Leserbriefe

Allgemeine Stellungnahmen

Sympathie

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit außerordentlicher Sympathie verfolge ich ihre unerschrockenen und aufrechten Bemühungen, der geschichtlichen Wahrheit zu ihrem Recht zu verhelfen. Ich erlaube mir deshalb, Ihnen anliegend einige Fotokopien zu diesem Thema zu übersenden und will dazu noch folgende Anmerkungen und Erläuterungen machen […].

In der Hoffnung, daß vielleicht einige der übersandten Hinweise und Kopien für Sie von Interesse sein könnten, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

T.B., Wertach

ANMERKUNG DER REDAKTION:

Wir bitten um Nachsicht, daß wir nicht auf alle Einsendungen inhaltlich eingehen können. Interessant erscheinendes Material leiten wir an thematisch damit betraute Autoren weiter, denen das weitere Vorgehen überlassen bleibt.


Die Folgen von Trägheit und Sattheit

Sehr geehrte Damen und Herren,

als ich gestern Ihren beigelegten Brief vom 13.2.98 erhielt, war ich deprimiert. Ich kann nur hoffen, daß sich die Situation in der Zwischenzeit gebessert hat. Es ist mir unbegreiflich, wie eine so gute und über jeden Zweifel erhabene Publikation im zweiten Jahr ihres Erscheinens von ihren Beziehern so massenhaft im Stich gelassen werden kann.

Leider weiß ich keinen guten Rat für diese Situation. Ich würde es für anmaßend halten, Ihnen Kraft zum Weitermachen zu wünschen. Wahrscheinlich ist die Trägheit und Sattheit der Menschen in diesem unseren Lande daran schuld. Ich erlebe es auch immer wieder im Verwandten-, Bekannten- und Kollegenkreis, daß die Leute einfach nichts mehr hören wollen über diese Vergangenheit, nicht einmal die Wahrheit. Bestenfalls hören sie ein Weile teilnahmslos zu, oder sie reagieren gleich aggressiv. Sie verteidigen die aufgebürdete Schuld mit Zähnen und Klauen, als ob sie ihr bestes und letztes Gut beschützen müßten. Es ist schon wahr: Einer tausend Mal wiederholten Lüge glaubt man lieber als der zum ersten Mal gehörten Wahrheit.

Man braucht schon ein alttestamentarisch indoktriniertes Gehirn, um im nie endenden Haß zu verharren. Einem Deutschen ist diese Mentalität fremd. Es fehlt ihm aber dann auch der unerschütterliche Glaube, der nötig wäre, um der Flut der Lügen standzuhalten.

Vielleicht muß alles noch viel, viel schlimmer kommen, bis die Deutschen aufwachen, wenn überhaupt. Jedenfalls bewundere ich Sie, daß Sie als – bis auf Ihren Chefredakteur – nicht unmittelbar Betroffene so tapfer für die Wahrheit kämpfen. Als Ausdruck meiner Hochachtung lege ich eine bescheidene Spende bei.

Seien Sie bei Ihrer weiteren Arbeit sehr vorsichtig. Der Einfluß der Vergangenheitsbewältiger in diesem Lande ist größer, als man glauben kann. In Frankreich ist man schon dabei, sog. »Wachsamkeitskomitees« zu gründen.

Dem alttestamentarischen, rachsüchtigen Stammesgott möchte ich Sie nicht anempfehlen. Deshalb kann ich Ihnen und Ihrem Chefredakteur mit Familie nur von Herzen alles Gute für die Zukunft wünschen.

