Kapitel II
Transporte und Lagerstärke

1. Die offizielle Majdanek-Version.

Der heutigen offiziellen Majdanek-Version zufolge wurden insgesamt rund 300.000 Häftlinge in das Lager eingeliefert. Von diesen seien etwa 235.000 umgekommen, 45.000 in andere Lager überstellt, 20.000 von den Deutschen freigelassen und 1.500 am 23. Juli 1944 von der Roten Armee befreit worden[107].

Die - bemerkenswert hohe - Ziffer von 20.000 Freigelassenen wird in der Literatur nirgends durch Quellenangaben erhärtet. Da beim besten Willen kein Grund ersichtlich ist, warum die offizielle polnische Geschichtsschreibung sie übertreiben sollte, akzeptieren wir sie.

Im folgenden wollen wir die in der polnischen Literatur aufgestellten Behauptungen über die Zahl der in Majdanek Eingelieferten einer kritischen Untersuchung unterziehen.

Laut einer im Jahre 1973 erschienenen Studie Czesław Rajcas[108] verfügen wir über die Namen von 47.890 Majdanek-Häftlingen, darunter 7.441 Frauen. Diese Namen, so Rajca, gingen aus folgenden Unterlagen hervor:

Von den namentlich bekannten Häftlingen waren laut Rajca 59,8% polnischer, 19,8% sowjetischer, 13,3% tschechischer und slowakischer sowie 4,0% deutscher Staatsangehörigkeit. Der Rest habe sich auf weitere 20 Nationen verteilt[109]; 25,2% seien Juden gewesen[110]. Wie C. Rajca selbst hervorhebt, liegt der hier erfaßte Prozentsatz an jüdischen Häftlingen klar unter dem tatsächlichen.

C. Rajca behauptet, die 47.890 Namen entsprächen ca. 14% der insgesamt ins Lager aufgenommenen Häftlinge, deren Zahl er mit 340.000 angibt, wobei er hinzufügt, zu diesen 340.000 Registrierten müsse man noch 160.000 gleich nach ihrer Ankunft unregistriert ermordete Juden hinzuzählen, so daß insgesamt eine halbe Million Menschen nach Majdanek gekommen seien[111].

Reduziert man letztere Ziffer im Übereinklang mit der heutigen offiziellen Geschichtsschreibung auf 300.000, so erhöht sich der Prozentsatz an bekannten Namen entsprechend.

Wir haben Grund zur Annahme, daß die Zahl von gesamthaft 300.000 nach Majdanek deportierten Häftlingen immer noch maßlos übertrieben ist. Zunächst müssen wir aber darlegen, wie die offizielle polnische Geschichtsschreibung ihre Zahlenangaben untermauert. Dabei stützen wir uns in erster Linie auf zwei aus der Feder Zofia Leszczyñskas stammende Beiträge, von denen der erste 1969 und der zweite 1980 erschienen ist. Der erste beschäftigt sich mit den Transporten nach[112], der zweite mit jenen aus Majdanek[113].

Im 1991 publizierten Sammelband Majdanek 1941-1944 liefert Z. Leszczyñska eine Synthese ihrer beiden früheren Studien, in der sie ihre damaligen Ziffern leicht modifiziert[114], auf die wir aber, da sie nichts grundlegend Neues bringt, nicht mehr im Detail eintreten werden.

2. Die Transporte nach Majdanek

Als erstes fassen wir den aus dem Jahre 1969 stammenden Artikel, in dem die Transporte ins Lubliner Lager behandelt werden, zusammen. Bei den Zahlenangaben lassen wir die im Text häufig auftauchenden Wörter »ungefähr«, »schätzungsweise« etc. der Einfachheit halber weg; wie die Verfasserin selbst freimütig einräumt, handelt es sich nämlich bei den allermeisten Zahlen um Schätzungen. Zofia Leszczyñska unterteilt die Transporte nach Majdanek in acht verschiedene Phasen:

1. Erste Phase (Oktober 1941 - März 1942):

Im ersten halben Jahr seiner Existenz nahm das Lager 8.300 Menschen auf, darunter 2.000 sowjetische Kriegsgefangene, die als erste im Oktober eintrafen.

Ab November gelangten kleinere Transporte aus anderen Lagern nach Majdanek. Unter ihnen befanden sich Ärzte, Sanitäter sowie polnische, tschechische und deutsche Häftlinge, welche der deutschen und der russischen Sprache mächtig waren; letztere wurden als Funktionshäftlinge benötigt.

Ab Dezember trafen größere Transporte mit männlichen polnischen Häftlingen (politischen Gefangenen vom Lubliner Schloß sowie als Vergeltung für Anschläge der Widerstandsbewegung festgenommenen Geiseln) ein.

Zwischen Januar und März 1942 gelangten acht jüdische Transporte im Lager an; die betreffenden Juden stammten größtenteils aus dem Lubliner Ghetto und Ortschaften der Umgebung von Lublin.

