden, da es sich bei dem Schweizervolk nicht um ein Volk im Sinne des Gesetzes handele (Basler Zeitung, Inserat Prof. M.H. Burckhardt, 5.12.97).

Aldo Ferraglia: Freispruch für Garaudy-Buchvertrieb
(Recht+Freiheit online, http://www.ruf-ch.org, 12.06.98) Das Waadtländer Kantonsgericht hat die Berufung des Buchhändlers Aldo Ferraglia gutgeheißen und diesen vom Vorwurf der "Rassendiskriminierung" freigesprochen. Ferraglia war im Dezember 1997 vom Strafgericht Vevey wegen des Verkaufs des Buches von Roger Garaudy Les mythes fondateurs de la politique Israelienne (Die Gründungsmythen der israelischen Politik) zu vier Monaten Gefängnis auf Bewährung und zur Zahlung einer Genugtuung von insgesamt 28.000 Franken für die erlittenen seelischen Qualen an drei jüdische Verbände verurteilt worden (LICRA (Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus), Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund und Vereinigung der Söhne und Töchter deportierter französischer Juden). Diese Verbände kündigten sofort eine Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht an. Ferraglia wurde nicht etwa unter Hinweis auf die Meinungsfreiheit freigesprochen, sondern weil zwei der drei Richter der Auffassung waren, die Haftung gehe im Bereich des Buches nicht weiter als bis zum Drucker.

Großer Schauprozeß in der Schweiz
Am 15.7.1998 lief in der Schweiz der große Schauprozeß gegen den weltbekannten Schweizer Revisionisten Jürgen Graf und dem Verlagsgesellschafter Gerhard Förster (Neue Visionen Verlag, Würenlos). Von den zwei beantragten sachverständigen Zeugen Prof. Dr. R. Faurisson und Dipl.-Ing. Wolfgang Fröhlich wurde der letzte zugelassen. Der österreicher Fröhlich ist Spezialist für Entlausungen. Seine Ausführungen über die Unmöglichkeit, Massenvergasungen den Zeugenaussagen entsprechend durchzuführen, quittierte der Staatsanwalt Aufdenblatten mit der Drohung, ihn nun auch wegen Leugnung des Völkermordes anzuzeigen. Fröhlich hat daraufhin seinerseits gegen den Staatsanwalt Anzeige wegen Bedrohung und Verleitung zur Falschaussage erstattet.
Jürgen Graf erhielt eine Strafe von 15 Monaten, Gerhard Förster von 12 Monaten Gefängnis ohne Bewährung. beide sind in Berufung gegangen. Das Gericht beschloß zudem die Einziehung der inkriminierten Bücher Erdachte Gespräche (Erich Glagau), Der Verdammte Antisemitismus (Harold Cecil Robinson), Der Holocaust Schwindel, Der Holocaust auf dem Prüfstand, Auschwitz: Tätergeständnisse und Augenzeugen des Holocaust, Todesursache: Holocaustforschung, Das Rotbuch (alle Jürgen Graf).
Ein detaillierter Prozeßbericht erschien auf http://www.ruf-ch.org/Recht/Prozess/GrafProzber.html (Recht+Freiheit)

Rudolf Gutachten: Verfahren ausgesetzt
Das Strafverfahren gegen den Schweizer René-Louis Berclaz, u.a. wegen der Verbreitung der französischen Fassung des Rudolf Gutachtens, wurde Ende Juni von Amtsgericht Châtel-Saint-Denis (Kanton Fribourg) ausgesetzt. Mit ausschlaggebend dafür war eine Stellungnahme des vom Gericht beauftragten promovierten Chemikers Henri Ramuz, der dem Rudolf Gutachten Wissenschaftlichkeit zugestand. VffG wird berichten.

»Liste deutscher Kriegsgefangener in Polen
Kattowitz (dpa, 29.6.1998). Bislang unbekannte Unterlagen über die Arbeitseinsätze deutscher Kriegsgefangener sollen in Polen aufgetaucht sein. Die Dokumentensammlung sei dem deutschen Minderheitenverein "Versöhnung und Zukunft" zugespielt worden, teilte der Chef des oberschlesischen Verbandes in Kattowitz mit. Etwa 800 Todesfälle der 2500 Gefangenen in den oberschlesischen Bergwerken seien darin dokumentiert. Als häufige Todesursache werden Erschießung genannt.« Fein, daß die dpa die deutsche Minderheit in Schlesien einmal wahrnimmt, schade aber, daß die deutschen Sklavenarbeiter der unmittelbaren Nachkriegszeit verharmlosend als »Kriegsgefangene« ausgegeben werden.