Mit freundlichen Grüßen

R.L., München

ANMERKUNG DER REDAKTION:

Unsere Situation hat sich wieder etwas gebessert. Zwar haben wir anscheinend etwa 25% unserer alten Leser dauerhaft verloren, aber auch nicht unerheblich viele dazugewonnen. Die Spende wurde hier naturgemäß mit großer Freude und Dankbarkeit entgegengenommen.


zu: M. Gärtner, W. Rademacher, Grundwasser… (VffG 1/1998, S. 2-12)

Eindrucksvolle Präzision

Die eindrucksvolle und durch ihre Präzision ebenso wie durch ihre Sachlichkeit ausgezeichnete Arbeit der Herren Dipl.-Ing. Gärtner und Rademacher im neuen Heft vom März wird früher oder später um keinen Preis mehr umgangen werden können. – Die Anstrengungen und der betäubende Trommelwirbel für die Aufrechterhaltung der ungeheuren Lügen werden zwar immer krampfhafter, so daß man denken könnte, es bräche bald zusammen. Sehe ich mir aber die Reaktionen der Menschen an, mit denen ich spreche, und allgemein den noch immer viel zu starken Glauben an die Medien, so scheint mir, es könne doch noch eine ganze Weile dauern. Inzwischen spielt auch die anthroposophische Gesellschaft, der ich seit 50 Jahren angehöre, mit voller Lautstärke mit.

Zu den drei größten Wünschen in meinem Leben gehört, daß ich den Durchbruch noch erleben darf.

Mit allen guten Wünschen für Sie persönlich und für Ihre Arbeit bin ich

R.O., Heilbronn


zu: Peter Töpfer, Irren-Offensive … (VffG 1/1998, S. 35f.)

Demonstration für Andreas Röhler

Röhler-Soli-Demo

Nach Veröffentlichung unseres Aufrufes zur Röhler-Solidemo hat es Anfragen gegeben, ob die in besagtem Text genannte Großkundgebung ("Massenbehandlung") tatsächlich stattgefunden hat oder ob es sich um eine Falschmeldung handelte. Es wurde irritiert reagiert, und das böse Wort von der Demo-Lüge kursiert. Die machtvolle Manifestation der Irren hat stattgefunden. Zahlreiche Spuren, Indizien und sogar Beweise belegen zweifelsfrei ihre Existenz: die Demo war angemeldet und ist daher in den Polizeiarchiven zu verifizieren; es gibt zahlreiche Zeugenaussagen; es liegen Fotos vor (vgl. untenstehendes Foto). Nachdem die dekonstruktivistische Aktion »600 000 × 6« des Kd. Rainer Brendel in Zusammenarbeit mit dem Zahlenforscher Norbert Marzahn (siehe Sleipnir 6/97) in den Berliner Straßen als ein riesiger propagandistischer Erfolg zu werten ist, werden nun weitere militante Aktionen des revidierten Patientenkollektivs vorbereitet, u.a. als gemeinsame Aktion mit unserer Bruderpartei Chance 2000 die Dance-Performance "Perceptose Stereo" im Rahmen der Love-Parade 1998. Motto: Extase vs. Metastase. Der Spaß hört auf! Ihr wollt es so.

Revidiertes Patientenkollektiv, Kommando "Gerd Steinke",

Peter Töpfer, Berlin


zu: I. Schirmer-Vowinckel, Nicht vorhanden … (VffG 1/1998, S. 68f.)

Das Geständnis von F. Ziereis

Sehr geehrte Damen und Herren,

mir liegt ein Bericht von Dipl.-Ing. Simon Wiesenthal aus dem Jahre 1946 vor. Sie trägt den Titel KZ Mauthausen und ist im IBIS-Verlag, Linz-Wien, erschienen. Sie enthält u.a. die Wiedergabe eines Geständnisses des Kommandanten des KZ Mauthausen Franz Ziereis, das dieser auf dem Totenbett abgelegt hat. Ziereis beschreibt darin viele, auch anderweitig durch Zeugen bekundete Greuel, wie z.B. die Ermordung von Häftlingen durch Vergasung in Kammern und in Autos durch Einleitung von Dieselabgasen. Die Zahl der Opfer gab Ziereis für Mauthausen mit bis zu vier Millionen an. Seine Angaben spielten auch beim Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg 1946 eine Rolle. Der Anklagebehörde lag das Schuldbekenntnis von Ziereis in Form eines Affidavits des damaligen Protokollanten Hans Marsalek vor (IMT Dokument 387-PS). Er sollte in Übereinstimmung mit der Anklagebehörde ins Kreuzverhör genommen werden. Das hat aber ausweislich der Protokolle nicht stattgefunden. Eine Erklärung für diesen Umstand geht aus den IMT-Protokollen nicht hervor.