2. Zweite Phase (April - Juni 1942):

Zwischen April und Juni 1942 wurden 21.700 Menschen eingeliefert, darunter rund 3.600 polnische Polithäftlinge, wobei der Grund für deren Festnahme üblicherweise in Unterstützung der Partisanen oder Nichtmeldung von Partisanentätigkeit an die Besatzungsmacht bestand. Doch waren die meisten während dieser Periode nach Majdanek Deportierten slowakische und tschechische Juden. Insgesamt wurden während dieser drei Monate 18.100 Juden aus der Slowakei und dem Protektorat Böhmen und Mähren nach Majdanek geschickt.

3. Dritte Phase (Juli - Dezember 1942):

In der zweiten Hälfte 1942 nahm Majdanek 22.600 Neuankömmlinge auf. Von diesen waren 7.000 Polen, mehrheitlich Bauern aus der Lubliner Gegend, die man als Vergeltung für Anschläge und Sabotageakte der Widerstandsbewegung ins KL schickte. Von den restlichen Eingelieferten waren die allermeisten, nämlich 15.000, Juden, und zwar ganz überwiegend polnische. Augenzeugen zufolge war die Zahl noch höher, doch viele Juden wurden gleich nach ihrer Ankunft unregistriert ermordet. Besonders zahlenstarke Transporte kamen aus Warschau. Ferner trafen im Oktober 1.700 Jüdinnen aus Bełżec in Majdanek ein. Schließlich wurden während der fraglichen Periode auch französische, belgische und niederländische Juden eingeliefert.

4. Vierte Phase (Januar - April 1943):

In den ersten vier Monaten des Jahres 1943 wurden 52.700 Personen nach Majdanek deportiert, wobei der jüdische Anteil (5.600 Häftlinge) diesmal prozentual gering war. 5.000 dieser Juden kamen aus dem Sammellager Drancy in Frankreich. Unter den restlichen 600 Juden befanden sich 104 aus Grodno und Białystok stammende Frauen, die man via Treblinka nach Majdanek geschickt hatte. Die überwältigende Mehrzahl der während dieses Zeitraums Eingelieferten waren jedoch Angehörige slawischer Völker. Im Januar waren in zahlreichen polnischen Städten große Razzien durchgeführt worden, und für einen Teil der Verhafteten hieß das Ziel Majdanek. Zudem trafen viele Häftlinge aus dem Osten ein: Russen, Weißrussen, Ukrainer sowie Polen aus den Östlich von Lublin gelegenen Gebieten.

5. Fünfte Phase (Mai bis August 1943):

Binnen vier Monaten kamen 62.300 Gefangene in Majdanek an, darunter 24.850 Juden. Bei letzteren handelte es sich größtenteils um solche aus dem Warschauer Ghetto, wo die SS im April und Mai den Aufstand der jüdischen Widerstandsbewegung niedergeschlagen und das Ghetto dem Erdboden gleichgemacht hatte. Darunter befand sich ein am 13. Mai eingetroffener Konvoi mit 308 jüdischen Männern, die man von Warschau nach Treblinka gebracht und von dort nach einer Selektion nach Majdanek weitergeleitet hatte. Ferner kamen ungefähr 6.500 Juden aus dem Ghetto von Białystok ins Lubliner Lager.

Parallel dazu trafen fast täglich polnische Gefangene in Majdanek ein. Insgesamt 110 Polentransporte sind für diesen Zeitraum nachgewiesen. Im Juni und Juli erreichte die Häftlingszahl im Lager ihren höchsten Stand. Schließlich rollten auch die mit Weißrussen, Russen und Ukrainern belegten Züge aus dem Osten weiter.

6. Sechste Phase (September - November 1943):

In diesen drei Monaten nahm das Lubliner KL 24.800 Häftlinge auf, wobei solche aus dem Osten (also abermals Ukrainer, Weißrussen und Russen) diesmal mit 11.600 Deportierten die größte Gruppe stellten. Zudem wurden Polen aus dem Lubliner Schloß, der Stadt Lublin und Umgebung sowie anderen polnischen Städten eingeliefert. Besondere Erwähnung verdienen die während dieser Zeit eingetroffenen »Todestransporte«. Die Opfer wurden unverzüglich nach ihrem Eintreffen ins Krematorium gebracht und dort erschossen. Zu den Opfern der Todestransporte muß man auch die am 3. November aus Arbeitslagern der Region Lublin nach Majdanek eingelieferten und zusammen mit den dortigen jüdischen Häftlingen niedergemetzelten Juden rechnen.