Wahlkampf auf National-Tschechisch: Stimmungsmache gegen den NATO-Beitritt mit antideutscher Propaganda

Wahlkampf auf National-Tschechisch
Unangenehm aufgefallen ist der Vorsitzende der nationalistischen tschechischen Republikanischen Partei, Milos Sladek. In einem in Millionenauflage verbreiteten Wahlkampfflugblatt forderte er nicht nur die Aufrechterhaltung der Völkermord-Dekrete von Edward Beneš, sondern zudem Entschädigung für erfundene 360.000 Opfer reichsdeutscher Besatzungspolitik. Jede Verhandlung mit den Sudetendeutschen wird darin als Landesverrat angeprangert, jeder Kompromiß kategorisch abgelehnt. In einer Veranstaltung hat Sladek sogar bedauert, daß nach dem Krieg nicht noch mehr Deutsche umgebracht worden seien. Ein tschechisches Gericht sprach in diesbezüglich frei, da diese Äußerung vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sei.
Dagegen hat eine der bedeutendsten Rundfunkjournalisten der Tschechei, Lída Radusanová, Anfang Mai bei einer Fernsehdebatte die Position vertreten, die Beneš-Dekrete seien sofort zu annullieren, da sie der Internationalen Charta für Menschenrechte zuwiderliefen, denen sich die Tschechei 1991 vertraglich verpflichtet habe. Die neue tschechische Regierung werde die Dekrete daher annullieren müssen. (Sudetenpost, Wien, 25.6.98).

Eine deutsche Antwort auf die Goldhagen- und Spielberglügen soll eingezogen werden
Unter dem Az. 2 Ds 11 Js 24173/97 strebt die Staatsanwaltschaft am Landgericht München II die Einziehung der von VHO vertriebenen revisionistischen Broschüre obigen Titels an (vgl. Inserat auf S. 182). Zeitgleich leitete die StA Frankfurt/Main auf Anzeige von Ignatz Bubis ein Strafverfahren gegen Siegfried Verbeke ein, weil er für diese Schrift verantwortlich sei. (Az. 50 Js 10328.2/98)

Plädoyer im Verfahren VHO ./. Anne-Frank-Stiftung
Seit Jahren läuft ein Strafverfahren gegen Siegfried Verbeke, weil er Prof. Faurissons kritische Analyse des Tagebuch der Anne Frank auf Niederländisch publiziert hatte. Nun ist das Plädoyer für den 20.8.1998 angesetzt worden. Wir werden berichten.

Aufruf zum Mord
Ein Spielfilm mit dem Titel »Terminale« wird demnächst in Paris uraufgeführt. Er handelt von einem Lehrer, der eine Schülerin mißbraucht, die daraufhin Selbstmord begeht. Anschließend entdecken andere Schüler, daß der Lehrer ein »Revisionist« ist. Sie kochen vor Haß. Eine Anzeige für diesen Film ruft zum Mord an diesen bösen Kerls auf. Ein Mord sei allein schon wegen der Schlechtigkeit dieses Kerls gerechtfertigt.
Die französischen Revisionisten werden Francis Girod, den Produzenten dieses Filmes, für alle Gewalt, die durch diesen Film ausgelöst wird, verantwortlich machen. Er wird für derartige unglückliche Folgen seines krankhaften Aufrufes zum Mord an den Revisionisten zu zahlen haben. AAARGH

Norwegen ist an der Reihe
Nach einer Meldung der norwegischen Agentur NTB hat die norwegische Regierung Ende Juni ein Gesetzentwurf eingereicht, wonach Norwegen für jüdische Leiden im Zweiten Weltkrieg 60.000.000 Dollar zahlen wird (AP, 26.6.98).

KL Auschwitz: Zutrittsverbot für David Irving
Ende Juli 1998 wurde David Irving darüber informiert, daß es ihm ab sofort nicht mehr erlaubt sei, die Gelände bzw. Gebäude des Staatlichen Museums in Auschwitz zu betreten. Zugleich wurde der britischen Fernsehgesellschaft BBC verboten, im August einen Film mit David Irving in Auschwitz zu drehen. Nach den bundesdeutschen Archiven versperren nun also auch die Polen dem weltbekanntesten Historiker den Zutritt zu ihren Akten.