Hans Marsalek hat seine Erkenntnisse bereits 1946 und später 1974 publiziert.

Hans Wahls, Köln

ANMERKUNG DER REDAKTION:

Als Franz Ziereis sein absurdes "Geständnis" ablegte, lag er mit einer schweren Schußwunde, die ihm wahrscheinlich von den Befreiern verpaßt worden war, auf seinem Sterbebett. Ziereis wurde jede Hilfe verweigert. Er soll kurz vor seinem Tod das "Geständnis" unterschrieben haben. Es ist anzunehmen, daß Ziereis unter diesen Umständen alles aussagte und unterschrieb, was man ihm vorlegte.


zu: Otto Humm, Die Gespensterkrankheit … (VffG 2/1997, S. 75-78)

Alliierte Mitschuld an Fleckfieberepidemien

Der aus Bessarabien stammende gebürtige Amerikaner Prof. Dr. Reuben Clarence Lang (Jg. 1925) hat 1988 in einer Studie des Titels Warum wurde des DDT so spät eingesetzt? Zur Frage der Fleckfieberepidemien im Zweiten Weltkrieg den Alliierten eine Mitschuld an den vielen Toten in den verschiedenen Lagern im deutschen Machtbereich zugewiesen.

Bereits 1918 tobte das Fleckfieber auf dem Balkan und in Osteuropa, wo die Kleiderlaus als Krankheitsüberträger weit verbreitet war. In Rußland, Polen und den baltischen Ländern soll es 30 Millionen Fleckfieberkranke mit Millionen von Toten gegeben haben. Damals gab es kein Mittel gegen die Läuse als eben die Sauberkeit.

Anders im Zweiten Weltkrieg: in Deutschland gab es Lauseto. Die Alliierten setzten in den (zurück-)eroberten Gebieten sofort DDT ein, wohl weniger aus Menschenfreundlichkeit – fünf Jahre unbarmherziger Luftkrieg gegen die Zivilbevölkerung in Europa und Japan sowie die vielen Nachkriegsgreuel (Vertreibung, Massensterben in Lagern, Demontage) sind Beweis genug für eine menschenverachtende Einstellung. DDT wurde von den Alliierten eingesetzt, damit ihre eigenen Truppen sich nicht infizierten.

Die Briten konnten seit 1940 die deutschen Funkcodes dechiffrieren und wußten u.a. auch über die Probleme in den Konzentrationslagern Bescheid. Wäre den Alliierten an der Gesundheit der verschiedenen Lagerinsassen gelegen, hätten sie der Lieferung von DDT an die verschiedenen Lager durch das Rote Kreuz zugestimmt. Diese Zustimmung wurde jedoch versagt. Folglich hatten die Alliierten kein Interesse daran, die sanitären bzw. hygienischen Verhältnisse in den deutschen Lagern zu verbessern.

Es entsteht daher der Eindruck, daß den Alliierten die im Verlauf des Krieges immer katastrophaler werdenden Zustände in den deutschen Lagern schon aus rein propagandistischen Gründen sehr willkommen waren.

M.W., Langen


zu: Andrew Allen, Auschwitz: Krema-Zerstörung… (VffG 2/1998, S. 130)

Kremasprengung durch »Widerständler«?

Lieber Herr Rudolf,

die letzte Ausgabe Ihrer VffG hat mich zu innerlichen Begeisterungsstürmen hingerissen. Vor allem natürlich der erste Aufsatz. Ich bin so froh, daß diese Erkenntnisse, die seit Jahren zusammengetragen wurden, nun endlich in die öffentlichkeit gelangen. Ich hatte schon gefürchtet, daß das alles in privaten Archiven verschimmeln wird.

Zu dem Thema »Krema-Zerstörung« hatte ich des öfteren Gelegenheit, an Diskussionen teilzunehmen. Die Ausführungen Ihres Autors Andrew Allen kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Die Gaskammer-Story wurde in der feindlichen Propaganda seit 1942 benutzt, und das war natürlich auch den deutschen zuständigen Dienststellen bekannt. Die Krematoriumsöfen spielten dabei eine untergeordnete Rolle. Wenn man also, allein um der Propaganda den Boden zu entziehen, Sprengungen vornehmen wollte, wären die »Gaskammern« das geeignete Objekt gewesen.