7. Siebte Phase (Dezember 1943 bis März 1944):

Während dieser Phase betrug die Zahl der Eingelieferten 40.500. Aus Sicherheitsgründen schickte die SS ab dem 24. Dezember 1943 keine polnischen Häftlinge mehr nach Majdanek außer solchen aus Ortschaften der Lubliner Gegend. Ihre Zahl belief sich auf 5.600. Immer noch weiter gingen die Transporte aus dem Osten, die 9.850 Verschleppte umfaßten. Nachdem am 3. November 1943 fast sämtliche Juden ermordet worden waren, trafen zwischen Dezember jenen Jahres und März 1944 noch 4.200 Juden deutscher, polnischer und ungarischer Nationalität ein, darunter 200 Angehörige des Sonderkommandos von Auschwitz, die nach ihrem Eintreffen alle umgebracht wurden. Die größte Gruppe stellten mit 20.850 Angehörigen die aus Lagern des Reichs (Buchenwald, Dora-Mittelbau, Neuengamme, Mauthausen, Ravensbrück, Sachsenhausen, Auschwitz und Flossenbürg) nach Majdanek abgeschobenen Kranken und Invaliden. Darunter befanden sich (in einem am 11. März 1944 aus Flossenbürg eingegangenen Transport) auch 300 Blinde.

8. Achte Phase (April bis Juli 1944):

Obwohl die Räumung des Lagers bereits im März eingesetzt hatte, wurden zwischen April und Juli noch 14.800 Häftlinge eingeliefert, und zwar 14.200 Polen sowie 600 Juden. Noch am 20. und 21. Juli, also kurz vor dem Eintreffen der Roten Armee, wurden 800 im Lubliner Schloß Inhaftierte ins Lager gefahren und dort erschossen.

Insgesamt, so lautet die Schlußfolgerung der Verfasserin, wurden in 694 Konvois 246.900 Menschen nach Majdanek gebracht. Von diesen waren 99.500 Polen aus dem Generalgouvernement, 77.150 Juden, 51.650 Weißrussen, Russen, Ukrainer und Polen aus den Ostgebieten; die restlichen 20.600 gehörten verschiedenen anderen Nationalitäten an.

Allerdings, ergänzt die Autorin, umfasse diese Statistik längst nicht alle im Lager eingetroffenen Transporte; viele solche seien nämlich nicht erfaßt, und dementsprechend liege die wirkliche Zahl der in Majdanek eingelieferten Häftlinge weit höher als 246.900[115].

Soweit die Zahlenangaben Z. Leszczyñskas über die Transporte nach Majdanek.

Werfen wir nun einen Blick auf die Quellen, auf die sich die polnische Historikerin stützt. Diese können in vier Kategorien unterteilt werden:

Hier ein Beispiel für eine einwandfrei dokumentarisch nachgewiesene Zahl nach Majdanek Deportierter. Z. Leszczyñska lichtet in ihrem Beitrag die Autorin die Abschrift eines vom 24. März 1942 stammenden Fernschreibens Nr. 803 des Inspektorats der Konzentrationslager in Oranienburg an den damaligen Majdanek-Kommandanten Karl Otto Koch ab, in dem es heißt:

»Betr. Juden aus der Slowakei.

Die für das dortige Lager [Lublin] bestimmten 10.000 (zehntausend) Juden aus der Slowakei werden ab 27.3. 1942, wie bereits mitgeteilt, mit Sonderzügen nach dort überstellt werden. Jeder Sonderzug führt 1.000 (eintausend) Häftlinge mit. Alle Züge werden über den Grenzbahnhof Zwardon (OS.) geleitet, wo sie jeweils 6.09 Uhr früh eintreffen und während eines zweistündigen Aufenthalts von Begleitkommandos der Schutzpolizei unter Aufsicht der Staatspolizeistelle Kattowitz an den Bestimmungsort weitergeleitet werden.

Die Führer der Begleitkommandos führen namentliche Transportlisten mit. Mit der Reichsbahn wurden zunächst für die ersten 4 Transporte folgende Fahrpläne vereinbart.

DA 67 am 27.3., DA 69 am 30.3., DA 70 am 31.3., DA 72 am 5.4. An diesen Tagen Ankunft in Zwardon 6.09 Uhr, Abfahrt ab Zwardon 8.20 Uhr, Ankunft in Lublin um 6.30 Uhr des darauffolgenden Tages. Die Fahrpläne für die weiteren 6 Transporte werden nachträglich noch mitgeteilt.

Wie bereits mit FS. Nr. 886 vom 23.3. 1942 befohlen, ist das Eintreffen und die Übernahme der einzelnen Transporte zahlenmäßig unter Angabe der mitgebrachten Verpflegung sofort durch FS hierher zu melden.

D.Ch. d. Zentralamtes
gez. Liebehenschel
SS-Obersturmführer«[116].

Würden wir noch über die im Fernschreiben erwähnten namentlichen Transportlisten verfügen, so wäre die Dokumentation vollständig.

Gleiches Gewicht wie einer solchen Urkunde räumt Z. Leszczyñska nun jeder beliebigen während des Krieges oder danach abgegebenen Zeugenaussage über in Majdanek eingetroffene Konvois sowie deren Stärke ein! Irgendeine Hierarchie der Beweismittel gibt es bei ihr also nicht. Hier liegt die Achillesferse ihrer Statistik, die letzterer jeglichen Wert nimmt.