Griechenland soll anti-revisionistisches Gesetz einführen
Obwohl nicht bekannt ist, daß es in Griechenland Holocaust-Revisionisten gibt, drängt die Jüdische Gemeinde darauf, daß Griechenland ein entsprechendes Gesetz einführt, daß die Bestreitung des Holocaust unter Strafe stellt. Eine entsprechende Forderung wurde während einer internationalen Tagung jüdischer Juristen in Thessaloniki bekannt, auf der man sich angesichts der weltweit wachsenden Revisionsbestrebungen, transportiert vor allem über das Internet, besorgt zeigte. Man will erreichen, daß alle europäischen Länder Strafgesetze einführen, wie sie bereits in Deutschland, österreich, der Schweiz, Luxemburg und Frankreich bestehen. (Athens News, 28.6.98, S. 1)

Strafverfahren gegen Franz Swoboda
Gegen den Österreicher Franz Swoboda wurde am 30.3.98 eine Hausdurchsuchung und umfangreiche Beschlagnahmung wegen seiner Tätigkeit im Zusammenhang mit der österreichischen Website http://www.ostara.org durchgeführt. Swoboda selbst wurde vorübergehend festgenommen, befindet sich aber wieder auf freiem Fuß. Neben politsch rechten Beiträgen enthält diese Website auch einiges revisionistisches Material von Ing. E. Lachout und Dipl.-Ing. W. Fröhlich. Die Website konnte nach kurzfristiger Unterbrechung ihren Betireb wieder aufnehmen.

Vizekanzler Steger über das KZ Mauthausen
Wie das österreichische Magazin Profil in seinen Ausgaben 24 und 26 des Jahres 1984 berichtete, soll sich der damalige Vizekanzler Steger wie folgt zum KZ Mauthausen geäußert haben:

»In Mauthausen sei nicht vergast worden. Er wüßte das, weil sein Vater dort als Häftling gewesen sei. Der in Mauthausen installierte "Ofen" sei "im nachhinein" installiert worden. So habe es sein Vater ihm gesagt"«

Wird Reinhold Messner deutsch-national?
Der Bergsteiger Reinhold Messner, bisher den Grünen zugetan, hat dazu aufgerufen, bei den Regionalwahlen im Herbst die Südtiroler Volkspartei zu wählen. Der 53jährige sagte jetzt, die Partei der deutschsprachigen Südtiroler entspreche seinen Vorstellungen am besten. Bei der Besteigung des Mount Everest hatte er nicht die Südtirolflagge gehißt, sondern sein Taschentuch. Die Grünen kommentierten seine patriotische Neuorientierung: »Er ist wohl verrückt geworden.« Fragt sich nur, von wem. Hoffentlich von der Einsicht. (Frieden 2000, 3-4/98, S. 9)

Strafverfahren gegen Udo Walendy eingestellt
Das gegen den Diplom-Politologen Udo Walendy eingeleitete Strafverfahren wegen seines dokumentenkritischen Beitrages in dem zeitgeschichtlichen Sammelwerk Grundlagen zur Zeitgeschichte wurde inzwischen wegen Verjährung eingestellt. In einem weiteren Verfahren wegen kritischer zeitgeschichtlicher Untersuchungen in der von ihm herausgegebenen Schriftenreihe Historische Tatsachen wird zur Zeit in der Revisionsinstanz geprüft, ob die vier Unbedenklichkeits-Gutachten, die Walendy vor Druck seiner Schriften von Juristen einholte, ihn nicht entlasten. Inzwischen wurde Herrn Walendy mehrfach Hafturlaub gewährt.

Ingrid Weckert zu DM 3.200,- verurteilt
Wegen der Abfassung ihres Artikels »Zweimal Dachau«, zuerst publiziert in der Zeitschrift Sleipnir (2/1997) und von uns erneut abgedruckt (VffG 1(2) (1998), S. 22-35) wurde die Münchner Historikerin Ingrid Weckert vom Amtsgericht Berlin-Tiergarten zu einer Geldstrafe von DM 3.200,- verurteilt (vgl. VffG 1(4) (1997), S. 274, 301).