In unseren Diskussionen wurde einmal die Idee geäußert, daß möglicherweise die Krematoriumsöfen aus folgendem Grund gesprengt wurden: Nach der sich abzeichnenden Niederlage der deutschen Truppen würden durch die daraus resultierende Unordnung unvermeidlich in der deutschen Bevölkerung Seuchen auftreten und sich schnell verbreiten. Um diese zu verhindern, sei die schnelle Vernichtung der Seuchenleichen notwendig. Jetzt könnte einer Widerstandsgruppe innerhalb des KZ Auschwitz der Gedanke gekommen sein, die Seuchenausbreitung im Gegenteil zu fördern, indem man die Krematoriumsöfen sprengt und dadurch erforderliche sanitäre Maßnahmen verhindert – zum Schaden der Deutschen. Eine solche Gruppe hätte während der letzten Tage der Auflösung des Lagers sicherlich keinerlei Schwierigkeiten gehabt, die Sprengungen vorzunehmen.

Mir erscheint diese Gedankenkette logischer als die von Allen. Ich nehme an, daß der damalige Diskussionsteilnehmer sich an Sie wenden wird und vielleicht dazu noch weitere Ausführungen machen kann.

Ingrid Weckert, München


zu: P. Töpfer/R. Kammerer Monoperzeptose – eine fixe Idee (VffG 1/1998, S. 56-60)

Aufforderung an die Landesärztekammer NRW

An die Landesärztekammer NRW

Tegernseestr. 31

D-40474 Düsseldorf

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

in meinem 54. Approbationsjahr und nach einer ausgedehnten Leberresektion vom Tode gezeichnet werde ich mit dem Inhalt eines Buches des o.a. »Kollegen« konfrontiert. Der Vorfall hat offensichtlich nur deshalb keine Sanktion Ihrerseits ausgelöst, weil er Ihnen bis dato unbekannt blieb.

Über so banale Sachverhalte setzt sich der Herr Professor plaudernd hinweg? Er kann daher in jedem Falle und von jeder Partei wegen Besorgnis der Befangenheit als Gutachter abgelehnt werden. Um solche Peinlichkeiten zu vermeiden, sollten Kammer und Justiz vereint zumindest gemeinsam einen generellen Riegel vor jede weitere »Gutachter«-Tätigkeit des o.g. Buchautors vorschieben.

Wollen Sie mich freundlicherweise verständigen, was veranlaßt wurde ?

Mit besten kollegialen Grüßen

Dr. med. Karl Schikorski, Wedel-Schulau


zu: R.H. Curtiss, Vom Holocaust-Museum ausgeladen:… (VffG 1/1998, S. 52-54) u.a.m.

Korrektur von Fehlern und Mißverständnissen

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem ich alle Ihre bisher erschienenen VffG-Hefte gelesen habe, erlaube ich mir diesen bescheidenen Beitrag u.a. in der Überzeugung und Voraussicht, daß unsere Gegner selbst unscheinbare Irrtümer für ihre Sache ausnutzen werden.

1) 1. JG., HEFT 3, SEPTEMBER 1997 (S. 203, RECHTE SPALTE):

Dort spricht Prof. Walter Masing von Goldhagens »Spekulationen über die Gene "der Deutschen"«. Seitdem, vielleicht auch schon vorher, ist dieser Begriff von anderen auf "deutsche Killer-Gene" ausgedehnt worden. Auf der zweckeigenen Suche nach einer entsprechenden zitierfähigen Stelle machte ich mir die Mühe, den Originaltext (Hitler’s Willing Executioners) von vorne bis hinten zu lesen. Obwohl ziemlich alle Aussagen in diesem verstiegenen Buch verlogen genug sind und einer solchen Behauptung sehr nahe kommen, gibt es eine direkte Äußerung dieser Art nicht. Es ging mir dabei natürlich nicht um die Verteidigung Goldhagens, sondern darum, einen wesentlichen Irrtum klarzustellen, und weil ich sehe, daß derartige Fehler oft von anderen – zum Schaden des Revisionismus – nachgesprochen oder mißbraucht werden.