Die völlig irrealen Zahlenangaben über nach Majdanek gebrachte Russen, Weißrussen und Ukrainer beispielsweise werden von der Autorin größtenteils mit Meldungen der polnischen Widerstandsbewegungen belegt, die natürlich alles Interesse daran hatte, die Zahl der Verschleppten als Beweis für die deutsche Gewaltherrschaft kräftig zu übertreiben. Allein schon aus diesem Grund sind grundsätzlich sämtliche nur auf Zeugenaussagen basierenden Ziffern von vornherein verdächtig und entbehren jeglicher Beweiskraft.

Hinsichtlich der von der Autorin zu Rate gezogenen polnischen Bücher und Artikel ist grundsätzlich anzunehmen, daß die darin genannten und von ihr wiedergegebenen Zahlen auf Augenzeugenberichten und nicht auf Dokumenten fußen, denn gäbe es letztere, so hätte sie Z. Leszczyñska mit größter Wahrscheinlichkeit direkt zitiert. Die einzige uns zur Verfügung stehende dieser Schriften ist Tatiana Berenstein und Adam Rutkowskis 1966 erschienenes ¯ydzi w obozie koncentracyjnym Majdanek [Juden im Konzentrationslager Majdanek][117]. Dieses Werk wird von Z. Leszczyñska immer wieder als Quelle angeführt. Anhand eines Beispiels, nämlich der von Berenstein/Rutkowski gemachten Angaben über die 1942 nach Majdanek geschafften polnischen Juden, läßt sich aufzeigen, daß sich die beiden Verfasser größtenteils auf Augenzeugenberichte stützen.

In jenem Jahr, so schreiben sie, seien 36.500 polnische Juden nach Majdanek gekommen[118]. Die meisten davon seien gleich nach ihrer Ankunft unregistriert ermordet worden, weshalb es in der Lagerdokumentation keinerlei Hinweise auf sie gebe. Fast alle Zahlenangaben beruhen auf Augenzeugenaussagen; so wird die im Mai erfolgte Deportation von 2.000 Juden aus den Ortschaften Belzyc, Miêdzyrzec und Zamo¶æ mit den Aussagen eines Mordechaj Sztrygler und einer Golda Teich belegt, die im September erfolgte Deportation von 2.000 Juden aus Piaski mit den Aussagen derselben Golda Teich und eines Maks Auerbach, die November erfolgte Deportation von 3.000 Juden aus dem Ghetto Majdan Tatarski mit der Aussage einer Ida Gliksztejn, einer Julia Celinski, einer Rywka Grynwald sowie eines Symcha Turteltaube[119].

Z. Leszczyñska ist sich der Unzuverlässigkeit diese Schrift sehr wohl bewußt. Sie gibt z.B. die Zahl der aus dem Ghetto von Białystok nach Majdanek deportierten Juden mit 6.500[120] an und weist in einer Fußnote darauf hin, daß Berenstein/Rutkowski von 24.000 aus dem Białystoker Ghetto ins Lubliner Lager geschickten Juden sprechen. Berenstein/Rutkowskis Quelle sind hier die Zeugenaussagen eines Szymon Amiel und eines Efraim Nachumowicz[121]. Stimmt Z. Leszczyñskas Ziffer, so ist jene Berenstein/Rutkowskis gewaltig übertrieben, was auch alle ihre anderen Zahlenangaben von vornherein suspekt macht. Dies hindert Z. Leszczyñska wie gesagt freilich nicht daran, sich am laufenden Band auf diese Quelle zu berufen! - Man darf getrost davon ausgehen, daß auch die anderen Büchern und Artikeln entnommenen Zahlenangaben ausschließlich auf Zeugenaussagen beruhen.

Wenn die Augenzeugen sie im Stich lassen und keine Zahlen liefern, springt die Verfasserin mit eigenen Schätzungen ein. Ein Beispiel:

»Die ersten Häftlinge jüdischer Nationalität wurden am 12. Dezember 1941 in Majdanek eingesperrt. Sie waren bei Straßenrazzien in Lublin festgenommen worden. 150 arbeitsfähige Juden wurden verhaftet und nach erfolgter Entlausung sowie Zuteilung der Häftlingskleidung noch am selben Tag mit Kraftwagen nach Majdanek gebracht. Im Zeitraum vom Januar bis zum 19. März [1942] gelangten im Lager weitere acht Transporte mit Juden an, die bei Razzien im Lubliner Ghetto sowie in anderen Ortschaften der Region Lublin verhaftet worden waren. Anhand des erhaltenen Materials kann man die Zahl der Personen, die sich in jedem Transport befanden, nicht genau feststellen. Bekannt ist einzig und allein, daß der Transport vom 5. Januar 1942 einige hundert Personen umfaßte. Die Häftlinge vieler Judentransporte wurden gleich nach ihrem Eintreffen ermordet. Ein solches Los wurde u.a. dem erwähnten Transport vom 5. Januar sowie jenem vom 22. Februar 1942 zuteil.