Weiteres Strafverfahren gegen Günter Deckert
Gegen den Patrioten Günter Deckert wurde von der StA Karlsruhe eine weiteres Verfahren wegen Beleidigung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener (§§185, 189) eingeleitet. (Az. 57 Js 24484/97). Deckert wird vorgeworfen, in einem privaten Brief aus dem Gefängnis an den in Haar ansässigen Max Mannheimer provozierende Fragen zu dessen Vergangenheit gestellt zu haben, darunter beispielsweise:

»1. Ihre Sachaussage = Behauptung, die Wannseekonferenz habe die "Endlösung der Judenfrage", d.h. die Massenvernichtung beschlossen, ist, sofern tatsächlich gefallen, eine LÜGE!!! – Beweis(e): Prof. Dr. E. Jäckel, Uni Stuttgart, sowie Prof. Yehuda Bauer (JUDE), UNI Tel Aviv
2. Ihre Familie hat die Benachteiligung und schrittweise Ausgrenzung der Juden mitbekommen. Warum blieb man?
3. Wieso wurde die Familie erst 1943 nach Auschwitz, dem Vernichtungs- und Todeslager, verbracht?
4. Wieso wurden Sie aus dem Todes- und Vernichtungslager Auschwitz – mit ihrem Bruder? – zuerst nach Warschau – dort gab es kein KL/KZ! –, dann nach Theresienstadt und schließlich nach Dachau und Mühldorf verbracht; die drei letztgenannten waren keine Todes- und Vernichtungslager und, mit Ausnahme von Theresienstadt, keine Juden-KL/KZ?
[…]

Dieses gegen Deckert angestrengte Verfahren ist insgesamt das neunte dieser Art, wovon vier noch nicht rechtskräftig sind. (Gesamtstrafe bisher: 52 Monate ohne Bewährung.) Sie alle richteten sich gegen direkte oder indirekte Meinungsäußerungen Deckerts, wie die Publikation bzw. Verbreitung von Büchern bzw. Flugschriften, die Abfassung von Leser- oder privaten Briefen, die Veranstaltung von Versammlungen, auf denen "verbotene" Ansichten geäußert wurden.

Strafverfahren gegen Strafverteidiger
Wegen eines Beweisantrages wird sich der Mannheimer Verteidiger Ludwig Bock womöglich vor dem Strafrichter verantworten müssen. Ihm wird von der Staatsanwaltschaft Mannheim vorgeworfen, bei seiner Verteidigung von Günter Deckert Volksverhetzung betrieben zu haben. Bock hatte den Antrag gestellt, führende deutsche Politiker zu laden, mit deren Aussage bewiesen werden sollte, daß die Wahrheit über den Holocaust auch deshalb nicht durchdringen könne, weil die deutschen Politiker sich nicht erlauben könnten zuzugeben, sie hätten sich über Jahrzehnte für dumm verkaufen lassen. Sollte es zu einer Verurteilung Bocks kommen, wäre festzustellen, daß eine angemessene Verteidigung bei Gesinnungsprozeß in Deutschland nicht mehr möglich ist.

Vortragsverbot für Prof. F.W. Seidler bei Bundeswehr
Der durch seine zeitgeschichtlich kritischen Bücher hervorgetretene Historiker an der Bundeswehrhochschule in München, Prof. Dr. Franz W. Seidler, sollte bereits im letzten Jahr auf Einladung des Kommandeurs des Verteidigungsbezirkskommandos 54, Oberst Horst-Henner von Hopfgarten, in Tübingen einen Vortrag über den Partisanenkrieg in Rußland und die Anti-Wehrmachtausstellung des Kommunisten Heer halten. In der Einladung hatte der Oberst aus seiner Ablehnung der Heerschen Ausstellung keinen Hehl gemacht und erwähnt, daß sie die Geschichte der deutschen Soldaten zu politischen Zwecken mißbrauche und von anerkannten Historikern der Unwissenschaftlichkeit und Halbwahrheiten überführt worden sei. Daraufhin wurde der Vortrag vom Bundesverteidigungsministerium verboten. Dessen Sprecher erklärte, daß mit der geplanten Veranstaltung »von den politischen Vorgaben des Bundesverteidigungsministers Rühe abgewichen« werde (Ostpreußenblatt Nr. 2/98). Gegen einen Vortrag eines Ex-Stasi-Hauptmannes Hagen Koch in der Mainfrankenkaserne, während dem er die DDR verherrlichte, wurde dagegen kein Einspruch erhoben. (Steigerwald-Bote, 19.3.98).
Gegen Seidler werden inzwischen im Zusammenhang mit seinem zu Beginn dieses Jahres erschienenen Werk Verbrechen an der Wehrmacht ungerechtfertigte Fälschungsvorwürfe erhoben. Beim der Planung des Buches waren einige Absätze als kommentierte Passagen mit indirekten Zitaten geplant worden, die dann aber wieder auf die Originalzitate umgestellt wurden, wobei sich Fehler einschlichen. Inzwischen weist der Verlag mit einem Korrekturzettel darauf hin.