2) 2. JG., HEFT 1, MÄRZ 1998 (S. 14, RECHTE SPALTE):

Der Passage Pressacs (»Da die Produktion der Firma Topf […]«) und deren Analyse entnehme ich, daß hier wie da das Verhältnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer in einem Punkt unberücksichtigt blieb:

Vor jedem Unternehmen dieser Art wird zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer (dem Lieferanten) ein Vertrag abgeschlossen, der Rechte und Pflichten beider Vertragspartner festlegt und folgendermaßen zustande kommt: Nachdem sich die Vertragspartner in Verhandlungen über Eignung, Tauglichkeit, Preis usw. einer betreffenden Anlage (Einrichtung, Maschine, Vorrichtung) einig geworden sind, werden die gegenseitigen Verpflichtungen vertraglich festgelegt. Der Lieferant garantiert ihre reibungslose Funktion und übernimmt die Verantwortung für etwaige Fehlfunktionen, während der Auftraggeber als Gegenleistung für diese Ganantie sich verpflichtet, alle an die Anlage angeschlossenen Komponenten (einschl. vorgesehene Ersatzteile) über den Lieferanten zu beziehen, der – so versteht man es auf beiden Seiten – allein in der Lage ist, über die Tauglichkeit der zugehörigen Teile zu entscheiden. Laut eines solchen Vertrages ist es dem Auftraggeber nicht einmal gestattet, ohne die Zustimmung des Lieferanten irgendwo in der Anlage ein Loch zu bohren oder etwas anzuschweißen. Ein solches Übereinkommen beruht auf der alten Weisheit, daß viele Köche den Brei verderben, was unter allen Umständen, besonders im Interesse des Auftraggebers, vermieden werden soll. Der wird sich also schon aus diesem Grunde hüten, hinter dem Rücken des Lieferanten in irgendeinem Laden an der nächsten Straßenecke Zubehör zu kaufen, weil er es dort vielleicht etwas billiger beschaffen kann, denn sobald das dem Lieferanten zu Ohren kommt, steht ihm nichts im Wege, sich von der Garantie freizusprechen. Die Einhaltung eines solchen Vertrages hat mit Heimlichtuerei, die Pressac der Lagerverwaltung (dem Auftraggeber) unterstellt, nichts zu tun. Seine frohlockende Schlußfolgerung (»Die Antwort ist wohl, […]«) ist folglich schon aus diesem Grunde falsch.

Carlo Mattognos treffenden Beobachtungen bezüglich des auf Seite 13 abgebildeten Briefes von der Firma Topf & Söhne möchte ich eine weitere anschließen:

Der Satz »Absendet sofort 10 Gasprüfer« klingt in meinen Ohren ebenso undeutsch wie die Redewendung »kommen wir Ihnen sofort näher«.

  1. Das Wort »absendet« als Befehlsform (statt "sendet") gibt es im Deutschen ebensowenig wie etwa das Wort "abschickt!".
  2. Die Anredeform (zweite Person Mehrzahl, statt dritte Person Mehrzahl: "Senden Sie") muß in Zweifel gezogen werden, denn so rüde drückt man sich auch in einem Telegramm nicht aus. Die Vermutung liegt deshalb nahe, daß der Verfälscher dieses Telegramms die herrische Art der SS herausstellen wollte.
  3. Derselbe Verdacht kommt mir bei dem Wort »sofort«. So reden Eltern mit ihren Kindern oder Lehrer mit ihren Schülern, aber keine Vertragspartner miteinander. Für 10 oder 20 Pfg mehr hätte man etwa telegraphiert: "Senden Sie uns bitte unverzüglich…".

Nicht nur verrät dieses Telegramm, daß der Verfasser sich in unserer Sprache nicht auskennt, sondern auch, daß er mit dem »sofort«, abgesehen von meiner unter b) geäußerten Vermutung, außerdem eine kriminelle Eile der SS andeuten wollte.

