Nachrichten aus der Rubrik »In Kürze« aus VffG 3/1999



Bernie Faber pro Folter

Bernie Farber, Geschäftsführender Direktor des Canadian Jewish Congress, Sekton Ontario, gilt als einer der zentralen Persönlichkeiten, die für die menschenrechtswidrige Verfolgung revisionistischer Aktivisten in Kanada verantwortlich sind, wie Paul Fromm, Douglas Christie, Ernst Zündel und David Irving. In einer erhitzten Internet-Debatte (alt-revisionism) hat er 1998 zugegeben, daß er die jüngst in Israel legalisierte Folterung politischer Häftlinge für rechtmäßig und angebracht hält, woraufhin er von einem Teilnehmer der Diskussion als »koscherer Klaus Barbie« bezeichnet wurde:

»Israel ist eine demokratische Nation, die seit ihrer Gründung mit der brutalen Wirklichkeit leben muß, daß ihre Nachbarn sie auslöschen wollen. Folter ist ein trauriger aber manchmal notwendige Bestandteil des Krieges.«

Israel, so fügte er hinzu, würde den Frieden vorziehen, doch

»bis zu diesem Tag wird Israel tun, was es tun muß, um sich selbst und sein Volk zu beschützen.« (Action Report, 28.1.1999)

DI

Schindler-Witwe attackiert Oskar Schindler

"Flieges" ARD-Talkshow nutzte die Witwe Oskar Schindlers, Filmheld in Spielbergs Film Schindlers Liste, zur Selbstdarstellung. Sie warf Spielberg vor, die historische Rolle Schindlers über- und ihre eigene unterbewertet zu haben. Sie wolle gegen Spielberg klagen, um 6% des Filmumsatzes ausgezahlt zu bekommen. Außerdem behauptet sie, es habe nie eine "Schindlers Liste" gegeben. Diese Liste sei vielmehr von einem gewissen Goldman gegen Schmiergelder erstellt worden. Weder sie noch ihr Mann seien Helden gewesen. (Die Welt, 31.5.1999)

US-Menschenversuche an deutschen Kriegsgefangenen

Der vor einigen Wochen verstorbene amerikanische Chemiker Dr. Sidney Gottlieb, 80, soll im Auftrag der CIA an tödlichen Menschenversuchen mit deutschen Kriegsgefangenen beteiligt gewesen sein. In einem Gerichtsverfahren soll geklärt werden, ob u. a. 1951 mindestens zwei Versuchsreihen mit Drogen bei Frankfurt/Main durchgeführt worden sind, bei denen bis zu 30 Männer umgekommen sind. Die Londoner Times in einem Nachruf auf Gottlieb:

»Was er und seine CIA-Schergen trieben, unterscheidet sich nur graduell von den Taten, die eine Reihe von Nazi-Wissenschaftlern 1946 in Nürnberg an den Galgen brachten.« (Frieden 2000 5-6/99)

John Demjanjuk wird erneut verfolgt

Die US-Hexenjägerbehörde OSI hat am 19. Mai erneut ein Verfahren gegen den aus der Ukraine stammenden US-Amerikaner John Demjanjuk (79) angestrengt, um ihm seine Staatsbürgerschaft abzuerkennen. Laut den neuen Vorwürfen soll Demjanjuk im Lager Trawniki ausgebildet worden sein, um später beim "Holocaust" zu assistieren. Er sei dann in den Lagern Sobibor, Majdanek und Flossenbürg als Bewacher eingesetzt worden. Der erste, vor 22 Jahren gegen Demjanjuk gestartete Versuch, ihm nach der Aberkennung der Staatsbürgerschaft und Auslieferung an Israel den Prozeß wegen ungezählter Morde im Lager Treblinka zu machen, endete in einem Desaster, nachdem im Verlaufe des Prozesses in Jerusalem alle gegen ihn vorgebrachten Belastungsdokumente sich als gefälscht herausstellten und sämtliche Zeugen der Unglaubwürdigkeit überführt worden waren. Erst im Februar 1998 hatte er die US-Staatsbürgerschaft wieder zurückerhalten. Die nun vorgelegten "neuen" Beweise haben bereits damals vorgelegen und seinerzeit nicht ausgereicht, ein Verfahren zu eröffnen. Jüdische Gruppen in den USA begrüßten dieses erneute Verfahren. (AP, UPI, 19.5.1999, Die Welt, 21.5.1999, The Ukrainian Weekly, 23.5.1999)

Belohnung für Angeklagten für dessen Kooperation

Der Schauprozeß gegen Alfons Götzfrid (79) wegen dessen angeblicher Beteiligung an der als "Erntefest" titulierten angeblichen Erschießung von bis zu 35.000 Juden im Herbst 1943 im KL Majdanek endete wie das Hornberger Schießen. Aufgrund seiner Reue und Geständigkeit - Götzfrid erzählte erschüttert über die Grausamkeiten der angeblichen Erschießungen - erhielt der Angeklagte nur eine Freiheitsstrafe von 10 Jahren. Da er kurz nach Kriegsende bereits während eines sowjetischen Schauprozesses verurteilt worden war und 11 Jahre im GULag abgesessen hatte, muß Götzfrid nun nicht mehr ins Gefängnis, denn die Strafe des einen Schauprozesses wurde konsequenterweise von dem anderen Schauprozeß anerkannt. Somit durfte Götzfrid das Landgericht Stuttgart als freier Mann verlassen. (FAZ, 28.4./21.5.1999) Ein weiteres Mal gelang es also der Verteidigung in solchen Verfahren, für den Angeklagten ein günstiges Urteil herbeizuführen, indem sie die von der Anklage vorgebrachten, möglicherweise unwahren historischen Behauptungen, deren Bestreitung bestraft wird und deren Widerlegung verboten ist, durch "Geständnisse" des Angeklagten abstützte. Ein weiteres Mal wird die ganze politische und moralische Last dieses historiographischen Kainsmals auf das ganze deutsche Volk abgewälzt, ohne das es sich wehren könnte.