Junge Freiheit bei Bundeswehr unerwünscht
Auf wenig Gegenliebe stößt offenbar die Zielsetzung des Chefredakteurs der patriotisch-konservativen Wochenzeitschrift Junge Freiheit, Dieter Stein, durch einen moderaten Distanzierungskurs gegenüber rechten Kräften im politischen Zentrum akzeptiert zu werden. So hat jetzt die Bundeswehr die Junge Freiheit dazu aufgefordert, sämtliche Zusendungen an Dienstadressen zu unterlassen. Ferner wurden sämtliche Anzeigen in diesem Blatt gestrichen, ein Abonnement der Zeitung durch Dienststellen verboten und die Soldaten aufgefordert, vorgesetzten Stellen zu melden, sobald sie Kenntnis davon erhalten, wenn das Blatt irgendwo in Dienstgebäuden auftaucht oder wenn es von Soldaten oder Bediensteten der Bundeswehr gelesen wird. Inzwischen schaltet die Bundeswehr massiv Anzeigen in der linksradikalen taz.

Mißglückte Umerziehung
»Ich bin nicht 900 Kilometer gereist, um nur Gelächter zu ernten« war die verbitterte Reaktion von Tadek Sobolewicz, einem Polen, der vor der Jugend eines Regensburger Sportvereines einen Vortrag über die Außenstelle Colosseum des bayerischen Konzentrationslagers Flossenbürg halten sollte. Anstatt aufmerksam zuzuhören, kicherten die meisten Jugendlichen nur, und nach der Aufforderung des Leiters, daß alle Uninteressierten den Raum verlassen mögen, blieben nur drei Jugendlichen übrig (Mittelbayerische Zeitung, 30.5.98). Destruktive Jugendarbeit kommt eben nicht an.

Berufsverbote werden auch gegen Rechte aufgehoben
Offenbar scheint sich die deutsche Justiz dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes zu beugen, dem zufolge die deutsche Berufsverbotspraxis menschenrechtswidrig ist. Inzwischen wurden entsprechende vorinstanzliche Urteile aufgehoben, wie z.B. gegen Dieter Kern (Entlassen wegen seiner Kandidatur für das Bündnis Rechts für Lübeck) oder Haymo Hoch (Dienstenthebung als Beamter wegen Landesvorsitz der hessischen Republikaner). (PHI, 10.6.98, S. 157f.)

Republikaner wg. Verrats von Dienstgeheimnis verurteilt
Mit der Verurteilung zu einer Strafe von 8000,- Mark wegen Verrats von Dienstgeheimnissen endete am Anfang Juni vor dem Karlsruher Amtsgericht der Prozeß gegen den früheren Landtagsabgeordneten der Republikaner, Kriminalkommissar Bernhard Amann. Im Prozeß zeigte sich recht deutlich, daß der verdeckte Ermittler unter dem Namen »Axel Reichert« in der Karlsruher Neonazi-Szene eine sehr gefährliche und zwielichtige Rolle gespielt haben muß. Kriminalkommissar Amann hat deshalb die verdeckte Tätigkeit seines Polizeikollegen aufgedeckt, nachdem ihm bekannt wurde, daß dieser offensichtlich die jungen Rechten zu Straftaten verleiten würde. Dennoch wurde ein Verfahren gegen »Axel Reichert« eingestellt und mit Amanns Verurteilung ein Exempel "im Kampf gegen Rechts" statuiert. (PHI, 10.6.98, S. 157f.)