Wenn wir annehmen, daß sich in jedem dieser Transporte mindestens 200 Menschen befanden, heißt dies, daß während dieses Zeitraums in Majdanek ungefähr 1.800 Juden eintrafen«[122].

Die Zahl von 150 am 12. Dezember 1941 eingelieferten arbeitsfähigen Juden wird mit der Notiz eines deutschen Beamten vom 23. Dezember jenes Jahres belegt, also einem Dokument. Über den Transport vom 5. Januar heißt es, es sei »bekannt«, daß er einige hundert Personen umfaßte, doch woher es bekannt ist, teilt uns die Autorin nicht mit. Auch die »Annahme«, daß sich in jedem der neun Transporte mindestens 200 Menschen befanden, wird nicht begründet. (Schließlich versteht es sich von selbst, daß die gleich nach Eintreffen erfolgte Ermordung der Ankömmlinge ganzer Transporte nur mit Zeugenaussagen »bewiesen« wird.)

Anhand eines konkreten Beispiels können wir die völlige Haltlosigkeit der von Z. Leszczyñska postulierten Zahlen klipp und klar aufzeigen:

Die Verfasserin behauptet, von Januar bis August 1943 habe das Lubliner Lager 115.000 Gefangene aufgenommen (52.700 in den ersten vier und weitere 62.300 in den zweiten vier Monaten jenes Jahres). Aus dem vom 30. September 1943 stammenden Rapport des WVHA-Chefs Oswald Pohl an den Reichsführer-SS Heinrich Himmler, in dem Lagerstärke und Sterblichkeitsziffern in den verschiedenen Konzentrationslagern zur Sprache kommen[123], geht aber folgendes hervor:

1) Im erwähnten Zeitraum stieg die Gesamtzahl der Insassen in allen Konzentrationslagern von 123.000 auf 224.000, also um 101.000.

2) Zur gleichen Zeit starben in allen Lagern zusammen 62.700 Häftlinge.

Falls es sich bei sämtlichen Verstorbenen um vor dem 1. Januar 1943 Internierte gehandelt hätte, wären demnach im Lauf der besagten acht Monate 163.700 Häftlinge neu in die Lager eingeliefert worden. Selbstverständlich entfiel aber ein Teil der Todesfälle auf Neuankömmlinge, d.h. erst 1943 Inhaftierte. Somit muß die Gesamtzahl der zwischen Januar und August 1943 Eingelieferten deutlich unter 163.700 gelegen haben.

Von den Neuankömmlingen der ersten acht Monate des Jahres 1943 wurden nicht weniger als 97.850 nach Auschwitz geschickt[124]. Folglich nahmen sämtliche anderen Lager bedeutend weniger als (163.700 - 97.850 =) 65.850 Deportierte auf, und auf Majdanek kann wiederum nur ein Teil davon entfallen sein. Die Ziffer Z. Leszczyñskas ist also um das Mehrfache übertrieben!

Daß die Verfasserin, gestützt auf höchst dubiose Quellen, die Zahl der nach Majdanek Deportierten dermaßen kraß überhöht, läßt sich unschwer mit den politischen Vorgaben erklären, die sie zu erfüllen hatte. Zum Zeitpunkt, wo sie ihre Studie schrieb, galt die Ziffer von 360.000 Majdanek-Opfern als Dogma, das unter keinen Umständen angetastet werden durfte. Wenn nun in Majdanek 360.000 Häftlinge den Tod fanden, 45.000 in andere Lager überstellt wurden, 20.000 von den Deutschen auf freien Fuß gesetzt und 1.500 von der Roten Armee befreit wurden, mußte das Lubliner Lager nach Adam Riese insgesamt 426.500 Häftlinge aufgenommen haben. Nun kommt Z. Leszczyñska trotz aller redlichen Bemühungen nur auf 246.900, zaubert jedoch die noch fehlenden 179.600 mit der Bemerkung herbei, ihre Zahl sei längst nicht vollständig!

In ihrem 22 Jahre später verfaßten Beitrag zum gleichen Thema zählt Z. Leszczyñska nun statt 694 bereits 827 Transporte, welche »mindestens 275.000« Menschen umfaßt hätten, und fügt auch diesmal hinzu, die tatsächliche Ziffer liege weitaus höher[125].

Dieser Beitrag figuriert in dem 1991 von T. Mencel herausgegebenen großen Sammelband Majdanek 1941-1944. Das Werk enthält[126] ein Verzeichnis von 816 in Majdanek eingetroffenen Transporten. Von diesen wird nur bei 414 die Zahl der jeweiligen Häftlinge genannt. Addiert man die für diese 414 Transporte genannte Ziffern, so kommt man lediglich auf 81.500 Eingelieferte.