Hexenjagd in Kroatien

Am 15. März begann in Zagreb ein Strafverfahren gegen den Kroaten Dinko Sakic, der von April bis November 1944 Kommandant des KL Jasenovac war, in dem es während des Zweiten Weltkriegs angeblich zu Massenmorden an Serben, Zigeunern und Juden gekommen sein soll. Als Belastungszeugen treten die üblichen Personen auf, so etwa der Israeli Zdenko Shwartz (85), der gesehen haben will, wie die Ustascha-Leute Jagd auf Gefangene machten, wie sie einige von ihnen lebendig in Krematoriumsöfen warfen und wie sie angeblich versuchten, aus den Gefangenen Seife zu machen, wobei zumindest letzteres eine offenkundige Lüge ist. Sakic werden 2000 Morde vorgeworfen, was mit bis zu 20 Jahren Freiheitsentzug bestraft wird. Sakic bestreitet die Vorwürfe. Die Mehrheit der Zeugen, die sichtbar mit ihrem Gedächtnis kämpften, gaben an, sie befürchteten Vergeltung, was eine weitere offenkundige Unwahrheit ist, denn die einzigen, die tatsächlich Vergeltung üben können und es tun, sind die Zeugen selbst. (AFP, 24.5.1999; vgl. VffG 2/1998 , S. 162)

Schauprozeß gegen "Nazi"-Psychiater vertagt

Im April 1999 erhob die Wiener Staatsanwaltschaft gegen den renommierten Psychiater Dr. Heinrich Groß (84) Anklage wegen mehrfachen Mordes. Er soll im Jahr 1944 bei der Tötung von neun körperlich bzw. geistig schwer behinderten Kindern Beihilfe geleistet haben. Groß bestreitet die Vorwürfe mit dem Hinweis, seine Solddokumente würden beweisen, er sei zur damaligen Zeit nicht in der fraglichen Wiener Kinderklinik Am Spiegelgrund gewesen, sondern habe an der Front gedient. Das Verfahren wurde daher vorerst vertagt. Die neuen Belastungsunterlagen der Anklagebehörde stammen aus den Archiven der Staatssicherheitsdienstes der DDR. (Reuters, 6.5.1999)

Strafverfahren gegen Oppelner Hochschuldozent

Gegen Dariusz Ratajczak, Universitätsdozent in der oberschlesischen Stadt Oppeln, wird in Polen strafrechtlich ermittelt, weil er im Selbstverlag ein Buch des Titels Tematy Niebezpieczne (Gefährliche Themen) in einer Auflage von 350 Stück veröffentlicht hat, in dem er u.a. die Argumente der Holocaust-Revisionisten wiedergibt, etwa das Faktum, bei Zyklon B habe es sich ausschließlich um ein Insektenvernichtungsmittel gehandelt. Kurz nach der Aufnahme Polens in die NATO zu Beginn dieses Jahres hatte Polen nach deutschem Vorbild ein "Holocaust"-Leugnungsverbot erlassen, dessen erstes Opfer Ratajczak womöglich sein wird. Die Höchststrafe liegt bei drei Jahren Gefängnis. Ratajczak wurde von Jerzy Wroblewski denunziert, einem Direktor des Museums Auschwitz-Birkenau. Dieser hatte sich beim Rektorat der Oppelner Universität beschwert, worauf der dortige Rektor Stanislaw Nicieja den Vertrieb des Buches auf dem Gelände der Universität verbot und Ratajczak vom Dienst suspendierte. Der Vorsitzende der Hauptkommission zur Untersuchung der Verbrechen gegen das polnische Volk, Witold Kulesza, erstattete schließlich Strafanzeige. (SZ, 9.4.99; Die Welt, 10.4.1999) Bis dato hatte sich die polnische Justiz erfolglos auf die Anwendung des mit weitaus schärferen Strafen belegten Paragraphen gegen die "Aufstachelung zum Rassenhaß" stützen müssen, der eine Höchststrafe von bis zu 23 Jahren vorsieht; so vor etwa zwei Jahren gegen den Herausgeber der polnischen revisionistisch orientierten Zeitschrift Szczerbiec, Adam Gmurczyk, der wegen der Verbreitung einer polnischen Übersetzung eines englischen revisionistischen Flugblatts des Titels »66 Questions and Answers on the Holocaust« verfolgt wurde (66 Fragen und Antworten zum Holocaust). (PHS, 19.8.1997)

Schweizer Revisionist Arthur Vogt verurteilt

Das Züricher Obergericht verurteilte Anfang Mai 1999 den Schweizer Revisionisten Arthur Vogt (81) wegen der Verbreitung seiner revisionistischen Broschüre Aurora und wegen des Vertrieb des revisionistischen Romans Todesursache Zeitgeschichtsforschung (Jürgen Graf) zu einer Geldbuße von 18.000 Franken (DM 22.000). Damit milderte das Obergericht das Urteil der Vorinstanz (Bezirksgericht Meilen) um 2.000 SF ab. (Neue Züricher Zeitung, 11.05.1999; vgl. VffG 2/1998, S. 163)