Provokationen aus den USA führen zu Strafverfolgung in Deutschland
Mit 3.600 DM Geldstrafe endete am 15.6.98 das Verfahren gegen Xaver Christoph vor dem AG Dachau, weil er aus den USA unaufgefordert Hakenkreuzaufkleber zugestellt bekam (Az. 1 Cs 11 Js 40221/97). Die Sendung wurde vom Zoll in Frankfurt abgefangen und führte zu einer Hausdurchsuchung bei Herrn Christoph am 30.10.97, bei der neben einem Exemplar von VffG auch andere als rechts eingestufte, aber nicht verbotene Publikationen als Beweismittel beschlagnahmt wurden (Unabhängige Nachrichten, Huttenbriefe, Die Hölle von Lambsdorf). Da sich derartige Fälle in letzter Zeit häufen, liegt die Vermutung nahe, daß gewisse interessierte ausländische Kreise hinter diesem Versand verbotener Aufkleber und Schriften stehen, die rechte Aktivisten in Deutschland in teure Strafverfahren verwickeln und somit einschüchtern wollen. VffG wird diesbezüglich recherchieren und versuchen, diese Kreise bloßzustellen.

Prof. Dr. Raul Hilberg

Raul Hilberg kritisiert Goldhagen vernichtend
Bei einer Gastvorlesung an der Uni Hannover kritisierte Hilberg die Thesen Goldhagens, der deutsche eliminierende Antisemitismus sei keineswegs der alleinige oder gar dominierende Faktor des Holocaust. Nach Hilbergs Auffassung steckt hinter dem Holocaust ein »Buntes Allerlei«. Eine Zentralstelle für den Judenmord existierte im Dritten Reich nie, selbst ein von Hitler unterzeichneter Mordbefehl ist bisher nicht gefunden worden. Für Hilberg bleibt der Holocaust auch nach fünf Jahrzehnten Forschung ein Thema, für das er keine rationale Erklärung gefunden hat: »Im Grunde genommen verstehe ich die ganze Sache nicht.« (Alfelder Zeitung, 3.6.98, S. 10). Wir meinen: wer nicht mit rationalen Methoden forscht, wird nie rational erklären können.

Yehuda Bauer kritisiert Spielberg-Stiftung
Mit harschen Worten kommentiert der israelische Holocaust-Forscher Prof. Dr. Y. Bauer die Tätigkeit der von Steven Spielberg initiierten und geleiteten Stiftung zur filmischen Aufzeichnung von Aussagen der heute noch lebenden etwa eine Million ›Holocaust‹-Überlebenden (Survivors of the Shoah Visual History Foundation, vgl. http://www.vhf.org):

»Die Erinnerung spielt den Leuten Streiche. […] Diese Interviews werden ohne jede Kontrollmöglichkeit der mitgeteilten Informationen durchgeführt. Somit wird ein Teil dieser Bänder ohne Nutzen sein. Es gibt haufenweise Probleme.« (Prisma, kath. Pressedienst)

Wie bereits berichtet, ist auch die Qualität der anderen mit ähnlichen Projekten befaßten Stiftungen nicht besser, vgl. VffG 1(3) (1997), S. 190.

Verwirrung durch Aprilscherz
Mit einem am 1.4.98 verfaßten Brief sorgte der deutschstämmige US-Amerikaner Hans Schmidt für Verwirrung. Schmidt hatte einen Artikel der New York Times vom 27.3.98 dazu benutzt, um auf die Rechtslage in Deutschland aufmerksam zu machen. Die New York Times berichtete in ihrem Artikel unter der Überschrift »Jailing Journalists in Latin America« über die staatlichen Verfolgungsmaßnahmen, denen Reporter in Lateinamerika ausgesetzt sind, wenn sie staatliche Korruptionsfälle aufdecken. Schmidt veränderte die Überschrift in »Jailing Journalists in Germany« und erfand einen auf Deutschland angewandten Text, in dem die Repressionen gegen Oppositionelle wie Günter Deckert und Udo Walendy angegriffen wurden. Leider unterließ Schmidt jeden weiteren Hinweis auf diesen Aprilscherz. So berichtete u.a. der Pressedienst Politische Hintergrundinformationen mit Bezug auf die NYT, nun habe auch die angesehenste US-Zeitung das Thema »Patriotenverfolgung« in Deutschland aufgenommen (PHI 26.6.98, B17, 10, S. 181). Die NYT wäre aber wohl die letzte, die darüber berichtete.

Institute for Historical Review als gemeinnützig anerkannt
Rückwirkend zum März 1995 wurde dem in Newport Beach (Kalifornien) ansässigen geschichtsrevisionistisch orientierten Institute for Historical Review vom US-Finanzministerium der Status der Gemeinnützigkeit zuerkannt. Somit kann nun jeder, der das Institut durch Spenden unterstützen will, diese von der Steuer absetzen. Die jüdisch-amerikanische Anti-Defamation League protestiert erwartungsgemäß sofort gegen diese Maßnahme (vgl. http://www.adl.org/PresRele//Mise_00/3183-00.html).