Wenn wir nun die in der polnischen Literatur gemachten Angaben (Stand von 1991) zusammenfassen, so ergibt sich folgendes Bild:

Alle darüber hinausgehenden Zahlen sind undokumentiert und somit bloße Schätzungen.

Unsere eigene Schätzung der Zahl insgesamt nach Majdanek gelangter Häftlinge werden wir erst im vierten Kapitel vorbringen.

3. Transporte aus Majdanek

In ihrem 1980 publizierten Artikel über die von Majdanek in andere Lager überstellten Häftlinge kann sich Z. Leszczyñska in weitaus höherem Maße als bei den Transporten nach Majdanek auf Dokumente stützen, da die eingetroffenen Konvois in den Karteien der sie aufnehmenden Lager registriert wurden und diese großenteils erhalten sind. Entsprechend fundierterer ist auch dieser Beitrag.

Im Jahre erfolgten Überstellungen im Auftrag der Gruppe D des SS-WVHA. Die zu transferierenden Häftlinge suchte die Lagerverwaltung von Majdanek zunächst selbst aus. Später bot sich den Internierten die Möglichkeit, sich freiwillig zu Transporten in andere Lager zu melden. Im allgemeinen fuhren sie nicht gern weg, da sie Veränderungen fürchteten und nicht wußten, was sie anderswo erwartete[127].

Wahrscheinlich betrachteten die meisten polnische Gefangenen ein in ihrem eigenen Land liegendes KL gegenüber einem im Ausland befindlichen in der Tat als kleineres Übel, zumal der Austausch von Mitteilungen mit ihren in Freiheit lebenden Familien und Freunden nicht sonderlich schwer war.

Nichtpolnische, und erst recht westeuropäische, Häftlinge werden sich vermutlich freudig zur Überstellung gemeldet haben, denn so miserabel wie in Majdanek waren die Verhältnisse in kaum einem anderen Lager. Im Sammelband Majdanek 1941-1944 heißt es in der deutschsprachigen Zusammenfassung denn auch:

»Im Vergleich zu den Lagern im Reich, z.B. den KZs Buchenwald oder Sachsenhausen, wo es in den Baracken verhältnismäßig sauber war und bessere Existenzbedingungen für die Häftlinge herrschten, waren die Verhältnisse und Einrichtungen in Majdanek äußerst primitiv. Das ärgerte [sic!] die aus anderen Lagern (Buchenwald) gebrachten Gefangenen oder freute diejenigen Häftlinge, die in ein anderes Lager (Groß-Rosen, Sachsenhausen) überstellt wurden«[128].

Ab Mai 1942 erfolgten Transporte nach Auschwitz, wo die Häftlinge in den Buna-Werken in Monowitz arbeiteten. 1943 stieg die Zahl der Überstellten in die verschiedenen Konzentrationslager des Reichs stark an, weil es in Lublin nur wenig Industrie gab und die Rüstungsbetriebe im Reich immer dringender auf Arbeitskräfte angewiesen waren. Andere Majdanek-Häftlinge wurden in kleinere Lager im Generalgouvernement geschickt oder zum Einsatz in der Landwirtschaft abkommandiert.

Insgesamt, so Z. Leszczyñska, hätten die Transporte aus Majdanek rund 45.000 Gefangene umfaßt[129]. Wir sehen keinen triftigen Grund, diese Zahl in Frage zu stellen, zumal ein Motiv zur bewußten Übertreibung hier in keiner Weise ersichtlich ist[130].

4. Lagerstärke

Mit der Frage der Lagerstärke - d.h. des Bestands an Insassen während der verschiedenen Perioden der Geschichte Majdaneks - befaßt sich ein weiterer, diesmal aus dem Jahre 1973 stammender Beitrag Z. Leszczyñskas[131]. Ihre Schlußfolgerungen sind in einer Tabelle wiedergegeben, die zwischen den Seiten 16 und 17 ihrer Studie figuriert[132]. Daraus geht hervor, daß die Lagerstärke im Juni 1943, als im Lager im Schnitt ca. 22.500 Häftlinge einsaßen, ihren höchsten Stand erreichte.

Aus der Lagerkartei von Majdanek sind für 1943 insgesamt 207 Dokumentenfragmente erhalten, die wichtige Aufschlüsse über den jeweiligen Stand an Häftlingen vermitteln. Zu diesen Fragmenten, welche den Eckpfeiler ihrer Arbeit über die Lagerstärke bilden, schreibt die polnische Historikerin:

»Von den noch existierenden Akten der Lagerkanzlei verdienen u.a. Dokumente des Lagerarbeitsbüros Beachtung, welche Angaben über sämtliche Häftlinge vermitteln. Die dort befindlichen Urkunden wurden in der Schlußphase der Evakuierung des Lagers am 22. Juli 1944 aus den Bürozimmern herausgetragen, in eine eigens dafür ausgehobene Grube geworfen, verbrannt und dann mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt. Die teils verkohlten Papiere lagen dort bis in die ersten Maitage des Jahres 1948, als sie bei der Durchführung von Erdarbeiten durch einen Zufall aufgefunden wurden.