Schweizer Revisionist nach Hexenjagd arbeitslos

Aufgrund der Denunziation des linksextremen Journalisten Gernot Moderi alias Anton Maegerle hat der Schweizer Revisionist Bernhard Schaub Ende Juni 1999 seine Stellung als freier Mitarbeiter bei der Migros Clubschule in der Ostschweiz verloren. Anlaß für die Denunziation war ein Vortrag Schaubs in München, während dem er von »Europa als Heimat der weißen Rasse« sprach, die nicht zum »Auffangbecken für Krethi und Plethi aus aller Welt« werden dürfe. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, muß Schaub nun gehen. (Die Wochenzeitung & Jüdische Rundschau, 24.6.1999)

Le Pen verurteilt

Das gegen den Vorsitzenden der französischen Rechtspartei Front National eingeleitete Strafverfahren wegen der Aussage, bei den Gaskammern handele es sich um ein »Detail des Zweiten Weltkrieges«, endete Anfang Juni mit der Verurteilung Le Pens durch das Münchner Landgericht zu einer nicht näher benannten Geldstrafe. (AP, 2.6.1999; vgl. VffG 1/98, S. 80 & 1/99, S. 119) Aus Anlaß der Verurteilung lud der französische Sender France-Inter Le Pen am 3.6.1999 zwischen 820 und 900 Uhr zu einem Interview ein. In dessen Verlauf konnten die Zuhörer fragen stellen, was ein gewisser Henri Lewkowicz dazu nutze, einen Skandal zu provozieren. Nachdem er ausgeführt hatte, daß drei seiner Familienmitglieder über Drancy nach Auschwitz deportiert worden seien und daß sie alle verschwunden seien, forderte er Le Pen eindringlich auf:

»hören Sie auf zu sagen, daß die Gaskammern ein Detail sind, weil sie kein Detail sind, das ist ein Schwindel, verstehen Sie mich, Herr Le Pen? Das ist ein Schwindel, eine Lüge, und indem Sie sagen, daß die Gaskammern ein Details sind, unterstützen Sie die Lüge. Es hat während des Zweiten Weltkrieges in keinem deutschen Konzentrationslager je eine Gaskammer gegeben. Die Gaskammern, das ist eine Lüge, eine Lüge...«

In diesem Augenblick rief der Moderator Stéphane Paoli der Regie zu »Stoppt das!«, und Lewkowicz' Stimme wurde unterbrochen. Jean-Marie Le Pen sagt dazu kein Wort. Der für den Sender veranwortliche Jean-Luc Hess entschuldigte sich am Tag danach für diesen "faux-pas".

Frankreich: Morddrohung gegen Nachwuchsrevisionist

Der ausgebildete Historiker und Herausgeber des französischen Periodikums Akribeia, Jean Plantin (34), wurde am 27.5.1999 wegen seiner revisionistischen Publikationen vom Strafgericht Lyon zu 6 Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 39.000 Franc (DM 11.700) verurteilt, wovon je FF 10.000 an drei "wohltätige" Organisationen zu zahlen sind (SOS-Rassismus, Liga gegen Rassismus und Antisemitismus (Licra) und die Loge Enfants d'Izieu). All seine Arbeitsunterlagen und -gerätschaften wurden eingezogen. Ihm wurde u.a. vorgeworfen, das Rudolf Gutachten sowie das Buch Oradour von Vincent Reynouard, die in Frankreich verboten sind, wohlwollend besprochen zu haben. Sein damaliger Professor an der Universität Lyon III, Régis Ladous, der eine Arbeit Plantins (mémoire de maîtrise) über Paul Rassinier 1990 mit »sehr gut« bewertete, will davon heute freilich genauso wenig wissen wie Prof. Yves Lequin (Lyon II), der Plantin anschließend bei einer Diplomarbeit (diplôme d'études approfondies, DEA) über die Fleckfieberepidemien in den deutschen Konzentrationslagern unterstützte. Beide Professoren legten aufgrund dieser Verbindung neulich ihre Direktorenämter in den jeweiligen Diplomausschüssen ihrer Fakultäten nieder.

Am 4. Juni 1999 führte die inzwischen versandte vierte Ausgabe von Plantins Akribia wiederum zu dessen Verhaftung und zu einem Verhör zweiten Grades. Plantin soll sogar durch Polizeibeamte mit seiner Ermordung bedroht worden sein: »Das ist ein Faschist. Der muß umgebracht werden. Bringt ihn um.« Plantin wurde nach 24 Stunden wieder aus der Haft entlassen. (Bericht von L'Autre Histoire 6/99; vgl. VffG 2/99, S. 235)

Brandanschlag gegen Revisionsten-Universität Lyon

Die Universitäten Lyon II und Lyon III scheinen eine Brutstätte der Revisionisten zu sein (vgl. obige Meldung), lehrte doch bereits Robert Faurisson dort (Lyon II) und erhielt Henri Roques von Prof. Jean-Paul Allard sein summa cum laude für dessen Doktorarbeit über Kurt Gerstein (Lyon III). Schließlich ist noch Prof. Bernard Notin zu erwähnen, der 1989 in einem Artikel zwischen den Zeilen seine Sympathie für den Revisionismus kundtat (Lyon III, vgl. JHR, 16(5) (1997), S. 17f.). Zu guter Letzt erreichten die Linksextremisten, daß im Oktober 1998 das Institut für indo-europäische Studien an der Uni Lyon III geschlossen wurde, das als "Brutstätte des Rechtsextremismus" galt. Daraufhin hat Prof. Jean-Paul Allard angekündigt, dieses Institut unabhängig von der Uni neu zu gründen.