3) 2. JG. , HEFT 1, MÄRZ 1998 (S. 47, LINKE SPALTE):

»By Virtue of Murder« ist (in Klammern) fälschlicherweise als »Mord als Tugend« übersetzt worden. Das Wort virtue hat in diesem Zusammenhang nichts mit Tugend zu tun. Vielmehr handelt es sich hier um eine feststehende Redewendung: »By virtue of...« = vermöge… oder kraft…. »By virtue of the fact, that…« kraft oder vermöge der Tatsache, daß…. »By virtue of murder« muß also als »durch Mord« oder »mittels Mord« oder noch besser als »Mord als Mittel« wiedergegeben werden.

4) 2. JG, HEFT 1, MÄRZ 1998 (S. 52 FF):

Das Buch von John Sack, An Eye For An Eye, habe ich ebenfalls im Originaltext gelesen und kann nicht genug vor ihm warnen. Sack gehört m. E. zu den zweideutigsten Schriftstellern auf diesem Gebiet. Dieser Umstand mag in der deutschen Übersetzung verlorengegangen sein. Im Original dagegen springt dies dem Leser aus fast allen Formulierungen und Behauptungen entgegen. Ihn einen Historiker zu nennen, wäre ein Mißverständnis ersten Ranges. Komödiant wäre treffender, und Geldmacherei scheint sein einziges Motiv zu sein. Jeder unbefangene Leser, der das Original gelesen hat, muß leider zu denselben Schlüssen kommen, wie sie (auf Ihrer S. 54) von Jon Wiener und dem elenden Lump und Mystifikator D. J. Goldhagen zum Ausdruck gebracht werden.

Vor etwa zwei Jahren habe ich mir in einem lebhaften Briefwechsel mit einem holocausthörigen Verwandten in Deutschland einmal Luft gemacht über den Unsinn, den Sack in seinem Buch zum besten gibt.

Hier einen Auszug aus meinem Brief, in dem alle deutsch wiedergegebenen Zitate Erzeugnise meiner eigenen Übersetzungen sind. Die Seitenangaben beziehen sich auf das Original:

Der in dem Buch erwähnte Lager-Kommandant Shlomo brüstet sich:

»Was die Deutschen innerhalb von fünf Jahren in Auschwitz nicht geschafft haben, habe ich in Schwientochlowitz innerhalb von fünf Monaten erledigt.«

Obwohl das Urheberrecht auf Seite IV mit 1993 angegeben ist, erfahren wir auf Seite 189, daß es bereits 1988 in dem Magazin California als Schriftenreihe veröffentlicht wurde, so daß sich Shlomos Behauptung auf die damals noch geglaubten 4 Mio. Auschwitz-Opfer bezieht. Sack fühlt sich an dieser Stelle als "Holocaust-Historiker der praktischen Vernunft" verpflichtet, Shlomo zu "berichtigen", indem er zum besten gibt:

»In Wirklichkeit war seine [Shlomos] Rechnung falsch: die Deutschen haben in Auschwitz gerade so viele in knappen fünf Stunden umgebracht.«

In Räuberpistölchen und Wild-West-Filmen ist es üblich, zunächst zu zeigen, was für ein Scheusal der verfolgte Bösewicht ist, damit wir uns am Schluß umso köstlicher daran ergötzen können, wie der Filmheld ihn abknallt oder über die Felskante wirft. Bevor der Vorhang fällt, darf er als Belohnung dann die Blonde küssen. Die Juden bekamen stattdessen Israel.

Um seinen Lesern sein Buch schmackhaft zu machen, befolgt auch Sack diese altbewährte Regel. Die Rechtfertigung für die jüdischen Brutalitäten und Schandtaten werden zuerst vorgeführt:

»Die SS nahm einige Kleinkinder und zerriß sie in Stücke oder schlug sie gegen die Wand oder warf sie in die Luft, um sie dann mit dem Bajonett aufzufangen.« (S. 18)

Auf deutsch: das aufgewärmte Greuelmärchen aus dem Ersten Weltkrieg von den belgischen kleinen Mädchen, denen deutsche Soldaten die Hände abgehackt haben sollen!