Madelein Albright würdigte Henry Morgenthau
Anläßlich des 12-jährigen Bestehens des US-Holocaust Memorial Center am 20.10.96 würdigte die heutige US-Außenministerin Madelein Albright Henry Morgenthau als eine große Persönlichkeit, die es verstanden habe »eine harte amerikanische Reaktion auf den Holocaust hervorzurufen.« Gemeint ist damit der Völkermordplan Morgenthaus am deutschen Volk, der nach drei Jahren durch die Ost-West-Konfrontation abgebrochen werden mußte und einigen Millionen Deutschen in den Jahren 1945 bis 1948 den Tod brachte. IR

»Nazi-Jäger im Wettrennen mit dem Sensenmann um alternde Beute«
Unter dieser Überschrift berichtete die Washington Times am 9.7.97 über die Tätigkeit der dem US-Justizministerium untergeordnete Nazi-Jäger-Organisation OSI (Office of Special Investigations), die von dem Juden Eli Rosenbaum geleitet wird. Nachdem die Bundesrepublik Deutschland nun dem Wiesenthal-Zentrum und damit wohl auch dem OSI die Akten aller Pensionsempfänger aus der Kriegszeit ausgeliefert hat, wird diese Behörde wohl noch einige Jahre weiter unschuldige Menschen "zur Strecke bringen". Um die Pensionsbezüge ehemaliger Angehöriger der SS, Waffen-SS, Wehrmacht oder gar von deren Ehefrauen zu stoppen, bedarf es keiner Verurteilung, sondern lediglich eines dokumentarisch begründeten Verdachtes, d.h. eben auch: einer falschen Verdächtigung durch irrende oder lügende Zeugen. Zur Zeit werden die Rentenbescheide von 450.000 Kriegsversehrten und 560.000 Soldatenwitwen dementsprechend geprüft. Datenschutz, Unschuldsvermutung, Verbot der Kollektiv- und Sippenhaftung: all das zählt nicht mehr, wenn eine bestimmte Minderheit es so will. (Die Welt, 10.3.98; Kameraden, 5/98)

Prozeß gegen Ernst Zündel: Wahrheit keine Rechtfertigung, Richterin befangen, Verhandlung ungültig
Das monatelange Verfahren vor der Kanadischen Menschenrechtskommission (Canadian Human Rights Commission, CHRC) gegen den Deutschkanadier Ernst Zündel wegen dessen Website wurde im Juni suspendiert und wird wahrscheinlich im Herbst neu aufgerollt werden müssen. Eine der beteiligten Richter, Reva Devins, war voreingenommen, wie Zündels Verteidiger bewies. Sie war von 1987-1993 Mitglied der Ontario Human Rights Commission, die anläßlich der erstinstanzlichen Verurteilung Zündels wegen »wissentlicher Verbreitung falscher Nachrichten« (über den Holocaust) am 13.5.88 Zündels damalige Verurteilung in einer Pressemitteilung in schrillen Tönen kommentiert und begeistert begrüßt hatte. Zündel wurde am 27.8.92 vom höchsten kanadischen Gericht freigesprochen und das "Falsche-Nachrichten-Gesetz" als verfassungswidrig abgeschafft (Zgram, 10.6.98, http://www.ruf-ch.org/Neu/Eklatin.html; vgl. VffG 1(2) (1997), S. 127).
Zuvor hatte die Aussage der Human Rights Commission vom 25.5.98 für Aufsehen gesorgt, daß es bei diesem Verfahren nicht darauf ankomme, ob die von Zündel verbreiten bzw. in seinem Namen geduldeten Ansichten wahr seien oder nicht (»Truth is no defense« – Wahrheit ist keine Verteidigung). Es komme einzig darauf an, ob sich durch diese Ansichten eine definierte Gruppe beleidigt fühle (vgl. http://www.webcom. com/ezundel/english/misc/interm_decision.html)

Kanada strebt neues Auslieferungsgesetz an
Kanadas Justizministerin Anne McLellan brachte Anfang Mai eine Gesetzesvorlage in das kanadische Parlament ein, demzufolge es Kanada in Zukunft möglich sein soll, auf seinem Territorium ansässige Staatsangehörige an Drittländer z.B. schon wegen Internet-Delikten auszuliefern. (Toronto Globe and Mail, 5.5.98) Womöglich handelt es sich dabei um einen weiteren Schachzug, um den Deutsch-Kanadier Ernst Zündel loszuwerden.