Am 12. Juni 1999 schließlich brannte die gemeinsame Universitätsbücherei von Lyon II und Lyon III - nach Aussagen der Polizei ein Brandanschlag mit, so die französischen Medien, »delikatem Hintergrund«. Die Parallelen zum Brandanschlag auf das IHR 1984 und auf Zündels Haus 1995 sind unübersehbar.

Neue Anklageschrift gegen Fredrick Töben

Wie in VffG 2/99 (S. 235f.) berichtet, wurde der australische Revisionist Dr. F. Töben Anfang April 1999 in Mannheim verhaftet. Zu Redaktionsschluß (Mitte Juli) wartete er immer noch in Untersuchungshaft auf sein noch nicht terminiertes Verfahren. Da sich jedoch die im Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Mannheim aufgeführten Gründe als unhaltbar erwiesen - insbesondere was die Verantwortung von Dr. Töben für einen Artikel in dieser Zeitschrift anbelangt (Nr. 2/97, S. 87-91) -, verfaßte diese im Mai eine zweite Begründung, die sich nun ausschließlich auf den Vorwurf konzentriert, Dr. Töben verbreite über seine Internet-Seite (http://www.adelaideinstitute.org/adins.html) revisionistischer Inhalte und würde die Besucher seiner Seite über Links mit anderen in Deutschland verbotenen Seiten verbinden.

In einem Interview mit Andreas Röhler (Sleipnir) hat sich inzwischen sogar einer der aggressivsten Gegner der Revisionisten im Internet, Kenneth McVay von der jüdischen Holocaust-Seite Nizkor, gegen diesen massiven Bruch des Menschenrechts ausgesprochen:

»Ich halte gar nichts davon, daß der deutsche Staat oder irgendein Staat sein Strafrecht dazu benutzt, um Seiten aus dem Internet zu verbannen, und bin daher gegen die Festnahme Dr. Töbens.[...]

Wenn die deutsche Regierung Dr. Töben - für den ich nichts als Verachtung übrig habe - mit der Begründung inhaftieren kann, daß er auf seiner Netzseite eine Verbindung zu Ernst Zündels Seite eingerichtet hat, dann kann sie auch mich festnehmen lassen, denn ich habe genau das gleiche getan. Ich werde Deutschland, nachdem Töben wegen seiner australischen Netzseite inhaftiert wurde, nicht besuchen; obwohl Nizkor, als Bildungszwecken dienend, nicht unter das Strafgesetz fallen dürfte.

Die Einführung solcher Praktiken bedeutet eine sehr reale Gefahr in dieser Welt, in der mancher in den Augen der einen Partei ein Terrorist ist, in den Augen anderer aber als Freiheitskämpfer gilt. Wenn Menschen wegen des Inhalts einer Seite im Netz einfach so inhaftiert werden können, selbst wenn sie, anders als Töben, sich nicht bewußt sind, daß dieser Inhalt die Strafgesetze eines Staates verletzt, dann wird die Freiheit, der wir uns gerade zu erfreuen beginnen, einen schrecklichen Tod sterben.«

Erhard Kemper verhaftet

Die Chuzpe des "Gasfrontkämpfers" Erhard Kemper währte nicht lange. Der wegen seiner revisionistischen Ansichten zu einer Freiheitsstrafe verurteilte Agraringenieur war Anfang 1999 untergetaucht, um sich dem Haftantritt zu entziehen (vgl. VffG 1/99, S. 116). Er wurde allerdings am 29.4.1999 in der Nähe seiner Wohnung gesehen, erkannt, verfolgt und verhaftet und sitzt nun in der Justizvollzugsanstalt Münster in Haft (Gartenstr. 26, Apt. 108, D-48147 Münster).

Udo Walendy aus Haft entlassen

Udo Walendy, 1.6.1999

Der Dipl.-Politologe Udo Walendy wurde nach Abbüßung seiner 15-monatigen Haftstrafen wegen revisionistischer Publikationen Anfang Juni 1999 aus der Haft entlassen. Er hofft, daß er wegen Verfahrensmängeln seine zweite Haftstrafe in Höhe von weiteren 14 Monaten nicht abzusitzen braucht.

Inzwischen hat der Oberkreisdirektor des Kreises Herford mit Schreiben vom 19.2. 1999 (Az. 32/32.31.10) angekündigt, Walendy auch noch die seit 1963 bestehende Gewerbezulassung als Verleger zu entziehen. Als Begründung führte die Behörde an, daß die »Zuverlässigkeit« nicht mehr gegeben sein könne, weil der Diplom-Politologe wegen des »Verbrechens der Volksverhetzung« verurteilt worden sei.

Bundesdeutsche Zensur schreitet fort

Mit Beschluß vom 30.3.1999 hat das AG München die bundesweite Einziehung der Ausgabe 2/98 von VffG beschlossen, begründet vor allem mit Textpassagen aus den Beiträgen über die Kurzwellen-Entlausungsanlage in Auschwitz und über das KL Majdanek (Az. 812 Gs 16/98).