»Aber an einem Gebäude mit einem unproportionalen Schornstein machten sie Halt.« (S. 20)

Als Industrieofenbaukonstrukteur überzeugt mich keiner davon, daß Sack sich auf die bautechnische Proportion eines Kamines einer Anlage versteht, denn selbst ein tüchtiger und erfahrener Industrieanlagen-Konstrukteur würde sich hüten, sich ohne nähere Kenntnisse über die Funktion einer Anlage dergestalt verrückte Urteile anzumaßen.

»[…] und ein deutscher Soldat führte sie in einen Raum mit verschlissenen Hähnen – ein Brausebad. [Wie verräterisch Adjektive doch sein können!] Hinter ihnen schloß sich die Tür, und die Juden schlossen folgerichtig, daß sie sich in einer Zyanid-Kammer befanden. Eins der Mädchen schluckte eine Giftpille, und die anderen begannen, auf jiddisch zu jammern: "Niemals kommen wir hier wieder raus!" Trotzdem überlebte die Hälfte dieser Leute, um darüber erzählen zu können.« (S. 20)

Da fragt man sich, warum bei einem geplanten Völkermord die Hälfte (jedenfalls in diesem Falle) überleben soll. Sacks Antwort: »um darüber erzählen zu können«. Als ob zur Überlieferung irgend welcher Gegebenheiten mehr als eine Person nötig wäre!

Auf der nächsten Seite stellt sich heraus:

»[…] die Giftpille war alt und hatte ihre Wirkung verfehlt.« (S. 21)

Denn das Mädchen sollte ja später darüber erzählen!

»Ihr Chef, ein einäugiger Berufsmörder, ein Deutscher,…« (S. 29)

Was könnte ein Deutscher sonst schon sein! Wir sehen sie hier ja fast täglich auf dem Bildschirm, diese "Hunnen": Piratenaugenklappe, unbeholfen, steifes Bein mit Krückstock, Brille, dümmlich, grobe Gesichtszüge, verschmitzt, brutal, unsteter Blick…, je nach Bedarf der Volksverhetzungswirkung, die erzielt werden soll.

»"Was hast du gesagt!", brüllte die SS-Frau, wobei sie Ada schlug und ihr befahl: "Melde dich im SS-Büro!" Adas Kehle trocknete aus wie durch einen Wüstenwind. Der Befehl bedeutete in Wirklichkeit: Melde dich im SS-Büro, wo die SS dich schlagen, foltern und dann zur Baracke 11 bringen wird, um dich aufzuhängen.« (S. 30)

Auf derselben Seite:

»Die SS schlug sie, peitschte sie, folterte sie und zerquetschte ihre Hände und Füße wie Walnußschalen.«

Auf Seite 31 entpuppt sich Rudolf Höß als der Erfinder der »Zyanidkammer«.

Selbst Gott wird in diesem Roman nicht verschont. Auf Seite 42 wird er in Auschwitz vergast.

Auf Seite 6 heißt es:

»[…] im Wind, Regen und Schnee stehen, nackt, mit den Händen auf dem Kopf, für Stunden, geschlagen und gepeitscht.«

Fünf Stunden lang!

Auf Seite 28 legt Sack einem katholischen Bischof folgende Predigt in den Mund:

»Der Löwe hat den Instinkt einer Bestie, verstehst du? – einen Instinkt, der ihm sagt, das Reh zu töten. So verhält es sich auch bei Juden und Nichtjuden. Der Jude will ihm nichts Böses antun. Trotzdem schimpft der Nichtjude den Juden einen Schweinehundjuden. Er hat diesen Instinkt gegen den Juden.«

»Schweinehundjuden« ist keine Übersetzung und erscheint im Original kursiv. Obwohl ich fast nur mit "Antisemiten" verkehre, habe ich diesen Schimpfnamen noch nie gehört.

Auf Seite 49 wird bei minus 65 Grad Fahrenheit (minus 54 Grad Celsius) im Schnee herumgegraben.

Auf Seite 88 erfahren wir, daß eine Jüdin in Auschwitz Suppe mit Holz, Wolle, Knöpfen und sogar einer aufgeweichten Maus zu essen bekommt.