Revisionist Dr. F. Toben sorgt für Wirbel in Australien
Eigentlich war vorgesehen, daß die private australische Fernsehstation ACE TV einen bezahlten Beitrag des Titels »No Holes, No Holocaust« des Revisionisten Dr. Fredrick Toben vom Adelaide Institute senden sollte. Als jedoch Adelaides Jüdische Gemeinde davon erfuhr, drohte diese dem Sender mit rechtlichen Schritten, worauf der Sender sofort klein beigab und den Film absetzte (ACE TV, 4.6.98).
Immerhin gelang es aber, das durchschlagendste Argument des Holocaust-Revisionismus zu verbreiten: ABC Radio, Nachrichten, 29.5.98, 1500 Uhr (ähnlich in den Nachrichten am 30.5.98 und 1.6.98, mittags):
Rebecca Morse: »Keine Löcher, kein Holocaust heißt das vom Historiker Fredrick Toben überreichte Programm, in dem behauptet wird, das weithin akzeptierte Modell der Gaskammer von Auschwitz sei eine Fälschung.«
Und in einer späteren Nachricht am gleichen Tage:
[…]. Dr. Toben reiste nach Deutschland [sic!] um die Gaskammer zu untersuchen […].«
Fredrick Toben: »Wir bestreiten zum Beispiel nicht, daß Millionen von Menschen während des Krieges einen schrecklichen Tod starben und daß Deutsche Grausamkeiten begingen. Was wir sagen, was wir im Auge haben ist jene bestimmte Behauptung, daß die Deutschen in Auschwitz Menschentötungsgaskammern bauten und benutzten, und darum dreht sich dieser Beitrag. Ich schlage mich mit der von dem französischen Revisionisten Robert Faurisson aufgeworfenen Herausforderung herum, der sagte: "Keine Löcher, kein ›Holocaust‹". Diese Löcher beziehen sich auf die Geschichten, nach denen sich vier quadratische Löcher in der Decke der Gaskammer befanden, und daß die SS-Männer durch diese vier Löcher das Gas einwarfen, das Zyklon B Gas. Nun, ich war letztes Jahr im April in Auschwitz und konnte diese vier quadratischen Öffnungen nicht finden.«
Well done, Fredrick!

UNO verbreitet antideutsche Greuellügen
In einer Dokumentation der UNO-Menschenrechtskommission steht fälschlich, die deutschen Truppen hätten in beiden Weltkriegen systematisch Frauen vergewaltigt. Als Quelle für diese Behauptung nennt die UNO das Buch »Gegen unseren Willen – Vergewaltigungen und Männerherrschaft« der amerikanischen Frauenrechtlerin Susan Brownmiller, welches 1975 in New York erschien (Against our will: men, women, and rape, Simon and Schuster). Daß darin die Behauptung von deutschen Vergewaltigungen im ersten Weltkrieg als zweifelhaft hingestellt wird (Brownmiller selbst bezeichnet ihre Quelle, den englischen Historiker Toynbee, als Propagandisten), haben die "Experten" der UNO wohl überlesen. Tatsächlich gehört diese Behauptung – wie so viele andere auch – ins Reich der alliierten Kriegspropaganda. Die Vergewaltigungen durch die Deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg beweist Frau Brownmiller wie folgt: Es wäre unlogisch, wenn der deutsche Soldat im Bestreben der Ausrottung "minderwertiger" Völker nicht auch zu Vergewaltigungen gegriffen hätte. Begonnen hätte dies bei jüdischen Frauen in der "Kristallnacht" 1938. Aus einer unwahren Behauptung schließt Frau Brownmiller somit auf eine neue unwahre Behauptung. Und die UNO bezieht sich zur Beurteilung eines historischen Sachverhalts nicht etwa auf Historiker, sondern auf eine ideologisch verbohrte Feministin. Da können Zweifel über den Wert der Beurteilungen der UNO aufkommen. (PHI, 10.6.98, S. 157)


Stand: 3.8.98.


Neuere Nachrichten | Ältere Nachrichten
Zurück zum VffG-Inhaltsverzeichnis
Zurück zum Nachrichten-Hauptmenü