Am 8.4.1999 entschied die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften, den von G. Rudolf zusammengestellten Sammelband Auschwitz: Nackte Fakten. Eine Erwiderung an Jean-Claude Pressac (hrsg. von Herbert Verbeke, VHO, Berchem 1995) auf den Index für jugendgefährdende Schriften zu setzen (Bundesanzeiger Nr. 81, 30.4.1999), weil sich das Buch angeblich nur »vordergründig« mit einem Werk Pressacs befasse, tatsächlich aber dazu diene, die »"Auschwitz-Lüge"« zu propagieren, etwa durch die »häufige Verwendung des Wortes "angeblich" und "vermeintlich" mit allen Vorgängen um den Holocaust sowie das ebenso beliebte in Anführungsstriche setzen bestimmter Begriffe wie z.B. Gaskammer [...]«.

Beide Publikationen können im Internet eingesehen (vho.org) oder vom Verlag dieser Zeitschrift erworben werden.

Medienterror gegen Versammlungsfreiheit

Aufgrund einer Denunziation der linksextremen tageszeitung verweigerte die Handwerkskammer dem patriotischen Verein Aufbruch '99. Initiative für Deutschland einen Versammlungsraum, der zuvor vertraglich zugesichert wurde. Auf der für den 15.5. geplanten Versammlung sollten DDr. Rolf Schlierer und Horst Mahler reden. (taz, 15.5.1999)

Brandanschläge gegen Versammlungsfreiheit

Durch Brandanschläge gegen mehrere Reisebusse eines Schenefelder Reisebusunternehmers, der es gewagt hatte, politisch rechts orientierte Menschen zu einer Demonstration gegen die Reemtsma-Heer'sche Anti-Wehrmachtsausstellung zu fahren, will eine linksextreme Gruppe namens »AntifaschistInnen« Busunternehmer zur Einsicht zwingen, »daß die Unterstützung der faschistischen Aufmärsche Folgen haben wird.« (taz, 27.5.1999)

Sippenhaft für "freie" Meinungsäußerung

Weil sich ihre Mutter in einer RTL-Sendung im September 1997 selbst als Rassistin bezeichnet hatte und es als angenehm empfindet, daß es in der Waldorfschule, in die sie ihre Tochter geschickt habe, nur wenige Ausländer gebe, kündigte die Hannover Waldorfschule den Ausbildungsvertrag bezüglich ihrer Tochter. Diese Kündigung wurde vom AG Hannover mit Urteil vom 11.9.1998 bestätigt (Az. 525 C 12952/98).

Deutschland plant totalen Überwachungsstaat

Nach Aussage des stellvertretenden Innenministers Claus Henning Schapper während einer Internet-Sicherheitskonferenz in Bonn entwickelt die deutsche Polizei zur Zeit Programme, mit der sie die Verantwortlichen und die Besucher von Internetseiten mit kriminellem Inhalt feststellen möchte. Dies betrifft insbesondere Kinderpornographie und »Neo-Nazi-Propaganda«. (Reuters, 17.5.1999)

Englische Internet-Serviceanbieter stimmen Zensur zu

In einem Musterprozeß zwischen dem britische Internet-Serviceanbieter (ISP) Demon und dem Kläger Godfrey ist durch Versäumnis des ISP eine womöglich weitreichende Entscheidung gefallen. Godfrey hatte beklagt, daß Demon auch Internet-Inhalte zum Verbraucher transportiert, die beleidigend seien. Nach britischem Recht hätte Demon nun seine Unschuld darlegen müssen, zumal ein ISP unmöglich für die Internetinhalte Dritter verantwortlich gemacht werden kann. Demon hat jedoch Anfang Juni 1999 die Frist zur Einreichung einer entsprechenden Beweisführung versäumt. Somit ist wahrschinlich, daß in Zukunft jeder ISP in Großbritannien mit Klagen rechnen muß, sobald irgend jemandem irgendein Inhalt im Internet nicht gefällt. Das dürfte insbesondere für den Zugriff auf revisionistisches Material von Großbritannien aus katastrophale Folgen haben.

Schweiz verbietet UN-Konferenz über Menschenrechte

Auf Druck Israels und der USA hat die Schweiz Mitte Juli eine von der UNO in Genf angesetzte Konferenz über die menschenrechtliche Lage der Palästinenser abgesetzt. Die mit 115 gegen zwei Stimmen von der UN-Generalversammlung beschlossene Konferenz sollte sich vor allem mit den Aktivitäten Israels bei dessen diversen Kriegshandlungen befassen, insbesondere hinsichtlich der jüdischen Siedlungspolitik im Westjordanland. (AP, 13.7.1999) Einst war die Schweiz neutral...

Schweizer Geld nicht für Juden

Die etwa 1,85 Mrd. DM, die verschiedene jüdische Organisationen von der Schweiz erpreßt haben, sollen nun auch solchen "Holocaust"-Opfern zugute kommen, die nie ein Konto in der Schweiz hatten. (AP, 28.6.1999) Womit bewiesen wäre, daß die erpreßte Summe weit überhöht war.