Unter der erhaltenen Fragmenten befanden sich Tagesstärkemeldungen für das Männerlager im Jahre 1943, die von der Lagerkanzlei erstellt und in einfacher Ausfertigung ins Arbeitsbüro übermittelt wurden. Die Meldungen enthielten die tägliche Übersicht über Anzahl und Einsatz der Häftlinge des Konzentrationslagers.

Diese teilweise verbrannten und infolge vierjähriger Einwirkung der Feuchtigkeit zusammenklebenden Materialien zerfielen nach ihrer Bergung in einer Reihe von Einzelteilen. In diesem Zustand wurden sie sichergestellt und ins Museumsarchiv gebracht. Anfänglich schien es so, als sei nicht einmal ihre teilweise Wiederherstellung möglich; nichtsdestoweniger wurde eine mühsame Arbeit zu diesem Zwecke in Angriff genommen. Nach schrittweiser Zusammenstellung von über 2.000 nicht ganz verbrannter Stückchen unterschiedlicher Größe ging man zur Rekonstruktion einzelner Tagesmeldungen über. Das Ergebnis dieser zähen Kleinarbeit bestand im Wiederauffinden von 207 Dokumenten«[133].

So merkwürdig dies alles auch anmuten mag - an der Echtheit der Dokumente kann kein Zweifel bestehen!

Eine Stärkemeldung enthielt u.a. folgende Informationen:

Die Häftlinge wurden in Reichsdeutsche (RD), Polen und Bürger der UdSSR unterteilt, wobei im Fall der Reichsdeutschen noch die Häftlingskategorie (Politische, Kriminelle, Asoziale etc.) angegeben wurde. Nichtjüdische Angehörige anderer Nationen wurden merkwürdigerweise den Reichsdeutschen zugeschlagen, und aus irgendwelchen Gründen wurden die Ukrainer ab Mai 1943 gesondert genannt. Die Juden bildeten eine besondere Kategorie, doch wurden sie nach Staatsangehörigkeit gesondert aufgeführt. Für den 22. Juli 1943 sah die Aufteilung der im Lager befindlichen Juden beispielsweise so aus[134]:

Polen: 3.221 Tschechen: 63 Deutsche: 11

Slowaken: 883 Franzosen: 51 Holländer: 8

Griechen: 449 Russen: 26 Serben: 6

Weitere Informationen bezogen sich auf die Beschäftigung der Häftlinge.

Wir bilden eine dieser Stärkemeldungen ab[135]. Sie gehört noch zu den am besten erhaltenen, was eine Vorstellung von den Schwierigkeiten vermittelt, denen sich der Forscher hier gegenübersieht.

Das betreffende Dokument stammt vom 9. Dezember 1943. Ihm zufolge befanden sich am Abend jenes Tages in Majdanek insgesamt 6.847 Häftlinge, darunter 2.248 (sowjetische) Kriegsgefangene, 4.466 KL-Insassen und 126 Angehörigen einer weiteren Kategorie (wir wissen nicht welche, da die betreffende Zeile nur teilweise lesbar ist). In der (wiederum nur teilweise lesbaren) zweitobersten Spalte links werden unter den 4.466 KL-Häftlingen »SU. Kr.-Gef.« erwähnt, die offenbar gesondert von den restlichen russischen Kriegsgefangenen gezählt wurden; auch hier wissen wir nicht, um was für eine Gruppe es sich handelte.

Von den 4.466 KL-Häftlingen waren 2.052 im Schutzhaftlager und 824 in insgesamt 32 Arbeitskommandos beschäftigt (wozu wohl auch die Nebenlager von Majdanek gehörten). 537 waren unbeschäftigt, und nicht weniger als 1.053 befanden sich im Häftlingskrankenbau!

Dem Fragment kann ferner entnommen werden, daß an jenem Tag drei Männer - ein sowjetischer Kriegsgefangener und zwei polnische Schutzhäftlinge - verstorben waren, und daß ein polnischer Häftling sowie drei polnische Geiseln entlassen worden waren.

Da solche trotz ihrer Lücken aussagekräftigen deutschen Dokumente aus den erwähnten Gründen nur in geringer Zahl erhalten sind, stützt sich Z. Leszczyñska in ihrem Artikel über die Lagerstärke notgedrungenerweise hauptsächlich auf Meldungen der Widerstandsbewegung, während der Existenz des Lagers aus diesem geschmuggelte Botschaften sowie Zeugenaussagen nach der Befreiung. Wo Dokumente existieren, ergibt ein Vergleich mit den zitierten Schätzungen, daß letztere etwas oberhalb der reellen Zahlen liegen.