Genug! Und dies ist nur eine ganz spärliche Auswahl der üblichen Geschichten aus diesem 370 Seiten schwachen Buch, so wie sie in allen mir bekannten "Holocaust-Berichten" noch heute zum besten gegeben werden.

Ende des Auszugs aus meinem Brief.

Bei diesem Schriftverkehr erfuhr ich von meinem deutschen Korrespondenzpartner ganz zufällig, daß bei der deutschen Übersetzung, die ich jedoch selbst nicht gelesen habe, geflunkert wurde. Er hatte sich das Buch Auge um Auge ausgeliehen, um meine übersetzten Passagen mit denen in der deutschen Ausgabe zu vergleichen. Ich hatte eingangs zitiert, daß laut Sack nach dem Krieg in den 1255 von den Soviets eingerichteten Konzentrationslagern zwischen 60.und 80.000 deutsche Männer, Frauen und Kinder von Juden ermordet wurden. 99% dieser Opfer, meint Sack, waren unschuldige Menschen.

Daraufhin schrieb er zurück:

»Ich habe die Texte aus Deinem Brief mit denen der deutschen Ausgabe verglichen. Sie stimmen mit Deinen überein, bis auf zwei Kleinigkeiten: Bei 60. - 80.000 steht da noch das Wörtchen "wahrscheinlich", und bei der Prozentzahl steht noch "möglicherweise".«

Abgesehen von der Verwegenheit, die Qualität einer Übersetzung an einer anderen, statt dem Original, zu messen, kann sich jeder, der Englisch liest, davon überzeugen, daß die angeblich fehlenden Wörtchen vom Übersetzer frei aus der Luft gegriffen sind!

Es besteht für mich kein Zweifel, daß gewisse Leute dafür sorgen, bei Übersetzungen "gefährlicher" Bücher anderen, z. B. revisionistischen Übersetzern, zuvorzukommen, um mit Unterschlagungen oder Hinzufügungen (»Wörtchen«) bestimmten Stellen einen anderen, "passenderen" Sinn zu geben. Ist eine solche Übersetzung erst einmal in Umlauf, wird es wohl den wenigsten einfallen oder möglich sein, sie mit dem Original zu vergleichen.

5) 2. JG. , HEFT 1, MÄRZ 1998 (S. 63-68):

In der gelungenen Abhandlung von Frau Ilse Schirmer-Vowinckel über den Nazijäger Efraim Zuroff fällt auf, daß Zuroff ohne Ausnahme, insgesamt achtmal, von »Nazikriegsverbrechern« oder »-verbrechen« oder »-verbrecherlisten« spricht. Daraus darf man ohne weiteres schließen, daß er sich anderer Kriegsverbrechen (oder Kriegsverbrechen anderer) bewußt ist, denn gäbe es ausschließlich »Nazikriegsverbrechen«, wäre die Vorsilbe »Nazi-« überflüssig!

Falls Ihnen an meinem Urteil etwas liegt: Ich halte Ihre VffG-Hefte für die beste Schriftenreihe, die z.Z. über dieses Thema ihre Runde macht, und hoffe, daß Sie Ihre tüchtige und absolut nötige Aufklärungsarbeit noch lange weiterbetreiben können.

Viel Glück!

Mit freundlichen Grüßen

Rudolf Hilland, Bramalea, Ontario


Errata

VffG 2/98, S. 132: Durch einen bedauerlichen Satzfehler wurde das Datum der Abfassung von Prof. R. Faurissons Artikel »Die "Gaskammer" von Auschwitz« nicht mit abgedruckt, was hiermit nachgeholt wird: 26. Januar 1998.

VffG 2/98, S. 163, linke Spalte: V. Reynouard ist nicht verantwortlicher Herausgeber der Zeitschrift L‘Autre Histoire. Reynouard sitzt der Gesellschaft A.N.E.C. vor, die das Periodikum Nouvelle Vision verlegte und seit einiger Zeit nurmehr Kurzinformationen und Info-Broschüren vertreibt. L’Autre Histoire wird verantwortlich von Trystan Mordrel geleitet (BP 3, F-35134 Coësmes).


Quelle: Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung 2(3) (1998), S. 237-241.


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