Korrupte US-Anwälte hinterziehen "Holocaust"-Gelder

Amerikanische Holocaust-Überlebende klagen gegen ihre Anwälte, weil sie zwar hohe Entschädigungssummen ausgehandelt, ihren Mandanten aber nichts oder nur einen Bruchteil weitergegeben haben. So wird der schärfste der "Wiedergutmachungsanwälte" Ed Fagan beschuldigt, von Schweizer Banken 1,25 Milliarden Dollar erhalten, aber bisher keinen Cent an die betagten Opfer weitergegeben zu haben. Auch die Anwälte streiten sich untereinander über ihre Anteile an den Honoraren, die bis zu 30% der Milliardenzahlungen ausmachen.

Holland soll "Holocaust"-Opfern 1 Mrd. zahlen

Weil sie angeblich nach Kriegsende vergaßen, den niederländischen "Holocaust"-Opfern etwa 1 Mrd. Dollar zurückzuzahlen, soll diese Wiedergutmachung durch verschiedene niederländische Banken nun nach dem Willen jüdischer Vereinigungen nachträglich erfolgen (Reuters, 11.5.1999) VffG empfiehlt: Holland sollte sich als Ausgleich an Deutschland schadlos halten. Die sind das Zahlen gewöhnt...

Zwangsarbeiter-Sammelklagen gegen Unternehmen

Nachdem jüdische Organisationen es vormachten, machen es die ehemaligen Zwangsarbeiter nun nach: Mit Sammelklagen wollen sie deutsche Unternehmen und den deutschen Staat zwingen, den heute noch lebenden ehemaligen Zwangsarbeitern aus der Zeit des Dritten Reiches (600.000 bis 1,5 Mio.) Entschädigungen zu zahlen. 16 große deutsche Unternehmen, darunter Daimler-Chrysler, VW, Siemens, Deutsche und Dresdner Bank, BMW, Allianz und Bayer, haben inzwischen angeboten, einen Fond mit 2,5 bis 3 Mrd. DM zu füllen, was jedoch bei den Betroffenen auf breite Kritik stieß. (SZ, 23.6.1999) Da sich Deutschland im 2+4-Vertrag verpflichtet hat, keine Ansprüche gegen die ehemaligen Siegerstaaten zu erheben, gehen die deutschen Zwangsarbeiter, die nach dem Krieg zu Millionen in Frankreich, den Beneluxländern, Jugoslawien, Polen und der Sowjetunion schufteten und starben, leer aus. Man sollte eben einen Krieg nicht verlieren, und wenn dies schon nicht abzuwenden ist, dann sollte sich das Volk danach wenigstens eine Regierung wählen, die seine Interessen schützt, und nicht ausschließlich die Dritter...

Enteignete von Auschwitz wollen Entschädigung

Als die deutsche Besatzung anno 1941 in Birkenau ein großes Kriegsgefangenenlager errichtete, wurden die auf diesem Gebiet siedelnden Bauern und deren Ackerland (insgesamt etwa 5 Hektar) beschlagnahmt. Die betroffenen Familien fordern dafür nun eine Entschädigung von Deutschland. (Die Welt, 20.5.99) VffG empfiehlt: Mit dem polnischen Staat verrechnen, der Deutschland noch eine Entschädigung für die beschlagnahmten etwa 10.000.000 Hektar Land in Ostdeutschland schuldet.

Sudetendeutsche Sammelklage gegen Bundesregierung

Die Sudetendeutsche Landsmannschaft strebt eine Sammelklage gegen... nein nicht die Tschechei, sondern gegen das eigenen Volk an, repräsentiert durch die Bundesregierung, und zwar wegen der Verweigerung des diplomatischen Schutzes bei der Durchsetzung von Entschädigungsleistungen (SZ, 8.7.1999). Die Deutschen kaufen eben immer erst eine Bahnsteigkarte, um zur Revolution zu fahren, und dann steigen sie auch noch in den falschen Zug ein...

US-Außenministerin verweigert Rückgabe von Raubgut

Der Vater der jetzigen US-Außenministerin Madelein Albright, Josef Körbel, hatte sich nach Kriegsende an dem Eigentum der damals in Prag ansässigen deutschen Industriellenfamilie Nebrich schadlos gehalten und wertvolle Kunstgegenstände geraubt, darunter sieben Gemälde. Die Nebrich-Töchter verlangen nun das Raubgut zurück, jedoch verweigert die US-Außenministerin die Rückgabe mit dem Hinweis, die auf dem Gebiet der damaligen Tschechoslowakei lebenden Deutschen seien 1945 durch die Benes-Dekrete rechtmäßig enteignet worden. (ÖVP-Parteizeitung, 6.7.1999) VffG empfiehlt: Rückgabe von "Nazi"-Gold und sonstigem "Nazi"-Raubgut ebenso verweigern, da deren vormalige Eigentümer ebenso "rechtmäßig" enteignet wurden.

Ortswappen führt zu Strafprozeß

Weil er das Ortswappen des Frankfurter Stadtteils Bornheim auf seiner Wollmütze trug, wurde ein 26jähriger Bornheimer wegen des Zeigens von Symbolen verbotener Organisationen vor Gericht gestellt; Bornheim führt nämlich ein Symbol in seinem Wappen, das der sogenannten Wolfsangel ähnlich sieht. Der Mann wurde allerdings sogar im von der Staatsanwaltschaft angestrengten Berufungsverfahren freigesprochen: Die Aufschrift »Bornheim« neben dem Wappen auf der Mütze des Delinquenten ließ wohl leider keine andere Möglichkeit zu. (Bornheimer Wochenblatt, 22.7.99) Ist es Wahnsinn, so hat es doch Methode.