Für den August 1943 spricht Z. Leszczyñska beispielsweise von im Schnitt 11.700 männlichen und 6.500 weiblichen Häftlingen[136]. Laut dem bereits mehrfach erwähnten Rapport Pohls an Himmler belief sich die Zahl der Insassen zum damaligen Zeitpunkt auf 11.500 Männer und 3.900 Frauen[137]. Während die Schätzung hinsichtlich der Männer außerordentlich genau ist, liegt bei den Frauen also eine erhebliche Differenz vor.

5. Numerierung der Häftlinge

Zuletzt noch ein Wort zur Numerierung der Häftlinge. Laut der polnischen Geschichtsschreibung waren in Majdanek für die registrierten Gefangenen lediglich Zahlen bis 20.000 vorgesehen. Nach dem Tod eines Häftlings sei seine Nummer einem anderen Häftling zugeteilt worden[138].

So befremdlich dieses System auch scheinen mag - in keinem anderen deutschen KL fand sich etwas Vergleichbares -, ist es doch eine Tatsache, daß in den erhaltenen Dokumenten keine einzige über 20.000 liegende Häftlingsnummer vermerkt ist.

Anhand von 1.250 Namen, die in den verschiedenen Verzeichnissen der im Jahre 1942 gestorbenen Häftlingen figurieren, haben wir aber erstaunlicherweise nur fünf Nummern vorgefunden, die zweimal benutzt worden sind[139]. Zu erwarten wäre natürlich eine um das Vielfache höhere Zahl zwei- oder mehrmals zugeteilter Nummern gewesen. Hier liegt eines der wichtigsten ungeklärten Probleme im Zusammenhang mit der Geschichte Majdaneks vor.


Anmerkungen

  1. Anna Winiewska, Czesław Rajca, aaO. (Anm. 2), S. 32.
  2. Czesław Rajca, »Analiza Danych Personalnych Wiezniów«, in: ZM, VII, 1973, S. 38-47.
  3. Ebenda, S. 40.
  4. Ebenda, S. 41.
  5. Ebenda, S. 39.
  6. Zofia Leszczyñska, »Transporty wiezniów do obozu na Majdanku«, in: ZM, IV, 1969, S. 174-232.
  7. Zofia Leszczyñska, »Transporty wiezniów z obozu na Majdanku«, in: ZM, X, 1980, S. 118-134.
  8. Zofia Leszczyñska, »Transporty i stany liczbowe obozu«, in: T. Mencel, aaO. (Anm. 24), S. 93-128
  9. Zofia Leszczyñska, aaO. (Anm. 112), S. 211.
  10. Ebenda, S. 182.
  11. Tatiana Berenstein und Adam Rutkowski, »¯ydzi w obozie koncentracyjnym Majdanek (1941-1944)«, in: Biuletyn ¿ydowskiego instytutu historicznego, Nr. 58, Warschau 1966.
  12. Ebenda, S. 14.
  13. Ebenda, S. 12, 13.
  14. Z. Leszczyñska, aaO. (Anm. 112), S. 197.
  15. Berenstein - Rutkowski, aaO. (Anm. 117), S. 17.
  16. Z. Leszczyñska, aaO. (Anm. 112), S. 181-183.
  17. PS 1469.
  18. Danuta Czech, Kalendarium der Ereignisse im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau 1939-1945, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1989.
  19. Z. Leszczyñska, , aaO. (Anm. 114), S. 93.
  20. T. Mencel, aaO. (Anm. 24), S. 437-454.
  21. Z. Leszczyñska, aaO. (Anm. 113), S. 120.
  22. T. Mencel, »Konzentrationslager Lublin. Allgemeine Charakteristik«, in: T. Mencel, aaO. (Anm. 24), S. 507.
  23. Z. Leszczyñska, aaO. (Anm. 113), S. 131.
  24. Z. Leszcyñsska, aaO. (Anm. 114), S. 93. Allerdings figuriert auf S. 455 des Mencel-Sammelbandes eine Tabelle über von Majdanek abgegangenen Transporte, in denen insgesamt nur etwas über 35.000 transferierte Häftlinge erfaßt werden. Diese Tabelle braucht natürlich nicht vollständig zu sein, so daß die wirkliche Zahl ohne weiteres 45.000 - oder noch mehr - betragen haben kann.
  25. Z. Leszczyñska, »Stany liczbowe wiezniów obozu koncentracjynego na Majdanku«, in: ZM, VII, S. 6-25.
  26. Siehe Dokument 9 und 10.
  27. Ebenda, S. 6, 7.
  28. Ebenda, S. 8.
  29. APMM, Sygn. 1 c.2, r.1. 9.12. 43. Siehe Dokument 8.
  30. Z. Leszczyñska, aaO. (Anm. 131), S. 18.
  31. PS 1469.
  32. Z. Leszczyñska, »Sposoby ewidencji wiê1/4niów w obozie koncentracyjnym na Majdanku«, in: ZM VIII, S. 38.
  33. Diese Nummern waren: 1298, 5745, 7016, 11.034, 16.654.

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