"Nazi"-Spaß mit Bonbon-Papier

Kaubonbons, eingehüllt in ein Packpapier, das mit einer Karikatur Hitlers versehen wurde, ist jüngst der türkischen Süßwarenfirma Tofita in Kanada zum Verhängnis geworden. Das Bild zeigt einen als Schaf verkleideten Hitler, der hinter seinem Rücken eine neunschwänzige Katze (Folterpeitsche) verbirgt. Inzwischen läuft eine Kampagne, die dafür sorgen soll, daß die Produkte von Tofita aus den kanadischen Regalen verschwinden. In Israel gibt es analoge Bestrebungen. (National Post, 17.5.1999)

Turnvater Jahn wird bewältigt

Die Schulkonferenz der Gesamtschule an der Bogenstraße in Hamburg-Eimsbüttel hat beschlossen, nach 65 Jahren den Namen ihrer Schule zu ändern. Sie trägt den Namen von Turnvater Jahn, dessen »völkisch geprägte Gedankenwelt« im krassen Gegensatz zu den Leitzielen der Schule stünden. (Frieden 2000 5-6/99) Angesichts der stark zunehmenden Zahl von Türken dürfte es sich nur noch um wenige Jahre handeln, bis dort auch die Unterrichtssprache deutsch abgeschafft wird aufgrund ihres Bezugs zu Hitler und den "Nazis".

"Holocaust"-Auktion erzeilt Rekordgewinne

Der Handel mit "Holocaust"-Utensilien wird immer gewinnträchtiger. Ein mit Diamanten besetztes Platin-Halsband, das angeblich von einem Juden unter Küchenfliesen verborgen wurde, erzielte jüngst bei einer Versteigerung bei Christi's in London einen Betrag von etwa DM 510.000,-. Der Erlös wird einem israelischen Krankenhaus vermacht. (AP, 14.4.1999)

Reinlichkeit ist "Nazi"-Fimmel

Das Bestreben der Nationalsozialisten nach Reinlichkeit, Gesundheit und körperlicher Fitneß ist laut Robert Proctor ein Ausdruck paranoider Fremdenfeindlichkeit, so eine Aussage in seiner Arbeit über den frühen Kampf der Nationalsozialisten gegen den Krebs, in dessen Verlauf bereits vor dem Krieg der Zusammenhang zwischen Rauchen und Krebs festgestellt wurde, wozu der Rest der Welt 30 Jahre länger brauchte. (Chicago Tribune, 30.4.1999) Sauber, gesund und fit, perverser geht's wahrlich nimmer! Dann doch lieber dreckig, krank und schlapp, aber über jeden profaschistisch Verdacht erhaben!

Palästinensisches Kreuzworträtsel

Das wöchentliche Kreuzworträtsel der Tageszeitung der palästinensischen Behörden vom 18. Februar 1999 enthielt folgende Frage: »Jüdisches Zentrum zur Objektivierung des Holocaust und der Lügen«. Die Antwort lautete: »Yad Vashem«. (Barbara Amiel, »Hatred, Palestinian-style« Maclean's, 7.6.1999, S. 17) So isses.

Kritik an Juden ist gesellschaftlicher Selbstmord

»Tabu ist alles, was nur im entferntesten mit dem Thema "Juden in Deutschland" in Verbindung gebracht werden könnte. Seit der Walser-Bubis-Debatte ist mir klar, daß da die Hölle losbrechen würde. Ich war mal der Meinung, es müßte möglich sein, einen Witz über die Krawatten von Michel Friedman zu machen, ohne daß ich als Antisemit abgestempelt werde. Heute ist mir klar, daß da überhaupt nicht dran zu denken ist. Es würde heißen: "Schmidt macht Judenwitze." Solche Schlagzeilen muß ich mir nicht antun.«

Altbundeskanzler Helmut Schmidt über die Meinungsfreiheit in Deutschland (stern, Nr. 8/99)

Akademische Revisionisten nehmen in Deutschland zu

Prof. Gunnar Heinsohn, stellt in seinem im November 1998 erschienenen Buch Lexikon der Völkermorde (Rowohlt, Reinbek) unter dem Stichwort Auschwitzlüge fest:

»Allerdings nimmt unter den akademischen Auschwitzleugnern die Zahl der Deutschen entschieden zu (vgl. typisch die Autoren in GAUSS 1994).«

Das ist wohl eine bemerkenswerte Anerkennung der revisionistischen Arbeit.

Endlich ein echter akademischer Dialog, dank Internet

Unter dem Titel »A Real Academic Dialogue at Last« erfreut sich Tom Nichols in der März-Ausgabe der US-Zeitschrift Heterodoxy über die erfrischende Wirkung, die das Internet mehr und mehr auf die weltweit geführten akademischen Debatten haben:

»Aber jetzt gibt es einen Platz, wo die akademische Schweigespirale unter Beschuß geraten ist, und zwar nicht durch lauten Protest oder durch verzweifelte Bitten für einen offenen Dialog in den Seminarräumen, sondern durch das stille und beharrliche Klicken der Rechnertastaturen. Das Internet ist auf dem Campus angekommen, und zum ersten Mal sind die linken Akademiker (und mit ihnen das studentische Fußvolk, das ihnen häufig dient) mit einem Medium konfrontiert, das sie nicht stillegen können.«

New York Times berichtet relativ neutral über Irving

Am 26.6.1999 berichtete die New York Times unter der Überschrift »Is an Author Who Doubts the Holocaust Fit to Be a Historian?« (Kann ein Autor, der den Holocaust bezweifelt, ein Historiker sein?). Auf erstaunlich ausgewogen Weise ließ das Blatt sowohl die Gegner Irvings als auch Irving selbst zu Wort kommen und unterschlug nicht, daß Irving aufgrund seiner meisterhaften biographischen Forschungen unter vielen führenden Historikern Respekt erworben hat.

Neue Zürcher Zeitung pro Revisionismus

Am Samstag, dem 12.06.1999, ließ die Neue Zürcher Zeitung den in Südafrika lebenden Deutschen Dr. Claus Nordbruch in der Rubrik Zeitfragen zu Worte kommen. In einem Beitrag des Titels »Die selbsternannten Tugendwächter im Visier. Schaltet Political Correctness das einstige Volk der Denker gleich?« verteidigte Dr. Nordbruch den Revisionismus als notwendige wissenschaftliche Methode und geißelte die besonders in den deutschsprachigen Ländern grassierende Zensur. Nordbruch hatte sich in gleicher Thematik schon zuvor durch sein Buch Sind Gedanken noch frei? Zensur in Deutschland einen Namen gemacht (vgl. VffG, 4/98, S.322f.; wir werden berichten).

Finnland errichtet Denkmal für Waffen-SS-Freiwillige

Trotz Druck insbesondere von seiten der kleinen finnischen Jüdischen Gemeinde will der finnische Kriegsopfer-Verband (noch) an seinem Plan festhalten, in der Ukraine einen Gedenkstein für die im Kampf gegen den Sowjet-Kommunismus etwa 250 Gefallenen der 1.500 finnischen Freiwilligen der Waffen-SS zu errichten. Da dieser Verband teilweise vom finnische Kultusministerium finanziert wird, gerät nun auch dieses unter Druck. Häkki Rosti, Staatssekretär im finnischen Kultusministerium, meinte dazu: »Das waren Soldaten und keine Verbrecher.« (SZ, 12.5.99)

Versammlungsverbote verfassungswidrig

Mit Beschluß vom 1.4.1999 entschied das Verwaltungsgericht Karlsruhe, daß ein von der Stadt Bruchsal erlassenes Verbot von Sympathiekundgebungen für den politischen Gefangenen Günter Deckert rechtswidrig war:

»Politische Empfindlichkeiten [...] können nicht dazu führen, daß Rechtsradikalen vorsorglich politische Meinungsäußerungen versagt werden [...]« (Az. 13 K 998/99)

Nur schade, daß der Termin der geplanten Veranstaltung, wie in fast allen anderen Fällen der Vergangenheit auch, schon längst verstrichen war. Aber trotz ungezählter Gerichtsentscheidungen scheinen die Behörden nicht zu merken, daß sie mit ihren Maßnahmen ständig die Verfassung brechen.

Manfred Roeder freigesprochen

Weil er in einem Interview in der ARD ausgeführt haben soll, die Mitglieder der Bundesregierung sein alle Landesverräter, die den Tod verdient hätten, mußte sich der rechte Aktivist Manfred Roeder Mitte April vor dem Hamburger Landgericht wegen des Vorwurfs der Verunglimpfung von Verfassungsorganen verantworten. Er wurde allerdings am 12.4.1999 freigesprochen, da die Autorin, die ihn entsprechend zitiert hatte, dieses Zitat in einen Zusammenhang bettete, der eher der Verunglimpfung Roeders diente als der der Bundesregierung. (Die Welt, 13.4.1999)

Jüdische Judenzensur vorerst gescheitert

Anfang April 1999 waren Ignatz Bubis, Michel Friedmann und Moishe Waks, stellvertretender Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Berlins, nach Tel Aviv gereist, um zu verhindern, daß das Theaterstück »Der Müll, die Stadt und der Tod« als Gastspiel nach Berlin kommt. In Israel war das Fassbinder-Stück erfolgreich aufgeführt worden. Bubis erklärte den Theaterleuten, das Stück dürfe in keinem Fall in Deutschland gezeigt werden, weil es antisemitische Ressentiments schüre. Der Leiter der Schauspielschule Yoram Löwenstein, dessen Eltern 1938 aus Deutschland geflohen waren, kann dagegen keine antisemitischen Tendenzen erkennen, das Stücke zeige vielmehr Mechanismen der Ausgrenzung von Minderheiten. Gerne wäre das Ensemble nach Berlin gekommen. (Frieden 2000 5-6/99) NB: Bubis fühlt sich selbst in dem Stück karrikiert.

Straßburg fordert Prag heraus

Bei den Verhandlungen über den Beitritt der Tschechei zur EU haben die CDU-Angeordneten Nassauer und Pöttering einen Antrag im Europaparlament durchgesetzt, in dem Prag dazu aufgefordert wird, »fortbestehende Gesetze und Dekrete aus den Jahren 1945 und 1946 aufzuheben, soweit sie sich auf die Vertreibung einzelner Volksgruppen in der ehemaligen Tschechoslowaki beziehen.« (Ostpreußenblatt, 24.4. 1999) Es wäre freilich illusorisch zu glauben, die Vertriebenen könnten, wenn Prag nachgibt, Forderungen geltend machen - da ist der 2+4-Vertrag davor!


Stand: 22.07.99.


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